-
Verfahren und Vorrichtung zum Überführen von zu Säcken zu verarbeitenden
Schlauchabschnitter aus der Längs- in die Querförderung Zum Andern der Werkstückförderweise,
wie es beispielsweise bei der Verarbeitung von H(unststoffschlauchbahnen zu fertigen
Säcken zweckmäßig sein kann, ist es unter anderem bekannt, die kontinuierlich und
mit Zwischenräumen zwischen einander transportierten Werkstücke gegen einen Anschlag
laufen zu lassen und dann quer zu ihrer bisherigen Transportrichtung weiterzufördern.
Bei den so arbeitenden Vorrichtungen ist es jedoch notwendig, daß jedes Werkstück
dem jeweils vorherlaufenden Weilcstück mit einem so großen Abstand folgt, daß es
mit diesem bei dessen Weitertransport quer zur bisherigen Laufrichtung nicht mehr
zusammenstoßen kann.
-
Das bedeutet, daß, wenn man die Geschwindigkeit, den Abstand der Werkstücke
und ihre Größe in Laufrichtung als gegebene Festwerte annimmt, die Geschwindigkeit
der quer zur bisherigen Laufrichtung weiterzutransportierenden Werkstücke von der
Werkstückgröße in Quertransportrichtung abhängt.
-
Bezeichnet man den Werkstückabstand, also den Abstand der in Laufrichtung
hinteren Kante jedes Werkstückes von der in Laufrichtung vorderen Kante des daruffolgenden
Werkstückes, in der ersten Laufrichtung mit z, die Werkstückbreite mit b, die Längsfördergeschwindigkeit
mit v1 und die Querfördergeschwindigkeit mit v4, so ergibt sich die Formel Ve ~~
b vi z und damit b vq = . v1. z Da man, um eine große Leistung zu erzielen, benicht
ist, den Werkstückabstand möglichst klein zu halten, ergibt sich, daß v, wesentlich
größer sein muß als vj, damit die Vorrichtung einwandfrei arbeitet.
-
Der Abstand zweier Werkstücke nach Änderung der Förderrichtung sei
beispielsweise mit w bezeichnet. Er beträgt
wobei I die Werkstücklänge in der ersten Förderrichtung ist. Aus der Formel läßt
sich erkennen, daß bei kleinem Wert z der Wert w sehr groß ist.
-
Zum weiteren Bearbeiten der Werkstücke in Quertransportrichtung ist
aber weder die große Querför-
dergeschwindigkeit noch der große Abstand der aufeinanderfolgenden
Werkstücke erwünscht, da bei diesen Verhältnissen die einzelnen B earbeitungsstationen
in der neuen Förderrichtung sehr lang sein müssen, weil zur Bearbeitung eines Werkstückes
eine bestimmte Zeit erforderlich ist. Diese lange Ausbildung der einzelnen Bearbeitungsstationen
bringt aber keinerlei Vorteile. Von der Verwirklichung des naheliegenden Gedankens,
nach dem Herausbringen der Werkstücke aus dem Längsförderbereich die Werkstückgeschwindi
gkeit herabzusetzen, wodurch sich auch gleichzeitig der Abstand der Werkstücke voneinander
verringern würde, sieht man in der Praxis wegen der Komplizierung und Verteuerung
der Vorrichtung ab.
-
Beim Überführen von zusammengelegten Schachtelzuschnitten aus der
Längs- in die Qwerförderung ist es bereits bekannt (USA.-Patentschrit 2964161),
die in der Längsförderstrecke herantransportierten Werkstücke auszuwerfen, wobei
sie zunächst an eine schräge Platte anstoßen, an der sie nach unten abgelenkt werden,
wobei die Platte durch die Wucht des Anpralles um einen oberen Anlenkungspunkt hochschwenkt,
so daß das steife Werkstück unter dem angehobenen Fuß der Platte hindurchschießt
und auf ein quer dazu verlaufendes Transportband gelangt. Dieses Querförderband
wird mit etwas geringerer Geschwindigkeit vorbewegt als die Geschwindigkeit, mit
der die Schachtelzuschnitte darauf ausgeworfen werden, so daß die Schachtelzuschnitte
durch das Querförderband nacheinander in dachziegelartiger Zuordnung vorbewegt werden.
Hierbei tritt im Läagsförderbereich für eine gewisse Zeit eine Üb erl appung der
Werkstücke ein. Für das Uberführen von zu Säcken zu verarbeitenden Schlauchabschnitten
aus
der Längs- in die Querförderung kann die bekannte Vorrichtung aber nicht verwendet
werden, und zwar einerseits, weil nicht, wie bei verhältnismäßig steifen Schachtelzuschnitten,
die kinetische Energie der in der Längsförderrichtung herantransportierten Werkstücke
zum Hochstoßen einer Klappe ausgenutzt werden kann und weil andererseits eine Bearbeitung
der Werkstücke in Querförderrichtung unmöglich wäre, wenn sie sich, wie bei der
bekannten Vorrichtung, auf dem Querförderband dachziegelartig übereinanderlegen
würden. Der bekannte Vorschlag kann deshalb bei zu Säcken weiterzuverarbeitenden
Schlauchabschnitten nur bei der Gestaltung von Ablegevorrichtungen als Vorbild dienen,
nicht aber zur Lösung des Problems beitragen, sehr große Werkstückabstände zwischen
den einzelnen Schlauchabschnitten in der Querförderstrecke dann zu vermeiden, wenn
doch ein gewisser Abstand auf jeden Fall eingehalten werden muß, um eine Bearbeitung
vornehmen zu können.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bei den bekannten Verfahren
und Vorrichtungen zum Ändern der Werkstückförderweise durch Andem der Förderrichtung
nach vorherigem Stillstand der Werkstücke auftretenden Schwierigkeiten zu vermeiden,
indem ein Verfahren und eine Vorrichtung angegeben wird, durch welche die Querfördergesohwindigkeit
von vornherein in bezug auf die bei bekannten Vorrichtungen notwendige Querfördergeschwindigkeit
wesentlich niedriger sein kann, wodurch auch der Abstand der Werkstücke voneinander
in der neuen Förderrichtung von vornherein entsprechend geringer ist.
-
Das zur Lösung der gestellten Aufgabe dienende erfindungsgemäße Verfahren,
bei welchem die in Längsrichtung geförderten Werkstücke zum Stillstand gebracht
und mit Abstand voneinander in Querrichtung weitergefördert und bearbeitet werden,
ist dadurch gekennzeichnet, daß die zum Stillstand gebrachten Schlauchabschnitte
noch vor dem Verlassen des Längsförderbereiches in der Querrichtung in eine von
der Ebene des Längstransportes abweichende neue Transportebene übergeführt und abgezogen
werden, während in an sich bekannter Weise gleichzeitig das jeweils nächste Werkstück
in den dem Längs- und dem Querförderweg gemeinsamen Bereich in der Längstransportebene
eingeführt wird.
-
Es tritt dabei für eine gewisse Zeit eine teilweise Überdeckung jeweils
eines quer weitertransportierten Werkstückes und des ihm folgenden, noch in der
Längsrichtung transportierten Werkstückes ein, jedoch in verschiedenen Ebenen, so
daß der Werkstücktransport nicht behindert wird. In weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens können die Werkstücke nach dem Anhalten in oder entgegen der Querförderrichtung
verschoben und dadurch ausgerichtet werden. Dies kann zweckmäßig sein, wenn die
Werkstücke beim Einlaufen in den Endabschnitt des Längsförderweges geringfügig quergelegt
werden, wodurch ihre nachfolgende Bearbeitung während - der Querförderung behindert
würde.
-
Zur Durchführung des vorstehend beschriebenen Verfahrens ist erfindungsgemäß
eine Vorrichtung vorgesehen, bei welcher an der in Querförderrichtung vorderen Längsseite
des Längsförderweges an dessen Ende eine Führungsvorrichtung für die entsprechende
Werkstücklängskante vorgesehen ist, die
aus ihrer in der Längstransportebene liegenden
Führungsstellung in eine Übergabestellung herausführbar ist, daß ferner zur Aufnahme
der Führungsvorrichtung der in Querförderrichtung vordere Teil des Endabschnittes
des Längsförderweges von Längstransportelementen freigehalten ist und daß die Quertransportelemente
in der anderen, von der Längstransportebene abweichenden Ebene vorgesehen sind.
Da das jeweilige Werkstück nach Erreichen des Stillstandes in der Längstransportrichtung
sofort von der Führungsvorrichtung freigegeben und an die Quertransportrichtung
übergeben wird, so daß der nun in Quertransportrichtung gesehen hintere Teil des
Werkstückes sofort nach Freigabe durch die Längstransporteinrichtung in eine tiefer
als die Längstransportebene liegende Ebene labfallen kann, ergibt sich schon im
Moment des Herabfallens die Möglichkeit des Herantransportierens eines neuen Werkstückes
zu dem Anschlag, der die Werkstücke am Ende des Längstransportweges anhält.
-
Das Führungselement hat beim Herantransport des neuen Werkstückes
bereits wieder seine Ausgangsstellung eingenommen.
-
Da die zu verarbeitenden Werkstücke aus sich leicht durchbiegendem
Material bestehen, so kann nur an der in Querförderrichtung vorderen Werkstücklängskante
eine Führung durch eine Führungsvorrichtung stattfinden, während ein Teil der Längstransporteinrichtung
in dem in Quertransportrichtung hinteren Teil des letzten Abschnittes des Längstransportweges
bis zum Anschlag für die Werkstücke durchzuführen ist, wobei der Abstand dieses
Teiles von der Führungsvorrichtung nur so groß sein darf, daß das Werkstück sich
in diesem Bereich nicht oder nicht unzulässig stark durchbiegt. Je größer dieser
Abstand gewählt werden kann, um so kleiner und damit günstiger kann die Querfördergeschwindigkeit
sein, da ein Werkstück erst vollständig aus der Längstransportebene heraustreten
und damit Platz für das folgende Werkstück machen kann, wenn es von der Längstransporteinrichtung
ganz freigegeben worden ist. Bezeichnet man den Abstand zwischen der in Quertransportrichtung
vorderen Kante der Längstransporteinrichtung und der in die Führungsvorrichtung
einlaufenden Kante des Werkstückes mit a, so ändert sich die vorstehend angegebene
Formel für die Quertransportgeschwindigkeit in b-a Va = s V1 -Mit größer werdendem
Abstand a wird also die Querfördergeschwindigkeit und mit dieser auch der Abstand
w der quergeförderten Werkstücke voneinander kleiner.
-
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die oder jede Führungsvorrichtung
um eine in Längsförderrichtung liegende Achse dreh- oder schwenkbar sein und eine
während der Heranführung des jeweiligen Werkstückes in der Längstransportebene angeordnete
Führungsfläche sowie das Werkstück in der Ubergabestellung der Quertransporteinrichtung
zuführende Übergabemittel aufweisen. Besonders zweckmäßig ist es, wenn die Übergabemittel
aus einer am Ende der Führungsfläche angeordneten, das jeweilige Werkstück mindestens
während der Übergabebewegung übergreifenden Übergabeleiste
bestehen,
die vorzugsweise an ihrer Außenkante Anpreßrollen aufweist, welche mit Förderbändern
der Querfördereinrichtung zusammenwirken. Ein einfacher Antrieb der Führungsvorrichtung
läßt sich erreichen, wenn ihre Bewegung in gleichbleibendem Drehsinn taktweise erfolgt
und mindestens zwei Führungsflächen und Übergabeleisten an der Führungsvorrichtung
vorgesehen sind. Um ein einfaches Ausrichten der Werkstücke in der bereits geschilderten
Weise zu erreichen, kann die Führungsfläche sich vom Längsförderbereich her bis
jenseits der Dreh-oder Schwenkachse der Führungsvorrichtung erstrekken und die Führungsvorrichtung
so zum Längsförderweg angeordnet sein, daß die in Querförderrichtung vordere Werkstückkante
jenseits der Dreh- oder Schwenkachse und nahe der Übergabeleiste auf die Führungsfläche
aufläuft. Bei der Drehung der Führungsvorrichtung in der Richtung der Übergabeleiste
gelangt dann der Werkstückrand in den Winkel zwischen der Führungsfläche und der
Üb ergab eleiste, und bei einer weiteren Drehung der Führungsvorrichtung wird das
Werkstück etwas entgegen der Quertransportrichtung verschoben, so daß mit Sicherheit
gewährleistet ist, daß der ganze Werkstückrand zur Anlage in dem erwähnten Winkel
gelangt und damit vor dem Weitertransport in Quertransportrichtung ausgerichtetlist.
-
Zur Verstellung auf verschiedene Schlauchabschnitt- xbzw. Sackbreiten
kann die Dreh- oder Schwenkachse der Führungsvorrichtung quer zum Längstransportweg
verschiebbar sein. In diesem Fall ist durch eine entsprechende Verschiebbarkeit
der Antriebsmittel dafür Sorge zu tragen, daß der Antrieb der Führungsvorrichtung
in jeder Stellung gewährleistet ist.
-
Zum Einschalten der Dreh- und Schwenkbewegung der Führungsvorrichtung
könnentdie einzelnen Schlauchwerkstücke selbst herangezogen werden, indem am Ende
des Längsförderweges ein durch die in Längstransportrichtung vordere Kante des jeweiligen
Werkstückes betätigter Endschalter zum Einschalten der Dreh- oder Sohwenkbewegung
der Führungsvorrichtung vorgesehen ist. In diesem Falle ist unschädlich, wenn die
einzelnen Werkstücke auf der Längstransporteinrichtung nicht ganz regelmäßig herantransportiert
werden, weil die Führungsvorrichtung ihre Üb ergab ebewegung nicht in einem regelmäßigen
Arbeitstakt, sondern in Abhängigkeit von dem Einlauf des jeweiligen Werkstückes
ausführt.
-
Zur Erleichterung der Überführung der Werkstücke zur Quertransporteinrichtung
kann mindestens in dem in Querförderrichtung vorderen Teil des Endabschnittes des
Längsförderbereiches ein mit geringem Abstand unterhalb der Längstransportebene
liegendes Gleitblech angeordnet sein, das im Wirkungsbereich der Führungsvorrichtung
mit einer zur Quertransportebene gerichteten Abgleitlläche versehen ist. Nach der
Freigabe durch die etwa bis in den Endabschnitt hineinreichende Längstransporteinrichtung
fällt das Werkstück auf dieses Gleitstück und wird dann erst den in einer weiter
unten liegenden Ebene angeordneten Querförderbändern zugeführt, während bereits
ein neues Werkstück mittels der Längstransporteinrichtung herangeführt werden kann.
-
Die Erfindung ist in der nachstehenden Beschreibung an Hand der Zeichnung
näher erläutert. In der Zeichnung zeigen
Fig. la und lb in schematischen Darstellungen
ein bisher übliches Verfahren zur Überführung von Werkstücken aus der Längs- in
die Querförderung mit zwischenzeitlichem Stillstand, F i g. 2 a und 2 b in der F
i g. 1 entsprechenden Darstellung das erfindungsgemäße Verfahren, Fig.3 eine beispielsweise
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer Maschine zum Herstellen
von Kunststoffsäcken in Draufsicht, F i g. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV
der Fig. 3 und Fig. 5 a bis 5 c eine zweite Ausführungform der bei der Maschine
nach Fig. 3 und 4 angewendeten Führungsvorrichtung in verschiedenen Stellungen.
-
Ein bekanntes Verfahren zum Ändern der Werkstücklörderweise durch
Ändern der Förderrichtung besteht darin, die kontinuierlich in Pfeilrichtung 1 herantransportierten
Werkstücke 2 gegen einen Anschlag 3 laufen zu lassen und dann quer zu ihrer bisherigen
Transportrichtung in Pfeilrichtung 4 kontinuierlich weiterzutransportieren. Die
Werkstücke sind fiachgelegte Kunststoffschlauchabschnltte, die an ihrem, in Pfeilrichtung
1 gesehen, vorderen Ende zur Bildung von offenen Kunststoffsäcken zugeschweißt werden
sollen. Die Werkstücklänge ist mit I und die Werkstückbreite mit b bezeichnet, während
der Abstand der Werkstücke voneinander in Längstransportrichtung mit z und der Abstand
der Werkstücke voneinander in Quertransportrichtung mit w bezeichnet ist.
-
Die F i g. 1 a zeigt den Zustand, in welchem gerade ein Werkstück
2 gegen den Anschlag 3 gelaufen ist. F i g. 1 b zeigt den Momentanzustand, in dem
ein zuvor an dem Anschlag 3 zum Stillstand gekommenes Werkstück von der Quertransporteinrichtung
gerade aus dem Längsförderbereich der Vorrichtung heraustransportiert ist. Aus den
F i g. 1 a und lb ist ersichtlich, daß während des Weitertransportes der Werkstücke
um den Betragz in Längsrichtung die Werkstücke in Querrichtung mindestens um den
Betrag b weitertransportiert werden müssen. Bei kleinem Abstand z muß also die Querfördergeschwindigkeit
groß sein. Mit großer Querfördergeschwindigkeit wird auch der Abstand w1 groß. Wie
weiter vorn bereits gesagt, erfordert das Bearbeiten der Werkstücke während ihres
Quertransportes, beispielsweise das Zuschweißen eines Schlauchstückendes, eine bestimmte
Zeit. Die notwendige Länge (in Transportrichtung gesehen) der Bearbeitungsstation
ergibt sich aus dem Produkt von Geschwindigkeit und Zeit. Ist also die Geschwindigkeit
sehr groß, muß notwendig auch die Bearbeitungsstation sehr lang sein. Dies ist aber
aus verschiedenen Gründen nachteilig. Einmal verteuert sich dadurch die Maschine,
und zum anderen benötigt sie einen größeren Platz. Handelt es sich bei der Bearbeitungsstation
nicht um eine Schweißstation, sondern beispielsweise um eine solche, in der sich
bewegende Werkzeuge auf das Werkstück einwirken, kann es unter Umständen überhaupt
unmöglich sein, mit einer sehr großen Querfördergeschwindigkeit zu arbeiten.
-
Die Fig. 2 a und 2 b veranschaulichen das erfindungsgemäße Verfahren,
- durch das die Nachteile jenes bisherigen Verfahrens vermieden sind. Die Fig. 2
a zeigt den der Fig. la entsprechenden und die Fig. 2b den der Fig. 1b entsprechenden
Momentanzustand. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
werden
gemäß der vorliegenden Erfindung die zum Stillstand gekommenen und quer weiterzubefördernden
Werkstücke 2 während ihres Weitertransportes, und zwar während sie sich noch im
Längstransportbereich befinden aus der bisherigen Transportebene herausgebracht
und in einer neuen Transportebene weiterbefördert. Somit ist es möglich, daß ein
quer weitertransportiertes Werkstück von dem ihm folgenden, noch in Längsrichtung
transportierten Werkstück teilweise in einer anderen Ebene überdeckt werden kann.
Bei dem gewählten Ausführungsbeispiel ist -die Anordnung so getroffen, daß, wenn
das am Anschlag 3 zum Stillstand gekommene Werkstück um eine halbe Werkstückbreite
quer weitertransportiert worden ist, es sich in der neuen Transportebene befindet.
Daraus ergibt sich, daß die Querfördergeschwindigkeit nur halb so groß zu sein braucht
wie bei der Ausführung nach den Fig. la und 1 b. Hierdurch ergibt sich auch ein
Abstand w2 der quer weitertransportierten Werkstücke 2 voneinander, der nur halb
so groß ist wie der Abstand wl.
-
Eine nach dem an Hand der Fig. 2a und 2b beschriebenen Verfahren
arbeitende Vorrichtung ist in den Fig. 3 und 4 dargestellt. Diese Vorrichtung bildet
einen Teil einer Maschine zum Herstellen von Kunststoffsäcken.-Von einer nicht dargestellten
Vorratsrolle wird eine Kunststoffschlauchbahn abgezogen, von der Schlauchstücke
von der gewünschten Länge abgeschnitten werden. Das Abschneiden der Schlauchstücke
erfolgt in einer Quertrennvorrichtung, die in F i g. 3 durch ein Messer 5 angedeutet
ist. Die Laufrichtung der Schlauchstücke durch die Vorrichtung ist in F i g. 3 durch
die Pfeile 1 und 4 angezeigt.
-
Von der Quertrennvorrichtung aus erfolgt der Weitertransport der Schlauchstücke
in Pfeilrichtung 1 mittels beispielsweise fünf Transportbänderpaaren 6. Die Transportbänderpaare
sind kontinuierlich angetrieben. Der Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Schlauchabschnitten
ergibt sich durch das Quertrennen im Stillstand. Die Transportbänderpaare 6 übergeben
die nacheinander herantransportierten Schlauchstücke einzeln an drei Transportbänder
7 und ein Führungselement 8. Die oberen Trume der unteren Transportbänder der Transportbänderpaare
6 und die oberen Trume der Transportbänder 7 liegen in eine Ebene. Der Zulauf der
Schlauchstücke zu den Längstransportbändern 6, 7 ist so geregelt, daß unabhängig
von seiner Breite jedes Schlauchstück symmetrisch zu dem mittleren Transportbänderpaar
6 liegt. Die beim späteren Quertransport die hintere Werkstückhälfte bildende Hälfte
wird im letzten Teil des Längstransportes von den Transportbändern 7 getragen. DerLängsseitenrand
der anderen Schlauchstückhälfte läuft während des letzten Teiles des Längstransportes
in eine Aussparung 9 des Führungselementes 8 ein. Das Führungselement 8 ist um eine
in Längstransportrichtung liegende Achse in Pfeilrichtung 10 (s. F i g. 4) drehbar.
Das Führungselement 8 besitzt vier jeweils um 900 zueinander versetzte Aussparungen
und wird taktweise um 900 gedreht. Im Querschnitt gesehen besitzt das in F i g.
3 und 4 gezeigte Führungselement die Form eines Kreuzes, dessen Balkenenden in Drehrichtung
abgewinkels sind, so daß jeweils eine Aussparung zwischen einem abgewinkelten Balkenende
und dem nicht abgewinkelten Teil des, in Drehrichtung gesehen, vor diesem liegenden
Balkens gebildet ist. Die
Anordnung des Führungselementes 8 in der Vorrichtung ist
so getroffen, daß der in eine Aussparung 9 einlaufende Längsseitenrand eines Schlauchstückes
sich auf der Rückenfläche eines Kreuzbalkens abstützt.
-
Zwecks Einstellung des Führungselementes auf eine andere Schlauchbreite
sind seine Lager 11, 12 als Gewindestücke ausgebildet und ihrerseits je auf einer
quer zur Längstransportrichtung imMaschinengestell drehbar gelagerten Gewindespindel
13 bzw.
-
14 quer zur Längstransportrichtung verschiebbar gehalten. Die Gewindespindel
13 trägt an ihrem aus der Gestellwand 15 herausragenden Ende ein Handrad 16. Beide
Gewindespindeln 13, 14 stehen über einen Kettentrieb 17 miteinander in Verbindung,
so daß durch Betätigen des Handrades beide Lager 11, 12 gleichmäßig verschoben werden.
-
Am Ende der Längsförderstrecke befindet sich ein Anschlag 3 (s. Fig.
3). Durch Gegenlaufen des Schlauchstückes gegen den Anschlag kommt es zum Stillstand,
während die Transportbänder 7 kontinuierlich weiterlaufen. Neben dem Anschlag 3
befindet sich ein Endschalter 18, der durch Anlaufen eines Schlauchstückes betätigt
wird. Über den Endschalter 18 wird ein nicht weiter dargestellter Antrieb einer
Welle 19 eingeschaltet, der diese um 900 dreht. Über ein Kegelräderpaar 20/21 steht
die Welle 19 mit dem Führungselement 8 in Verbindung, so daß bei einer Drehung der
Welle 19 um 900 das Führungselement 8 ebenfalls um 900 gedreht wird. Das Kegelrad
20 ist auf der Welle 19 undrehbar, aber axial verschiebbar gelagert, damit das Führungselement
zwecks Anpassung an verschiedene Schlauchbreiten quer zur Längstransportrichtung
verstellt werden kann.
-
Über den Transportbändern 7 sind zwei Führungsrollensätze 22 gezeichnet,
die zur guten Fiihrung der Schlauchstücke auch während des letzten Teiles des Längstransportes
dienen. Der Abstand zwischen dem Anschlag 3 und der Rollenachse des dem Anschlag
3 nächstgelegenen Führungsrollensatzes muß mindestens so groß sein wie die Schlauchstücklänge.
Zur Einstellung auf verschiedene Schlauchstücklängen sind darum die Führungsrollensätze
in Längstransportrichtung verstellbar. In Abhängigkeit von der Werkstücklänge können
mehr oder weniger als zwei Führungsrollensätze Verwendung finden.
-
Über seine Länge verteilt, besitzt das Führungselement 8 am freien
Ende jedes abgewinkelten Teiles eine Andrückrolle 23, deren Aufgabe weiter unten
genau beschrieben ist. An den Lagern 11, 12 des Führungselementes 8 ist ein Bügel
24 befestigt, der U-förmig ausgebildet ist und auf dessen Steg sich ein Führungsblech
25 mit einem abgewinkelten Schenkel 26 abstützt. Bügel 24 und Schenkel 26 sind fest
miteinander verbunden. Ein langer Schenkel 27 des Führungsbleches 25 liegt in einer
tiefer als die Transportebene der Schlauchstücke und parallel zu dieser liegenden
Ebene. Der Rand des Schenkels 27 greift in einen Schlitz 28 des Tisches 29 ein und
ist darin bei einer Verstellung des Führungselementes 8 quer zur Längstransportrichtung
verschiebbar.
-
Achsparallel zu dem Führungselement 8 liegen Umlenkrollen 30, 31
und 32. Über die Umlenkrollen 30, 31 sind fünf endlose Transportbänder 33 gelegt,
und zwar derart, daß sie unter den Andrückrollen 23 des Führungselementes 8 liegen.
Die Umlenkrolle 31 ist in nicht dargestellter Weise angetrieben und dient
gleichzeitig
noch als Umlenkwalze für endlose Transportbänder 34, die im Zusammenwirken mit endlosen
Transportbändern 35 die Schlauchstücke durch die folgende Bearbeitungsstation, beispielsweise
durch die Schweißstation transportieren. Die Umlenkrolle 32, über die die Bänder
35 gelegt sind, erhält ihren Antrieb in nicht dargestelter Weise von der Umlenkrolle
31 aus.
-
Wird beim Anlaufen eines Schlauchabschnittes an den Anschlag 3 der
Endschalter 18 betätigt, so wird, wie bereits weiter vorn gesagt, das Führungselemeint
8 in Pfeilrichtung 10 um 900 gedreht. Hierbei nimmt es den in der zunächst horizontalen
Aussparung 9 liegenden Rand des die Bewegung des Führungselementes auslösenden Schlauchstückes
mit, dessen in bezug auf F i g. 3 linke Hälfte frei auf den Bändern 7 liegt. Durch
die Andrückrollen 23 am Ende des die Aussparung 9 begrenzenden abgewinkelten Teiles
wird der Schlauchstückrand gegen die Transportbänder 33 gedrückt, die kontinuierlich
angetrieben sind, so daß nun das Schlauchstück in Pfeilrichtung 4 weitertransportiert
und sein auf den Bändern 7 liegender Teil von diesen abgezogen wird und sich vor
dem Erfassen durch die Rollen 23 und Transportbänder 33 auf dem tiefer als die ursprüngliche
Transportebene liegenden Führungsblech 25 abstützt. In dem Augenblick, in dem das
Schlauchstück von den Transportbändern 7 freikommt, kann schon wieder ein neues
Schlauchstück in Pfeilrichtung 1 auf die Transportbänder 7 auflaufen und mit seinem
in bezug auf Fig. 3 und 4 rechten Längsseitenrand in die nun obere horizontale Aussparung
9 einlaufen. Diesen Zustand zeigt Fig.4. Ein strichpunktiert angedeutetes Schlauchstück
2 b läuft bereits wieder mit den Transportbändern 7 auf den Anschlag 3 zu, während
das, in Transportrichtung 4 gesehen, hintere Ende des vorauslaufenden, gleichfalls
strichpunktiert dargestellten Schlauchstückes 2 a sich noch im Längstransportbereich
der Vorrichtung befindet, wobei es jedoch aus der Längstransportebene in eine tieferliegende
Ebene abgefallen ist. Damit eine sichere Mitnahmeverbindung zwischen den Schlauchstücken
und den Transportbändern 33 sichergestellt ist, ist die Anordnung der Umlenkrolle
30 so gewählt, daß durch die Andrückrollen 23 die Bänder 33 etwas durchgedrückt
werden, d. h., daß die oberen Trume der Bänder 33 nicht in einer geraden Linie durchlaufen.
-
Das Führungselement 40 gemäß Fig.Sa bis 5c besitzt, im Querschnitt
gesehen, die Form eines Z, dessen Drehachse sich in der Stegmitte befindet. Das
Führungselement 40 ist ebenso wie das Führungselement 8 in Pfeilrichtung 10 (s.
F i g. 5 a) drehbar.
-
Durch die Z-förmige Ausbildung besitzt das Führungsstück 40 im Gegensatz
zum Führungsstück 8 nur zwei achsparallele Längsaussparungen 41. Aus diesem Grunde
wird es taktweise um 1800 gedreht.
-
Im übrigen entsprechen Antrieb und Lagerung des Führungselementes
40 dem Antrieb und der Lagerung des Führungselementes 8. Ebenso wie bei der Ausführung
nach den F i g. 3 und 4 ist auch bei dieser Ausführung mit den Lagern des Führungselementes
ein Bügel 24 verbunden, auf dem sich ein Führungsb]ech 25 abstützt.
-
Am freien Ende jedes Schenkels des Führungselementes 40 sind, über
dessen Länge verteilt, eine Reihe von Andrückrollen 23 vorgesehen, die den freien
Schlauchstückrand gegen die oberen Trume
der in gleicher Anzahl vorhandenen Transportbänder
33 andrücken und die Mitnahme der Schlauchstücke durch die Transportbänder 33 sicherstellen.
-
In F i g. 5 a bis 5 c ist ein Schlauchstück 42 -strichpunktiert eingezeichnet.
Wie aus F i g. 5 a ersichtlich, wird der nicht den Transportbändern aufliegende
Rand des Schlauchstückes vom Führungselement 40 getragen. Die Schlauchstückkante
befindet sich dabei jenseits der Drehachse des Führungselementes. Ist das Schlauchstück
zum Stillstand gekommen, dreht sich das Führungselement 40 in Pfeilrichtung XQ,
wodurch die Schlauchstückkante in die Ecke der Aussparung 41 gelangt, wie es in
F i g. 5b dargestellt ist. Beim Weiterdrehen des Führungselementes wird das Schlauchstück
in Pfeilrichtung 43, also entgegen der Quertransportrichtung 4, verschoben, bis
der Schlauchstückrand von dem Führungselement 40 freikommt und auf die Transportbänder
33 abfallen kann. Dieser Zustand ist in F i g. 5 c dargestellt.
-
Sollte also ein zum Stillstand gekommenes Schlauchstück etwas schräg
liegen, so würde es durch die Verschiebung entgegen der Quertransportrichtung durch
das Führungsstück ausgerichtet.