DE122242C - Vorrichtung mit Breguetgesperr zum Aufziehen und Stellen von Uhren. - Google Patents
Vorrichtung mit Breguetgesperr zum Aufziehen und Stellen von Uhren.Info
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- G04B—MECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
- G04B27/00—Mechanical devices for setting the time indicating means
- G04B27/02—Mechanical devices for setting the time indicating means by making use of the winding means
- G04B27/04—Mechanical devices for setting the time indicating means by making use of the winding means with clutch wheel
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen
zum Aufziehen und Stellen von Uhren, bei welchen die Kupplung der einzelnen Theile derart, dafs bei der Drehung
der Krone entweder ein Aufziehen der Uhr oder ein Stellen der Zeiger erfolgt, durch entsprechende
Drehung des Bügels und einer mit diesem verbundenen Muffe bewirkt wird.
Die Erfindung betrifft die Ausführung einer solchen Vorrichtung in der Weise, dafs die
Muffe der Länge nach auf dem Gehäuseansatz bewegbar ist und für gewöhnlich durch eine
Feder nach aufsen gedrängt wird. In dieser Stellung wird durch den Eingriff eines Stiftes
der Muffe in einen Längsschlitz des Gehäuseansatzes eine Drehung der Muffe und des
Ringes verhindert, während, wenn Muffe und Ring nach innen gedrückt werden, der Stift
der Muffe aus dem Längsschlitz und in eine ringförmige Nuth eintritt, so dafs alsdann Muffe
und Ring gedreht werden können.
Die Erfindung ist in beiliegender Zeichnung an einer Jagduhr veranschaulicht. Fig. 1 zeigt
den Mechanismus in Vorderansicht, wobei einige Theile entfernt gedacht sind, um den
Mechanismus zum Vorschein kommen zu lassen. Fig. 2 ist eine Rückansicht. Fig. 3 ist ein
Schnitt durch den Gehäuseansatz, die Muffe, die Muffenwelle, die Krone und die Kupplung.
Fig. 4 ist ein Schnitt durch die Muffe und die Muffenwelle. Fig. 5 ist ein Schnitt
durch eine andere Ausführungsform von Muffe und Muffenwelle.
Die Muffe 5, welche durch eine innere Feder 6 auswärts geprefst wird, läfst sich an
dem Gehäuseansatz 1 entlang bewegen, und wenn sie derart einwärts gedrückt wird, dafs
ein auf ihr stehender Stift 23 aus einem Schlitz 24 des Ansatzes 1 in eine Nuth 25
eintritt, die am Ansätze herumläuft, so können Ring und Muffe gedreht werden. So lange
sich aber der Stift 23 in dem Schlitz 24 befindet, ist diese Drehung nicht möglich.
Eine röhrenförmige Welle 7, die im Innern' der Muffe befestigt ist, ragt durch den Ansatz
ι in das Gehäuse hinein und trägt dort einen Bund 8, welcher das Herausziehen der
Muffenwelle verhindert. An diesem Bund befindet sich ein Daumen 9 von solcher Gröfse,
dafs er durch eine Oeffnung in der Deckelschliefsfeder4
hindurchgeht; der Bund 8 aber ist so grofs, dafs er diese Feder nach innen
drückt, wenn Krone, Muffe und Welle nach innen gedrückt werden. Der Daumen 9 könnte
unter Umständen auch an der Muffe selbst unmittelbar angebracht sein.
An der Muffe ist ferner der Bügel 10 befestigt und über das Ende der Muffe greift
die Krone 11, mit welcher die Aufziehwelle 12, die sich in das Gehäuse hineinerstreckt,
fest verbunden ist. Diese Welle ist dort cylindrisch, wo sie durch die Muffenwelle
7 und den Daumen hindurchgeht, so dafs sie sich frei in diesen Theilen drehen kann, aber nahe ihrem Ende ist sie vierkantig,
um die Wellenverlängerung 13 zu drehen,
welche einen vierkantigen Fufs zur Aufnahme des Vierkantes der Aufziehwelle besitzt. Auf
der Verlängerung 13 steckt ein Zahnrad 14 und die bekannte Kupplung 15, die die viereckige
Verlängerung entlang bewegt werden kann, jedoch sich mit derselben drehen mufs. Diese Kupplung hat an einem Ende Zähne,
welche in Zähne auf der Nabe des Rades 14 eingreifen, und am anderen Ende hat sie
Zähne, welche in die Zähne des Zeigerstellrades 16 eingreifen. Das Rad 14 steht mit
dem Getriebe 1-7 in Eingriff; dieses greift in ein Aufziehrad 18 ein, welches ein mit der
Spindel der Aufziehfeder verbundenes Rad drehen kann. Das Rad 16 kann mit einem
Zahnrade in Eingriff treten, das mit der Stellspindel verbunden ist.
Der Schieber 19 wird beweglich durch Schrauben 20 gehalten und durch eine Feder
21 nach aufsen gedrängt. Das äufsere Ende dieses Schiebers ragt in die Bahn des
Daumens 9 vor und sein Vorsprung 26 greift in die Nuth 22 der Kupplung, so dafs bei
einer Bewegung des Schiebers die Kupplung verschoben wird.
Wird die Muffe mit dem Bügel abwärts gedrückt, so wird die Feder 4 mit ihrem Verschlufshaken
aus dem Springdeckel der hier als Beispiel gewählten Jagduhr ausgelöst und dieser Deckel springt auf. Wenn der Bügel
und die Muffe alsdann halb umgedreht werden, so preist der Daumen den Schieber nach innen und bewirkt dadurch, dafs die
Kupplungszähne mit den Zähnen auf der Nabe des Aufziehrades aufser Eingriff kommen
und die Zähne des Rades 15 in das Stellrad 16 eingreifen. Wird nun die Krone gedreht,
so werden auch die durch die erfolgte ■©effnung des Deckels sichtbar gemachten
Zeiger der Uhr gedreht und können somit beliebig eingestellt werden. Befinden sich
Bügel und Muffe aber in der ursprünglichen Lage, welche die gewöhnliche, in Fig. 1
und 2 dargestellte Lage ist, und wird dann die Krone gedreht, so zieht das dabei mit in
Drehung versetzte Rad 14 die Feder auf.
Die zwischen Muffe und Gehäuseansatz angebrachte Feder 6 in Verbindung mit der durch
die Theile 23 und 24 gekennzeichneten Anordnung hindern ein unabsichtliches, zufälliges
Drehen der Muffe.
Bei der beschriebenen Vorrichtung wird das Umschalten der zum Aufziehen oder Stellen
mittels der Krone dienenden Theile durch einen einzigen Druck nach innen und darauf
folgendes Drehen des Bügels bewirkt, also eines Theiles, welcher bequem 1Zu erfassen und
leicht zu drehen ist. Da der Bügel grofs ist, so kann der Mechanismus sehr fest und starr
gebildet werden, und er wird somit dauerhaft sein.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung mit Breguetgesperr zum Aufziehen und Stellen von Uhren, bei welcher die Umschaltung des Aufzieh- und Stellmechänismus durch Drehen einer Muffe (5) geschieht, dadurch gekennzeichnet, dafs die Muffe verschiebbar angeordnet ist, durch eine Feder (6) nach aufsen geprefst wird und mit einem Stift (23) in einen Längsschlitz (24) des Gehäuseansatzes (1) eingreift, so dafs eine unbeabsichtigte Drehung der Muffe und des Bügels (10) verhindert ist, während, wenn die Muffe - mit dem Bügel nach innen gedrückt wird, der Stift (23) in eine ringförmige Nuth (25) einzutreten vermag, um die zur Zeigerstellung nöthige, durch Drehung der Muffe bewirkte Umschaltung des Breguetgesperres zu erlauben.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE122242T | 1900-04-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE122242C true DE122242C (de) | 1901-07-16 |
Family
ID=41045013
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1900122242D Expired DE122242C (de) | 1900-04-17 | 1900-04-17 | Vorrichtung mit Breguetgesperr zum Aufziehen und Stellen von Uhren. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH21313A (de) |
| DE (1) | DE122242C (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3376309B1 (de) * | 2017-03-17 | 2022-05-18 | Montres Jaquet Droz SA | Aufziehmechanismus einer uhr |
-
1900
- 1900-04-17 DE DE1900122242D patent/DE122242C/de not_active Expired
- 1900-04-17 CH CH21313A patent/CH21313A/fr unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH21313A (fr) | 1901-06-30 |
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