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Vorrichtung zum Bilden und Ausrichten der Eckeinschläge von offenen
Kreuzböden an quergeförderten Schlauchabschnitten Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung
zum Bilden und Ausrichten der Eckeinschläge von offenen Kreuzböden an quergeförderten
Schlauchabschnitten mit sich auf einer Kreisbahn mit veränderlicher Geschwindigkeit
bewegenden, in die Eckeinschläge eingreifenden Werkzeugen.
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Eine bekannte Vorrichtung dieser Art, die im Anschluß an eine Aufziehvorrichtun,-
wirksam wird, mit der die vorggeöffneten Schlauchenden durch Finger teilweise schon
zum Bodenquadrat aufgezogen werden, arbeitet mit in die Eckeinschläge eingreifenden,
umlaufenden Bodenaufzieh- bzw. Bodenausrichtdreiecken, die für die vordere und die
hintere Bodentasche in ihren Bewegungen unabhängig voneinander durch gesonderte
Steuennittel angetrieben werden.
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Die Vorrichtuno, zum Bilden und Ausrichten der Eckeinschläge gemäß
der Erfindung zeichnet sich demgegenüber dadurch aus, daß die die vorderen und hinteren
Eckeinschläge bildenden Werkzeuge zu einer einzigen, auf einer gemeinsamen rotierenden
Welle anaeordneten zweiteiligen Werkzeuggeinheit zusammeno,efaßt sind und diese
zweiteilige Werkzeugeinheit C CD
in für lediglich Spreizwerkzeuge bekannter
Weise zum Spreizen zwecks Aufziehens der Schlauchenden eingerichtet und die gemeinsame
Antriebswelle bei ihrem Umlauf zunächst zu beschleunigen ist, so daß die den vorderen
Eckeinschlag bildenden Werkzeuge unter diesen treten und ihn flachlegen und ausrichten
und die Welle sodann zu verzögern ist, so daß die Werkzeuge unter dem vorderen Eckeinschlag
wieder hervortreten und die den hinteren Eckeinschlag bildenden Werkzeuge unter
diesen treten und ihn flachlegen und ausrichten, worauf die Antriebswelle wieder
so weit zu beschleunigen is4 daß die Werkzeuge aus dem hinteren Eckeinschlao, auf
ihrem weiteren Um-CD lauf herausführbar sind.
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Hierdurch wird eine gegenüber der bekannten Vorrichtung einfachere,
billigere sowie platzsparendere Maschine geschaffen, bei der die Eckeinschläge durch
eine einzige Werkzeugeinheit, die über eine einzige Steuereinrichtung angetrieben
wird, gebildet und ausgerichtet werden.
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Vorzu-Sweise sind die Werkzeuge zum Bilden und Ausrichten des hinteren
Eckeinschlages an den Werkzeugen zum Bilden und Ausrichten des vorderen Eckeinschlagges
in der Länge einstellbar befestigt. Auch sind zweckmäßig die die Eckeinschläge bildenden
und ausrichtenden Werkzeuge an ihren Enden unter etwa 45' abgeschrägt.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird das Beschleunigen und
Verzögern der Werkzeuge in sehr einfacher Weise bewirkt durch zwei in einer Koppel
und den Enden von Hebeln gelagerten, miteinander im EinCriff befindlichen Zahnrädern,
die den Antrieb von einem mit gleichförmiger Geschwindigkeit von der Maschine angetriebenen
Zahnrad auf ein auf der die Eckeinschlag Bilde- und Ausrichte-Einrichtungen tragenden
Welle befestigtes Zahnrad übertragen, wobei die Hebel mit ihrem anderen Ende, auf
dem Bolzen des Antriebszahnrades bzw. auf der die Einrichtungen tragenden Welle
drehbar gelagert sind und die Koppel durch einen weiteren Antrieb eine in ihrer
Längsrichtuno, erfolgende hin- und hergehende, gesteuerte Bewegung erhält. Zweckmäßig
wird dabei t2 4D die hin- und hergehende Bewegung der Koppel durch eine aus
der Maschine angetriebene Kurvenscheibe über einen eine auf der Kurvenscheibe abrollende
Rolle tragenden Hebel und eine Verbindungslasche ausgeübt.
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Grundsätzlich ist es bei der Sack- und Beutelherstellung bekanntgewesen,
einzelnen auf einer Kreisbahn sich bewegenden Bearbeitungseinrichtungen der Bodenbildevorrichtung
durch ein Zusatzgetriebe, C
z. B. ein Planetengetriebe, eine einmal oder mehrmals
erfolgende Verzögerung bzw. entsprechende Beschleunigung zu erteilen. Bei bekannten
Vorrichtungen, bei denen dieser Gedanke verwirklicht ist, handelt es sich jedoch
um solche, die schon von der Aufgabenstellung her nicht mit der Vorrichtung nach
der Erfindung zu vergleichen sind.
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Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Er-C finduna ist in der
Zeichnung dargestellt, es zeigen F i g. 1 a bis 6 a Ansichten der
verschiedenen Arbeitsstellungen beim Herstellen des Bodenquadrates eines Kreuzbodens,
Fig. lb bis 6b Draufsichten zu den Ansichten nach Fig. la bis 6a, F i
g. 7 eine Ansicht der Vorrichtung nach der Erfindung mit den wesentlichen
Antriebselementen.
Der abgebrochene und mit nur dem einen aufge-"estellte,
vorrichteten offenen Schlauchende 2 darg zugsweise mehrlagige Schlauchabschnitt
1 wird in Richtung des Pfeiles3 durch nicht dargestellte Fördennittel quer
zu seiner Längsachse gefördert und an den an jedem Schlauchende vorgesehenen Bearbeitungsstationen
zur Bildung der Bodenquadrate vorbeigeführt.
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Das aufgerichtete offene, Schlauchende 2 wird zunächst in an sich
bekannter Weise durch Sau-,ger 4, 5, die gestrichelt angedeutet sind,
vorgeöffnet (F i g. 1 a, 1 b). In das vorgeöffnete Schlauchende 2
greifen nun in an sich bekannter Weise auf einer horizontal gelagerten Welle
6 befestigte und mit derselben rotierende, die Eckeinschläge bildende und
ausrichtende Einrichtungen, kurz Spreizer genannt, ein, von denen in F i
g. 7 beispielsweise zwei gegeneinander um 180' versetzte Spreizer
7, 8 und 17, 18
dargestellt sind und in den F! g. 1 bis
6 nur der Spreizer 7, 8 dargestellt ist, wobei in den F i
c-. 1 bis 6
auch nur die die Eckeinschläge bildenden und ausrichtenden
Spreizwerkzeuge 9, 10, 13, 14 mit einem Teil ihrer Halterungen
11, 12 eingezeichnet sind. Die Spreizwerkzeuge 9, 10, 13, 14, die
gleichzeitig zum Strecken und Ausrichten der Eckeinschläge, aust-Debildet sind,
bestehen aus den an den Haltern. 11, 12 befestigten vorderen Spreizwerkzeugen
9, 10 und den hinteren Spreizwerkzeugen 13, 14, wobei die letzteren
in Kloben 15, 16 in der Länge einstellbar befestigt sind, die ihrerseits
auf den vorderen Spreizwerkzeugen 9, 10 angeordnet sind.
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Die jeweils eingestellte Gesamtlängge der vorderen und hinteren Spreizwerkzeuge
9, 10 und 13, 14 richtet sich nach der Breite des Schlauchabschnittes
1
und damit nach der Länae des zu bildenden Bodenquadrates. Infolge der Anordnung
von zwei auf dem Umfang gleichmäßig verteilten Spreizern auf der Welle
6 kann die Drehzahl dieser Welle bei gleicher zeitlicher Folge der Schlauchabschnitte
1 auf eine halbe Tour je Werkstück herabgesetzt werden. Es ergibt
sich dadurch eine bei dem zur Bearbeitung der hochstehenden Schlauchenden erforderlichen
Werkzeugradius günstige Umfangsgeschwindigkeit für die 2 C C Werkzeuge, die
der Werkstückgeschwindigkeit ange-C C
paßt sein muß.
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Nach dem Voröffnen des aufgerichteten Schlaucherides 2 des
Schlauchabschnittes 1 durch die Sau-"er a 4 und 5 wird z. B. der geschlossene
Spreizer 7, 8
mit einer durch einen entsprechenden Werkzeugradius etwas höher
als Werkstückgeschwindigkeit gewählten Umfan-s-eschwindi-keit in das Schlauchende
2 eingeführt. Beim Eindringen des Spreizers 7, 8 erfolgt in an sich bekannter
Weise über eine nicht dargestellte Kurvenscheibe, nicht dargestellte Hebel und Zahnseginente
und die Halterungen 11, 12 ein Spreizen der beim Eindringen geschlossenen
Spreizwerkzeug .,e 9, 10, 13, 1-4. Dieses Spreizen bewirkt ein weiteres öffnen des
vorgeöffneten Schlauchendes 2, wodurch dessen Auseinanderfalten zur Bildung der
Bodenquadrate erfolgt (Fig. 2a, 2b). Gleichzeitig C im
dringt
der Spreizer 7, 8 infolge seiner Drehung mit C el der Welle 6 tiefer
in das auseinandergefaltete Schlauchende Z ein und wandert dabei, bedingt durch
seine höhere Umfangsgeschwindigkeit gegenüber der Werkstücksgeschwindigkeit, im
Schlauchende 2 in Laufrichtung nach vorn, wobei er in noch näher zu beschreibender
Weise zusätzlich beschleunigt wird. Die vom unter 45 0 abgeschrägten Spreizwerkzeuge
9,
Z>
10 gelangen hierdurch unter den sich legenden vorderen
Eckeinschlag 19 und strecken diesen zwischen den Basiseckpunkten 20 und 21,
wobei der Eckeinschlag ausgerichtet wird, so daß er sich in Laufrichtung gesehen
symmetrisch und mit genau rechtwinklig zur Bodenmittellinie verlaufender Basiskante
legt (Fig.3a, 3b). In dieser ausrichtenden Stellung des Spreizers7,
8 wird die Spitze des Eckeinschlages19 von einer Andrückwalze 22 erfaßt,
die ein Wiederaufgehen und Verschieben des Eckeinschlages verhindert und denselben
endGültig festlegt.
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Jetzt wird die Drehbewegung des Spreizers 8, 7
stark verzögert,
wodurch die Umfangsgeschwindigkeit der Spreizwerkzeuge 9, 10, 13, 14 bedeutend
kleiner wird als die Fördergeschwindigkeit des Schlauchabschnittes 1. Diese
Geschwindigkeitsverminderung bewirkt ein soforti-es Zurückbleiben der Spreizwerkzeuge
9, 10, 13, 14 gegenüber dem sich bildenden Bodenquadrat 19, 23, und
der hintere Eckeinschlag 23 läuft infolgedessen auf die hinteren Spreizwerkzeuge
13 und 14 auf (F i g. 4 a, 4 b). Hierdurch wird auch der hintere
Eckeinschlag 23 gestreckt und ausgerichtet, so daß #er sich ebenfalls symmetrisch
und mit genau rechtwinklig zur Bodenmittellinie verlaufender Basiskante legt (F
i g. 5 a, 5 b). Nach dem Strecken und Ausrichten auch des hinteren
Eckeinschlages 23 wird der Spreizer 7, 8 wieder auf seine normale
gleichförmige Umfangsgeschwindigkeit ge-
bracht, die - wie oben schon
angegeben - etwas größer ist als die, Fördergeschwindigkeit des Schlauchabschnittes
1. Bedingt durch diese Geschwindigkeitsdifferenz kommen die hinteren Spreizwerkzeuge
13,
14 unter dem hinteren Eckeinschlago, 23 beim Weiterlauf von selbst
hervor, und der Spreizer 7, 8 hebt sich bei seiner weiteren Drehung mit der
Welle 6
(F i g. 7) von dem von der Anpreßwalze 22 völlig erfaßten Bodenquadrat
19, 23 ab, wobei sich der Spreizer 7, 8 wieder schließt (F i
6 a, 6 b). Ebenfalls auf der Welle 6 angeordnete, nicht dargestellte
Niederhalter halten in an sich bekannter Weise den hinteren Eckeinschlag
23 in seiner Lage fest, bis auch dieser Eckeinschla- von der Andrückwalze
22 erfaßt und festgelegt ist.
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Die Beschleunigung und Verzögerung der Umlauf-C Creschwindigkeit der
Spreizer 7, 8 und 17, 18 wird durch die Vorrichtuna nach der Erfindung
entsprechend Fig.7 erzielt.
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Auf der Welle 6 sind - wie schon oben angedeutet
- die beiden Spreizer 7, 8 und 18, 17 in nicht weiter dargestellter
bekannter Weise mittels der das Spreizen ermöglichenden Halterungen befestigt und
rotieren zusammen mit dieser Welle. Eine Kurvenscheibe 24, die auf einer von der
Maschine an-etriebenen Welle 25 einstellbar befesti-t ist und in Richtung
des Pfeiles 26 je Arbeitstakt einmal umläuft, wirkt über eine drehbar an
einem Hebel 28 gelagerte Rolle 27 auf diesen Hebel, der auf einem
in dem Seitengestell 30 der Maschine verschraubten Bolzen 29
drehbar
gelagert ist. Die Rolle 27 überträgt entsprechend der Ausbildung der Kurvenscheibe
24 eine auf und nieder gehende Bewegung auf den Hebel 28. An dem freien Ende
des Hebels 28 ist eine Verbindun-slasche 31 gelenkig befestigt, die
an ihrem anderen Ende an einer Koppel 32 angelenkt ist. Die Koppel
32 verbindet mittels nicht dargestellter Bolzen die freien Enden von zwei
Hebeln 35 und 36. Auf diesen Bolzen sind außerdem zwei Zahnräder
33 und 34 gelagert, die miteinander im Eingriff sind. Der Hebel
35
ist auf der Welle 6 drehbar gelagert, und der Hebel
36 ist auf einem im Maschinengestell befestigten Bolzen 37 drehbar gelag
gert. Der Antrieb der Welle 6 und der darauf befestigten Spreizer
7, 8 und 17, 18 geht von einem Antriebszahnrad 38 aus, das
auf einer aus der Maschine an-etriebenen Welle 39 befestiat ist
C el und in Richtung des Pfeiles 40 umläuft. Das Antriebszalinrad
38 wirkt auf ein Zahnrad 41, das auf dem den Hebel 36 tragenden Bolzen
37 drehbar gelagert ist und seine Drehbewegung auf das Zahnrad
33 des schon erwähnten Zahnradpaares 33,34 überträgt, von dem der Antrieb
auf die Welle 6 mittels des mit dem Rad 34 im Eingriff befindlichen Zahnrads
42, das auf der Welle 6 befestigt ist, übertragen wird. Von dem Antriebszahnrad
38 aus wird dabei an sich eine gleichförmige Drehbewegungauf die Welle
6 übertragung und Verzöge-"en. Die erforderliche Beschleunig C C
rung
dieser Bewegung bewirkt die Kurvenscheibe 24, die durch Auf- und Niederbewegen der
Koppel 32
und damit der Zahnräder 33 und 34 eine abwechselnd in und
entgegen der Drehrichtung gerichtete Zusatzbewe-ung auf das Zahnrad 42 ausübt, wodurch
sich eine Beschleunigung und Verzögerung desselben ergibt.
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Die, Entstehung der Zusatzbewegung des Zahnrades 42 durch das Auf-
und Niedergehen der Zahnräder 33 und 34 mit der Koppel 32 infolge,
des entsprechenden Antriebes seitens der Kurvenscheibe 24 ist leicht verständlich,
wenn man das auf der Antriebsseite befindliche Zahnrad 41 feststehend annimmt. Man
erkennt sodann, daß das Zahnrad 42 bei der Aufwärtsbewegung der Koppel
32 eine Teildrehung in Richtung der eingezeichneten Pfeile und bei der Abwärtsbewegung
eine Teildrehung entgegen der Richtunc, der ein-ezeichneten Pfeile ausführt, die
sich der cyleichmäßiaen Antriebsbewegung von Seiten des Rades 41, wenn dieses sich
dreht, überlagern und eine abwechselnde Beschleunigung und Verzögerung derselben
bewirken. Da die Zahnräder 33 und 34 außer durch die Koppel 32 auch
durch die Hebel 35
und 36 geführt sind, bleiben sie bei der Auf- und
Niederbewegung stets im Eingriff mit jeweils den Zahnrädern 41 und 42.
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Die Erfindung löst daher die Aufgabe des Aufziehens von Schlauchenden
zum Bodenquadrat und gleichzeitigen Ausrichtens der Eckeinschläge mit ein und derselben
Vorrichtung, wobei sie weiter eine sehr einfache Vorrichtun- zum Beschleunigen und
Verzögern der entsprechenden Aufzieh- und Ausrichtewerkzeuge im gegebenen Zeitpunkt
von einer Kurvenscheibe aus angibt.