-
Aufgabeeinrichtung für die Längsdrähte an Vielpunktschweißmaschinen
für die Herstellung von Drahtgittermatten Die Erfindung bezieht sich auf eine Aufgabeeinrichtung
für die Längsdrähte an Vielpunktschweißmaschinen für die Herstellung von Drahtgittermatten,
die aus einem zwischen Aufgabe- und Magazinierungsstellung verfahrbaren Wagen mit
nur ein Verschieben in Richtung der Schweißelektroden zulassenden Halterungen für
die Längsdrähte besteht.
-
Bei einer bekannten Vielpunktschweißmaschine erfolgt die Zuführung
der Längsdrähte zu den Elektroden mittels eines Einstecktisches, in den die Längsdrähte
in Abständen parallel nebeneinander eingelegt werden und über den sie gleichmäßig
hinter den im Schweißtakt unter den Elektroden durchtretenden Längsdrähten nachgeschoben
werden. Die in dieser Weise ausgebildete bzw. arbeitende Vielpunktschweißmaschine
hat den Nachteil, daß zum Einlegen der Längsdrähte auf den Einstecktisch und zu
ihrem Vorschieben in Richtung der Elektroden sowie zum Bedienen der Maschine drei
Bedienungspersonen erforderlich sind, zu denen noch zwei weitere Bedienungspersonen
kommen, die die fertigen Gittermatten aus der Maschine abzuziehen und seitlich abzulegen
haben. Ein Nachteil dieser Vielpunktschweißmaschine besteht auch darin, daß nicht
ununterbrochen gearbeitet werden kann, sondern daß die -Maschine nach Austritt einer
fertigen Matte bis zur Einführung der Längsdrähte für die nächste Matte vorübergehend
abgeschaltet werden muß.
-
Eine andere bekannte Vorrichtung zur Herstellung von Gittern, insbesondere
Bienenköniginabsperrgittern, die aus Stäben mit quer dazu liegenden Metallbändern
bestehen, wobei letztere mit Augen zum Durchstecken der Stäbe versehen sind, läßt
ebenfalls ein kontinuierliches Arbeiten nicht zu. Die Verbindung der Stäbe mit den
Metallbändern kann bei dieser Vorrichtung immer erst stattfinden, wenn alle zu einem
Gitter erforderlichen Längsstäbe durch sämtliche Augen der hintereinander angeordneten
Metallbänder gesteckt sind. Die Vorrichtung muß darum nach dem Austritt eines fertigen
Gitters bis zur Bestückung der Metallbänder für das nächste Gitter mit Längsstäben
stillgesetzt werden. Mit dieser Vorrichtung können aber auch nur Stäbe von sehr
geringer Länge und großer Steifigkeit mit Metallbändern zu einem Gitter verbunden
werden, da sich biegsame Drähte von größerer Länge nicht mit Sicherheit durch die
Reihen von hintereinanderliegenden Augen stecken lassen.
-
Bei einer weiteren bekannten Vorrichtung zum Verschweißen von Längs-
und Querstäben zu einer Drahtgittermatte dient zur Zuführung der Längsstäbe zu den
Schweißelektroden ein Verschiebewagen, auf den die Längsstäbe aufgelegt werden und
der mit den Längsstäben unter den Schweißelektroden hindurchgefahren wird. Der Vorschub
des Verschiebewagens erfolgt hierbei nach jedem Schweißvorgang im Betrag des Abstandes
zweier Quersprossen. Ist ein Gitterfeld auf diese Weise fertiggestellt, so muß der
Verschiebewagen um seine ganze Länge wieder zurückgefahren werden, worauf erst das
Auflegen neuer Längsstäbe erfolgen und anschließend hieran wiederum das Schweißen
beginnen kann. Eine in dieser Weise arbeitende Vorrichtung läßt nur ein mit erheblichem
Zeitverlust verbundenes Arbeiten zu.
-
Bei einer ein kontinuierliches Arbeiten ermöglichenden Vorrichtung
zum scharweisen Zuführen der Längsstäbe ist vorgesehen, vor den Schweißelektroden
zwei Gruppen von in einem Gestell geführten Tragschienen anzuordnen, in denen Führungsösen
für die Gitterlängsstäbe vorgesehen sind, und diese Gruppen in der Weise zu steuern,
daß sich beim Senken der einen Gruppe die andere Gruppe hebt, so daß jeweils immer
nur die Führungsösen einer Tragschienengruppe in der Schweißebene liegen. Durch
Verschwenken der einen Gruppe und gleichzeitiges Heben der anderen Gruppe der Tragschienen
werden die Gitterlängsstäbe nach jedem Schweißdurchgang wechselweise in Schweiß-
und Bereitschaftsstellung gebracht. Diese Vorrichtung arbeitet mit einem komplizierten
Hebelsystem. Die gleichzeitige Betätigung einer größeren Zahl von Tragschienen von
Hand ist schwierig. Zur mechanischen oder elektrischen Steuerung des Tragschienensystems
ist ein komplizierter Steuerungsmechanismus erforderlich. Schwierigkeiten bietet
auch das in Bereitschaftbringen der Längsstäbe, die durch mehrere Reihen von hintereinanderliegenden
Ösen
in den Tragschienen geschoben werden müssen. Ein Nachteil besteht schließlich auch
darin, daß die Aufgabevorrichtung mit der Schweißvorrichtung zu einer Einheit zusammengebaut
ist, so daß bei erforderlich werdenden Reparaturen oder bei Betriebsstörungen der
gesamte Herstellungsvorgang mehr oder minder lange unterbrochen werden muß.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Aufgabeeinrichtung
der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die in einfacher Weise ein kontinuierliches
Herstellen von Drahtgittermatten auf Vielpunktschweißmaschinen unter Einsparung
von Hilfspersonal ermöglicht. Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einer Aufgabeeinrichtung
mit einer der Zahl der Schweißelektroden entsprechenden Anzahl von Winkelrinnen
und mit einer den hinteren Enden der Winkelrinnen zugeordneten, gegen diese verfahrbaren
Anlegeschulter zum Verbringen der in die Rinnen eingelegten Drähte in die Arbeitsstellung
schon vorgeschlagen worden, daß jede Winkelrinne zur Aufnahme einer Mehrzahl nacheinander
zu fördernder Drähte befähigt und die über den hinteren Enden der Winkelrinnen angeordnete
Anlegeschulter frei verfahrbar und mit einer Stützauflage für jeweils einen endseits
aus den Winkelrinnen herausgehobenen Draht versehen ist.
-
Erfindungsgemäß ist demgegenüber in unterschiedlicher Weise zur Lösung
der genannten Aufgabe vorgesehen, daß der Wagen mit Einlegerinnen versehen ist,
in die die Längsdrähte in der Magazinierungsstellung des Wagens einführbar und in
denen die Längsdrähte bis zu einer schwenkbaren Anschlagleiste vorschiebbar und
durch Klemmeinrichtungen festlegbar sind.
-
Bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Aufgabeeinrichtung bedarf es
eines Ab- und Einstehens der Schweißmaschine in der Zeit zwischen dem Austritt einer
fertigen Matte und dem Eintritt der Längsdrähte der nächsten Matte nicht mehr. Das
Herstellen der Drahtgittermatten geschieht kontinuierlich. Der Maschinenführer hat
nur noch für einen ausreichenden Vorrat an Querdrähten im Querdrahtmagazin zu sorgen
und infolgedessen ausreichend Zeit, die fertigen Matten mit Hilfe einer weiteren
Bedienungsperson aus der Maschine zu ziehen und abzulegen. Der vierfahrbare Wagen
wird während des Schweißens der vorher in die Schweißmaschine eingeführten Längsstäbe
von einer dritten Bedienungsperson neu bestückt, wobei die Stäbe in ihren Halterungen
bis zum Anschlag an die schwenkbare Anschlagleiste vorgeschoben werden, so daß die
Stäbe in vorteilhafter Weise mit ihren freien, vorderen Enden in absoluter Parallelstellung
in die Schweißmaschine eintreten. Zum Einführen der Stäbe in die Maschine wird der
Wagen unmittelbar hinter die in der Maschine befindlichen Stäbe gefahren, wobei
die Stäbe mittels der Klemmeinrichtung in ihrer Stellung gehalten werden. Durch
den einfachen Aufbau der erfindungsgemäßen Aufgabeeinrichtung, bei der komplizierte
Hebel- bzw. Gestängeanordnungen vermieden sind, wird eine hohe Betriebssicherheit
gewährleistet. Ein Vorteil der Erfindung besteht auch darin, daß ein fest an die
Maschine angebauter Magaziniertisch in Fortfall kommt, wodurch Kosten erspart und
eine wesentlich vergrößerte Bewegungsfreiheit an der Maschine erzielt werden.
-
Weitere Merkmale im Rahmen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet. Danach ist vorgesehen, daß die Bewegung des Wagens von der Magazinierungsstellung
in die Aufgabestellung und umgekehrt in Abhängigkeit von der Arbeit der Schweißmaschine
steuerbar ist. Die Einlegerinnen des fahrbaren Wagens sind vorteilhaft je aus zwei
Flächen gebildet, von denen im Querschnitt gesehen die eine senkrecht und die andere
schräg dazu angeordnet ist. Sie können aber auch eine muldenförmige Bodenfläche
aufweisen.
-
Die Klemmeinrichtungen sind als Exzenter ausführbar, die mit einem
Teil ihrer Randflächen auf den Längsdrähten aufliegen und nur in Richtung der Längsdrahtbewegung
zu den Schweißelektroden gegen den Druck von Federn drehbar sind. In jeder Einlegerinne
können unabhängig voneinander bewegbare Exzenter nebeneinander angeordnet sein.
Die Klemmeinrichtungen können auch als in Schrägführungen geführte keilförmige Klemmelemente
ausgebildet sein, die nur in Richtung der Längsdrahtbewegungen zu den Schweißelektroden
entgegen der Wirkung von Zugfedern verschiebbar sind. Die die Längsdrähte berührenden
Randflächen der Klemmelemente sind vorteilhaft mit Aufrauhungen, Verzahnungen od.
dgl. versehen. Zur vorübergehenden Lüftung der Klemmelemente können Nocken od. dgl.
vorgesehen sein.
-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der
Erfindung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine Seitenansicht der Schweißvorrichtung
mit der Aufgabeeinrichtung in schematischer Darstellung, F i g. 2 eine Draufsicht
der Anordnung gemäß F i g. 1, F i g. 3 eine Seitenansicht der Aufgabeeinrichtung
mit als Exzenter ausgebildeten Klemmelementen, F i g. 4 einen Schnitt gemäß der
Linie A-B in F i g. 3, F i g. 5 eine Seitenansicht der Aufgabeeinrichtung mit jeweils
zwei als Exzenter ausgebildeten Klemmelementen in jeder Einlegerinne, F i g. 6 einen
Schnitt gemäß der Linie A-B in Fig.5, F i g. 7 eine Seitenansicht der Aufgabeeinrichtung
mit keilförmigen Klemmelementen, F i g. 8 einen Schnitt gemäß der Linie A-B in F
i g. 7.
-
Die in den F i g. 1 und 2 wiedergegebene Vorrichtung zum Herstellen
geschweißter Drahtgittermatten besteht aus der Schweißmaschine 1, der als vierfahrbarer
Wagen 2 ausgebildeten Aufgabeeinrichtung für die Längsdrähte 6 und einem Tisch 3
zur Aufnahme der aus der Schweißmaschine 1 austretenden Matten 4. Die Elektroden
der Schweißmaschine 1 sind mit 1 a bezeichnet. Vor den Elektroden 1 a sind Führungen
5 für die einzuführenden Längsdrähte 6 vorgesehen. Hinter den Elektroden
1 a ist das Querdraht magazin 7 angeordnet. Der Wagen 2 ist
(vgl. F i g. 3 und 4) mit Einlegerinnen 11 versehen, in die Längsdrähte 6 in der
Magazinierungsstellung des Wagens 2 einführbar und in denen die Längsdrähte 6 bis
zu einer schwenkbaren Anschlagleiste 13 vorschiebbar und durch Klemmeinrichtungen
14 festlegbar sind. Die Anschlagleiste 13, die beim Einführen der Längsdrähte 6
in die Einlegerinnen 11 als vordere Begrenzung dient, wird nach beendeter Bestückung
des Wagens 2 vor dessen Bewegung in die Aufgabestellung in Richtung des Pfeiles
12 (F i g. 3) verschwenkt. Auf dem Wagen 2 sind Einführungen 10 - ähnlich den Einführungen
5 - vorgesehen. Die Bodenfläche der
Einlegerinnen 11 ist aus zwei
Flächen gebildet, von denen, im Querschnitt gesehen, die eine senkrecht und die
andere schräg zu der senkrechten Fläche angeordnet ist. Dadurch können an Stelle
von einem Längsdraht (Rinnen a, e, e, f) bei Bedarf auch zwei Längsdrähte
(Rinnen b, d) oder mehr eingeführt werden.
-
Die jeder Rinne 11 zugeordnete Klemmeinrichtung ist als Exzenter 14
ausgebildet, der mit einem Teil seiner Randfläche auf dem Längsdraht 6 (F i g. 3)
aufliegt und nur in Richtung der Längsdrahtbewegunn zu den Schweißelektroden la
gegen den Druck von Federn 16 drehbar ist. Auf diese Weise läßt der Exzenter 14
eine Verschiebung des Längsdrahtes 6 nur in Richtung des eingezeichneten Pfeiles
15 zu, während die Bewegung in entgegengesetzter Richtung blockiert ist. Um den
Längsdraht 6 bei Bedarf auch in entgegengesetzter Richtung verschieben zu können,
ist ein an einer Welle 17 befestigter Nocken 18 vorgesehen, der den Exzenter 14
beim Drehen der Welle 17 etwas anhebt und damit die Blockierung des Längsdrahtes
6 aufhebt. Zur überbrückung von größeren Unterschieden im Drahtdurchmesser empfiehlt
es sich, die Randfläche der Exzenter 14 (wie in den Rinnen a, b, c, f der
F i g. 4) abgeschrägt auszubilden, so daß die Möglichkeit gegeben ist, nach Bedarf
Drähte von sehr geringem bis zu einem verhältnismäßig großen Durchmesser unter der
Wirkung der Exzenter 14 festzuklemmen.
-
Der Wagen 2 ist mittels Rädern 8 auf Schienen 9 verfahrbar. Die Bewegung
des Wagens 2 kann von der nicht dargestellten Steuervorrichtung der Schweißmaschine
1 so gesteuert werden, daß der Wagen 2 zu vorbestimmten Zeiten in Richtung auf die
Elektroden 1 a vorgefahren und nach Einführen der Längsdrähte 6 in den Bereich der
Elektroden und nach Anschweißen des ersten Querdrahtes in die Magazinierungsstellung
zurückgefahren wird.
-
Die in den F i g. 5 und 6 dargestellte Exzenterhalterung unterscheidet
sich von der in den F i g. 3 und 4 dargestellten Halterung dadurch, daß die Einlegerinnen
19 eine muldenförmige Bodenfläche aufweisen und daß weiterhin in jeder Einlegerinne
19 zwei unabhängig voneinander bewegbare Exzenter 14 nebeneinander angeordnet sind.
-
Bei der in den F i g. 7 und 8 wiedergegebenen Ausführungsform sind
die Klemmeinrichtungen als in Schrägführungen 24 geführte, keilförmige Klemmelemente
21 ausgebildet, die nur in Richtung der Längsdrahtbevregung zu den Schweißelektroden
1 a entgegen der Wirkung von Zugfedern 20 verschiebbar sind.
-
Die die Längsdrähte 6 berührenden Randflächen der Klemmelemente 14
und 21 sind mit Aufrauhungen 22, Zahnungen 23 od. dgl. versehen.