DE1234709B - Kontinuierliches Verfahren zum Bleichen saurer Sulfonierungsprodukte - Google Patents

Kontinuierliches Verfahren zum Bleichen saurer Sulfonierungsprodukte

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DE1234709B
DE1234709B DEH51383A DEH0051383A DE1234709B DE 1234709 B DE1234709 B DE 1234709B DE H51383 A DEH51383 A DE H51383A DE H0051383 A DEH0051383 A DE H0051383A DE 1234709 B DE1234709 B DE 1234709B
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Dipl-Chem Dr Werner Stein
Dipl-Chem Dr Herbert Weiss
Dipl-Chem Dr Otto Koch
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    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int Cl
C07c
Deutsche Kl.· 12 ο-23/01
Nummer 1234 709
Aktenzeichen· H51383IVb/fl2o
Anmeldetag 15 Januar 1964
Auslegetag 23 Februar 1967
Die österreichische Patentschrift 239 770 beschreibt ein Verfahren zum Bleichen von Sulfofettsaureestern, das darm besteht, die sauren, durch Behandeln der Fettsäureester mit gasförmigem, inertgasverdunntem Schwefeltrioxid in Abwesenheit von Lösungsmitteln erhaltenen Sulfonsäuren mit Wasserstoffperoxid, wasserstoffperoxidbildenden Substanzen oder einigen anderen anorganischen Bleichmitteln unter Einhalten bestimmter Arbeitsbedingungen zu bleichen Nach einer Variante des Verfahrens wird das Sulfomerungsprodukt zunächst m saurem Zustand nur teilweise gebleicht, um die Bleiche nach weitgehender Neuti ahsierung des Sulfomerungsproduktes fortzusetzen
Bei dem Versuch, dieses Verfahren in die Praxis zu übertragen, ergaben sich dann technische Schwierigkeiten, wen Q der Anteil an Sulfofettsaureestern mit 16 bis 22 C-Atomen, vorzugsweise mit 16 bis 20 C-Atomen, mehr als 70 % und vorzugsweise mehr als 85 °/o der gesamten Fettsäureester ausmachte Die Fettsaurereste derartiger Ester von Sulfofettsauren bzw Sulfofettsauregemischen können bevorzugt zu mehr als 90 °/o aus C16- und C18-Fettsaureresten bestehen, was beispielsweise bei Sulfofettsaureestern aus hydrierter Talgfettsaure der Fall ist
Nach den Befunden des Erfinders müssen deiartige Sulfonsäuren bei Verarbeitung m kontinuierlichen Anlagen wegen ihres hohen Schmelz- bzw Erweichungspunktes auf Temperaturen von wenigstens 45° C, vorzugsweise wenigstens 50° C, gehalten werden, um fließfähig zu bleiben Setzt man nun die zum Bleichen erforderliche Menge an Wasserstoffperoxid zu, so verwandelt sich die ursprunglich zähe, aber im wesentlichen homogene Masse unter Klumpenbildung in ein inhomogenes, nur schwer zu durchmischendes und praktisch nicht mehl pumpfahiges Produkt Durch die inhomogene Ver teilung des Wasserstoffperoxids kommt es wegen dei sofort einsetzenden exothermen Bleichreaktion zu lokalen Überhitzungen und zur Bildung von gefärbten Verunreinigungen
Die Erfindung betrifft em kontinuierliches Verfahren zum Bleichen saurer Sulfonierungsprodukte, die durch Umsetzung von Fettsaureestern (Kennzeichnung Fettsaurereste zu mindestens 70% aus solchen mit 16 und bzw oder 18 C-Atomen je Fettsaurerest bestehend, außer den am «-Kohlenstoff stehenden Wasserstoffatomen keine weiteren sulfomerbaren oder sulfatierbaien Gruppen enthaltend, Jodzahl unterhalb 5, Alkoholkomponente aus gesattigten einwertigen aliphatischen Alkoholen mit 1 bis 4 C-Atomen oder aus Glycenn bestehend) mit Kontinuierliches Verfahren zum Bleichen saurer Sulfonierungsprodukte
Anmelder
Henkel & Cie G m b H,
Dusseldorf-Holthausen, Henkel^tr 67
Als Erfinder benannt |
Dipl -Chem Dr Werner Stein, Erkrath-Unterbach,
Dipl -Chem Dr Herbert Weiß, ^Coln-Deutz, Dipl -Chem Dr Otto Koch, Hilden (RhId ) -
gasformigem mertgasverdunntem Schwefeltrioxid (1,1 bis 1,7MoI SO3 je Mol Fettsäurer ;st) in Abwesenheit von Losungsmitteln und bzw oder Adduktbildnern fur SO3 bei einer wenigstens ζ sitweisen Umsetzungstemperatur oberhalb 700C hergestellt worden sind, dadurch gekennzeichnet, daß man a) in einer ersten Bleichstufe di£ Sulfonierungsprodukte bei 45 bis 70° C mi bezogen auf das Gewicht de piodukts, einer wäßrigen Loi schlammung von Wasserstoffpe valenten Mengen von untei c bedingungen Wasserstoffperoxi
höchstens 4°/o, Sulfonierungsung bzw Aufroxid oder aquien Umsetzungsbildenden Verbindungen, Chlonten, Chlorate n, Perchloraten, den entsprechenden freien Sauren oder deren Anhydriden, wobei das Bleichm ten Verbindungen in einer Konzentration von 10 bis 70 Gewichtsprozent enthalt, versetzt und die Bleiche bei höchstens 100° schließend
b) das erhaltene, teilweise igeblf rungsprodukt mit solchen Meng den, Carbonaten oder Bicarboiaten von Ammonium, Natrium, Kalium o< oder organischen Aminen oder die 1 bis 6 C-Atome aufweise] eine Piobe einer 5%>igen waßi erhaltenen Paste einen pH-Wi stens 4 besitzt, gleichzeitig oder
ittel die genann-
C ausfuhrt, an-
ichte Sulfonien vonHydioxi-
er Magnesium Alkylolaminen, i, versetzt, daß ;en Losung der :rt von weniganschließend
c) das erhaltene Produkt m einer zweiten Bleichstufe mit Wasserstoffperoxid, unter den Umsetzungsbedingungen Wasserstoffperoxid bildenden Verbindungen oder unterj oder deren Salzen bei 10 bis bleicht
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Die Jodzahlen der erfindungsgemaß zu verarbei- sation von etwa 75% der gesamten Sulfonsaure.
tenden Sulfofettsaureester sollen vorzugsweise unter- Man kann aber auch weitgehend neutralisieren, ζ Β
halb von 2 und insbesondere unterhalb von 1 liegen bis zu einem pH-Wert von wenigstens 5 oder wenig-
Laßt man bei der Sulfonierung die gesamte zur stens 6 In der zweiten Bleichstufe ist der Bleich-Sulfonierung erforderliche SOs-Menge, die auch im 5 effekt vom pH-Wert weitgehend unabhängig, so daß Bereich von 1,2 und 1,5 Mol SO3 pro Mol Fettsaure- man ζ B pH-Werte bis zu 11 einstellen kann Vorrest liegen kann, wenigstens zeitweise bei Tempera- zugsweise neutralisiert man jedoch bis zu einem pH-turen oberhalb von 70° C auf den Fettsäureester ein- Wert im Neutralbereich, ζ B von 6 bis 8
wirken, dann erhalt man Sulfomerungsprodukte mit Das in der zweiten Stufe zu verwendende Bleichemem Sulfomerungsgrad von wenigstens 9O°/o, vor- io mittel kann zusammen mit dem Neutralisationsmittel zugsweise wenigstens 94% und insbesondere etwa oder nach diesem zugesetzt werden Fur die zweite 96% Bleichstufe sind nicht alle in saurem Medium ver-
Die in der ersten Bleichstufe zur Verflüssigung wendbaren Bleichmittel gleich gut brauchbar, es
des Sulfonate einzuhaltenden Mindesttemperaturen kommen Wasserstoffpei oxid bzw unter den Bleich-
smd etwas von der Fettsaurezusammensetzung ab- 15 bedingungen Wasserstoffperoxid bildende Verbm-
hangig Sind Fettsaurereste mit höchstens 14 C-Ato- düngen in Frage, die außerdem unterchlorige Saure
men, msbesondere solche mit 10 und 12 C-Atomen oder deren Salze
m Mengen von etwa 30 Gewichtsprozent anwesend, Arbeitet man mit unterchlonger Saure oder ihren dann ei weicht das Sulfonierungsprodukt bei etwa Salzen, dann empfiehlt es sich, die Bleiche bei Tem-45° C und kann bei dieser Temperatur m kontmuiei- 20 peratmen von 10 bis 7O0C, vorzugsweise 20 bis liehen Anlagen verarbeitet werden Mit steigender 6O0C, durchzufühlen Arbeitet man mit Wasserstoff-C-Zahl der Fettsaurereste steigen die Mmdesftempe- peroxid, dann empfiehlt es sich, bei erhöhten Temperaturen an Eine Sulfonsaure, deren Fettsaurereste zu raturen zu bleichen, etwa im Bereich von 50 bis wenigstens 90% aus C16- und bzw oder C18-Fett- 1000C und vorzugsweise 50 bis 8O0C
saureresten bestehen, ζ B eine solche aus hydner- 25 Die Menge des in der zweiten Bleichstufe zu veitem Talgfettsaureester, wird vorteilhaft bei Tempe- wendenden Oxydationsmittels kann ebenso groß raturen von wenigstens 50° C, vorzugsweise von sein wie die des in der ersten Stufe zu verwendenden, wenigstens 55° C, verarbeitet Die Temperatur der sie kann aber auch gioßer gewählt werden und bei-Sulfonsäurepaste soll vor dem Bleichmittelzusatz spielsweise im Bereich von 2 bis 6 Gewichtsprozent möglichst nicht über 70° C und vorzugsweise nicht 30 H2O2 bzw äquivalenten Mengen anderer Bleichuber 65° C liegen mittel liegen
Das Bleichmittel wird vorzugsweise als 15 bis Es kann der Fall eintreten, daß das in der ersten 60%ige Losung bzw Aufschlämmung eingesetzt So- Stufe verwendete Bleichmittel im Zeitpunkt dei Neufein Aufschlammungen von mcht gelosten Bleich- trahsation noch nicht restlos verbraucht ist Sofern mitteln verwandt werden, sollte deren Konzentration 35 ,n der zweiten Bleichstufe ein anderes Bleichmittel 45 Gewichtsprozent und vorzugsweise 35 Gewichts- verwendet wird, das mit dem Bleichmittel der ersten prozent nicht übersteigen Stufe unter gegenseitiger Oxydation bzw Reduktion
Sofern an Stelle des Wasserstoffperoxids aquiva- reagiert, ist das Bleichmittel der zweiten Stufe m entlente Mengen anderer Bleichmittel eingesetzt werden, sprechend größerer Menge anzuwenden
die unter den Reaktionsbedingungen Wasserstoff- 40 Die Dauer der zweiten Bleichstufe kann innerhalb peroxid bilden, wie ζ B die m der eingangs erwähn- weiter Grenzen schwanken Die Mindestbleichzeit ist ten österreichischen Patentschrift 239 770 erwähnten selbstverständlich von der Beschaffenheit des vor-Salze oder Peroxidhydrate des Wasserstoffperoxids gebleichten Materials, von der Konzentration an oder dessen Anlagerungsverbindungen an 01 ganische Sulfonat, der Menge und Alt des verwendeten Bleich-Substanzen wie Chlorite, Chlorate und Perchlorate, 45 mittels und von der Bleichtemperatur abhangig Sie die entsprechenden fieien Sauren oder deren An- durfte im allgemeinen bei 5 bis 10 Minuten liegen hydride, so sind diese vorzugsweise in Gegenwart von Allerdings laßt sich die Dauer der zweiten Bleichso viel Wasser einzusetzen, daß ein aus dem m der stufe beliebig lange ausdehnen Praktisch durfte die Sulfonsauie voihandenen überschüssigen SO3 und zeitliche Überwachung der zweiten Bleichstufe keine dem zugesetzten Wasser sich bildendes Gemisch 50 große Bedeutung haben, weil die mit Neutrahsations-— rechnerisch betrachtet — zu 30 bis 90 Gewichts- und Bleichmitte] versetzte Sulfonsaure meist in Vorprozent, vorzugsweise zu 40 bis 85 Gewichtsprozent, iatsbehalter übergeführt wird Em solcher Vorratsaus SO3 besteht Diese Werte beziehen sich auf die behalter dient msbesondere bei technischer Arbeitsvor Beginn der Bleiche anwesenden SO3- und H2O- weise auch als Lagerbehalter, in dem das nut Bleich-Mengen Sofern in den Bleichmitteln SO3-bindende 55 mittel versetzte Matei ial sich selbst überlassen bleibt, Komponenten vorhanden sind (Kationen von Salzen), so daß die Bleiche dort ζ B im Verlauf von 12 oder gehen die (durch Salzbildung) verbrauchten Mengen 24 Stunden ohne weiteies Zutun veilauft
an SO3 nicht m die Berechnung em Das beschriebene Bleichverfahren eignet sich be-
Die Neutralisationsmittel können als wäßrige Lo- sonders fur die kontmuiei liehe Durchfuhrung
sungen in Konzentrationen von 1 bis 30 Gewichts- 60 Hierzu laßt sich beispielweise eine Apparatur nach
prozent Neutralisationsmittel, vorzugsweise 3 bis beiliegender Abbildung veiwenden In den Vorrats-
20 Gewichtspiozent Neutrahsationsmittel, angewandt behaltern 1, 2, 3 und 4 befinden sich das zu blei-
werden Soweit die Neutrahsationsmittel selbst fms- chende Sulfonierungsprodukt, das Bleichmittel der
sig sind (z B die genannten Alkylolamine), können ersten Stufe, das Bleichmittel der zweiten Stufe und
sie auch als solche, d. h nicht in Form wäßriger Lo- 65 das Neutralisationsnuttel Das Sulfonierungsprodukt
sungen eingesetzt werden und das Bleichmittel der eisten Stufe werden über
Der vor Beginn der zweiten Bleichstufe emzustel- die Dosierpumpen 5 und 6 zu einer Mischvornch-
lende pH-Wert von etwa 4 entspricht einer Neutrali- tung 9 gefuhrt Das mit Bleichmittel vermischte SuI-
fonierungsprodukt geht ubei den Waimeaustauscher
10 vorteilhaft über em temperierbares Vorratsgefaß
11 zu einem zweiten Mischer J 2, in den durch die Dosierpumpen 7 und 8 Neutralisationsmittel und Bleichmittel der zweiten Stufe eingeführt werden Eir Teil des mit Bleichmittel der ersten Stufe versetzten Sulfonieiungsprodukts wird vorteilhaft mittels der Forderpumpe 33 zu dem Mischer 9 zurückgeführt wobei das Mengenverhältnis von teilweise gebleichtem Rucklauf zu ungebleichtem Sulfonat im Bereich von 9 1 bis 1 1 und vorzugsweise von 5 1 bis 2 1 hegen kann
Das mit Bleichmittel versetzte Sulfonierungsprodukt kann entweder nach Verlassen des Wärmeaustauschers 10 oder nach Veilassen des Vorratsgefaßes 11 zu dem Mischer 9 zurückgeführt werden Das aus dem zweiten Mischer 12 austi etende Produkt m das Vorratsgefaß 14, dessen Ausmaße so dimensioniert sind, daß s'ch eine fui die Bleiche in der zweiten Stufe ausreichende Verweilzeit ergibt
Das fui die eingangs dargelegten technischen Schwierigkeiten beim Einarbeiten von Wasserstoffperoxid in Sulfonsäuren vom Typ dei sulfonierten hydnerten Talgfensäureester verantwortliche Verhalten ist bishei noch nicht beschrieben worden Der Fachmann konnte daher dem Stand der Technik keine Hinweise dafür entnehmen, wie er derartige Sulfonsäuren m technisch brauchbarer Weise bleichen sollte
Beispiel 1
Als Ausgangsmatenal diente das Sulfonierungsprodukt aus gehärtetem Talgfettsauremethylester (Jodzahl = 0,3), das nach den Angaben der österreichischen Patentschrift 249 961 duich stufenweise Sulfonierung mit gasförmigem, lnertgasverdunntem Schwefeltrioxid bei ansteigenden Temperaturen eihalten worden war, wobei das zu sulfomeiende Produkt zuletzt auf Temperaturen von 75 bis 85° C gehalten wurde Der Sulfomerungsgrad des Produkts betrug 95%, es enthielt 7% freies SO3
Dieses Sulfonierungsprodukt erforderte zu seiner Bleiche einen Zusatz von etwa 3,5 Gewichtsprozent H2O2 Bei Zugabe dieser Menge als 4O°/oige wäßrige Losung erstarrt es zu einer festen Masse Diese Eistarrung laßt sich zwar vermeiden, wenn man das Sulfonierungsprodukt vor der Zugabe des H2O2 auf 75 bis 80° C erwärmt, jedoch ist die stark exotherme Reaktion dann nicht mehr zu beherrschen, und es bilden sich unter Anstieg der Temperatur auf ube-r 100° C dunkelgefarbte Zersetzungsprodukte
Das Sulfonierungsprodukt ließ sich jedoch kontinuierlich m der beschriebenen Apparatur in folgender Weise bleichen, wobei sich samtliche Mengenangaben auf die m einer Stunde durchgesetzten Gewichtsmengen beziehen
1 2660 g des Sulfonierungsprodukts wurden nach Abkühlen auf 500C in dem Mischer 9 mit 105 g 4O°/oigem H2O2 versetzt (SO3Gehalt des hypothetischen Gemisches aus SO3 und H2O = 70 Gewichtsprozent) In dem Wärmeaustauscher 10 wurde der größte Teil der Reaktionswarme abgeführt, so daß das teilweise gebleichte Produkt den Wärmeaustauscher mit einer Temperatur von 55° C verließ
2 Es ti at dann in das Zwischengefaß 11 über, wo es innerhalb von 10 Minuten auf 60° C erwärmt und nach Verlassen des Gefäßes mit 6,5%>iger Natronlauge neutralisiert wurde
3 Die so erhaltene Paste wurde nun bei einer Temperatur von 45° C mit 5 Gewichtsprozent (beiechnet auf den Gehalt der P^ste an Waschaktivsubstanz) einer wäßrigen, 13 Gewichtsprozent NaOCl enthaltenden Losung versetzt und von dort in den Von atsbehalter übergeführt An neutralisierten, 5 Gewichtsprozent Waschaktivsuibstanz enthaltenden Losungen wurden im Lovibond-lTmtometer in einer 4"-Kiivette nach der Neutralisation bzw nach der ίο zweiten Bleichstufe folgende Farbwerte gemessen
Gelb 12 bzw 2,0, Rot 2,5 bzw 0,2, Blau 0,0 bzw 0,0
Beispiel 2
Als Ausgangsmatenal diente das Sulfonierungsprodukt eines Gemisches (Jodzahl = 0,2) aus 80 °/o Methylester einer geharteten Talgtfettsaure und 20 Vo Methylester einer geharteten Ko^osfettsaure Das in ähnlicher Weise wie im Beispiel! beschrieben hergestellte Sulfonierungsprodukt, ' das 7 Gewichtsprozent überschüssiges SO3 enthielt, wurde aaf 50° C abgekühlt und in folgender! Weise in der oben beschriebenen Apparatur gebleicht, wobei sich sämtliche Mengenangaben auf den Durchsatz pro Stunde beziehen
1 2660 g des Sulfonierungsprodukts wurden in dem Mischer 9 mit 105 g 40%igem H2O2 versetzt (SO3-Gehalt des hypothetischen Gemisches aus SO3 und H2O = 70 Gewichtsprozent) , In den Mischer
trat außerdem ein Teilstrom des bereits mit Bleichmittel versetzten und gekuhltejn Sulfonierungsprodukts em, wobei dieser Teiilstrom etwa das 2,5fache des eingeführten Gemiscjhes aus Sulfome-
rungsprodukt und Wasserstoffpe
Durch Variieren dieses Mischungsvi
die Temperatur des aus dem Mis
Produkts auf 80 bis 85° C gehaltet
2 Das Produkt trat dann in den Warmeaus tauscher 10 über, m dem es auf j 60° C abgekuhli
Oxid ausmachte tfhaltnisses wurde ;her auftretenden
wurde Em Teal des aus dem Warm
tretenden Produkts wurde zum Mi;
fuhrt, der Rest durchlief das Zwii
dem es 10 Minuten lang auf 60° C
Das dort austretende Produkt wurde mit einer 6,5%igen Natronlauge neutralisiert
3 dann nut 5 Gewichtsprozent
austauscher auscher9 zuruckge- :hengefaß 11, in gehalten wurde
und
bezogen auf die
in der SuIf onatpaste vorhandene Was chaktivsubstanz) einer wäßrigen, 13 Gewichtsprozem NaOCl enthaltenden Losung versetzt Darauf lief1, die Paste in ein heizbares Vonatsgefaß, in dem si£ 3 Stunden bei 50° C gehalten wurde
Es wurden die Farbwerte von 3% Waschaktivsubstanz enthaltenden Losungen unmittelbar nach der Neutralisation bzw nach beendeter Bleiche in einer 4"-Kuvette im Lovibond-Tintopieter gemessen Diese Farbwerte waren \
Gelb 18 bzw 2,0, Rot 3,0 bzw, 0,5, Blau· 0,0 bzw 0,0

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1 Kontinuierliches Verfahren 1 zum Bleichen saurer Sulfonierungsprodukte, die duich Umsetzung von Fettsaureestern (kennzeichnung Fettsaurereste zu mindestens 70 yo aus solchen mit 16 und bzw oder 18 C-Atomen je Fettsaurerest bestehend, außer den am «-Kohlenstoff
    stehenden Wasserstoffatomen kerne weiteren sulfonierbaren oder sulfatierbaren Gruppen enthaltend, Jodzahl unterhalb 5, Alkoholkomponente aus gesattigten einwertigen aliphatischen Alkoholen mit 1 bis 4 C-Atomen oder aus GIycenn bestehend) mit gasformigem mertgasverdunntem Schwefeltrioxid (1,1 bis 1,7 Mol SO3 je Mol Fettsaurerest) in Abwesenheit von Lösungsmitteln und bzw oder Adduktbildnern fur SO3 bei einer wenigstens zeitweisen Um-Setzungstemperatur oberhalb 70° C hergestellt worden sind, dadurch gekennzeichnet, daß man
    a) in einer ersten Bleichstufe die Sulfonierungsprodukte bei 45 bis 70° C mit höchstens 4 %>, bezogen auf das Gewicht des Sulfomerungsprodukts, einer wäßrigen Losung bzw Aufschlämmung von Wasserstoffperoxid oder äquivalenten Mengen von unter den Umsetzungsbedingungen Wasserstoffperoxid bildenden Verbindungen, Chlonten, Chloraten, Perchloraten, den entsprechenden freien Sauren oder deren Anhydriden, wobei das Bleichmittel die genannten Verbindungen in einer Konzentration von 10 bis 70 Gewichtsprozent enthalt, versetzt und die Bleiche bei höchstens 100° C ausfuhrt, anschließend
    b) das erhaltene, teilweise gebleichte Sulfonierungsprodukt mit solchen Mengen von Hydroxiden, Carbonaten oder Bicarbonaten von Ammonium, Natrium, Kalium oder Magnesium oder organischen Ammen oder Alkylolammen, die 1 bis 6 C-Atome aufweisen, versetzt, daß eine Probe einer 5°/oigen wäßrigen Losung der erhaltenen Paste einen pH-Wert von wenigstens 4 besitzt, gleichzeitig oder anschließend
    c) das erhaltene Produkt in einer zweiten Bleichstufe mit Wasserstoffperoxid, unter den Umsetzungsbedingungen Wasserstoffperoxid bildenden Verbmdungen oder unterchlonger Saure oder deren Salzen, bei 10 bis 100° C zu Ende bleicht
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration der in der ersten Bleichstufe in Form von Aufschlammungen zu verwendenden ungelösten Bleichsubstanzen 45 Gewichtsprozent und vorzugsweise 35 Gewichtsprozent nicht überschreitet
    3 Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge der in der ersten Stufe zugesetzten Bleichmittellosung bzw -aufschlämmung wenigstens 0,2 %, vorzugsweise wenigstens 0,3% und höchstens 3«/o und vorzugsweise höchstens 2,5 % des Gewichtes des sauren Sulfonierungsprodukts betragt
    4 Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß m der ersten Bleichstufe die Temperatur vor dem Bleichmittelzusatz nicht oberhalb 65° C und vorzugsweise nicht oberhalb 60° C liegt
    5 Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Menge und Konzentration des in der ersten Stufe zuzusetzenden Bleichmittels so einzustellen sind, daß das aus dem freien Schwefeltrioxid des Sulfonierungsprodukts und dem mit der Bleichmittellosung bzw -aufschlämmung zugefuhrten Wasser sich bildende hypothetische Gemisch aus SO3 und H2O vor Beginn dei Bleiche zu 30 bis 90 Gewichtsprozent, vorzugsweise 40 bis 85 Gewichtsprozent, aus SO3 besteht
    6 Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man nach der ersten Bleichstufe eine zum Erzielen eines pH-Wertes unter 13 und insbesondere im Bereich von 6 bis 8 ausreichende Menge an Neutrahsationsmittel zusetzt
    7 Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man als Rohprodukt anfallendes saures Sulfomerungsprodukt, Bleichmittel und bereits mit Bleichmittel versetztes saures Sulfomerungsprodukt miteinander vermischt, dem Gemisch wenigstens einen Teil der bei der Bleiche frei werdenden Reaktionswärme entzieht und dann das Neutrahsationsmittel und das Bleichmittel der zweiten Stufe zusetzt
    8 Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß man dem bereits mit Bleichmittel versetzten sauren Sulfomerungsprodukt vor dessen Vermischen mit dem als Rohprodukt anfallenden sauren Sulfomerungsprodukt und dem Bleichmittel wenigstens einen Teil der durch die Bleiche frei werdenden Reaktionswarme entzieht
    In Betracht gezogene Druckschriften
    Britische Patentschriften Nr 360 002, 745 189,
    USA -Patentschrift Nr 2 804 466
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    709 510/576 2 67 © Bundesdruckerei Berlin
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