DE1247202B - Gurtfoerderband mit mehreren Trag- und Zugseilen - Google Patents
Gurtfoerderband mit mehreren Trag- und ZugseilenInfo
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Description
- Gurtförderband mit mehreren Trag- und Zugseilen Gurtförderbänder, die nicht unmittelbar auf Tragrollen, sondern nur an den Gurtlängsrändern auf je einem Trag- und Zugseil gelagert sind, empfehlen sich aus wirtschaftlichen Gründen im allgemeinen für größere Förderlängen von mehr als 1 km und insbesondere für aufwärtsfördernde Bänder, die große Hubhöhen von z. B. mehr als 100 m zu überwinden haben. Der Querschnitt der über Tragrollen geführten Seile richtet sich im Einzelfalle nach den Gegebenheiten, und zwar außer nach der Fördermenge, z. B. auch nach der Förderlänge und/oder Förderhöhe.
- Das bedeutet, daß eine Leistungssteigerung ein Vergrößern des auf Zug beanspruchten Gesamtseilquerschnittes - bei gleichbleibender Seilsicherheit - erfordert. Dies ist unter Beibehaltung der Seilanzahl durch Vergrößern des Seilquerschnittes möglich. Dabei ergibt sich aber eine Grenze, die darin begründet ist, daß die Seile endlos sein, d. h. also handwerklich zusammengespleißt werden müssen Mit Rücksicht auf diese Grenze könnte daran gedacht werden, die Anzahl der über Seilrollen laufenden Trag- und Zugseile eines Gurtförderbandes zu vergrößern. Dieser Ausweg führt aber nur unter der Voraussetzung einer wenigstens angenähert gleichmäßigen Verteilung der Gesamtlast auf alle Seile zu dem angestrebten Ziel eines Schutzes gegen Seilüberlastung.
- Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß diese Voraussetzung praktisch, wenn überhaupt, nur zufällig gegeben ist. Es muß nämlich mit unter Umständen sehr ungleichmäßiger Belastung der Einzelseile schon wegen ungleichmäßiger Lastverteilung über die Bandbreite gerechnet werden. Bekanntlich ergibt der Böschungswinkel des Fördergutes einen Füllquerschnitt mit an der Oberseite im wesentlichen parabelförmiger Begrenzungslinie.
- Aus diesem Grunde sind die bekannten Gurtförderbänder mit zwei über Seilrollen geführten Trag- und Zugseilen auf jeder Gurtlängshälfte wegen Seilüberlastungsgefahr für große Förderlängen unbrauchbar.
- Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Gurtförderband zu schaffen, das auch großen Förderlängen von weit mehr als 1 km und insbesondere großen Hubhöhen von z. B. mehr als 400 m einwandfrei gewachsen ist; Diese Aufgabe wird bei einem Gurtförderband mit mindestens zwei über Seilrollen geführten Trag- und Zugseilen auf jeder Gurtlängshälfte erfindungsgemäß gelöst durch einen Belastungsausgleich in Bandquerrichtung, und zwar zwischen der dem einen Seil einer Gurtlängshälfte zugeordneten Rolle einer Abstütz stelle und einer einem anderen Seil zugeordneten Rolle derselben Gurtlängshälfte.
- In Weiterentwicklung der Erfindung kann man die für einen Lastausgleich in Bandlängsrichtung bekannten Lastausgleichschwingen auch für einen Belastungsausgleich in Bandquerrichtung verwenden.
- Weist das Band beispielsweise zwei Trag- und Zugseile auf jeder Gurtlängshälfte auf, dann sind an der Schwinge einerseits die einem Seil einer Gurtlängshälfte zugeordnete Rolle einer Abstützstelle und andererseits die dem anderen Seil derselben Hälfte zugeordnete Rolle gelagert.
- Die bekannten Gurtförderbänder, deren zu einer Abstützstelle gehörigen Rollen beider Gurtlängshälften paarweise eine gemeinsame Achse haben, arbeiten mit dem neuen Lastausgleich in Bandquerrichtung, sofern erfindungsgemäß die eine Achse mit den beiden Innenrollen an dem einen Arm und die Achse mit den beiden Außenrollen am anderen Arm der Lastausgleichschwinge gelagert sind.
- Zweckmäßig ist es schließlich, die Schwingenachse und die Rollenachsen jeder Schwinge in einer Ebene anzuordnen, damit die Rollwiderstände der Seilrollen kein verfälschendes Schwenkmoment auf die Ausgleichschwinge ausüben können.
- Die Zeichnung veranschaulicht einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes. Im einzelnen zeigt F i g. 1 Ober- und Untertrum eines Gurtbandes im Querschnitt mit vier Trag- und Zugseilen und den Seilrollen einer Abstützstelle, F i g. 2 eine Abstützstelle in Seitenansicht, F i g. 3 in Draufsicht, Fig. 4 ein Seilrollenpaar zur Erläuterung des Kraftspieles, Fig. 5 bis 7 sinngemäß zu den Fig. 1 bis 3 eine abgewandelte Ausführung, Fig. 8 schematisch eine hydraulische Lastausgleichvorrichtung, Fig. 9 bis 11 sinngemäß zu den Fig. 1 bis 3 ein Gurtförderband mit sechs Trag- und Zugseilen, Fig. 12 eine Ausführung mit vier etwa gleichmäßig über die Bandbreite verteilten Trag- und Zugseilen und F i g. 13 eine Abwandlung der F i g. 12.
- Das Förderbandgestell besteht im wesentlichen aus Stützen 1, die über die Bandlänge in vorgegebenen Abständen verteilt sind. Die Stützen 1 tragen die Seilrollen 2 des Bandober- und -untertrums 3 bzw. 4, und zwar paarweise an einer Schwinge 5. Über die Rollen2 laufen die Trag- und Zugseilen. Bei der Ausführung nach den Fig. 1 bis 3 sind vier Seile 6 paarweise an den beiden Längsrändern und zu beiden Seiten des Bandfüllquerschnittes 7 angeordnet. Die beiden Bandlängsränder 3' bzw. 4' sind verdickt und auf der Bandober- und -unterseite rnit je einer Rille für den Eingriff jedes Seiles 6 versehen.
- Zu jedem Rollenpaar gehört auf jeder Bandlänge seite eine Außenrolle und eine Innenrolle. Die beiden Außenrollen einer Abstützstelle und die beiden Innenrollen derselben Abstützstelle können auf einer von der zugehörigen Schwinge 5 getragenen Achse 8 gelagert sein.
- Im Obertrum 3 biegt sich das Gurtband nach Maßgabe der Belastung durch, so daß die Seile 6 eines Seilpaares an den beiden Gurtlängsrändern in lotrechter Richtung gegeneinander verlagert werden. Sie können dies ohne weiteres, indem sich die zugehörige Schwinge 5 gegen die Horizontale mehr oder weniger neigt (s. Fig. 2). Diese Neigung ist in Fig. 4 übertrieben dargestellt, um das durch die Rollwiderstände verursachte Kräftespiel augenfällig zu machen Aus den Rollwiderständen ergibt sich an jeder Rolle eine Horizontalkraft H. Die beiden Horizontalkräfte H sind annähernd gleich groß und gleichgerichtet, erzeugen aber zur Achse 5' der Schwinge 5 einander entgegengesetzt gerichtete Drehmomente und heben sich infolgedessen gegeneinander praktisch auf. Diese Kompensationswirkung wird - dadurch gewährleistet, daS die Schwingenachse 5' und die Achsen der beiden Rollen 2 eines Rollenpaares in einer Ebene E liegen.
- Wie die Fig. 5 bis 7 demonstrieren, ist man auf die paarweise Lagerung der Außen- und Innenrollen einer Abstützstelle auf je einer Achse 8 keinesfalls angewiesen. Vielmehr können die Rollenpaare der beiden Gurtlängsseiten oder -hälften einer Abstützstelle voneinander unabhängige Schwingen 5 haben.
- Die Schwingenarme 5 können durch eine hydraulische oder pneumatische Lastausgleichvorrichtung ersetzt werden, die näch der F i g. 8 im wesentlichen aus zwei Zylindern 9 besteht, die eine Leitung 10 miteinander verbindet und auf deren Kolben 11 je eine Seilrolle 2 eines Seilpaares abgestützt ist.
- Das Prinzip des Lastausgleiches kann auch bei Gurtförderbändern mit mehr als vier Trag- und Zugseilen mit grundsätzlich demselben Erfolg angewendet werden. Handelt es sich beispielsweise nach den Fig. 9 bis 11 um sechs Seile, dann ergibt sich ein Ausbau der Lastschwinge in der Weise, daß am kürzeren Arm einer ungleicharmigen Schwinge 5 a eine zweite gleicharmige Schwinge 5 b gelagert ist, die eine Außenrolle 2 b und die Mittefrolle 2 m trägt, wogegen die andere Außenrolle2a am längeren Arm der ungleicharmigen Schwinge 5 a gelagert ist.
- Gleichgültig, ob im Einzelfalle vier oder mehr Seile vorgesehen sind, läßt sich bei gegebener Bandbreite und Bandbelastung eine Entlastung des Gurtwerkstoffes dadurch erreichen, daß die Innenseile vom Bandrande mehr nach innen verlagert werden. So zeigt F i g. 12 beispielsweise gleiche Abstände der vier Seile 6 voneinander und demgemäß auch eine gleichmäßige Verteilung der zugehörigen Seilrollen 2 über die Bandbreite. Dies ist nach Fig. 12 nicht nur im Bandobertrum, sondern auch im Banduntertrum der Fall. Da im Untertrum das Gurtband nur mit dem Eigengewicht belastet ist, hat eine möglichst gleichmäßige Verteilung der- Seile über die Bandbreite im Untertrum nicht die Bedeutung wie im Obertrum.
- Deshalb kann man für den Untertrum bei der in den F i g. 1 bis 3 yeranschaulichten paarweisen Anordnung - der Seile an -den Bandlängsrändern bleiben (s. F i g. 13). Das hat den Vorteil, daß auf der Tragseite des Gurtbandes, das ist die Unterseite im Untertrum, Verdickungen für die Gurtseilrillen im Füllquerschnitt 7 entfallen.
- Je nach den Umständen, z. B. je nach der Hubhöhe eines ansteigenden Förderbandes kann man auf einen Lastausgleich im Leertrum verzichten, der im allgemeinen der Untertrum ist.
Claims (4)
- Patentansprüche: 1. Gurtförderband mit- mindestens zwei über Seilrollen geführten Trag- und Zugseilen auf jeder Gurtlängshälfte,- gekennzeichnet d u r c h einen Belastungsausgleich in Bandquerrichtung, und zwar zwischen der dem einen Seil einer Gurtlängshälfte zugeordneten Rolle einer Abstützstelle und einer einem anderen Seil zugeordneten Rolle derselben Gurtlängshälfte.
- 2. Gurtförderband mit zwei Trag- und Zugseilen auf- jeder Gurtlängshälfte, gekennzeichnet durch eine an sich bekannte Lastausgleichschwinge (5), an der einerseits die einem Seil einer Gurtlängshälfte zugeordnete - Rolle einer Abstützstelle und andererseits die dem anderen Seil derselben Hälfte zugeordnete Rolle gelagert sind.
- 3; Gurtförderband nach Anspruch 2, dessen zu einer Abstützstelle gehörigen Rollen beider Gurtlängshälften paarweise eine gemeinsame Achse haben, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Achse mit den beiden Innenrollen an dem einen Arm und die Achse mit den beiden Außenrollen am anderen Arm der Lastausgieichschwingen (5) gelagert sind (s. Fig. 3).
- 4. Gurtförderband nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingenachse (d;') und die Rollenachsen jeder Schwinge(5;5a,Sb) in einer Ebene (E) liegen.In In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 797 651; britische- Patentschriften- Nr 800 137, 774 972, 768 569; USA.-Patentschrift Nr. 843 018.
Priority Applications (3)
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- 1967-03-31 US US627532A patent/US3424296A/en not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
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