DE1257170B - Verfahren zur Hydrophilierung von metallischen bzw. nichtmetallischen Oberflaechen - Google Patents
Verfahren zur Hydrophilierung von metallischen bzw. nichtmetallischen OberflaechenInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
B 41 η
Deutsche Kl.: 151-7/05
/Yb IfZ
Nummer: 1 257 170
Aktenzeichen: H 33595 VIb/15 1
Anmeldetag: 19. Juni 1958
Auslegetag: 28. Dezember 1967
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Hydrophilierung von metallischen bzw. nicht metallischen
Oberflächen bei Feuchtwalzen und lithographischen Druckplatten unter Bildung eines Überzugs
eines hydrophilen Mischpolymerisats aus einer Acrylsäure oder einem wasserlöslichen Salz einer solchen
Säure, Acrylamid und Methacrylamid und einer damit mischpolymerisierbaren Verbindung auf der Oberfläche
der Walze oder Platte, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man ein hydrophiles Mischpolymerisat
verwendet, das als mischpolymerisierbare Verbindung ein dreifach substituiertes Vinylsilan der Formel
CH4 = CHSiR3 enthält, in der R einen Alkoxyrest,
einen Aryloxyrest oder Halogen darstellt, vorzugsweise einen Methoxy- oder Äthoxyrest, Brom oder Chlor
und der Überzug durch Aufbringen des vorher gebildeten Mischpolymerisats oder durch Mischpolymerisatbildung
aus den Monomerenbestandteilen in situ gebildet wird.
Bei Feuchtwalzen und lithographischen Druckplatten ist es erforderlich, daß die Oberfläche eine Affinität
oder Empfänglichkeit für Wasser besitzt. Die »Wasserquelle« einer lithographischen Presse enthält z. B. eine
sogenannte Zwischenwalze, die kontinuierlich von dem Wasser der Quelle angefeuchtet wird und die das Wasser
auf mit Gewebe beschichtete Feuchtwalzen überträgt, die das Wasser für den anschließenden Druck auf eine
Flachdruckplatte aufbringen, wie sie in der Lithographie verwendet wird. Eine solche Walze muß nicht
nur auf ihrer ganzen Oberfläche einen kontinuierlichen Wasserfilm tragen, sondern darf außerdem die fettige
Farbe, die durch die Feuchtwalzen von den Bildflächen der Platte aufgenommen werden könnte, nicht aufnehmen.
Andererseits läßt sich sogar eine allmähliche Farbansammlung die Walze unbrauchbar werden und
verursacht Zeitverluste während der Reinigung. Es ist daher wesentlich, daß solche Walzen einen hydrophilen
und daher ölabstoßenden Charakter besitzen und für längere Zeit beibehalten.
Da es mehr und mehr üblich geworden ist, die Oberflächen solcher Walzen oder Platten auf Grund anderer
erwünschter Eigenschaften aus Aluminium herzustellen, obwohl Aluminium sich nicht leicht mit Wasser
anfeuchten läßt, bedeutet die Herstellung einer hydrophilen Oberfläche ein besonderes technisches Problem.
Es wurde bereits vorgeschlagen, hydrophile Oberflächen auf Druckplatten herzustellen, indem man dieselben
mit Polyacrylsäuren bzw. -methacrylsäuren sowie Polyacrylsäureamid behandelte. Die dabei erzielte
Haftung des Überzuges auf der Oberfläche war jedoch sehr gering und löste sich sehr rasch ab, so daß die
Verfahren zur Hydrophilierung von metallischen
bzw. nichtmetallischen Oberflächen
bzw. nichtmetallischen Oberflächen
Anmelder:
Harris-Intertype Corporation,
Cleveland, Ohio (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. W. Beil und A. Hoeppener, Rechtsanwälte,
Frankfurt/M.-Höchst, Adelonstr. 58
Als Erfinder benannt:
Dr. Melvin Jensen Astle,
Shaker Heights, Ohio (V. St. A.)
Dr. Melvin Jensen Astle,
Shaker Heights, Ohio (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 19. Juni 1957 (666 787) - -
auf diese Weise behandelten Platten keine lange Lebensdauer besaßen.
Es wurde deshalb weiterhin vorgeschlagen, im Falle von Metalloberflächen, insbesondere Aluminiumoberflächen,
dieselben anodisch vorzubehandeln und anschließend mit einer Polyacrylsäure zu überziehen. Jedoch
ist diese Behandlungsweise verhältnismäßig umständlich, und die dabei erzielte Haftung des Überzuges
auf der Oberfläche ist immer noch nicht ausreichend, um den hydrophilen Charakter der Oberfläche
genügend lange zu erhalten. Außerdem können auf diese Weise keine nichtmetallischen Oberflächen hydrophiliert
werden.
Dieser Nachteil wird durch die Erfindung überwunden, indem mit der Acrylverbindung ein dreifach substituiertes
Vinylsilan mischpolymerisiert wird. Dieses Vinylsilan ist eine hydrophobe Verbindung, und es
überrascht daher außerordentlich, daß es als Comonomeres verwendet werden kann, ohne die hydrophilen
Eigenschaften des Acrylpolymerisats zu beeinträchtigen. Der mit der Erfindung verbundene beträchtliche
Vorteil besteht darin, daß die Haftfähigkeit des Acrylpolymeren
auf der Unterlage stark verbessert wird. Dies trifft sowohl für Papier als auch Metallunterlagen
zu, insbesondere auch für die sehr schwierig zu hydrophilierenden Aluminiumoberflächen, wobei Metallflächen
keiner elektrolytischen Behandlung unterworfen zu werden brauchen. Die Feuchtwalzen und lithographischen
Druckplatten, die nach der Erfindung be-
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handelt worden sind, besitzen also eine längere Lebensdauer ohne jegliche Einbuße der hydrophilen Eigenschaften
des darauf aufgebrachten Acrylpolymerisats.
Die Art der Oberfläche ist nicht entscheidend für die Erfindung, sie muß lediglich so beschaffen sein, daß
Silan daran haftet. Im allgemeinen wird eine saubere und trockene Metalloberfläche bevorzugt, wobei eine
direkte chemische Bindung zwischen einem Polysilan oder dem Silananteil eines Mischpolymeren, wie nachstehend
aufgeführt, und der Metalloberfläche, wie Zink, Kupfer, Zinn, Blei, Chrom, Magnesium, Aluminium
oder Stahl entsteht. Es können jedoch auch andere Unterlagen verwendet werden. Zum Beispiel kann ein
zweckmäßigerweise kaschierter Papierbogen oder eine -platte oder ein mit einem hitzehärtbaren Harz, wie
Phenolformaldehyd, imprägnierter Papierbogen verwendet werden. In diesen Fällen haftet das Polysilan
oder das Mischpolymere auf dem Papier oder dem Harzimprägnierungsmittel, aber sie haften wie eine
Paste an diesen und sind an diese Art Oberfläche nicht chemisch gebunden. Vorzugsweise wird ein wärmebeständiges
Harz verwendet, da es das Papier während der Erwärmungsstufen, die erfindungsgemäß bei der
Herstellung einer hydrophilen Oberfläche angewandt werden, schützt. Bei metallischen Oberflächen können
Oxyde vorhanden sein, entweder indem man die Oberflächen der Luft aussetzt oder sonderbehandelt. Bei
Aluminium kann z. B. die Oberfläche gegebenenfalls chemisch oder elektrolytisch eloxiert werden, jedoch
ist dies nicht notwendig.
Wie einleitend bereits dargelegt wurde, besitzt das erfindungsgemäß verwendbare dreifach substituierte
Vinylsilan folgende Formel:
HHR
I I !
H — C = C- Si — R
I
R
R
in der R einen Alkoxyrest, einen Aryloxyrest oder Halogen, beispielsweise einen Methoxy-, Äthoxy-, Propoxy-,
Butoxy-, Pentoxy-, Phenoxy-, Tolyloxy- oder Xylyloxyrest oder Chlor, Fluor, Jod oder Brom darstellt.
Auch partielle Polymeren der erwähnten Silane können verwendet werden. Die besten Ergebnisse lassen
sich mit Vinyltrimethoxy-, Vinyltriäthoxy-, Vinyltrichlor- und Vinyltribromsilan erzielen.
Die Acrylverbindung, mit der man das dreifach substituierte Vinylsilan mischpolymerisiert, kann Acrylsäure,
Methacrylsäure, die wasserlöslichen Salze dieser Säuren, wie die Ammonium-, Natrium- oder Kaliumsalze,
Acrylamid oder Methacrylamid sein.
Das dreifach substituierte Vinylsilan, das nachstehend als Silan bezeichnet wird, und die Acrylverbindung
können gleichzeitig auf die Oberfläche als Gemisch in einem gemeinsamen Lösungsmittel aufgetragen
und dann mischpolymerisiert werden. Bei Verwendung einer Metalloberfläche setzt sich der Silananteil
chemisch mit derselben um, und geht mit dieser eine feste Bindung ein, während der Acrylanteil
die hydrophile Wirkung hervorruft.
Im allmeinen wird jedoch bevorzugt, das Mischpolymere durch Umsetzung der Bestandteile in situ direkt
auf der Oberfläche zu bilden. Jeder Bestandteil wird nacheinander aus einem Lösungsmittel aufgebracht.
Hierdurch wird eine Kontrolle der Schicht jedes Reaktionsteilnehmers geschaffen. Dieses Verfahren
hat den besonderen Vorteil, daß sich nur ein Teil des Silanüberzuges mit der Acrylverbindung umsetzen
muß, wodurch sich eine nicht mischpolymerisierte Silanschicht direkt auf der Oberfläche ablagert. Das
wird deshalb bevorzugt, da eine Bindung zwischen dem nicht mischpolymerisierten Polysilan und dem Metall
stärker als eine Bindung zwischen dem Mischpolymeren und dem Metall ist. In einer erfindungsgemäß bevorzugten
Ausführungsform besteht in Richtung von der Metalloberfläche ausgehend eine Metall-Polysilan-Bindung,
eine Polysilan-Mischpolymeren-Bindung und eine oberflächliche hydrophile Wirkung, die auf den
Acrylanteil des Mischpolymeren zurückzuführen ist.
Um die Mischpolymerisation zu beschleunigen und um die zur Herstellung des Mischpolymeren erforderliche
Zeit zu verringern, können außerdem Katalysatoren verwendet werden.
Das Silan wird, genauer ausgedrückt, aus einem Lösungsmittel auf eine Oberfläche abgelagert. Jedes Lösungsmittel, das den folgenden Anforderungen entspricht, kann verwendet werden:
Das Silan wird, genauer ausgedrückt, aus einem Lösungsmittel auf eine Oberfläche abgelagert. Jedes Lösungsmittel, das den folgenden Anforderungen entspricht, kann verwendet werden:
1. Es muß das Silan lösen.
2. Es darf sich nicht mit dem Silan umsetzen.
3. Es muß die Oberfläche anfeuchten.
3. Es muß die Oberfläche anfeuchten.
4. Es muß bei erhöhten Temperaturen verdampfen.
Die aromatischen Lösungsmittel, wie Toluol, Benzol und Xylol erwiesen sich für Silan besonders befriedigend.
Aber auch die aliphatischen Lösungsmittel, wie Pentan, Hexan, Heptan und Oktan, und die chlorierten
Aliphaten, wie Tetrachlorkohlenstoff und Chloroform sind befriedigend. Jedes bekannte Überzugs verfahren,
mit dem ein dünner vollständig einheitlicher Überzug aufgebracht werden kann, kann angewendet werden,
z. B. Walzenauftrag, Rakelauftrag, Tauchen oder Spritzen.
Nach dem Silanauftrag wird erhitzt, um das Lösungsmittel zu entfernen und das Silan an die bevorzugten
Metalloberflächen chemisch zu binden. Vorzugsweise werden Temperaturen von etwa 120 bis etwa
2000C angewendet, um das Silan so zu binden, jedoch
ist dieser Bereich nicht kritisch. Es findet dabei eine Kondensation des Silans mit Vernetzung unter BiI-dung
eines Polysilane statt, die Vinylgruppen werden in dieser Stufe jedoch nicht umgesetzt.
Aus Vorstehendem ist ersichtlich, daß die Konzentration des Silans in seinem Lösungsmittel nicht entscheidend
ist. Im allgemeinen wird eine solche Silanmenge in dem Lösungsmittel gelöst, die ausreicht, um
einen Überzug des erwünschten Umfangs und der gewünschten Dicke aufzutragen. Das Silan kann jedoch
auch mehrere Male aufgetragen und getrocknet werden, um den gewünschten Silanüberzug zu erhalten.
Diese]Silanmenge kann z. B. zwischen etwa 5 und 15%, bezogen auf das Lösungsmittel, betragen. Eine ausreichende
Menge eines Katalysators, wie Äthanolamin, kann ebenfalls zur Beschleunigung der Umsetzung
vorhanden sein. Es wurde gefunden, daß eine Katalysatorkonzentration von 1 % oder weniger ausreichend
ist, dieser Bereich ist jedoch nicht kritisch. Als nächstes wird eine Lösung der Acrylverbindung
auf den Süanfilm aufgebracht, wozu jedes geeignete Verfahren angewandt werden kann. Das Lösungsmittel
für die Acrylverbindung muß mit dem Silan verträglich sein, d. h. das Lösungsmittel darf sich mit dem
kondensierten Polysilan nicht umsetzen, muß jedoch in dieses einzudringen und es zu durchtränken ver-
mögen. Wenn der Ausdruck »verträglich« in der Beschreibung und in den Ansprüchen gebraucht wird, so
hat er stets die soeben definierte Bedeutung.
Durch das Eindringen des Lösungsmittels in den Silanüberzug erreicht die Acrylverbindung die Vinylgruppen
des Silans und wird mit diesen mischpolymerisiert. Da der Silan überzug durch die vorhergehende
Behandlung chemisch an das Metall gebunden wurde, kann kein für die Acrylverbindung verwendetes Lösungsmittel
den Silanüberzug von der Metalloberfläche ablösen. Der Eindringungsgrad und die dadurch
erhaltene Schicht des kondensierten Polysilans und der mischpolymerisierten Silan-Acryl-Verbindung kann
durch die Temperatur und die Kontaktzeit des Acryl-Lösungsmittels mit dem Polysilanüberzug variiert
werden. Tatsächlich kann bei nur geringer oder gar keiner Eindringung nur eine Mischpolymerisation der
Grenzflächen zwischen dem Polysilanüberzug und der Acrylverbindung eintreten.
Das Lösungsmittel für die Acrylverbindung ist folglich nicht entscheidend und kann Benzol, Toluol, Xylol,
Pyridin, Petroläther, Methanol, Äthanol, Butanol, Monoalkyläther des Äthylenglykols (Cellosolve), wie die
Methyl-, Äthyl-, Butyl- und Isobutyläther des Äthylenglykols, Chloroform oder Tetrachlorkohlenstoff sein.
In den Alkoholen sind die kondensierten Polysilane im wesentlichen unlöslich und ihre Anwendung führt
folglich zu einer geringeren oder gar keiner Durchdringung des Silanüberzuges. Benzol, Toluol und GIykol
sind gute Lösungsmittel sowohl für die Silan- als auch für die Acrylverbindung.
Die Konzentration der Acrylsäure in ihrem Lösungsmittel ist nicht entscheidend. Anfänglich kann eine
Menge, die ausreicht, um den kondensierten Silanüberzug bis zu einem gewünschten Grad zu überziehen,
dem Lösungsmittel zugegeben werden. Die Konzentration kann beispielsweise zwischen etwa 5 bis 15°/o
liegen, aber auch Konzentrationen außerhalb dieses Bereiches können angewendet werden. Mit der Acrylverbindung
kann ferner eine ausreichende Katalysatormenge zugegeben werden. Radikale bildende Katalysatoren,
wie Benzolperoxyd, Acetylperoxyd, Harnstoffperoxyd, WasserstofTperoxyd, Cumolhydroperoxyd
oder Kaliumpersulfat sind verwendbar. Beispielsweise kann der Katalysatoranteil bis zu 1% der Lösung
betragen.
Nachdem die Acrylverbindung aufgebracht ist, wird das ganze unter Bildung eines hydrophilen, wasserunlöslichen
Mischpolymeren erwärmt. Die Geschwindigkeit der Mischpolymerisation wird von der Temperatur,
dem Katalysator und der Konzentration des verwendeten Katalysators beeinflußt. Ein wirksamer, aber
nicht ausschließlicher Bereich zur Erwärmung der Silan- und Acryl-Reaktionsteilnehmer liegt zwischen
etwa 120 und 3000C bei etwa 10 Minuten bis 12 Stunden. Es können auch höhere Temperaturen innerhalb
der Grenzen, die durch das Oberflächenmaterial bedingt sind, bei entsprechend verkürzter Erhitzungszeit
angewandt werden. Ein Erhitzen auf 27O0C führt z. B.
in 10 Minuten zu einer befriedigenden Mischpolymerisation. Um weiter zu beweisen, daß die Konzentration
der Acrylsäure in ihrem Lösungsmittel nicht entscheidend ist, kann angeführt werden, daß, falls freie Säure
nach der Mischpolymerisation verbleiben sollte, dieser Überschuß leicht mit Wasser herausgewaschen werden
kann.
Die nachstehenden Beispiele dienen zur weiteren Erläuterung der Erfindung:
Eine 8%ige Lösung von Vinyltriäthoxysilan in Toluol wurde auf eine saubere und trockene Zinkplatte
aufgebracht und so lange bei einer Temperatur zwisehen 125 und 2000C getrocknet, bis im wesentlichen
das ganze Toluol ausgetrieben war und das Silan an die Zinkplatte chemisch gebunden war. Anschließend wurde
eine 10%ige Acrylsäurelösung in Xylol auf den Silanüberzug aufgetragen und das ganze etwa 6 Stunden
ίο auf eine Temperatur zwischen 135 und 16O0C erhitzt,
wobei sich auf der ganzen Zinkplatte ein hydrophiles, wasserunlösliches Mischpolymeres bildete.
Die Oberfläche einer Aluminiumwalze wurde mit einer 10%igen Lösung aus Vinyltrichlorsilan in Benzol,
das 1 % Äthanolamin enthielt, beschichtet und bei etwa 1500C so lange getrocknet, bis im wesentlichen
das ganze Benzol ausgetrieben war und das Silan an die
so Aluminiumwalze gebunden war. Eine 12%ige Methacrylsäurelösung
in Methanol wurde darübergeschichtet und die Walze etwa 8 Stunden auf 15O0C erhitzt.
Die Walze wurde als Zwischenwalze in einer Wasserquelle für eine lithographische Presse verwendet.
B e i s ρ i e 1 III
Es wurde eine 7%ige Lösung aus Vinyltriphenoxysilan
in Heptan hergestellt und etwa 0,8% Äthanolamin zugefügt. Dann wurde die Lösung auf eine Unterlage
aufgespritzt und das ganze bei 180° C getrocknet, bis sich ein Silanüberzug gebildet hatte. Dann
wurde eine andere Lösung aus 7%igem Natriumacrylat in Xylol, die etwa 0,6% Benzolperoxyd als Katalysator
enthielt, auf den Silanüberzug aufgetragen, und die beiden Bestandteile wurden in situ durch etwa 7stündiges
Erhitzen auf 1750C mischpolymerisiert.
Eine 5% Vinyltribromsilanlösung in Tetrachlorkohlenstoff, die als Katalysator etwa 0,5 % Äthanolamin
enthält, wurde auf eine saubere und trockene Kupferplatte aufgebracht, und dann so lange auf
etwa 125 bis 200° C erhitzt, bis im wesentlichen der ganze Tetrachlorkohlenstoff ausgetrieben und das Silan
an die Kupferplatte bei gleichzeitiger Kondensation des Silans unter Bildung von Polysilan chemisch gebunden
war. Eine andere Lösung aus 9% Acrylamid in Xylol wurde so lange auf die Silanschicht aufgetragen,
daß nur der äußere Teil der Silanschicht durchdrungen wurde. Die Xylollösung enthielt etwa 0,7%
Harnstoffperoxyd als Katalysator. Das ganze wurde anschließend etwa 7 Stunden bei etwa 130 bis 170° C
erhitzt, wobei sich ein Mischpolymeres aus Silan und Acrylamin über dem Polysilan bildete, das an dem
Polysilan haftete.
Eine 7%ige Lösung aus Vinyltriäthoxysilan in Toluol wurde auf eine saubere und trockene Aluminiumfolie
aufgetragen und dann solange bei 125 bis 200°C getrocknet, bis das Toluol ausgetrieben und das Silan
an die Aluminiumfolie bei gleichzeitiger Kondensation unter Bildung eines Polysilans chemisch gebunden war.
Dann wurde eine 10%ige Acrylsäurelösung in Xylol auf den Silanüberzug aufgetragen und das ganze 10 Minuten
bei 27O0C erhitzt, wobei sich über der Polysilanschicht
ein hydrophiles, wasserunlösliches Mischpolymeres bildete.
Claims (6)
1. Verfahren zur Hydrophilierung von metallischen bzw. nichtmetallischen Oberflächen bei
Feuchtwalzen und lithographischen Druckplatten unter Bildung eines Überzugs eines hydrophilen
Mischpolymerisats aus einer Acrylsäure oder einem wasserlöslichen Salz einer solchen Säure, Acrylamid
oder Methacrylamid und einer damit mischpolymerisierbaren Verbindung auf der Oberfläche
der Walze oder Platte, dadurch gekennzeichnet,
daß man ein hydrophiles Mischpolymerisat verwendet, das als mischpolymerisierbare
Verbindung ein dreifach substituiertes Vinylsilan der Formel CH2 = CHSiR3 enthält, in der R einen
Alkoxyrest, einen Aryloxyrest oder Halogen darstellt, vorzugsweise einen Methoxy- oder Äthoxyrest,
Brom oder Chlor und der Überzug durch Aufbringen des vorher gebildeten Mischpolymerisats
oder durch Mischpolymerisatbildung aus den Monomerenbestandteilen in situ gebildet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man zunächst mittels einer Lösung
des dreifach substituierten Silans das Silan auf der
Oberfläche ablagert und anschließend mit der Acrylverbindung,
die in einem mit dem Silan verträglichen Lösungsmittel gelöst ist, behandelt und schließlich
das Silan und die darüberliegende Schicht mischpolymerisiert.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Silanlösung mit einem Gehalt
an Äthanolamin als Katalysator verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Lösung der Acrylverbindung
mit einem Oxydationskatalysator verwendet. N
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischpolymerisation
durch Erhitzen der überzogenen Platte durchgeführt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man vor der Durchführung
der Mischpolymerisation die Lösung der Acrylverbindung mindestens teilweise in die Silanschicht
eindringen läßt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 747 690, 856 154.
Deutsche Patentschriften Nr. 747 690, 856 154.
Applications Claiming Priority (1)
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| US66678757 US2991204A (en) | 1957-06-19 | 1957-06-19 | Hydrophilic surface |
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| DE1257170B true DE1257170B (de) | 1967-12-28 |
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Family Applications (1)
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| DEH33595A Pending DE1257170B (de) | 1957-06-19 | 1958-06-19 | Verfahren zur Hydrophilierung von metallischen bzw. nichtmetallischen Oberflaechen |
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