DE1277621B - Vorrichtung zum Handhaben und Dirigieren von zu faellenden Baeumen - Google Patents
Vorrichtung zum Handhaben und Dirigieren von zu faellenden BaeumenInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01G—HORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
- A01G23/00—Forestry
- A01G23/02—Transplanting, uprooting, felling or delimbing trees
- A01G23/08—Felling trees
Landscapes
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
AOIg
Deutsche KL: 45 f-23/06
P 12 77 621.5-23 (K 54329)
23. Oktober 1964
12. September 1968
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Handhaben und Dirigieren von zu fällenden Bäumen während
des Fallens unter Verwendung eines Greifers, der an einem schwenkbaren Auslegerarm angeordnet
und gegen den zu fällenden Baumstamm drückbar ist.
Beim Fällen von Bäumen kommt es vor, daß die fallenden Bäume, wenn sie nicht unter Kontrolle gehalten
werden können, andere nicht gefällte, in der Nähe stehende Bäume beschädigen oder einen Abhang
hinabstürzen und dabei ebenfalls Schaden anrichten.
Zweck der Erfindung ist es, das unkontrollierte Fallen zu verhindern und daraus entstehende Schäden
zu vermeiden.
Erreicht wird das bei der obenerwähnten Vorrichtung zum Handhaben und Dirigieren von zu fällenden
Bäumen dadurch, daß die Greifervorrichtung lösbar mit dem Auslegerarm verbunden und an einem
Seil befestigt ist, das zu einer Winde führt.
Dadurch wird der fallende Baum immer von dem Windenseil festgehalten und kann schließlich, wenn
er auf dem Boden liegt, auch am Windenseil herangezogen werden. Durch die Lösbarkeit der Greifervorrichtung
erlangt die gesamte Vorrichtung eine vielseitigere und sichere Kontrolle über den fallenden
Baum.
Dabei wirkt es sich vorteilhaft aus, daß sich das Seil von der Greifervorrichtung den Auslegerarm entlang
zur Winde erstreckt, wodurch das Seil durch den Auslegerarm in eine bestimmte Richtung geführt und
auch im gewissen Umfang dirigiert werden kann.
In Verfolg des Erfindungsgedankens ist der Auslegerarm in einem Punkt zwischen dem Schwenkpunkt
des Auslegerarmes und dessen einem Ende mit der Greifervorrichtung am anderen Ende des Auslegerarmes
mit hydraulischen Zylinder- und Kolbeneinrichtungen verbunden, die sich schräg nach außen
und unten zu einem Ständer erstrecken, der den Auslegerarm trägt.
Durch diese Vorrichtung ist es möglich, den fallenden
Baum in jeder Phase des Fallens unter Kontrolle zu halten, so daß Schäden an benachbarten, noch
nicht gefällten Bäumen verhindert werden und der gefällte Baum unverzüglich seinem Bestimmungsort
zugeführt werden kann, was bisher nicht möglich war. Bekannt ist lediglich eine Zusatzeinrichtung für einen
Bulldozer zumRoden von Bäumen, der mit einer Greifervorrichtung versehen ist, die den Baum erfaßt und
gegen eine Druckplatte hält, während eine ebenfalls vorn am Bulldozer angeordnete Grabschaufel die
Wurzel zerschneidet. Mit dieser bekannten Einrichtung ist es aber nicht möglich, den Baum während
Vorrichtung zum Handhaben und Dirigieren von zu fällenden Bäumen
Anmelder:
Kockums Mekaniska Verkstads Aktiebolag,
Malmö (Schweden)
Vertreter:
Dipl.-Chem. W. Rücker und Dipl.-Ing. S. Leine,
Patentanwälte,
3000 Hannover, Am Klagesmarkt 10-11
Als Erfinder benannt:
Hans-Olof Säll, Malmö (Schweden)
Beanspruchte Priorität:
Schweden vom 28. Oktober 1963 (11 825)
des Fallens oder des Abtransports zu handhaben und zu dirigieren.
Weitere Merkmale der Erfindung werden in der sich anschließenden Beschreibung an einem Ausführungsbeispiel,
welches in der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert. In der Zeichnung stellt dar
F i g. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Maschine zum Handhaben und Dirigieren von zu
fällenden Bäumen,
F i g. 2 die Maschine in Draufsicht,
F i g. 3 die Maschine in Stirnansicht und
F i g. 4 und 5 schematische Ansichten, welche die Maschine bei der Arbeit zeigen.
F i g. 2 die Maschine in Draufsicht,
F i g. 3 die Maschine in Stirnansicht und
F i g. 4 und 5 schematische Ansichten, welche die Maschine bei der Arbeit zeigen.
Die in der Zeichnung gezeigte und allgemein mit 1 bezeichnete Maschine wird von Baum zu Baum
(F i g. 4 und 5) gefahren, wenn die Bäume 2, 3 zu fällen sind. Die Vorrichtung hat eine Greifervorrichtung
4 für das Handhaben der Baumstämme 2, 3. Die Greifervorrichtung 4 ist über eine feste, jedoch lösbare
Kupplung mit dem freien Ende eines sowohl in waagerechter als auch in senkrechter Richtung
schwenkbaren, an der Maschine 1 angeordneten Auslegerarmes 5 verbunden und an einem Seil 7 befestigt,
das zu einer Winde 6 (Fig. 2) führt. Das Seil 7 ver-
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läuft von der Greifervorrichtung 4 über Seilscheiben 8, 9 und 10 an dem Auslegerarm 5 entlang und über
nicht dargestellte weitere Scheiben im Fahrgestell der Maschine 1 zur Winde 6. Die Greifervorrichtung 4
trägt nicht näher gezeigte Mittel 11,12 zur automatischen
Auslösung der Greifervorrichtung 4 in der Greiflage und der Freilage, d. h., die Greifklauen 13
der Greifervorrichtung 4 werden automatisch mit dem Baumstamm 2,3 in und außer Eingriff gebracht.
Außerdem besitzt die Greifervorrichtung vier Einrichtungen 14, welche sie in der im folgenden näher
beschriebenen Weise auf den Auslegerarm 5 zuführen. Der Auslegerarm 5 besteht in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
aus im Verhältnis zueinander in Längsrichtung des Auslegerarmes verschiebbaren Teilen,
vorzugsweise in der Art einer hydraulisch gesteuerten Zylinder-15- und Kolben-16-Einrichtung.
Der Auslegerarm 5 ist ferner in einem Punkt 17 zwischen dem Schwenkpunkt 18 des Auslegerarmes 5 an
seinem einen Ende und der Greifervorrichtung 4 am anderen Ende des Armes mit hydraulisch gesteuerten
Zylinder- und Kolbeneinrichtungen 19 verbunden, die sich gemäß F i g. 1 und 2 vom Auslegerarm 5 schräg
nach außen und nach hinten unten erstrecken. Am Schwenkpunkt 18 ist der Auslegerarm 5 mittels einer
Lagerung 20 gelagert, die im Maschinengestell 21 angebracht ist und ein Verschwenken des Auslegerarmes 5 in sowohl waagerechter als auch in senkrechter
Richtung gestattet. Die Zylinder- und Kolbeneinrichtungen 19 erstrecken sich von einer Gelenkverbindung
22 am Auslegerarm 5 (im Punkt 17) zu je einem Gelenk 23 an dem portalartigen Teil 10'. Der
Schwenkpunkt 18 des Auslegerarmes 5 liegt in der Nähe einer Vorrichtung 24 zur ersten Aufbereitung
des Baumes 2, 3 nach dessen Fällen, und diese Aufbereitungsvorrichtung 24 ist durch eine Universallagerung
25 beweglich in der Maschine gelagert.
Die in der Zeichnung gezeigte, von Raupenbändern 26 getragene Maschine besitzt zweckmäßigerweise
eine eigene Kraftquelle 27 und nicht näher gezeigte Druckmittelquellen für die hydraulisch betätigten
Vorrichtungen der Maschine. Ferner ist die Maschine mit einer nicht näher gezeigten Übersetzung
zum Antrieb der Winde 6 versehen und hat schließlich einen Karren 28 zum Aufsammeln und Abtransport
von in der Maschine aufbereitetem Holz.
Die in der Zeichnung gezeigte Maschine ist derart schmal gebaut, daß sie nicht nur zum Einschlagen
größerer Waldflächen, sondern auch zum Ausforsten verwendet und zwischen den Bäumen gefahren werden
kann, ohne diese zu beschädigen. Die Aufbereitungsvorrichtung 24 der Maschine besteht beim dargestellten
Ausführungsbeispiel aus einer kombinierten Vorrichtung zum Entasten und Entrinden, die
bekannter Art sein kann. Die Aufbereitungsvorrichtung 24 kann jedoch auch eine Vorrichtung zum Zersägen
des Baumstammes sein.
Im Betrieb wird die Maschine an den Baum 2 herangefahren, und die am freien Ende des Auslegerannes
5 angeordnete Greifervorrichtung 4 wird mit ihren geöffneten Klauen 13 gegen den Stamm in
einem in zweckdienlicher Höhe über dem Boden liegenden Punkt gerichtet. Wenn die Greifervorrichtung
4 dann nach Verlängerung des Auslegerarmes den Baum 2 ergreift, löst die Vorrichtung 11 die
Klauen 13 aus, so daß sich diese um den Stamm schließen. Nachdem der Stamm erfaßt ist, wird die
Maschine gebremst und auf den Auslegerarm eine geringe Kraft in Verlängerung des Auslegerarmes auf
den Baumstamm während des Fällens ausgeübt, wodurch sich der Baum in die gewünschte Richtung
lenken läßt, so daß andere benachbarte Bäume während des Fallens nicht beschädigt werden. Wenn der
Baum 2 fällt, wird die Greifervorrichtung mitgenommen und das Seil 7 von der Winde 6 abgezogen. Man
behält somit den Stamm immer im Griff. Anschließend wird der Stamm durch Inbetriebsetzen der
Winde 6 an den Auslegerarm 5 heran und von vorn in die Maschine 1 hineingezogen. Der Angriffspunkt
der Greifervorrichtung 4 am Stamm hegt so, daß beim Anheben des Stammes vom Boden das Wurzelende
zuerst von der Greif- und Windenvorrichtung angehoben wird, und das Wurzelende kann dann durch
Verkürzung des Auslegerarmes 5 in die Aufbereitungsvorrichtung 24 zwecks Abastens und Entrindens
des Stammes hineingeführt werden. Bei seinem Lauf durch die Aufbereitungsvorrichtung 24 wird der
Stamm in zweckmäßige Längen geschnitten, die in den Karren 28 fallen. Bevor der Stamm die Aufbereitungsvorrichtung
völlig durchlaufen hat und von dieser gesteuert und vorgeschoben wird, wird die Greifervorrichtung 4 ausgelöst und mittels der
Winde 6 in die Ausgangslage zurückgezogen, wobei die Steuervorrichtung 14 für das Einrichten der Greifervorrichtung
im Verhältnis zum Auslegerarm 5 sorgt. Ist der Karren 28 gefüllt, wird er an einen
Schlepper gekuppelt, der ihn zu einem Ort zur Aufbewahrung der Ladung transportiert. Wenn der
Schlepper den beladenen Karren 28 holt, bringt er einen leeren Karren mit, der an die Maschine 1 gekuppelt
wird. Durch die große Beweglichkeit der Greifervorrichtung 4 und des Auslegerarmes 5, und
auch durch die sonstige Ausbildung der Maschine arbeitet diese auch in verhältnismäßig dichten zu
durchforstenden Beständen.
Der Baum kann auch durch ein an der Maschine angebrachtes Fällaggregat beliebiger Art oder mit der
Motorsäge von einem Waldarbeiter gefällt werden.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Handhaben und Dirigieren von zu fällenden Bäumen während des Fallens
unter Verwendung eines Greifers, der an einem schwenkbaren Auslegerarm angeordnet und gegen
den zu fallenden Baumstamm drückbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifervorrichtung
(4) lösbar mit dem Auslegerarm (5) verbunden und an einem Seil (7) befestigt ist,
das zu einer Winde (6) führt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Seil (7) von der Greifervorrichtung
(4) den Auslegerarm (5) entlang zur Winde (6) od. dgl. erstreckt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifervorrichtung (4) Mittel
(14) zu ihrer Führung gegen den Auslegerarm (5) besitzt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslegerarm (5) in einem
Punkt (17) zwischen dem Schwenkpunkt (18) des Auslegerarmes (5) an dessen einem Ende mit der
Greifervorrichtung (4) am anderen Ende des Auslegerarmes mit hydraulischen Zylinder- und Kolbeneinrichtungen
verbunden ist, die sich schräg
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE1277621X | 1963-10-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1277621B true DE1277621B (de) | 1968-09-12 |
Family
ID=20422936
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK54329A Pending DE1277621B (de) | 1963-10-28 | 1964-10-23 | Vorrichtung zum Handhaben und Dirigieren von zu faellenden Baeumen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1277621B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3658191A (en) * | 1970-12-14 | 1972-04-25 | Thomas V Murphy | Crane for extracting horizontally-aligned relatively-long tube bundles |
-
1964
- 1964-10-23 DE DEK54329A patent/DE1277621B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3658191A (en) * | 1970-12-14 | 1972-04-25 | Thomas V Murphy | Crane for extracting horizontally-aligned relatively-long tube bundles |
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