DE127940C - - Google Patents

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DE127940C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61GTRANSPORT, PERSONAL CONVEYANCES, OR ACCOMMODATION SPECIALLY ADAPTED FOR PATIENTS OR DISABLED PERSONS; OPERATING TABLES OR CHAIRS; CHAIRS FOR DENTISTRY; FUNERAL DEVICES
    • A61G13/00Operating tables; Auxiliary appliances therefor
    • A61G13/02Adjustable operating tables; Controls therefor
    • A61G13/06Adjustable operating tables; Controls therefor raising or lowering of the whole table surface

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Accommodation For Nursing Or Treatment Tables (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verbesserung an solchen Operationstischen, welche ans einem Ober- und Untertheil und diese verbindenden Stützen in der Weise bestehen, dafs man den Operationstisch durch Umlegen dieser Stützen in eine Chaiselongue und umgekehrt durch Aufrichten der Stützen diese Chaiselongue wieder in einen Operationstisch verwandeln kann. Ein nach diesem Princip construirter Tisch ist im Handel unter dem Namen »Medico« bekannt.
Der den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Tisch hat den Zweck, gewisse Mängel an jener älteren Construction zu beseitigen.
Der Medico ist durch Fig. 1 und 2 der beiliegenden Zeichnung in seinen beiden Gebrauchslagen dargestellt.
Fig. ι zeigt ihn als Chaiselongue, während er durch
Fig. 2 als Operationstisch dargestellt wird.
Einer der hauptsächlichsten Mängel dieses Tisches besteht darin, dafs er sich nur schwer aus der Chaiselonguelage in die Operationslage bringen läfst; es m'ufs von dem Arzt immer eine verhältnifsmäfsig schon erhebliche Kraft aufgewendet werden, um den Tisch aus der Chaiselonguelage in die Operationslage dadurch zu bringen, dafs er den Obertheil α in der Richtung des Pfeiles b anhebt. Es sind zwar lange Spiralfedern e vorgesehen, welche das Emporheben erleichtern sollen, aber dieselben können, da sie auf die Dauer nicht verläfslich sind, den mit ihnen verfolgten Zweck nicht ganz zufriedenstellend erfüllen.
Neben diesem Häuptmangel, welcher eine gewisse, bei der späteren Ausführung der Operation störende körperliche Erregung des Arztes mit sich führt, sind noch andere Mängel mit dieser älteren Construction verbünden, deren Aufführung hier jedoch zu weit führen würde. Der erwähnte Hauptmangel des älteren Tisches soll nach der vorliegenden Erfindung dadurch beseitigt werden, dafs der Arzt unter Benutzung seines eigenen Körpergewichtes den Tischobertheil aus der Chaiselonguelage in die Operationslage bringt, so dafs er bei diesem Aufrichten des Tisches nur äufserst wenig angestrengt wird, sich körperlich also gar nicht erregt und deshalb die für die Ausführung der Operation erforderliche Sicherheit auch nicht verliert. Dieser letztere Zweck wird dadurch erreicht, dafs die unteren Drehpunkte c der Stützen d, welche bei dem Medico ganz in der Nähe des Fufsbodens sich befinden, beträchtlich nach oben gerückt sind, derart, dafs diese Stützen zur Herstellung eines schon verhältnifsmäfsig langen Hebelarmes über ihre Drehpunkte hinaus nach unten verlängert werden können und diese Verlängerung als Angriffspunkt für ein Gegengewicht verwendbar ist, welcher durch das eigene Körpergewicht des Arztes gebildet werden kann. Ein in dieser Weise construirter Operationstisch wird durch die Fig. 3, 4 und 5 der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht.
Die Fig. 3 und 4 sind senkrechte mittlere Längsschnitte durch den Tisch und zeigen ihn in der aufgerichteten und niedergelegten Stellung, während die
Fig. 5 den aufgerichteten Tisch in der Richtung des Pfeiles e (Fig. 3) gesehen zeigt.
Die unteren Drehpunkte c sind bei diesem neuen Tisch nach der Oberkante des Unterrahmens f verlegt. Dadurch ist es ermöglicht, die in der Nähe des überhängenden Endes des Tischobertheiles befindlichen Stützen d mit einer ein- und ausschiebbaren Verlängerung g auszurüsten, welche von den Querhölzern h gehalten wird und bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Gestalt eines Rahmens hat. Dieser Rahmen befindet sich, wenn der Tisch entsprechend Fig. 4 niedergelegt ist, in der durch die letztere Fig. angedeuteten, also ganz eingeschobenen Lage. Er stört deshalb das äufsere Aussehen des Tisches nicht und bildet, da er fast gar nicht aus dem Tisch hervortritt, auch kein Hindernifs, an welches man unbeabsichtiger Weise stofsen kann. Soll der Tisch aufgerichtet werden, so zieht man den Rahmen g in der Pfeilrichtung i (Fig. 4) aus dem Tisch heraus, bis sein Anschlag k sich gegen die eine Querverbindung h anlegt und er etwa die in Fig. 4 durch Punktirung angedeutete Lage einnimmt. Der Arzt ergreift jetzt das zweckmäfsig bis in die in Fig. 4 punktirte Lage in die Höhe gestellte Kopfpolster / mit beiden Händen, indem er einen mäfsigen Zug in der angegebenen Pfeilrichtung ausübt, und tritt gleichzeitig in der Richtung des Pfeiles m auf den Querstab η des Rahmens g. Durch den Einflufs des Körpergewichtes des Arztes wird der Rahmen g jetzt gezwungen, sich um die Scharniere c nach unten zu drehen und dabei die mit ihm verbundenen Stützen d aufzurichten. Die beiden an dem anderen Tischende befindlichen Stützen d können mit leichten Gegengewichten o, welche in der Zeichnung nur durch Punktirung angedeutet sind, ausgerüstet sein, um das Emporheben des Tisches noch mehr zu erleichtern.
Kennzeichnend für den neuen Tisch ist also die erhöhte Lage der Drehpunkte c und die Anordnung des Rahmens g. Die Anordnung dieses Rahmens, welche die Anwendung des eigenen Körpergewichtes des Arztes beim Aufrichten des Tisches erlaubt, ist nur dadurch möglich gemacht, dafs die Drehpunkte c von der ihnen bei dem Medico gegebenen sehr tiefen Lage in die ihnen bei dem vorliegenden Tisch gegebene Lage gebracht werden. Es ist ersichtlich, dafs, je höher man die Punkte c legt, desto länger auch der Rahmen g gemacht werden kann, dementsprechend also auch das Emporheben des Tisches um so mehr durch Anwendung des Körpergewichtes des Arztes erleichtert wird.
Gegen das Zurückfallen aus der Operationslage in die Chaiselonguelage wird der Tisch durch einen wie eine Klinke wirkenden Stützrahmen 0 gesichert, welcher sich in der aus Fig. 3 ersichtlichen Weise gegen Leisten q stützen kann. Zwecks Niederlegens des Tisches nach Ausführung der Operation wird der Stützrahmen 0 beispielsweise mittelst der über die Rolle r geführten Schnur s, welche mit einem kleinen Ringe oder Griff t versehen sein kann, so viel emporgehoben, dafs er aufser Eingriff mit den Leisten q kommt. Der Arzt läfst nun, indem er wieder mit den Händen das Kopfpolster / erfafst und das Querholz η des Rahmens, jedoch in geringerem Grade als beim Aufrichten des Tisches, mit dem Fufs belastet, den Tischobertheil in der Richtung der Pfeile η ohne nennenswerthe Anstrengung sinken.
Die unteren Scharniere c und oberen Scharniere ν liegen bei dem niedergelegten Tisch nur um so viel in verschiedener Höhe, als der Breite der Streben d entspricht. Sind diese letzteren aus Holz, wie in der Zeichnung angenommen, gefertigt, so ist die Differenz in der Höhenlage der Scharniere c und ν gröfser, als wenn diese Streben aus Eisen gefertigt sind. Als ein Kennzeichen des Erfindungsgegenstandes kann es betrachtet werden, dafs die Scharniere c und ν bei dem niedergelegten Tisch nur um so viel aufserhalb einer und derselben Ebene liegen, als der Materialdicke der Stützen d entspricht.
Zweckmäfsig ist noch eine Platte ρ am Untertheil des Tisches angeordnet, um dem Patienten das Besteigen des Tisches zu erleichtern und auch dem Arzt bei der Ausführung der Operation die Möglichkeit zu geben, den einen Fufs auf diese Platte zu setzen und so das entsprechende Knie zur Stützung des einen Armes verwenden zu können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    In eine Chaiselongue verwandelbarer Operationstisch, dadurch gekennzeichnet, dafs die unteren Drehpunkte (c) der den Tischuntertheil (f) mit dem Obertheil (a) verbindenden Stützen (d) so hoch angeordnet sind, dafs sie bei niedergelegtem Tischobertheil ungefähr in einer und derselben Horizontalebene mit den oberen Drehpunkten (v) liegen, während die an dem überhängenden Ende (iv) des Tischobertheiles befindlichen Stützen mit einem (zweckmäfsig) einschiebbaren, sie über ihre unteren Drehpunkte hinaus verlängernden Hebelrahmen (g) ausgerüstet sind, zu dem Zweck, den Tisch durch Auftreten auf den ausgezogenen Hebelrahmen unter Benutzung des eigenen Körpergewichtes aufrichten und nieder- ! legen zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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