DE1303247C2 - Flachdruckplatte und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents
Flachdruckplatte und verfahren zu ihrer herstellungInfo
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- DE1303247C2 DE1303247C2 DENDAT1303247D DE1303247DA DE1303247C2 DE 1303247 C2 DE1303247 C2 DE 1303247C2 DE NDAT1303247 D DENDAT1303247 D DE NDAT1303247D DE 1303247D A DE1303247D A DE 1303247DA DE 1303247 C2 DE1303247 C2 DE 1303247C2
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine Flachdruckplatte mit sein, sind die üblichen Flachdruckplatten so behydrophiler
Plattenoberfläche für ein thermogra- schaffen, daß sie Wärme oder Infrarotstrahlung so
phisches Verfahren zu ihrer Beschriftung nach dem stark absorbieren und/oder leiten, daß ihre Verwen-Refiexkopierverfahren
sowie ein Verfahren zu ihrer dung bei dem thermographischen Verfahren auf die Herstellung. 5 »Durchschußa-Methode zum Kopieren von Original-
Es ist bekannt, oleophile Druckzeichen auf die hy- bögen beschränkt ist, welche durchscheinende Träger,
drophile Oberfläche von Flachdruckplatten mittels z. B. aus Seidenpapier oder einem Kunststoff ilm, aufInfrarotstrahlung
aufzubringen. Bei den bekannten weisen und nur auf einer Seite Bildstellen besitzen.
Verfahren wird auf eine übliche Flachdruckplatte ein Es wurde nun versucht, Platten mit allgemeinerer Übertragungsbogen aufgelegt, der eine Schicht aus io Brauchbarkeil in der Thermographie unter Verweneiner wärmeübertragbaren, oleophilen Masse trägt, dung durchscheinender Träger, z. B. dünnem Papier die keine Infrarotstrahlung absorbiert; darauf wird und Pergament, herzustellen. Dünnes Papier kann ein die zu kopierenden, Infrarotstrahlung absorbie- weitgehend bei dem thermographischen Verfahren, renden Bildstellen tragender Originalbogen gelegt. Auf jedoch nicht beim Flachdruckverfahren verwendet den Originalbogen wird dann eine Infrarotstrahlung 15 werden, und zwar infolge seiner verhältnismäßig gegerichtet, wohei dessen Bildstellen heiß werden, so daß ringen Naßfestigkeit. Pergamentplatten, die so dick die entsprechenden Stellen der darunter befindlichen sind, daß sie naßfest sind, neigen dazu, Wärme und oleophilen Übertragungsschicht schmelzen und an der Infrarotstrahlung zu absorbieren und abzuleiten. An-Plattenoberfläche haften. Nach Trennung der Bögen dererseits ist dünneres Pergament nicht naßfest genug trägt die Platte oleophile, farbaufnehmende Bild- ao und dehnt sich aus und wirft sich, so daß sowohl bestellen, welche den Bildstellen auf dem Originalbogen züglich der Thermographie als auch bezüglich des entsprechen; die Platte kann dann auf übliche Weise Flachdrucks Probleme auftreten,
zur Erzeugung von Kopien der Originalvorlage beim Aufgabe der Erfindung ist somit die Schaffung von Flachdruckverfahren Verwendung finden. Flachdruckplatten, die keine oder nur eine geringe
Verfahren wird auf eine übliche Flachdruckplatte ein Es wurde nun versucht, Platten mit allgemeinerer Übertragungsbogen aufgelegt, der eine Schicht aus io Brauchbarkeil in der Thermographie unter Verweneiner wärmeübertragbaren, oleophilen Masse trägt, dung durchscheinender Träger, z. B. dünnem Papier die keine Infrarotstrahlung absorbiert; darauf wird und Pergament, herzustellen. Dünnes Papier kann ein die zu kopierenden, Infrarotstrahlung absorbie- weitgehend bei dem thermographischen Verfahren, renden Bildstellen tragender Originalbogen gelegt. Auf jedoch nicht beim Flachdruckverfahren verwendet den Originalbogen wird dann eine Infrarotstrahlung 15 werden, und zwar infolge seiner verhältnismäßig gegerichtet, wohei dessen Bildstellen heiß werden, so daß ringen Naßfestigkeit. Pergamentplatten, die so dick die entsprechenden Stellen der darunter befindlichen sind, daß sie naßfest sind, neigen dazu, Wärme und oleophilen Übertragungsschicht schmelzen und an der Infrarotstrahlung zu absorbieren und abzuleiten. An-Plattenoberfläche haften. Nach Trennung der Bögen dererseits ist dünneres Pergament nicht naßfest genug trägt die Platte oleophile, farbaufnehmende Bild- ao und dehnt sich aus und wirft sich, so daß sowohl bestellen, welche den Bildstellen auf dem Originalbogen züglich der Thermographie als auch bezüglich des entsprechen; die Platte kann dann auf übliche Weise Flachdrucks Probleme auftreten,
zur Erzeugung von Kopien der Originalvorlage beim Aufgabe der Erfindung ist somit die Schaffung von Flachdruckverfahren Verwendung finden. Flachdruckplatten, die keine oder nur eine geringe
Obwohl diese bekannten Verfahren einfach sind as Neigung aufweisen, Infrarotstrahlung zu absorbieren
und viele Vorteile aufweisen, waren sie doch nur be- oder zu verteilen, die eine ausgezeichnete NaBfestigkeit
schränkt brauchbar, und zwar infolge der sich etwas besitzen und auf thermographischem Wege mit scharwidersprechenden
Anforderungen des thermogra- fen und klaren oleophilen Bildstellen versehen werden
phischen Verfahrens und des Flachdruckverfahrens können, die den auf irgendeinem Originalbogen bein
bezug auf die Art der Flachdruckplatte. 30 lindlichen Bildstellen entsprechen.
Bei dem Flachdruckverfahren wird die Platte kon- Gegenstand der Erfindung ist eine Flachdruckplatte
tinuierlich mit einer wäßrigen Lösung behandelt und mit hydrophiler Plattenoberfläche für ein thermo-
darf daher unter diesen Bedingungen nicht weich graphisches Verfahren zu ihrer Beschriftung nach dem
werden oder ihre Abmessungsstabilitäl verlieren. Üb- Reflexkopierverfahren durch Aufbringung oleophiler
liehe Platten basieren daher auf einem naßfesten, ver- 35 Bildstellen auf die hydrophile Plattenoberfläche, wobei
hältnismäßig dicken und undurchsichtigen Papier, die Platte und ein Infrarotstrahlung absorbierende
Andererseits sollte für das thermographische Ver- Bildstellen tragender Originalbogen sowie ein Überfahren
die Platte für Infrarotstrahlung völlig durch- tragungsbogen mit einer Schicht aus einer wärmeüberlässig
sein, da sie sonst nur sehr beschränkt brauchbar tragbaren, oleophilen Masse, die im wesentlichen frei
ist, und zwar lediglich zum Kopieren von für Infrarot- 40 von Infrarotstrahlung absorbierenden Stoffen ist, überstrahlung
im wesentlichen völlig durchlässige Original- einandergelegt und mit Infrarotstrahlung bestrahlt
bögen, welche nur auf einer Seite Infrarotstrahlung werden, die dadurch gekennzeichnet ist, daß die Flachabsorbierenae
Bildstellen tragen. Bei den bekannten druckplatte als Trägerschicht einen höchstens 0,102 mm
»Diirchschußd-Verfahren befindet sich die Platte zu- dicken, nahezu vollständig strahlungsdurchlässigen
unterst in einem Stapel übereinandergelegter Bögen, 45 Kunststoffilm aufweist, der auf einer Oberfläche mit
entfernt von der Strahlungsquelle, der Originalbogen einem durch Lösungsmitteleinwirkung verbundenen
liegt zuoberst, und der Übertragungsbogen befindet hydrophilen Überzug versehen ist.
sich zwischen dem Originalbogen und der Platte. Die Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung besteht Strahlung wird auf den Originalbogen gerichtet, damit der hydrophile Oberflächenüberzug der Flachdruckdie Übertragungsmasse schmilzt und auf die Platten- 50 platte aus Polyvinylalkohol.
sich zwischen dem Originalbogen und der Platte. Die Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung besteht Strahlung wird auf den Originalbogen gerichtet, damit der hydrophile Oberflächenüberzug der Flachdruckdie Übertragungsmasse schmilzt und auf die Platten- 50 platte aus Polyvinylalkohol.
Oberfläche übergeht. Wenn Kopien von undurchsich- Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist die dem
tigen Originalbögen oder von Originalbögen, die hydrophilen Überzug benachbarte Oberfläche des
wegen ihrer Dicke nur schlecht die Wärme leiten oder Kunststoffilms der Flachdruckplatte nach der Erfindie
an beiden Seiten beschriftet sind, erhalten werden dung mattiert, während gemäß einer dritten Ausgesollen,
muß die dem Fachmann als Reflexmethode be- 55 staltung der hydrophile Überzug mit dem Kunststoffkannte
Methode angewendet werden. Bei dieser Me- film über eine strahlungsdurchlässige Kunststoffzwithode
befindet sich der Originalbogen zuunterst von selenschicht verbunden ist.
dem Stapel der aufeinandergelegten Bögen, entfernt Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren
von der Strahlungsquelle, wobei die zu kopierende zur Herstellung der vorstehend beschriebenen Flach-Beschriftung
der Strahlungsquelle zugewendet ist, die 60 durckplalte, das dadurch gekennzeichnet ist, daß der
Platte wird darüber angeordnet, und der Ubertragungs- hydrophile Überzug mit dem Trägerfiim bzw. der
bogen befindet sich zuoberst. Die Strahlung wird auf Kunststoffzwischenschicht durch Aufbringung auf den
den Übertragungsbogen gerichtet und muß nahezu Film in Form einer wäßrigen, ein mit Wasser mischvollständig
durch den Übertragungsbogen und durch bares, flüchtiges, mindestens ein teilweises Lösungsdie
Platte hindurchgehen können, um von der auf dem 65 mittel für den Film enthaltenden Masse verbunden
Originalbogen befindlichen Beschriftung absorbiert wird,
zu werden. ' Aus der österreichischen Patentschrift 220172 war
zu werden. ' Aus der österreichischen Patentschrift 220172 war
Um in einem Flachdruckverfahren verwendbar zu es zwar bereits bekan nt, Kunststoffilme als Träger für
Flachdruckplatten zu verwenden, diese können jedoch nicht nach einem thermographischen Reflexkopierverfahren
beschriftet werden, da ihre unbehandelten Oberflächen zu glatt sind, so daß die bei dem thermographischen
Beschriftungsverfahreii aufgeschmolzenen oleophilen Bildstellen nicht üarauf haften. Das aus der
deutschen Auslegeschrift 1 100 050 bekannte wärmeempfindliche Kopiermaterial weist zwar einen aus
einem transparenten Kunststoff bestehenden Träger auf, dieser ist jedoch auf einer Seite mit einer opaken,
pigmc sthaltigen Schicht überzogen, so daß das Kopiermaterial
insgesamt undurchsichtig und daher aus den weiter oben angegebenen Gründen als Flachdruckplatte für die thermographische Beschriftung nach
dem Reflexkopierverfahren ebenfalls nicht geeignet ist. Aus der deutschen Patentschrift 848 832 ist auch bereits
die Herstellung von Flachdruckplatten durch Beschichten eines Schichtträgers mit einem Polyvinylalkohol
bekannt, dabei wird jedoch als Trägermaterial undurchsichtiges Papier versendet, das für die Herstellung
der beanspruchten Flachdruckplatte nicht geeignei ist.
Tin Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die neuen Flachdruckplatten so naßfest sind, daß sie vor ihrer
Verwendung nur mit minimalen Mengen einer abstoßenden Lösung (Ätzlösung) behandelt zu werden
brauchen; solche minimalen Ätzlösungsmengen werden am einfachsten mittels der in der Flachdruckmaschine
befindlichen Wasserwalze aufgebracht, so daß die übliche Benetzung der Plaiienoberfläche mil der Ätz- 3"
lösung von Hand entfällt.
Jn der Zeichnung zeigt
Jn der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine schematische vergrößerte Querschnittsansicht
einer erfindungsgemäßen Flachdruckplatte,
F i g. 2 eine Draufsicht auf eine Flachdruckplatteneinheit gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
F i g. 3 eine Draufsicht auf eine Flachdruckplatteneinheit gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung
mit einem Trägerfilm,
F i g. 4 eine schematische Querschnittsansicht in vergrößertem Maßstab eines olec>philen Übertragungsbogens,
einer Flachdruckplatte mit einem Trägerfilm und eines beschrifteten Originalbogens, welche für eine
thermographische Reflexmethode übereinander angeordnet, zur Erläuterung jedoch außer Kontakt miteinander
dargestellt sind und mit Infrarotlicht bestrahlt werden, und
F i g. 5 eine schematische, vergrößerte Querschnittsansicht der beschrifteten Flachdruckplatte mit Trägerfilm
gemäß F i g. 4.
Die vorstehenden Aufgaben werden durch eine neue Flachdruckplatte und eine Flachdruckeinheit erfüllt,
welche einen für Infrarotstrahlung nahezu vollständig durchlässigen Kunststoffilm enthalten, mit dem ein
hydrophiler Drucküberzug verbunden ist.
Die erfindungsgemäßen Platten bieten sowohl bei dem thermographischen als auch beim Flachdruckverfahren
große Vorteile. Bei dem thermographischen Verfahren wirkt die Platte als strahlungsdurchlässiger
Bogen sowie als Aufnahmebogen für die durch Wärme "0
übertragene oelophile Masse. Beim Flachdruckverfahren besitzt die Platte die erforderliche Naßfestigkeit
und das hydrophile-oelophile Gleichgewicht, welches für die Erzielung zahlreicher Kopien von einem
Original erforderlich ist. .
In F i g. 1 der Zeichnung besteht die Flachdruckplatte aus einem Kunststoffträgerfilm 10, der mit einem
Flachdruckiiberzug 11 verbunden ist. Geeignete Kunststoffilme
sind z. B. solche aus Celluloseacetat, Polyethylenterephthalat, Polyäthylen, Polyvinylchlorid,
Chlorkautschuk oder ähnlichen Materialien, die vorzugsweise klar sind, jedoch keine Infrarotstrahlung
absorbierenden Farben enthalten dürfen. Der hydrophile Flachdrucküberzug 11 kann von üblicher Art,
z. B. auf der Basis von Polyvinylalkohol, Carbox>methylcellulose,
Natriiimalgip.at oder ähnlichen h\- drophilen, kolloidalen Bindern, sein.
Da die Platten nahezu vollständig strahlungsdurchlässig sein müssen und die erzeugte Wärme kaum ableiten
dürfen, darf der Kunststoffträgerfilm 10 nicht dicker als 0,102 mm sein, und der Flachdruck überzug
11 darf in einer Menge von höchstens etwa 3,18 kg
500 Bögen mit Abmessungen von 63,5 · 96,5 cm aufgebracht werden.
Obwohl Filme mit einer Stärke von 0,05 bis 0,08 mm bevorzugt sind, da sie eine ausgezeichnete Strahlungsdurchlässigkeit besitzen und leicht zu handhaben und
auf der Flachdruckmaschine zu befestigen sind, können jedoch auch nur 0.006 mm dicke Filme verwendet
werden, insbesondere wenn sie mit einem I Interlagsbogen
verbunden sind, wie z. B. der in Fig. 3 der Zeichnung dargestellte Bogen 30.
Während die obere Gewichtsgrenze des Flachdrucküberzugs durch die Neigung schwererer Überzüge.
Wärme und Strahlung zu reflektieren oder abzuleiten, begrenzt wird und das bevorzugte Überzugsgew iclu
zwischen 1,36 und 2,72 kg pro 500 Bögen liegt, ergibt sich die untere Grenze für äußerts leichte Über/ügo
lediglich dadurch, daß diese Überzüge zusammenhängend sein müssen, so daß die ganze Oberfläche des
Films bedeckt ist. Leichtere Überzüge als 1,36 kg pro 500 Bögen bis herab zu etwa 0,45 kg pro 500 Bögen
werden vorzugsweise aufgesprüht und nicht aufgestrichen.
Da an K unststof filmen hydrophile Druck überzüge nur schwer haften und leicht abschuppen oder sich
anderweitig von der Platte während des Flachdruckverfahrens ablösen, gibt man der wäßrigen Flachdrucküberzugsmasse
ein flüchtiges, mit Wasser mischbares, organisches Lösungsmittel zu, welches die Arbeitsfläche
des Kunststoffilms vor seiner Verdampfung erweicht oder löst. Auf diese Weise wird der Flachdruck-Überzug
mit der Arbeitsfläche des Kunststoffilms durch Lösungsmittel verschmolzen oder verschweißt,
wodurch die Neigung, abzuschuppen oder sich abzulösen, nahezu beseitigt wird. Geeignete flüchtige Lösungsmittel
sind z. B. Methanol. Äthanol, Butanol, Äthylacetat, Methyläthylkelon, Aceton und dergleichen;
die Wahl des jeweils geeigneten flüchtigen organischen Lösungsmittels bietet dem Fachmann
keine Schwierigkeiten und hängt von der Löslichkeit des jeweils verwendeten Films ab. Die verwendete Lösungsmittelmenge
liegt in der Regel zwischen etwa 1 und 10 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht
des Gesamtfeststoffgehalts der Flachdruckmasse. Darüber hinaus verwendet man zweckmäßig Kunststofffilme
mit einer mattierten Oberfläche, welche durch Sandbestrahlung des Films oder durch Gießen des
Films auf eine sandbestrahlte Walze erhalten werden; auf diese Weise ergibt sich eine den Drucküberzug gut
bindende Oberfläche.
Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung.
Ein etwa 0,07 mm dicker Celluloseacelatfilm, dessen eine Oberfläche durch Gießen des Films auf eine sand-
Claims (5)
- 5 6bestrahlte Walze mattiert ist, wird mit der folgenden wobei die oleophile Schicht an den den Bildstellen desFlachdruekmasse in einer Gewichlsmenge von etwa 2 kg Originalbogens entsprechenden Stellen auf die Plattepro 500 Bögen mit Abmessungen von 63,5 · 96,5 cm übergeht. Dann wird der Originalbogcn entfernt, derüberzogen: Ubertragungsbogen wird von der Einheit abgetrennt,η ι · ι Μ ι ι u „ 5 und die beschriftete Einheit wird in einer Flachdruck-Polyvmylalkohol *g maschine befestigt, wo sie mehrere hundert Kopien' '' , k ausgezeichneter Qualität ergibt.y"X ' ι , In F i g. 4 der Zeichnung ist die Reflcxinethode zurI4f, t thcrmographischen Beschriftung der Platte gemäßj. j. j ^, g ίο I· i g. 1 mittels Infrarotstrahlung unter VerwendungÄlh T" l· 4 R cines für lnfrarolst™hkmg durchlässigen Überlra-iy ace a gungsbogens, bestehend aus einem Träger 20, der eineDer überzogene IiIm wird zur Verdampfung der oleophile, durch Wärme übertragbare Schicht 21 trägt,flüchtigen organischen Lösungsmittel und des Wassers dargestellt. Der Originalbogen 40 ist der unterste dereiner geregellen Erhitzung unterworfen, wobei sich 15 übereinandergelegten Bögen, und seine zu kopierendender trockene Flachdrucküberzug bildet, der mit dem strahlungsabsorbiercnden Bildstellen 41 zeigen nachFilm durch Lösungsmilleleinwirkung verbunden ist oben gegen die Platte. Der Ubertragungsbogen ist deri>nd deshalb sich nicht ablöst oder abschuppt. Die er- oberste, wobei seine oleophile Schicht nach untenhallcncn Platten sind durchscheinend und können zur gegen die hydrophile Oberflächen der llachdruck-Herstellung von 1000 oder mehr Flachdruckkopien 20 platte zeigt.mit ausgezeichneter Schärfe und Klarheit verwendet Die übereinandergelegten Bögen werden mit Infra-werdtn. Wenn natürlich cm KunslslofTlrägerfilm ver- rollampcn 50 einige Sekunden belichtet, wobei diewendel wird, der gegenüber üblichen organischen Lö- Originalbildstellen 41 die Strahlung absorbieren, sie insimgsmitlcln beständig ist, kann zunächst auf die Film- Wärme umwandeln und diese der oleophilen Schicht21oberfläche ein Kunslstoffüberzug oder ein anderer a5 zuleiten, welche erweicht und an der hydrophilen!umbildender Überzug als die Arbeitsfläche des Films Oberfläche der Platte an den erhitzten Stellen haftet,bildende Zwischenschicht aufgebracht werden; der Nach Trennung der Bögen haften an der hydrophilenFlachdruckübcr/ug wird dann auf diesen Überzug Oberllächell der Platte oleophile, farbaufmehnendeaufgebracht. In diesen lallen ist dann der Kunststoff Bildstellen 12, welche genau den Bildstellen 41 desoder das filmbildcnde Material in dem in der I lach- 30 Originalbogens entsprechen, wie dies Fig. 5 derdruckmasse enthaltenden organischen Lösungsmittel Zeichnung zeigt.löslich, wird davon erweicht oder angequollen. Cie- Erfindungsgemäß erhaltene I lachdruckplatten mileignete filmbildcnde Stoffe für die Zwischenschicht sind Kunslstoffilmträgern können direkt auf der Flach-z. B. Vinylharze, wie Polyvinylchlorid, Polyvinylacetat druckmaschine montiert werden, ohne daß die Plallen-und Copolymerisate derselben. Polyvinylalkohol, Poly- 35 oberfläche zuerst mit einer üblichen Älzlftsung vonvinylbutyral. Polyvinylidenchlorid, u. dgl.;filmbildende Hand benetzt zu werden braucht, wie dies bei PlattenCellulosederivate, z. B. ÄthylceUiilosc, Celluloseacetat auf Papierbasis erforderlich ist. Das scheint zurück-Li. dgl., sowie hydrophile, kolloidale Stoffe, ζ B. (ie- zuführen zu sein, daß der Papierträger bei Platten auflatine. Albumin, Carboxymethylcellulose und ähnliche Papierbasis so stark absorbierend ist, daß großeStoffe. 40 Mengen der Älzlösung auf die Platte aufgebrachtDie Platte kann natürlich in Form einer Einheit. werden müssen, um eic gewünschte Unlöslichkeit derVi ic sie F i g. 2 der Zeichnung zeigt, mit dem Über- Nicht-Bildstellen der Platte zu bewirken, wobei dieiragsbogcn verbunden werden. Eine solche Einheit Hauptmenge der Ätzlösung jedoch durch Absorptionbestellt aus der Platte mit dem Kunststoffträgerfilm. von dem Papierträger verbraucht wird. Die Träger-wclchc lösbar mit einem Träger 20 für eine wärme- 45 filme der erfindungsgemäßen Platten absorbieren ver-übcrtragbare, oelophile Schicht 21 verbunden ist. hältnismäßig wenig, wenn überhaupt etwas von derDie Einheit kann auch aus drei, in F i g. 3 der Zeich- Ätzlösung, weshalb die gesamte aufgebrachte Ätznung dargestellten Bögen bestehen. Der dritte Bogen lösung zum IJnlöslichmachen der hydrophilen Schicht ist dann ein Stütz- oder ünterlagsbogen 30 unmittelbar verfügbar ist. Da die für diesen Zweck erforderliche angrenzend an die Platte, mit welcher er bei 35 ver- 50 Atzlösungsmengc nur gering ist. kann sie der wäßrigen bunden ist. Der Unterlagvbogen besteht vorzugsweise Lösung in der Flachdruckmaschine ragegeben und aus ziemlich schwerem Papier und ermöglicht eine zusammen mit dieser wäßrigen Lösung von der Wasserleichtere Handhabung der Platte mit dem Kunststoff- walze der Maschine aufgebracht werden, trägerfilm und eine leichtere Moniicrung derselbenauf der Flachdruckmaschine. Die Verwendung des 55 Patentansprüche: Un:er1agsbogens ist in der Regel nur dann wichtigwenn die Platte aus einem 0,025 ram starken oder 1. Hachdruckplatte mit hydrophiler Plattenoberdünneren Kunststoffen! hergestellt wurde; solche fläche für ein therraographtsches Verfahren zu Filme neigen nämlich dazu, sich zusammenzurollen. ihrer Beschriftung nach dem Reflexkopierverfahren so daB sie schwer zu handhaben und auf der Druck- 60 durch Aufbringung oleophiler Bildstellen arf die maschine zu befestigen sind. hydrophile Plattenoberfläche, wobei die Platte undBei der thenmögraphischen Verwendung der in ein Infrarotstrahlung absorbierende Bildstellen tra-F i g- 3 dargestellten Einheit wird lediglich der Ong:- gender Originalbogen sowie ein Ubertragungsbogen nalbogen zwischen den L'nterlagsbogen 30 und den mit einer Schicht aus einer wärmeübeitragbaren, Trägerfilm 10 der Platte eingelegt, so daß die zu ko- 65 oleophilen Masse, die im wesentlichen frei von Inpierenden Bildstellen nach oben gegen den Platten- frarotstrahlung absorbierenden Stoffen ist. Überträger zagen. Auf den Ubertragungsbogen der Einheit einandergelegt und mit Infrarotstrahlung bestrahlt uird dann einige Sekunden Infrarotstrahlung gerichtet. werden, dadurch gekennzeichnet, daßdie Flachdruckplatte als Trägerschicht einen höchstens 0,102 mm dicken, nahezu vollständig strahlungsdurchlässigen Kunststoffilm aufweist,der auf einer Oberfläche mit einem durch Lösungsmitteleinwirkung verbundenen hydrophilen Überzug versehen ist.
- 2. Flachdruckplalte gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der hydrophile Oberflächenüberzug aus Polyvinylalkohol besteht.
- 3. Flachdruckplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die dem hydrophilen Überzug benachbarte Oberfläche des Kohlenstofffilms mattiert ist.
- 4. Flachdruckplatte gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die dem hydrophilen Überzug benachbarte Oberfläche des Kunststofffilms mattiert ist.
- 5. Verfahren zur Herstellung einer Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der hydrophile Überzug mit dem Trägerfilm bzw. der Kunstsloffzwischenschicht durch Aufbringung auf den Film in Form einer wäßrigen, ein mit Wasser mischbares, flüchtiges, mindestens ein teilweises Lösungsmittel für den Film enthaltenden Masse verbunden wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1714363A GB1041604A (en) | 1963-05-01 | 1963-05-01 | Improvements in or relating to thermographic printing plates |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1303247B DE1303247B (de) | |
| DE1303247C2 true DE1303247C2 (de) | 1973-08-09 |
Family
ID=10090038
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1303247D Expired DE1303247C2 (de) | 1963-05-01 | Flachdruckplatte und verfahren zu ihrer herstellung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH429783A (de) |
| DE (1) | DE1303247C2 (de) |
| GB (1) | GB1041604A (de) |
-
0
- DE DENDAT1303247D patent/DE1303247C2/de not_active Expired
-
1963
- 1963-05-01 GB GB1714363A patent/GB1041604A/en not_active Expired
- 1963-05-01 CH CH546963A patent/CH429783A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH429783A (de) | 1967-02-15 |
| DE1303247B (de) | |
| GB1041604A (en) | 1966-09-07 |
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