DE1427867B - Vorrichtung zum Verstellen der Anstellspindeln von Walzwerken - Google Patents

Vorrichtung zum Verstellen der Anstellspindeln von Walzwerken

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DE1427867B
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Germany
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adjusting
spindle
planetary gear
gears
worm
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Pending
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English (en)
Inventor
Helmut Dr.-Ing.Dipl.-Ing. 4140 Rheinhausen; Zacharias Theodor 4100 Duisburg. B21d 13-02 Reihlen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mannesmann Demag AG
Original Assignee
Demag AG

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Description

So verwendet eine bekannte Vorrichtung (deutsche Patentschrift 410 417) zwei Planetengetriebe, von denen im normalen Betrieb die Planetenträger mit den Planetenrädern über Zahnräder festgehalten werden. Die Umdrehung des Motors wird von den Sonnenrädern über die Planetenräder und die Außenverzahnung jeweils auf Schnecken übertragen, wodurch dann die Druckspindeln gleichmäßig verdreht werden.
momentes mit der Anstellspindel verbunden, während in axialer Richtung zwischen Spindel und Gehäuse lediglich eine axiale Lagerung vorzunehmen ist.
Ein besonderer Vorteil liegt noch darin, daß für jede Anstellspindel ein separater Motor und Getriebe vorgesehen ist. Im Gegensatz zum Bekannten treibt bei der Erfindung der Planetenträger, hier Steg genannt, die Anstellspindel an, während der Außen-
Sobald eine Feineinstellung der einen Spindel gegen- 55 kranz bzw. das Planetengetriebegehäuse lose drehbar über der anderen vorgenommen werden soll, wird der angeordnet ist. Hydraulisch beaufschlagbare Druckzu der betreffenden Spindel zugehörige Planetenträ- kolben können, wahlweise einschaltbar, das Planetenger über Zahnräder mittels eines Handrades verstellt, getriebegehäuse stillsetzen. Sobald nämlich die wodurch der einen Spindel eine Überlagerungsbewe- Druckkolben unter Druck stehen, greifen sie in Ausgung bzw. eine Voreilung gegenüber der anderen 60 nehmungen des Planetengetriebegehäuses ein und set-Spindel gegeben werden kann. zen es still, wodurch die Antriebskraft des Motors Die Schneckengetriebe bestehen aus geschliffenen über die Planetenräder des stillgesetzten Planetenträ-Schnecken aus Stahl und Schneckenrädern aus Guß- gers die Anstellspindel in Umdrehung versetzt. Wenn bronze. Besonders die Schneckenräder sind wegen ih- nun eines der Druckkolbenpaare druckentlastet wird, res großen Durchmessers sehr schwer, wegen ihres 65 läuft des betreffende Planetengetriebegehäuse frei um,
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Werkstoffes und der erforderlichen genauen Bearbeitung sehr teuer. Sie besitzen aber auch den Nachteil eines großen Schwungmomentes und speichern Bevve-
und es wird auf die betreffende Anstellspindel keine Antriebskraft mehr übertragen, die Spindel steht still, während die andere Anstellspindel, deren Druckkol-
benpaar noch unter Druck steht, weiter angetrieben wird. Hierdurch entsteht dann eine Voreilung der einen Spindel gegenüber der anderen. Es kann also durch einfache Betätigung eines Ventils bzw. einer Pumpe der einen Spindel eine rasche und erhebliche Voreilung gegenüber der anderen Spindel gegeben werden, während bei dem Bekannten derselbe Effekt nur mühsam und zeitraubend durch manuelle Betätigung der Handräder erzielt wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Führungsteil für das Planetengetriebegehäuse durch Druckkolben mit dem Walzgerüst axial oder radial und axial verbindbar. Während eine Anstellspinde] eine Relativverstellung zur anderen auszuführen hat, ist keine Drehmomentabstützung der anderen Anstellspindel gegeben, so daß diese entweder in Abhängigkeit von Zeit oder Weg über eine gegebene Voreinstellung erneut einzuschalten ist und darauf eine gemeinsame Verstellung durchgeführt werden kann.
Zur Synchronisation der beiden Antriebsmotoren ao wird die bei Walzenanstellungen bekannte elektrische Welle verwendet. Gegenüber den bekannten Vorrich-V tungen wird auf eine mechanische Drehmomentsübertragung verzichtet, da eine elektromechanische den Vorteil bietet, über elektronische Schaltungen, beispielsweise mittels des Piezo-Effektes, eine beidseitige äußerst genaue Anstellung der Walzen mittels gleichlaufender Motoren vorzunehmen. Der an einer Seite gemessene Druck zwischen den Einbaustücken wird verzögerungsfrei über entsprechende Verstärkungs-Schaltungen an die Antriebe als Impulse für das Ein- oder Ausschalten sowohl der Motoren als auch der Antriebe für die Organe zum Verbinden des Führungsteils für das Planetengetriebegehäuse mit dem Walzgerüst weitergegeben.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt und im folgenden näher erläutert.
F i g. 1 stellt ein mit der Erfindung ausgestattetes Walzgerüst im Seitenriß dar, F i g. 2 die zugehörige Vorderansicht,
F i g. 3 die zu F i g. 1 gehörige Draufsicht;
F i g. 4 ist ein Schnitt durch das Planetengetriebe ^ '\ mit Teilschnitt durch das Walzgerüst und der erfor-
derlichen Anstellspindel mit Gewindemutter.
Im Walzgerüst 1 sind obere und untere Einbaustücke 2 und 3 für Stützwalzen 2 α und 3 α eingebaut, die die Einbaustücke 4 und 5 der Arbeitswalzen Λα und 5 α umfassen. Zum Verstellen der oberen Arbeitswalze Aa bzw. der oberen Stützwalze la sind an beiden Seiten des Gerüstes jeweils Druckstücke 6 mit den oberen Stützwalzeneinbaustücken 2 verbunden, in denen axial befestigt, aber radial frei drehend jeweils die Anstellspindeln 7 gelagert sind. Die axiale Verstellung der Anstellspindeln 7 erfolgt bei Verdrehen derselben in am Gerüst befestigten Gewindemuttern 8. Am oberen Ende der Anstellspindeln 7 ist ein Planetengetriebe 9 aufgesetzt. Im Ausführungsbeispiel ist der Einfachheit halber nur eine Untersetzungsstufe gezeichnet, deren Sonnenrad 9 a von einem fest mit dem Planetengetriebegehäuse 9 b angeflanschten Motor 10 antreibbar ist. Der steg 9 c mit den Planetenrädern überträgt das Drehmoment auf die Anstellspindel 7 und stützt sich dabei in axialer Richtung in einer Ausnehmung la der Anstellspindel ab. Das Planetengetriebegehäuse 9 b bzw. dessen Außenkranz überträgt sein Gewicht und das des Antriebsmotors 10 über eine axiale Lagerung 11 auf einen entsprechend ausgebildeten tellerförmigen Absatz Ib der Anstellspindel 7. Das Planetengetriebegehäuse 9 b weist im Ausführungsbeispiel Führungsleisten 9 d an mindestens zwei gegenüberliegenden Stellen des Getriebegehäuseumfangs auf, die jeweils in formschlüssigen Nuten 12 α eines Führungsteils 12 gleitend geführt sind. Der Führungsteil 12 ist konzentrisch zur Achse der Anstellspindel 7 angeordnet und in einer Ausnehmung 1 α am Walzgerüst mittels weiter nicht dargestellten Radial- und Axiallagerungen drehbar geführt. Für die Aufnahme des bei der Verstellung der Anstellspindel aufzubringenden Stützmomentes sind an mehreren Stellen des Umfangs des Führungsteils 12 verteilt Druckkolben 13 vorgesehen, die in Zylindern 13 α geführt sind, welche im Walzgerüst 1 unverschieblich eingebaut sind. Die Druckkolben 13 halten Federn 13 & in einer vorher feststellbaren Ausgangsstellung, in der die Stützen der Druckkolben den Führungsteil 12 nicht berühren. Sämtliche Zylinderräume 13 a sind an ein Druckmittelnetz angeschlossen; Eine Pumpe 15 versorgt die Zylinderräume gemeinsam mit einem Druckmittel. Die vom Druckmittel beaufschlagten Kolben 13 erzeugen das erforderliche Stützmoment. Das Stützmoment kann durch ein angedeutetes, weiter nicht dargestelltes Ventil 16 auf- oder abgebaut werden, in dem das Ventil abwechslungsweise an die Druckleitung 15 a oder an eine Druckmittelablaßleitung angeschlossen wird. Das Ventil 16 ist mit einem elektrisch steuerbaren Verstellantrieb versehen, der in Abhängigkeit eines oder beider Antriebsmotoren 10 einschaltbar ist.
Soll nur eine Anstellspindel 7 verdreht werden, erhält das entsprechende Druckmittelventil 16 über einen Impuls für seinen Antrieb das Kommando zum Druckmittelablassen, worauf die Kolben 13 außer Eingriff gebracht werden, so daß das Getriebegehäuse 9 b keine Drehmomentsabstützung am Führungsteil 12 bzw. am Gerüst 1 erfährt.
Der Führungsteil 12 kann aber auch starr, wie in F i g. 1 dargestellt, am Gerüst 1 angebracht, beispielsweise angegossen werden und aus Führungsstücken 12 b und 12 c bestehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche: gungsenergie, die beim Abbremsen vernichtet werden muß. Entsprechend sind die Räder auch nicht kurzzeitig zu beschleuigen. Außerdem ist es erforderlich, die Räder axial unbeweglich zu lagern, wobei die Spindein wegen der zur Anstellung erforderlichen axialen Beweglichkeit in der Mittenbohrung des Schneckenrades verschiebbar geführt sein müssen. Um eine genaue Lagerung für einen einwandfreien Eingriff von Schnecke und Schneckenrad und damit eine lange Le-
1. Vorrichtung zum Verstellen der Anstellspindeln von Walzwerken mittels jeder Spindel zugeordneten Planetengetrieben, einem Antrieb für die Getriebe und Feststellmitteln zur Übertragung des Stützdrehmomentes in Umfangsrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die
Planetengetriebe (9) mit angeflanschtem Motor io bensdauer des Schneckengetriebes zu gewährleisten, auf der Spindel (7) koaxial aufgesetzt sind und die müssen bisher Keilnutenprofile für das Schneckenrad Feststellmittel aus Nuten bzw. Führungsleisten und die Anstellspindel verwendet werden. Dadurch ist (9 d) oder Rollenführungen am Planetengetriebe- die Herstellung der Schneckenräder wegen des teuren gehäuse (9 b) oder am Antriebsmotor (10) beste- Werkstoffs und der hohen Bearbeitungskosten der hen, die mit starr am Walzwerksgerüst (1) in Spin- 15 Verzahnung und der Mittenbohrung sehr aufwendig, delachsrichtung verlaufenden Führungsleisten Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Auf-
(12 b, 12 c) oder Rollenführungen bzw. Nuten in gäbe zugrunde, den Verstell antrieb in der Weise zu Eingriff stehen. verbessern, daß die beschriebenen teuren Maschinen-
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- teile, insbesondere die Schneckenräder, entfallen, kennzeichnet, daß der Führungsteil (12) für das 20 Gleichzeitig sollen auch die Anstellspindeln selbst Planetengetriebegehäuse (9 b) durch Druckkolben vereinfacht werden, so daß die Vorrichtung zum Verstellen der Anstellspindeln übersichtlicher wird, und damit die Handhabung und Wartung weniger Aufwand erfordern.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Planetengetriebe mit angeflanschtem Motor auf der Spindel koaxial aufgesetzt sind und die Feststellmittel aus Nuten bzw. Führungsleisten oder Rollenführungen am Planetengetriebege-
30 häuse oder Antriebsmotor bestehen, die mit starr am
Walzwerksgerüst in Spindelachsrichtung verlaufenden Führungsleisten oder Rollenführungen bzw. Nu-
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ver- ten in Eingriff stehen. Die Aufgabe des Schneckengestellen der Anstellspindeln von Walzwerken mittels triebes übernimmt also ein Planetengetriebe, dessen jeder Spindel zugeordneten Planetengetrieben, einem 35 Wirkungsgrad um etwa ein Drittel größer ist, so daß Antrieb für die Getriebe und Feststellmitteln zur eine geringere Motorleistung ausreicht. Dementspre-Übertragung des Stützdrehmomentes in Umfangs- chend können leistungsschwächere Motoren eingerichtung. baut werden. Die Teile des Planetengetriebes sind
Die bekannten Vorrichtungen zum Anstellen der weitaus billiger herstellbar; ferner ist ein Plahetenge-Walzen weisen ein oder mehrere Motoren auf, die 40 triebe insgesamt auch schneller austauschbar. Jegliche über quer zu den Anstellspindeln liegende Wellen, zusätzliche Übertragungsorgane, wie Wellen, Kegel-Untersetzungsgetriebe, wie Kegelradgetriebe, Schnek- radgetriebe oder ähnliches, werden eingespart. Auch kengetriebe od. ä., antreiben. Insbesondere finden tritt eine beträchtliche Gewichtsersparnis ein. Die Schneckengetriebe Anwendung, weil deren großes Un- Spindel selbst kann einfacher gestaltet werden, weil tersetzungsverhältnis einer Feineinstellung der Wal- 45 die teuren Vielkeilprofile entfallen. Die Teile des PIazen entgegenkommt. netengetriebes sind direkt zur Übertragung des Dreh-
(13) mit dem Walzgerüst (1) axial oder radial und axial verbindbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Synchronisation der beiden Antriebsmotoren (10) die bei Walzenanstellungen bekannte elektrische Welle verwendet ist.

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