DE143117A - - Google Patents

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DE143117A
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K ATS IiRLl U ΗΈ5
PATENTAMT
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zum Anlassen von Elektromotoren, bei welchem an Stelle der Vorschaltwiderstände Spannungen verwendet werden, die in den Stromkreis des Elektromotors eingeschaltet werden, sei es als Zusatz-, sei es als Gegenspannungen.
Bei Verwendung von Gegenspannungen wird der Motor bekanntlich mit dem einen Pol an eine Hauptleitung des Netzes gelegt, mit dem anderen Pol unter Vorschaltung der Gegenspannung an die zweite Hauptleitung, worauf die Gegenspannung allmählich vermindert und dadurch gleichzeitig die Klemmenspannung des Motors erhöht wird. Bei Verwendung von Zusatzspannungen dagegen wird der zweite Pol des Elektromotors unter Vorschaltung der Zusatzspannung an dieselbe Hauptleitung gelegt, wie der erste Pol, und hierauf die Spannung
ao des Hülfsankers und damit gleichzeitig diejenige des Motorankers allmählich erhöht.
Derartige Anordnungen sind beispielsweise bekannt geworden durch die amerikanischen Patentschriften 572903 und 656821, sowie aus Niethammer, »Generatoren, Motoren und Steuer-Apparate für elektrisch betriebene Hebe- und Transportmaschinen«, Seite 193, sowie Seite 226, 227. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine besonders einfache Anordnung des Verfahrens für Mehrleiteranlagen und zeichnet sich besonders dadurch aus, daß der Vorschaltanker, der aus zwei miteinander gekuppelten Ankern bestehenden Hülfsinaschine nur zur Aufnahme einer Teilspannungseinheit des Mehrleiternetzes bemessen zu sein braucht und durch geeignete Umschaltungen nacheinander in den aufeinander folgenden Teilspannungsgruppen zur Erhöhung der Spannung des Elektromotors von Stufe zu Stufe benutzt wird. Hierdurch wird es vor allen Dingen ermöglicht, mit verhältnismäßig kleinen Hülfsmaschinen auszukommen und gleichzeitig eine weitgehende und sichere Abstufung der Spannung zu erzielen.
Der zum Antrieb des Vorschaltankers dienende, mit ihm gekuppelte Motoranker wird während des Anlassens an eine unveränderliche Spannung des Netzes angeschlossen. Vorteilhaft wird er ebenfalls nur für eine Teilspannungseinheit des Mehrleiternetzes bemessen und ebenso dimensioniert wie der Vorschaltanker. Er kann alsdann mit dem Vorschaltanker abwechselnd in der Weise benutzt werden, daß jeweilig einer der beiden miteinander gekuppelten Anker der Hülfsmaschine an eine Teilspannungseinheit des Mehrleiternetzes angeschlossen wird, während der andere als Vorschaltanker dient. Für die Spannungserhöhung der nächstfolgenden Stufe wird dann der erste Anker als Vorschaltanker benutzt, während der zweite als Motoranker an eine feste Teilspannung angeschlossen wird.
Die Fig. 1 und 2 stellen eine besonders einfache Ausführungsform des letzteren Verfahrens für ein Dreileitersystem dar, wobei vorausgesetzt ist, daß eine Ausgleichmaschine vorhanden ist, die gleichzeitig als Anlaßmaschine benutzt werden kann. Die beiden Anker der Ausgleichmaschine n1 und n2 werden hierbei in der Weise nacheinander benutzt, daß zunächst, wie in Fig. 1 dargestellt, der Anker n2 an der ihm zugeordneten Teilspannung des Netzes
liegen bleibt, während der Anker nl dem Elektromotor \'orgeschaltet wird, und zwar entweder im Sinne einer Zusatzspannung oder im Sinne einer Gegenspannung. In Fig. ι ist der erstere Fall angenommen. Nachdem der Elektromotor m in der oben näher angegebenen Weise mit Hülfe des Ankers κ1 auf eine Klemmenspannung gebracht ist, welche der Teilspannung, die zwischen dem Außenleiter
ίο und Mittelleiter herrscht, gleich ist, wird der Anker ti1 wieder an seine Teilspannung angeschlossen, an welche auch der Elektromotor m vorübergehend während der Umschaltung angeschlossen wird. Hierauf wird der Anker w2 dem Elektromotor vorgeschaltet, und zwar ebenfalls im Sinne einer Zusatzspannung oder im Sinne einer Gegenspannung. In Fig. 2 ist das letztere angenommen. Nachdem der Elektromotor m alsdann in der oben angegebenen Weise mit Hülfe des Ankers n2 auf die volle Netzspannung gebracht ist, wird der Elektromotor unmittelbar an das Netz angeschlossen und der Anker n2 wieder wie vorher an die ihm zugeordnete Teilspannung des Netzes an-
geschlossen.
Ganz ähnlich gestaltet sich das Verfahren in Mehrleiteranlagen mit mehr als zwei Teilspannungen mit Hülfe einer aus zwei miteinander gekuppelten Ankern bestehenden Anlaßmaschine in der oben angegebenen Weise.

Claims (2)

  1. Patent-A N Sprüche:
    i. Verfahren zum Anlassen von Elektromotoren in Mehrleiteranlagen, dadurch gekennzeichnet, daß zum Anlassen eine Hülfsmaschine benutzt wird, die aus zwei miteinander gekuppelten Ankern besteht, deren jeder eine volle Teilspannungseinheit des Mehrleiternetzes aufzunehmen vermag und von denen der eine dauernd oder mit dem anderen abwechselnd an eine der Teilspannungen angeschlossen wird, während jeweils der zweite Anker als Vorschaltanker zur stufenweisen Erhöhung der Klemmenspannung des Elektromotors von Teilspannung zu Teilspannung benutzt wird, wobei der Elektromotor zwecks Vornahme der erforderlichen Umschaltungen der Hülfsanker vorübergehend an eine geeignete Teilspannung des Netzes angeschlossen werden kann.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, insbesondere für Dreileiteranlagen mit Ausgleichmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß zum Anlassen die Ausgleichmaschine in der Weise benutzt wird, daß ihr erster Anker dem Elektromotor vorgegeschaltet wird, während der zweite unverändert an seiner Teilspannung angeschlossen bleibt, bis die Klemmenspannung des Elektromotors auf die Höhe' der Teilspannung gebracht ist, worauf der erste Anker an die Teilspannung angeschlossen und der zweite Anker dem nötigenfalls vorübergehend ebenfalls an die Teilspannung angeschlossenen Motoranker vorgeschaltet wird, um denselben auf die volle Netzspannung zu bringen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

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