DE1432082C - Einteiliger Verschluß- und Abfüllkörper - Google Patents
Einteiliger Verschluß- und AbfüllkörperInfo
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Description
1 HD Z UOZ
Die I ifiiidung'betrifft einen einteiligen Verstund
Ahfiillkörper aus elastisch-nachgiebigem kiinslsltil'f
zur Bildung eines auch bei unterschiedlichen Bchällcrwandslärkcn iliehlen Abschlusses rings um
eine Bchällcröffmmg mil um diese herum nach innen
und linien gebogenem Bchällerwamlmalcrial und mil einem ringförmigen, mil einer flachen I 'uleiiliiche auf
der die Öffnung umgehenden Behälterwand aulliegenden
Teil und einem sieh von diesem abwärls er·
sireckenden, eine Ausgießöffnung enthaltenden
Finpaßlcil.
liei bekannten Verschluß- und Ahfüllkörpern dieser AiI sind die Finpaßleile an ihrem unleren
finde mit einem vorgeformten, sich radial nach auswärts oder nach innen erstreckenden Flan.sdi versehen.
Dabei hai man auch schon die unlere Hansehoberfläche
mil einer Vertiefung /iir Aufnahme einer Dichtung \ersehen. Nachdem der Flansch über der
Behällcröifnung in Stellung gebracht worden isl, wird
er \ei formt, insbesondere flachgedrückt, wobei die Dichtung komprimiert wild. Bei allen diesen bekannten
Verschluß- und Ahfüllkürpern dürfen die damit /U versehenden Behälter nur verhältnismäßig geringfügig,
nur iinler unangemessen hohem Kostenaufwand einzuhaltende Maßtoleranzen in zu der Öffnung
ladial und vor allem in axial verlaufender Richtung aufweisen. Andernfalls läßt sich der Versehlußiind
Ahfiillkörpcr entweder überhaupt nicht mehr oder nur bei unzureichender Abdichtung anbringen,
wenn nicht ein übergroßes Sortiment solcher Verschluß- und Abfiillkörper unterschiedlicher Abmessungen
zum Anpassen an die jeweils auftretenden Maßabweichungen tier Behälter vorrätig gehallen
wird.
Der I ifindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
einteiligen Verschluß- und Abfüllkörper anzugeben, der sieh auch bei erheblich voneinander abweichenden
Abmessungen der Öffnungen und des Öffnungshalses der zu verschließenden Behälter, insbesondere
auch in I iel'enrichlung, unter einwandfreier, dauerhafter Abdichtung am Ölfnungsrand verwenden
IaMt.
Fifinduiigsgcmäß wird diese Aufgabe bei einem
Verschluß- und Abfüllkörper der eingangs angegebenen Art dadurch gelöst, daß der im rechlen Winkel
an die UiiterHäche anschließende Hinpaßteil als zylindrischer
Verschlußkörperhals von erheblicher Länge mit gerader, ununterbrochener Außenfläche
von überall gleichem, im wesentlichen größer als der minimale Innendurchmesser des die Öffnung umgebenden
Behällerhalscs bemessenem Außendurchmesser mit einem sich unmittelbar an die gerade, ununterbrochene
Außenfläche anschließenden, nach unten und innen geneigten kegelsUimpfförmigen Teil
und einem verhältnismäßig kurzen, anschließenden, zylindrischen Hinführungsteil ausgebildet isl. welch
letzterer einen im wesentlichen dem minimalen Innendurchmesser des Behällerwandrandleiles gleichen
Außendurchmesser hai.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Au.fiihrimgsbeispiel
der Lrfindung. Fs zeigt
Ii;.'. I eine Draufsicht auf einen Abschnitt eines dünnwandigen Behälters mit dem an ihm angebrachten
Vei.'.chlußköiper,
Ii)'.?. eine Seitenansicht der Ausführung gemäß
Ii ·,<. I,
Mg i den Verschliißkörper und die üehällerin
ihrer für ihren Zusammenbau ueciimclen
Hage in gegenüber H ig. 2 vergrößerter, auseinainlergezogener
Ansicht,
F i g. 4 ilen Verschlußkörper im Schnitt in geschlossenem
Zustand und gestrichelt in geöffnetem Zustand im Schnitt nach der Linie 4-4 in H i g. 1,
H i g. 5 einen Verschlußkörper am Behälter, bei der das Behälierwandinalerial stärker ist als das nach
den vorhergehenden Figuren,
Fig. 6 eine vergrößerte auseiiiandergezogene Teilansicht
der die Öllnuiig umgebenden Behälterwand
und des Versehlußsilzes nach F-" i g. 5 in einer für ihren
Zusammenbau geeigneten Lage.
Fig. 7 eine Ansicht ähnlich F" i g. 5, mit einem Behälter
von noch größerer Wandstärke.
Der einteilige Verschliißkörper besieht aus einem Finpaßleil 1, einer Kappe 2 und einem biegsamen,
laschenarligen Scharnier 3, durch das die Kappe 2 gegenüber dem Finpaßleil 1 festgehalten wird. F)iese
Elemente des Verschlußkörpers sind aus einem Stück gebildet, beispielsweise durch Ausformen eines Kunslsloffnialeiials,
wobei die zäheren Polyäthylcnarlen oder sonstige Kunststoffe mit Hlastizilätseigenschaflen
und Gießbarkeit vergleichbar denen von PoIyälhylen, der Widerstandsfähigkeit für einen weiten
Bereich von Produkten sowie einer langen Lebensdauer ohne Änderung der Eigenschaften verwendet
werden können. In bestimmten Füllen kann auch zäheres Material verwendet werden. Die besonderen
Eigenschaften, die diese Kunststoffe haben müssen, gehen aus der weiteren Beschreibung tier Erfindung
hervor.
Der Finpaßleil I nach den F· i g. 1 bis 7 ist ein hohlstopfenartiger Körper mil einem unteren zylindrischen
Verschliißkörperhals 4 zinn Befestigen in einer Behälieröffnung 43 und einem oberhalb der Behälterwand
herausrageiiden und in der Zeichnung mit einem kleineren Innendurchmesser als dem
Innendurchmesser im Bereich des Verschhißköiperhalses4
dargestellten oberen Abschnitts. Das F.in-
t" paßteil I weist oberhalb des zylindrischen Versclilußkörperhalses
4 einen ringförmigen radial nach außen gerichteten Kragen 6 auf. Der Kragen 6 ist nach der
Darstellung in F" i g. 4 an seinem Außenumfang in Form einer Ringnut 7 ausgekehlt, wobei sein Außen-
•15 umfang sich anschließend wieder zu einem Koplabschnitt
8 erweitert, der durch eine zylinderringförmige Ausnehmung 9 von dem Abschnitt 5 getrennt
ist.
Der unterhalb der Ringnut 7 liegende Abschnitt des ringförmigen Kragens 6 bildet eine ringförmige
Schulter 10, deren ebene Unlerfläche II auf der ebenen Außenfläche der Behälterwand 12 aufliegt.
Die Unlerfläche M erstreckt sich von dem Verschliißkörperhals
4 radial nach außen und hat eine starke Abstützung im Material des Einpaßleils.
Die Behälieröffnung 43 in dem dünnen Behälterwandmalerial
12 hat einen Innendurchmesser, der im wesentlichen gleich dem Außendiirchniesser des F.inführungsteils
42 des Verschlußkörpers ist. Dieser
r'<j öffnungsdurehmesser wird entlang der zylindrischen
I lache 44 des die öffnung 43 umrandenden Behälterhalses45
beibehalten. Außerdem ist dieser Innendurchmesser über die kurze Krümmung 46, an der
tier Behällerhals 45 von der Behälterwand 12 abgeht,
fi.5 erweitert. Somit kann tier Fiiiführungsleil 42 ohne
Anwendung eines nennenswerten Druckes in den Behällerhals 45 eingeführt werden. Jedoch muß bei dem
weiteren Finireiben ties Verschlußkörpers in die Be-
liüllerölTnung -IJ zunächst der kegelslumpfföiniige
Teil 41 dnrcli diese Öffnung hindurchgezvvängl werden,
worauf dann der zylindrische. Abschnitt 40 mil gröllerem Durchmesser folgt.
Aus F i g. } ist erkennbar, dall der zylindrische
Abschnitt 40 einen Außendurchnicsser hat, der wesentlich größer ist als der Innendurchmesser des Behälterhalses
45. Der Unterschied zwischen diesen Durchmessern ist jedoch so gewählt, daß der zylindrische
.Abschnitt 40 durch normalen Handdruck so weil durch die Behülleröffnung 43 hindurchgezwängt
werden kann, bis tue Unterlläche Il nach unten abdichtend
gegen die Oberseite der Behälterwand 12 anliegt. Im oberen Bereich des Verschlußkörperhalses
4 ist der zylindrische Abschnitt 40 nach dem I.iintreiben
in den Behällerhals in seinem Durchmesser
dort verringert, wo er vom Behälterhals 45 umspannt wird. Der sich unterhalb des Behälterhalseiules 51
befindende Abschnitt des Vcrschlußkörperhalses 4 ist in einen ringförmigen Vorsprung 52 heraus erstreckt,
der sogar bis über den Außcndurchmcsscr des Behälteihalses
45 hinaus vorsteht. Statt eine vorgeformte Auskehlung für die Aufnahme des Behällerhalses
45 vorzusehen, wird die Auskehlung also durch das Sichausdehnen des Kunststoffes nach dem
Ilindurch/wängen des Verschlußkörpcrhalses 4
durch den Behällerhals 45 gebildet, worauf sich die in I'ig. 4 gezeigte Form ergibl. Dieser Zusammenbau
von Verschlußkörper und Behälterwand stellt eine viel dichtere und starrere Verbindung her, als
wenn der Kunststoff zur Aufnahme des Behälterhalses 45 vorgeformt wäre. Bei der Verwendung von vorgeformten
Teilen besteht nur ein geringer oder überhaupt kein Spielraum für Maßabweichungen, Risse
und sonstige Fehler in den Metallteilen, so daß ein gewisser Prozentsatz der Verbindungen, sofern er
nicht völlig versagt, den Anforderungen nicht genügt und ein Auslecken ermöglicht.
Bei der Anordnung nach der Frfindung dient das Sichausdehnen des Kunststoffes des Verschlußkörpers
zum Bilden seines eigenen Eingriffes in den Behälterhals und zum Umspannen des Halses zum Ausfüllen
jeglicher Sprünge und z.uin Ausgleichen jeglicher Verwindungen oder Risse im Hals. Dies ist
nicht nur am Anfang beim Zusammenbau der Fall, sondern hält über die gesamte Lebensdauer des Behälters
an, da der Kunststoff bei seinem ständigen Bestreben, in seinem ursprünglichen Zustand zurückzukehren,
an dem Metall des Behältcrhalses anliegt. Neben dem Anliegen an dem Metall zwischen dem
Vorsprung 52 . und dem Kragen 10 versucht der Kunststoff, nach außen in den Querschnitt 50 hineinzuspringen,
wo das Material in den Kunststoff vorsteht.
Der genau gleiche einteilige Verschlußkörper kann auch an öffnungen in Behällerwänden aus stärkerem
Material wirksam angebracht werden. Die Art, in der das erfolgt, sowie der elastische Zusammenbau von
Behälterwand und Verschlußkörper sind in F i g. 5 und 6 veranschaulicht. Ausgehend von einer Teildarstellung
in Fig. 6 ist der Verschlußkörper genau der
gleiche wie der in Fig. 3 gezeigte, so daß die Bezugsziffern die gleichen bleiben. Der Unterschied im
Zusammenbau liegt in der Tatsache, daß das dickere Bchälterwandmatcrial 60, sofern in ihm eine öffnung
für die Aufnahme des Verschlußkörpers ausgebildet ist, in der Umgebung dieser Öffnung etwas anders
ausgebildet ist als der zylindrische Hals in dem leichteren Behällervvandinalerial 12 nach F i g. 1 bis 4. Obwohl
das Behälteivvaiulmateiial 60 beim Stanzen und
Tiefziehen um die öffnung herum beim Übergang aus dem ebenen Material in den Behällerhals 62 eine
Biegung 61 erfährt, weist diese Biegung 61 doch nicht einen so schroffen Winkel auf wie bei dein Behälterwandmalerial
kleinerer Wandstärke. Somit ist also der Behällerhals 62 an Stelle eines Zylinderabschnitts
ein Abschnitt eines nach unten abgeschrägten Kegels.
ίο Die innere kreisförmige Kante 63 des'Behälterhalses
62 hat im wesentlichen den gleichen Durchmesser wie der Einfülmmgslcil 42 des Verschlußkörperhalses
4. Somit kann der Verschlußkörper leicht mit seinem Hals in die von der Kante 63 umgebene Öffllung
eingeführt werden. Dann fließt der Kunststoff beim Abwärtsdrücken des Verschlußkörpers von
Hand in ausreichendem Maße aus, um das Bewegen des kegelslumpfförmigen Teils 41 an der Kante 63
vorbei zu ermöglichen. Jedoch, wenn dieser Teil 41
to gerade an der Kante 63 vorbeigeht, wird der Punkt erreicht, an dem die Oberseite 64 der Wand 60 mit
der an der Schulter II) des Verschlusses vorhandenen Unterfläche 11 in Berührung tritt, so daß ein weiteres
Abvvärtsbevvegen des Verschlusses ausgeschlossen ist.
Jedoch haben an diesem Punkt sowohl der zylindrische Abschnitt 40 dc^ Verschlußkörpcrhalses als
auch der kegelsUiinpfförmige Teil 41 eine Vertiefung
nach innen zu einer neuen konischen Fläche 40 if erfahren, die zu der konischen Fläche 65 auf der
.)» Außenseite des Abschnittes 62 paßt und gegen sie
abdichtend anliegt. Ferner i^t die kreisförmige Kante
63 tief in ilen KunststolT des Verschluükörperhalses 4
eingedrungen, der seinerseits dazu veranlaßt wurde, in den über dem Ende 66 des Halses 62 liegenden
schulterartigen Vorsprung 51a hinein auszufließen. Somit wird der Behälteihals 62 wieder abilichtend
zwischen dem Vorsprung 52 α und der Unterflüche Il gehalten, da der Hals radial in den Kunstsloffhals
des Verschlusses eingedrungen ist. Da ilerKunslstoff
aber elastisch ist, drückt er ständig nach außen, um zwischen den Flächen 65 und 40« eine abdichtende
Verbindung zu bewirken und aufrechtzuerhalten. Die Eigenschaften des elastischen Ausfließens
des Kunststoffes müssen eine abdichtende lecksichere Verbindung herstellen und es schwierig machen, den
Verschlußkörper aus der Behälterwand herauszudrücken. Gleichzeitig werden Unvollkommenheiten
an dem Behällerhals durch das Ausfließen des Kunststoffes
ausgeglichen.
Der in Fig. 7 dargestellte Zusammenbau dient dem Anbringen der gleichen einteiligen Verschlußkörper
nach den vorhergehenden Figuren an einer in einer Behälterwand 70 vorhandenen Öffnung, wobei
die Behälterwand in ihrem Material nochmals dicker ist als die Wand 60 nach Fig. 5 und 6. Die
Behälterwand 70 ist so dick, daß beim Stanzen einer öffnung durch sie hindurch das Ausziehen eines
wirklichen Halses kaum zu verwirklichen ist. Jedoch ist dies für das am Behälterhals 71 gezeigte einfache
Abrunden des Behältcrwandmalerials nach unten und innen nicht erforderlich, und dieses braucht, um den
Verschlußkörper und die Behälterwand fest abdichtend und wirksam in zusammengebautem Zustand
hallen zu können, nur in einem kleinen nach innen und unten vorstehenden Ansatz 72 zu enden. Der
Ansatz. 72 hat im wesentlichen wieder den gleichen
Durchmesser wie der Finl'ühruiigsleil 42, wobei er so durch Zentrierung das bequeme Anbringen des
1
Vcrschliißkörpcrs bewirkt. Hier lic»! jedoch (lic Stellt·,
an der sieh die Kante 72 gegen das Material des Halses legt, am Mals höher als bei den vorerwähnten
Formen, so daß mehr Kimstsloffmalerial 52 />
in ilen unterhalb und radial außerhalb des Ansatzes 72 licgcndcn
Vorsprung ausfließt. Dies gleicht in angemessener Weise die Kürze der l.ängsbciühruim des
Metalls mit dem Kunststoff aus. Somit werden also die Flüchen 74 und 11 miteinander in festem Hingriff
gehalten, während der Kimsistoff des Halses 4,
indem er nach außen gegen den Bcliällcrlial.s 71 und
unter die Kante 72 drückt, hier ebenfalls abdichtende Verbindungen herstellt.
Claims (1)
- Patentanspruch: '5Einteiliger Verschluß- und Abfüllkörpcr aus elastisch-nachgiebigem Kunststoff zur Bildung eines auch bei unterschiedlichen Bchüllerwandstärkcn dichten Abschlusses rings um cine Beliältciöffnung mil um diese herum nach innen und unten gebogenem Behällciwandnialcrial und mit einem lingförmigen. mit einer flachen llnleilliichc aiii der die (Mlnung umgebenden Behälterwand aufliegenden Teil und einem sieh von diesem abwärts erstreckenden, eine Ausgießöffnung enthaltenden [-.inpaßteil. daduich gel eiinzeichuct, daß der im rechten Winkel an die I lnteifluche (U) anschließende l'inpaßteil als zylindrischer Vcrschlußkörpeihals (4) von erheblicher Länge mit gerader, ununterbrochener Außenfläche von überall gleichem, im wesentlichen größer als der minimale Innendurchmesser des die Öffnung (43) umgebenden Behälterhalses (45, 62. 71) bemessenem Außcndurchmcsser mit einem sich unmittelbar an die gerade, ununterbrochene Außenfläche anschließenden, nach unten und innen' geneigten kegelstumpfförmigen Teil (41) und einem verhältnismäßig kurzen, anschließenden, zylindrischen lunfühninusteil (42) ausgebildet ist, welch letzterer einen im wesentlichen dem minimalen Innendurchmesser des Behälterhalscs (45, 62, 71) gleichen Außcndurchmcsser hat.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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