DE1432482C - Fräswerkzeug zum Entfernen von Kno chen aus Fleischstucken - Google Patents
Fräswerkzeug zum Entfernen von Kno chen aus FleischstuckenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Fräswerkzeug zum Entfernen von Knochen aus Fleischstücken mit auf einer
Welle im axialen Abstand nebeneinander angeordneten Frässcheiben.
Durch die deutsche Patentschrift 196 966 ist eine Maschine zum Abschaben von Fleischresten an
Knochen bekannt, die mehrere auf einer sich drehenden Welle angeordnete Scheiben aufweist, welche
federnde Messer tragen, die axiale Schneiden bilden. Diese Vorrichtung dient jedoch zum Entfernen der
am Knochen anhaftenden Fleischstücke durch Abschaben der letzteren vom Knochen. Hierdurch werden
die Fleischstücke zerkleinert, so daß sie nur beschränkt verwertbar sind.
Aufgabe der Erfindung ist es dagegen, ein bei einfächern
Aufbau möglichst wirksam und zuverlässig arbeitendes Fräswerkzeug der eingangs genannten Art
zu schaffen, das zum Ausschlachten und Aufbereiten von Fleischstücken unmittelbar nach der Schlachtung
geeignet ist und mit dem die eßbaren Teile mit einem möglichst minimalen Abfall sauber vom Knochen gelöst
werden, damit die einzelnen Fleischstücke verkäuflich sind.
Hierbei ist zu berücksichtigen, daß die Vielfalt der
Knochenstrukturen, sowie die Konsistenz und die Vielfalt der anatomischen Besonderheiten die Lösung
dieses Problems erschwert.
Zwar sind durch die deutsche Patentschrift 249 294 und die deutsche Auslegeschrift 1 118 644
Fräswerkzeuge an sich bekannt, dabei handelt es sich jedoch um Geräte, die in ihrer Wirksamkeit sehr beschränkt
sind. Insbesondere sind beim Ausschlachten nach kurzer Zeit die Zahnlücken des Fräswerkzeugs
zugesetzt, so daß die Fräszähne nicht mehr fassen können, auch wenn sich wie bei der Einrichtung nach
der deutschen Patentschrift 247294 an die axialen Schneiden noch seitliche Schneiden anschließen, die
an sich nur einen Übergang zu anderen Durchmesser aufweisenden axialen Schneiden bilden.
Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird mit dem eingangs genannten Fräswerkzeug erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die Welle gleichzeitig axial hin- und herverschiebbar ist.
Vorzugsweise zeichnet sich das erfindungsgemäße Fräswerkzeug dadurch aus, daß die Frässcheiben
axial ausgerichtete Schneiden und daran seitlich angesetzte zur Welle hin geneigte Schneiden als Fräszähne
aufweisen.
Durch die Überlagerung von Rotations- undTranslationsbewcgung
wird die Leistung erhöht und die Handhabung erleichtert, da zu der eigentlichen Fräsung
ein Schneiden hinzu tritt. Dabei werden die einzelnen Zahnlücken zwangsläufig ständig gereinigt,
wobei das Material frei in die Zwischenräume zwischen den einzelnen Frässcheiben eintritt.
Die Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Fräswerkzeug in seitlicher Ansicht,
F i g. 2 die drei Schneiden des Fräswerkzeuges, Ro Fig. 3 schematisch eine gesamte Einrichtung zum
Ausschlachten mit dem erfindungsgemäßen Fräswerkzeug, und
F i g. 4 und 5 Darstellungen zur Erläuterung der Wirkungsweise des Fräswerkzcugs.
Das Fräswerkzeug gemäß der Erfindung bestellt aus einer zum Antrieb dienenden Welle 1, auf welcher
die Frässcheiben 2, 3, 4, 5 aufgekeilt sind, die äußerlich eine zylindrische Form aufweisen und mit
axialen Schneiden 6 sowie mit seitlichen Schneiden 7, 8 versehen sind.
Die Welle 1 führt im Sinne des Pfeiles A eine Drehung und im Sinne der Pfeile B, C (Fig. 4) eine
Translationsbewegung aus. Das Fräswerkzeug ist am vorderen Teil eines Gestelles montiert, welches ein
Sammelgehäuse 9 (Fig. 3) und einen beweglichen
Wagen 10 mit einem Stabilisier- und Einstellteil 11 aufweist, welches mit Halterungen 12 versehen ist.
Am hinteren Teil sind eine konische oder zylindrische Fräse 13, eine Ablöserrolle 14 sowie zwei
zylindrische Antriebsteile 15, 16 vorgesehen.
Die Vorrichtung weist eine Anzahl Vorteile auf.
Die zylindrische Frässcheibe 2 greift an der Wirbelsäule 17 an. Das Gefüge ist nicht allein knochig, sondern
das Mark mit seiner Viskosität schlemmt rasch die Zähne des Fräswerkzeuges zu, welches nach einer
kurzen Zeitspanne nichts mehr leisten könnte, wenn es nur eine Rotationsbewegung ausführen würde. Die
Abfälle gehen in einen Zwischenraum 18, um im trichterförmigen Sammelgehäuse 9 gesammelt zu s-\
werden. ( <
Die Art der Fräsung, die mit dem erfindungsgemäßen Fräswerkzeug möglich ist, bei der sich die
beiden Bewegungsebenen der Welle überlagern, erlaubt es nicht nur, die Gesamtheit der Oberflächen
19,20 wirksam abzuarbeiten, sondern erleichtert das Ausschlachten und reinigt die Zähne des Fräswerkzeuges.
Durch seine Schneiden tastet das Fräswerkzeug die Gesamtheit der abzulösenden Knochenflächen ab und
greift in vollkommener Weise an den gesamten Flächen an, ohne irgendeinen Totraum, und zwar infolge
der abwechselnden Längsbewegung.
Das Ausarbeiten der Knochenmasse und der -körper geht außerordentlich rasch vor sich, derart, daß
gegenüber den bekannten Einrichtungen die Ausbeute gesteigert und die Fräszeit verringert ist.
Außerdem ist die Anfertigung des erfindungsgemäßen Fräswerkzeuges selbst weniger mühevoll, wodurch
der Herstellungspreis verringert wird. Außerdem ist die Abnutzung der Schneiden der Zähne verringert,
wodurch Schärfungen nur in größeren Zeit- v* abständen stattzufinden brauchen.
Die Rippen 21 werden auf einen Wagen 10 gebracht und durch den Stabilisier- und Einstellteil 11
mit Halterungen 12 im Sinne des Pfeiles ö eingestellt. Die Wirbelsäule 17 wird durch die Frässcheibe
2 abgearbeitet, während die Rippe 22, die von den zylindrischen Antriebsteilen 15, 16 mitgenommen
wird, durch die konische oder durchlaufend zylindrische Fräse 13 abgearbeitet wird.
Die walzenförmige Ablöscrrolle 14 löst die Rippe 22 vom Fleisch 21, welches damit ausgeschlachtet
wird und in einer sehr kurzen Zeit verkaufsbereit ist, ohne fachliche Handarbeit, wodurch sich der Herstellungspreis
für das auf diese Weise aufbereitete Fleisch erniedrigt.
Das Knochenmehl und die Abfälle werden wiedergewonnen.
Claims (3)
- Patentansprüche:I. Fräswerkzeug zum Entfernen von Knochen aus Fleischstücken mit auf einer Welle im axialen Abstand nebeneinander angeordneten Frässcheiben, dadurch gekennzeichnet, daß clicWelle (1) gleichzeitig axial hin- und herverschiebbar ist.
- 2. Fräswerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Frässcheiben (2 bis 5) axial ausgerichtete Schneiden (6) und daran seitlich angesetzte zur Welle hin geneigte Schneiden (7,8) als Fräszähne aufweisen.
- 3. Fräswerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlich angesetzten Schneiden (7,8) die Frässcheiben (2 bis 5) überragen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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