DE1440991C - Nachsetzvornchtung fur Elektroden elektrischer Ofen - Google Patents
Nachsetzvornchtung fur Elektroden elektrischer OfenInfo
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Description
Vorteil, daß als Antriebsmittel für die Femsteuerung
des Nachsetzvorganges Druckluft verwendet werden kann, die betrieblich im Hinblick auf die flexiblen
Druckmittelleitungen angenehmer ist als Druckflüssigkeit, und daß trotzdem die zur Bewegung der
Elektrode durch ihre Fassung erforderliche Kraft unter in der Weise gesteuerten Bedingungen erzeugt
■wird, daß die Elektrode fließend und gleichmäßig durch ihre Fassung geschoben wird, ohne daß die
Elektrode selbst und ihr Aufhängungsmechanismus Stoßen ausgesetzt werden.
Ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung ist schematisch in den F i g. 1 und 2 veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt einen vertikalen Schnitt durch eine Elektrode mit dazugehörender Zuganordnung;
Fig. 2 zeigt einen horizontalen Schnitt gemäß Linie A-A der Fig. 1.
In den Figuren bezeichnet 1 die Elektrode und 2 die Elektrodenfassung, die von jeder bekannten Art
sein kann. Die Fassung ist mit Hilfe des mit dem Tragjoch 4 verbundenen Aufhängungsmantels 3 aufgehängt.
Das Tragjoch 4 wird von der Elektrodenwinde getragen, die nicht in der Zeichnung dargestellt
ist. Der Preßring oder Friktionsring 5 kann in beliebiger Weise, z. B. mit Hilfe von Kissen oder Platten aus
Gummi, die einem hydraulischen oder pneumatischen Druck ausgesetzt werden, um die Elektrode festgeklemmt
werden. Der Preßring 5 muß so dimensioniert sein, daß er das ganze Elektrodengewicht tragen
kann. ·
Jede Zuganordnung besteht aus einem mit dem Aufhängungsrahmen 4 verbundenen Zylinder 6 und
einem Kolben 7, der mit dem Rahmen 8 verbunden ist. Letzterer steht mit dem Preßring 5 in Verbindung
oder ist ein Teil desselben. Die Zylinder 6 stehen über die Rohre 10 mit den Ölbehältern 9 in Verbindung.
In der Zeichnung ist ein separater Ölbehälter für jede Zuganordnung dargestellt, aber es ist selbstverständlich
auch möglich, einen gemeinschaftlichen Ölbehälter für mehrere oder für alle Zuganordnungen
vorzusehen. Die Zylinder 6 können in diesem Fall durch eine Ringleitung miteinander verbunden sein.
In der Zeichnung sind die ölbehälter 9 im Verhältnis zur Elektrode radial außerhalb der Zylinder 6 angeordnet.
Sie können jedoch auch zwischen je zwei Zylindern oder in beliebiger Weise je nach den Platzverhältnissen
angeordnet werden. Der Ölbehälter muß so groß sein, daß er noch immer etwas Öl enthält,
wenn sich der Kolben 7 in maximaler Höhenlage befindet und der bzw. die Zylinder 6 mit öl angefüllt
sind. Die Verbindungsrohre 10 zwischen dem unteren Teil der Zylinder 6 und den Ölbehältern 9 sind mit
Rückschlagventilen 11, z. B. mit Kugelventilen, versehen, die einen vollen Öldurchfluß vom ölbehälter
in Richtung der Zylinder 6 gestatten. Parallel zu den Ventilen 11 sind Nebenleitungen 12 mit Stellventilen
13, z.B. mit Nadelventilen, angeordnet. Mit Hilfe dieser Ventile wird der Ölstrom von den Zylindern 6
in Richtung der ölbehälter 9 gedrosselt. Die Rohre 14 dienen zur Preßluftzuführung an die Zylinder 6, die
Rohre 15 zur Preßluftzuführung an die ölbehälter 9. Die Rohre 14 und 15 sind mit Ventilen 16 bzw. 17
versehen.
F i g. 1 zeigt den Preßring 5 in Normallage zwischen
zwei Senkvorgängen. Wenn die Elektrode 1 im Verhältnis zur Elektrodenfassung 2 abwärts geschoben
werden soll, wird durch die Rohre 14 Preßluft zugeführt. Das Ventil 17 am Rohr 15 muß dann geschlossen
sein. Gegebenenfalls kann man gleichzeitig den Druck der Elektrodenfassung gegen die Elektrode
vermindern, indem z.B. die Hälfte der Elektrodenbacken außer Betrieb gesetzt wird. Dies ist jedoch
nicht immer erforderlich. Beim Einführen von Preßluft durch die Rohre 14 werden die Kolben 7 in den
Zylindern 6 abwärts gedrückt und ziehen den Preßring und damit die Elektrode mit sich. Das öl wird
gleichzeitig aus den Zylindern 6 über die Nadelventile 13 der an den Rohren 10 angeordneten Nebenleitungen
12 in die Ölbehälter 9 gepreßt. Die Nadelventile 13 werden so eingestellt, daß das Öl mit der
erwünschten Geschwindigkeit hindurchströmt. Die Durchflußgeschwindigkeit soll verhältnismäßig gering
sein, damit das Senken der Elektrode gleichmäßig, sicher und ohne Stöße erfolgt, wobei das öl unter den
Kolben 7 als Dämpfungsmittel wirkt. Je nachdem das Ölniveau in den Behältern 9 steigt, wird die Luft
über dem Öl entsprechend komprimiert. Wenn die Kolben 7 die unterste Lage erreicht haben, läßt der
Druck des Preßringes gegen die Elektrode, z. B. durch Anschlag gegen einen Arm od. ä., automatisch nach.
Gleichzeitig wird die Preßluftzufuhr eingestellt und werden die Ventile 16 an die freie Luft geöffnet. Die
komprimierte Luft in den Behältern 9 dehnt sich hierdurch aus und drückt das öl über die Kugelventile 11
in die Zylinder 6, so daß die Kolben 7 und dadurch der entlastete Preßring 5 automatisch in die Normallage
zurückgeschoben werden. Wenn der Ring 5 wieder die höchste Lage erreicht hat, wird er wiederum
unter Druck gesetzt. Dieser letzte Arbeitsgang kann auch, z. B. durch Anschlag gegen einen anderen Arm
od. ä., automatisch erfolgen.
Durch das Verfahren gemäß der Erfindung erzielt man ein gleichmäßiges und kontinuierliches Senken
der Elektrode im Verhältnis zur Elektrodenfassung. Das Senken kann vollständig automatisch erfolgen
und von der Elektrodenfassung selbst gesteuert werden, so daß diese, wenn sie die unterste Lage erreicht
hat und die Elektrode verschoben werden muß, einen Impuls an die Senkvorrichtung abgibt. Die Senkoperation
wird dann automatisch in Gang gesetzt und automatisch wiederholt, bis die Elektrode die erforderliche
Strecke gesenkt worden ist. Dies wird auch von der Elektrodenfassung automatisch indiziert,
wenn sie eine gewisse Lage im Verhältnis zur Elektrodenspitze erreicht hat.
Das Verfahren kann auch zum Heben der Elektrode im Verhältnis zur Elektrodenfassung verwendet
werden. Beim Heben wird zuerst der Druck des Preßringes gegen die Elektrode aufgehoben. Dann werden
die Ventile 17 an den Rohren 15 geöffnet, so daß die Luft frei aus den Behältern 9 strömen kann. Der
Preßring 5 sinkt dann durch sein Eigengewicht abwärts, und das öl strömt aus den Zylindern 6 über
die Nadelventile 13 in die Ölbehälter 9. Wenn der Preßring 5 die unterste Lage erreicht hat, wird er
wieder um die Elektrode festgeklemmt, die Kontaktbacken der Fassung werden entlastet, und es wird
den Ölbehältern durch die Rohre 15 Preßluft zugeführt. Hierdurch wird das öl in die Zylinder 6 zurückgedrückt,
wodurch die Kolben 7 mit dem Preßring und der festgeklemmten Elektrode aufwärts
gepreßt werden. Dies kann wiederholt werden, bis die Elektrode genügend gehoben ist. Wie erwähnt, sollte
der Preßring während des Betriebes um die Elektrode festgeklemmt sein und sich gleichzeitig in der obersten
Lage oder Normallage befinden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Nachsetzvorrichtung für Elektroden elektri- verwendet man in der Praxis einen weiteren Ring,
scher öfen mit einem aus Kolben und Zylinder der die Elektrode während der Perioden umfaßt, in
bestehenden doppeltwirkenden Druckmittelan- 5 denen die Umklammerung des Preßringes gelöst ist,
trieb zum Durchdrücken der Elektrode durch die z. B., wenn der Preßring in die Ausgangslage zurück-Kontaktfassung
mittels Druckluft und mit einem gebracht werden soll. Beide Ringe sind im allgemei-Preßring,
mit dem die Elektrode zeitweilig festge- nen während des Betriebes festgeklemmt.
klemmt werden kann und an dem der Druck- Diese Preß-Senkung wird in großem Umfang in
mittelantrieb angreift, dadurch gekenn-io der Industrie angewendet. Es haben sich jedoch gezeichnet,
daß die eine Seite des Druckmittel- wisse Nachteile herausgestellt. Es kommt z. B. vor,
antriebs (6, 7) mit Druckluft und die andere mit daß sich die Backen der Kontaktfassung wegen
öl beaufschlagbar ist und daß die ölseite des Überhitzung und lokaler Lichtbogenbildungen am
Zylinders (6) über eine Leitung (12) mit einer Elektrodenmantel festschweißen. Es sind dann ziem-Drosselstelle
(13), durch die das öl beim Nach- ts lieh große Kräfte erforderlich, um die Elektrode lossetzen
aus dem Zylinder (6) ausströmen kann, mit zureißen und unter Einwirkung der Zuganordnuneinem
öltank (9) verbunden ist. gen des Preßringes in der Fassung zum Abwärtsglei-
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- ten zu bringen. In solchen Fällen beginnt das Senken
kennzeichnet, daß die Drosselstelle (13) in ihrer rasch und plötzlich und erfolgt ruckartig. Hierbei
Drosselwirkung einstellbar ist. ao besteht die Gefahr, daß die Elektrode durch den Stoß
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, da- bricht und außerdem, daß die Elektrodenausrüstung,
durch gekennzeichnet, daß im öltank (9) ein wie Fassung, Aufhängungsanordnung und Zuganord-Luftpolster
eingeschlossen ist, das beim Nach- nung durch den Stoß beschädigt werden können. Unsetzen
komprimiert wird und beim anschließen- ter ungünstigen Umständen werden die Friktionsverden
Lösen des Preßrings (5) diesen nach oben in as hältnisse beeinträchtigt, so daß die Elektrode durch
die Ausgangslage zurückführt. ihr Eigengewicht in der Fassung weiter abwärts glei-
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,2 oder 3, da- tet, nachdem die Senkoperation beendet ist.
durch gekennzeichnet, daß parallel zur Drossel- Die genannten Nachteile bzw. Gefahren konnten
stelle (13) ein Rückschlagventil (11) geschaltet ist, insbesondere bei den bekannten Vorrichtungen, die
das nur eine Strömung in Richtung vom öltank 30 mit mechanischen Federn und pneumatischem An-(9)
zum Zylinder (6) durchläßt. trieb arbeiten, nicht ausgeschaltet werden, da die
Druckluft im Gegensatz zu einer Flüssigkeit ein er-
t hebliches Ausdehnungsvermögen bei Druckent
lastung aufweist und dadurch eine mit erhöhtem
Die Erfindung betrifft eine Nachsetzvorrich- 35 Druck losgebrochene Elektrode anschließend stark
tung für Elektroden elektrischer öfen mit einem . beschleunigen kann.
aus Kolben und Zylinder bestehenden doppeltwir- Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Nachsetzvor-
kenden „ Druckmittelantrieb zum Durchdrücken der richtung zum stoßfreien und geschwindigkeitsregu-Elektrode
durch die Kontaktfassung mittels Druck- lierenden Senken der Elektrode durch die Elektroluft
und mit einem Preßring, mit dem die Elektrode 40 denfassung anzugeben, mit der die Elektrode wähzeitweilig
festgeklemmt werden kann und an dem der rend der ganzen Senkoperation gleichmäßig und
Druckmittelantrieb angreift. sicher abwärts gezogen werden kann und plötzliche
Bekanntlich müssen die Elektroden in der Kon- größere und schnellere Bewegungen der Elektrode
taktfassung im Takt mit dem Elektrodenverbrauch verhindert werden, die beim Nachsetzen mittels einer
abwärts verschoben werden. Dies kann mit einer be- 45 pneumatisch betriebenen Vorrichtung infolge unkannten
Vorrichtung der obengenannten Art (deutsche gleichmäßiger Reibungsverhältnisse, insbesondere bei
Auslegeschrift E 10431 VIII d/21 h, bekanntgemacht festgeschmorten Backen, auftreten können,
am 5.4.1956) geschehen, ohne daß der Druck der Diese Aufgabe wird, ausgehend von einer Nach-
Fassung gegen die Elektrode reduziert wird. Bei die- , >
setzvorrichtung der eingangs genannten Art, erfinser sogenannten Preß-Senkung verwendet man einen 5° dungsgemäß dadurch gelöst, daß die eine Seite des
Preßring oder Friktionsring, der die Elektrode an Druckmittelantriebs mit Druckluft und die andere
einer Stelle oberhalb der Kontaktfassung umspannt. mit öl beaufschlagbar ist und daß die ölseite des
Der Preßring ist mit kräftigen Züganordnungen ver- Zylinders über eine Leitung mit einer Drosselstdie,
sehen, die z. B. am Aufhängungsrahmen der Elek- durch die das öl beim Nachsetzen aus dem Zylinder
trode angeordnet sind. Die Zuganordnung besteht aus 55 ausströmen kann, mit einem öltank verbunden ist
einer Anzahl von Zylindern und dazugehörigen Stem- >
Mit Vorteil ist die Drosselstelle in ihrer Drossdpeln,
und die Zugkraft wird dadurch erzeugt, daß die wirkung einstellbar. ;—*
Stempel einer hydraulischen oder pneumatischen Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist im Öl-
Druckwirkung ausgesetzt werden. Wenn die Elek- tank ein Luftpolster eingeschlossen, das beim Nachtrode
durch die Fassung abwärts gepreßt werden soll, 6» setzen komprimiert wird und beim anschließenden
wird zuerst der Preßring um die Elektrode festge- Lösen des Preßringes diesen nach oben in die Ausklemmt.
Danach werden die Stempel unter Druck ge- gangslage zurückführt.
setzt, so daß der Preßring abwärts geschoben und Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung
die Elektrode durch die Kontaktfassung nachgesetzt ist parallel zur Drosselstelle ein Rückschlagventil gewird.
Hierbei wird im allgemeinen der Druck der 65 schaltet, das nur eine Strömung in Richtung vom
Kontaktfassung gegen die Elektrode nicht reduziert öltank zum Zylinder durchläßt.
Nach beendeter Senkung wird der Druck des Preß- Die Nachsetzvorrichtung gemäß der Erfindung
ringes gegen die Elektrode gelöst, und der Ring wird bietet gegenüber den bekannten Vorrichtungen den
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