DE1442567B - Verfahren zur Herstellung von Katalysatoren in Form von Hohlkugeln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Katalysatoren in Form von Hohlkugeln

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DE1442567B
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Germany
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hollow spheres
catalysts
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water
heated
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Inventor
Karl Dr. 6940 Weinheim; Sperber Heinrich Dr. 6700 Ludwigshafen; Göhre Otto Dr. 6901 Wilhelmsfeld; Leibner Gerhard Dr. 6700 Ludwigshafen Bär
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
Badische Anilin and Sodafabrik AG

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Description

Gegenstand des Patentes 1278 411 ist ein Verfahren zur Herstellung von Katalysatoren oder Katalysatorträgern in Form von Hohlkugeln mit von außen zugänglichen Hohlräumen, bei dem man Hydrogele, die mindestens 30 Gewichtsprozent Wasser enthalten, Suspensionen und/oder Lösungen von Metallverbindungen, zweckmäßig nach Erwärmen, unter einem Druck von 10 bis 100 at, vorteilhaft in Gegenwart von Treibmitteln, durch eine oder mehrere Düsen in ein turmartiges Gefäß versprüht und gleichzeitig ein auf 300 bis 700° C erhitztes Gas in einer Menge von 4 bis 18 m3 je Kilogramm Ausgangsstoff in der Nähe der Düse einführt.
Es wurde nun gefunden, daß man sehr wirksame Katalysatoren erhält, wenn man die nach Patent 1 278 411 aus Hydrogelen erzeugten Hohlkugeln auf Temperaturen von mindestens 400° C, insbesondere 450 bis 700° C, erhitzt, mit einer katalytisch wirkenden Substanz versieht und anschließend nochmals auf Temperaturen von 400 bis 700° C erhitzt.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist eine Weiterbildung des Verfahrens nach Patent 1 278 411, nach dem man auf die danach hergestellten hohlkegelförmigen Träger die katalytisch wirkenden Stoffe im Nachhinein aufbringen kann.
Zur Herstellung der Katalysatoren geht man von Kieselsäurehydrogel, Tonerdehydrogel, Hydrogelen von Silikaten und Titanoxyd, die eine Feststoff konzentration von 15 bis 40 Gewichtsprozent besitzen, aus. Zweckmäßig verwendet man Kieselsäurehydrogele, die aus Wasserglas gewonnen werden. Dabei kann man nach bekannten Verfahren die Wasserglaslösung in Mineralsäure einbringen, um die erforderliche Acidität, z. B. pH 2 bis 5, einzustellen. Das Hydrogel bildet sich dann in der Lösung. Man kann aber auch die Mineralsäure in die Wasserglaslösung eingeben, wobei sich das Hydrogel bei einem pH über 7 bildet. Man kann auch mit einem Fällungsmittel, z. B. Ammoniak oder Ammonsalzen, aus der gegebenenfalls mit Säure versehenen Wasserglaslösung das Hydrogel fällen. Man kann Mischungen dieser verschieden hergestellten Hydrogele verwenden. Die Gele werden mit Wasser, angesäuertem Wasser und/oder ammoniakischem Wasser bei gewöhnlicher oder leicht erhöhter Temperatur behandelt. Dem Wasserglas kann man vor der Fällung Ammoniak oder Ammonsalze und zu der Säure die Lösung einer oder mehrerer Metallverbindungen, z. B. die Lösung eines Aluminium-, Magnesium-, Zirkon- oder Zinksalzes, zugegeben. Brauchbare Tonerdehydrogele werden durch Fällen aus Lösungen von Aluminiumsalzen, Aluminaten, Alkoholaten oder aktiviertem Aluminium und Wasser erhalten.
Die Herstellung der Hohlkugeln aus den Hydrogelen ist im Hauptpatent eingehend beschrieben. Die Hohlkugeln werden zur weiteren Behandlung auf Temperaturen von mindestens 400° C, insbesondere 450 bis 700° C, erhitzt, wobei man sowohl eine bestimmte Temperatur einstellen kann, als auch das Gut innerhalb eines Temperaturintervalls von wenigstens 30°C bei ansteigender Temperatur, z. B. von 500 bis 650° C, für bestimmte Zeit der Wärmeeinwirkung aussetzen
ίο kann. Bei niederen Temperaturen benötigt man für das Vorerhitzen im allgemeinen 2 bis 8 Stunden und unter optimalen Bedingungen 4 Stunden. Bei Temperaturen von 550 bis 650° C reichen schon Behandlungszeiten von 30 Minuten bis IV2 Stunden aus. Bei noch höherer Temperatur kann gegebenenfalls die Zeit weiter verkürzt werden. Man kann die Erhitzung in Gegenwart von Gasen, z. B. Luft oder Stickstoff, durchführen. Nach der Wärmebehandlung wird die katalytisch aktive Substanz durch Tränken oder Aufsprühen aufgebracht. Vorzugsweise geschieht dies, indem man die Hohlkugeln mit Lösungen einer Metallverbindung tränkt. Man kann wäßrige oder organische, z. B. alkoholische Lösungen verwenden. Als katalytisch aktive Substanzen kommen alle Metallverbindungen, die normalerweise auf die üblichen Träger aufgebracht werden, in Frage, z. B. die Verbindungen von Kupfer, Silber, Zink, Magnesium, Aluminium, Zinn, Blei, Banadin, Chrom, Molybdän, Wolfram, Mangan, Eisen, Nickel, Kobalt, Platin, Palladium oder Gemische derselben, z. B. die Verbindungen der 5. und/ oder 6. Gruppe mit denen der Eisengruppe oder/und den Edelmetallen sowie die Edelmetalle mit den Metallen der ersten und bzw. oder Eisengruppe oder deren Verbindungen. Als Verbindungen sind z. B. die Oxide, Hydroxyde, Carbonate, Nitrate, Oxalate, Acetate, Formiate, Sulfide sowie Ammonium-, Phosphor- und Borkomplexe geeignet. Es ist vorteilhaft, Gemische von Salzen leichtflüchtiger und schwerflüchtiger Säuren zu verwenden, z. B. ein Gemisch aus Nitraten und Salzen der Phosphorsäure.
Die Hohlkugeln können vor oder nach dem Tränken mit der Lösung der Metallverbindung auch noch mit Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, einem Halogenwasserstoff oder anderen Halogenverbindungen oder Säuren, wie Phosphorsäure, Pyrophosphorsäure, Salpetersäure, Essigsäure, Oxalsäure in kleineren Mengen, z. B. 0,1 bis 5 Gewichtsprozent, versehen werden.
Anschließend wird der Katalysator getrocknet und auf 400 bis 700° C erhitzt. Die Metallverbindung kann reduziert werden.
Die Katalysatoren können für die in dem Hauptpatent angegebenen Reaktionen sowie für die Herstellung von Nitrilen aus Säuren und Ammoniak verwendet werden. Besondere Bedeutung hat das Verfahren für die Herstellung spezieller Katalysatoren, für die Hydrierung von ungesättigten und aromatischen oder sauerstoffhaltigen Verbindungen und Nitro-, Nitroso-, Isonitroso-, Cyan- und bzw. oder aromatisch gebundene Aminogruppen enthaltenden Kohlenstoffverbindungen sowie von Carbonsäuren zu Alkoholen. Die Katalysatoren sind ferner für die Reformierung, Spaltung und Raffination geeignet.
Beispiel
500 kg einer Kieselsäuregallerte mit 25 Gewichtsprozent Feststoff, die durch Einrühren von Schwefelsäure in eine Wasserglaslösung bei pH >7 gefällt und
mit Wasser gewaschen wurde, werden mit 500 kg bei einer Temperatur zwischen 200 bis 250° C reduziert, einer Kieselsäuregallerte mit 17 Gewichtsprozent Fest- Nach der Reduktion des Katalysators wird das Gefäß stoff, die aus den gleichen Ausgangskomponenten auf einen Betriebsdruck von 5 at eingestellt und damit durch Eingeben von Wasserglaslösung in verdünnte begonnen, flüssiges Nitrobenzol mit Hilfe von Wasser-Schwefelsäure bei pH <3 ausgefällt und mit ammo- 5 stoff durch die Zweistoff düsen in feinverteilter Form niakhaltigem Wasser gewaschen wurde, gemischt. Die in den Ofen einzusprühen. 65 kg Nitrobenzol und Masse wird in einer Korundscheibenmühle gemahlen 55 Nm3 Wasserstoff je Stunde werden mit Hilfe von und bei 60° C durch eine Düse mit 2,1 mm Bohrung Pumpen den zwanzig Zweistoffdüsen in gleichmäßiger in den obengenannten Trockenturm unter einem Verteilung zugeführt. Im Reaktionsraum wird ein Druck von 55 at eingedüst. Bei einem stündlichen io Druck von 6 at aufrechterhalten. Die Reaktionsgase Durchsatz von 400 kg werden gleichzeitig 3500 Nm3 verlassen den Ofen durch die erwähnten Zyklone und Trockenluft, die auf 6000C erhitzt wurde, neben der gelangen über einen Wärmeaustauscher und Konden-Düse an mehreren Stellen eingeführt. Vom Gas- sator in das Abscheidegefäß, in dem sich das enteingang bis zur Turmmitte fällt die Temperatur um standene Anilin und das Wasser von dem Gas trennen. 80°C/m ab. 99% der erhaltenen Hohlkugeln haben 15 Das letztere wird mit Hilfe einer Umlaufpumpe über einen Durchmesser von mehr als 90 μ. (Korngrößen- einen Vorheizer in den Prozeß zurückgeführt. Dem kennziffer d' — 25; Gleichmäßigkeitskoeffizient η = 5.) Reaktionsgefäß werden unterhalb des Verteilerrostes Die Hohlkugeln werden 1 Stunde auf 550° C erhitzt. stündlich 325 Nm3 je Stunde Kreislauf gas zugeleitet; Dann werden sie mit 42 kg Kupfer in Form einer wobei dessen Wasserstoffgehalt durch Zugabe von 12%igen Kupfertetraminhydroxydlösung getränkt, bei 20 37,5 Nm3 Frischwasserstoff konstant gehalten wird.
12O0C getrocknet und 6 Stunden bei 4500C erhitzt. In der fest angeordneten Katalysatorschicht des Ein vertikales zylindrisches Reaktionsgefäß mit Reaktionsgefäßes befinden sich in einem Abstand von einem Verhältnis von Durchmesser zu Höhe = 1:4, 25 cm parallel zur Gefäßwand eine ausreichende Zahl wird zu 4/5 seines freien Raumes mit dem Katalysator von Kühlrohren, deren Gesamtkühlfläche es ermöggefüllt. Im unteren Teil des Gefäßes befindet sich ein 25 licht, eine Temperatur von etwa 28O0C einzuhalten. Rost, um eine gleichmäßige Verteilung des von unten Man erhält im Abscheider stündlich 49,15 kg Anilin zugeführten Kreislaufgases zu gewährleisten. Im und 19 kg Wasser. Durch einfache Destillation geoberen auf das 11^fache erweiterten Teil des Gefäßes winnt man Anilin mit einer Reinheit von nahezu befinden sich Zyklone, die mitgerissenen Katalysator- 100 % und einem Gehalt an Nitrobenzol von weniger staub abscheiden. Das Gefäß besitzt zwanzig Zweistoff- 30 als 0,01 % mit einer Ausbeute von 99,5 % der Theorie, düsen, die in verschiedener Höhe des Gefäßes ange- bezogen auf das eingesetzte Nitrobenzol. Nach einem ordnet sind. Die erste Gruppe mit 8 Düsen befindet Durchsatz von 270 000 kg Nitrobenzol auf 1 m3 sich etwa V10 der Höhe über dem Rost, die zweite mit Katalysatorfüllung befinden sich geringe Mengen 7 Düsen liegt etwa 1J4, der Düse über dem Rost, und die eines Rückstandes auf dem Katalysator. Die volle oberste Gruppe mit 5 Düsen befindet sich etwa Vs der 35 Wirksamkeit des Katalysators kann wiederhergestellt Höhe über dem Rost. Zunächst wird durch Einführen werden, indem man mit Luft bei 35O°C regeneriert von Stickstoff zuerst die Luft aus dem Reaktionsgefäß und anschließend in der oben angegebenen Weise reverdrängt und darauf der Katalysator mit Wasserstoff duziert.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Katalysatoren in Form von Hohlkugeln nach Patent 1 278 411, dadurch gekennzeichnet, daß man die aus Hydrogelen erzeugten Hohlkugeln auf Temperaturen von mindestens 400° C, insbesondere 450 bis 700° C, erhitzt, mit einer katalytisch wirkenden Substanz versieht und anschließend nochmals auf Temperaturen von 400 bis 700° C erhitzt.

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