DE1453336A1 - Umleime-Vorrichtung zur Bearbeitung von Raendern bei flachen Werkstuecken - Google Patents
Umleime-Vorrichtung zur Bearbeitung von Raendern bei flachen WerkstueckenInfo
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Description
- Umleime-Vorrichtung zur Bearbeitung von Rändern bei flachen Werkstücken Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Umleims-Vorrichtung zur Bearbeitung der Ränder von
auf einem drehbaren Werktisch durch einen hydraulisch oder pneumatisch bewegten glatten Stempel befestigt und einem gleichmässig radial drückenden Werkzeug ausgesetzt sind.flachen Werkstücken, die unsym trische Form besitzen - Es gibt zahlreiche Vorrichtungen, um die Ränder flacher Werk- stücke wie etwa Tischplatten oder Bilderrahmen abzuschlei-fen, abzukanten oder mit einer Nutung zu versehen, in Welche eine Profilleiste eingeleimt werden kann. Solche Vorrichtungen werden meistens von Hand längs der zu bearbeitenden Kante geführt, oder sind, falle es sich um kreisrunde flache Werkstücke handelt, ähnlich einer Drechselbank ausgebildet. Es ist offensichtlich, daß eine individuell bedingte Handführung-von Werkzeugen gewisse Mängel hinsichtlich der Gleichmässigkeit der Bearbeitung zeigen wird, da ja je nach der Härte des zu bearbeitenden Materials mit unterschiedlichem Kraftaufwand gearbeitet werden muss. Besonders arhwierig gestaltet eine grosse zu bearbeitende Tischplatte die gleichmässige und saubere Bearbeitung, wenn dabei der Arbeiter mit dem Werkzeug, beispielsweise einer elektrischen Schleif- oder Fräsmaschine, um diese Tischplatte herumgehen muss, um der Kante derselben folgen zu können.
- Bei den weiterhin bekannten Vorrichtungen in Form einer . Drechselbank, bei welchen das Werkstück' in bekannter Weise eingespannt und in Umdrehung versetzt Wird, können nur kreisrunde Werkstücke bearbeitet werden, während in der
gebung einen Vorrang einnimmt. Bei einer bekannten Ausführung ist der Werktisch als rästbnd sich bewegende Scheibe ausgebildet. Eine abhängige Steuerung der Befestigungskraft auf das Werkstück und der Antriebskraft den Werkzeugs ist aber nicht möglich, denn hier sürd das Werkzeug über ein Seil und ein dort daran hängendes Cewicht gezogen. Es bedarf dann immer erst einer weiteren Steuerung durch einen Zylinder, um eine Entlastung von diesen Gewicht in Bezug auf das Werkzeug zu erreichen. Eine schnelle stufenlose Einstellbarkeit ist hier Weder vorgesehen, noch erforderlich, da ja nur die Ecken von.Stuhlbitzen gerundet werden sollen, bzs. hier eine entsprechende form hergestellt werden muss. Die Erfindung verfolgt-das Ziel, eine Vorrichtung vorzu-sehen, bei welcher die geschilderten Nachteile und Mängel vermieden werden.neuzeitlichen Wohnkultur .,r gerade die uneyrt%trische Form- - Erfindungsgemäss wird daher vorgeschlagen, daß der Werk- tisch ebenfalls ein hydraulisch oder pneumatisch besagter glatter Stempel ist und das Werkzeug mit einem hydraulisch oder pneueatisch bewegten Kolben verbunden ist, wobei ein Überdruckventil,mit dem Druckzylinder dieses Kolbens verbunden ,eine gleichmässige einstellbare Druckkraft gewährleistet. Die Kombination, daß nämlich die Einspannung des Werkstückes durch zwei Kolben erfolgt, hat den Vorteil, daß diese glatten Kolbenflächen, welche die empfindlichen Tischflächen spannen, bei denen die Schmalseiten mit einem Umleifier versehen werden sollen, als Kupplung wirken, wenn z.B. der Anpressdruck des Wgrkzeuges zu gross wird. Im Weiteren ist es durch einfache, an sich bekannte Maßnahmen z.B. durch Steuerventile möglich, die Anpresskraft des Werkzeuges abhängig von der Befestigungskraft des Werkstückes zu machen. Man kann die Stempel dann mit einem solchen Druck gegeneinander führen, daß die empfindlichen Oberflächen det Tische geschont werden, weil man diese Kraft abhängig von der Anpresskraft des Werkzeuges steuern kann.-Sollte aus irgendwelchen Gründen die Anpresskraft des Werkzeuges erhöht werden müssen, z.B. beim Fräsen der Nut für eine Profilleiste, dann-wird sich automatisch die Befestigungskraft des Wqrkstückes zwischen den Kolbenflächen erhöhen lassen. Man setzt dann das Werkstück nur fürkurze Zeitgrossen Befestigungskräften aus. Es muß berücksichtigt werden, daß das Umleimen der Profilleisten als letzter Arbeitsgang eines schon fertigen Tisches erfolgt. Die Oberflächen ausser den Schmalseiten sind fertig bearbeitet, Verletzungen müssen hier auf jeden .Fall vermieden werden.
- Wichtig ist auch noch, daß man sowohl das Werkstück durch Verschieben der Stempel, als auch das Werkzeug parallel zur Mittellinie bewegen kann. man kann also gleichzeitig in zwei zueinander senkrechten Ebenen den schmalen Rand bearbeiten, das ist dann insbesondere erforderlich, wenn es sich um umzuleimende Profilleisten handelt, deren Abstand sich von der Oberfläche des Werkstückes bei einer Umdrehung ändert. Aus dekorativen Gründen kann eine derartige Maßnahme erforderlich sein. Durch die genannte Umleimevorrichtung sind auch derartige, sonst sperrig zu bearbeitende Arbeiten leicht durchzuführen. Die Verwendung hydraulischer, pneumatischer Kräfte gleichzeitig zum Einspannen und Bewegen des Werkstückes als auch des Werkzeuges ergibt bezogen auf eine Umleimevorrichtung, wie eben ausgeführt, besondere Vorteile. Mittels der erfindungsgemässen Vorrichtung ist es möglich, auch grössere flache Werkstücke mit unterschiedlicher Dicke rasch einzuspannen und in Umdrehung zu versetzen und die gesamte Randlänge mit einem einstellbaren, ständig Druck zu bearbeiten. Alle durch eine Handführung bedingten Unregelmässigkeiten werden hierbei vermieden und Nachbearbeitungen bleiben erspart. Durch die erfindungsgemässe Anordnung ist es möglich, auch
zu bearbeiten. Das Werkzeug folgt dem vorbeigleitenden Werkstückrand, beispielsweise unter Verwendung einer Fühler-die Ränder unsyAtrischer Werkstücke, wie etwa in Nierenform, von Schwankungen des Randabstandes von der Mittellinie. Für besondere Zwecke ist es möglich, daß das Werkzeug ist. Es kann z.B. erforderlich sein, um den Rand eines Werkstückes mit ganz kleinem Krümmungsradius eine thermoplastische Profilleiste aufzuleimen. Im Kaltverfahren bestünde dann die dass die Profilleiste bricht, einreisst oder sich verzieht. Die Beheizung des Werkzeuges kann in einfachster und billiger Form mittels einer Gasflamme oder einem elektrischen Heizwiderstand erfolgen.rolle, mit sandig konstantem Anpressdruck, unbeeinflusst - Die anliegende Zeichnung dient dem besseren Verständnis der Erfindung und zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel derselben in Form einer Umleime-Einrichtung, wobei aus der Zeichnung und der dazugehörigen Beschreibung noch weitere Erfindungsmerkmale entnommen werden können.
- In der Zeichnung ist ein flaches Werkstück 1, beispielsweise eine Tischplatte, zwischen zwei Stempel 2, 3 eingepresst. Die beiden Stempel 2,3 sind in geeigneter Weise drehbar gelagert und ihr gegenseitiger Abstand kann durch bekannte Vorrichtungen, wie etwa einem Druckzylinder 15,16 in Richtung der Pfeile 13,14 stufenlos eingestellt werden. Gegenüber der Schmalseite des Werkstückes 1 befindet sich' ein Träger oder eine Gleitschiene 4, welche parallel zur Wittellinie 17 der beiden Stempel 2,3 angeordnet ist und deren Abstand zu dieser erwähnten Mittellinie dem Durchmes-ser des zu bearbeitenden Werkstückes entsprechend, jeweils in Richtung des Doppelßfeiles 11 verändert werden kann. In geeigneter Weise auf der Gleitschiene 4 rund im rechten Winkel zur Längsachse derselben ist ein Druckzylinder 5 befestigt, in welchem ein Kolben 6 hin- und hergleiten kann, auf dessen freiem Ende das jeweilig benötigte Werkzeug 7 aufgesetzt wird. Der Druckzylinder 5 wird auf der Gleitschie-ne 4 in Richtung des Doppelpfeiles solange verschoben, bis das jeweilige Werkzeug die richtige Lage gegenüber dem zu bearbeitenden Werkstück 1 einnimmt und dann auf der Gleitschiene 4 festgesetzt.
- Der Druckzylinder 5 hat ein einstellbares Überdruckventil 8, Welches in bekannter Weise, beispielsweise durch eine flexible Leitung, mit einer Pressluftanlage (nicht eingezeichnet) verbunden ist. Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist äusserst einfach und die Bedienung bedarf keiner besonderen fachlichen Vorkenntnisse. Bei dem in der Zeichnung gezeigten Beispiel wird zuerst mit einer auf den Kolben 6 aufgesetzten Fräse eine Nut 9 in den Werkstückrand gefräst. Sodann wird die Fräse gegen ein geeignet geformtes Werkzeug 7, beispielsweise eine Anpressrolle1ausgetauscht und am Überdruckventil 8 der erforderliche Anpressdruck eingestellt, sodaß das Werkzeug nunmehr an dem zu bearbeitenden Rand des Werkstückes 1 abrollt. Dem jeweiligen Abstand des Randes vom Umdrehungsmittelpunkt des Werkstückes entsprechend, wird sich die Anpressrolle (Werkzeug) 7 gemeinsam mit dem Kolben 6 gegenüber dem Druckzylinder 5 verschieben, sobald das Werkstück 1 in Umdrehung versetzt wird.* Das Überdruckventil 8 gleicht die dabei auftretenden Druckunterschiede unmittelbar aus, sodaß eine zwischen das Werkstück 1 und das Werkzeug 7 eingeführte Profilleiste 1o auf der gesamten Länge mit ständig konstantem Anpresadruck in die vorgefräste Nut 9 und an den Werkstückrand gepresst Wird. Üblicherweise 'wird der Rand des Werkstückes oder die Profilleiste auf der Auflagefläche mit Leim oder einem anderen geeigneten Haftmittel bestrichen, bevor der eigentliche Arbeitsgang des Anpressens in Angriff genommen wird. man kann die Vorrichtung deshalb auch als Umleime-Einrichtung bezeichnen. Je nach dem Grade der Krümmungen des Werkstückes, je nach der Form und dem material der Profilleisten kann es erforderlich sein, das Werkzeug 7 mittels einer Gasflamme oder einem elektrischen Heizwiderstand (nicht eingezeichnet) zu beheizenit Dies wird insbesondere dann der Fall sein, wenn die Profilleiste aus thermoplastischem material besteht, möglicherweise einen T-förmigen Querschnitt hat und um kleine Radien gekrümmt werden soll, da im Kaltverfahren die Gefahr bestünde, daß sich das material der Profilleiste als zu spröde erweist und einreisst oder gar bricht. Wenngleich in der bisherigen Beschreibung nur einige Ausführungsbeispiele für die möglichen anwendbaren Werkzeuge im Zusammenhang mit der Vorrichtung gemäss der Erfindung genannt lind, ist es für den Fachmann ohne weiteres möglich, auch andere Verwendungsmöglichkeiten für die Vorrichtung auszunutzen, wie etwa die Beschriftung oder Bedruckung der Ränder von Gegenständen, welche keinen kreisförmigen Querschnitt aufweisen, ohne daß dabei der Rahmen der Erfindung und der nachfolgenden Patentansprüche überschritten wird.
Claims (5)
- P a t e n t a n s p r ü c h e t 1.) Umleime-Vorrichtung zur Bearbeitung der Ränder von
einem drehbaren Werktisch durch einen hydraulisch oder pneumatisch bewegten glatten Stempel befestigt und einem gleichmässig radial drückenden Werkzeug ausgesetzt sind, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Werktisch ebenfalls ein hydraulisch oder pneumatisch bewegter glatter Stempel (3) ist und das Werkzeug (7) mit einem hydraulisch oder pneumatisch bewegten Kolben (6) verbunden ist, wobei ein Überdruckventil 1(8) mit einem Druckzylinder (5) dieses Kolbens (6) verbunden 1eine glsichmäseige einstellbare Druckkraft gewährleistet.flachen Werkstücken, die unsymetrische Form besitzen, auf - 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Kolben (6) mit dem Werkzeug (7) parallel zur Mittellinie (17) verschiebbar, z.8. auf einer Gleitschiene (4) angeordnet ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß das Werkzeug (7) beheizbar ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t , riaß eine von dem zu bearbeitenden Rand des Werkstückes (1) geführte Fühlerrolle das Werkzeug (7) führt.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4,- d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , riaß das Werkzeug eine der einzupressenden"profilleiste angepasste Rändelr.olle ist.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (2)
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1963
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