Die Erfindung betrifft einen Rückblickspiegel mit ausgebildet ist und der Hohlraum einen dreieckigen
einem aus geschmeidigem und elastischem Material ' Querschnitt aufweist. . /, ■ . ;
bestehenden Rahmen, der durch Druck in die sich Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung an
verengende Öffnung eines starren Gehäuses eingefügt einem Ausführungsbeispiel beschrieben,
ist und bei dem die Stärke des geschmeidigen Ma- 5 Die einzige Figur der Zeichnung ist ein vergrößer-
terials des Rahmens der Differenz zwischen den Ab- ter Schnitt des Randes eines Rückblickspiegels. Das
messungen des Spiegelrandes und der Öffnung des Spiegelglas ist erfindungsgemäß in seinem Gehäuse
starren Gehäuses entspricht. befestigt.
Derartige Spiegel sind bekannt und weisen teil- Die Seitenfläche 1 α des Spiegelglases 1 ist gerade,
weise einen Schutzwulst oder ein Schutzpolster auf. io d. h. senkrecht zur Oberfläche des Spiegels geschnit-Bei
einem bekannten Spiegel wird der Rahmen in ten. Diese. Seitenfläche liegt in einer Nut des Rahein
Gehäuse mit einem geraden Rand eingeführt, wo- mens 2, der aus elastischem und geschmeidigem Manach
der gerade Rand durch Bördeln od. dgl. in den terial besteht, welches beispielsweise die Konsistenz
Rahmen eingedrückt wird, um die aus Rahmen und eines festen Kautschuks haben kann. Dieser Rahmen
Spiegelglas bestehende Einheit festzuhalten. Eine 15 enthält einen Schutzwulst 2 a, welcher dazu bestimmt
solche Befestigung des'; Spiegels in seinem Gehäuse ist, im Unfallsfall die Verletzungsgefahr zu verrinerfordert
eine empfindliche, und vorsichtig aus- gern, die durch den Rand des Spiegels gegeben ist.
zuführende Einfaßoperation. Außerdem kann das Der Teil 2 b des Rahmens, der den Grund der Nut
Spiegelglas nicht erneuert werden, wenn es zer- bildet, hat einen V-förmigen Querschnitt, der derart
brochen ist. 20 ausgebildet ist, daß sich zwischen der Seitenfläche
Es sind auch Spiegel bekannt, bei denen ein aus des Spiegels und dem Grund der Nut ein freier Zwi-
plastischem Material hergestellter Rahmen eng den schenraum 3 ausbildet.
Rand des Spiegels umschließt, sich jedoch nicht Die aus Spiegel und Rahmen bestehende Einheit
gegen den Rand des Spiegels abflachen kann. Bei ist in einem Gehäuse 4 angeordnet, dessen Rand 4 a
einer weiteren Ausführungsform soll eine luftdichte 25 vor der Montage so geformt ist, daß 'er sich gegen
Anbringung eines Spiegels in einem Gehäuse erreicht den Rand des Rahmens 2 legt, und dessen Öffnung
werden. Hierfür wird der Spiegel an seinem Rand der am ganzen Umfang um einen Abstand yergrömit
einem gut dichtenden Kitt oder auch von einem ßerten Oberfläche des Spiegels gleich ist, wobei der
elastischen Material eingefaßt und in das Gehäuse ,Abstand der Dicke Γ des Teiles des Rahmens enteingesetzt.
Die eigentliche Befestigung und die Siehe- 3o spricht, der den Grund der Nut bildet. Diese Stärke T
rung des Spiegels in dem Gehäuse wird .jedoch erst ist zweckmäßigerweise über den ganzen Umfang des
durch das Umlegen des Gehäuserandes e'rreicht. Spiegels gleich.
Der Erfindpng liegt die Aufgabe zugrunde, die Wenn also der Rahmen um den Spiegel gelegt ist,
Nachteile der bekannten Spiegel zu vermeiden und' . reicht es aus, diese aus Rahmen und Spiegel be-
mittels eines einfachen Aufbaues die Herstellung- 35 stehende Einheit in die Öffnung des Gehäuses zu
kosten zu erniedrigen und ohne Hilfsmittel ein Ein- drücken, um sie dort eindringen zu lassen. Wenn der
setzen und Herausnehmen des Spiegelglases zu er- Spiegel und der Rahmen in das Gehäuse gedrückt
möglichen. sind, nimmt der äußere Umfang des Rahmens seine
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge- V-Form wieder ein, und der Spiegel und der Rahmen
löst, daß zwischen der Seitenfläche des Spiegels und 40 werden in dem Gehäuse· gehalten. Umgekehrt kann
dem mittleren Teil der inneren Rahmenwand ein man unter einer gewissen Kraftaufwendung den Spie-
Hohlraum gebildet ist, der beim Eindrücken des gel und seinen Rahmen aus dem Gehäuse heraus-
Spiegels in die Gehäuseöffnung eine Abflachung des . ,.'" ziehen.
Rahmens gestattet, wodurch der Rahmen durch seine Um das Austreten der Luft aus dem Raum 3 oder
Elastizität seine eigentliche Gestalt wieder einnimmt 45 das Eintreten von Luft in. diesen, zu gestatten, kann
und die sich verengende Öffnung hinterschreitend man eine Nadel mit einem Kanal benutzen, wie sie
den Spiegel in dem Gehäuse festhält. z. B. bei medizinischen Spritzen gebraucht wird. Man
Durch diese Ausgestaltung werden jegliche Hilfs- erleichtert dadurch das Einsetzen oder Herausnehmittel
wie Kitt, elastisches Material und Arbeitsvor- men des Spiegels mit seinem Rahmen,
gänge wie Ümbördeln und Einfassen des Gehäuse- 50 - ,·■'
randes vermieden. Der erfindungsgemäße Spiegel
wird trotz seiner einfachen Halterung sicher und erschütterungsfrei gelagert. Die Verwendung von zu- Patentansnriirlie·
sätzlichen Federn ist nicht erforderlich. · Patentansprüche -
Wenn der Rahmen nach dem Einsetzen im Ge- 55 ;. \ ■■ -,
häuse wieder seine eigentliche Form eingenommen 1. Rückblickspiegel mit einem aus geschmeihat,
ist der Spiegel vollkommen sicher befestigt und digem und elastischem Material bestehenden
kann auch nicht unter der Wirkung von Stößen und Rahmen, der durch Druck in die sich verengende
Erschütterungen aus dem Gehäuse herausfallen. Der Öffnung eines starren Gehäuses eingefügt ist und
Rahmen ist dann sehr steif, so daß der Spiegel sicher 60 bei dem die Stärke des geschmeidigen Materials
im Gehäuse gehalten wird. Das Auswechseln eines des Rahmens der Differenz zwischen den Abbeschädigten Spiegels ist sehr leicht ohne Zuhilfe- messungen des Spiegelrandes und der Öffnung
nähme von Werkzeugen möglich. Das Spiegelgehäuse des starren Gehäuses entspricht, dadurch g e braucht
dabei weder ersetzt, noch demontiert zu kennzeichnet, daß zwischen der Seitenwerden.
65 fläche (1 a) des Spiegels (1) und dem mittleren
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Teil (2 6) der inneren Rahmenwand ein Hohl-
Erfindung ist derart aufgebaut, daß die Seitenfläche raum (3) gebildet ist, der beim Eindrücken des
des Spiegels in an sich bekannter Weise geradlinig Spiegels in die Gehäuseöffnung eine Abflachung
des Rahmens (2) gestattet, wonach der Rahmen durch seine Elastizität seine eigentliche Gestalt
wieder einnimmt und die sich verengende Öffnung hinterschreitend den Spiegel in dem Gehäuse
festhält.