DE1460209C - Chemisch Reinigungsmaschine mit einer im Innern eines Gehäuses um eine Achse rotierenden Trommel - Google Patents
Chemisch Reinigungsmaschine mit einer im Innern eines Gehäuses um eine Achse rotierenden TrommelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Chemisch-Reinigungsmaschine mit einer im Innern eines Gehäuses um eine
Achse rotierenden Trommel, deren Trommelwände mindestens teilweise mit Durchbrechungen versehen
sind. Bei einer solchen Chemisch-Reinigungsmaschine wird das zu reinigende Textilgut in der Trommel
nach verschiedenen Waschvorgängen geschleudert und getrocknet.
Hierzu wird mit Beginn des Trocknungsvorganges in die Trommel warme Luft eingeführt, um aus dem
geschleuderten Textilgut darin noch enthaltene Feuchtigkeit, d. h. insbesondere Lösungsmittel und
Wasser, herauszunehmen. Die so von der warmen Luft aufgenommene Feuchtigkeit schlägt sich jedoch
an kalten Wänden der Trommel und auch des Gehäuses, welche den angrenzenden Schichten der warmen
Luft ständig Wärme entziehen und, entweder direkt oder über wärmeleitende, metallische Verbindungen,
an die angrenzende kühlere Außenatmosphäre abgeben, in Form feiner Tröpfchen nieder,
welche wieder das Textilgut benetzen und auf diesem, besonders wenn es noch Seifenreste od. dgl.
enthält, zur Bildung unerwünschter Flecken und Streifen führen.
Dieses Kondensat aus Lösungsmittel und Wasser bildet sich deshalb auch an den Gehäusewänden,
weil die Trommel zur Einführung von Luft, Wasser, Lösungsmittel usw. an ihrem Umfang eine Reihe von
Durchbrechungen aufweist und außerdem auf einer Seite eine größere Öffnung zum Einbringen der zu
reinigenden Textilien besitzt, so daß auch das Gehäuse von der gleichen feuchtigkeitshaltigen, wannen
Luft wie die Trommel erfüllt ist. Das sich an den Wänden im oberen Bereiche des Gehäuses bildende
Kondensat kann nun auf die Trommel herabtropfen und durch deren Durchbrechungen in den Trommelwänden
wieder auf das Textilgut gelangen, wo es die vorerwähnten Flecken verursacht. Der Wasseranteil
des aus der Trommel abfließenden Kondensats kann bei der folgenden Reinigungscharge wieder in die
Trommel gelangen und dort zu unerwünschten Schrumpfungen oder sonstigen Einlaufschäden der
Ware führen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Niederschlag von Feuchtigkeit, also von Lösungsmitteln und
Wasser, im Innern einer Chemisch-Reinigungsmaschine zu lösen, da durch die dort vorgesehene Umhüllung
des Gehäuses von außen ein Lösungsmittelniederschlag an der mit der kalten äußeren Umgebung
metallisch leitend verbundenen Innenwand überhaupt nicht verhindert werden kann.
Die Lösung der Aufgabe ergibt sich aus dem Anspruch 1.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die wärmeisolierende Schicht aus einem Kunststoff
besteht, so daß sie einfach herzustellen ist und dennoch ausreichende chemische Widerstandsfähigkeit
und mechanische Festigkeit aufweist. Im Rahmen der Erfindung sind auch andere wärmeisolierende
Schichten und Überzüge möglich. Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann
die Isolierschicht einfach in Form eines Anstriches auf die Wände aufgebracht sein.
Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung
kann die wärmeisolierende Schicht auch aus Papier oder Gewebe bestehen, auf welche dann
noch an der Trommelinnenseite eine weitere Schicht widerstandsfähigen Materials aufgebracht ist. Diese
zweite Schicht kann beispielsweise eine dünne Stahlfolie sein, die sehr dünn ist, so daß zu ihrer Aufheizung
praktisch keine Energie benötigt wird. Sie hat keine Ioslierfunktion, sondern dient lediglich dem
mechanischen Schutz der eigentlichen wärmeisolierenden Schicht. Würde beispielsweise diese Isolierschicht
fehlen, so würde wegen der unmittelbaren, wärmeleitenden Verbindung an den Befestigungsstellen der Stahlfolie mit der ebenfalls metallischen
ίο Trommelwand genau wie bei den bekannten Chemisch-Reinigungsmaschinen
die unerwünschte Kondensation des Lösungsmittels stattfinden und zur
Bildung von Flecken und Streifen auf den zu reinigenden Textilien führen.
Eine weitgehende Beseitigung der unerwünschten Streifenbildung kann bereits erzielt werden, wenn erfindungsgemäß
nur der Teil der Trommelwände, welcher keine Durchbrechungen oder größere Öffnungen
aufweist, mit der wärmeisolierenden Schicht an der Innenseite versehen ist. In weiterer Ausgestaltung
der Erfindung ist es auch möglich, daß die Wände selbst aus einem wärmeisolierenden Material
bestehen, so daß die Kondensatbildung auf der Innenseite ausgeschlossen ist.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise und schematisch dargestellt. In dem gezeigten Beispiel
einer Chemisch-Reinigungsmaschine besteht die zylindrische Trommel 1 aus den Trommelwänden 3
und 4, die über die den Mantel des Trommelzylinders bildende Trommelwand 2 verbunden sind.
Diese den Trommelmantel bildende Trommelwand 2 ist zum Einführen von Luft, Wasser, Lösungsmittel
od. dgl. mit Durchbrechungen versehen. Die Trommelwand 3 weist eine größere Öffnung zum
Einbringen des zu reinigenden Textilgutes auf, welche normalerweise nach außen durch eine Türe 9 des
die Trommel umgebenden Gehäuses 10 verschlossen ist.
Das Gehäuse 10 besteht aus den Wänden 12 und
Das Gehäuse 10 besteht aus den Wänden 12 und
13. In einem in der Gehäusewand 12 angeordneten
Lager 8 ist eine Welle 7 gelagert, die am einen Ende an der Außenseite der Trommelwand 4 befestigt ist
und an ihrem anderen Ende über einem Antriebsrad
• 11 antreibbar ist. .
Auf der Innenseite der Trommelwand 4, dem sogenannten Teller, ist eine Schicht 5 aus wärmeisolierendem
Material. aufgebracht. Im gezeichneten Beispiel ist angenommen, daß diese wärmeisolierende
Schicht 5 aus einem wärmeisolierenden, dünnen Gewebe oder Papier besteht. Zum Schutz dieser Isolierschicht
5 ist auf dieser eine weitere Schicht 6 aus widerstandsfähigem Material, z. B. eine dünne Stahlfolie
aufgebracht. Eine metallische, also wärmeleitende Verbindung zwischen dieser Stahlfolie und der
von außen gekühlten Trommelwand 4 wird durch die dazwischenliegende Isolierschicht 5 verhindert, so
daß im Innern der Trommel 1 eine Kondensierung des Lösungsmittels während des Trocknens an der
Stahlfolie nicht stattfinden kann.
Um eine Kondensierung der von der warmen Trockenluft aufgenommenen Feuchtigkeit auch an
den Gehäusewänden zu verhindern, ist in dem gezeichneten Beispiel an der Innenseite der Wand 13
des Gehäuses 10 ebenfalls eine wärmeisolierende Schicht 14 vorgesehen. An Stelle von Papier oder
Gewebe kann für die wärmeisolierenden Schichten 5, 14 auch irgendein anderes, wärmeisolierendes Material
vorgesehen sein. Bei mechanisch entsprechend
widerstandsfähigerem Isoliermaterial kann dann die Stahlfolie entfallen.
Claims (6)
1. Chemisch-Reinigungsmaschine mit einer im Innern eines Gehäuses um eine Achse rotierenden
Trommel, deren Trommelwände mindestens teilweise mit Durchbrechungen versehen sind,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Teil der Innenseiten der Trommelwände
(2, 3, 4) und/oder der Wände (12, 13) des die *5 Trommel (1) umgebenden Gehäuses (10) eine
wärmeisolierende Schicht (5,14) aufweist.
2. Chemisch-Reinigungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wärmeisolierende
Schicht (5, 14) aus einem Kunststoff a° besteht. .
3. Chemisch-Reinigungsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
wärmeisolierende Schicht (5, 14) in Form eines Anstrichs auf die Trommelwände (2,3,4) und/
oder die Wände (12,13) aufgebracht ist.
4. Chemisch-Reinigungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
wärmeisolierende Schicht (5, 14) aus Papier oder Gewebe besteht, auf welche an der Trommelinnenseite eine weitere Schicht (6) aus widerstandsfähigem
Material aufgebracht ist.
5. Chemisch-Reinigungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß lediglich
der Teil der Trommelwände, welcher keine
. Durchbrechungen aufweist, mit der wärmeisolierenden Schicht (5) an der Innenseite versehen ist.
6. Chemisch-Reinigungsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Trommelwände (2, 3, 4) und/oder die Wände (12, 13) aus einem wärmeisolierenden Werkstoff gebildet
sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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