DE146375C - - Google Patents

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DE146375C
DE146375C DENDAT146375D DE146375DA DE146375C DE 146375 C DE146375 C DE 146375C DE NDAT146375 D DENDAT146375 D DE NDAT146375D DE 146375D A DE146375D A DE 146375DA DE 146375 C DE146375 C DE 146375C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
    • C09B29/24Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from coupling components containing both hydroxyl and amino directing groups
    • C09B29/28Amino naphthols
    • C09B29/30Amino naphtholsulfonic acid

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
in BASEL
Die bisher nicht bekannt gewordenen Amidoalphyloxynaphthyltriazoisulfosäuren der allgemeinen Formel:
Af5HxJ
\ = N3-RNH2 (SO3HJx
(wobei R einen Alphylrest bedeutet), lassen
ίο .sich in alkalischer Lösung mit den verschiedensten Diazoverbindungen zu wertvollen Baumwollazofarbstoffen vereinigen, welche sich infolge der in ihrem Molekül enthaltenen freien Amidogruppe auf der Faser diazotieren und mit Aminen oder Phenolen entwickeln lassen, wobei sehr säure- und waschechte, teilweise auch lichtechte Färbungen erzielt werden. Die genannten Triazolabkömmlinge erhält man, indem Nitrodiazoverbindungen der Benzolreihe mit solchen Naphthylaminsulfosäuren gekuppelt werden, welche die Azogruppe in o-Stellung zur Amidogruppe aufnehmen und welche durch Hydroxyl ersetzbare a-Sulfogruppen enthalten. Die so erhaltcnen o-Amidoazofarbstoffe werden mit den in der Patentschrift 107498 genannten Oxydationsmitteln oder noch besser mit der dort nicht genannten Javellelauge zu Nitroalphylnaplithyltriazosulf olsäuren oxydiert, welche
hierauf reduziert und mit Ätzalkalien verschmolzen werden. An Stelle der Nitrodiazoverbindungen können auch Acetamidodiazoverbindungen verwendet werden, wob,ei dann die Reduktion vor dem Verschmelzen der Triazolsulfosäuren wegfällt.
Wenn auch in der britischen Patentschrift 22397/1900 bereits direkt ziehende Monoazofarbstoffe aus Oxytriazolsulfosäuren beschrieben sind, so ist hierzu zu bemerken, daß'es sich hierbei ausschließlich um solche Monoazofarbstoffe handelt, welche sich von den Diazoverbindungen des Dehydrothio-p-toluidins und dessen Homologen ableiten (siehe S. i, Zeile 17/18), wobei die Substantiven Eigenschaften lediglich durch den vorhandenen *5 Rest der Thiobase bedingt werden. Alle übrigen, von Oxytriazolsulfosäuren sich ableitenden Monoazofarbstoffe besitzen ungenügende Affinität zur Baumwollfaser und sind ausschließlich Wollfarbstoffe, wie dies übrigens auch in der zitierten britischen Patentschrift angeführt ist (S. I, Zeile 16). Dieselben besitzen zudem keinerlei industrielles Interesse. Im Gegensatz hierzu liefern schon die einfachen Diazoverbindungen vom Typus des Diazobenzols mit den Amidoalphyloxynaphthyltriazolsulfosäuren wertvolle substantive Baumwollfarbstoffe, ein Ergebnis, welches" nicht vorausgesellen werden konnte.
60 Beispiele.
i. Darstellung der Amidoalphyloxynaphthyltriazolsulf ο säur en.
4,5 Teile Natrbnsalz der a-Naphthylamintrisulfosäure (1 · 3 · 6 · 8) werden in 10 Teilen
Aussehen
in Pulverform
Die wässerige Lösung
ist
auf Zusatz von ' konz. Salzsäure konz. Natronlauge
Die Lösung in konz. Schwefelsäure
ist
verdünnt mit Wasser
Färbung auf Baumwolle
direkt
mit ß-Naphthol entwickelt
Farbstoff aus p-Amidophenyl-5-oxy-7-sulfonaphthyl-ι · i-
triazol +
Diazobenzol
p-Diazotoluol
m-Diazoxylol
p-Diazoxylol
p-Diazoacetanilid
Farbstoff aus p-Amidophenyl-8-oxy-3 · 6-disu)fonaphthyl-
l · 2 - triazol +
Diazobenzol
o-Diazotöluol
p-Diazotoluol
m-Diazoxylol
p-Diazoxylol
p-Diazoacetanilid
und nach Abspaltung der Acetylgruppe
ß-Diazonaphthalin
Diazonaphthalinsulfosäure
{2 · 5 und 2 · 8)
Farbstoff aus m-Amidophenyl- -oxy- 3 · 6- disulfonaphthyl-
i · 2-triazol +
m-Diazoxylol
schwarz gelbrot
braun gelbrot
schwarz
schwarz himbeerro
braun
dunkelrot gelbrot
braun
schwarz gelbrot
schwarz rot
braun
dunkelbraun weinrot
dunkelrot ziegelrot
braun
schwarz rot
sclnvarz kirschrot
schwarz- kirschrot
braun
blauschwarz schwarz
grünschwarz
schwarz
granatrot weinrot
rubinrot
weinrot
braunroter Niederschlag flockiger gelbroter
Niederschlag kirschroter Niederschlag rotbraune Flocken
rotbraune Fällung
roter Niederschlag
roter Niederschlag roter Niederschlag
brauner Niederschlag roter Niederschlag
feiner kirschroter Niederschlag
ziegelroter Niederschlag unverändert
kirschroter Niederschlag
unverändert
schmutzigrote
Trübung feiner gelbroter
Niederschlag braunroter Niederschlag
schmutzig gelbbraun
feiner roter Niederschlag
unverändert
unverändert
roter feiner
Niederschlag ·
schmutzigoranger
Niederschlag
erst unverändert,
später Trübung:
unverändert
schmutzigrote
Trübung unverändert
färbt sich dunkler
gelbrot
rotbraun
. rot
kirschrot
gelbfot
himbeerrot
karmoisin-
rot
karmoisinrot;
karmoisinrof
karmoisinrot
karmoisinrot
bläulichrot
rubinrot
mauve
violett
karmoisinrot .
gelbe Lösung
rote Flocken,
Lösung gelb
erst unverändert,
dann Trübung
unverändert
gelbroter Niederschlag, Lösunggelb
rote flockige
Fällung
ziegelrote Fällung rote Flocken
rote Flocken, Lösung rosa rote Flocken
rote Fällung
gelbrote Flocken weinrote Lösung
röte Lösung
schmutzigrofe Flocken
gelbrot
gelbrot
rotbraun
rosa
braun
orange
gelbrot gelb rot
rosa
braunrot bordeau
violett bordeau
bordeau
rosa
alizarinrot
dunkelrot
intensiv rotbraun
rosa, intensiver
als unentwickelt
dunkelbordeau
alizarinrot
alizarinrot lebhaft alizarinrot
rosa, intensiver
als unentwickelt
alizarinrot
dunkelbordeau
blau
rotstichiger als unentwickelt
rotstichiger als unentwickelt
rosa, intensiver als unentwickelt
Wasser gelöst, mit einer konzentrierten Lösung von 3 Teilen Natriumacetat (krist.) versetzt und mit der aus 1,4 Teilen p-Nitranilin auf übliche Weise erhaltenen Diazolösung vereinigt. Nachdem die Farbstoffbildung vollendet ist, wird auf 500 aufgewärmt und unter gutem Rühren mit 25 Teilen Javellelauge (8 Prozent aktives Chlor) versetzt, wobei die Farbe der Mischung von dunkelrot in hellgelb umschlägt. Durch Zusatz von 10 Teilen Kochsalz wird das Triazol als kristallinischer hellgelber Niederschlag ausgefällt.. Das durch Filtrieren und Pressen gewonnene Produkt wird mit 1 Teil 4Oprozentiger Essig-, säure angerührt und langsam in eine kochende Mischung von 10 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Eisenspäne eingetragen. Nach beendigter Reduktion wird mit Soda alkalisch gemacht, abnhriert und aus dem Filtrat mit Salzsäure
ao die Amidophcnylnaphthyltriazoltrisulfosäurc als farbloses Kristallpulvcr ausgefällt. Durch Erhitzen unter Druck mit der fünffachen Gcwichtsmcngc 6oprozcntiger Ätznatronlauge auf 2oo° während 5 Stunden wird das p-Amido-]>henyl-8-oxy-3-6-disulfonaphthyl-1 «2-triazol von der Formel
OH
{SO,
(SO3 HJ
erhalten, welches aus der verdünnten Schmelze mit Salzsäure als saures Natronsalz ausgefällt wird. Durch Umkristallisieren aus Wasser erhält man den Körper in Form schwach grünlich gefärbter Kristallblätter.
Tn diesem Beispiel kann das p-Nitranilin durch m-Nitranilin oder durch Nitrotoluidine ersetzt werden, an Stelle der Naphthylamintrisulfosäüre (1 · 3 · 6 · 8) kann Naphtlrylamindisulfosäurc (2 · 5 · 7 oder 2 · 6 · 8) verwendet werden, wobei bei sonst gleichbleibendem Verfahren die entsprechenden Triazolabkömmlinge erhalten werden.
2. Darstellung der Farbstoffe.
4,5 Teile des nach Beispiel 1 erhaltenen p-Amidophenyloxydisulf onaphthyltriazols werden mit 5 Teilen Soda und 200 Teilen Wasser gelöst und bei 5 bis 10° mit einer aus 1,07Teilen p-Toluidin dargestellten Diazolösung vereinigt. Nach einigen Stunden wird aufgewärmt und ausgesalzen. Der erhaltene Farbstorr ist ein dunkelrotbraunes Pulver, welches sich in Wasser mit ziegelroter Farbe löst; die wässerige Lösung gibt mit konzentrierter Salzsäure bei unveränderter Färbung einen flockigen Nieder- , schlag, mit Natronlauge eine Trübung ebenfalls ohne Farbenumschlag. Die Lösung in konzentrierter Schwefelsäure ist karmoisinrot, beim Verdünnen mit Wasser schlägt sie unter Trübung in ziegelrot um. Die gelbrote Färbung auf ungeheizte Baumwolle wird durch Diazotieren und Entwickeln mit β-Naphthol lebhaft alizariiirot und weist sehr gute Waschechtheit auf. Das p-Toluidin kann in diesem Beispiel durch andere Amidokörper der Bcnzol- und Naphthalinreihc-und deren Sulfo- oder Karbonsäurc ersetzt werden; bei Verwendung von p-Amidoacetanilid kann der erhaltene Farbstoff verseift und auf der Faser dann tetrazotiert werden, wobei beim Entwickeln mit 3-Naphthol blauviolette Nuancen erhalten werden. An Stelle des genannten Triazols können die übrigen nach Beispiel 1 erhältliehen Amidooxytriazole verwendet werden.
Eine Anzahl der nach vorliegender Erfindung dargestellten Farbstoffkombinationen sind in nebenstehender tabellarischen Zusammenstellung näher charakterisiert:

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von substantiven Monoazofarbstoffe!!, welche sich auf der Faser diazotieren und mit Aminen . oder Phenolen kombinieren lassen, darin bestehend, daß 1 Mol. einer Amidoalphyloxynaphthyltriazolsulfosäure in alkalischer Lösung mit 1 Mol. eines Diazokörpers gekuppelt wird.
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