DE1480552C - Lastkraftwagen mit Schubeinrichtung zum Ausstoßen des Ladeguts - Google Patents
Lastkraftwagen mit Schubeinrichtung zum Ausstoßen des LadegutsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Lastkraftwagen, dessen lasttragender Aufbau einen mit Laufrädern versehenen
Rahmen und eine innerhalb dieses Rahmens in Fahrzeuglängsrichtung zum Ausstoßen des Ladeguts
am Fahrzeugende verschiebbare Schubeinrichtung aufweist.
Der erfindungsgemäße Lastkraftwagen ist speziell für Grubenbetrieb geeignet, wo mangels Platz über
dem Fahrzeug das Transportgut, welches aus Stoffen hoher Dichte, wie Erz, Felsgestein und Schlamm, besteht,
nicht in üblicher Weise durch Kippen des Aufbaus unter der Wirkung der Schwerkraft entladen
werden kann.
Es sind bereits Lastkraftwagen bekannt, bei denen das Ladegut durch eine vom Fahrzeugende zur Rückwand
hin verschiebbare Schubeinrichtung entladen wird. Bei diesen Lastkraftwagen ist aber die Ausbildung
der sehr weit ausfahrenden Schubstange problematisch, und weiterhin muß die Schubeinrichtung
zu Beginn des Ausschiebens sehr hohe Schubkräfte ausüben, da das gesamte Ladegut gleichzeitig
bewegt werden muß.
Weiterhin ist bereits ein Lastkraftwagen bekannt, dessen Aufbau teleskopartig ineinanderschiebbar ist.
Bei diesem bekannten Lastkraftwagen ist aber keine Schubeinrichtung zum selbsttätigen Entladen vorhanden.
Der Erfindung liegt demgemäß als Aufgabe die Schaffung eines Lastkraftwagens zum Selbstentladen
durch Ausschieben der Ladung zugrunde, der einen einfachen Aufbau der Schubeinrichtung aufweist und
auf dessen Schubeinrichtung zu Beginn des Entladevorgangs nur mäßige Kräfte einwirken.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst worden, daß der Rahmen im hinteren Abschnitt
einen Behälterteil aufnimmt, in welchem ein im vorderen Teil des Rahmens gelagerter Behälterteil in an
sich bekannter Weise teleskopartig bis zum Fahrzeugende verschiebbar ist, wobei die Hinterkante des
vorderen Behälterteils im Transportzustand im Bereich der Vorderkante des hinteren Behälterteils
liegt und die Schubeinrichtung im vornliegenden Behälterteil gelagert ist.·
Zur Verminderung der Reibung beim Ineinanderschieben des vorderen und des hinteren Behälterteils
des Aufbaus können vorteilhaft die Arbeitszylinder unterhalb der Stützradachsen der Behälterteile angeordnet
sein, so daß der Schub der Kolbenstange am hinteren Ende des vorderen Behälterteils eine aufwärts
gerichtete Kraftkomponente erzeugt.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung des Aufbaus des erfindungsgemäßen Lastkraftwagens kann weiterhin
darin bestehen, daß ein Steuerventil zum aufeinanderfolgenden Betätigen der hydraulischen Arbeitszylinder
des vorderen Behälterteils und der Kolben-Zylinder-Einheit der Schubplatte vorgesehen ist, wobei
zuerst die Arbeitszylinder und anschließend die Kolben-Zylinder-Einheit beaufschlagt werden, um
zunächst den vorderen Behälterteil und die Schubvorrichtung gemeinsam durch den hinteren Behälterteil
hindurch nach hinten zu bewegen, wobei ein Teil des Ladeguts ausgestoßen wird, und anschließend
die Schubplatte zwecks vollständigen Abiadens des Ladeguts gegenüber dem vorderen Behälterteil nach
hinten zu bewegen.
Die Erfindung ist an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen Lastkraftwagen mit Schubeinrichtung
in Seitenansicht,
F i g. 2 eine Draufsicht auf das Fahrzeug gemäß Fig. 1,
F i g. 3 der lasttragende Aufbau mit zwecks Darstellung einiger Einzelheiten teilweise nicht dargestellten
äußeren Teilen in Seitenansicht,
F i g. 4 der teilweise dargestellte lasttragende Aufbau gemäß F i g. 3 mit teilweise nicht dargestellten
ίο äußeren Teilen in Draufsicht, ·<- .,ä
Fig. 5 den Schnitt längs der Linie 5-5 in Fig. 1,
F i g. 6 eine größtenteils im Schnitt und mit weggebrochenen Teilen dargestellte Ansicht der Kolben-Zylinder-Einheit
zum Betätigen der Schubklappe,
F i g. 7 einen Schnitt durch den Zylinder gemäß F i g. 6, in vergrößerter Darstellung, bei welchem sich
die Teile in einer anderen Lage befinden,
F i g. 8 den Längsschnitt längs der Linie 8-8 in F i g. 2 durch den Aufbau, bei welchem der Teleskopabschnitt
des Aufbaus im ersten Stadium seiner Entladebewegung dargestellt ist, und
F i g. 9 eine F i g. 8 ähnliche Ansicht, in welcher die Teile im zweiten Stadium der Entladebewegung
dargestellt sind.
Der erfindungsgemäße Lastkraftwagen besteht im wesentlichen aus einer Motoreinheit 10 und einem
lasttragenden Aufbau 11.
Der in Draufsicht U-förmige Rahmen 25 des lasttragenden Aufbaus 11 weist ein vorderes Querglied
35 und zwei von diesem ausgehende, in Fahrzeuglängsrichtung bis zum hinteren Ende des Aufbaus
verlaufende Rahmenseitenteile 36 auf. Jedes Seitenteil 36 stellt eine hohle Kastenkonstruktion dar
(Fig. 5), die durch mehrere zusammengeschweißte Stä'hlplatten gebildet wird, wobei beide Seitenteile 36
zwischen den Hinterrädern 14 durch einen querverlaufenden, auf die gleiche Weise aufgebauten U-förmigen,
hohlen Kasten-Achsträger 37 miteinander verbunden sind. Die lotrechten Außenseiten der aufrecht
stehenden Arme 38 des Trägers 37 sind an die Innenplatten der Seitenrahmenteile 36 angeschweißt.
Jedes Hinterrad 14 weist eine auf einem Achsstummel 41 gelagerte Nabe 40 auf. Der Achsstummel
41 trägt einen Flansch 42, der mit Hilfe von Schrauben 43 durch eine in der Innenplatte des jeweiligen
Seitenteils 36 vorgesehene Öffnung hindurch unmittelbar an ein Ende des Achsträgers 37 angeschraubt
ist.
Die Rahmenseitenteile 36 tragen einen starr mit dem Rahmen verbundenen hinteren Behälterteil 50
des Aufbaus, der aus einer an ihrem Vorderende, unterhalb der Achsstummel 41 an der Oberseite des
Achsträgers 37 angeschweißten Bodenwand 51 und zwei geneigten Seitenwänden 52 besteht (F i g. 3
und 5). Die Seitenwände 52 sind an ihren Vorderenden an den inneren, geneigten Flächen der an den
Enden des Achsträgers vorgesehenen aufrecht stehenden Arme 38 angeschweißt. Dieses Behälterteil
50 erstreckt sich rückwärts über die hinteren Enden der den restlichen Teil des Aufbaus abstützenden
Rahmenseitenteile 36 hinaus.
Ein teleskopartig bewegbarer vorderer Behälterteil
53 des Aufbaus mit einer im Abstand oberhalb der Bodenwand 51 des hinteren Behälterteils 50 angeordneten
Bodenwand 54 erstreckt sich teilweise in den hinteren Behälterteil 50 hinein. An der Bodenwand
54 sind geneigte Seitenwände 55 mit oberen Flanschen 56 angebracht, welche über die Oberkanten der Sei-
tenwände 52 des hinteren Behälterteils 50 hinweggreifen. Die Hinterkante der Bodenwand 54 ist mit
einem an einem Querglied 58 befestigten geneigten Abstreifblech 57 versehen. Diese Teile sind so angeordnet,
daß sie auf der Bodenwand 51 gleiten, wenn sich der vordere Behälterteil 53 in den hinteren
Behälterteil 50 hineinbewegt (F i g. 8).
Die anderen Endbereiche des Querglieds 58 sind mit nach vorn abstehenden, Bohrungen aufweisenden
Lappen 59 zur Aufnahme von in den Enden von zwei Kolbenstangen 61 vorgesehenen Bolzen 60 versehen.
Die sich in Längsrichtung zwischen der stillstehenden und der bewegbaren Bodenwand 51 bzw.
54 erstreckenden Kolbenstangen 61 sind mit den Kolben von doppeltwirkenden Arbeitszylindern 62 verbunden,
die an ihren Vorderenden mittels Bolzen 63 an mit dem vorderen Querrahmenglied 35 eine Einheit
bildenden Lappen 64 befestigt sind. Bei einem vollen Hub der Kolbenstangen 61 wird das Abstreifblech
57 praktisch bis zum Hinterende der Bodenplatte 51 bewegt. Beim Einfahren der Kolbenstangen
wird der vordere Behälterteil 53 nach vorn in seine normale Stellung (F i g. 1) zurückgezogen. Während
dieser Rücklaufbewegung streift das Querglied 58 alles etwa zwischen die beiden Behälterteile 50 und
53 des Aufbaus gelangte Ladegut von der Bodenwand 51 ab und trägt es über die Vorderkante der
Wand 51 nach außen aus.
Das obere vordere Ende des vorderen Behälterteils 53 wird an seinen beiden Seiten mit Hilfe von
zwei Stützrädern 65 abgestützt, die auf an der Oberseite der Rahmenseitenglieder 36 vorgesehenen Schienen
66 laufen (F i g. 3 und 5). Diese Räder sind an einem an der Oberseite des vorderen Behälterteils
vorgesehenen Querglied 67 gelagert (F i g. 8 und 9). In der Mitte des Querglieds 67 ist der vordere
Stützzylinder 68 einer doppeltwirkenden Kolben-Zylinder-Einheit 70 starr gehaltert, während ein hinterer
Zylinder 71 dieser Einheit an einer geneigten Schubklappe 72 angeschweißt ist, so daß letztere im
vorderen Behälterteil 53 längsbeweglich verlagert werden kann. Ein aus zusammengeschweißten Stahlplatten
bestehender hohler.Kasten 73 dient zur Versteifung der Verbindung zwischen dem Zylinder 71
und der Schubklappe und verhindert, daß sich Transportgut im Raum unterhalb des Zylinders anstaut.
Am vordersten Ende der Bewegung der Schubklappe 72 stößt das vordere Schubklappenende am
Querglied 67 des vorderen Behälterteils 53 an. Das untere Ende der Schubklappe 72 ist mit einer zur
Versteifung dienenden Gleitplatte 74 versehen, die auf der Bodenwand 54 des vorderen Behälterteils 53
gleitet. Bei voll ausgefahrener Kolben-Zylinder-Einheit 70 befindet sich das untere Ende der Schubklappe
am hinteren Ende der Bodenwand 54 (F i g. 9). In dieser Stellung der Teile wird das gesamte
auf dem Fahrzeug befindliche Ladegut unter der Wirkung der Schwerkraft vom Fahrzeug entladen.
Die Schubklappe 72 weist den Seitenwänden 55 angepaßte geneigte Seitenkanten auf.
Eine niedrige Heckklappe 75 schließt den Laderaum am Hinterende des Fahrzeugs ab, so daß dieses
von hinten her aus niedriger Höhe beladen werden kann. Die Heckklappe ist an ihren beiden Enden
an Armen 76 befestigt, die beträchtlich oberhalb der Klappen-Oberkante bei 77 schwenkbar angelenkt
sind. Die Arme 76 sind mit Kolbenstangen 78 verbunden, so daß die Heckklappe beim Öffnen aufwärts
und rückwärts vom Aufbau weg verschwenkt werden kann. Die Kolbenstangen 78 sind Zylindern
80 zugeordnet, die ihrerseits bei 81 mit den Rahmenseitenteilen 36 verbunden sind.
Die Kolben-Zylinder-Einheit 70 weist eine aus mehreren konzentrischen Zylindern bestehende Anordnung
mit besonderer Quersteifigkeit gegen Verbiegen auf, um zu verhindern, daß sich die Schubklappe
beim Herausstoßen der Ladung aus dem Fahrzeug von einer Seite zur anderen verkantet. Der Stütz- ,
zylinder 68 ist mit einem Zylinderkopf 100 versehen, welcher das Ende 101 einer hohlen Kolbenstange 102
trägt. Das Ende 101 weist einen zum Inneren der Kolbenstange 102 führenden Hydraulikanschluß 103
und einen zu einem inneren Rohr 105 führenden weiteren Hydraulikanschluß 104 auf. Das Rohr 105
mündet am gegenüberliegenden Ende der Kolbenstange in den Zylinder ein. Die Kolbenstange 102
trägt einen Kolben 107.
Der Schubklappenzylinder 71, d. h. der äußerste Zylinder, weist einen Zylinderkopf 108 auf, der
gleichzeitig auch einem den Kolben 107 enthaltenden Innenzylinder 110 zugeordnet ist. Das innere Ende
des Zylinders 110 trägt einen ringförmigen Kolben ί5 111 mit einem äußeren, nicht abdichtenden Führungsring
112, der in Gleitberührung mit dem Inneren des Zylinders 68 steht, und enthält einen an
der Außenfläche der Kolbenstange 102 eine Abdichtung bewirkenden inneren Dichtring 113. Dieser KoI-ben
bildet zwischen dem Zylinder 68 und der Kolbenstange 102 eine nicht als Arbeitskammer dienende
Kammer 115 sowie zwischen der Kolbenstange 102 und dem Zylinder 110 eine ausdehnbare Arbeitskammer
116, welche über eine Öffnung 117 mit dem Inneren der Kolbenstange; .102 in Verbindung steht.
Zwischen dem Kolben 107 und dem Zylinderkopf 108 weist der Zylinder 110 eine zweite ausdehnbare
Arbeitskammer 120 auf. Die ausdehnbaren Kammern 116 und 120 dienen der Längenänderung der Kolben-Zylinder-Einheit
71, je nachdem, ob an den Hydraulikanschluß 103 oder an den. Anschluß 104 Hydraulikdruck
angelegt wird, so daß ein langer Arbeitshub bei sämtlich an einem Ende der Einheit befindlichen
Anschlüssen gewährleistet wird. Während der KoI-benbewegung erfolgt der Druckausgleich zwischen der
Zylinderkammer 68 und der Kammer 115 durch den nicht dichtenden Führungsring 112.
Beim Anlegen von Hydraulikdruck an den Anschluß 104 tritt das Hydraulikfluid durch das Rohr
105 in die Kammer 120 ein und verlagert die Zylinder 71 und 110 vom Zylinder 68 und von der Kolbenstange
102 fort nach links. Während dieser Bewegung wird aus der Kammer 116 über die Öffnung
117, das Innere der Kolbenstange 102 und den An-Schluß 103 Hydraulikfluid verdrängt. Zum Verkürzen
der Einheit wird der Hydraulikdruck an den Anschluß 103 angelegt, um die Kammer 116 auszudehnen.
Hierdurch werden.die Zylinder71 und 110 nach rechts verlagert, und es wird Hydraulikfluid
aus der Kammer 120 über das Rohr 105 und den Anschluß 104 verdrängt. Der Zylinder 71 dient dazu,
die sich bewegenden Teile gegenüber dem im lasttragenden Aufbau befindlichen Ladegut abzuschließen
und zu schützen.
Während des Schubbeginns, bei welchem die aufzuwendende Schubkraft zum Ausstoßen des Ladeguts
am größten ist, wird die Schubklappe in Querrichtung durch zwei weit voneinander entfernte Lager-
punkte zwischen den relativ zueinander bewegbaren Teilen in steifer Lage gehalten. Das Außenende des
Zylinders 110 wird durch den Kolben 107 abgestützt, während sein Innenende durch den Zylinder 68 gestützt
wird. Während der Rückbewegung der Schubklappe nähern sich diese Stützpunkte für den Zylinder
110 einander, doch wird zur gleichen Zeit das Ladegut ausgeladen, wobei sich jedoch die aufzuwendenden
angelegten Kräfte vermindern. In dem durch die Annäherung der Stützkolben 107 und 111
aneinander gekennzeichneten Augenblick ist die Schubkraft bereits auf ihren Mindestwert, abgefallen.
Die Kolben-Zylinder-Einheit gewährleistet somit die größte Steifheit dann, wenn sie tatsächlich erforderlich
ist, während die geringste Steifheit am Endpunkt auftritt, an welchem keinerlei Belastung mehr vorhanden
ist. Außerdem weist die ausdehnbare Kammer 120 zum Bewegen der Schubklappe unter Belastung
eine große Kolbenfläche auf, während die Kammer 116 nur eine kleine Kolben-Querschnittsfläche
besitzt, da die Belastung beim Zurückziehen der Schubklappe nur noch durch die Reibung gebildet
wird.
Die Motoreinheit 10 ist mit einem Hydraulikdrucksystem sowie mit Steuerungen zum aufeinanderfolgenden
Betätigen der Hydraulikzylinder versehen. Durch Bewegen eines von Hand zu betätigenden
Steuerventils in eine erste Entladestellung wird Hydraulikdruck über Anschlüsse 91 an die vorderen
Enden der Zylinder 62 sowie über Hydraulikanschlüsse 93 an die unteren Enden der doppeltwirkenden
Heckklappenzylinder 80 angelegt. Hierdurch wird die Heckklappe 75 geöffnet, und anschließend
bewegt sich der vordere Behälterteil 53 in Rückwärtsrichtung durch den hinteren Behälterteil 50, wobei
das Ladegut von letzterem heruntergeschoben wird. Bei weiterem Bewegen des von Hand betätigten
Steuerventils wird dann auch an den Anschluß 104 der Kolben-Zylinder-Einheit 70 Hydraulikdruck angelegt,
wodurch der Zylinder 71 und die Schubklappe 72 vom Zylinder 68 wegbewegt werden, wobei der
Rest der im vorderen Behälterteil 53 enthaltenen Ladung ausgestoßen wird. ■
In einer dritten Stellung des Steuergriffs wird der an die Kolbeh-Zylinder-Einheit 70 angelegte Hydraulikdruck
vom Anschluß 104 auf den Anschluß 103 umgeschaltet, so daß die Schubklappe 72 in ihre vordere
Stellung zurückbewegt wird. In einer vierten Stellung des Steuerventils wird schließlich der Hydraulikdruck
über den jeweils zugehörigen Hydraulikanschluß 92 von den vorderen auf die hinteren Enden
der Zylinder 62 und über den jeweils zugehörigen Hydraulikanschluß 94 vom oberen auf das untere
Ende jedes Zylinders 80 umgeschaltet, um den vorderen Behälterteil 53 nach vorn in seine Normalstellung
zurückzuziehen bzw. um die Heckklappe zu schließen.
Dieses hydraulische Betätigungssystem verwendet herkömmliche Bauteile und ist daher nicht näher dargestellt.
Vorzugsweise sind in die Druckleitung 94 die Heckklappe in Offenstellüng haltende Druckspeicher
eingeschaltet, so daß, falls der Fahrer beim Rückwärtsfahren mit geöffneter Heckklappe gegen ein
Hindernis stößt, die Heckklappe in die Schließstellung gedrängt wird, wobei die in den Druckspeichern
vorhandene Luft zusammengepreßt wird und somit keine Beschädigung der Anlage auftritt.
Das Anlegen von Druck an die unteren hinteren Ecken des vorderen Behältcrtcils 53 bringt den
wünschenswerten mechanischen Vorteil mit sich, daß das Ausstoßen der Ladung bei Höchstdruck eingeleitet
wird. Da das obere Vorderende des vorderen Behälterteils 53 auf den Rädern 65 ruht, erzeugt der
nach hinten gerichtete Schub der Kolbenstange 61 am hinteren Ende dieses Behälterteils 53 eine aufwärts
gerichtete, das hintere Ende dieses Behälterteils geringfügig entlastende und um die Achse der Räder
ίο 65 herumzudrehende Gegenwirkung. Eine eigentliche
Anhebbewegung kann wegen des diesen Behälterteil 53 abwärts drückenden Gewichts das Ladeguts
nicht auftreten, doch vermindert diese Anhebekomponente die Reibung zwischen dem Abstreifblech 57
und dem feststehenden Boden 51, wodurch ein Verklemmen ausgeschaltet, Abnutzungen vermindert und
die Notwendigkeit umgangen wird, an der Unterseite des bewegbaren Behälterteils Rollen vorzusehen.
Diese Wirkung paßt sich selbsttätig den jeweiligen Betriebsbedingungen an, d. h., die Anhebkraft erhöht
sich mit dem Widerstand gegenüber einer Bewegung und vermindert sich, wenn der Widerstand während
des Ausstoßens der Ladung abnimmt. Aus diesem Grund hebt sich das Abstreifblech 57 keinesfalls vom
stillstehenden Boden 51 ab, sondern streift stets den Boden 51 in beiden Bewegungsrichtungen auf die
vorher beschriebene Weise sauber ab.
Bei der Rückbewegung der Kolbenstangen 61 wird diese Anhebkomponente umgekehrt und hält das Abstreifblech
57 sowie das Querglied 58 fest gegen den Boden 51. Diese Wirkung hat den Vorteil, daß hierdurch
der Boden 51 saubergehalten wird und die Teile 57, 58 daran gehintert werden, etwa am Boden
anhaftendes Schüttgut zu überlaufen. Bei der nach
vorn gerichteten Rückbewegung der Kolbenstangen 61 sind die Bewegungskräfte verhältnismäßig gering,
so daß die an diesem Zeitpunkt wirksame Abwärtskomponente keine nachteilige Reibung und keinen
Verschleiß am Boden zur Folge hat.
Claims (14)
1. Lastkraftwagen, dessen lasttragender Aufbau einen mit Laufrädern versehenen Rahmen und
eine innerhalb dieses Rahmens in Fahrzeuglängsrichtung zum Ausstoßen des Ladeguts am Fahrzeugende
verschiebbare Schubeinrichtung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (25) im hinteren Abschnitt einen
Behälterteil (50) aufnimmt, in welchem ein im vorderen Teil des Rahmens gelagerter Behälterteil
(53) in an sich bekannter Weise teleskopartig bis zum Fahrzeugende verschiebbar ist, wobei die
Hinterkante des vorderen Behälterteils im Transportzustand im Bereich der Vorderkante des hinteren
Behälterteils liegt und die Schubeinrichtung im vornliegenden Behälterteil gelagert ist.
2. Lastkraftwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmenseitenteile (36)
als hohle Kastenkonstruktion ausgebildet sind.
3. Lastkraftwagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmenseitenteile
(36) in Höhe der Räder durch einen querverlaufenden Träger (37) mit den Behälterteil (50)
umgreifenden Schenkeln (38) verbunden sind, an denen die Laufräder (14) mit Hilfe von Achsstummeln (41) befestigt sind.
4. Lastkraftwagen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der hintere Behälterteil (50)
einen am Träger (37) befestigten Boden (51) sowie an den Rahmenseitenteilen (36) und den
Schenkeln (38) befestigte Seitenwände (52) aufweist.
5. Lastkraftwagen nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsstummel
(41) der Laufräder (14) die Rahmenseitenteile (36) nach außen durchsetzen.
,6. Lastkraftwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch1 gekennzeichnet, daß
die Rahmenseitenteile (36) an ihren Vorderenden durch ein vorderes Querglied (35) miteinander
verbunden sind.
7. Lastkraftwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der vordere Behälterteil (53) an seinem Vorderende in an sich bekannter Weise mit auf der
Oberkante (66) der Rahmenseitenteile (36) abrollenden Stützrädem (65) versehen ist.
8. Lastkraftwagen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Behälterteil (53)
mit Hilfe von sich unterhalb des Bodens (54) des vorderen Behälterteils und oberhalb des Bodens
(51) des hinteren Behälterteils (50) befindlichen hydraulischen Arbeitszylindern (61, 62) verschiebbar
ist, wobei sich das Ende des Arbeitszylinders gegen eine vom vorderen Querglied (35)
getragene Halterung (64) abstützt und das andere Ende an einem vom hinteren Ende des vorderen
Behälterteils(53)getragenenAnschlag(59) angreift.
9. Lastkraftwagen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitszylinder (61, 62)
unterhalb der Stützradachsen (65) angeordnet sind.
; 10. Lastkraftwagen nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Vorderende des vorderen Behälterteils (53)
ein Querglied (67) vorgesehen ist, das das eine Ende einer Kolben-Zylinder-Einheit (70) abstützt,
welche mit ihrem anderen Ende an einer einen Teil, der Schubeinrichtung bildenden Schubplatte
(72) angreift.
11. Lastkraftwagen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein Steuerventil zum aufeinanderfolgenden
Betätigen der hydraulischen Arbeitszylinder (61, 62) des vorderen Behälterteils (53) und der Kolben-Zylinder-Einheit (70) der
Schubplatte vorgesehen ist, wobei zuerst die Arbeitszylinder und anschließend die Kolben-Zylinder-Einheit
beaufschlagt werden.
12. Lastkraftwagen nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben-Zylinder-Einheit
einen an seinem Vorderende starr an der Schubplatte (72) befestigten, diese durchsetzenden
und nach hinten aus ihr herausragenden Zylinder (71) sowie einen zum ersten Zylinder
(71) konzentrisch angeordneten zweiten Zylinder (110) enthält, wobei beide Zylinder (71 und 110)
an ihren Hinterenden einen gemeinsamen Zylinderkopf (108) aufweisen, an welchem sie zu einer
Einheit miteinander verbunden sind, und daß konzentrisch zwischen den beiden Zylindern (71
und 110) ein dritter Zylinder (68) angeordnet ist, der in seiner Mitte starr am Querglied (67) befestigt
ist und an seinem Vorderende einen Zylinderkopf (100) aufweist, wobei in diesen Zylinder
(68) eine hohle Kolbenstange (102) mit einem im zweiten Zylinder (110) angeordneten Kolben
(107) eingesetzt ist, die Kolbenstange (102) und der Kolben (107) von einer Druckmediumleitung
(104) durchsetzt sind, während eine zweite Druckmediumleitung (103) die Kolbenstange (102)
durchsetzt und mit dem Raum zwischen der Kolbenstange (102) und dem zweiten Zylinder (110)
in Verbindung steht, und daß ferner am Vorderende des zweiten Zylinders (110) ein in Dicht-
und Gleitberührung mit der Kolbenstange (102) stehender ringförmiger Kolben (111,113) vorgesehen
ist und das Vorderende des zweiten Zylinders (110) einen in Geitberührung mit dem dritten
Zylinder (68) stehenden Führungsring (112) aufweist.
13. Lastkraftwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
von der Hinterkante des Bodens (54) des vorderen Behälterteils ein Abstreifblech (57,58)
nach unten absteht, das am Boden (51) des hinteren Behälterteils entlanggleitet.
14. Lastkraftwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
am Hinterende des.hinteren Behälterteils (50) eine niedrige Heckklappe (75) vorgesehen ist, die mittels
an den beiden Seiten des hinteren Behälterteils oberhalb der Oberseite der Heckklappe (75)
vorgesehener Schwenkhalterungen und an ihren beiden Enden sich aufwärts bis zu diesen
Schwenkhalterungen (77) erstreckender Arme(76) am Behälterteil befestigt ist, und daß Kolben-Zylinder-Einheiten
(78,80) zum Betätigen der Klappe mit den Armen (76) verbunden sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 909 548/26
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