DE148083C - - Google Patents
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- DE148083C DE148083C DENDAT148083D DE148083DA DE148083C DE 148083 C DE148083 C DE 148083C DE NDAT148083 D DENDAT148083 D DE NDAT148083D DE 148083D A DE148083D A DE 148083DA DE 148083 C DE148083 C DE 148083C
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63H—MARINE PROPULSION OR STEERING
- B63H11/00—Marine propulsion by water jets
- B63H11/12—Marine propulsion by water jets the propulsive medium being steam or other gas
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Ocean & Marine Engineering (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Reaktionsmotor für Wasserfahrzeuge,
bei welchem ein Verbrennungsgemisch in einem Injektor entzündet wird und das
mit großer Geschwindigkeit nach hinten austretende Verbrennungsprodukt das durch Rohre
angesaugte Wasser auswirft.
Der bei vorliegender Erfindung angewendete Injektor unterscheidet sich von den sonst bekannten
Reaktionsmotoren, bei welchen das Wasser durch Dampf, Preßluft oder dergl.
ausgestoßen wird, dadurch, daß die Ausstoßung des Wassers durch die Verbrennungsgase eines aus einer Düse unter Druck aus-
strömenden brennbaren Gases oder auch Gasgemisches erfolgt, welchem der zur Verbrennung
erforderliche Sauerstoff bezw. Luft durch eine besondere Leitung an der Ausströmungsöffnung
zugeführt wird. Die Wirkung der Einrichtung beruht darauf, daß das ununterbrochen ausströmende und zur Verbrennung
gelangende Gasgemisch hierbei eine Volumenvergrößerung erfährt, infolgedessen mit großer Geschwindigkeitszunahme nach
hinten entweicht und injektorartig Wasser ansaugt, welches es aus dem Schiffskörper
ausstößt.
Die Konstruktion einer solchen Vorrichtung kann in Einzelheiten eine verschiedenartige
sein.
In der beiliegenden Zeichnung stellt dar: Fig. ι die schematische Anordnung des
Einbaues des Propellers in das Schiff von oben gesehen, Fig. 2 den senkrechten Schnitt
nach 2-2 der Fig. 1, Fig. 3 das Injektorgehäuse mit der Gasausströmungsdüse, Fig. 4
die Vorrichtung zum öffnen und Schließen der Gasausströmungsöffnung.
In der in Fig. 1 und 2 gezeigten Form besteht der Reaktionsmotor aus einem am
vorderen Ende verschlossenen, in der Längsschiffsebene liegenden Zylinder a, dessen
hinteres, schmaleres Ende durch den Hintersteven des Fahrzeuges ins Wasser ragt und
das Austrittsrohr c für das auszuwerfende Wasser bildet. Die Düse e, durch welche
das brennbare Gas oder Gasgemisch zugeleitet wird und in welcher es verbrennt, wird
in einem schwach konischen, mit dem Zylinder α aus einem Stück gegossenen Mantel i
untergebracht, und zwar so, daß die Mittellinie von e und c in einer Achse liegen.
Nahe der Ausströmungsöffnung der Düse münden in den Zylinder α von beiden Seiten
aus die das Wasser zuleitenden Rohre k. Diese können in beliebiger Richtung stehen,
entweder gerade querab bezw. nach dem Kiel zu geneigt oder auch schräg derart, wie es
auf der Zeichnung dargestellt ist. Die Anzahl dieser Wasserzuleitungsrohre ist im allgemeinen
beliebig.
Die Austrittsöffnung des Rohres c ist durch die Klappe 0 völlig dicht verschließbar, die
durch passende Vorrichtungen in geöffneter bezw. geschlossener Lage gehalten werden
kann. Die Einlaßöffnungen der Wasserzuleitungsrohre können ebenfalls durch Schieber
oder Klappen ρ völlig dicht verschlossen werden. Die Düse besteht- aus einem konischen
Gehäuse e, welches mit einem gewissen, zum Durchleiten von Dampf dienenden
freien Spielraum in einen gleichfalls
konisch gestalteten Stutzen i innerhalb des Zylinders α eingesetzt ist und seinerseits
wiederum mit einem freien Spielraum 18 einen Kegel umschließt, durch welchen eine
S Leitung 12 zur Zuführung des zur Verbrennung erforderlichen Sauerstoffes bezw.
Luft hindurchgeleitet ist; das Ende der Leitung 12 erweitert sich in dem letztgenannten
Kegel zu einer Kammer, welche durch eine
ίο mit Ausströmungsöffnungen 14 versehene
Wand abgeschlossen ist. Diese Wand ist vom Ende des Gehäuses e ein gewisses Stück
entfernt, so daß ein freier Raum 15 entsteht, in welchem die Mischung des Verbrennungsgases
mit der zuzuführenden Luft bezw. Sauerstoff behufs Verbrennung stattfinden kann. In den freien Spielraum 18 mündet
ein Rohr 17, durch welches das zur Verbrennung" dienende Gas, ζ. B. die Dämpfe von
Kohlenwasserstoffen, zugeleitet wird; dieses Gas umspült den die Zuleitung 12 enthaltenden
Kegel und tritt somit in einem ringförmigen Strahl vor der durchlochten Wand der Kammer 13 in die Verbrennungskammer
ein, so daß hier gleich an der Ausströmungsöffnung eine gründliche Mischung stattfinden
kann. Die Entzündung des Gasgemisches geschieht zweckmäßig mit Hilfe einer elektrischen
Einrichtung, für welche in der Zeichnung die Leitungen 32 dargestellt sind.
Der durch den Ringraum zwischen dem Stutzen i und dem Gehäuse e einzuleitende
Dampf wird durch ein Rohr 10 zugeführt, welches in eine am Boden der Hülse e frei
bleibende Kammer 11 einmündet. Die Zuleitung von Wasserdampf hat den Zweck,
vor dem Zuleiten und Entzünden des Gasgemisches durch den Dampf eine Strömung des Wassers nach der hinteren Austritts-Öffnung
zu erzeugen und so den Druck vor der Düsenöffnung etwas zu vermindern und das Ausströmen des Gasgemisches zu erleichtern,
falls sich herausstellen sollte, daß sonst event, schädliche Stöße und Erschütterungen
entstehen.
Die Mündung der Düse kann bei stillliegendem" Schiff bezw. anzuhaltendem Motor
durch einen Deckel 22 völlig dicht verschlossen werden, in welchem ein kleines, sich zwecks Auslaß der Gase bei etwa eintretendem
Überdruck selbsttätig öffnendes Ventil 33 angebracht ist. Am Deckel 22 ist ein kleiner Hebel 23 angebracht, welcher im
gabelförmigen Ende einer frei durch die Wandung des Zylinders α nach außen hindurchgehenden
hohlen Stange 24 gelagert ist. Ein Handgriff 25 dient zur Bewegung dieser Stange, durch welche eine dünne Stange 26
hindurchführt und an einer kleinen Stange 27 angelenkt ist, die durch einen Schlitz in der
Wand von 24 nach außen treten kann und am Ende des oben genannten Hebels 23 angelenkt
ist. Zieht man die Stange 26 nach außen und bewegt zugleich die Stange 24 mit ihrem unteren Ende etwas von der Düse
ab, so klappt der Deckel 22 ab und kann in die in Fig. 4 dargestellte Lage gebracht werden.
Um die seitliche Bewegung der Stange 24 zu ermöglichen, ist die Durchlaßöffnung 28
in der Wandung des Zylinders α nach außen konisch erweitert. In der Zylinderwand kann
zweckmäßig unter der Öffnung 28 eine Vertiefung angebracht werden, in welche der
Deckel hineingeht. Zwecks Schließens des Injektors erfolgt der soeben beschriebene Vorgang
in umgekehrter Reihenfolge.
Die eben beschriebene Verschlußvorrichtung, welche auch durch eine andere passende
ersetzt werden kann, bildet nicht den Gegenstand der Erfindung.
Der Zylinder α ist oben zweckmäßig mit einem Ventil 29 ausgestattet, um den Innenraum
des Zylinders mit der Außenluft .in Verbindung setzen zu können, und unten im
Zylinder ist die Leitung 30 zu einer Saugwasserpumpe (Fig. 2 und 3) angeschlossen,
um das Innere des Zylinders a c zwecks Besichtigung, Reparaturen und dergl. nötigenfalls
entwässern zu können, nachdem die Klappen 0 und ρ verschlossen sind. In dem
verjüngten, hinteren Zylinderteil c ist ein Rohr 31 derart verschiebbar angeordnet, daß
es zum Regulieren des seitlichen Wasserzuflusses benutzt werden kann. Auch diese
Einrichtungen bilden nicht den Gegenstand der Erfindung.
Bei Inbetriebsetzung des Injektors werden nach Abheben des Deckels 22 vom Injektor
zunächst die Klappen 0 und ρ geöffnet und alsdann das Verbrennungsgas sowie die zum
Verbrennen erforderliche Luft bezw. Sauerstoff unter einem niedrigen, zweckmäßig
ι Y2 Atmosphären nicht übersteigenden Druck,
welcher genügt, um das Eindringen des Wassers in die Düse zu verhindern, eingeleitet.
Sobald die Ausströmung beginnt, wird das entstehende Gemisch entzündet. Sollte bei dem anwendbaren geringsten Druck
das Entzünden des Gasgemisches Stöße bezw. zu starke Erschütterungen hervorrufen, dann
wird, wie oben erwähnt, das Wasser noch vor dem Entzünden des Gasgemisches durch
Ausströmenlassen von Dampf unter hohem Drucke aus der Düse 9 nach der hinteren Austrittsöffnung von c ausgestoßen und ihm
so eine gewisse Geschwindigkeit nach hinten erteilt. Erst wenn die Geschwindigkeit des
durch die Röhren fließenden Wassers ein bestimmtes Maß erreicht, wird die Zuführung
der Gase eingeleitet und die Entzündung iao herbeigeführt. Alsdann erhöht'man allmählich
den Druck der Gase bis zum erforderlichen
Grade, worauf man den Dampf zutritt abstellen kann. Das ständig vteTbx^nj\ßnae,-G-3.sgemisch
entweicht unter großer Volumenzunahme nach hinten, unter deren Wirkung das Wasser nach hinten herausgeworfen wird,
indem aus den Kanälen k immer neue Wassermassen injektorartig angesogen werden.
Um den Motor wieder außer Tätigkeit zu setzen, verringert man den Druck der Gase
ίο auf das Mindestmaß, welches hinreicht, das
Eindringen des Wassers in den erhitzten Verbrennungsraum 15 zu verhindern, und
schließt hierauf den ,Deckel 22, nachdem man vorher die Einwirkung des , elektrischen
Stromes auf den Zünder abgestellt hat, so daß eine Weiterentzündung nicht stattfinden
kann. Die dann noch nachströmenden Gase ziehen, soweit sie noch eine gewisse Spannung
haben, durch das kleine Ventil 33 ab.
Schließlich stellt man die Leitungen für das Gas und die Luft bezw. Sauerstoff ab. Um
die Verbrennungstemperatur zu erhöhen, kann nach Umständen die Düse mit der Verbrennungskammer
durch schlechte Wärmeleiter noch gehörig isoliert werden. Für den Rückwärtsgang kann eine gleiche Vorrichtung
im Bug des Fahrzeuges angebracht werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Reaktionspropeller für Wasserfahrzeuge, bei welchem Wasser aus einem mit seitlichen Zuleitungskanälen versehenen Rohr ausgestoßen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausstoßung des Wassers durch die Verbrennungsgase eines aus einer Düse unter Druck ausströmenden brennbaren Gases erfolgt, welchem der zur Verbrennung erforderliche Sauerstoff bezw. Luft durch eine besondere Leitung an der Ausströmungsöffnung zugeführt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE148083C true DE148083C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=415205
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT148083D Expired DE148083C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE148083C (de) |
-
0
- DE DENDAT148083D patent/DE148083C/de not_active Expired
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