DE1552664C - Vorrichtung an Raumwerkzeugen - Google Patents

Vorrichtung an Raumwerkzeugen

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DE1552664C
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English (en)
Inventor
Pier Luigi Dr Ing Fornaci dl Barga Lucca Lazzerim (Italien)
Original Assignee
Societa Metallurgica Italiana, FIo renz (Italien)
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Zerkleinern der beim kontinuierlichen Räumen der Außenfläche von Halbfertigerzeugnissen aus Metall oder anderem Material von langgestreckter Form und gleichbleibendem Querschnitt mit einem an einem ortsfesten Werkzeughalter angeordneten Räumwerkzeug und einem ortsfesten, koaxial zu dem Räumwerkzeug und im Abstand von diesem angebrachten zylindrischen Stütz- oder Halteelement entstehenden Späne.
Eine solche Vorrichtung, wie sie z. B. die schweizerische Patentschrift 364 678 zeigt, umfaßt normalerweise ein Räumwerkzeug in Form eines Zieheisens oder Ziehsteines mit einer scharfkantigen Öffnung bestimmten Querschnitts, durch die das Halbfertigerzeugnis mittels in bekannter Weise aufgebrachter Zugkräfte hindurchgezogen wird. Während dieses Vorgangs wird die Oberflächenschicht des Halbfertigerzeugnisses in Form von Schab- oder Schneidspänen abgetragen, die insbesondere bei hochplastischen Materialien eine beträchtliche Länge erreichen können und, indem sie an der Vorderfläche des Räumwerkzeugs oder Ziehsteins entlanggleiten, in dessen Nähe bleiben und dadurch Anlaß für beträchtliche Schwierigkeiten im weiteren Bearbeitungsablauf geben. Dieser Nachteil kann besondere Schwierigkeiten mit sich bringen, wenn der Räumvorgang automatisch durchgeführt wird, wobei einem Bedienungsmann die Aufgabe zufällt, die anfallenden Späne von Hand zu entfernen.
Bekannte Vorrichtungen, die dazu geeignet sind, dem erwähnten Nachteil entgegenzuwirken, arbeiten mit nicht zufriedenstellenden Ergebnissen auf Grund der Tatsache, .daß sie im allgemeinen an der Oberfläche der fertiggestellten Gegenstände Beschädigungen hervorrufen, die nicht in einfacher Weise beseitigt werden können.
So ist eine solche Vorrichtung derart ausgebildet, daß in der Oberfläche der Halbfertigerzeugnisse ein schraubenlinienförmig verlaufender Einschnitt angebracht wird, wodurch die bei dem Räumvorgang erzeugten Späne entsprechend den Einschnitten zerbrechen und dadurch aus dem Bearbeitungsbereich herausfallen können. .
Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß an den fertigen Oberflächen in Übereinstimmung mit den vor dem Räumen gemachten Einschnitten leicht sichtbare Markierungen oder Rillen erzeugt werden. -
Die Vorrichtung nach der Erfindung soll es beim Räumen an einem Halbfertigerzeugnis ermöglichen, das Schneiden und die Abfuhr der Schneidspäne aus der Bearbeitungszone in völlig automatischer Weise und ohne jegliche Beschädigung der fertigen Oberfläche der hergestellten Erzeugnisse zu bewirken.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs erwähnten Art nach der Erfindung gelöst durch ein bewegbares, aus einer koaxial mit dem Räumwerkzeug (2) und in Längsrichtung auf dem Stützoder Halteelement (8) hin- und herverschiebbar angeordneten Hülse bestehendem Scherwerkzeug (11) und durch ein ortsfestes, ringförmiges, koaxial zu dem bewegbaren Scherwerkzeug (11) befestigtes Gegenscherwerkzeug (13) mit einer äußeren zusammen mit der inneren Ringkante (15) des bewegbaren Scherwerkzeugs (II) wirkenden Ringkante (16).
Diese Schere ist dabei so ausgebildet, daß sic die anfallenden Schneid- oder Schabspäne abschneidet, die an der Vorderfläche des Räumwerkzeugs entlanggleiten und die durch die Scherwirkung der scharfkantigen Öffnung des Zieheisens oder Ziehsteines bei der Bearbeitung eines Halbfertigerzeugnisses hervorgebracht werden, das durch eine Mittelbohrung in dem zylindrischen Stütz- oder Halteelement hindurchgeführt und durch geeignete Einrichtungen kontinuierlich durch das Räumwerkzeug hindurchgezogen wird.
ίο Diese Vorrichtung bietet den Vorteil, daß die Räumspäne sofort nach ihrer Bildung geschnitten werden, ohne daß ein schraubenlinienförmiges Einschneiden der Halbfertigerzeugnisse erforderlich wäre, weshalb natürlich auch keine von einer solchen Bearbeitung herrührende Schäden an der Oberfläche des das Räumwerkzeug verlassenden Fertigerzeugnisses vorhanden sein können. Die Hin- und Herbewegung des koaxial zu dem Räumwerkzeug be-1 wegbaren Scherwerkzeugs kann durch geeignete Getriebeelemente von einer mit gleichförmiger Geschwindigkeit umlaufenden Welle abgeleitet werden. · Die Vorrichtung eignet sich dadurch dazu, den ■ Schneidvorgang automatisch durchzuführen und die aus dem Bearbeitungsbereich anfallenden Späne abas zuführen. Mit der Vorrichtung ist es weiterhin möglich, Späne einer gewünschten und vorherbestimmten Länge zu schneiden, indem einfach das Verhältnis der Zuführgeschwindigkeit des Halbfertigerzeugnisses zu der Steuergeschwindigkeit der Getriebeeinrichtungen, die die geradlinige Hin- und Herbewegung des beweglichen Scherwerkzeugs bewirken, verändert wird.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfiindung sei nun im Zusammenhang mit der Zeichnung beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 die wesentlichen Einzelteile einer Vorrichrichtung nach der Erfindung teilweise im Schnitt und in der der Ruhelage entsprechenden Stellung, d. h. in einer Stellung, in der sich das bewegbare Scherwerkzeug in seiner rückwärtigen Endlage befindet, und
F i g. 2 die bereits in F i g. 1 gezeigten Einzelheiten der Vorrichtung nach der Erfindung, teilweise im Schnitt und in Arbeitsstellung, in der das bewegbare Scherwerkzeug die Räumspäne abschneidet, während geeignete Fördereinrichtungen das Halbfertigerzeugnis durch das Räumwerkzeug bewegen.
Wie in der Zeichnung zu erkennen, ist an einem
an der nicht dargestellten Grundrahmenplatte der Vorrichtung befestigten Werkzeugkopf 1 ein Räum-. werkzeug 2 angebracht, das in irgendeiner geeigneten Weise an dem Werkzeugkopf 1 befestigt ist.
Das Räumwerkzeug 2 ist mit einer durch Schneidkanten 5 begrenzten Öffnung 3 versehen und besitzt .55 einen Querschnitt entsprechend dem besonderen, für ein Halbfertigerzeugnis 4 voaJanggestreckter Form und gleichbleibendem Querschnitt gewünschten Profil. Die Schneidkanten 5 des Räumwerkzeugs 2 dienen dem Entfernen von Material von der äußeren Oberfläche des Halbfertigerzeugnisses 4, das nach der Bearbeitung aus den konischen Austragsöffnungen 6 und 7 des Werkzeugs bzw. des Werkzeugkopfes herauskommt.
An der entgegengesetzten Seite zu der, an der das Halbfertigerzeugnis das Räumwerkzeug verläßt, und koaxial mit dem Werkzeug ist ein Stütz- oder Halteteil 8 angeordnet, das aus einem Metallzylinder besteht, der mit einer Tragkonsole 9 an der Grund-
das die Oberflächenschicht von dem Halbfertigerzeugnis entfernt, hindurchzugehen. .
Während der kontinuierlichen Zufuhr des Halbfertigerzeugnisses durch das Räumwerkzeug neigt das von dessen Oberfläche entfernte Material dazu, sich entlang der Stirnseite des Räumwerkzeugs zu bewegen oder zu gleiten, wodurch eine Vielzahl von Spänen 24 gebildet wird, die gezwungen werden, sich in dem durch die Stirnfläche des Räumwerkzeugs
rahmenplatte der Vorrichtung befestigt ist und der eine axial durchgehende Bohrung 10 besitzt, die der Zu- und der Einführung des Halbfertigerzeugnisses 4 zu dem bzw. in das Räumwerkzeug dient. Auf dem Stützteil 8 ist ein bewegliches Scherwerkzeug 11 angebracht, das aus einer metallischen Hülse besteht, deren innere Oberfläche in einer Gleitpassung auf der äußeren Oberfläche des Stützteils 8 geführt ist und deren äußere Oberfläche ein geringes Spiel
gegenüber der Innenfläche einer öffnung in einer an io und die entsprechende Fläche des dem Werkzeug der Grundrahmenplatte der Vorrichtung befestigten gegenüberliegenden Stützzylinders 8 gebildeten Ring-Konsole 12 hat. raum auszurichten.
Die gegen das Räumwerkzeug 2 gerichtete Stirn- Wenn die Räumspäne eine gegebene Länge er-
seite des Stützteils 8 kann flach, konkav oder konvex reicht haben, werden sie durch die Kanten 15 des oder in irgendeiner anderen Weise geformt sein und 15 beweglichen Schneidwerkzeugs 11, das in diesem ist so angeordnet, daß sie zusammen mit der ent- Augenblick unter der Wirkung des Nockens 21 seine sprechenden Stirnseite des vor ihr angeordneten Endstellung gegenüber dem Räumwerkzeug erreicht Räumwerkzeugs einen Ringraum mit gewünschten hat, abgeschnitten. Anschließend wird das Seher-Abmessungen bildet, in dem die von der Oberfläche werkzeug durch bekannte Einrichtungen in seine in des Halbfertigerzeugnisses entfernten Späne gezwun- ao F i g. 1 dargestellte Ruhestellung zurückbewegt,
gen werden, sich in radialer Richtung zu dem beweg- Es ist ersichtlich, daß die Länge der abgeschnit-
baren Scherwerkzeug 11 hin zu bewegen. tenen Späne durch die Zuführgeschwindigkeit des
Das Scherwerkzeug 11 kann sich wegen seiner Halbfertigerzeugnisses und durch die Anzahl der von Gleitpassung gegenüber dem Zylinder 8 und der dem Scherwerkzeug 11 pro Zeiteinheit ausgeführten Konsole 12 in einer höchst genauen Art und Weise 45 Hin- und Herbewegungen bestimmt wird,
in axialer Richtung bewegen und ist derart angeord- . Es ist daher die Möglichkeit gegeben, mit an sich net, daß während seiner Bewegung auf das Räum- bekannten Mitteln die Geschwindigkeit derjenigen werkzeug 2 zu seine innere Oberfläche mit der äuße- Bestandteile zu regeln, die die Zuführgeschwindigkeit ren Oberfläche eines ortsfesten Scherwerkzeugs 13 des Halbfertigerzeugnisses bestimmen, ebenso wie zusammenwirkt, das seinerseits auf einen ringförmi- 30 die Geschwindigkeit derjenigen Teile, die die Bewegen Vorsprung 15 des Werkzeugkopfes 1 aufgezogen gung des Nockens 21 bewirken, um so durch die und daran in irgendeiner geeigneten Weise befe- Vorrichtung geschnittene Späne von einer gewünschstigt ist. ten Länge zu erhalten.
Das bewegliche Scherwerkzeug 11 und das orts- Selbstverständlich sind gewisse Abwandlungen und
feste Scherwerkzeug 12 bilden somit eine Schere mit 35 Abänderungen des Gegenstandes der Erfindung mögringförmigen Schneidkanten 15 und 16. lieh, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Mittels geeigneter Antriebseinrichtungen wird dem . '
beweglichen Scherwerkzeug 11 eine solche Hin- und Herbewegung erteilt, daß es sich zwischen den beiden in F i g. 1 und 2 dargestellten Endstellungen entsprechend der Ruhelage bzw. der Schneidstellung der Späne bewegt. ■
Das bewegliche Scherwerkzeug 11 kann beispielsweise mittels eines Hebels 17 betätigt werden, der an der Stelle 18 an der Grundrahmenplatte der Vorrichtung schwenkbar gelagert ist und an einem Ende

Claims (3)

Patentansprüche: mittels eines Langloches mit einem mit dem beweglichen Werkzeug 11 einstückigen Bolzen 19 verbun-,den ist und der am anderen Ende mittels eines Nockenablaufteils 20 mit einem Steuernocken 21 von geeigneter Form in Verbindung steht. Für den Antrieb des Hebels 17 kann an Stelle des Nockens 21 auch ein Antriebssystem nach Art des Kurbelgestängegetriebes oder irgendwelche anderen bekannten Mittel eingesetzt werden. Weiterhin kann auch die Bewegung des beweglichen Scherwerkzeugs 11 durch einen Kolben eines Hydraulikzylinders oder einer Drucklufteinrichtung bewirkt werden. Die Arbeitsweise der Vorrichtung sei an Hand der F i g. 2 der Zeichnung erläutert: ' Das langgestreckte Halbfertigerzeugnis4 mit gleichbleibendem Querschnitt kommt z. B. von einer in der Zeichnung nicht dargestellten Rolle durch die öffnung 10 in dem Stützzylinder 8, wird dem Räumwerkzeug 2 zugeführt und durch die Wirkung der von einer Aufwickelrolle 23 auf einen bereits bearbeiteten Längen abschnitt 22 ausgeübten Zugkraft gezwungen, durch die öffnung 3 des Räumwerkzeugs 2,
1. Vorrichtung zum Zerkleinern der beim kontinuierlichen Räumen der Außenfläche von Halbfertigerzeugnissen aus Metall oder anderem Material von langgestreckter Form und gleichbleibendem Querschnitt mit einem an einem ortsfesten Werkzeughalter angeordneten Räumwerkzeug und einem ortsfesten, koaxial zu dem Räumwerkzeug und im Abstand von diesem angebrachten zylindrischen Stütz- oder Halteelement entstehenden Späne, gekennzeichnet durch ein bewegbares, aus einer koaxial mit dem Räumwerkzeug (2) und in Längsrichtung auf dem Stütz- oder Haltelement (8) hin- und herverschiebbar angeordneten Hülse bestehendem Scherwerkzeug (11) und durch ein ortsfestes, ringförmiges, koaxial zu dem bewegbaren Scherwerkzeug (H) befestigtes Gegenscherwerkzeug (13), mit einer äußeren, zusammen mit der inneren Ringkante (15) des bewegbaren Scherwerkzeugs (11) wirkenden Ringkante (16).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegbare Scherwerkzeug (11) mit seiner Außenfläche gleitbar in der Innenfläche einer öffnung eines am Grundrahmen der Vorrichtung fest angebrachten Traglagers (12) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, da-
durch gekennzeichnet, daß für die geradlinige Hin- und Herbewegung des bewegbaren Scherwerkzeugs (11) ein an der Grundrahmenplatte der Vorrichtung schwenkbar angebrachter, an einem ' Ende mittels eines Langloches mit einem mit dem bewegbaren Scherwerkzeug (11) einstückig ausgebildeten Bolzen (19) verbundener und an seinem anderen Ende über ein Nockenablaufteil (20) mit einem Steuernocken (21) zusammenwirkender Hebel (17) angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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