DE157109A - - Google Patents

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DE157109A
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KAISERLICHES
Vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung an Registrierkassen, um zu verhindern, daß der die Kasse Bedienende eine rasche Registrierung ausführen kann, bevor die Kassenorgane nach der vorhergegangenen Registrierung wieder vollständig ihre normale Lage eingenommen haben.
Bisher bestand bei Registrierkassen die Gefahr, daß die Kassenorgane durch Fahrlässigkeit des Handhabenden gesperrt wurden, in-
L dem dieser eine Registrierung zu rasch auf die andere folgen ließ. Gemäß vorliegender Erfindung wird diese Möglichkeit durch eine Vorrichtung vermieden, durch die eine Bewegung des Kassengetriebes, z. B. eine Drehung der Hauptwelle, verhindert wird, bis die Registrier- und Anzeigeorgane frei von jeder Vibration sind, so daß diese Teile sich in der richtigen Stellung für die nächste Registrierung befinden. Das Wesentliche der neuen Vorrichtung besteht darin, daß ein durch ein Registrierorgan bewegtes Sperrglied durch eine Vorrichtung (z. B, eine Feder oder dergl.) in Schwingung versetzt wird und während seiner Schwingung das Registrierorgan sperrt.
Die neue Vorrichtung ist auf den Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Im vorliegenden Falle ist die Vorrichtung beispielsweise in Verbindung mit einer Registrierkasse gezeigt, deren Handhabung durch einen hin und her beweglichen Antriebshebel erfolgt.
Fig. ι zeigt die Vorrichtung in Verbindung mit dem als Beispiel gewählten Kassen-
Fig. 2 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung und zeigt ihre Anordnung an dem Kassenrahmen.
Fig. 3 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung in größerem Maßstabe.
Fig. 4 ist ein Grundriß der Vorrichtung.
Die allgemeine Einrichtung der in Fig. 1 dargestellten Registrierkasse, an der die neue Vorrichtung beispielsweise angeordnet ist, ist folgende:
Die Antrieb- und. Einstellorgane sind auf Wellen 1, 2 und 3 des Rahmens A angeordnet, die sich von der einen zur anderen Seite des letzteren erstrecken und von denen die Hauptwelle 1 drehbar gelagert und die Wellen 2 und 3 starr mit dem Rahmen verbunden sind. Die Welle 1 ragt an der einen Seite des Kassengestelles hervor und ist an dem hervorstehenden Ende mit einem Antriebshebel B versehen. Bei Bewegung dieses Antriebshebels in der einen Richtung werden die Tasten C und durch Niederdrücken der Tasten die abgestuften Segmente D freigegeben, die bei der Zurückbewegung des Hebels B zum Fallen gebracht werden, mit den Enden der Tasten in Berührung kommen und mittels der Verbindungsstangen E Registrierräder F antreiben, wobei der durch die niedergedrückten Tasten dargestellte Betrag addiert wird. Die so weit beschriebene
Einrichtung bildet keinen Teil vorliegender Erfindung, sondern, wie oben erwähnt, nur eine allgemeine Form einer Registrierkasse, bei der die neue Vorrichtung beispielsweise Anwendung finden kann. Das in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiel der den Gegenstand der Erfindung bildenden Vorrichtung ist wie folgt beschaffen:
Der keilförmige, als Widerlager wirkende,
ίο durch Lappen a1 und a- an dem Rahmen A befestigte Daumen α ist mit einer geraden oberen Fläche/"1 und einer kreisbogenförmig gestalteten unteren Fläche/2 versehen. Beide Flächen/1 und/2 laufen oben in einer Kante zusammen. In einem an einer dritten Daumenfläche vorgesehenen Ausschnitt as ist bei aö eine federbeeinflußte Zunge oder Klinke α4 drehbar gelagert, die für gewöhnlich gegen eine Platte a9 anliegt.
Die Platte a9 besitzt unten ein freies, federndes Ende und ist an dem durch den Steg α° mit dem Daumen α verbundenen Ansatz a1 durch Nieten as oder dergl. so angebracht, daß sie mit der mit dem Ausschnitt aa versehenen Daumenfläche einen Zwischenraum bildet und mit ihren Enden an beiden Enden dieser Daumenfläche hervorsteht. Fällt ein Körper von gewissem Gewicht gegen das freie Ende der Platte a9, so gerät das letztere in Schwingung.
In der normalen Stellung der Teile ruht ein am Ende eines schwingenden Sperrarmes angebrachter Knaggen c an dem freien Ende der Platte a9 (Fig. 3 punktiert). Dieser Knaggen hat zweckmäßig halbkreisförmigen Querschnitt, und sein Durchmesser ist etwas geringer, als die Breite des Zwischenraumes zwischen dem Daumen α und der federnden Platte a9 beträgt.
Der Sperrarm c1 ist bei ρ an einem auf der Hauptwelle befestigten Antriebsarm c2 angelenkt. Bei der Drehung des Antriebshebels B wird daher der Arm c2 durch die Hauptwelle bewegt; die Bewegung des Armes c2 kann jedoch auch auf andere Weise erfolgen. In der normalen Lage wird der Arm c1 durch eine Feder d gehalten, durch die er mit dem Kassengestell verbunden ist.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Beim Niederdrücken des Antriebshebels B oder bei der Bewegung eines anderen Registrierorganes wird die Hauptwelle / in der Pfeilrichtung nach Fig. 2 in Schwingung ver~ setzt und der Arm c2 in einem Kreisbogen von etwa 400 bewegt. Hierdurch wird der Arm c1 gehoben und der an ihm angebrachte Knaggen c durch den Zwischenraum zwischen der federnden Platte a9 und dem Daumen a bis in die in Fig. 3 dargestellte Stellung über der Zunge a4 gezogen. Während dieser Aufwärtsbewegung des Knaggens c drückt der letztere die Zitng'e α4 unter Zusammenpressung ihrer Feder in den Ausschnitt a3 zurück; sobald jedoch der Arm cl die Stellung nach Fig. 3 erreicht hat, in der sein Knaggen aus dem Zwischenraum zwischen der federnden Platte und dem Daumen herausgetreten ist, schnappt die Zunge aA wieder gegen die Platte a9, so daß eine Zurückbewegung des Knaggens in diesen Zwischenraum verhindert wird.
Die untere gekrümmte Fläche /2 des Daumens bildet, wie vorher erwähnt, einen Kreisbogen; der Mittelpunkt dieses Kreisbogens fällt mit dem Drehpunkt ρ des Armes c1 zusammen.
Wird der Antriebshebel B freigegeben, so wird der Arm c1 mit seinem Knaggen c auf der Führungsfläche fl des Daumens entlang gestoßen, und da der Knaggen c in einem Kreisbogen von etwas größerem Durchmesser, als der Durchmesser der gekrümmten Fläche/2 des Daumens α beträgt, schwingen kann, so fällt der Arm c1 von der oberen Kante des Daumens in seine normale Stellung herab, in der sein Knaggen c an dem unteren freien Ende der federnden Platte α anliegt. Durch das Fallen des Armes prallt der Knaggen c von der federnden Platte a? zurück, und der Arm c1 vollführt mit seinem Knaggen eine Anzahl von Schwingungen, bei denen der Knaggen gegenüber der als Widerlager dienenden Fläche /2 des Daumens sich befindet. Während der Bewegung des Knaggens c längs der gekrümmten Fläche /2 ist der Antriebshebel B gesperrt und kann nicht niedergedrückt werden, da in diesem Falle der Knaggen c sofort mit der als Widerlager wirkenden Fläche /2 des Daumens α locJ in Berührung kommen würde; der Antriebshebel B kann aber auch, solange die Schwingung des Armes c1 dauert, nicht niedergedrückt werden, da der Knaggen während dieser Schwingungen nicht in den Zwischenraum zwischen dem Daumen α und der Platte a9, durch den er bei der Bewegung des Antriebshebels hindurchgehen muß, eintreten kann, sondern sich im Falle des Niederdrückens des Antriebshebels gegen die Fläche/2 legen würde.
Aus vorstehendem geht hervor, daß bei Anordnung der neuen Vorrichtung an einer Registrierkasse die verschiedenen Kassenteile genügend Zeit haben, um in die Ruhelage zu kommen, bevor der Hauptantriebshebel oder ■ ein anderes Registrierorgan zum Zwecke einer neuen Registrierung wieder niedergedrückt oder in anderer Weise bewegt werden kann. Jede Gefahr, daß diese Teile durch zu frühzeitiges Niederdrücken des Antriebshebels oder dergl. gesperrt werden, ist daher vermieden.
Die neue Vorrichtung ist natürlich nicht nur verwendbar, um die Verzögerung einer Bewegung am Schluß einer bestimmten Folge von Bewegungen der Antriebsteile, sondern auch an irgend einem gewünschten Punkt während der Bewegung eines dieser Antriebsteile zu verursachen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche :
    ίο ι. Vorrichtung an Registrierkassen zur
    Verhinderung von zu rasch aufeinander folgenden Registrierungen, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch ein Registrierorgan bewegtes Sperrglied durch eine Feder oder dergl. in Schwingung versetzt wird und während seiner Schwingung die Bewegung jenes Registrierorganes ver- ^ hindert.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an einem feststehenden, mit einer Führungsfläche ff 1J und einer gekrümmten, mit der ersteren . in einer Kante zusammenlaufenden Füh- : rungsfiäche ff2) versehenen Daumen (a) : eine ein freies Ende besitzende, mit einer : dritten Führungsfläche des Daumens einen Zwischenraum bildende federnde Platte (a9) befestigt ist, gegen die sich eine in einem Ausschnitt fc?) des Daumens dreh- ; bar gelagerte federbeeinflußte Zunge (a4) legt, und daß ferner das an einem mit dem Registrierorgan (B) verbundenen Hebel fc2) angelenkte, einen in der normalen Stellung der Teile gegen das freie Ende der federnden Platte fa9) anliegenden Knaggen fc) tragende Sperrglied fc1) so mit dem Daumen (a), der federnden Platte fa9) und der Zunge (a*) zusammenwirkt, daß bei der Bewegung des Hebels fc1) der Knaggen fc) durch den Zwischenraum zwischen der federnden Platte und dem Daumen hindurchgeführt wird, wobei er die Zunge fa*) zurückdrückt, worauf der Knaggen, indem sein Zurückgleiten in den Zwischenraum durch die wieder gegen die federnde Platte (a9) sich legende Zunge (a*) verhindert wird, auf der Führungsfläche ff1) entlang geführt wird und am Ende der Bewegung des Hebels fc'2) über die Kante der Führungsfläche ff) herab und an der gekrümmten , Führungsfläche ff1) entlang gegen die federnde Platte (a9) fällt und durch letztere gegenüber der gekrümmten Fläche ff2) in Schwingung versetzt wird, so daß er während dieser Schwingung nicht in den Zwischenraum zwischen der federnden Platte und dem Daumen eintreten und daher der Hebel fc2) nicht bewegt werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

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