DE1581060B1 - Hubschrauber mit schwenkbarem Heckrotor - Google Patents

Hubschrauber mit schwenkbarem Heckrotor

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DE1581060B1
DE1581060B1 DE19661581060 DE1581060A DE1581060B1 DE 1581060 B1 DE1581060 B1 DE 1581060B1 DE 19661581060 DE19661581060 DE 19661581060 DE 1581060 A DE1581060 A DE 1581060A DE 1581060 B1 DE1581060 B1 DE 1581060B1
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Germany
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tail rotor
rotor
thrust
tail
helicopter
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DE19661581060
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Dipl-Ing Hans Derschmidt
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Airbus Defence and Space GmbH
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Messerschmitt Bolkow Blohm AG
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Publication date
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    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C27/00Rotorcraft; Rotors peculiar thereto
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B64C2027/8236Rotorcraft; Rotors peculiar thereto characterised by the provision of an auxiliary rotor or fluid-jet device for counter-balancing lifting rotor torque or changing direction of rotorcraft including pusher propellers
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B64C2027/8263Rotorcraft; Rotors peculiar thereto characterised by the provision of an auxiliary rotor or fluid-jet device for counter-balancing lifting rotor torque or changing direction of rotorcraft comprising in addition rudders, tails, fins, or the like
    • B64C2027/8272Rotorcraft; Rotors peculiar thereto characterised by the provision of an auxiliary rotor or fluid-jet device for counter-balancing lifting rotor torque or changing direction of rotorcraft comprising in addition rudders, tails, fins, or the like comprising fins, or movable rudders

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Description

  • Die Erfindung betrifft einen Hubschrauber mit einem um eine senkrechte Achse schwenkbaren Heckrotor und einem Seitenleitwerk.
  • Hubschrauber der vorgenannten Art werden im Schwebe- und Langsamflug zum Ausgleich des Drehmomentes mit einer Heckrotorstellung geflogen, bei der die Heekrotorwelle quer zur Flugzeuglängsachse gerichtet ist.
  • Bei zunehmender Fluggeschwindigkeit beginnt dagegen die Steuerwirksamkeit des Seitenleitwerkes. Der hierbei erzielte Wirkungsgrad des Seitenruders reicht aus, um sowohl das vom Hauptrotor ausgeübte Drehmoment auszugleichen, als auch durch entsprechende Ruderverstellung Flugbewegungen um die Hochachse zu ermöglichen. Der bisher hierfür quer zur Flugrichtung ausgeübte Schub des Heckrotors wird daher bei höheren Fluggeschwindigkeiten zur zusätzlichen Schuberzeugung in Flugrichtung herangezogen und der Heckrotor in eine Stellung verschwenkt, in der seine Drehachse eine koaxiale Lage zur Flugzeuglängsachse einnimmt.
  • Ist die Geschwindigkeit des Hubschraubers, beispielsweise durch Vorwärtsneigen des Hauptrotors, ausreichend groß geworden, so wird das Ruder der Seitenflosse durch die Trimmeinrichtung stetig stark angestellt und der Einstellwinkel des Heckrotors stetig verringert, bis die Seitenkraft nur noch von der Seitenflosse erzeugt wird und der seitlich gerichtete Heckrotorschub nahezu verschwindet.
  • So wird z. B. bei mittlerer Einstellung der Blattwinkel der Rotorblätter der Heckrotorschub von seinem anfänglichen Wert bei einer Schwenkung von nur 10 Winkelgraden bereits den Wert 0 erreichen, und beim Weiterverschwenken bis etwa 20° den umgekehrten Wert zu seiner Ausgangsposition angenommen haben. Bei Erreichen der Propellerstellung, d. h. dann, wenn die Rotordrehachse parallel zur Flugzeuglängsachse liegt, beträgt der negative Schub des Heckrotors das Vielfache des anfänglichen positiven Wertes.
  • Zu Beginn der Schwenkung würde ein solches Verhalten eine Umkehr des Drehmomentes und am Ende der Schwenkbewegung einen sehr starken Luftwiderstand auf den Hubschrauber hervorrufen. Aus dem vorher Gesagten ergibt sich, daß es notwendig ist, während der Dauer der Schwenkbewegung den Blatteinstellwinkel fortlaufend zu ändern, wenn die Schubkraft 0 bis zur Beendigung des Schwenkvorganges beibehalten werden soll. Die bekannten schwenkbaren Heckrotoren haben den Nachteil, daß sie während des Schwenkvorganges, der im Vorwärtsflug erfolgt, entsprechend der starken Änderung ihres axialen Durchflußgrades, keinen genauen Ablauf des mittleren Einstellwinkels der Rotorblätter in Abhängigkeit von der Schwenkstellung des Rotors und von der Fluggeschwindigkeit aufweisen, um zu erreichen, daß einerseits das von dem Rotor erzeugte Drehmoment um die Hochachse des Drehflüglers die richtige Größe aufweist und daß andererseits der Heckrotorschub nicht zeitweise entgegen der Flugrichtung wirkt, so daß an Stelle eines Antriebes ein zusätzlicher Widerstand durch den Heckrotor entsteht. Dadurch, daß außer der normalen Steuerung des Momentes um die Hochachse noch der Schub des schrägstehenden Heckrotors zu regeln ist, stellt der Vorgang des Schwenkens für den Flugzeugführer eine beträchtliche zusätzliche Belastung dar; es ist daher unbefriedigend, die fortlaufende Regelung der zu jedem Schwenkwinkel des. Heckrotors zugehörigen optimalen Blattwinkeleinstellung dem Piloten zu überlassen.
  • Durch die Erfindung wird ein neuer Weg aufgezeigt, auf welche Weise die vorstehend genannten Nachteile vermieden werden und die Schwenkbewegung des Heckrotors ohne Beeinträchtigung der Flugbewegung, d. h. ohne unerwünschte Schubkräfte, ermöglicht wird.
  • Die Erfindung besteht darin, daß der Heckrotor, mit oder ohne Getriebe, in geringem Maße in Richtung seiner Drehachse gegen die Wirkung einer Schubmeßeinrichtung verschiebbar ist, die den Schub des Heckrotors während dessen Schwenkung mittels einer auf dessen Blattwinkeleinstellvorrichtung wirkenden Regeleinrichtung auf einen konstanten, nahe bei Null liegenden Wert steuert. Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes besteht darin, daß die Schubmeßeinrichtung an der Vorderseite des Rotorgetriebes angeordnet und mit diesem windschlüpfig verkleidet ist.
  • Die durch die Erfindung erzielten Vorteile bestehen vor allem darin, daß während der Schwenkbewegung des Heckrotors keine Änderung des Drehmoments des auf die Längsachse des Flugzeuges durch den Hauptrotor ausgeübten Drehmomentes und auch keine Änderung des Antriebsschubes in Flugrichtung erfolgt. Ebenso wird eine schädliche Änderung des Luftwiderstandes durch die Heckrotorblätter vermieden. Schließlich ist der Heckrotor weitgehend vor größeren Schlagbewegungen und vor überlastung geschützt.
  • Nachfolgend wird die Erfindung an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erklärt und die Lösung des der Erfindung zugrundeliegenden Problems in vier Phasen erläutert. Die Zeichnung zeigt in F i g. 1 den Seitenschnitt eines verschwenkbaren Heckrotorgetriebes eines Hubschraubers, F i g. 2 das Heck eines Hubschraubers mit einem als Ausleger auf der Seitenflosse montierten Heckrotor gemäß F i g. 1 in Draufsicht, F i g. 3 den Beginn des Schwenkmanövers des Heckrotors gemäß F i g. 2, F i g. 4 den Schwenkvorgang etwa in Mittelstellung des Rotors gemäß F i g. 3, F i g. 5 die Endstellung, in der die Rotorblätter Propellerwirkung haben.
  • Der Heckrotor 1 ist durch das Kardangelenk 4 auf der Heckrotorwelle 6 befestigt. Die Rotorwelle 6 ist mittels der Lager 7 und 8 in dem Getriebegehäuse 9 mit dem Kegelgetriebe 10 und 11 gelagert. Das Getriebegehäuse weist die Gleitbüchsen 12 und 13 auf, mit denen es axial in Richtung der Rotorwelle verschieblich in den Augen 14 und 15 des Verdrehgestells 16 gelagert ist. Das Getriebe ist außerdem über die elektrische Kraftmeßdose 17 gehalten, und diese stellt die kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Getriebegehäuse 9 und dem Ausleger 18 des Verdrehgestells dar. Der Drehkranz 19 lagert das Verdrehgestell auf einem Holm 24 der Seitenflosse 21 des Leitwerks. Die Verbindung des Heckrotorgetriebes mit dem Umlenkgetriebe 22 erfolgt über eine Welle 23, die mit Kardangelenken 20 und 25 an ihren Enden an den Kegelradgetrieben 10, 11 bzw. 22 angeschlossen ist, so daß eine kleine Verschiebung des Heckrotorgetriebes 9 gegenüber dem Zwischengetriebe 22 ohne Beeinträchtigung der Wellenbewegung möglich ist. Der Einstellwinkel der Rotorblätter 2 und 3 wird über die Hebel 26 und 27 und die Stoßstangen 28 und 29 mit dem Einstellager 30 gesteuert, dessen nicht drehendes Teil 31 über einen hydraulischen Kraftverstärker 32 geregelt wird.
  • Die Steuerung mit dem Pedal 43 des Piloten erfolgt über ein mechanisches Gestänge 33, einen elektrohydraulischen Weggeber 34, über den Umlenkhebel 35, ein Verdrehlager 36 und Stoßstangen und Winkelhebel 37 und 38. Außerdem ist eine Verbindung von der Pedalsteuerung 43 des Piloten zu dem Seitenruder 39 über das in seiner Länge veränderliche Trimmgestänge 40 vorgesehen. Im Rumpf des Hubschraubers ist eine elektronische Regelanlage 41 zur Verstärkung der Signale der Kraftmessung mit der Meßdose 17 und deren Verarbeitung in einen Impuls für den elektrohydraulischen Weggeber 34 angeordnet. Diese Regelanlage 41 kann auf vom Piloten gewünschte Werte des Heckrotorschubes am Schalter 42 im Pilotenraum eingeregelt werden.
  • Die Funktion der schwenkbaren Rotorlagerung ist folgende: Die durch die Rotorblätter 2, 3 eingeführten Schubkräfte bewirken eine Längsverschiebung des die Antriebswelle 6 in den Lagern 7, 8 drehbar führenden Getriebegehäuses 9 gegenüber dem Verdrehgestell 16. Hierbei gleitet das Getriebegehäuse 9 mittels der Gleitbüchsen 12, 13 in den Augen 14, 15 des Verdrehgestells 16, und die zwischen dem axial beweglichen Gehäuse 9 und dem in axialer Richtung unverschieblich mit dem Flugzeugheck verbundenen Ausleger 18 eingeschaltete elektrische Kraftmeßdose 17 wird betätigt. Diese gibt die jeweiligen Änderungen der Schubwerte auf elektrischem Wege an die elektronische Regelanlage 41 weiter, welche ihrerseits durch entsprechende Signale über den elektrohydraulischen Weggeber 34 den Blatteinstellwinkel verändert und zwar unabhängig von den mittels des Pedals 43 vom Piloten eingegebenen Steuerbewegungen. Zur Beeinflussung der elektronischen Regelanlage 41, d. h. zur Einstellung eines bestimmten Schubwertes, z. B. des Schubes 0, dient das Schaltorgan 42. Die Blattwinkeleinstellung wird stets automatisch so einreguliert, daß* sie dem am Schaltorgan 42 eingestellten Schubwert entspricht.
  • In den nachfolgend beschriebenen F i g. 2 bis 5 ist die Schwenkbewegung des Heckrotors dargestellt. F i g. 2 zeigt das Heck a eines Hubschraubers mit dem oberhalb der Flosse b schwenkbar angeordneten Heckrotor c in Stellung beim Schwebe- oder Langsamflug, bei der die Heckrotorwelle quer zur Fluzeuglängsachse gerichtet ist. Durch den hierbei erzeugten Schub S wird das vom Hauptrotor erzeugte Drehmoment allein durch die Kraft des Heckrotors aufgenommen.
  • Bei dem in F i g. 3 dargestellten Beginn des Schwenkmanövers des Heckrotors c ist die Flugeschwindigkeit durch Vorwärtsneigung des Hauptrotors auf beispielsweise 200 km/h gesteigert. Beim Erreichen dieser -Geschwindigkeit wird der Anstellwinkel des Seitenruders d der Flosse b durch die Trimmeinrichtung stetig vergrößert und der Blatteinstellwinkel des Heckrotors stetig verkleinert, so lange, bis die seitlich wirkende Schubkraft S bei steigender Fluggeschwindigkeit nur noch vom Ruder herrührt.
  • Die folgende Phase des Schwenkvorganges ist in F i g. 4 gezeigt. Der Schwenkrotor c hat etwa seine Mittellage erreicht. In dieser Stellung ist die Regeleinrichtung eingeschaltet, die die Schubwirkung des Heckrotors durch Blattwinkeleinstellung konstant auf dem Wert 0 hält.
  • F i g. 5 zeigt die Beendigung des Schwenkvorganges, nach welcher durch die Blätter des nunmehr als Propeller wirkenden Rotors b eine Erhöhung der Fluggeschwindigkeit bewirkt wird.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Hubschrauber mit einem um eine senkrechte Achse schwenkbaren Heckrotor und einem Seitenleitwerk, dadurch gekennzeichnet, daß der Heckrotor, mit oder ohne Getriebe, in geringem Maße in Richtung seiner Drehachse gegen die Wirkung einer Schubmeßeinrichtung (17) verschiebbar ist, die den Schub des Heckrotors während dessen Schwenkung mittels einer auf dessen Blattwinkeleinstellvorrichtung wirkenden Regeleinrichtung auf einen konstanten, nahe bei Null liegenden Wert steuert.
  2. 2. Hubschrauber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schubmeßeinrichtung (17) an der Vorderseite des Rotorgetriebes angeordnet und mit diesem windschlüpfig verkleidet ist.
DE19661581060 1966-04-02 1966-04-02 Hubschrauber mit schwenkbarem Heckrotor Pending DE1581060B1 (de)

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