Die Erfindung bezieht sich auf eine Schmiede- zeitig wird auch ein · zusätzlicher Freiheitsgrad im
presse aus Pressenständer, in den Pressenständer Getriebezug erreicht. Nach bevorzugter Ausangeordnetem,
festem Pressentisch, beweglichem führungsform der Erfindung ist die Anordnung so
Pressenschlitten, Pressenschlittenantrieb aus Ex- getroffen, daß der Exzenterring mit seinem Rücken
zenterwelle, Exzenter und Exzenterdruckübertra- 5 gegen eine Traverse des Pressenschlittens gelenkig
gungseinrichtung, sowie Einrichtung für den Rückhub abgestützt ist. — Womit allerdings für diese gleitdes
Pressenschlittens. Derartige Schmiedepressen steinartige Lösung nicht für sich unter Schutz gesind
in verschiedenen Ausführungsformen bekannt. stellt wird, daß die den Exzenter umgebenden Teile,
Insbesondere sind solche bekannt (vgl. deutsche die gleichzeitig auch der Druckübertragung dienen,
Patentschrift 132278), bei denen die Exzenterdruck- ίο für den Rückzug mitbenutzt.werden.
übertragungseinrichtung mit einem Drucküber- Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer
tragungszapfen in eine zugeordnete Drucküber- lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichtragungspfanne
des Pressenschlittens eingesetzt ist, nung ausführlicher erläutert; es zeigt
wobei Exzenterwelle, Exzenter und Exzenterdruck- F i g. 1 die Vorderansicht einer erfindungsgemäßen
übertragungseinrichtung einander zugeordnete Krüm- 15 Schmiedepresse,
mungsflächen mit einander parallelen Krümmungs- F i g. 2 einen Schnitt A-A in Richtung des Gegenachsen
aufweisen. — Diese Spezifizierung umfaßt, Standes der F i g. 1.
daß die Berührungsfläche zwischen Exzenter und Die in den FiguFen dargestellte Schmiedepresse be-
Druckübertragungseinrichtung gleichen Radius auf- steht in ihrem grundsätzlichen Aufbau aus dem
weist, ebenso wie die Berührungsfläche zwischen der ao Pressenständer 1, in den Pressenständer 1 angeordne-Druckübertragungseinrichtung
und der Druckpfanne tem, festem Pressentisch 2 sowie beweglichem im Pressenschlitten. Bei der bekannten Ausführungs- Pressenschlitten 3. Der Pressenschlittenantrieb der
form ist der Druckübertragungszapfen ein durch dargestellten Schmiedepresse besteht aus einer
seine Gestaltung elastisches Bauelement, durch dessen Exzenterwelle 4 mit angeschlossenem Exzenter 5 und
Anordnung für Nachgiebigkeit bei einem eventuellen as Exzenterdruckübertragungseinrichtung 6, 7, 8. Ex-Durchbiegen
der Exzenterwelle gesorgt wird. Das ist zenterwelle 4, Exzenter 5 und Exzenterdruckübernachteilig,
wenn aus Gründen der Präzision der tragungseinrichtung 6, 7, 8 weisen einander zuSchmiedearbeit
jede Auffederung unterdrückt wer- geordnete Krümmungsflächen mit einander parallelen
den soll. Hinzu kommt, daß bei den bekannten Aus- Krümmungsachsen auf. Die Exzenterdrucküberführungsformen
(vgl. auch schweizerische Patent- 30 tragungseinrichtung 6, 7, 8 besteht im Ausführungsschrift 332 948) sich eine verhältnismäßig große Bau- beispiel aus einem den Exzenter umfassenden
höhe der Schmiedepresse insgesamt ergibt, was in Exzenterring 6 mit einem Druckübertragungsbezug
auf eine Vermeidung der Auf federung eben- zapfen 7 in eine zugeordnete Druckübertragungsfalls
nachteilig ist. Letzteres gilt auch für eine Aus- pfanne 8 des Pressenschlittens 3 eingesetzt ist. Im
führungsform, die mit sogenannten Gleitsteinen ar- 35 Ausführungsbeispiel und nach bevorzugter Ausbeitet
(vgl. »Konstruktion«, 1965, S. 88). Hier werden führungsform der Erfindung ist ferner für den Rückübrigens
den Exzenter umgebende Teile, die der hub die Anordnung so getroffen, daß der Exzenter-Druckübertragung
dienen, auch für den Rückzug ring 6 mit seinem Rücken 9 gegen eine Traverse 10 mitbenutzt. des Pressenschlittens 3 über Gelenkflächen 11,12 ge-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine 40 lenkig abgestützt ist.
Schmiedepresse der oben beschriebenen Gattung so Um die beschriebene besonders vorteilhafte ge-
zu gestalten, daß sehr hohe Steifigkeit und damit drungene Bauweise zu verwirklichen, ist der
sehr reduzierte Auffederung erreicht werden. Krümmungsradius des als Teilzylinder oder Kalotte
Die Erfindung betrifft eine Schmiedepresse, be- ausgeführten Druckübertragungszapfens 7 etwa gleich,
stehend aus Pressenständer, in den Pressenständer 45 im Ausführungsbeispiel kleiner dem des Exzenters 5,
angeordnetem, festem Pressentisch, beweglichem so daß der Krümmungsmittelpunkt 13 der Druck-.Pressenschlitten,
Pressenschlittenantrieb aus Ex- Übertragungspfanne 8 bzw. des Druckübertragungszenterwelle,
Exzenter und ■ Exzenterdrucküber- zapfens 7 praktisch in den Exzenter S gelegt ist.
tragungseinrichtung, die mit einem Drucküber-
tragungszapfen in eine zugeordnete Drucküber- 50 Patentansprüche:
tragungspfanne des Pressenschlittens eingestzt ist, 1. Schmiedepresse, bestehend aus Pressen-
• wobei Exzenterwelle, Exzenter und Exzenterdruck- ständer, in den Pressenständer angeordnetem,
übertragungseinrichtung einander zugeordnete Krüm- festem Pressentisch, beweglichem Pressen-
mungsflächen mit einander parallelen Krümmungs- schütten, Pressenschlittenantrieb aus Exzenterachsen
aufweisen, sowie aus einer Einrichtung für 55 welle, Exzenter und Exzenterdruckübertragungsden
Rückhub des Pressenschlittens. Die Erfindung einrichtung, die mit einem Druckübertragungs-
besteht darin, daß der Krümmungsradius des als Teil- zapfen in eine zugeordnete Druckübertragungszylinder
oder Kalotte ausgeführten Drucküber- pfanne des Pressenschlittens eingesetzt ist, wobei
tragungszapfens etwa gleich oder kleiner dem des Exzenterwelle, Exzenter und Exzenterdruck-
Exzenters ist und der Druckübertragungszapfen in 60 übertragungseinrichtung einander zugeordnete
einen den Exzenter umfassenden Exzenterring ein- Krümmungsflächen mit einander parallelen
gesetzt ist. Krümmungsachsen aufweisen, sowie aus einer
Die erfindungsgemäße Gestaltung führt zu einem Einrichtung für den Rückhub des Pressen-
Druckübertragungszapfen, der praktisch als starr.es Schlittens, dadurch gekennzeichnet, daß
Bauelement angesehen werden kann. Das führt zu 65 der Krümmungsradius des als Teilzylinder oder
einer ersten Erhöhung der Steifheit und Reduzierung Kalotte ausgeführten Druckübertragungszapfens
Qf Auffederung. Hinzu kommt, daß die Bauhöhe (7) etwa gleich oder kleiner dem des Exzenters
der Schmiedepresse insgesamt sich reduziert. Gleich- (5) ist u.td der Druckübertragungszapfer (7) in
einen den Exzenter (5) umfassenden Exzenterring (6) eingesetzt ist.