DE1675552C - Reibelement - Google Patents
ReibelementInfo
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Description
1 2
Die Erfindung bezieht sich auf ein Reibelement für dient das Sintermaterial aber immer dazu, einen
ein Reibradgetriebe, dessen Reibeleniente nicht par- Schmiermittelvurrat in der Reibzone zu holten oder
allol zueinander verlaufende, insbesondere einen keil- durch das Sintermaterial in die Reibzone zu pressen,
förmigen Spalt zwischen sich einschließende, in einem Bei dem erfinclungsgemäßen Reibradgetriebe dient
Schmiermittelbad arbeitende Reibflächen aufweisen, 5 das Porensystem des porösen Werkstoffs im Gegen-
wobei wenigstens je eines der jeweils zusammengehö- teil gerade dazu, eine Verdrängung des Sc'imiermit-
renden Reibelemente mit außerhalb der Reibzone tels aus der Reibzone zum Zwecke der Druckentl-i-
mündenden Kanälen zum Abbau des Flüssigkeits- stung zu gewährleisten. Der Gesichtspunkt der
drucks im Spalt zwischen den Reibflächen versehen ist. Schmiermittelzufuhr zur Reibzone spielt bei dem
Bei einem bekannten Reibradgetriebe dieser Art io erfindungsgemäßen Getriebe keine Rolle, da dort die
(französische Patentschrift 1386365) sind die Kanäle Reibflächen ohnehin in einem Sehmiennittelbad
als in den Reibflächen verlaufende Rillen ausgebildet. arbeiten.
Diese Rillen sollen möglichst fein und die Abstände Ein Ausfürmingsbeis|iiel der Erfindung ist in der
zwischen ihnen sehr gering sein. Verwendet man in Zeichnung dargestellt. Es zeigt
einem Reibradgetriebe solche mit feinen Rillen ver- 15 F i g. 1 einen Längsschnitt durch ein ertiridungsge-
sehenen Reibflächen, d?j3n ergibt sich die über- mäßes Reibradgetriebe,
raschende Wirkung, daß das übertragbare Dreh- F i g. 2 eine Teildraufsicht und
moment gegenüber einem gleichen Getriebe ohne F i g. 3 einen Längsschnitt durch ein Reibelement
Rillen in den Reibflächen erheblich ansteigt, ohne des Getriebes entlang der Schnittlinie ΪΙΙ-ΙΙΙ in
daß ein zu großer Verschleiß aufträte. Die Übertrag- ao Fig. 2.
baren Drehmomente sind abhängig von der Kraft, Aus F i g. 1 ist ein stufenlos verstellbares Rcibrad-
mit der die Reibflächen zusammengepreßt werden. getriebe ersichtlich. Es weist eine treibende Welle 1
Bei der Bemessung dieser Kraft muß berücksichtigt auf, auf welcher In Längsnuten d»ehfest gehaltene,
werden, daß durch die Rillen ein beachtlicher Teil konische Reibscheiben 2 längsverschiebbar angeord-
der Reibfläche wegfällt, so daß die Flächenpressung 25 net sind. Die Teile sind im Inneren einer Trommel 3
im verbleibenden Teil nicht zu hoch werden darf. angeordnet, die drehfest mit einer getriebenen Welle 4
Es ist ferner jäkannt (französische Patentschrift verbunden ist. Die treibende Welle 1 ist durch die
609143), den Reibkontakt zwischen zwei Bauteilen zentrale Öffnung eines Deckels 5 in das Trommel
dadurch zu verbessern, daß in einem der Teile innere eingeführt. Zwischen die Scheiben 2 fügen
schräge Kanäle angeordnet werde 1, die mit öffnun- 30 sich mit der Trommel drehfest verbundene, mit Ver-
gen in der Kontaktfläche münden. Diese Kanäle dickungen 12 versehene Reibringe 6 ein, deren erster
sollen dazu dienen, die Luft zwischen den Kontakt- mit dem Deckel 5 einteilig ausgeführt ist, während
flächen herauszusaugen und dadurch ein partielles der letzte mit einer der Schubwirkung elastischer
Vakuum zu schaffen, das zu einer stärkeren Zu- Scheiben 8 unterworfenen GJocke 7 ein Ganzes bil-
sammenpressung der Kontaktflächen führt. Abgese- 35 det. Die zwischen ihnen angeoi-ineten Ringe können
hen davon, daß Kanäle im Inneren von Bauteilen in der Trommel dank in das Innere derselben einge-
schwer herzustellen sind, schwächen die Kanäle das arbeiteter Längsnuten gleiten. Die gesamte Vorrich-
Bauteil, so daß «lie Ainvuidung chimes Konstruktion 1- lung wird beispielsweise von Lagern 9 getragen,
prinzip·, auf die Reibflächen von Reibradgetrieben, Ein solches Getriebe wird bekanntlich so verwendet,
die mit hohem Druck zusammengepreßt werden, 40 daß man die Entfernung zwischen der Achse der trei-
prukiisch kaum durchführbar ist. benden Welle 1 und derjenigen der Trommel verän-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die dert, wodurch das Übersetzungsverhältnis, das gleich
gleiche Druckentlastung im Spalt zwischen den Reib- »1« ist, wenn diese Entfernung »0« beträgt, sich in
flachen hei i!k-icrier übertragbarer Leistung mit einer dem Maße ändert, in dem die Verdickungen 12 der
geringeren I lachenpressung zwischen den Reib- 45 Ringe 5 zwischen die Scheiben 2 eindringen,
elementen zu erreichen. Die Trommel 3 und der Deckel 5 schließen einen
Diese Aufgabe wird crfindung.^maU dadurch ge- Hohlraum ein, in den durch einen axialen Kanal 10
lost, da» die Kanäle durch ein zur Reibfläche und und radiale Kanäle 11 in der Welle 1 öl oder ein
zu einer schmiermitteldruckfreien Zone offenes anderes flüssiges Schmier- oder Kühlmittel eingeleitet
Porensysiem eines festen, porösen Werkstoffs als 50 werden kann. Das öl gelangt durch Zentrifugalkraft
Reibfläche gebildet sind. in den vom Deckel S und der Trommel 3 begrenzten
Bei dem erfindungsgemäßen Reibradgetriebe er- Raum und bildet dort ein ringförmiges Bad, dessen
folgt die Druckentlastung des Flüssigkeitskeils über innere Begrenzungsfläche durch die Öffnung SA des
ein Porensystem des die Reibfläche bildenden Werk- Deckels bestimmt wird. Wie die Fig. 1 erkennen
Stoffes. Die Durchbrechungen der Reibfläche durch 55 läßt, arbeiten die seitlichen Ruihllüchcn der koni-
die Poren sind so geringfügig, daß insgesamt eine sehen Scheiben 2 und die seitlichen, efer Konizität der
größere Übertragungswelle für die Reibkruft ge- Reibfluchen in ihrem Verlauf nngcpaHttm Rcilulüchcn
geben ist, als wenn in die Reibfläche Rillen einge· der Verdickungen 12 immer vollmundig im Inneren
arbeitet sind. Dadurch sinkt bei gleichem Anpreß- des Ölbades.
druck und somit gleicher übertragbarer Leistung die 60 Aus den V i g. 2 und .1 ist ersichtlich, duM die Ver-Flüehcnpressung. Das Getriebe kann daher kleiner dickungen 12 au» einem gesinterten, porösen Werkgebaut werden. Umgekehrt ist bei gleicher Bnugrttßc stoff bestehen. Das PorensyMcm dieses Werkstoffes
eine höhere Leistungsübertragung möglich. bildet unregelmäßige Kanüle, durch welche hindurch
Ι·:·» ist zwar bereits bekannt (frun/üsische Patent- sich der im Spalt zwischen den Reibflächen bildende
schrift I Ofil "78; Niemann, Maschinenelemente II, 65 Flüssigkeitsdruck abbauen kann. Dabei wild eine ge-
!.intern und uls Reibflüehen /u verwenden. Dabei fielen Zone verdrängt.
Die Anwendung der Erfindung ist nicht auf ein
Reibradgetriebe der in Fig, I gezeichneten Art beschränkt,
Die Erfindung Hißt sich auf beliebige Reibradgetriebe anwenden, deren Reibflächen zwischen
sich einen, namentlich keilförmigen, Spalt einschlieden. Beispielsweise könnte das Reibradgetriebe an
Stelle von auf einer Welle sitzenden Reibscheiben einen Reibkegel aufweisen, der mit den Verdickunj>en
12 der Ringe 6 des Getriebes nach Fig. I zusumiucuwirkt.
Claims (2)
1. Reibelement für ein Reibradgetriebe, dessen Reibelemente nicht parallel zueinander verlaufende,
insbesondere einen keilförmigen Spalt /.vischen
sich einschließende, in einem Sehmiermiltelbad arbeitende Reibflächen aufweisen, wobei
wenigstens je eines der jeweils zusammengehörenden Reibeleniente mit außerhalb der Rcjb/nnc
mündenden Kanälen zum Abbau des FlüsMgkeiisdrucks
im Spalt zwischen den Reibllüelien versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dali
die Kanäle durch ein zur Reibfläche und /u einer sehmiermitteldruckfreien Zone offenes Porensystem
eines festen, porösen Werkstoffs als Reibfläche gebildet sind,
2. Reibelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der feste, poröse Werkstoff ein Sinterwerkstoff ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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