DE17858A - Wagenarretirvorrichtung an Fördergestellen - Google Patents
Wagenarretirvorrichtung an FördergestellenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE S: Bergbau.
Wagenarretirvorrichtung an Fördergestellen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. September 1881 ab.
Die in der Zeichnung durch drei verschiedene Schnitte dargestellte Arretirvorrichtung ist wie
folgt eingerichtet:
Der untere Rahmen / der Förderkörbe, der durch Traversen ^ dl abgesteift ist, ruht nach
erfolgter Förderung (also auf der Schachtsohle oder auf der Hängebank) auf je vier im Schacht
angebrachten beweglichen Caps H. An je zwei sich gegenüberliegenden Schachtstöfsen sind zwei
solche Stützen, welche auf einer gemeinschaftlichen Achse χ festgekeilt sind, derart angebracht,
dafs sie die in der Zeichnung angegebene Lage selbstthätig einnehmen, wogegen sie, wenn das Fördern beginnen soll, nach erfolgtem
Anheben des Förderkorbes durch eine Handhabe zurückgezogen werden, damit der Schacht frei wird.
Der Querbalken ζ wird nun an zwei an einem Schachtstofs liegenden Stützen H so angebracht,
dafs der um e drehbare Hebel/ beim Aufgang des Förderkorbes mit seinem Endejy am Querbalken
ζ vorbeistreift und die Caps H zurückschiebt, während beim Niedergange des Förderkprbes
das Hebelende y durch den Querbalken ζ aufgehalten wird, so dafs der Hebel/ dann die
punktirte Lage /1J1 einnehmen mufs.
Die verkröpfte Brücke G, welche an den Traversen d d1 befestigt ist, trägt eine starke
Bufferfeder h. Der am unteren Ende mit dem Hebel / verbundene Bolzen g trägt am oberen
Ende das an den eisernen Arretirlappen« «befestigte, durch Doppelmuttern auf dem Bolzen g
festgehaltene | |-förmige Eisenstück b.
Die Arretirlappen α α erhalten dadurch Führung,
dafs an den als Leitung für die Förderwagen W dienenden Winkeleisen k Führungsstücke c c angebracht werden.
Der Bolzen g ist am unteren Ende in der Brücke G geführt.
Die Wirkung des Apparates ist nun folgende: Während des Förderns nimmt der Apparat die
in der Zeichnung angegebene Stellung ein; durch die Wirkung der Bufferfeder h sind das
I |-förmige Stück b, und damit die Arretirlappen α α und der Bolzen g mit dem Hebel/
in diese Lage gebracht worden. Die Arretirlappen α α haben sich also zwischen je zwei
Räder R der Förderwagen W geschoben und so die Wagen arretirt.
Beim Aufsetzen des Förderkorbes auf die Caps H wird nun, wie früher gesagt, der Hebel/
durch den Querbalken ζ in die punktirte Lage/1 gebracht. Der Drehpunkt η des Bolzens g
liegt dann in n1, die Arretirlappen α α sind
dann so weit heruntergezogen worden, dafs die oberen Kanten derselben etwas unterhalb der
Linie r s (Oberkante der Winkelschienen K)
liegen, so dafs sie für das Abziehen der Förderwagen kein Hindernifs mehr bieten. Die Bufferfeder
wird dabei in Spannung gebracht und kann, wenn der Hebel / frei wird, wieder*
wirken.
Claims (1)
- In den Winkelschienen k werden bei ν und ze/, dem Durchmesser der Räder Jt entsprechend, geringe bogenförmige Vertiefungen angebracht; die Räder R suchen beim Aufschieben der Förderwagen diese Vertiefungen und fixiren so die geeignete Stellung der Wagen vor der Arretirung.PATENτ-Anspruch:An Förderkörben der durch eine Feder zwischen die Räder des Förderwagens gehobene Vorlegeblock, welcher bei aufsitzendem Förderkorbe durch einen Hebel, den in den Caps befestigte Querbalken zurückhalten, heruntergedrückt wird.Hierzu I Blatt Zeichnungen.BERLIN. GEDRÜCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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