DE1786314C - Vorrichtung zum Sperren der Bogenzufuhr - Google Patents

Vorrichtung zum Sperren der Bogenzufuhr

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DE1786314C
DE1786314C DE1786314C DE 1786314 C DE1786314 C DE 1786314C DE 1786314 C DE1786314 C DE 1786314C
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Germany
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Günter Dipl.-Ing. χ 8122 Radebeul; Becken Günter χ 8256 Weinböhla Weisbach
Original Assignee
VEB Polygraph Leipzig, Kombinat für polygraphische Maschinen und Ausrüstungen, χ 7050 Leipzig
Publication date

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Description

1 2
.Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Sper- Markenantriebsmechanismen vermieden vyerden, die ren der Bogenzufuhr bei nicht paßgerechter Bogen- Betätigung der Vorrichtung zu jedem Zeitpunkt eranlage mitteis eines Systems kombinierter Vorder- folgen kann und bei der die Sperrkräfte und damit und Deckmarken an bogenbe- und -verarbeitenden die bei der Einleitung der Sperrbewegung zu überMaschinen. 5 windenden Massenkräfte gering sind.
Bei bogenbe- und -verarbeitenden Maschinen ist Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gees notwendig, Vorrichtungen zum Sperren der Bo- löst, daß das Markensystem aus auch bei Spergenzufuhr anzuordnen, die den Einlauf von nicht rung periodisch schwenkbaren Normalmarken und paßgerechten Bogen oder von Doppelbogen in die aus bei Sperrung am Anlegtisch verbleibenden und Maschine verhindern. Diese Sperrvorrichtungen wer- io die Bogenzufuhr sperrenden Sperrmarken besteht, den bei nicht paßgerechter Lage des Bogens, Doppel- daß jeder Marke ein als Doppelschwinge ausgebilbogenzufuhr oder Ausbleiben eines Bogens, die detes Antriebsgetriebe zugeordnet ist, deren Antriebsdurch eine Bogenkontrolleinrichtung festgestellt wird, schwinge drehbeweglich auf einer über ein Kurvenwirksam, getriebe periodisch schwenkbaren Markenantriebs-
Bogenkontrolleinrichtungen, die die Bewegung der 15 welle angeordnet und in der einen Drehrichtung
Sperrmechanismen auslösen, sind bereits in den ver- kraftschlüssig über eine Zugfeder und in der anderen
schiedensten Ausführungen bekannt. Die Abtastung Drehrichtung über einen einstellbaren Anschlag mit
erfolgt dabei üblicherweise mit mechanischen, elek- einem fest auf der Markenantriebswelle angeordneten
trischen oder photoelektrischen Mitteln. Hebel verbunden ist, und daß die Antriebsschwinge
Es ist eine Vorrichtung bekannt, durch die bei 20 der Sperrmarken einen Hebelarm mit einem An-
nicht paßgerechter Lage eines Bogens die Vorder- schlagstück aufweist, welches in Sperrstellung an
und Deckmarken, welche über Hebelsysteme von einem Sperrkloben der Sperrhebelkombination an-
Kurvenscheiben angetrieben werden, in ihrer Stel- liegt
lung am Anlegetisch gesperrt werden. Bei dieser Vor- Nachfolgend soll die Erfindung an einem Ausführichtung wird ein fest mit einer Stellwelle verbünde- 25 rungsbeispiel näher erläutert werden. Es zeigt
ner Steuerhebel in die Stellung »Sperrung frei< durch Fig. I eine Vorderansicht der Vorrichtung,
einen Elektromagneten und in die Stellung »Sper- Fig· 2 einen Schnitt A-A nach Fig. 1 (Normalrung« durch eine Zugfeder bewr^t; der Steuerhebel marke) und
ist über eine Druckfeder m't einem auf der Steuer- Fig. 3 einen Schnitt B-B nach Fig. I einschlieüwelle drehbar angeordneten Dop, elhcbel, welcher 3" lieh des Markenantriebsgetriebes und des Sperrhebelan seinen Hebelarmen jeweils einen Sperrkloben antriebes.
trägt, verbunden. In der Sperrstcllung wird einmal Über einen Anlegtisch 1 werden die von einem die Bewegung der Anlegmarken in der Stellung am nicht dargestellten Bogenanleger kommenden Bogen Anlegtisch, d. h. in der Stellung des höchsten Hubes an die kombinierten Vorder- und Deckmarken 2 der Anlcgemarkenantriebskurve, durch den am er- 35 herangeführt, ausgerichtet und auf paßgerechte Lage Men Hebelarm des Doppelhebels angeordneten Sperr- kontrolliert. Bei paßgerechter Bogenanlage werden kloben und zum anderen die Bewegung der Über die Bogen von einer nicht dargestellten Schwingmarken in der Stellung am Anlegetisch, d. Ii. in der anlage erfaßt und, nachdem die Marken 2 in eine Stellung des höchsten Hubes der Deckmarkenan- Stellung unterhalb des Anlegetisches 1 geschwenkt triebskurve. durch den am zweiten Hebelarm des 40 worden sind, der Druckmaschine zugeführt.
Doppclhcbels angeordneten Sperrkloben blockiert. Die periodische Schwenkbewegung der Marken 2 Nachteilig ist dabei, daß die genannten Antriebsmc- wird eingeleitet von der Kurvenscheibe 3 über den chanismen der Marken in Sperrstellung gehalten wer- Rollenhebel 4. die Koppel 5 und den Hebel 6. weiden und dadurch die Rollenhebel der jeweiligen An- eher fest auf der Markenantriebswelle 7 angeordnet triebe für die Marken von den Kurvenscheiben ab- 45 ist. Die Rolle des Rollenhebels 4 wird dabei mittels heben und es zu einem starken Verschleiß aller einer auf einer Federstange 8 angebrachten Druck-Mechanismen durch das standig schlagartige Wieder- feder 9 in Kontakt mit der Kurvenscheibe 3 gehalten, aufsetzen der Rollenhebelrollen beim Durchgang des Jeder Marke 2 ist ein als Doppelschwinge 10; 11: 12 hohen Hubes der Antriebskurven kommt. ausgebildetes Antriebsgetriebe zugeordnet, deren
Weiterhin tritt der Nachteil auf. daß die Aufhc- 5° Koppel 11 mit den Marken 2 fest verbunden ist. Die bung der Sperrung (Anlagefreischaltimg) nur in der Antriebsschwinge 10 ist drehbeweglich auf der Mar-Stcilung des hohen Hubes der Kurvenscheiben er- kenantriebswclle 7 gelagert und kraftschlüssig über folgen kann, da sonst, bedingt durch den Positions- eine Zugfeder 13 in der einen Drclirichtung und über unterschied zwischen Kurvenscheibe und Rolle, ein einen einstellbaren Anschlag 14 in der anderen Drehschlagartiges Wiederaufsetzen der Rollen auf die 55 richtung mit dem Antriebshebel 15, welcher fest auf Kurvenscheiben erfolgt. Eine Automatisierung der der Markenantriebswellc 7 angeordnet ist, verbun-Anlagcfrcischallung ist aus diesem Grunde nicht den.
möglich. Des weiteren treten infolge der Sperrung Die periodische Schwenkbewegung der Markenaller Antriebsmechanismen große Sperrkräfte auf, antriebswelle 7 wird in der Anschwenkphase der welche zur entsprechenden Dimensionierung von 6° Marken 2 an den Anlegtisch I über den einstell-Stcliwclle, Steuerhebel und Doppclhcbel zwingen. baren Anschlag 14 vom Antriebshebel 15 an die Die dadurch bedingten Massenkrüftc, welche bei der Antriebsschwinge 10 übertragen; in der Abschwenk-Einleitung der Sperrbewegung zu überwinden sind, phase wird die Bewegung über die Zugfeder 13 vom wirken sich äußerst negativ auf eine Steigerung der Antriebshebel 15 auf die Antriebsschwinge 10 über-Muschincnleistung aus. 65 tragen. Durch die Verstellung des Anschlages 14
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine mittels der Vcrstellschrauben 16 kann jede Marke in
Vorrichtung zum Sperren der Bogenzufuhr zu ent- ihrem Abstand relativ zum Anlegtisch eingestellt
wickeln, bei der die stoßartigen Belastungen der werden.
Die Normalmarken sind in der beschriebenen Art und Weise aufgebaut, die Sperrmarken weisen zusätzlich noch an dem 2. Hebelarm 10 a der Antriebsschwinge 10 ein Sperrstück auf. Auf einer Sperrhebelwelle 18 ist ein Hebel 19 fest und ein weiterer Hebel 20, welcher ein Sperrstück 21 aufweist, drehbeweglich angeordnet; die Hebel sind in der einen Drehrichtung — Bewegung in Freistellung — über einen Anschlag 22 und in der anderen Drehrichtung — Bewegung in Sperrstellung — über eine Druckfeder 23 miteinander verbunden.
Auf der Sperrhebelwelle 18 ist ein weiterer Hebel 24 fest angeordnet; die Schwenkbewegung der Sperrhebelwelle 18 und damit der Sperrhebelkornbination 19; 20 wird von einem Elektromagneten 25, über einen Winkelhebel 26, eine Kniehebelkombination 27; 28; 29 und den Hebel 24 eingeleitet.
Wirkungsweise der Vorrichtung
Stellen die Bogenkontrollelemente einen paßge- ao recht angelegten Bogen fest, werden die Bogen von einer nicht dargestellten Schwinganlage erfaßt und, nachdem die Marken 2 in eine Stellung unterhalb des Anlegtisches 1 geschwenkt worden sind, der Druckmaschine zugeführt, die Schwenkbewegung der Marken 2 wird dabei über die beschriebene Getriebeunordnung realisiert. Wird jedoch durch die bogenkontrollelemente ein nicht paßgerecht anliegender Bogen, ein Doppelbogen oder das Ausbleiben eines Bogens festgestellt, wird ein Stromkreis zu den Ma-•nieten 25 geschlossen. Dadurch wird über den Winkelhebe! 26, die Kniehebelkombination 27; 28; 29 und den Hebel 24 die Sperrhebelwelle 18 mit dem Hebel 19 in Uhrzeigerrichtung verdreht. Die Bewegung wird über die Druckfeder 23 auf den Hebel 20 übertragen, wobei dieser eine Bewegung erst ausführen kann, wenn sich das AnscMagstück 17 der Antriebsschwinge 10 außerhalb des Bewegungsbereiches des Sperrklobens 21 von Hebel 20 befindet; dies ist dann der Fall, wenn sich die Marken 2 am Anlegtisch 1 befinden.
In dieser Stellung wird die weitere Bewegung der Antriebsschwingen 10 der Sperrmarken durch das Anschlagstück 17, welches am Sperrkloben 21 anliegt, blockiert; die Normalmarken, deren Anniebsschwingen 10 keine Anschlagstücke aufweisen, bewegen sich nach wie vor periodisch weiter. Der nicht paßgerecht an den Marken 2 anliegende Bogen wird durch die als Sperrmarken ausgebildeten Marken 2 am Anlegtisch festgehalten und kann somit nicht in die Maschine gelangen.
Liegt wieder ein paßgerechter Bogen an den Marken 2, wird der Magnet 25 stromlos und die Zugfeder zieht die Kniehebelkombination 27; 28; 29 und damit die Sperrhebelkombination 19; 20 in Freistellung.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Vorrichtung zum Sperren der Bogenzufuhr bei nicht paßgerechter Bogenanlage mittels eines Systems kombinierter Vorder- und Deckmurken an bogenbe- und -verarbeitenden Maschinen, bei der die Absperrbewegung über eine Bogenkontrolleinrichtung ausgelöst und über einen Elct.nomagnet und ein Hebelsystem an eine Sperr!
    kombination weitergeleitet wird, d a d u r c h
    kennzeichnet, daß das Markensystem aus auch bei Sperrung periodisch schwenkbaren NOrmalmarken und aus bei Sperrung am Anionisch (1) verbleibenden und die Bogenzufuhr sp senden Sperrmarken besteht, daß jeder Marko (2) ein als Doppelschwinge (10; 11; 12) ausgebp-.letes Antriebsgetriebe zugeordnet ist, deren Antnebsschwingc (10) drehbeweglich auf einer über ein Kurvengetriebe periodisch schwenkbaren Markenantriebswelle (7) angeordnet und in der einen Drehrichtung kraftschlüssig über eine Ziu: leder (13) und in der anderen Drehrichtung über einen einstellbaren Anschlag (14) mit einem fesi auf der Markenantricbswelle angeordneten Hebe! (15) verbunden ist. und daß dh Antriebsschwinge (10) der Sperrmarken einen Hebelarm (ίΟα) mit einem Anschlagstück (17) aufweist, welches in Sperrstellung an einem Sperrkloben (21) der Sperrhebelkombination (19; 20) anliegt.
    -•helne -
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2828751A1 (de) * 1978-06-30 1980-01-03 Roland Offsetmaschf Bogenanlegevorrichtung mit kontrolleinrichtung

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2828751A1 (de) * 1978-06-30 1980-01-03 Roland Offsetmaschf Bogenanlegevorrichtung mit kontrolleinrichtung

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