DE181677C - - Google Patents
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Classifications
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-
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 181677 KLASSE 38 h. GRUPPE
AUGUST POULSEN in LEMVIG, Dänem.
sonstiger Einflüsse zu schützen.
Das vorliegende Verfahren bezweckt ein sozusagen selbsttätiges Imprägnieren des
Holzes, während es im Gebrauch ist; durch ein solches Imprägnieren wird das Holz gegen
Fäulnis, Schwamm, Angriff von Insekten und dergl. geschützt. Das Verfahren hat eine gewisse
scheinbare Ähnlichkeit mit dem schon bekannten Verfahren, um Holz, das sich im Meere befindet, gegen den Angriff des HoIzwurms
oder des Pfahlkrebses zu schützen, und welches darin besteht, daß man z. B. bei Hafenbauten und dergl. denjenigen Teil des
Holzes, welcher sich unter dem Wasserniveau befindet, mit einem gewöhnlich sich dicht an
das Holz schließenden Mantel aus Metallplatten oder aber mit einem Beschlag von Metallnägeln verwendet. Der Zweck dieses
Verfahrens und die durch eine derartige unterseeische Verhäutung des Holzes erzielte Wirkung
ist jedoch nur, durch Anwendung des Metalles ein mechanisches Hindernis gegen den Angriff der obenerwähnten Tiere und
dergl. zu schaffen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt dagegen, die chemische Wirkung solcher Metalle
zu verwerten, deren Salze sich zum Imprägnieren von Holz besonders eignen. Eine derartige Wirkung ist dagegen ausgeschlossen
oder jedenfalls von ganz untergeordneter Bedeutung bei den obenerwähnten Verfahren,
um das unter Wasser angebrachte Holz gegen den Angriff von gewissen Tieren zu schützen,
und zwar allein aus dem Grunde, weil die sich auf der metallischen Verhäutung bildenden
Salze vom Wasser weggespült werden.
Das vorliegende Verfahren besteht darin, daß das Holz oder diejenigen Teile desselben,
welche imprägniert werden sollen, mit einer eventuell in das Holz hineindringenden Masse
eines oder mehrerer der zum Imprägnieren geeigneten Metalle versehen wird, und zwar
in der Form von z. B. kleinen an der Oberfläche des Holzes angehefteten Plattenstücken,
in das Holz hineingesteckten Dübeln oder eingeschlagenen Nägeln, wodurch erreicht
wird, daß die von der Erde, von der Luft oder von einem anderen Ursprung herrührende
Feuchtigkeit das Metall angreift und eine metallische Auflösung entsteht, die in das
Holz hineindringt und dort die etwa vorhandenen Sporen, Keime, Larven oder dergl.
vernichtet, wobei die erwähnte Auflösung durch das wechselnde Feuchtwerden und Wiederaustrocknen des Holzes stets mehr
und mehr konzentriert wird.
Als Beispiel kann die Anwendung des Verfahrens auf Eisenbahnschwellen angeführt
werden. Wenn man unter Anwendung von Zink die Schwellen in der obenerwähnten Art
behandelt, und zwar derart, daß man in denjenigen Teil derselben, welcher mit der Schiene
in direkte Berührung kommt, eine Anzahl Nägel oder dergl. hineinschlägt und dabei
Zinknägel verwendet, wird infolge des Vorhandenseins der eisernen Schiene, sobald die
Schwelle feucht wird, eine erhöhte chemische
Wirkung eintreten. Gleichzeitig wird die Schiene in gewissem Grade gegen Rostbildung
geschützt sein, solange vom metallischen Zinke noch etwas übrig ist.
Auf Telegraphenstangen, Zaunpfählen usw. kann derjenige Teil derselben, welcher unmittelbar
unter und über dem Erdboden liegt, in der obenerwähnten Art und Weise behandelt und dadurch geschützt werden. Das
ίο Verfahren kann überhaupt bei allem Holz Verwendung finden, welches über dem Wasserniveau
(Niveau des Meeres, des Grundwassers oder dergl.) angebracht und der Einwirkung
der Feuchtigkeit ausgesetzt ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren, um Holzschwellen, Pfähle und ähnliche den Witterungseinflüssen ausgesetzte Holzgegenstände gegen die schädliehe Einwirkung der Feuchtigkeit und sonstiger Einflüsse zu schützen, dadurch gekennzeichnet, daß außer den zur Befestigung der Hölzer etwa erforderlichen Metallstücken in das Holz Metallnägel oder ähnliche metallene Gegenstände oder auch durchlöcherte Platten, lose aneinander gereihte Plattenstücke usw., die aus einem Metall hergestellt sind, das unter dem Einflüsse der Luft und der Feuchtigkeit allmählich in ein auflösbares Metallsalz umgewandelt wird, eingeschlagen bezw. aufgebracht werden, zum Zwecke, die unter dem Einflüsse der Atmosphärilien aus ihnen gebildete Salzlösung in das Holz eindringen zu lassen und dieses dadurch gegen Fäulnis, Schwamm, den Angriff von Tieren usw. zu schützen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE181677C true DE181677C (de) |
Family
ID=445840
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT181677D Active DE181677C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE181677C (de) |
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