DE1817663B2 - Vorrichtung zum Herstellen von Reihstichnähten für das Heften von Stoffteilen - Google Patents
Vorrichtung zum Herstellen von Reihstichnähten für das Heften von StoffteilenInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B1/00—General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both
- D05B1/02—General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making single-thread seams
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Description
Die vorliegende F.rfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von Reihstichnähten für das Heften
von Stoffteilen.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (DT-AS 11 82 034) wird mit einer sogenannten Hakennadel der
Faden von der Oberseite der Werkstücklagen durchgezogen, dann von der Nadel freigegeben und beim nächsten
Einstich der leeren Nadel wieder erfaßt. Dabei wird der von der Nadel freigegebene Faden von einem
Greifer gehalten, der den von der Nadel nach dem Durchstechen des Nähgutes freigegebenen Fadenabschnitt
beiderseits des Nadelöhres festklemmt und nach Wiedereinstechen der Nadel in das Werkstück diesen
Fadenabschnitt wieder in das offene Öhr der Nadel ein führt.
Eine solche Vorrichtung ist zwar für die maschinelle Herstellung von bestimmten Bekleidungsstücken vorteilhaft,
jedoch weniger brauchbar in solchen Fällen, wo es nicht auf die einmalige Anwendung und Anordnung
einer relativ festen und haltbaren Reihstichnaht ankommt, sondern wo die Reihstichnähte häufig
wiederholt hergestellt und wieder aufgetrennt werden müssen. Daraus ergibt sich zugleich, daß die bekannten
Hakennadeln sich für diesen Zweck nicht eigenen, weil der unerläßlich größere Durchmesser dieser Hakennadeln
zu große Durchstichlöcher verursacht, die die Lebensdauer der Stoffbahnen bei häufiger Verwendung
erheblich beeinträchtigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, relativ lockere und leicht wieder auftrennbare Reihstichnähte
maschinell herzustellen, die eine gewisse Relativverschiebung der zu heftenden Stoffteile erlauben und
nach dem Auftrennen keine allzugroßen Durchstichlöcher hinterlassen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß zwei sich bei jedem Heftschritt abwechselnd
auf- und abbewegende, beiderseits der zu 663
heftenden Stoffteile angeordnete Nadeln, durch deren Öhr und durch Fadenanzugshebel je zwei Arbeitsfäden
hindurchgeführt sind, für deren Y-förmig gespreizte Enden Klemmteile vorgesehen sind, und durch paarweise
angeordnete Greifer zur Aufnahme bzw. zum Durchziehen eines Heftfadens, wobei die Arbeitsfäden
nach Durchtritt der Nadeln durch die Stoffteile bei der Rückwärtsbewegung auf der Ober- bzw. Unterseite der
Stoffieile Schlaufen bilden, in die bzw. durch die die Greifer den Heftfaden einführen bzw. durchziehen, und
wobei während der weiteren Rückwärtsbewegung der Nadeln durch Abwärts- bzw. Aufwärtsbewegung der
Fadenanzugshebel der Heftfaden mit den Schlaufen der Arbeitsfäden durch die zu heftenden Stoffteile auf deren
Unter- bzw. Oberseite gelangt.
Auf diese Weise wird ein ganz neuartiges Heftsystem benutzt, wobei der eigentliche Heftfaden an Stelle mittels
einer relativ starker., große Durchstichlöcher hinterlassenden Hakennadel durch zwei Arbeitsfäden
transportiert wird, die ihrerseits mittels relativ dünner Öhrnadeln durch die Stoffteile gezogen werden. Die
Reihstichnaht kommt einer Imitation eines von Hand hergestellten Reihstiches gleich.
Ein in der Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend näher erläutert.
Es zeigt
F 1 g. I eine schematische Darstellung einer unleren
Nadel, die durch zu heftende Stoffteile hindurchtritt,
F i g. 2 eine schematische Darstellung der unteren Nadel, die gegenüber der in F i g. 1 dargestellten Position
ein wenig zurückgezogen worden ist,
F i g. 3 eine schematische Darstellung eines oberen Greifers, der in eine durch zwei Arbeitsfäden gebildete
Schlaufe eingeführt wird,
Fig.4 eine schematische Darstellung eines voll in
die Schlaufe der nach oben gebrachten Arbeitsfäden eingeführten Nähfadens,
F i g. 5 eine schematische Darstellung der Art und Weise, sn welcher diese Arbeitsfäden nach unten geführt
werden,
Fig.6 eine schematische Darstellung einer oberen
Nadel, die durch die Stoffteile hindurchtritt.
F i g. 7 eine schematische Darstellung der oberen Nadel, die gegenüber der in F i g. 6 dargestellten Position
ein wenig zurückgezogen ist,
Fig.8 eine schematische Darstellung der Art und
Weise, in welcher ein unterer Greifer in eine Schlaufe der nach unten gebrachten Arbeitsfäden eingeführt
wird,
F i g. 9 eine schematische Darstellung des Heftfadens,
der voll in die Schlaufe dieser Arbeitsfäden eingeführt worden ist und
Fig. 10 eine schematische Darstellung der Art und Weise, in welcher diese Arbeitsläden nach oben gezogen
werden.
Eine auf- und abbewegbare Nadel 2 mit öhr ist unterhalb
von zu heftenden Stoffteilen 1 angeordnet: eine Nadel 3 mit öhr für eine Auf- und Abbewegung ist
oberhalb der Stoffteile I angeordnet. Zwei von einer Spule abgewickelte Arbeitsfäden 6 und 7 werden durch
einen Fadenanzugshebel 4 hindurchgeführt und in das Öhr der unleren Nadel 2 eingeführt, während zwei von
einer Spule abgewickelte Arbeitsfäden 8 und 9 durch einen Fadenanzugshebel 5 hindurchgeführt und in das
öhr der oberen Nadel 3 eingeführt werden. Für die Arbeitsfäden 6 und 7 sind nahe ihren Enden Klemmteile
10 und Il vorgesehen sowie für die Arbeitsfäden 8 und 9 nahe deren Enden entsprechende Klemmteile 12
und 13. Während des Betriebs wird die untere Nadel 2 zunächst nach oben bewegt, um mit den mit der Nadel
2 in Verbindung stehenden Arbeitsfäden 6 und 7 durch db Stoffteile 1 hindurchzutreten. Anschließend wird
sie, wie in F i g. 2 gezeigt, ein wenig zurückgezogen, so dali ein Abschnitt der auf der Obersene der Stoffteile 1
zurückbleibenden Arbeitsfäden 6 und 7 eine Schlaufe 14 bildet Sobald die Schlaufe 14 gebildet worden ist,
wird ein geeigeneter Abschnitt des Heftfadens 16 durch einen oberen Greifer 18 erfaßt und, wie in F i g. 3 dargestellt,
in die Schlaufe 14 eingeführt. Dann erfaßt der
andere obere Greifer 17 das vordere Ende des Abschnitts des Heftfadens 16 und zieht denselben mit sich,
wobei der eine obere Greifer 18, wie in F i g. 4 dargestellt, zurückgezogen wird mit der Folge, daß der Abschnitt
des Heftfadens 16 voll in die Schlaufe 14 der zwei Arbeitsfäden hineingeführt wird; die Stoffteüe 1
werden um eine vorbestimmte Strecke voranbewegt. Dabei wird der Fadenanzugshebel 4 nach unten geschwenkt,
so daß die zwei Arbeitsfäden 6 und 7 den Abschnitt des Heftfadens 16, wie in l· i g. 5 dargestellt,
nach unten durch Stoffteüe 1 ziehen. Gleichzeitig werden die Enden der von einer Fadenklemme 19 gehaltenen
Arbeitsfäden 6 und 7 durch die Klemmteile 10 und 11 voneinander getrennt und zu der in F i g. 6 dargestellten
Y-Form verstellt, was zur Folge hat, daß dieser Abschnitt des Heftfadens 16 durch die Stoffteüe 1 gezogen
wird, um sich dort unterhalb derselben zu erstrecken und eine Schlaufe zu bilden. Dies erleichtert es
einem unteren Greifer 15, diesen Abschnitt des Heftfadens
16 zu erfassen. Dann wird die obere Nadel 3 mit den in ihrem Öhr befindlichen Arbeitsfäden 8 und 9
nach unten bewegt, um durch die Stoffteüe 1 hindurchzutreten, und zwar an einer gegenüber dem voi hergehenden
Stich versetzten SteUe. Wenn die obere Nadel 2 ein wenig zurückgezogen wird, bilden die beiden Arbeitsfäden
8 und 9 eine Schlaufe 20 unterhalb der Unterseite Jer Stoffteüe 1, was in F i g. 7 dargestellt wird.
Der zuvor beschriebene Abschnitt des Heftfadens lö,
der durch den einen unteren Greifer 15 erfaßt wird, wird in die Schlaufe 20 eingeführt wenn der eine untere
Greifer 15 nach vorn bewegt wird. Sobald der Greifer 15 seine extreme vordere Stellung erreicht hat, beginnt
er sich rückwärts zu bewegen, und der Abschnitt des Heftfadens 16 wird von einem anderen unteren
Greifer 21 erfaßt und so gezogen, daß er, wie in F ι g. 9 gezeigt, voll durch die Schlaufe 20 hindurch verläuft.
Dann werden die Stoffteüe 1 um eine vorherbestimmte Strecke voranbewegt und die zwei Arbeitsfäden 8 und
9 ebenso wie der Abschnitt des Nähfadens 16 durch die Stoffteüe 1 nach oben hindurchgezogen, um sich infolge
der Schwenkbewegung des oberen Fadenanzugshebels 5, wie in F i g. 10 gezeigt, oberhalb der Stoffteüe 1
auszubreiten. Die Enden der Arbeitsfäden 8 und 9 werden durch die Klemmteile 12 und 13 voneinander getrennt
und in Y-Gestalt gehalten, wodurch der Abschnitt des Heftfadens 16 nach oben gezogen wird, um
sich oberhalb der Stoffteüe 1 zu erstrecken und eine Schlaufe zu bilden. Die Schlaufe des Heftfadens 16 wird
durch den einen oberen Greifer 18 erfaßt, welcher zur Vorbereitung des nächstfolgenden Heftschrittes wieder
lieh vorn bewegt wird, der durch die sich nach oben
bewegende untere Nadel 2 eingeleitet wird. Dieser Arbeitszyklus wird immer wieder wiederholt, um die gewünschten
Reihstiche zu erhalten.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:18Vorrichtung zum Herstellen von Reihstichnähten für das Heften von Stoffteilen, gekennzeichnet durch zwei sich bei jedem Heftschritt abwechselnd auf- und abbewegende, beiderseits der zu heftenden Stoffteile (1) angeordnete Nadeln (2 bzw. 3), durch deren öhr und durch Fadenanzugshebei (4 bzw. 5) je zwei Arbeitsfäden (6, 7 bzw. 8. 9) hin- ro durchgeführt sind, für deren Y-förmig gespreizte Enden Klemmteile (10, Il bzw. IZ 13) vorgesehen sind, und durch paarweise angeordnete Greifer (18, 17, bzw. 15, 21) zur Aufnahme bzw. zum Durchziehen eines Heftfadens (16), wobei die Arbeitsfäden (6,7 bzw. 8,9) nach Durchtritt der Nadeln (2 bzw. 3) durch die Stoffteile (1) bei der Rückwärtsbewegung auf der Ober- bzw. Unterseite der Storfteilc (1) Schlaufen (14 bzw. 20) bilden, in die bzw. durch die die Greifer (18, 17 bzw. 15, 21) den Heftfaden (16) einführen bzw. durchziehen, und wobei während der weiteren Rückwärtsbewegung der Nadeln (2 bzw. 3) durch Abwärts- bzw. Aufwärtsbewegung der Fadenanzugshebel (4 bzw. 5) der Heftfaden (16) mit den Schlaufen (14 bzw. 20) der Arbeitsfäden (6. 7 bzw. 8. 9) durch die zu heftenden Stoffteile (1) auf deren Unter- bzw. Oberseite gelangt.
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