DE184268C - - Google Patents

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DE184268C
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chlorate
oxygen
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heat
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B13/00Oxygen; Ozone; Oxides or hydroxides in general
    • C01B13/02Preparation of oxygen
    • C01B13/0203Preparation of oxygen from inorganic compounds
    • C01B13/0218Chlorate

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Cookers (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVIl84268 -KLASSE 12 «V GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. April 1904 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur unmittelbaren Darstellung von Sauerstoff unter jedem gewünschten Druck aus Chlorat, insbesondere aus Alkalichlorat, welches sich bekanntlich bei der Einwirkung genügend hoher Temperatur unter Entwickelung von Sauerstoff zersetzt. Diese Zersetzung wurde bisher unter Zuhilfenahme einer äußeren Heizquelle, mit der man das in einem Behälter, wie z. B. einer Retorte, enthaltene Chlorat erhitzte, durchgeführt.
Gemäß vorliegender Erfindung wird die
äußere Erhitzung in folgender Weise vermieden.
Bekanntlich entzündet sich eine Mischung von brennbaren Stoffen und Chloraten, wenn die Verhältnisse sich genügend denjenigen nähern, die der vollständigen Verbrennung des brennbaren Stoffes durch den in dem Chlorat verfügbaren Sauerstoff entsprechen, mit großer Leichtigkeit, die sogar so .groß ist, daß die Reaktion im allgemeinen einen explosionsartigen Charakter annimmt. Eine derartig hergestellte Mischung ist aber keine Sauerstoff- sondern einfach eine Wärmequelle.
Wenn man eine Mischung herstellt, in der sich eine geringe Menge brennbarer Stoffe in Gegenwart eines Chloratüberschusses befindet, kann man die gesamte Chloratmasse als aus
, zwei Teilen bestehend betrachten, von denen der eine der zur vollständigen Oxydation des brennbaren Stoffes genau nötigen Menge entspricht, während der andere nicht mit dem brennbaren Stoff in Reaktion tritt, sondern bereit ist, sich unter Sauerstoffentwickelung unter der Einwirkung der infolge der Verbrennung erzeugten Wärme zu zersetzen.
Um den in dieser Weise erzeugten Sauerstoff unter einem bestimmten Druck zu erhalten, genügt es, in einem geschlossenen Behälter zu arbeiten, dessen Volumen in bezug auf die entwickelte Sauerstoffmasse in umgekehrtem Verhältnis zu dem zu erzielenden Druck steht.
Der, brennbare Stoff kann beliebiger Art sein: verteilte Metalle, Kohle, Kbhlenwasserstoffe, Cellulosen und ähnliche Produkte usw. Es ist nur zu beachten, daß, wenn die Verbrennungsprodukte gasförmige Verunreinigungen enthalten, die fähig sind, die Anwendung des in dieser Weise hergestellten Sauerstoffs zu beeinträchtigen, es nötig ist, sie durch geeignete 'Absorptionsmittel zu beseitigen, z. B. die Kohlensäure durch Kalk oder Alkalien.
Die Zersetzung der Chlorate findet aus sich selbst bei einer gewissen Wärmeentwickelung statt; man könnte daher fürchten, daß die Operation einen explosionsartigen Charakter annimmt, wenn sie unter erhöhtem Druck stattfindet. Dies wird aber dadurch vermieden, daß man der oben erwähnten Mischung einen inerten Stoff, wie z. B. Sand, Ton, Infusorienerde, zufügt, die, wie dies auch bei dem Nitroglyzerin der Fall ist, die Masse viel weniger gegen Explosionseinflüsse empfindlich machen.
Man kann zu demselben Zweck auch
schmelzbare Materialen verwenden, wobei die überschüssige, im Lauf der Reaktion ent-
. wickelte Wärme in Form latenter Schmelzwärme dieser Substanzen verschwindet.
Bei einer großen Zahl von Anwendungen kann es bequem sein, die Mischung in berechneten Dosen derart herzustellen, daß eine gegebene Menge Sauerstoff entwickelt wird. ίο Dies kann erzielt werden, indem man die Masse in Patronen einbringt oder sie in geeigneten Stücken von bestimmter Größe formt.
Man stellt z. B. Mischungen von Kaliumchlorat, Kohle und Infusorienerde in folgenden Mengenverhältnissen her:
Kaliumchlorat . . 70 bis 90 Prozent,
Kohle 0,9 - 8,5
Infusorienerde.. 9,1 - 21,5
Diese Mischungen werden event, in Stangenform gebracht. Um den Sauerstoff zu erzeugen, genügt es, das Gemisch zu entzünden, indem man einige Augenblicke ein brennendes Streichholz nähert.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung von Sauerstoff durch Erhitzen von Chlorat, dadurch gekennzeichnet, daß eine im wesentlichen aus einem oxydierbaren (verbrennbaren) Stoffe und einem die zur Oxydation dieses Stoffes erforderliche Menge wesentlich übersteigenden Überschuß von Chlorat, besonders Alkalichlorat, unter Zusatz von inerten-, eventuell schmelzenden, die Zer-Setzung mäßigenden Stoffen gebildete Mischung in einem geeigneten Behälter entzündet wird.
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FR332098A (fr) 1903-10-15

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