DE184548C - - Google Patents

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DE184548C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C5/00Fuzes actuated by exposure to a predetermined ambient fluid pressure

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Measuring Fluid Pressure (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 184548 KLASSE 65 ^. GRUPPE
SOCIETY SAUTTER HARLE & CIE in PARIS.
Selbsttätig wirkende Vorrichtung zur Sicherung und zur Freigabe der Zündvorrichtung von Seeminen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Oktober 1905 ab.
Selbsttätig wirkende Vorrichtungen zur Sicherung und zur Freigabe der Zündvorrichtung von Seeminen mittels einer dem Wasserdruck ausgesetzten Membrane, die unter der Wirkung einer oder mehrerer Federn von verschiedener Spannung steht, sind bereits bekannt. Die Erfindung besteht darin, daß die Membrane mit der Zündvorrichtung derart verbunden ist, daß sie nur unter einem
ίο in gewissen Grenzen schwankenden hydrostatischen Druck die .Zündvorrichtung, entsichert, bei Unter- oder Überschreiten der Druckgrenzen sie wieder selbsttätig sichert.
Hierdurch wird erreicht, daß z. B. eine von der Verankerung gelöste, an der Wasseroberfläche treibende Mine unschädlich gemacht wird, da hierbei die Zündvorrichtung infolge der Druckverminderung auf die Membrane gesichert wird. Bei einer bedeutenden
Druckerhöhung, die durch Überschreiten der Gebrauchstiefe der Mine oder durch die Explosion einer benachbarten Mine oder einer Gegenmine erfolgt, wird infolge Überschreitens der für die Membrane festgesetzten Druckgrenze die Zündvorrichtung ebenfalls gesichert.
Die Sicherungsvorrichtung ist auf der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen
Fig. ι und 2 die Anordnung der Membrane mit den Federn in zwei verschiedenen Ausführungsformen und
Fig. 3 die Sicherheitsvorrichtung selbst in einem Ausführungsbeispiel in Verbindung mit der Einrichtung nach Fig. 1.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 erfolgt die Zündung der Mine durch ein Pendel 17, das bei dem Schwanken der Mine durch den Aufstoß eines Schiffes seine senkrechte Lage beibehält und in beliebiger Weise die Zündung hervorbringt.
Die Festhaltung des Pendels 17 geschieht durch einen einarmigen gegabelten Hebel 19, der bei 20 drehbar gelagert ist und an den eine mit der Membrane verbundene Stange 1 bei 18 angreift. Das freie Ende des Hebels 19 ist gegabelt; der untere Arm der Gabelung trägt ein Lager 21 für einen am unteren Ende des Pendels angebrachten Zapfen 22, der obere Arm trägt einen Ring 23, dessen Weite ungefähr dem Durchmesser der Pendelkugel entspricht. '
Die Stange 1 ist mit einer elastischen Membrane 2 verbunden, die in einer mit öffnungen versehenen Kappe 3 angeordnet ist. Durch die öffnungen steht das Innere der Kappe mit dem Außenwasser in Verbindung, so daß der Druck des Außenwassers auf die Membrane zur Wirkung kommen kann. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 steht die Membrane unter der Wirkung der Spannung zweier Zugfedern 4 und 5, die zu beiden Seiten der Stange 1 angeordnet sind. Die

Claims (3)

  1. Stange ι hat in dem Gehäuse einen bügeiförmigen Ansatz 7, der eine Blattfeder 8 umfaßt und innen einen abgerundeten Kopf 9 besitzt.
    Wird die Mine zu Wasser gebracht und versenkt, so wird die Membrane und mit ihr die Stange 1 entgegen der Spannung der Federn 4 und 5 zurückgedrückt, bis der Kopf 9 auf die Blattfeder auftrifft. Erhöht sich der auf die Membrane wirkende Druck noch weiter über ein bestimmtes Maß hinaus, so wird sie unter Überwindung der Spannung der Blattfeder noch weiter einwärts bewegt.
    Die Größe der Bewegungen kann durch die Spannung der Federn 4, 5 und 8 vorher bestimmt werden.
    Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 und 3 ist an Stelle der Federn 4 und 5 eine einzige, die Stange 1 umfassende, stellbare Schraubendruckfeder 6 vorgesehen, die in einem hülsenartigen Ansatz der Kappe 3 untergebracht ist und gegen die Unterseite einer zwischen der Membrane 2 und der Stange 1 angeordneten Platte 11 drückt.
    In dem Ansatz der Kappe ist noch eine zweite konzentrisch zur Feder 6 liegende Feder 13 von stärkerer Spannung untergebracht, die gegen einen Absatz der Kappenverlängerung· und gegen einen Ring 15 anliegt, der von Bolzen 16 getragen wird, die in entsprechenden Durchbohrungen der Kappenwand verschiebbar gelagert sind. Die Platte 11 hat an ihrer Unterseite eine ebene Fläche 12, die dem Ring 15 gegenüberliegt.
    Beim Zuwasserbringen der Mine wird zunächst die Membrane 2 der Stange 1 entgegen dem Druck der Feder 6 nach innen bewegt, bis die Fläche 12 auf dem Ring 15 aufliegt. Eine Weiterbewegung der Membrane ist dann nur möglich, wenn auf sie ein Druck ausgeübt wird, der größer ist als die Spannung der Feder 13.
    Beim Aussetzen der Mine befinden sich alle Teile in der in Fig. 3 dargestellten Lage.
    Der Zapfen 22 des Pendels ruht in dem in seiner höchsten Stellung befindlichen Lager 21, wodurch das Pendel in seiner Lage gehalten wird, so daß die Zündvorrichtung gesichert ist, der Ring 23 befindet sich oberhalb der Pendelkugel. Wird jetzt die Mine zu Wasser gebracht und bis zur Gebrauchstiefe versenkt, so erfolgt ein Einwärtsschieben der Stange 1. Der Hebel 19 wird nach unten bewegt, so daß der Zapfen 22 aus dem Lager 21 heraustritt und das Pendel frei beweglich wird. Die Zündvorrichtung ist hiermit entsichert. Die Einwärtsbewegung der Stange erfolgt so lange, bis der Kopf 9 auf der Blattfeder aufliegt (Fig. 1) oder die ebene Fläche 12 auf den Ring 15 auftrifft (Fig. 2).
    Stößt jetzt ein Schiff an die Mine an, so erfolgt die Zündung. J
    Sinkt die Mine unter das durch die Spannung der Federn 8 oder 13 bestimmte Maß, oder wird auf die Membran eine Druck durch die Explosion einer benachbarten Mine oder einer Gegenmine ausgeübt, der größer ist als die Spannung der Feder 8, 13, so wird die Membrane und mit ihr die Stange 1 noch weiter einwärts bewegt. Der Hebel 19 gelangt in die punktiert gezeichnete Stellung a, in der der Ring 23 die Pendelkugel umfaßt und das Pendel somit festhält. Auch hierbei kann eine Zündung der Mine nicht erfolgen.
    Vermindert sich der Druck wieder durch Aufsteigen der Mine oder nach der Explosion der benachbarten Mine, so wird die Membrane durch die Federn 8, 13 wieder nach auswärts bewegt, so daß der Ring 23 das Pendel wieder freigibt. Steigt die Mine weiter, etwa bis zur Wasseroberfläche, so wird die Membrane noch weiter nach außen bewegt, bis schließlich die Anfangsstellung erreicht wird, in der das Lager 21 den Zapfen 22 des Pendels umfaßt und das Pendel wieder feststellt.
    Paten τ-Ansprüche:
    ι. Selbsttätig wirkende Vorrichtung zur Sicherung und zur Freigabe der Zündvorrichtung von Seeminen mittels einer dem Wasserdruck ausgesetzten, unter Wirkung einer oder mehrerer Federn von verschiedener Spannung stehenden Membrane, dadurch gekennzeichnet, daß die Membrane mit der Sicherung der Zündvorrichtung derart verbunden ist, daß sie unter einem in gewissen Grenzen schwankenden hydrostatischen Druck die Zündvorrichtung entsichert und bei Unter- oder Überschreitung der Druckgrenzen diese wieder selbsttätig sichert.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von den beiden zur Abstützung der Membrane dienenden Federn die schwächere in bekannter Weise dem- auf der Membrane in der Gebrauchstiefe ruhenden Wasserdruck entspricht und eine Einwärtsbewegung der Membrane zuläßt, durch die die Zündvorrichtung entsichert und die Mine zündbereit gemacht wird, während die Spannung der anderen Feder so bemessen ist, daß sie eine weitere Einwärtsbewegung der Membrane erst dann zuläßt, wenn die Gebrauchstiefe der Mine um ein bestimmtes Maß überschritten oder sonstwie ein starker Druck auf die Membrane, etwa
    durch Explosion einer benachbarten Mine, ausgeübt wird, wobei diese zweite Bewegung der Membrane dazu benutzt wird, die Zündvorrichtung wieder zu sichern.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Membrane mit der. Feststellvorrichtung der Zündvorrichtung zwangläufig verbunden ist, so daß die Sicherung der Zündvorrichtung auch dann erfolgt, wenn die Mine aus der Gebrauchstiefe in höhere Wasserschichten aufsteigt und an der Wasseroberfläche treibt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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