DE188621C - - Google Patents
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- DE188621C DE188621C DENDAT188621D DE188621DA DE188621C DE 188621 C DE188621 C DE 188621C DE NDAT188621 D DENDAT188621 D DE NDAT188621D DE 188621D A DE188621D A DE 188621DA DE 188621 C DE188621 C DE 188621C
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- G—PHYSICS
- G09—EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
- G09F—DISPLAYING; ADVERTISING; SIGNS; LABELS OR NAME-PLATES; SEALS
- G09F11/00—Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position
- G09F11/30—Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position the display elements being fed one by one from storage place to a display position
- G09F11/34—Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position the display elements being fed one by one from storage place to a display position the feeding means comprising electromagnets
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- Theoretical Computer Science (AREA)
- Control Of Vending Devices And Auxiliary Devices For Vending Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 54g·. GRUPPE
Haltestellenanzeiger für Eisenbahnwagen mit Anzeigetafeln.
Gegenstand der Erfindung ist eine automatische, in Straßen- oder Eisenbahnwagen
anzubringende Vorrichtung zum Anzeigen der Stationen oder Straßen, welchen sich die
Fahrzeuge nähern. Diese Vorrichtung macht außer dem Namen jeder Straße oder Station
eine besondere, zu Reklamezwecken dienende Ankündigung sichtbar.
Dieser Zweck wird erreicht durch einen ίο Apparat, welcher in den beiliegenden Zeichnungen
erläutert ist.
Fig. ι ist eine Endansicht des Apparates bei abgenommenem Gehäuse und zeigt einen
Magneten, einen Anker, ein Zahnrad und Winkelhebel sowie die Verbindungsstangen,
eine Anzahl Kartenhalter und ihre Zubehörteile.
Fig. 2 ist ein Grundriß des Kartenbewegers zur Zuführung der Karten in wagerechter
Lage.
Fig. 3 ist eine Seitenansicht nach Fig. 2 und zeigt den Kartenbeweger und eine unter
Federwirkung stehende Sperrung.
Fig. 4 ist eine Draufsicht des Apparates bei abgenommenem Gehäuse und zeigt die
Vorsprünge und Sperrhaken, welche die Karten nach oben und unten befördern, die
Schalträder auf beiden Seiten und einen Elektromagneten.
Fig. 5 ist eine Vorderansicht des Apparatgehäuses mit einer Glasscheibe, hinter welcher
die den Namen der Straßen oder Stationen und die Reklameankündigung zeigenden
Karten sichtbar werden. Der Deckel ist teilweise fortgebrochen, um den Querschnitt des
Rahmens und die Kartenführungsleisten zu zeigen.
Fig. 6 ist eine Seitenansicht und zeigt einen Leitungsdraht, einen an diesen angehängten
Anschlag, eine Stromabnehmerstahge mit Rolle und einen Umschalter. ,
Fig. 7 ist eine Einzeldarstellung eines An-Schlages. ■ ■' . . ; ■■
Fig. 8 zeigt die Aufhängung und Befestigung eines Anschlages.
Fig. 9 ist ein Schnitt durch die Schaltvorrichtung und zeigt eine Welle und Hubscheiben,
einen automatisch wirkenden Zeitstromschließer, Federn und Anschläge zum Auslösen der Hubscheiben, Ausschlaghebel
und einen isolierten Kontaktblock, von welchem ein Leitungsdraht nach unten sich abzweigt.
..··■'.'
Fig. 10 ist ein Schnitt durch die Schaltvorrichtung im rechten Winkel zu Fig· 9- ■
Das Gehäuse 1 des Apparates ist mit einer Glasscheibe 2 versehen, 3 sind Teile des
Apparatgestelles, 4 sind Halter für Karten 5, auf welchen die Straßennamen öder Inserate
aufgedruckt sind. Sie sind in Reihen gelagert und in Führungsleisten 6 geführt.
Diese Leisten sind an der Innenseite der Seitenteile des Gestelles 3 angegossen. Durch
Freilegurig der vordersten Karte der untersten Reihe zu der vorderen Karte der oberen
Reihe und gleichzeitigem Befördern der hinteren
Karte der oberen Reihe nach der hinteren Karte der unteren Reihe wird der
Namen der folgenden Straße sichtbar. Jede Reihe enthält die Namen der Straßen oder
Stationen in einer Richtung. Durch die besondere Anordnung der Karten in zwei Reihen wird erreicht, daß man die zuletzt
passierte und die kommende Straße gleichzeitig ablesen kann, ohne die Tätigkeit des
Apparates umzukehren. 7 ist eine Welle, welche in dem Gestell 3 gelagert ist. 8 sind
Getrieberäder, die auf der Welle 7 sitzen und auf diese aufgekeilt sind. Diese Zahnräder
bewegen Zahnstangen Q an der vorderen und 10 an der hinteren Seite. Die Zähne sind
in die Seiten der Kartenbeförderer 11 geschnitten, welche sich in vertikalen Nuten
auf und nieder bewegen. Diese Nuten sind an der Innenseite des Rahmens eingefräst.
Die Zahnräder 8 tragen Daumen 12, welche gegen Stifte 13 anschlagen, die an Schiebern
14 sitzen, welche wiederum in Aussparungen an den Enden der Führungsleisten 6 gleiten.
Durch den oberen Daumen 12, welcher' an die Vorderseite des Stiftes 13 anschlägt, wird
der Zwischenraum geschlossen, welcher sich zwischen den vorderen Hältern und den
Förderern befindet. Durch den unteren Daumen 12, welcher an die Hinterseite desselben
Stiftes anschlägt, wird der Schieber zurückbewegt und der Durchgang freigegeben. Der
Zweck des Schiebers ist also, den erwähnten Spalt selbsttätig zu öffnen und zu schließen.
Auf diese Weise wird der Übergang der Karten von der oberen in die untere Reihe
bewerkstelligt. 16 sind Hebel, welche drehbar um Stifte .17 am Rahmen befestigt sind.
Die inneren Enden der Hebel 16 sind geschlitzt und dienen Zapfen 18 des Zahnrades 8
zur Führung. Die äußeren Enden dieser Hebel sind fest mit den Enden des Ankers 19
verbunden, welcher horizontal quer über die Hinterseite des Apparates hinwegragt.
Die Karten werden mittels der Kartenzuführungen 20 horizontal verschoben. Jede
dieser Führungen besteht aus Blechstreifen und ist mit je einem L-förmigen Ansatz am
vorderen und hinteren Ende versehen. Sie bewegen sich zwischen den Kanten des Kartenhalters
und der Innenseite des Rahmens 3 und sind in horizontalen Schlitzen des Rahmens
geführt. Die viereckigen, hervorragenden Stifte 22 sind an den Blechstreifen befestigt.
23 sind Federsperrklinken, welche am Rahmen 3 befestigt sind. Die obere und untere Kartenführung ist mit einem zweiarmigen
Hebel 24 verbunden, welcher am Zapfen 25 drehbar befestigt ist und mit den
.. Kartenführungen durch Stifte 21 verbunden ist. Der Winkelhebel 26 ist mit dem Hebel
24 durch ein Glied 28 und mit Anker 19 durch ein Glied 29 verbunden, welches an
einem Ende derart geschlitzt ist, daß es über einen Stift 30 am seitlichen Ende des Ankers
greift und diesem gestattet, unabhängig von dem Glied 29 abwärts zu gehen. 30, 31 sind
Spiralfedern, die mit den Karten führungen bei 21 in Verbindung stehen und bei 32 am
Rahmen befestigt sind. 33 ist ein Elektromagnet, der bei Stromschluß den Anker 19
anzieht und gleichzeitig
1. den Hebel 16 bewegt und dadurch das
Zahnrad 8 dreht, welches die Zahnstangen 9 und 10 mit dem Kartenförderer 11 in Bewegung
setzt, wobei die vorderen Kartenförderer ' nach unten gehen, um die vorderen
Karten der unteren Reihe aufzunehmen und die hinteren Karten förderer sich nach oben
bewegen, um die hintere Karte der oberen Reihe aufzunehmen, was durch Federhaken 34
bewirkt wird, welche an den Kartenförderern befestigt sind, während
2. der Winkelhebel 26 mittels der Glieder 28 und 29 und des Hebels 24' die Kartenführungen
20 verschiebt, so daß ihre äußeren Enden in die Bahn der Förderer gelangen und die Stifte 22 in die Sperrhaken 23 einklinken.
Wird der Strom unterbrochen, so ziehen die Federn 15, welche am Anker 19 und Rahmen
3 befestigt sind, den Anker abwärts, wobei die Hebel 16 das Rad 8 mit den Zahnstangen
und Karten förderern im anderen Sinne drehen, so daß die vordere Karte der unteren Reihe an die Vorderseite der oberen
Reihe und die hintere Karte der oberen Reihe an das hintere Ende der unteren Reihe
gelangt. Die Federsperrklinken, die von den Daumen 35 ausgelöst werden, lassen die
Stifte 22 frei, die Federn 31 ziehen die Kartenführungen
gegen die Karten und verschieben dieselben in horizontaler Richtung dem Kartenwechsel
entsprechend um eine Kartenstärke.
Um den erwähnten Anzeiger erfolgreich anzuwenden, ist es nötig, eine Anordnung zu
treffen, welche den Strom eine längere Zeit schließt, um dem Magneten zu gestatten, den
Anker völlig anzuziehen. Dieses wird erreicht durch einen Schalter, welcher am oberen Ende des Stromabnehmers befestigt
und mit dem Apparat im Wagen leitend verbunden ist. Der Strom wird dadurch geschlossen,
daß ein Hebel gegen einen Anschlag trifft, welcher an der Leitung befestigt ist und an jeder Straße sich wiederholt.
Sollte der Fall eintreten, daß der Wagen den Anschlag passiert hat, aber aus
irgendeinem Grunde rückwärts fährt und das zweite Mal denselben Anschlag passiert, so
würde der Apparat anstatt der richtigen, schon die nächstfolgende Straße anzeigen,
wenn nicht eine Vorkehrung getroffen wäre, um diesem Übelstande abzuhelfen. Um dem
Magneten Zeit zu lassen, ausreichend bei allen
Geschwindigkeiten des Wagens zu arbeiten und gleichzeitig den Apparat richtig einzustellen,
falls der Wagen an einem Anschlag rückwärts fährt, ist die nachstehend beschriebene
Vorrichtung angebracht.
36 ist ein Umschalter, welcher an der Stromabnehmerstange 37, wie Fig. 6 zeigt,
befestigt ist. Der Umschalter 36 wird durch den Hebel 38 umgelegt, welcher gegen den
Anschlag 39 trifft, der, wie in Fig. 7 und 8 gezeigt, fest an dem Drahthalter 40 angebracht
ist. 41 ist eine Welle, welche in Lagern des Gehäuses 42 läuft. Mit der Welle 41
ist der Hebel 38 und der Daumen 43 fest verbunden. Der Daumen 44 sitzt lose auf der Welle 41, wird aber in seiner Lage durch
die Federsperrklinke 45 festgehalten, welche
auf dem Daumen 43 fest angebracht ist und in eine Vertiefung des Daumens 44 greift.
Der Stift 46 ist auf dem Daumen 43 befestigt und parallel zur Welle 41 gerichtet. Er ist
genügend lang, um über den Daumen 43 und 44 hinwegzureichen und begrenzt die Bewegung der Daumen entsprechend einem
Ausschlage des Hebels 38 dadurch, daß der Stift 46 sich in einer bogenförmigen Aussparung
47 des Daumens 44 bewegt.
48 ist ein Luftzylinder, welcher den Kolben 49 aufnimmt und die Bürste 50 trägt,'
die am Kontaktblock 51 schleift und den Strom schließt. Durch einen Draht 52 steht
der Kontaktblock 51 mit dem im Fahrzeug befindlichen Apparat in Verbindung. 53 ist
eine Spiralfeder, die an dem Daumen 43 durch einen Stift 46 und an dem Gehäuse 42 bei 54
befestigt ist. Der Luftzylinder 48 kann beliebige Länge erhalten, der Kolben 49 kann
eingeschliffen sein oder auch lose sich in dem Zylinder bewegen, um die Luft rasch
oder langsam entweichen zu lassen und dadurch die Dauer der Zusammenpressung zu regeln. Die Feder 53 dreht die Welle 41 in
die Mittellage zurück, nachdem der Hebel 38 beim Vorbeigleiten an einem Anschlag einen
Hub ausgeführt hat. Wenn der Umschalter 36 beim Vorwärts fahren des Wagens den Anschlag 39 passiert, nimmt der Hebel 38
die Lage 55 in Fig. 6 ein. Der Daumen 44 treibt den Kolben 49 in den Zylinder 48 und
drückt die Bürste 50 gegen den Block 51. An dem Daumen 44 ist ein Stift 56 befestigt.
58 ist eine Blattfeder, welche am Gehäuse 42 bei 59 (Fig. 9) befestigt ist. Der Stift 57,
welcher mit der Feder 58 zusammenwirkt, hält den Daumen 44 in der Mittellage fest.
Würde der Wagen den Anschlag 39 rückwärts passieren, so würde der Hebel 38 die Lage 60 in Fig. 6 einnehmen, die Welle 41
würde um einen Ausschlag rückwärts gedreht werden, die Sperrklinke 45 gegen den Ansatz
61 stoßen und dadurch würden die Daumen 43 und 44 außer Eingriff kommen. Der
Stift 56 würde gegen die Feder 58 treffen und den Daumen 44 festhalten, während die
Welle 41 wieder in die Mittellage gedreht wird und der Stift 46 an das entgegengesetzte
Ende der Aussparung 47 sich bewegt. Wenn der Umschalter nun wieder beim Vorwärtsfahren
des Wagens denselben Anschlag passiert, wird der Daumen 44 um einen Ausschlag vorwärtsgezogen, der Stift 57 wird gegen die
Feder 58 gedrückt und hält den Daumen 44 fest, während die Welle 41 in die Mittellage
gedreht wird und der Sperrhaken 45 in Arbeitsstellung gelangt, wodurch die Daumen
in ihrer Lage gehalten werden. Nun wird, nachdem der zweite Anschlag passiert ist,
auch wirklich die zweite Straße anstatt schon der dritten angezeigt. 62 ist ein Bügel, welcher
am Umschalter befestigt ist, um zu verhüten, daß der Hebel 38 den Strom vorzeitig
schließt, falls die Abnehmerrolle aus ihrer Führung springt.
Claims (3)
1. Haltestellenanzeiger für Eisenbahnwagen mit Anzeigetafeln, die mit Bezeichnungen
der Straßen oder Haltestellen und Reklamezwecken dienenden Ankündigungen versehen sind und durch ein
Schaltwerk vor eine Schauöffnung. ge-. bracht werden, dadurch gekennzeichnet,
daß das Umwechseln der reihenweise in zwei übereinander befindlichen Lagen angeordneten
Anzeigetafeln (5) durch elektromagnetisch gesteuerte und mit senkrecht
auf und ab beweglichen Mitnehmern (11) zusammenwirkende Schalträder (8) und
wagerecht verschiebbare Rahmen (20), die mit der elektromagnetischen Steuerung gekuppelt sind, derart bewirkt wird, daß
die vorderste Tafel der unteren Lage in die Stellung der vordersten Tafel der oberen Lage und die hinterste Tafel der
oberen Lage in die Stellung der hintersten Tafel der unteren Lage gebracht wird,
um die Namen der vor dem Umwechseln der Tafeln durchfahrenen und der in der Fahrtrichtung darauf folgenden Straße
oder Haltestelle sichtbar machen und den Anzeiger für beide Fahrtrichtungen benutzen
zu können, ohne den Gang des Schaltwerkes umzukehren.
2. Anzeiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Erregung des die
Steuerung des Schaltwerkes bewirkenden Elektromagneten (^t1) die senkrecht auf
und ab beweglichen Mitnehmer (11) mittels der Schalträder (8) in die für das
Umwechseln der Tafeln erforderliche Stellung bewegt und die wagerecht verschieb-
baren Rahmen (20) mittels einer mit dem Anker des Elektromagneten (33) gekuppelten
Hebelübersetzung (24-30) in Eingriff mit den Mitnehmern (11) gebracht
und in dieser Stellung durch Sperrklinken (23) abgefangen werden, worauf bei der
nach Unterbrechung des Stromes durch Federwirkung bewirkten Rückwärtsbewegung der Schalträder (8) die Sperrungen
(23) der Rahmen (20) durch Anschläge (35) der Schalträder (8) ausgelöst und die Rahmen (20) durch Federwirkung in Anfangsstellung
zurückgeführt werden, wobei sie die Mitnehmer (11) für den Wechsel
der Tafeln wagerecht verschieben.
3. Anzeiger nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Sicherung
einer ausreichend langen Dauer des Stromschlusses des Elektromagneten (33) bei rascher Fahrt das bewegliche Stromschlußstück
(50) an dem Kolben (49) eines Bremszylinders (48) angebracht ist und durch einen durch Anschläge (39) der
Fahrleitung gesteuerten Umschalter (36) mittels einer Hubscheibe (44) rasch in Stromschlußstellung geführt wird, während
die Rückkehr des beweglichen Stromschlußstückes (50) in Unterbrechungsstellung durch den Bremszylinder (48) verzögert
wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE188621C true DE188621C (de) |
Family
ID=452227
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT188621D Active DE188621C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE188621C (de) |
-
0
- DE DENDAT188621D patent/DE188621C/de active Active
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