DE188621C - - Google Patents

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DE188621C
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electromagnet
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    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09FDISPLAYING; ADVERTISING; SIGNS; LABELS OR NAME-PLATES; SEALS
    • G09F11/00Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position
    • G09F11/30Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position the display elements being fed one by one from storage place to a display position
    • G09F11/34Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position the display elements being fed one by one from storage place to a display position the feeding means comprising electromagnets

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Control Of Vending Devices And Auxiliary Devices For Vending Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 54g·. GRUPPE
Haltestellenanzeiger für Eisenbahnwagen mit Anzeigetafeln.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Juli 1906 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine automatische, in Straßen- oder Eisenbahnwagen anzubringende Vorrichtung zum Anzeigen der Stationen oder Straßen, welchen sich die Fahrzeuge nähern. Diese Vorrichtung macht außer dem Namen jeder Straße oder Station eine besondere, zu Reklamezwecken dienende Ankündigung sichtbar.
Dieser Zweck wird erreicht durch einen ίο Apparat, welcher in den beiliegenden Zeichnungen erläutert ist.
Fig. ι ist eine Endansicht des Apparates bei abgenommenem Gehäuse und zeigt einen Magneten, einen Anker, ein Zahnrad und Winkelhebel sowie die Verbindungsstangen, eine Anzahl Kartenhalter und ihre Zubehörteile.
Fig. 2 ist ein Grundriß des Kartenbewegers zur Zuführung der Karten in wagerechter Lage.
Fig. 3 ist eine Seitenansicht nach Fig. 2 und zeigt den Kartenbeweger und eine unter Federwirkung stehende Sperrung.
Fig. 4 ist eine Draufsicht des Apparates bei abgenommenem Gehäuse und zeigt die Vorsprünge und Sperrhaken, welche die Karten nach oben und unten befördern, die Schalträder auf beiden Seiten und einen Elektromagneten.
Fig. 5 ist eine Vorderansicht des Apparatgehäuses mit einer Glasscheibe, hinter welcher die den Namen der Straßen oder Stationen und die Reklameankündigung zeigenden Karten sichtbar werden. Der Deckel ist teilweise fortgebrochen, um den Querschnitt des Rahmens und die Kartenführungsleisten zu zeigen.
Fig. 6 ist eine Seitenansicht und zeigt einen Leitungsdraht, einen an diesen angehängten Anschlag, eine Stromabnehmerstahge mit Rolle und einen Umschalter. ,
Fig. 7 ist eine Einzeldarstellung eines An-Schlages. ■ ■' . . ; ■■
Fig. 8 zeigt die Aufhängung und Befestigung eines Anschlages.
Fig. 9 ist ein Schnitt durch die Schaltvorrichtung und zeigt eine Welle und Hubscheiben, einen automatisch wirkenden Zeitstromschließer, Federn und Anschläge zum Auslösen der Hubscheiben, Ausschlaghebel und einen isolierten Kontaktblock, von welchem ein Leitungsdraht nach unten sich abzweigt. ..··■'.'
Fig. 10 ist ein Schnitt durch die Schaltvorrichtung im rechten Winkel zu Fig· 9- ■
Das Gehäuse 1 des Apparates ist mit einer Glasscheibe 2 versehen, 3 sind Teile des Apparatgestelles, 4 sind Halter für Karten 5, auf welchen die Straßennamen öder Inserate aufgedruckt sind. Sie sind in Reihen gelagert und in Führungsleisten 6 geführt. Diese Leisten sind an der Innenseite der Seitenteile des Gestelles 3 angegossen. Durch Freilegurig der vordersten Karte der untersten Reihe zu der vorderen Karte der oberen Reihe und gleichzeitigem Befördern der hinteren Karte der oberen Reihe nach der hinteren Karte der unteren Reihe wird der
Namen der folgenden Straße sichtbar. Jede Reihe enthält die Namen der Straßen oder Stationen in einer Richtung. Durch die besondere Anordnung der Karten in zwei Reihen wird erreicht, daß man die zuletzt passierte und die kommende Straße gleichzeitig ablesen kann, ohne die Tätigkeit des Apparates umzukehren. 7 ist eine Welle, welche in dem Gestell 3 gelagert ist. 8 sind Getrieberäder, die auf der Welle 7 sitzen und auf diese aufgekeilt sind. Diese Zahnräder bewegen Zahnstangen Q an der vorderen und 10 an der hinteren Seite. Die Zähne sind in die Seiten der Kartenbeförderer 11 geschnitten, welche sich in vertikalen Nuten auf und nieder bewegen. Diese Nuten sind an der Innenseite des Rahmens eingefräst. Die Zahnräder 8 tragen Daumen 12, welche gegen Stifte 13 anschlagen, die an Schiebern 14 sitzen, welche wiederum in Aussparungen an den Enden der Führungsleisten 6 gleiten. Durch den oberen Daumen 12, welcher' an die Vorderseite des Stiftes 13 anschlägt, wird der Zwischenraum geschlossen, welcher sich zwischen den vorderen Hältern und den Förderern befindet. Durch den unteren Daumen 12, welcher an die Hinterseite desselben Stiftes anschlägt, wird der Schieber zurückbewegt und der Durchgang freigegeben. Der Zweck des Schiebers ist also, den erwähnten Spalt selbsttätig zu öffnen und zu schließen. Auf diese Weise wird der Übergang der Karten von der oberen in die untere Reihe bewerkstelligt. 16 sind Hebel, welche drehbar um Stifte .17 am Rahmen befestigt sind. Die inneren Enden der Hebel 16 sind geschlitzt und dienen Zapfen 18 des Zahnrades 8 zur Führung. Die äußeren Enden dieser Hebel sind fest mit den Enden des Ankers 19 verbunden, welcher horizontal quer über die Hinterseite des Apparates hinwegragt.
Die Karten werden mittels der Kartenzuführungen 20 horizontal verschoben. Jede dieser Führungen besteht aus Blechstreifen und ist mit je einem L-förmigen Ansatz am vorderen und hinteren Ende versehen. Sie bewegen sich zwischen den Kanten des Kartenhalters und der Innenseite des Rahmens 3 und sind in horizontalen Schlitzen des Rahmens geführt. Die viereckigen, hervorragenden Stifte 22 sind an den Blechstreifen befestigt. 23 sind Federsperrklinken, welche am Rahmen 3 befestigt sind. Die obere und untere Kartenführung ist mit einem zweiarmigen Hebel 24 verbunden, welcher am Zapfen 25 drehbar befestigt ist und mit den
.. Kartenführungen durch Stifte 21 verbunden ist. Der Winkelhebel 26 ist mit dem Hebel 24 durch ein Glied 28 und mit Anker 19 durch ein Glied 29 verbunden, welches an einem Ende derart geschlitzt ist, daß es über einen Stift 30 am seitlichen Ende des Ankers greift und diesem gestattet, unabhängig von dem Glied 29 abwärts zu gehen. 30, 31 sind Spiralfedern, die mit den Karten führungen bei 21 in Verbindung stehen und bei 32 am Rahmen befestigt sind. 33 ist ein Elektromagnet, der bei Stromschluß den Anker 19 anzieht und gleichzeitig
1. den Hebel 16 bewegt und dadurch das Zahnrad 8 dreht, welches die Zahnstangen 9 und 10 mit dem Kartenförderer 11 in Bewegung setzt, wobei die vorderen Kartenförderer ' nach unten gehen, um die vorderen Karten der unteren Reihe aufzunehmen und die hinteren Karten förderer sich nach oben bewegen, um die hintere Karte der oberen Reihe aufzunehmen, was durch Federhaken 34 bewirkt wird, welche an den Kartenförderern befestigt sind, während
2. der Winkelhebel 26 mittels der Glieder 28 und 29 und des Hebels 24' die Kartenführungen 20 verschiebt, so daß ihre äußeren Enden in die Bahn der Förderer gelangen und die Stifte 22 in die Sperrhaken 23 einklinken.
Wird der Strom unterbrochen, so ziehen die Federn 15, welche am Anker 19 und Rahmen 3 befestigt sind, den Anker abwärts, wobei die Hebel 16 das Rad 8 mit den Zahnstangen und Karten förderern im anderen Sinne drehen, so daß die vordere Karte der unteren Reihe an die Vorderseite der oberen Reihe und die hintere Karte der oberen Reihe an das hintere Ende der unteren Reihe gelangt. Die Federsperrklinken, die von den Daumen 35 ausgelöst werden, lassen die Stifte 22 frei, die Federn 31 ziehen die Kartenführungen gegen die Karten und verschieben dieselben in horizontaler Richtung dem Kartenwechsel entsprechend um eine Kartenstärke.
Um den erwähnten Anzeiger erfolgreich anzuwenden, ist es nötig, eine Anordnung zu treffen, welche den Strom eine längere Zeit schließt, um dem Magneten zu gestatten, den Anker völlig anzuziehen. Dieses wird erreicht durch einen Schalter, welcher am oberen Ende des Stromabnehmers befestigt und mit dem Apparat im Wagen leitend verbunden ist. Der Strom wird dadurch geschlossen, daß ein Hebel gegen einen Anschlag trifft, welcher an der Leitung befestigt ist und an jeder Straße sich wiederholt. Sollte der Fall eintreten, daß der Wagen den Anschlag passiert hat, aber aus irgendeinem Grunde rückwärts fährt und das zweite Mal denselben Anschlag passiert, so würde der Apparat anstatt der richtigen, schon die nächstfolgende Straße anzeigen, wenn nicht eine Vorkehrung getroffen wäre, um diesem Übelstande abzuhelfen. Um dem Magneten Zeit zu lassen, ausreichend bei allen
Geschwindigkeiten des Wagens zu arbeiten und gleichzeitig den Apparat richtig einzustellen, falls der Wagen an einem Anschlag rückwärts fährt, ist die nachstehend beschriebene Vorrichtung angebracht.
36 ist ein Umschalter, welcher an der Stromabnehmerstange 37, wie Fig. 6 zeigt, befestigt ist. Der Umschalter 36 wird durch den Hebel 38 umgelegt, welcher gegen den Anschlag 39 trifft, der, wie in Fig. 7 und 8 gezeigt, fest an dem Drahthalter 40 angebracht ist. 41 ist eine Welle, welche in Lagern des Gehäuses 42 läuft. Mit der Welle 41 ist der Hebel 38 und der Daumen 43 fest verbunden. Der Daumen 44 sitzt lose auf der Welle 41, wird aber in seiner Lage durch die Federsperrklinke 45 festgehalten, welche auf dem Daumen 43 fest angebracht ist und in eine Vertiefung des Daumens 44 greift.
Der Stift 46 ist auf dem Daumen 43 befestigt und parallel zur Welle 41 gerichtet. Er ist genügend lang, um über den Daumen 43 und 44 hinwegzureichen und begrenzt die Bewegung der Daumen entsprechend einem Ausschlage des Hebels 38 dadurch, daß der Stift 46 sich in einer bogenförmigen Aussparung 47 des Daumens 44 bewegt.
48 ist ein Luftzylinder, welcher den Kolben 49 aufnimmt und die Bürste 50 trägt,' die am Kontaktblock 51 schleift und den Strom schließt. Durch einen Draht 52 steht der Kontaktblock 51 mit dem im Fahrzeug befindlichen Apparat in Verbindung. 53 ist eine Spiralfeder, die an dem Daumen 43 durch einen Stift 46 und an dem Gehäuse 42 bei 54 befestigt ist. Der Luftzylinder 48 kann beliebige Länge erhalten, der Kolben 49 kann eingeschliffen sein oder auch lose sich in dem Zylinder bewegen, um die Luft rasch oder langsam entweichen zu lassen und dadurch die Dauer der Zusammenpressung zu regeln. Die Feder 53 dreht die Welle 41 in die Mittellage zurück, nachdem der Hebel 38 beim Vorbeigleiten an einem Anschlag einen Hub ausgeführt hat. Wenn der Umschalter 36 beim Vorwärts fahren des Wagens den Anschlag 39 passiert, nimmt der Hebel 38 die Lage 55 in Fig. 6 ein. Der Daumen 44 treibt den Kolben 49 in den Zylinder 48 und drückt die Bürste 50 gegen den Block 51. An dem Daumen 44 ist ein Stift 56 befestigt. 58 ist eine Blattfeder, welche am Gehäuse 42 bei 59 (Fig. 9) befestigt ist. Der Stift 57, welcher mit der Feder 58 zusammenwirkt, hält den Daumen 44 in der Mittellage fest. Würde der Wagen den Anschlag 39 rückwärts passieren, so würde der Hebel 38 die Lage 60 in Fig. 6 einnehmen, die Welle 41 würde um einen Ausschlag rückwärts gedreht werden, die Sperrklinke 45 gegen den Ansatz 61 stoßen und dadurch würden die Daumen 43 und 44 außer Eingriff kommen. Der Stift 56 würde gegen die Feder 58 treffen und den Daumen 44 festhalten, während die Welle 41 wieder in die Mittellage gedreht wird und der Stift 46 an das entgegengesetzte Ende der Aussparung 47 sich bewegt. Wenn der Umschalter nun wieder beim Vorwärtsfahren des Wagens denselben Anschlag passiert, wird der Daumen 44 um einen Ausschlag vorwärtsgezogen, der Stift 57 wird gegen die Feder 58 gedrückt und hält den Daumen 44 fest, während die Welle 41 in die Mittellage gedreht wird und der Sperrhaken 45 in Arbeitsstellung gelangt, wodurch die Daumen in ihrer Lage gehalten werden. Nun wird, nachdem der zweite Anschlag passiert ist, auch wirklich die zweite Straße anstatt schon der dritten angezeigt. 62 ist ein Bügel, welcher am Umschalter befestigt ist, um zu verhüten, daß der Hebel 38 den Strom vorzeitig schließt, falls die Abnehmerrolle aus ihrer Führung springt.

Claims (3)

Pate nt-An Sprüche:
1. Haltestellenanzeiger für Eisenbahnwagen mit Anzeigetafeln, die mit Bezeichnungen der Straßen oder Haltestellen und Reklamezwecken dienenden Ankündigungen versehen sind und durch ein Schaltwerk vor eine Schauöffnung. ge-. bracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Umwechseln der reihenweise in zwei übereinander befindlichen Lagen angeordneten Anzeigetafeln (5) durch elektromagnetisch gesteuerte und mit senkrecht auf und ab beweglichen Mitnehmern (11) zusammenwirkende Schalträder (8) und wagerecht verschiebbare Rahmen (20), die mit der elektromagnetischen Steuerung gekuppelt sind, derart bewirkt wird, daß die vorderste Tafel der unteren Lage in die Stellung der vordersten Tafel der oberen Lage und die hinterste Tafel der oberen Lage in die Stellung der hintersten Tafel der unteren Lage gebracht wird, um die Namen der vor dem Umwechseln der Tafeln durchfahrenen und der in der Fahrtrichtung darauf folgenden Straße oder Haltestelle sichtbar machen und den Anzeiger für beide Fahrtrichtungen benutzen zu können, ohne den Gang des Schaltwerkes umzukehren.
2. Anzeiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Erregung des die Steuerung des Schaltwerkes bewirkenden Elektromagneten (^t1) die senkrecht auf und ab beweglichen Mitnehmer (11) mittels der Schalträder (8) in die für das Umwechseln der Tafeln erforderliche Stellung bewegt und die wagerecht verschieb-
baren Rahmen (20) mittels einer mit dem Anker des Elektromagneten (33) gekuppelten Hebelübersetzung (24-30) in Eingriff mit den Mitnehmern (11) gebracht und in dieser Stellung durch Sperrklinken (23) abgefangen werden, worauf bei der nach Unterbrechung des Stromes durch Federwirkung bewirkten Rückwärtsbewegung der Schalträder (8) die Sperrungen (23) der Rahmen (20) durch Anschläge (35) der Schalträder (8) ausgelöst und die Rahmen (20) durch Federwirkung in Anfangsstellung zurückgeführt werden, wobei sie die Mitnehmer (11) für den Wechsel der Tafeln wagerecht verschieben.
3. Anzeiger nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Sicherung einer ausreichend langen Dauer des Stromschlusses des Elektromagneten (33) bei rascher Fahrt das bewegliche Stromschlußstück (50) an dem Kolben (49) eines Bremszylinders (48) angebracht ist und durch einen durch Anschläge (39) der Fahrleitung gesteuerten Umschalter (36) mittels einer Hubscheibe (44) rasch in Stromschlußstellung geführt wird, während die Rückkehr des beweglichen Stromschlußstückes (50) in Unterbrechungsstellung durch den Bremszylinder (48) verzögert wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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