DE1908149A1 - Wirkelementenantrieb bei Wirkmaschinen - Google Patents
Wirkelementenantrieb bei WirkmaschinenInfo
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Description
Der Patentanwalt Dipl-Ing. W. Beyer
Jean Güsken
4052 Dülken /RhId.
Wirkelementenantrieb bei Wirkmaschinen
Die Erfindung betrifft den Wirkelementenantrieb bei Wirkmaschinen,
insbesondere den Lochnadel-Schwingantrieb für Raschelmaschinen mit zwei Zungennadelbarren und Rechts-Rechts-Maschinen.
Es gilt, dabei eine ungleichförmige, schwingende Bewegung zu erzeugen, zu welchem Zweck bisher Gelenkketten
oder Kurvenscheiben benutzt wurden. Beide Antriebsarten haben jedoch ihre spezifischen Nachteile.
Der Antrieb über Gelenkkette ermöglicht zwar Lohe Brelizahlen,
jedoch ist der Raumbedarf groß, und um eine Änderung der Schwingcharakteristik zu erhalten, muß die Gelenkkette.ausgetauscht
werden. Den letzteren Mangel weisen auch die Kurvenscheibenantriebe auf, gleichgültig ob dabei zwei Kurvenscheiben,
wie gemäß der deutschen Auslegeschrift 1 208 030, oder nur eine Kurvenscheibe neben einem Kreisexzenter, wie
z.B. gemäß.der deutschen Patentschrift 683 535· Verwendung
finden. Man glaubte jedoch, nur auf diese Weise, nämlich durch Überlagerung der von den beiden Kurvenscheiben bzw.
dem Kreisexzenter und der einen Kurvenscheibe erzeugten Schwingungen die benötigten komplizierten Schwingungsformen
zu erhalten. Dafür mußte in Kauf genommen werden, daß an den Kurvenscheiben an Trag- und Gegenkurve sowie den
darauf ablaufenden JFührungsrollen ein hoher Verschleiß
auftritt und diese Antriebsart grundsätzlich keine höheren Drehzahlen zuläßt. Außerdem ist die Fertigung der
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Kurvenscheiben sehr schwierig und teuer, da hierzu bei den
heute üblichen Drehzahlen programmierte Hechenanlagen benutzt
werden müssen.
Eine Änderung der Schwingcharakteristik und damit ein Austausch
der Kurvenscheiben war bisher nötig, wenn nacheinander unterschiedliche Wirkwaren (Flor) mit verschiedenen
Fräsblechabständen im Bereich von z.B. 2 bis 4-Omiii hergestellt
werden sollten, denn nach dem jeweiligen Fräsblechabstand richtet sich die Form der optimalen, garnschonenden Schwingbewegungen,
die bekanntlich aus Überlegung, Unterlegung und gegebenenfalls Ausweichbewegungen bestehen. Das Umrüsten der
Maschinen auf die jeweils unterschiedlichen Kurvenscheiben beim Übergang von einem Einstellungsbereich des Fräsblechabstandes
zum anderen konnte, um eine präzise,phasengetraue Einstellung zu gewährleisten, nur während längerer Umrüstzeiten
von Fachleuten vorgenommen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wirkelementenantrieb
der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die Schwingbewegung ohne Austausch von Maschinenelementen, wie
z.B. bisher Kurvenscheiben oder Gelenkketten, durch einen einfachen Einstellvorgang dem jeweils infrage kommenden Fräsblechabstand
angepaßt werden kann.
Der zur Lösung der Erfindungsaufgäbe neu vorgeschlagene Wirkelement enan trieb ist gekennzeichnet durch die Überlagerung
wenigstens zweier mittels Kreisexzenter erzeugter Schwingbewegungen unterschiedlicher Frequenz. Wie sich gezeigt hat,
läßt sich auf diese Weise mittels einfacher Kreisexzenter 9-bei
denen weder die Herstellung noch die Einstellung Schwierig= keiten bereitet, eine so weitgehende Veränderung d©x- Schwing-
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charakteristik während des dreiphasigen Arbeitstaktes (dreimal 120°) des Wirkzyklus erreichen, daß dem heutigen Verlangen,
Wirkschneidplüsche von 2 bis 40mm und mehr Plüschhöhe mit hoher Arbeitsgeschwindigkeit auf derselben Maschine herzustellen,
entsprochen werden kann. Der durch die Erfindung erzielte Vorteil wird deutlich sichtbar, wenn man berücksichtigt,
daß die Raschelmaschinen herkömmlicher Bauart mit zwei Zungennadelbarren nur zur Herstellung von Ober- und Unterbekleidung
sowie Schlauchwaren und in geringem Maße Wirkschneidplüschen vorgesehen waren, wobei der maximale Abstand der beiden Nadelbetten
(Fräsbleche) 25mm betrug. Mit Hilfe der Erfindung ist es nunmehr möglich, sogar im erweiterten Abstandsbereich der
Fräsbleche von 2 bis 40mm mit hohen Drehgeschwindigkeiten
und praktisch verschleißfrei zu arbeiten. Mittels einer geeigneten Markierung an einem der Kreisexzenter läßt sich die
phasengetreue Einstellung schnell und einfach bewerkstelligen.
Besonders vorteilhaft wirkt sich die Verwendung der Kreisexzenter auf das dynamische Verhalten des Schwingantriebes
aus, da reine Sinusbewegungen erzeugt werden, die keine Raststellen aufweisen, so daß die Gefahr von Beschleunigungsspitzen
und Beschleunigungssprüngen vollkommen ausgeschaltet ist. Im Gegensatz zu Kurvenscheiben, bei denen infolge des
komplizierten Fertigungsverfahrens, welches die Herstellung
von Mutterkurven mit anschließendem Kopierfräsen einschloß . und Je nach Fertigungsaufwand in mehr oder weniger starkem
Maße Fertigungsfehler auftraten, können Kreisexzenterantriebe als Kurbelgetriebe ausgelegt werden und haben somit außer dem
Vorzug einfachster Bearbeitung auch alle mechanischen und kinematischen Vorteile eines niederen Elementenpaares, wodurch
praktisch eine unbegrenzte Drehzahlsteigerung der Wirkmaschine möglich ist, wenn dies das Fadenmaterial erlaubt.
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Der Antrieb der beiden Kreisexzenter mit unterschiedlicher
Frequenz bringt nachgewiesenermaßen ein besonders günstiges Resonanzverhalten der gesamten Maschine mit sich, was sich
auch positiv auf die Arbeit der übrigen Wirkelemente und Fadenführungsorgane auswirkt.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert· Es
zeigen:
Fig. 1 den Ablauf der Zungennadelbewegungen und der
Lochnadel-Schwingbewegung über einen Wirkzyklus für drei verschiedene Fräsblechabstände bei Wirkmaschinen
bekannter Bauart,
Fig. 2 Schwingungsformen des Zungennadel- und Lochnadelantriebs, die unter Verwendung nur eines einzigen
Kreisexzenters erzeugt sind, wobei die beiden Einzeldiagramme die Verhältnisse bei zwei verschiedenen
Fräsblechabständen wiedergeben,
. Fig. 3 am Beispiel von drei verschiedenen Fräsblechabständen
gezeigte unterschiedliche Bewegungskurven eines'Zungen- und Lochnadelantriebs, bei dem
gemäß der Erfindung die Erzeugende durch Überlagerung zweier mittels Kreisexzenter hergestellter
Sinusschwingungen unterschiedlicher Frequenz erzeugt ist,
Fig. 4- einen Querschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel eines Lochnadelantriebs gemäß der Erfindung,
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Fig. 5 eine schematische Barstellung des Antriebs nach
Fig. 4 zur besseren Veranschaulichung der geometrischen Verhältnisse,
Fig. 6 einen Längsschnitt durch ein Übersetzungsgetriebe zur Erzeugung einer unterschiedlichen Drehzahl
der beiden Kreisexzenter des Lochnadelantriebs nach Fig. 4 und 5,
Fig. 7 einen Querschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Lochnadelantriebs gemäß der Erfindung
,
Fig. 8 einen Axialschnitt durch das bei dem Antrieb nach
Fig.' 7 zur Verwendung kommende· Übersetzungsgetriebe.
In Fig. 1 sind die Bewegungsverhältnisse des Zungen- mi'l Lochnadelantriebs
bei Maschinen bekannter Bauart dargestellt. In drei getrennten Diagrammen wird dabei von eins® Fräsblechabstand
- die Fräsblechoberkanten sind mit 1 bzw. 1' gekennzeichnet
- ausgegangen. Der jeweilige Fräsblechabstand von zwei bzw. 24 bzw. 40mm ist jeweils angegeben« Die Kurven 2 und
21 bringen den aus der vertikalen in die horizontale Ebene
geklappten Verlauf der dem jeweiligen Fräsblechabstand zugeordneten Bewegung der vorderen und hinteren Zungennadeln zum
Ausdruck. Die Schwingbewegung der vorderen und hinteren Zungennadeln ist in bekannter Weise um 180° gegeneinander
phasenverschoben. Die Kurve 3 zeigt den Verlauf der Lochnadel-Schwingbewegung. Die angegebenen Bezugszeichen und die punktgestrichelte
bzw. ausgezogene Zeichnungsweise für die Schwingbewegungen der Zungen- bzw. Lochnadeln ist bei allen Diagrammen
der Fig. 1 bis 3 beibehalten.
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Bereits aus Fig. 1 geht hervor, daß der Bewegungsablauf der Wirkelemente zum Teil sehr kompliziert und je nach dem gewählten
Fräsblechabstand verschieden ist. Diese Tatsache bedingte bei bekannten Antrieben das Auswechseln der für eine
bestimmte Kurvenform charakteristischen Maschinenelemente, z.B. der Kurvenscheiben, wenn die Maschine von dem einen
Fräsblechabstand auf einen anderen umgerüstet wurde. Oa die Kurvenscheiben immer nur für willkürlich gewählte Regelbereiche
bestimmt waren, war außerdem bei Zwischenwerten des Fräsblechabstandes keine günstige Schwingungscharakteristik
zu erhalten.
Die relativ komplizierten Schwingungsformen, jeweils verschieden
nach Phasenlage und Amplitude, entstehen aus dem Bedürfnis, bei geringem Fräsblechabstand, welcher kleiner
sein kann als der Gesamthub der Legeschienen, von Lochnadel zu Lochnadel der Legeschienen 1 bis 8 der steigenden Zungennadelbewegung
auszuweichen und gleichzeitig den Schwingweiten-betrag bei Überlegung, Unterlegung und Ausweichbewegung
zur Schonung des Fadenmaterials so klein wie möglich zu halten.
Fig. 2 zeigt Diagramme eines Schwingantriebes, die durch Verwendung nur eines einzigen Kreisexzenters als Antriebsorgan entstanden sind. Es zeigt sich, daß die den verschiedenen Fräsblechabständen zugeordneten Schwingbewegungen
zwar für alle Bereiche mit nur einem Kreisexzenter hergestellt werden können, dann jedoch das Übersetzungsverhältnis
von Zungennadel- und Stechkamiazyklus zur Exzenterdrehzahl
durch Austausch von Zahnrädern od.dgl. geändert werden raußo
In den beiden Diagrammen der Fig. 2 siad ζβB. Übers©tSlangs-Verhältnisse
von 1:3 und 1:1 dargestellt. AushMif ist also
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beim Übergang von einem Fräsblechabstand auf einen anderen
ein Austausch von Maschinenelementen nötig, was erfindungsgemäß vermieden werden soll. Hit dieser Einrichtung ist es
auch nicht möglich, für einen bestimmten Zungennadelzyklus
unterschiedliche und einstellbare Schwingwerte herzustellen.
Demgegenüber sind in Fig. 3 für drei verschiedene Iräsblechabstände Bewegungsabläufe dargestellt, die durch Überlagerung
zweier mittels Kreisexzenter erzeugter verschiedenphasiger Sinusschwingungen unter Beibehaltung der Übersetzung zwischen
den Kreisexzentern entstanden sind. Überlagert sind dabei eine einphasige Grundschwingung 4· mit einer dreiphasigen Oberschwingung 5t wobei sich als Resultierende eine Überlagerungsschwingung 3 ergibt.
Die Diagramme der Fig. 3 ähneln in ihrer Charakteristik denen von Fig. 1, obgleich die Mittel, mit denen die Schwingbewegungen nach Fig. 3 erzielt werden, sehr viel einfacher sind.
Es wird dabei deutlich sichtbar, daß im Beispielsfall allein mittels Phasenverschiebung der einphasigen zur dreiphasigen
Schwingung und Abstimmung der Schwingungsamplituden von Grund- und Oberschwingung mit Hilfe eines einfachen, nachfolgend noch
ausführlich beschriebenen Verstellmechanismus jedes für den Virkprozeß benötigte Schwingungsbild hergestellt werden kann.
Aus den Diagrammen der Fig. 3 ist weiterhin ersichtlich, daß
die Überlagerungskurven schwach gekrümmte Scheitel aufweisen, was bedeutet, daß sich günstige Beschleunigungswerte ergeben.
Fig. M- zeigt nun ein erstes Ausführungsbeispiel eines Wirkelement enantriebes, mit dem sich die in Fig. 3 gezeigten
Kurven für den Bewegungsablauf der Lochnadeln erzeugen lassen. Gezeigt sind ±m einzelnen die Fräsbleche 1, 1', an
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denen sich Zungennadelbarren 6 und 6' mit Zungennadeln 7 und
7' im Gegentakt auf und ab bewegen. Der Antrieb der Wirkelemente erfolgt von den beiden Hauptantriebswellen 8 und 8'
aus. Während der Zungennadel- und Stechkammantrieb der einfacheren Darstellung wegen in der Zeichnung weggelassen ist,
geht daraus die Ableitung des Lochnadelantriebe von den
.Hauptantriebswellen 8 und 8' deutlich hervor:
Auf der Hauptantriebswelle 8 sitzt drehfest ein Kreisexzenter 9. Auch auf der Hauptantriebswelle 81 ist ein Kreisexzenter
91 angeordnet, er ist Jedoch drehbar gelagert und wird mittels
Zahnriementrieb 12, 13» 14· mit gegenüber den Hauptantriebswellen 8 und 8' sowie dem Kreisexzenter 9 dreifacher Drehzahl
angetrieben. Um die Phasen- und damit gleichzeitig die Winkellage zwischen den beiden Exzentern 9 und 91 in einem ganz bestimmten
Verhältnis einstellen bzw. ändern zu können, ist die drehfeste Verbindung zwischen dem Kreisexzenter 9 und der
Hauptantriebswelle 8 mittels Ringfederspannelementen 4-4- lösbar
gestaltet und sind an diesen beiden Teilen Markierungen angebracht. Mit ihrer Hilfe lassen sich die gewünschten Einstellungen
genau definieren und angeben, so daß für das Einrichten der Maschine eine klare Anweisung gegeben werden kann.
Eine Änderung der Phasenlage der Exzenter läßt sich auch durch eine Winkelverstellung des ebenfalls mittels Ringfederspannelementen
45 gehaltenen Zahnrades 12 auf der Welle 8 erreichen.
Dazu können auch Markierungen an den beiden letztgenannten Teilen angebracht sein.
Die von den Kreisexzentern 9 und 9' erzeugten Hübe werden über Pleuellager 10 und 10* mittels Pleuelstangen 11 und 11'
auf Einstellhebel 15 und 151 übertragen, die über zwei durch
einen schwingenden Arm verbundene Drehpunkte 16 und 16' die Lochnadeln I7 mit einer in der Ebene C-C wirkenden überlagerten
Schwingbewegung beaufschlagen. Die Ausbildung des Überlagerungsgetriebes ist bereits in der deutschen Auslegeschrift
1 208 030 beschrieben.
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Die Schwingungsamplitude der beiden zu überlagernden Sinusschwingungen
wird bestimmt durch die Wahl des Angriffspunktes der Pleuelstangen 11 bzw. 11' an den Einstellhebeln 15 bzw. 15'·
Markierungen, im Beispielsfall Ziffern von 1 bis 7» an den definierten Angriffspunkten auf den Einstellhebeln 15 und 15'
dienen ebenfalls wieder der genauen Anweisung für den Einrichter. Insgesamt benötigt dieser beim Umrüsten der Maschine
auf einen anderen Fräsblechabstand keine weiteren Angaben als die Bezeichnung der Winkelstellung zwischen den Kreisexzentern
9 und 9' sowie der Angriffspunkte der Pleuelstangen 11 und 11' an ihren Einstellhebeln 15 und 15'.
In Fig. 5 ist die Anordnung nach Fig. 4- noch einmal schematisch
dargestellt, um das Zustandekommen der Überlagerung von Grund- und Oberschwingung deutlich hervortreten zu lassen.
Im dargestellten Moment sind die zu überlagernden Schwingungen gerade gegenläufig gerichtet.
Der Aufbau des Übersetzungsgetriebes zwischen den Kreisexzentern 9 und 9* nach Fig. 4- und 5 geht aus Fig. 6 hervor. Dort
ist auch gezeigt, daß zur drehfesten aber lösbaren Verbindung, welche für eine Einstellung der Winkellage zwischen der Hauptantriebswelle
8 und dem Kreisexzenter 9 nötig ist, Ringfederspannelemente dienen. Auf entsprechende Weise ist auch das
Zahnrad 12 auf der Welle 8 befestigt. Das Pleuellager 10 enthält ein Hingrillenlager 18, welches den Hub des Kreisexzenters
9 mit der Frequenz der Hauptantriebswelle 8 auf die in Fig. 4 gezeigte PleuelstangeΊ1 überträgt.
Das Zahnrad 12 treibt über den Zehnriemen 13 das auf der 'Hauptantriebswelle 8 drehbar gelagerte Zahnrad 14 an, welches
mit dem Kreisexzenter 91 drehfest verbunden ist. Auch hier
ist das Pleuellager 10' mit einem Ringrillenlager 18* aus-
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gebildet. Die Lagerung des Kreisexzenters 91 und des Zahnrades
14 erfolgt mittels einer mit dem Kreisexzenter 9 verschraubten Nabe 20, die über Radiallager 22 und ein Axiallager
23 drehbar auf einer mit der Hauptantriebswelle 81 über
Ringfederspannelemente drehfest verbundenen Büchse 21 gelagert ist. Die Größe der Zahnräder i2 und 14- bestimmt das
Verhältnis der Drehzahlen von z.B. 1:3 der beiden Kreisexzenter.
In Fig. 7 und 8 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt, wobei gegenüber der Ausführungsform nach Fig. 4 bis 6 der Unterschied darin besteht, daß das
Übersetzungsgetriebe, welches im Antriebszug des auf der Hauptantriebswelle 8* angeordneten Kreisexzenters 91 liegt,
seinen Antrieb nicht von der gegenüberliegenden Hauptantriebswelle 8 mittels Zahnriemen erhält, sondern unmittelbar
von der mit derselben Drehzahl laufenden Hauptantriebswelle 8'
Der Antrieb des Kreisexzenters 9 auf der Hauptantriebswelle wird dadurch nicht berührt.
Wie Fig. 8 zeigt, ist, um dem Kreisexzenter, welcher seinen Hub an die Pleuelstange 11' weitergibt,eine gegenüber dem die
Pleuelstange 11 beaufschlagenden Kreisexzenter z.B. dreifache Drehzahl zu geben, auf der Hauptantriebswelle 8' ein in Fig.7
insgesamt mit 25 bezeichnetes Übersetzungsgetriebe angeordnet,
das in seinen Hauptteilen aus einem Planetenradgetriebe besteht.
Im einzelnen ist eine Getriebeflanschnabe 26 vorgesehen, die über Ringfederspannelemente 27 fest mit der Hauptantriebswelle
81 verspannt werden kann. Zum Spannen bzw.
Lösen der Ringfederspannelemente 27 dienen ein Gegenflansch 28 sowie Schrauben 29· Die Hauptantriebswelle 81 ist mit
einem einzelnen Markierungsstrich, der Gegenflansch 28 mit
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vier Markierungen versehen, so daß hier entsprechend wie bei dem zuerst beschriebenen Ausführungsbeispiel eine definierte
Änderung der Phasenlage der zu überlagernden Schwingungen vorgenommen werden kann.
Die Getriebeflanschnabe 26 trägt am Außenumfang fest angeschraubt ein Ringrad 30, welches bei Drehung zusammen mit
der Hauptantriebswelle 8' über ein oder mehrere ortsfest gelagerte
Planetenräder 31 in der gewählten Übersetzung ein fliegend gelagertes Sonnenrad 39 antreibt. Jedes Planetenrad
31 ist mittels Ringrillenlagern 32 auf einer Achse 33 gelagert,
die fest in einem Deckel. 34 sitzt. Der letztere stützt sich über Ringrillenlager 36 auf dem hier zur Anwendung
kommenden Kreisexzenter 35 ab und ist durch Verschraubung mit
einer Konsole 37 drehfest am Maschinengestell 38 gehalten.
Der Kreisexzenter 35 wiederum ist über Rollenlager 40 auf der
Getriebeflanschnabe 26 gelagert. Ein in dem Kreisexzenter 35 angeordnetes Ringrillenlager 41, welches mit seinem Innenring
nicht auf der Getriebeflanschnabe 26 aufsitzt, dient zur axialen Fixierung der Lagerung. Ein Pleuelring 42 der Pleuelstange
11' wird vom Kreisexzenter 35 über eine Lagerbuchse mit der übersetzten Drehzahl in schwingende Bewegung versetzt.
In Abweichung von den vorstehend ausführlich beschriebenen Ausführungsbeispielen können selbstverständlich beide zu überlagernde
Schwingungen von einer einzigen Antriebswelle abgenommen werden. Ohne vom Erfindungsgedanken abzuweichen, ist
es weiterhin möglich, die gezeigten Übersetzungsgetriebe durch andere bekannte Bauarten derselben, z.B. mit vier Stirnrädern,
zu ersetzen.
Patentansprüche /
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Claims (11)
1. Wirkelementenantrieb bei Wirkmaschinen, insbesondere
Lochnadel-Schwingantrieb für Raschelmaschinen mit zwei Zungennadelbarren und für Rechts-Rechts-Maschinen, gekennzeichnet durch die Überlagerung wenigstens zweier
mittels Kreisexzenter (9, 9') erzeugter Schwingbewegungen . (4, 5) unterschiedlicher Frequenz.
2. Wirkelementenantrieb nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet , daß die relative Phasenlage der Einzelschwingungen (4, 5) verstellbar ist.
3. Wirkelementenantrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Amplituden
der Einzelschwingungen (4, 5) unabhängig voneinander verstellbar
sind.
4. Wirkelementenantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3?
dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Frequenzen von zwei überlagerten Schwingbewegungen
(4, 5) 1:3 beträgt.
5. Wirkelementenantrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennze ichn e t , daß mindestens ein Lochnadel-Schwingantrieb mit einer
von den übrigen Wirkelementen (6, 7) abweichenden Frequenz antreibbar ist.
6. Wirkelementenantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Kreisexzenter (9, 9')
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als Pleuelexzenter ausgebildet sind.
7· Wirkelementenantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die durch die Kreisexzenter
(9» 91) erzeugten Hübe in an sich bekannter Weise über Drehpunkte
(16, 16') eines mehrgliedrigen Aufhänge-Hebelsystems
der Lochnadelbarren auf dieses übertragbar und dabei überlagerbar sind.
8. Wirkelementenantrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennze ichn e t , daß zwischen mehreren Kreisexzentern (9» 91) ein
Übersetzungsgetriebe in Form eines Zahnriementriebes (12, 13» 14) angeordnet ist.
9. Wirkelementenantrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen mehreren Kreisexzentern (9» 35) ein Übersetzungsgetriebe in Form eines Planetenradgetriebes
(30, 31, 39) angeordnet ist.
10. Wirkelementenantrieb nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet , daß ein radial unbelastetes
Ringrillenlager (41) zur axialen Fixierung eines Kreisexzenters
(35) und des Planetenradgetriebes (30, 31, 39) dient.
11. Wirkelementenantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß mehrere Kreisexzenter auf
einer einzigen Hauptantriebswelle angeordnet sind·
öü 7853/17.2.1969
009837/0711
Priority Applications (4)
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Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (2)
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| CN102560871A (zh) * | 2012-03-09 | 2012-07-11 | 常德纺织机械有限公司 | 双针床经编机后梳偏心连杆传动机构 |
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- 1970-02-13 FR FR7005335A patent/FR2031519A1/fr not_active Withdrawn
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Also Published As
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| NL7001785A (de) | 1970-08-21 |
| FR2031519A1 (en) | 1970-11-20 |
| BE745991A (fr) | 1970-07-16 |
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