DE1920958U - Einlagebahn oder -platte fuer die bodenflaechen von formen zur herstellung von waschbetonplatten. - Google Patents

Einlagebahn oder -platte fuer die bodenflaechen von formen zur herstellung von waschbetonplatten.

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DE1920958U
DE1920958U DE1965SC038224 DESC038224U DE1920958U DE 1920958 U DE1920958 U DE 1920958U DE 1965SC038224 DE1965SC038224 DE 1965SC038224 DE SC038224 U DESC038224 U DE SC038224U DE 1920958 U DE1920958 U DE 1920958U
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Description

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D;p>.-^g· Stracke
Sehomburg & Co. E.G., 493 Detmold, Friedrich-Richter-Str.-^
Einlage für die Bodenfläche der Form zur Herstellung von
Waschbetonplatten
Die Neuerung bezieht sich auf eine Einlage für die Porm zur Herstellung von Wasclibetonplatten.
Die Waschbetonplatten weisen eine Oberflächenschicht auf, die aus freigewaschenen Zuschlagstoffen besteht. In dieser Schicht muss bei der Herstellung der Platten die Abbindung des Mörtels verhindert werden. Zu diesem Zweck sind seit Jahren Verzögerer bekannt, die in die Form einge%bracht werden. Die Verzögerer haben eine flüssige Konsistenz und werden auf einen Träger, der z.B. aus Papier besteht, gebracht. Die Verzögerer und der Träger wurden bisher getrennt geliefert, so dass der Betonsteinhersteller die Imprägnierung des Trägers vornehmen musste. Abgesehen von diesem zusätzlichen Arbeitsgang wurden häufig Träger gewählt, die durch die Mörtelfeuchtigkeit aufgeweicht und durch den Verdichtungsdruck zerstört wurden. Eine reibungslose Entschalung der Platte aus der Form war nicht mehr möglich. Ferner ist bei dem bekannten Verfahren eine gleLchmässige Verteilung des Verzögerers über die Trägerober-
immer
fläche nichtTmöglich.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine mit dem Verzögerer imprägnierte Einlage zu entwickeln, die allen Anforderungen an die Benetzung der Betonplatte mit dem Verzögerer und auch, den Druckbeanspruchungen in der Form gerecht wird.
Nach der Neuerung wird dies durch einen rechteckigen Träger erreicht, der mit einem Verzögerer in kolloidaler Form gleichmässig imprägniert ist.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Einlage besteht der Träger aus verleimtem Hatronpapier, das an der beschichteten Seite eine rauhe Oberfläche und an der anderen Seite eine glatte Oberfläche aufweist. Bei dieser Ausführungsform erstreckt sich die kolloidale Schicht ausschl. über einen Teil der Trägerstärke. Die kolloidale Schicht kann Quellstärken verschiedener Herkunft sowie Quellzellulosen enthalten.
Es ist auch möglich, den Träger als Kunststoffolie auszubilden.
In der Zeichnung ist ein Papierträger 1 dargestellt ,der mit dem Verzögerer 2 imprägniert ist. Die Verzögererschicht dringt, wie aus den gestrichelten Linien 5 hervorgeht, nur teilweise in den Papierträger ein. Das Papier ist von Natur aus nicht wasserfest. Die Wasserfestigkeit bleibt durch die Imprägnierung bzw. Beschichtung solange erhalten, bis der Büttel- und Stampfbzw. Verdichtungsvorgang abgeschlossen ist, bei dem jedes ungeeignete Papier in der Regel aufweicht und zerstört wird, wobei die gleichmässigeVerteilung des Verzögerers an der Plattenoberfläche, soweie die reibungslose Entschalung der
Platte aus der Form in Frage gestellt ist.
Als Träger kam ein verleimtes Hatronpapier, Qualität 1 -
ο
1oo "bis 15° s/di ? das einseitig rauh,um die Beschichtung aufzunehmen und auf der anderen Seite glatt ist, verwendet \f erden.
Beim Verzögerer, der auf den Träger gebracht wird, handelt es sich um eine Flüssigkeit in kolloidaler Form, die die Eigenschaft hat, dass Abbinden des Zementes an den Berührungsflächen zwisehen Beschichtung und Beton stark zu verzögern. Die Suspension wird auf die Papierbahnen mit Streichwalzen aufgetragen (15o g/m Flüssigkeit) und mit Heissluft getrocknet. Die Beschichtung erfolgt kontinuierlich. Nach dem Trocknen werden die Bahnen in den gebräuchlichen Grossen geschnitten (25x5o, 5ox5o und 5ox75 cm). Die geschnittenen Papiere werden zu je 1oo, 2oo bzw. 5oo Stück verpackt. Die Papiere müssen trocken gelagert werden.
Die Suspension besteht aus:
1. Quellstärken verschiedener Herkunft sowie Quellzellulosen - Gesamtformel (c^-H^. O1-). Die Stärken dienen
als Trägerstoff für die eigentlichen Verzögerer (siehe 2) und wirken zudem in beschränktem Masse selbst verzögernd
2. Organischen Verbindungen mit einer Carbonyl - und mehreren Alkoholfunktionen sowie Polyoxyaldehyde und PoIyoxyketone
3. Kaliumtartrat KOOC - CHOH - CHOH - COOK + 1/2 H2O.
Die gestrocknete Beschichtung kann durch Wasser (Anmachwasser der Betonsteine) leicht wieder angequollen werden. Dabei gehen die unter 2. und 3 genannten Verbindungen in Lösung und verhindern das Abbinden des Zementes an der stärkeren Sichtfläche des Steines. Der in die Beschichtung eingebaute Quellstoff (1) verhindert das Durchziehen des Anmachwassers durch das Einlegepapier während des Verdichtungsvorganges. Eine Beschädigung des Papiers kann nicht eintreten - die Wirksamkeit des Verzögerers bleibt voll erhalten, wie oben als besondere Eigenart geschildert. Die gequollene Stärke verhindert eine frühzeitige Abgabe der Feuchtigkeit nach aussen und erhält so die Wirksamkeit des Verzögerers. Nach 2o bis 3o Stunden können die Betonsteine leicht von dem nicht abgebundenen Zement befreit werden.
Während im vorhergehenden als Träger ein Natronpapier beschrieben wurde, ist es auch möglich, als Träger eine Kunststoffolie zu benutzen.
Die technischen Schwierigkeiten bei der gleichmässigen Beschichtung - in diesem Fall tritt keine Imprägnierung auf werden durch den Einsatz eines Netzmittels gelöst. Für die ionenbeschichtung werden als Netzmittel Aethylenoxidaddukte eingesetzt;.
Der Vorteil der Folie als Träger liegt in der Wasserfestigkeit und der Feuchtigkeitsundurchlässigkeit, denn durch Trocknung entzogene Feuchtigkeit mindert die Wirksamkeit der Verzögerer und die Qualität des Zementsteines erheblich.

Claims (4)

RA.259 433-20.5.65 L Schut zansprüche
1. Einlage für die Bodenfläche der Form zur Herstellung
von Waschbetonplatten, gekennzeichnet durch einen rechteckigen Träger, der mit einem Verzögerer in kolloidaler Form gleichmassig imprägniert ist.
2. Einlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus verleimtem Natronpapier "besteht, das an der "beschichteten Seite eine rauhe Oberfläche und an der anderen
Seite eine glatte Oberfläche aufweist.
5. Einlage nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die kolloidale Schicht sich ausschl. über einen Teil
der Trägerstärke erstreckt.
4. Einlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die kolloidale Schicht Quellstärken verschiedener Herkunft sowie Quellaellulosen enthält.
5· Einlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger als Kunststoffolie ausgebildet ist.
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