DE1936603B - Vorrichtung zum Behandeln blattförmi gen photographischen Materials - Google Patents
Vorrichtung zum Behandeln blattförmi gen photographischen MaterialsInfo
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Description
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen an einigen Ausführungsbeispielen näher erläuft,
ίο Es zeigt
F i g, 1 die perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform der Erfindung, wobei die Vorrichtung
in einen nur teilweise dargestellten Tank eingesetzt ist, der zur Erzielung einer konstanten Temis
peratur der Behandlungslösung mit Wasser gefüllt werden kann,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie 2-2 nach Fig.1,
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie 3-3 nach
ao Fig. 2,
F i g. 4 einen Schnitt iängs der Linie 4-4 nach
Fig. 2,
F i g. 5 und 6 den Schnitt durch ein in der Vorrichtung nach F i g. 1 verwendetes Ventil in der einen
ar und in der anderen Betriebsstellung,
F i g. 7 den teilweisen Schnitt durch eine in der Vorrichtung nach F i g. 1 verwendete Lochplatte,
F i g. 8 einen Schnitt durch die Behandlungskammer sowie die Einlaßkammern in der Vorrichtung
nach Fig. 1, im vergrößerten Maßstab,
F i g. 9 eine der F i g. 1 entsprechende perspektivische
Ansicht einer zweiten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 10 einen Schnitt längs der Linie 10-10 nach Fig. 9,
Fig. 11 einen Schnitt längs der Linie 11 11 nach
Fig. 9,
F i g. 12 eine vergrößerte Teilausicht des unteren
Bereichs der Darstellung nach F i g. 11, in vergrößertem
Maßstab,
Fig. 13 einen der Darstellung nach Fig. 11 entsprechenden
Schnitt durch eine weitere Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 14 einen Schnitt längs der Linie 14-14 nach Fig. 13,
Fig. 15 eine Ansicht des Einsatzteils der Vorrichtung
nach Fig. 13, mit Halteklammern für das photographische Material, und
Fig. 16 eine schematische, perspektivische Ansicht
einer weiteren, aus einer Vielzahl von Behältern gemäß F i g. 13 zusammengesetzten Vorrichtung zur
stetigen Behandlung von Rollfilm- oder -papiermaterial
beliebiger Länge.
Nach den F i g. 1 bis 4 und 8 weist die Vorrichtung einen aufrecht stehenden, länglichen Behälter 17
mit'einer Vorderwand 18, einer Rückwand 19 und
den bdden Schmalseitenwänden 20 und 21 auf. Zur Versteifung und Erhöhung der Stabilität dienen an
der Vorderwand angebrachte Rippen 22 und 24 sowie an der Rückwand angebrachte Rippen 25 und
26. Die Wände bilden eine enge Behandlunßskammer 27 (F ί g. 3 und 8), die an ihrer Oberseite in eine
trichterförmige Einlaßwanne 29 mündet, die gleichzeitig als Reservoir für die Behandlungsflüssigkeit
6s dient. Der Behälter 17 ruht auf Füßen 30 und 31, die an einer den Bodenteil des Behälters bildenden
Abflußrinne 33 befestigt sind, welche durch eine Lochplatte 34 abgedeckt ist, deren Funktion später
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beschrieben wird. Diese Lochplatte 34 ist durch einen liegenden sekundären Einlaßkammer 55 vor dem
setilichen Schlitz 3£ (Fig. 1) zugänglich, der zur Ab- Auslaß 54 des Ventils 47A liegt.
dichtung durch eine Deckplatte 36 verschlossen wird. Die Lochplatte 34, welche die Oberseite der im
Motor 39 wird über Leitungen 40 und 41, die mit und derart angeordnet, daß die Öffnung 64 mit dem
ihren Klemmen 44 und 45 an eine Stromquelle an- kleinsten Durchmesser vor dem Einlaß bzw. der
schließbar sind, gespeist und ist über einen Schalter Ansaugseite der Pumpe 38 liegt. Wie in F i g. 8 zu
42 ein- und ausschaltbar. io sehen, dient die Lochplatte 34 gleichzeitig als Auflage
über eine Leitung 46 an ein Ventil 47 (F i g. 5 und 6) Die beiden gleichartig aufgebauten Ventile 47 und
angeschlossen, das sehr einfach aufgebaut ist und 47 A weisen nach den F ι g. 5 und 6 einen zylin-
die Leitung 46 in der einen Stellung mit der Abfluß- drischen Ventilkörper 66 mit einer zentralen zylin-
der vorderen Behälterwand 18 angeordneten Einlaß- 69 und 70 münden. Die Ventilstange 67 hat einen
kammer 50 verbindet, die im folgenden als primäre Bereich 71 kleineren Durchmessers, dessen Länge
wesentliches Merkmal der Vorrichtung nach der Er- ao dargestellten Stellung der Ventilstange 67, die beiden
findung darstellt. Rohre 68 und 69 und in der anderen, in F i g. 6
Die dem Ventil 47 gegenüberliegende Stirnseite dargestellten Stellung, die Rohre 68 und 70 miteinder Einlaßkammer 50 ist mit dem ersten Auslaß 53 ander verbindet. Zur Erzielung einer guten Gleiteines weiteren Ventils 47 a verbunden, das ähnlich dichtung für die Stange 67 sind Dichtungsringe 72 in
aufgebaut ist wie das Ventil 47 und dessen zweiter as den Veniilkörper 66 eingelassen.
Auslaß 54 in der Stirnseite einer neben der primären Die beschriebene Vorrichtung arbeitet folgender-Einlaßkammer 50 an der Behälterrückwand 19 be- maßen:
festigten sekundären Einlaßkammer 55 mündet, Das photographische Material 65, das eine zur
während der Einlaßstutzen 52 des Ventils 47 a an Behandlung in der Kammer 27 geeignete Größe hat
eine beliebige Quelle, beispielsweise an eine Spül- 30 und bei dem es sich entweder am einen Film oder
wasserquelle, angeschlossen werden kann. um Papier handeln kann, wird von oben durch die
der diesen Stutzen 56 aufweisenden Wand kann eine Material nicht lang genug ist, um bei Auflage auf
lungskammer 27 eingeführten photographischen dann kann es an der Halteplatte 57, beispielsweise
forderlich ist, wenn die Länge dieses Materials kleiner Zweck hat sich metallisiertes Mylarband, das unter
als die der Behandlungskammer 27 ist. Der ganze dem Handelsnamen »Scotch Band 850« erhältlich
und teilweise in Wasser eingetaucht sein, das auf Kammer 27 mit der Behandlungslösung, beispiels-
einer konstanten Temperatur gehalten wird. weise einer Entwicklerlösung, über die Einfüllwanne
Nach F i g. 8 sind die Vorder- und Rückwand 18 29 wenigstens so weit gefüllt, daß der Flüssigkeitsbzw. 19 des Behälters im Bereich der Einlaßkammern Spiegel oberhalb der Öffnungen 59 liegt und dem-50 und 55 mit schräg nach unten verlaufenden öff- 45 zufolge das Material 65 in der Lösung eingetaucht
nungen 59 versehen, die als Düsen wirken, welche ist. Zur eigentlichen Behandlung wird dann über den
die in den Einlaßkammern umlaufenden Lösungen Schalter 42 der Motor 39 und damit die Pumpe 38
auf die eine bzw. andere Seite des in der Behänd- eingeschaltet. Die Ventile 47 und 47A sind derart
1 ngskammer 27 befindlichen photographischen Films eingestellt, daß die Leitung 46 mit der Einlaßkammei
oder Papiers 65 richten. Vor den Öffnungen 59 be- 50 50 verbunden bzw. das andere Ende der Einlaßfinden
sich auf den Außenseiten der Wandele und kammer 50 abgesperrt ist, wie in Fig. 4 dargestellt.
19 Lochplatten 62 und 63 mit einer Reihe von Öff- Der Einlaßstutzen 52 des Ventils 47 A ist über ein
nungen 64, deren Durchmesser progressiv zunimmt geeignetes einstellbares Ventil an eine Wasserleitung
und deren den Öffnungen 59 der Behälterwände zu- angeschlossen, die jedoch zunächst abgesperrt ist.
gewandten Bereiche sich konisch erweitern und in 55 Unter der Wirkung der Pumpe 38 wird die Lösung
diese Öffnungen 59 münden. Die Lochplatten 62 durch die Löcher 64 der Lochplatte 62 der Kammei
und 63 sind derart in entsprechende Schlitze der die 50 und die Öffnungen 59 hindurchgepreßt, so daG
Einlaßkammern bildenden Wände eingesetzt, daß innerhalb der verhältnismäßig stationär umlaufender
sich die Öffnung 64 mit dem kleinsten Durchmesser Flüssigkeit ein lokaler Flüssigkeitsstrom hoher Gestets
an demjenigen Ende befinden, an welchem die 60 schwindigkeit erzeug! und gegen die Emulsionsseiti
Behandlungsflüssigkeit zugeführt wird. Die primäre des Materials 65, und zwar über dessen gesamte
Einlaßkammer 50, welche der Emulsionsseite des zu Breite, gespritzt wird. LTnter dem Druck diesel
behandelnden photographischen Materials 65 gegen- Flüssigkeitsstrahlen wird das Material 65 gegen du
überliegt, hat also eine Lochplatte 62, bei welcher die Rückwand 19 der Kammer 27 gedrückt, so daC
Öffnung 64 mit dem kleinsten Durchmesser vor dem ^s während des Umlaufs der Lösung eine praktiscl
Auslaß^! des Ventils 47 liegt (Fig. 4), während die laminare Strömung die Emulsionsseite des Material:
kleinste Öffnung 64 der Lochplatte 63 der der Rück- 65 bedeckt. Diese gleichförmige, laminare Strömunj
seite des photographischen Materials 65 gegenüber- ergibt sich aus der beschriebenen Verteilung de:
2 OAO
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Durchmesser der öffnungen 64 in den Lochplatten, wie bei der Behandlung der Emulsionsseite durch
wodurch erreicht wird, daß der Druck der Flüssig- die Lochplatte 62 beschrieben wurde. Nachdem die
keitsströmung über die gesamte Fläche des Materials Kammer 27 hinreichend mit Wasser gefüllt und eine
65 gleich ist. Der Druck der Flüssigkeit in der Ein- zeitlang gewässert wurde, kann das Wasser durch
laßkammerSO nimmt stetig mit größer werdendem 5 Umschaltung der Ventile 47 und 47 A abgepumpt
Abstand vom Einlaß Sl des Ventils 47 ab, jedoch und der Prozeß nach Bedarf durch Neufüllung der
wird d'iies Druckgefälle dadurch kompensiert, daß Kammer bis zur vollständigen Beendigung der Beder
Durchmesser der öffnung 64 vor dem Einlaß 51 handlung wiederholt werden,
am kleinsten ist und die Durchmesser der anderen Während des Wässerns wird das Ventil 47/4
öffnungen in Richtung auf das Ventil 47 A entspre- io wiederholt umgeschaltet, so daß abwechselnd die
chend zunehmen. Auf diese Weise wird eine voll- primäre und die sekundäre Einlaßkammer SO bzw.
ständig gleichförmige Behandlung, insbesondere Ent- 55 mit der Wassereinlaßleitung verbunden und somit
wicklung des Materials 65 erzielt. Die Gleichförmig- sowohl die Vorder- als auch die Rückseite des Matekeit
der durch die öffnungen 59 austretenden Flüssig- rial..65 gut bespült werden. Nach Absperrung der
keitsströme wird noch dadurch erhöht, daß die Achse 15 Wasserzufuhr kann die Vorrichtung auch über das
der öffnungen 59 mit der Senkrechten einen spitzen Ventil 47 und die Leitung 48 entleert werden. Nach
Winkel bildet und der durch den verhältnismäßig Umschaltung des Ventils 47 ist die Vorrichtung dann
großen Durchmesser der öffnungen 59 definierte für den folgenden Behandlungsprozeß vorbereitet.
Strömungsquerschnitt durch die enge Eingangsseite In den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 9
der öffnungen 64 der Lochplatten eine Unter- ao bis 16, auf denen die dem ersten Ausführungsbeispiel
brechung erfährt, so daß diese Anordnung wie eine entsprechenden Vorrichtungsteile mit den gleichen
Venturi-Düse wirkt. Es hat sich gezeigt, daß ein Bezugszeichen versehen sind, wird die Behandlungs-Winkel
von 45" zwischen der der Achse der öffnun- lösung gleichzeitig über die Einlaßkammern 50 und
gen 59 und der Senkrechten sehr befriedigende Er- 55 zugeführt. Nach F i g. 9 hat die Behandlungsgebnisse
liefert. as kammer 27 eine größere Breite als beim ersten Aus-
Da ferner die Kammer 27 ziemlich eng ist, wird führungsbeispiel und dient zur Aufnahme eines Einein
für die optimale Behandlung erforderlicher Druck Satzteiles 74, an dessen Breitseiten das zu behander
Lösung gewährleistet, und die glatten, ununter- delnde photographische Material anliegt und durch
brocl.enen Flächen der Kammer 27 vermeiden die welches zwischen den Behälterwänden eine vordere
Bildung irgendwelcher Turbulenzen. Tatsächlich ist 30 und eine hintere Teilkammer 75 bzw. 76 (Fig. 11)
in allen bisher bekannten photographischen Entwick- gebildet wird. Die Dicke dieser Teilkammern ist derlungsvorrichtungen
die Strömung der Lösung nicht art gewählt, daß das Material 65 frei eingeschoben
turbulenzfrei, was als Hauptursache für die Schwie- werden kann. Auf beiden Seiten des Einsatzteils 74
rigkeiten bei der Erzielung einer gleichförmigen Ent- (Fig. 10 und 14) sind Führungsrippen 78 angeordwicklung
zu betrachten ist. Dieser Hauptnachteil wird 35 net, die in entsprechende Schlitze 79 der Wände 19
durch die Erfindung beseitigt. und 18 der Kammer 27 eingreifen und durch Bolzen
Der Umlauf der Lösung wird im allgemeinen 80 einklemmbar sind. Nach F i g. 12 hat das Einsatzwährend
der Behandlung mehrere Male durch öffnen teil 74 an beiden Seiten eine vorspringende Kante 81
des Schalters 42 und damit durch Außerbetrieb- zur Auflage für das zu behandelnde Material 65. Mit
setzung des Motors 39 unterbrochen. Bei derartigen 4° dieser Vorrichtung können also zwei photographische
Unterbrechungen tritt eine Pulsation der Behänd- Filme oder Papiere gleichzeitig behandelt werden,
lungslösung in der Kammer 27 auf, ein Effekt, der Zu diesem Zwecke sind die beiden Schmalseiten am
günstig ist, weil er das Entweichen von Gasbläschen einen und anderen Ende der Einlaßkammern 50 und
erlaubt, die sich an der Oberfläche des Materials 65 55 durch je ein U-Rohr 83 verbunden, von denen
gebildet haben könnten bzw. dort haftengeblieben 45 das eine nach Fig. 10 an das Ventil 47 und das
sind. Ferner begünstigt diese Pulsation eine gleich- andere über ein Absperrventil 84 an einen Einlaßmäßige Verteilung sowie eine gute Durchmischung stutzen 52 angeschlossen ist, durch welchen während
der Lösung über die gesamte Fläche des Materials. der Wässerung Wasser eingeleitet werden kann. Das
Die Dauer der Abschaltzeiten des Motors 39 hängt Ventil 41A der ersten Ausführungsform entfällt,
ton der Größe der Behandlungskammer derart ab, 50 Im Beispiel nach Fig. 13 und 15 hat das Einsatziaß
die Zeit ausreichen muß," damit Gasbläschen teil 47 ß eine durchgehende glatte Außenfläche, se
Vom Boden der Kammer bis an die Oberfläche auf- daß beispielsweise ein Filmstreifen, dessen Läng«
tteigen können. Nach der für das jeweilige photo- ungefähr doppelt so groß wie die Höhe der Behänd
graphische Material erforderlichen Behandlungsdauer lungskammern ist. U-förmig vollständig um das Ein
tvird das Ventil 47 umgeschaltet, so daß nunmehr die 55 satzteil herumgeführt werden kann.
Lösung aus der Kammer 27 durch die Abflußleitung Mittels Klammern 86 und 87 (Fi g. 15), von denei
48 abfließen kann. Gegebenenfalls kann diese Lösung die Klammer 86 an einer Spiralfeder 88 hängt, kam
fcur Wiederverwendung einem Vorratsbehälter züge- ein derartiger Filmstreifen, fest um das Einsatzte:
führt werden. Zur anschließenden Wässerung des 74B gespannt, gehalten werden. Auf diese Weise i;
Materials 65 wird das Ventil 47 A umgeschaltet, so 60 die gesamte Emulsionsfläche des Films von der Be
daß nunmehr der Einlaßstutzen 52 mit der sekun- handlungslösung umgeben, die von beiden Seite
dären Einlaßkammer 55 verbunden ist. Nach Wieder- über die Einlaßkammern 50 und 55, wie beim erste
einschaltung der Pumpe 38 und öffnung der Wasser- Ausführungsbeispiel beschrieben, zugeführt wir«
zuleitung gelangt das Wasser über den Einlaßstutzen Nach Beendigung der Behandlung wird das Einsat
52, die Kammer 55 sowie die öffnungen 64 der Loch- 65 teil 47 B einfach mitsamt dem Film herausgezoge
platte 63 und die öffnungen 59 der Kammerrück- und beispielsweise auf einem Trocknungsgestell ai
wand 19 nunmehr auf die Rückseite des Materials geordnet. 65, wobei der gleiche Strömungseffekt erzielt wird, Die öffnungen in den Lochplatten 62 und 63 nac
F i g. 10 sind wiederum derart angeordnet, daß sich die Löcher mit kleinstem Durchmesser auf der Einlaß-
bzw. Druckseite des Strömungssystems befinden, d. h. also in der Darstellung nach Fig. 10 auf der
Unken Seite der Lochplatten.
Die Ausführungsform nach F i g. 16 dient zur Behandlung einer ganzen Film- oder Papierspule,
deren Material 6^ im Sinne der auf F i g. 16 angedeuteten
Pfeile durch die aus einer größeren Anzahl von nebeneinander angeordneten Behandlungsein
fichtungen bestehende Vorrichtung verläuft, wobei oberhalb der Vorrichtung drehbar gelagerte Rollen
iO (deren Befestigung aus Gründen der Einfachheit nicht dargestellt ist) zur Führung dienen. Im betrachteten
Beispiel nach Fig. 16 sind sieben Behandlungseinrichtungen hintereinander angeordnet, die alle
den gleichen Aufbau der an Hand der F i g. 9 und 13 beschriebenen Vorrichtung haben. U-Rohre 83 verbinden,
wie im Beispiel nach Fig. 9 und 10, die Teilkammern jeder der Einrichtungen miteinander
zur Zuführung der Behandlungslösung bzw. des Waschwassers. Mit den sieben Behandlungsvorrichtungen
nach Fig. 16 können insbesondere die bei der Behandlung von Farbfilmmaterial im allgemeinen
erforderlichen sieben Behandlungsschritte durchgeführt werden: Entwicklung; Wässerung; Fixierung;
Wässerung; Bleichen; Wässerung und Stabilisierung. Die durchgehend glatten Außenflächen der Einsatzteile
47 B erlauben in Verbindung mit den Fiihrungsrollen 90 eine stetige Durchführung des Materials,
das zum Einsetzen in die Vorrichtung zunächst um alle Einsatzteile herumgelegt und dann mit diesen in
die einzelnen Kammern eingesetzt wird. Halteklammern 87 und 88 nach Fig. 15 entfallen natürlich in
diesem Falle. Alle einzelnen Behandlungseinheiten 17 werden mit der gewünschten Behandlungslösung
bzw. mit Waschwasser über von Motoren 39 angetriebene Pumpen 38 sowie über die entsprechend eingestellten
bzw. umzuschaltenden Ventile 47 und 84 gespeist. Die Steuerung der Motoren 39 kann automatisch
mittels einer entsprechenden elektrischen Zeitschaltung nach einem die gewünschte Behandlungsdauer
in jeder Kammer und die Art der Behandlung vorgebenden Programm durchgeführt werden.
Eine elektronische Schaltung dieser Art wird in einer Parallel-Anmeldung des gleichen Anmelders
beschrieben.
- ίο Die Wände der Behandlungskammern bestehen
vorzugsweise aus einem chemisch beständigen Kunststoffmaterial mit leichtem Gewicht, beispielsweise aus
einem Acrylharz, das unter dem Handelsnamen »Lucite« bekannt ist. Andererseits kann auch rostfreier
Stahl verwendet werden. Außerdem kann gegebenenfalls wenigstens die eine Seitenwand, z. B.
die Wand 18, welche der Emulsionsfläche de3 Materials 85 gegenüberliegt, transparent sein, so daß diese
Emulsionsfläche kurzzeitig einer chemisch wirksamen
ao Bestrahlung ausgesetzt werden kann, wie es beispielsweise bei der Behandlung von Farbumkehrmaterial
erforderlich ist. Es ist dann für eine derartige Bestrahlung nicht erforderlich, das Material aus der
Behandlungskammer herauszunehmen.
Die Vorrichtung nach der Erfindung ermöglicht εκ ferner auf sehr einfache Weise, die Temperatur
dir Behandlungslösung gleichförmig zu halten, was
für eine gute Entwicklung photographischen Materials sehr wichtig ist. Die Lösung dieses Problems
erfordert bei bisher bekannten Vorrichtungen einen ziemlich großen zusätzlichen Aufwand. Erfindungsgiitnäß
wird eine praktisch gleichmäßige Temperatui der Flüssigkeit während des durch die Pumpe erzwungenen
Flüssigkeitsumlaufes dadurch erzielt, da£ die Flüssigkeit am gleichen Punkte ein- und austritt
Mögliche Temperaturunterschiede innerhalb der Be handlungskammer werden daher weitgehend ausge
glichen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
?0A0
Claims (13)
- 93O03Patentansprüche:•1. Vorrichtung zum Behandeln blattförmigen photographischen Materials, mit wenigstens einer δ schmalen, senkrecht stehenden Behandlungskammer, an deren Boden und Oberseite eine Einlaßverteilerleitung und eine Abflußsammelleitung angeordnet sind, welche Leitungen an einen Pumpenkreislauf für die Behandlungsflüssigkeit angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlaßverteilerleitung wenigstens eine Einlaßkammer (50, 55) umfaßt, deren an die Behandlungskammer angrenzende Wand (62, 63) mit in Strömungsrichtung sich ij erweiternden und über die gesamte Breite der Behandlungskammer sich erstreckenden, im Bereich der Blattfläche angeordneten öffnungen (64) versehen ;st, die in die Behandlungskammer münden, und daß eine Einrichtung vorgesehen ao ist, die die Behandlungsfiüssigkeit immer nur auf jeweils eine Seite des photographischen Materials in die zugeordnete Einlaßkammer fließen läßt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen der öffnungen (59) in der Behälterwand (18, 19) mindestens um etwa 45 in Abwärtsrichtung geneigt sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Einlaßkammer (50, 55) »or den öffnungen (59) eine Lochplatte (62, 63) mi» öffn-mgen (64) angeordnet ist, welche mit den öffnungen (59) in der Behälterwand fluchten, derc · Durchmesser zur Kompensation des Druckgefälles der Flüssigkeitsströmung in der Einlaßkammer progressiv in Richtung der Flüssigkeitsströmung größer werden, und welche gemeinsam mit der rohrförmigen Wand der Einlaßkammer ein Venturi-Rohr zum Ausgleich des Flüssigkeitsdruckes über die Oberfläche des zu behandelnden Materials (65) bilden.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden der Behandlungskammer (27) durch eine die Abflußleitung (33) abdeckende Lochplatte (34) mit öffnungen (64) gebildet ist, deren Durchmesser zum Ausgleich des Druckgefälles in der Flüssigkeitsströmung länps der Abflußleitung progressiv in Richtung der Flüssigkeitsströmung größer werden.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Zu- ^o führen von Behandlungsflüssigkeit immer nur auf jeweils eine Seite des photographischen Materials zwei Ventile (47, 47A) umfaßt, daß auf beiden Seiten der Bchandlungskammcr je eine F.inlaßkammcr (50. 55) vorgesehen ist und daß die Schmalseite wenigstens der einen Kammer (50) über das eine Ventil (47) nn den Auslaß der Pumpe (38) und die gegenüberliegende Schmalseite wenigstens der anderen Einlaßkammer (55) über das andere Ventil (47/1) an einen Einlaßstutzen (52), zum Beispiel zur Zuführung von Waschwasser, angeschlossen ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile Dreiwegeventile sind, daß das erste Ventil (47) einen weiteren, mit einer Abflußleitung (48) verbundenen Auslaß zum Abpumpen der Flüssigkeit aufweist und das zweite Ventil (47/1) den Einlaßstutzen (52) in der einen Stellung mit der einen Eirüaßkammer (55) und in der anderen Stellung mit der anderen Einlaßkammer (50) verbindet.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die der Emulsionsseite des photographischen Materials gegenüberliegende Behälterwand zur Beobachtung der Behandlungswirkung und zur Bestrahlung der Emulsion mit einer chemisch wirksamen Strahlung transparent ist.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4 und/ oder 7, gekennzeichnet durch ein in die Beha idlungskammer einsetzbares, als Stütze für das zu behandelnde photographische Material (65) dienendes Einsatzteil (74, 74B), dessen Dicke um so viel geringer als die Dicke des Innenraumes der Behandlungskammer ist, daß beiderseits des Einsatzteils Teilkammern (75, 76) mit einer für die Aufnahme des photographischen Materials und der umlaufenden Behandlungsflüssigkeit hinreichenden Dicke gebildet werden, sowie durch an beiden Breitseiten des Behälters (17) angeordnete Einlaßkammern (50, 55), deren Schmalseiten an ihren einen Enden mit der Pumpe (38) und an ihren anderen Enden mit einem Einlaßstutzen (52) verbunden sind.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsatzteil (74) in der Nähe seines unteren Endes Vorsprünge (81) als Auflagen für die Unterkante des in beide Teilkammern einsetzbaren photographischen Materials aufweist.
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsatzteil (74 B) eine glatte, unten abgerundete Außenfläche aufweist und am oberen Ende mit nachgiebig angeordneten Klammern (86, 87) zum Spannen des um das untere Ende des Einsatzl. ih geschlungenen photographischen Materials versehen ist.
- 11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10 zur kontinuierlichen Behandlung von photographischem Material beliebiger Länge, gekennzeichnet durch eine Vielzahl mit ihren Breitseiten nebeneinander angeordneter Behälter (17) mit jeweils an beiden Behälterseiten vorgesehenen Einlaßkammern (50, 55) sowie mit je einem in die Bchandlu.igskammer einsetzbaren Einsatzteil (74/Ϊ), mit oberhalb der Behandlungskammern gelagerter Rollen (50) zum Führen und Transportieren des jeweils um die Fläche der Einsatzteile und deren unteren Enden geschlungenen photoaraphischen Materials \on einer Behandlungskammer zur anderen, mit getrennten Flüssigkcitszuleitunpen (52, 83) für jeden Behälter sowie mit mit den F.inlaßkammern jedes Behälters ver bundencn Pumpen (39) zum l'mwälzcn de: Flüssigkeiten in den Behandlungskammern.
- 12. Vorrichtung nach Anspruch 11 zum Be handeln von photographigchetn Mehrschicht Farbmaterial, dadurch gekennzeichnet, dal sieben Behälter vorgesehen sind, von denen de erste Entwicklerlösung, der zweite Wässerungs lösung, der dritte Fixierlösung, der vierte Wässe rungslösung, der fünfte Bleichlösung, der sechst Wässerungslösung und der siebente Stabilisie rungslösung enthält.
- 13. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 12, g< kennzeichnet durch eine Unterbrechungseinricl'36i 936Hing zum intermittierenden Zuführen der Behandlungsflüssigkeit in eine Behimdlungskammer,Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Behandeln blattförmigen photographischen Materials, mit wenigstens einer schmalen, senkrecht stehenden Behandlungskammer, an deren Boden und Oberseite eine Einlaßverteilerleitung und eine Abflußsammelleitung angeordnel sind, welche Leitungen an einen Pumpenkreislauf für die Behandlungsflüssigkeit angeschlossen sind.Eines der Hauptprobleme bei der Behandlung photographischen Materials besteht darin, dafür zu sorgen, daß die Behandlungslösung möglichst gleichmäßig auf die gesamte Emulsionsfläche einwirken kann, um ungleichmäßige Behandlungseffekte zu vermeiden, die insbesondere Schlieren oder Flecken auf dem entwickelten Bild erzeugen können und während des weiteren Behandlungsprozesses nicht mehr korrigierbar sind. Auch muß für eine innige Berührung des Behandlungsmittels mit dem photographischen Material gesorgt werden, insbesondere bei mehrschichtigem Material, wie es für Farbaufnahmen verwendet wird, um eine gleichmäßige Entwicklung aller Schichten zu bewirken.Es ist bereits eine Vorrichtung bekannt (USA.-Patentschrift 3 427 949), die einen schmalen Entwicklungsraum umfaßt, an dessen unterer Kante ein Zuflußverteiler für d'e Entwicklerlösung angeordnet ist und in dessen oberem Bereich ein Überlauf angeordnet ist, von dem der Entwickler abfließt. Diese bekannte Vorrichtung hat mehrere wesentliche Nachteile. D:.e seitliche Führung des zu entwickelnden Filmblattes in V-förmigen Nuten bewirkt zusammen mit der Einspeisung der Entwicklerlösung in dui Behälter, daß das Filmblatt mehl oder weniger zentrisch zur Behälterdicke geführt wird. Die Entwicklerflüssigkeit fließt dabei an der Vorder- als auch an der Rückseite emlang. Die V-förmigen Führungsnuten vermögen nicht zu gewährleisten, daß das Filmblatt sich genau mittig und mit überall gleichem Abstand von den Behälterwänden befindet. Der Strömungswiderstand einer laminaren Strömung hängt aber ganz wesentlich von der Dicke der strömenden Sciiicht ab. Da die Filme üblicherweise nur auf einer Seite beschichtet sind, ist bei der bekannten Entwicklungsvorrichtung daher nicht gewährleistet, dall überall eine gleiche Strömungsstärke herrscht, selbst wenn die Strömung laminar ist. Eine Änderung der Strömungsverhältnissc ergibt sich auch in der Nähe der V-förmigen Führungsnuten, da der Strömungswiderstand an diesen Stellen zunimmt.Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Behandeln blattförmigen photographischen Materials zu schaffen, welche diese Nachteile nicht aufweist und eine gleichmäßige und trotzdem intensive Behandlung des photographischen Materials gewährleistet.Die Lösung dieser Aufgabe ist darin zu sehen, daß die Einlaßverteilerleitung wenigstens eine Einlaßkammer umfaßt, deren an die Behandlungskammer angrenzende Wand mit in Strömungsrichtung sich erweiternden und über die gesamte Breite der Be* handlungskammer sich erstreckenden, im Bereich der Blaufische angeordneten öffnungen versehen ist, die in die Behsndlungskammer münden, und daß eine Einrichtung vorgesehen ist, die die Behandlungsflüssigkeit immer nur auf jeweils eine Seite des photographtschen Materials in die zugeordnete Einlaßkammer fließen läßt.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2522008A1 (de) * | 1974-05-17 | 1975-11-20 | Sharp Kk | Fluessigkeitsentwicklervorrichtung fuer eine kopiermaschine |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2522008A1 (de) * | 1974-05-17 | 1975-11-20 | Sharp Kk | Fluessigkeitsentwicklervorrichtung fuer eine kopiermaschine |
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