DE1942257C3 - Bildmusteranzeigegerät - Google Patents
BildmusteranzeigegerätInfo
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Classifications
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Description
Die Erfindung betrifft ein Bildmusteranzeigegerät nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Zur Erleichterung des Informationsaustausches zwischen einer Bedienungsperson und Geräten sind bereits
verschiedenartige Bildmusteranzeigegeräte entwickelt worden. Damit soll den Anforderungen der sich schnell
ausbreitenden Informationsverarbeitungssysteme und elektronischen Rechenmaschinen genügt werden. Diese
Bildmusteranzeigegeräte kann man in optische und mechanische Geräte einteilen. Sämtliche Geräte sind
jedoch sehr umfangreich, kompliziert und erfordern hohe Kosten.
Ein Bildmusteranzeigegerät nach »IBM Technical Disclosure Bulletin«, Bd. 10. Nr. 2, Juli 1967, Seiten 135
bis 136 verwendet zur Übertragung des Bildes einer Mustermaske auf den Bildschirm jeweils ein optisches
Faserbündel, das keine abbildenden Eigenschaften hat. Vielmehr kommt eine Bildübertragung dadurch zustande,
daß die einzelnen optischen Fasern des Bündels auseinandergeführt sind und jeweils einen Bildpunkt auf
dem Bildschirm erzeugen. Rine derartige Anordnung ist sowohl herstellungsmäßig als auch hinsichtlich der
Abbildungseigenschaften außerordentlich nachteilig. Bei einer Mehrzahl von Mustermasken, etwa zur
Übertragung aller Symbole des Alphabets, dürfte es aus praktischen Gründen kaum möglich sein, die Einzelfasern
der vielen Faserbündel auseinanderzuführen.
Aus »ELECTRONIC ENGINEERING«, März 1961,
Seiten 164 bis 170 ist eine matrixartige Anordnung von
Lumineszenzelementen bekannt, die einzeln durch elektrische Signale angesteuert aufleuchten. Eine
Abbildungsanordnung für diese Lumineszenzelemente auf Bildmasken oder auf einem Bildschirm ist dort nicht
beschrieben.
Aufgabe der Erfindung ist eine solche Ausbildung eines Bildmusteranzeigegerätes der genannten Art, daß
die einzelnen Mustermasken unabhängig voneinander und ohne gegenseitige Störung oder Beeinflussung auf
den Bildschirm übertragen werden.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Die Erfindung sieht für jede einzelne Mustermaske nur eine einzige optische Faser mit abbildenden
Eigenschaften vor, die ein Bild der jeweiligen Mustermaske auf dem Bildschirm erzeugen kann. Damit ist die
Anordnung übersichtlich und vergleichsweise einfach herzustellen. Auch ist ein Austausch einzelner Fasern
oder einzelner Mustermasken möglich, ohne daß Manipulationen am Bildschirm erforderlich wären.
Die Mustermaske trägt entweder Ziffern oder Buchstaben und befindet sich auf einer Stirnfläche des
Faserbündels, nämlich der Lichteintrittsfläche. Die jeweiligen Bildmuster können unmittelbar auf einen
Bildschirm übertragen werden. Die Ansteuerung der Lumineszenzelemente erfolgt mit Lampen bzw. Lumineszenzdioden,
die jeweils ein einzelnes Vorlagemuster anleuchten. Die Auswahl dieser Lumineszenzelemente
kann in an sich bekannter Weise mit Hilfe elektrischer Informationssignale erfolgen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die Zeichnung
erläutert, weiche darstellt
F i g. 1 eine Erläuterung der Bildübertragung in einer
Glasfaser nach der Erfindung,
Fig. 2 eine schematische perspektivische Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
Die Erfindung läßt sich aufgrund der Entwicklung neuartiger Glasfasern verwirklichen, die für eine
Bildübertragung brauchbare Eigenschaften haben. Solche Glasfasern besitzen einen sich fortschreitend
ändernden Brechungsindex gegen das Zentrum hin und werden durch Tauchen einer Glasfaser in eine
Salzschmelze gewonnen, wobei die Kationen der Abwandlungsoxyde innerhalb der Glasfasern ausgetauscht
werden.
Ein Gas mit einem Verlauf des Brechungsindex nach einer parabolischen Verteilung vom Zentrum nach
außen wirkt als Linse und ist als sog. Gaslinse bekannt. Eine Glasfaser kann ebenso als Linse wirken, wenn eine
gleichbleibende Verteilung des Brechungsindex innerhalb einer Querschniitsfläche im wesentlichen nach der
Beziehung
n= Od(I - ar1)
vorhanden ist, mil no als Brechungsindex im Zentrum, /;
als Brechungsindex in einem radialen Abstand r und a als einer positiven Konstanten. Glasfasern mit solchen
Eigenschaften stehen bereit.
Fig. I zeigt ein optisches System unter Benutzung einer solchen optischen Paser. Eine Glasfaser 1 besitzt
eine Querschnittsverteilung des Brechungsindex der beschriebenen Art. Jeder Lichtstrahl breitet sich im
Innern der Faser I längs einer Sinuskurve mit der Wellenlänge
aus. Nach F i g, 1 breitet das Licht eines Gegenstandes 2
innerhalb der Faser 1 längs Sinuskurven aus und ergibt
ein Bild 3 in einem Bildabstand außerhalb der Glasfaser
1, Das Bild 1 kann auch in der Austrittsfläche 4 der Glasfaser 1 erzeugt werden, indem man die Faserlänge t
und den Gegenstandsabstand L entsprechend festlegt. Dadurch kann man eine Verkleinerung des Bildes 3
gegenüber dem Gegenstand 2 einstellen.
Theoretisch ergibt sich ein Bild des Gegenstandes 2 in
der Austrittsfläche 4 der Faser I1 indem man die Länge t
der Faser 1 in eir.em Bereich
{2b-\)ta<t<2btü
wählt (mit b als einer positiven ganzen Zahl und fo als π
einer Viertelswellenlänge Ijtlijla der Lichtbahn im
Innern der Faser 1) und indem man den Abstand L zwischen dem Gegenstand 2 und der Faser 1
folgendermaßen wählt:
2(1
— iun (12« /)
Eine Ausführungsform des Bildmusteranzeigegerätes nach der Erfindung ist in F i g. 2 dargestellt Danach ist
ein Glasfaserbündel vorgesehen, wo jede Glasfaser einen Durchmesser von etwa 50 μ—2000 μ sowie eine
Querschnittsverteilung des Brechungsindex nach der Gleichung
η = n0 (1 - ar2)
hat. mit n0 als Brechungsindex im Zentrum, π als
Brechungsindex in einem radialen Abstand r vom Zentrum und a als einer positiven Konstanten.
Eine Mustermaske 6 ist auf eine Stirnfläche der Fasern des Faserbündels 5 aufgesetzt. Hinter der
Mustermaske 6 befinden sich Lumineszenzelemente 7, bspw. Lumineszenzdioden, die jeweils einer der Fasern
zugeordnet sind. Die Lumineszenzelemente 7 sind an eine elektrische Schaltung 8 angeschlossen und werden
jeweils einzeln entsprechend der zugeführten Information beleuchtet. Ein Bildschirm 9 nimmt das jeweilige
Bildmuster auf. Die Länge des Faserbündels 5 und der Abstand zwischen dem Faserbündel 5 und dem
Bildschirm 9 werden so eingestellt, daß das durch die Mustermaske gelangle Licht mit der Bildinformation
durch die jeweilige Faser übertragen und dann unter einer gewünschten Vergrößerung auf dem Bildschirm 9
abgebildet wird.
Wenn ein elektrisches Signal der elektronischen Schaltung 8 einem Lumineszenzelement 7 zugeführt
wird und dasselbe erleuchtet, durchsetzt das erzeugte Lichtbündel die Mu-itermaske 6 und die betreffende
Faser des Glasfaserbündels 5, die dem genannten Lumineszenzelement 7 zugeordnet ist. Nach Übertragung
des Lichtbündels in der betreffenden Glasfaser und Abbildung auf den Bildschirm 9 erhält man dort ein
Bild 10 der Vorlage.
Die Maske 6 kann durch Auftragen eines lichtemp* findlichen Stoffes auf der Endfläche des Glasfaserbündel
5 auf der den Lumincszenzelemenlen 7 zugewandten Seite aufgezogen und befestigt werden. Es werden
dann alle Fasern mit Ausnahme einer gegen einen Lichleinfall abgeschirmt und eine Vorlage auf dem
Bildschirm erzeugt. Diese Vorlage wird dann in die bereitstehende Faser eingegeben und ein Bild auf dem
lichtempfindlichen Stoff erzeugt, wodurch dieses Bild auf den Stoff übertragen wird. Durch Wiederholung
dieser Arbeitsweise wird auf den lichtempfindlicher Stoff eines jeden, je einer Faser zugeordneten
Maskenausschnitts ein Bildmuster übertragen. Dann werden die lichtempfindlichen Ausschnitte mit einer
Entwicklerflüssigkeit gespült, wodurch man leicht und genau die Mustermaske 6 auf den Fasern herstellen
kann.
Der Erfindungsgedanke ist selbstverständlich nicht auf Einzelheiten der Ausführungsform der Fig.2
eingeschränkt Es kann auch eine Linse zwischen dem Faserbündel und dem Bildschirm angeordnet sein; eine
Bündelung der Fasern ist ebenfalls nicht unbedingt erforderlich. Schließlich kann die Maske in einem
bestimmten Abstand von den Fasern aufgestellt sein. Unter Fasern ist im Rahmen der Erfindung ein Aufbau
mit vergleichsweise kleinen Querschnittsabmessungen, bspw. mit einem kreisförmigen Querschnitt, mit einem
Durchmesset von weniger als einigen Millimetern, zu verstehen. Es ist nicht erforderlich, da! "Ae Länge dieses
Aufbaus größer als die Querschnittsabmei..ung ist Eine
Faser in diesem Sinne umfaßt also auch einen stabförmigen, säulenförmigen und scheibenförmigen
Aufbau. Die Querschnittsform des Aufbaus kann kreisförrr-:g, vieleckig oder anders sein.
Das Bildmusteranzeigegerät nach der Erfindung besitzt jedenfalls eine Mehrzahl von Glasfasern
zwischen einer Mustermaske und einem Bildschirm, wobei jede Faser die angegebene Verteilung des
Brechungsindex aufweist Ein solches Gerät nach der Erfindung kann folglich preiswert ohne großen Herstellungsaufwand
und in einer kompakten Bauweise hergestellt werden. Eine nutzbringende Anzeige von
Bildmustern ist durch die Vielzahl der Fasern sichergestellt. Das Gerät nach der Erfindung kann auch als
einfacher Drucker benutzt werden, indem man einen lichtempfindlichen Stoff für den Bildschirm benutzt.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Einzelheiten erläutert. Glasfasern jeweils
mit einem Durchmesser von 1.0 mm und einer Zusammensetzung von 20 Gewichts-% TI2O. 12 Gewichts-%
Na2O. 20 Gewichts % PbO und 48 Gewichts-%
SiO2 werden 22 Stunden lang in ein
Kaliumnitratbad mit einem Gehalt von 0,2 Gewichts % Thalliumnitrat bei einer Temperatur von 5000C
getaucht. Diese Glasfasern haben im Zentrum einen Brechungsindex n„- 1,60, einen Oberflächenbrechungsindex
von 1,55 und eine Verteilung des Brechungsindex im wesentlichen nach der Gleichung
π - nn (1 - ar!)
mit a= 12,5 cm ■'.
S;ebt.n solcher Glasfasern werden gebündelt, beide
Stirnflächen des Bündels werden senkrecht zur Längsachse ebengeschlifftn. so daß man eine optische
Faserplatte mit einer Länge von 3.27 mm erhält. Ein lichtempfindliches Harz wird auf eine Stirnfläche der
Faserplatte aufgebracht. Bildmuster der Ziffern »1« .. »7« werden in einem Abstand von 20,0 mm vor
der optischen Faserplatte aufgestellt. Eine Oberfläche einer jeden Faser, die mit einem lichtempfindlichen
Harz beschichtet war, wird von je einem Zifferbild belichtet. Darauf wird die belichtete und mit dem
lichtempfindlichen Harz beschichtete Fläche behandelt, so daß man eine Musterffiaske in inniger Berührung mit
der Austrittsfläche der Faserplatte erhält. Lumineszenzelemente werden in Stellungen entsprechend den
einzelnen Fasern hinter der Maske aufgestellt und an eine elektronische Schaltung zur Bereitstellung von
Information angeschlossen. Wenn die Lumineszenzelemente nacheinander erregt werden, indem ein elektrisches
Signal aus der Schaltung zugeführt wird, die Informationen unter Verwendung des Bildmusteranzeigegerätes
der beschriebenen Art ausgeben soll, werden die Bilder der Ziffern »I« .. .»7« nacheinander abgebildet
und auf einem Bildschirm in einem Abstand von 20,0 mm vor der optischen Faserplatte bereitgestellt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Bildmusteranzeigegerät mit einer Mehrzahl jeweils durch ein Lumineszenzelement und ein
entsprechendes Lichtbündel beleuchtbarer Mustermasken, mit die jeweils durch die Mustermasken
tretenden Abbildungslichtbündel übertragenden optischen Fasern und mit einem Bildschirm, auf den die
jeweils beleuchtete Mustermaske abbildbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Mustermaske
und dem gemeinsamen Bildschirm eine einzige optische Faser mit einer Querschnittsverteilung
des Brechungsindex nach der Beziehung
n=na{\-afi)
H
mit na als Brechungsindex im Zentrum, η als
Brechungsindex in einem radialen Abstand r vom Zentrum und a als einer positiven Konstanten, und
dementsprechend abbildenden Eigenschaften derart -'o zugeordnet jst, daß durch die optische Faser ein Bild
der fviustermaske auf dem Bildschirm erzeugt wird.
2. Bildmusteranzeigegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die optischen Fasern
mindestens in den Endbereichen jeweils zu einem 2ri
Bündel zusammengefaßt sind und daß die Stirnflächen des Bündels ebene Flächen sind und in einer
gemeinsamen Ebene liegen.
3. Bildmusteranzeigegerät nach Anspruch 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mustermaske w
dicht auf eine Stirnfläche des Faserbündels aufgesetzt ist und dj3 jede der verschiedenen Mustervorlagen
auf denjenigen Mpskenaf~chnitt aufgetragen
ist, der der jeweiligen Stirnfläche der betreffenden optischen Faser zugeordnet ist. η
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP6009568 | 1968-08-21 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1942257A1 DE1942257A1 (de) | 1970-02-26 |
| DE1942257B2 DE1942257B2 (de) | 1978-05-03 |
| DE1942257C3 true DE1942257C3 (de) | 1979-01-11 |
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| FR (1) | FR2016089A1 (de) |
| GB (1) | GB1268011A (de) |
| NL (1) | NL163641C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3992680A1 (de) | 2020-10-27 | 2022-05-04 | Technische Universität Dresden | Verfahren und anordnung zur adaptierten beleuchtung eines objekts mit licht |
-
1969
- 1969-08-18 GB GB4117869A patent/GB1268011A/en not_active Expired
- 1969-08-20 NL NL6912708A patent/NL163641C/xx not_active IP Right Cessation
- 1969-08-20 DE DE19691942257 patent/DE1942257C3/de not_active Expired
- 1969-08-21 FR FR6928745A patent/FR2016089A1/fr not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3992680A1 (de) | 2020-10-27 | 2022-05-04 | Technische Universität Dresden | Verfahren und anordnung zur adaptierten beleuchtung eines objekts mit licht |
Also Published As
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|---|---|
| NL6912708A (de) | 1970-02-24 |
| DE1942257B2 (de) | 1978-05-03 |
| NL163641B (nl) | 1980-04-15 |
| DE1942257A1 (de) | 1970-02-26 |
| GB1268011A (en) | 1972-03-22 |
| NL163641C (nl) | 1980-09-15 |
| FR2016089A1 (de) | 1970-04-30 |
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