DE1944155C - Verfahren zum Klassieren von feuch tem, tonige Bestandteile enthaltendem Roherz - Google Patents

Verfahren zum Klassieren von feuch tem, tonige Bestandteile enthaltendem Roherz

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DE1944155C
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Expired
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Inventor
Karl Dr Ing Fassbin der Hans Georg Dr rer nat 8458 Sulzbach Rosenberg B03c 7 00 Brotzmann
Original Assignee
Eisenwerk Gesellschaft Maximilians hütte mbH, 8458 Sulzbach Rosenberg
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Description

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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Klassieren von feuchtem, tonige Bestandteile enthaltendem Roherz, bei dem das Roherz mit getrocknetem Feingut versetzt und abgesiebt wird.
Das Klassieren feuchten Siebguts ist insbesondere dann sehr schwierig, wenn das Siebgut einen wesentlichen Anteil eines klebrigen Feinkorns enthält. Es sind zwar bereits Siebmaschinen bekannt, die bei der Aufgabe eines Siebguts mit klebrigem, beispielsweise tonartigem Feinkorn nicht verstopfen. Dadurch wird zwar die Funktionsfähigkeit der Maschine erhalten; ein völliges Trennen des Fein- oder des Grobkorns läßt sich jedoch nicht erreichen, da das Grobkorn nicht von dem anhaftenden Feinkorn getrennt wird und außerdem durch Feingut-Agglomerate mit größerem Durchmesser verunreinigt ist.
Um die mit der Feuchte verbundenen Schwierigkeiten auszuschalten, kann das Rohgut vor dem Sieben auch gewaschen oder getrocknet werden. Das Waschen ist aber schon wegen der dafür erforderlichen großen Wassermengen sehr teuer.
Eine weitere Kostenerhöhung ergibt sich daraus, daß das Waschwasser gereinigt werden muß. Der Nachteil des Trocknens besteht dagegen darin, daß für das Verdampfen der im Rohgut enthaltenen Feuchtigkeit eine erhebliche Wärmemenge erforderlich ist und zudem die Trocknungsabgase wegen ihres zum Teil hohen Staubanteils gereinigt werden müssen. Diese Nachteile weist beispielsweise ein aus der deutschen Patentschrift 730 902 bekanntes Verfahren auf. bei dem im Wirbelbett ein feuchtes, jedoch mit getrocknetem Feingut versetztes Rohgut ohne vorheriges Absieben getrocknet und danach das Grobe abgesiebt wird. Das abgesiebte Grobe wird dann zerkleinert und durch Sieben vom Feingut getrennt, das seinerseits dem feuchten Rohgut beigemengt wird. Der entscheidende Nachteil dieses Verfahrens ist der für die Trocknung des gesamten Rohguts, d. h. des Grob- und des Feinguts erforderliche hohe Wärmebedarf und der hohe Staubanteil im Abgas, der aus der Trocknung des gesamten Rohguts enthaltenen Feinguts resultiert.
Bei einem aus der deutschen Patentschrift 588 498 bekannten Verfahren kann ebenfans das feuchte Rohgut mit trockenem Feingut versetzt werden; es wird anschließend abgesiebt, wobei ein wesentlicher Teil des Feinguts getrocknet und als Kreislaufmaterial dem feuchten Rohgut zugesetzt wird. Das bekannte Verfahren ist auf das Trocknen von gebro chenem Steinmaterial gerichtet und eignet sich nicht zum Klassieren siebschwierigen Guts, bei dem ein Feingut, insbesondere haft- und fehlkornfreies Grobkorn gewonnen werden soll, da bei dem bekannten Verfahren ein Grobkorn anfällt, das nicht vom Haft- und Fehlkorn befreit ist. Außerdem erfordert das bekannte Verfahren einen beträchtlichen Wärmeaufwand, da der Trocknung ein beim Absieben anfallendes, einen hohen Feuchtigkeitsgehalt aufweisendes Feingut unterworfen wird.
Bekannt ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster 1881492 auch ein Vertikaltrockner mit mehreren übereinander jeweils zwischen an der Innenwandung befestigten Ablaufkonen und Stauelementen für das im Gegenstrom zum Heizgas geführte Behandlungsgut auf einer angetriebenen Welle angeordneten horizontalen Schleudertellern. Bei dieser Vorrichtung wird das Trocknungsgut über einen Aufgabetrichter kontinuierlich von oben in den Trockner eingeführt.
Schließlich ist aus der deutschen Auslegeschrift eine Austragvorrichtung für Schachtofen bekannt, die im weesntlichen aus einem von unten in den Schacht ragenden konischen Rotationskörper und einer unterhalb desselben und des Schachtofens angeordneten Platte zum Abstützen des Gutes sowie im unteren Teil des Schachts angeordneten Radialrippen besteht.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht nun darin, die Nachteile der bekannten Verfahren zu beheben und insbesondere ein wärmewirtschaftlich günstiges und mit verhältnismäßig geringem technischem Aufwand durchzuführendes Verfahren zu schaffen, mit dem es gelingt, bei verhältnismäßig geringem Energieaufwand bei einem Rohgut mit tonigen Bestandteilen das Feingut fast völlig dem Grobgut zu trennen; ohne daß Betriebsstörungen durch Verkleben der Siebflächen eintreten. Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, daß bei dem eingangs erwähnten Verfahren erfindungsgemäß das beim Absieben anfallende feuchte Feingut abgezweigt, das Grobgut unter Rühren thermisch getrocknet, danach das Feingut abgesiebt und dem frischen Rohgut beigegeben wird.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist der Vorteil verbunden, daß der Trocknung lediglich das nach dem ersten Absieben verbleibende, mit Haft- und Fehlkorn verunreinigte Grobgut unterworfen wird, während das beim ersten Absieben anfallende Feingut mit hohem Feuchtigkeitsgehalt aus dem Ver-
fahren ausscheidet und damit die Wärmebilanz nicht mehr belastet Dabei gelingt es, beim ersten Absieben etwa 60 bis 70 % der im gesamten Rohgut enthaltenen Feuchtigkeit aus dem Verfahrenszyklus zu entfernen.
Die Bewegung des Grobguts bewirkt eine besonders rasche Trocknung unter gleichzeitigem Trennen des Grobguts vom Haft- und Fehlkorn. Dies geschieht erfindungsgemäß in der Weise, daß das Grobgut in einem Schachttrockner mit einer Trocknungszone durch Heizgase so beheizt wird, daß über der Trocknungszone stets feuchtes, als Staubfilter dienendes Siebgut aufgeschüttet wird. Vorzugsweise wird das Trocknungsabgas im groben Siebgut auf unter 10G° C abgekühlt.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt unter Verwendung eines Schachttrockners mit einer in der Längsachse angeordneten, angetriebenen, oberhalb des Siebgutauslasses einen Hohlkegel tragenden und mit Rührarmen versehenen Welle und mit einem in so das Einlaßende hineinragenden Aufgabetrichter durchführen, dessen Mantel mit dem Mantel des Schachttrockners einen Abgasspalt bildet und der im Abstand vom Einlaßende angeordnete Heizbrenner besitzt
u K für das eetrocknete Grobgut verbunden ist μ f Im «A 35Γ befindet sich eine Feingutkamm« Unter demSlf ~.^ dem Förderband 8 endet.
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Trockensieb 6 über
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieleii des näheren erläutert. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
F i g. 2 einen vertikalen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Schachttrockner.
Die erfindungrgemäße Vorrichtung besteht aus einem Mischer 3, einem Feuchtsieb 4, einem Schachttrockner 5 und einem Trockensieb 6, zwisehen denen Förderbänder 7, 8, 9, 11, 12 angeordnet sind. Der Mischer 3 besteht aus einer Mischtrommel 13, einem Aufgabetrichter 14 für das feuchte Rohgut und einem weiteren Aufgabetrichter 15 für das trokkene Feingut. Im Innern des Mischers 3 befinden sich von einem Motor 16 angetriebene (nicht dargestellte) Mischarme. Das Mischgut verläßt den Mischer 3 über einen Drehteller 17.
Dem Mischer 3 ist ein Feuchtsieb, beispielsweise ein Spannwellensieb mit einer 3 mm-Lochung nachgeordnet, das von einem Motor 18 angetrieben wird. Die Auslaßrutsche 19 endet über dem Förderband . 11, während die Feingutkammer 21 über einem Förderband 22 zum Abtransport des feuchten Feingutes endet.
Der Schachttrockner 5 besteht aus einem etwa zylindrischen Mantel 23, in dessen offenes Ende ein Aufgabetrichter 24 so hineinragt, daß sich zwischen dem Trichter und dem Zylindermantel 23 ein Ringspalt 25 ergibt. Etwa auf halber Höhe des Zylinders 23 sind in einer Ebene mehrere Kammerbrenner 26 angeordnet. Der zylindrische Schacht 23 wird von einer Bodenplatte 21 verschlossen, durch die eine von einem Motor 28 angetriebene Welle 29 mit Rührarmen 31 und einem Hohlkegel 32 mit Verschlußplatte 33 ragt. In der Bodenplatte 27 befindet sich ein Gutauslaß 34, der über dem Förderband 12 endet.
Dem Schachttrockner 5 ist das Trockensieb nachgeordnet, dessen Siebrahmen 35 mit einer Rut-,angt am Fuß des Mischers 3 über den Drehteller 17 langt am r au ^ auf das verstüp.
?utsfiiarbecb2 Spannwellensieb 4 fällt. Das s.ch η der Kammer 21 sammelnde Feingut wird über das Förderband 22 beispielsweise einer Sinteranlage zu-Ξ-t Das Feingut besitzt einen Feuchtigke.tsge-SS von Π 0/. wXnd das über die Rutsche 19 und das Förderband 11 in den Schachttrockners getaneende Grobkorn und das mit ihm verbundene Haftkorn etwa 6 ·/«, Feuchtigkeit enthalten.
Durch den Aufgabetrichter 24 gelangt das grobe Siebgut kontinuierlich im Gegenstrom zu den die Kammerbrenner 26 verlassenden Gasen in den zy-SdA Schacht 23..DUjCh die Kammerbr 26 wird beispielsweise ein Heißgas von 1800 C mit einer Geschwindigkeit von 300 m/sec in den Schacht hineingedrückt. Das Heißgas kann die Schuttung im oberen Teil des Schachtes ohne weiteres durchströmen da auf dem Feuchtsieb 4 so viel Feingut abgesiebt worden ist, daß das grobe S.ebgut eine ausreichende Gasdurchlässigkeit besitzt. Das aufsteigende Heißgas gibt seine fühlbare Wärme an das Siebgut ab und wird gleichzeitig durch die fortlaufende Gasumlenkung an den einzelnen Teilchen vom mitgeführten Staub Ls der im Bereich der Brenner 26 liegenden Trocknungszone befreit.
Die ständige Bewegung des Siebgutes mittels der Rührarme 31 und dem gegebenenfalls mit Rippen besetzten Kegel 32 führt zu einem fast völligen Abrieb des beim Niedergang allmählich trocknenden am Grobkorn haftenden Feingutes. Das Feingut sammelt sich im unteren Teil des Schachtes 23 und macht dessen Schüttung so dicht, daß das unter Druck eingeleitete Heißgas nur nach oben strömen kann, wo es den Schacht 23 bis nahezu auf Raumtemperatur abgekühlt, durch den Ringspalt 25 verläßt.
Das am Fuß des Schachtes 23 befindliche Gemisch aus sauberem Grobkorn und trockenem Feingut gelangt über das Förderband 12 auf das Trockensieb 35, von dem das Grobkorn über die Rutsche 36 aus dem Zyklus genommen wird. Das sich in der Kammer 37 sammelnde trockene Feingut wird über das Förderband 8 dem Mischer 3 zugeführt.
Die besonderen Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens liegen nicht nur in der sauberen Trennung des Grob- und Feinkorns sondern auch in dem geringen Wärmeverbrauch bei der Trocknung sowie dem Wegfall jeder Gasreinigung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Klassieren von feuchtem, tonige Bestandteile enthaltendem Roherz, bei dem das Roherz mit getrocknetem Feingut versetzt und abgesiebt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das beim Absieben anfallende feuchte Feingut abgezweigt, das Grobgut unter Rühren thermisch getrocknet, danach das Feingut abgesiebt und dem frischen Rohgut beigegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß das Grobgut in einem Schachttrockner mit einer Trocknungszone durch Heizgase so beheizt wird, daß über der Trocknungszone stets feuchtes, als Staubfilter dienendes Siebgut aufgeschüttet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Trocknungsabgas im groben Siebgut auf unter 1000C abgekühlt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Schachttrockners (5) mit einer in der Längsachse an- as geordneten, angetriebenen, oberhalb des Siebgutauslasses (34) einen Hohlkegel (32) tragenden und mit Rührarmen (31) versehenen Welle (29) und einem in das Einiaßende hineinragenden Aufgabetrichter (24), dessen Mantel mit dem Mantel (23) des Schachttrockners (5) einen Abgasspalt (25) bildet, und im Abstand vom Einlaßende angeordneten Heizbrennern (26).

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