DE19508708A1 - Lenksystem mit variablem Lenkwinkelverhältnis - Google Patents
Lenksystem mit variablem LenkwinkelverhältnisInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Fahrzeuglenksystem mit variablem
Lenkwinkelverhältnis, das das Verhältnis eines Lenkwinkels
lenkbarer Fahrzeugräder zu einem Lenkwinkel des Lenkrads oder das
Lenkwinkelverhältnis ändern kann.
Kraftfahrzeuglenkvorrichtungen umfassen typischerweise einen
Zahnstangenritzelmechanismus, wie er in Fig. 8 dargestellt ist.
Ein Lenkrad 1 ist an einem Oberende einer Lenkwelle 2 befestigt,
und ein Unterende der Lenkwelle 2 ist durch ein Paar von Uni
versalgelenken 3 mit einer Koppelwelle 4 verbunden. Ein Ritzel 5
ist an einem Unterende der Koppelwelle 4 befestigt und kämmt mit
einer Zahnstange 6, die durch Spurstangen 7 und Achsschenkel 8 mit
Fahrzeugrädern 9 verbunden ist. Hierdurch wird die Drehbewegung
(β) des Ritzels 5 in eine Linearbewegung (L) der mit dem Ritzel
kämmenden Zahnstange 6 gewandelt, die wiederum durch die
Spurstangen 7 und die Achsschenkel 8 in eine Lenkbewegung (T) der
Fahrzeugräder 9 gewandelt wird.
Bei diesen herkömmlichen Lenkvorrichtungen ändert sich der
Lenkwinkel T der Fahrzeugräder 9 im wesentlichen linear mit dem
Drehwinkel (α) des Lenkrads 1. Im Hinblick auf die Handhabung des
Fahrzeugs soll der Drehwinkel des Lenkrads 1 zum Erhalt eines
maximalen Lenkwinkels der Fahrzeugräder 9 eher klein sein.
Insbesondere wenn die Beziehung zwischen dem Lenkwinkel des
Lenkrads und dem Lenkwinkel der Fahrzeugräder so festgelegt ist,
wie es in Fig. 9 mit der strichpunktierten Linie (v) gezeigt ist,
ist der erforderliche Drehwinkel des Lenkrads 1 reduziert, und das
Fahrzeug läßt sich in einem Niedergeschwindigkeitsbereich günstig
handhaben, aber die Fahrzeugreaktion (Gierrate, Querbeschleunigung
und Rollbewegung) kann im Hochgeschwindigkeitsbereich derart
übermäßig sein, daß die Fahrzeughandhabung in dem Hochgeschwindig
keitsbereich nicht akzeptabel sein könnte. Dies bedeutet, daß
irgendeine feste lineare Beziehung zwischen dem Drehwinkel des
Lenkrads und dem Lenkwinkel der Fahrzeugräder nicht in jedem
Geschwindigkeitsbereich zufriedenstellend sein kann.
Aufgrund dieser Betrachtungen ist die Beziehung zwischen dem
Drehwinkel des Lenkrads und dem Lenkwinkel der Fahrzeugräder
normalerweise auf einen Kompromiß zwischen den erwünschten
Fahrzeugreaktionen in den Hoch- und Niedergeschwindigkeits
bereichen eingestellt, typischerweise derart, daß sich ein
maximaler Lenkwinkel durch Drehen des Lenkrads um 1,5 Umdrehungen
oder um 540° von einer Neutralstellung in beide Richtungen
erzielen läßt, wie in dem Graph von Fig. 9 mit der dünnen geraden
Linie (w) gezeigt.
Der Graph von Fig. 10 zeigt im Konzept die Änderungen des
maximalen praktischen Lenkwinkels mit der Fahrgeschwindigkeit. Die
dünne Kurve (x) zeigt den maximalen praktischen Lenkwinkel für das
herkömmliche Lenksystem. Wenn die Fahrgeschwindigkeit extrem
niedrig ist, läßt sich das Lenkrad bis 1,5 Umdrehungen drehen.
Jedoch muß in einem Hochgeschwindigkeitsbereich der Lenkwinkel
extrem klein gehalten werden, um das Fahrzeug in stabiler Weise
bedienen zu können. Im Idealfall ist es erwünscht, im Nieder
geschwindigkeitsbereich den maximalen praktischen Lenkradwinkel
auf ein geringes Maß zu reduzieren, und ihn in einem Hochge
schwindigkeitsbereich zu erhöhen, wie in Fig. 10 mit der fetten
Kurve (y) gezeigt. Dies läßt sich erreichen durch Reduktion des
Übersetzungsverhältnisses zwischen dem Lenkrad und den Fahr
zeugrädern (β/α) im Niedergeschwindigkeitsbereich und dessen
Erhöhung im Hochgeschwindigkeitsbereich.
Das Lenksystem mit variablem Lenkwinkelverhältnis, das in der am
7. Februar 1994 angemeldeten und gleichzeitig anhängigen US-
Patentanmeldung Nr. 08/192,577 vorgeschlagen ist, sollte dieses
Ziel erreichen. Wie in Fig. 11 gezeigt, umfaßt das in dieser
US-Anmeldung vorgeschlagene System eine Eingangswelle 101, die
mit dem Lenkrad verbunden ist und durch ein zweifaches Radiallager
102 von einem im wesentlichen zylindrischen Tragelement 103
drehbar gehalten ist, das wiederum von einem Gehäuse 106 durch mit
dem Tragelement 103 einstückige Tragzapfen 104 und 105 gleitver
schieblich gehalten ist. Eine mit einer Ausgangswelle 107
einstückige exzentrische Welle 108 ist mit der Eingangswelle 101
durch eine Gleitkupplung 109 gekoppelt. Die Ausgangswelle 107 ist
mit einem Ritzel 5 gekoppelt, das wiederum zur Übertragung eines
Lenkdrehmoments auf die Fahrzeugräder mit einer Zahnstange 6
kämmt. Bei diesem Lenksystem läßt sich durch Bewegen des Trag
elements 103 orthogonal zu der Eingangswelle 101 und Ändern der
Exzentrizität zwischen der Eingangswelle 101 und der Ausgangswelle
107 das Lenkwinkelverhältnis stufenlos ändern.
Wenn jedoch bei dieser Struktur die mechanische Festigkeit der
Kraftübertragungselemente des Lenksystems nicht ausreicht und/oder
die Fertigungspräzision nicht ausreicht, könnte das Lenkwinkel
verhältnis durch die Höhe der Lenkbelastung beeinflußt sein und
es könnte in dem Lenksystem ein nicht hinnehmbares Spiel entstehen.
Ferner könnte der Vorgang der Änderung des Lenkübersetzungs
verhältnisses schwergängig sein, wenn die Fertigungspräzision
nicht besonders hoch ist.
Insbesondere, weil das bisher vorgeschlagene Lenksystem mit
variablem Lenkwinkelverhältnis ein relativ kleines Lenküber
setzungsverhältnis mit sich bringt, im Vergleich zu dem herkömm
lichen Lenksystem mit dem Kompromiß zwischen den Erfordernissen
von Hoch- und Niedergeschwindigkeitsbereichen, muß man die
Festigkeit erhöhen und dafür sorgen, daß der Übersetzungsverhält
nisänderungsmechanismus insgesamt leichtgängiger arbeitet. Weil
jedoch die Tragzapfen 104 und 105 mit dem Gehäuse 106 in Gleitein
griff stehen, ist es schwierig, eine ausreichende Präzision der
Abmessungen einzuhalten, um eine hohe Tragfestigkeit zu erzielen
und damit der Übersetzungsverhältnisänderungsmechanismus leicht
gängig arbeiten kann.
Ein weiteres Lenksystem mit variablem Lenkwinkelverhältnis ist in
der am 4. Februar 1994 eingereichten, gleichzeitig anhängigen
US-Patentanmeldung Nr. 08/191,659 vorgeschlagen. Der Inhalt
dieser gleichzeitig anhängigen Anmeldungen wird hierin unter
Bezugnahme aufgenommen.
In Hinblick auf die Probleme der bisher vorgeschlagenen Lenk
systeme mit variablem Lenkwinkelverhältnis ist es ein Hauptziel
der vorliegenden Erfindung, ein Lenksystem vorzuschlagen, mit dem
man mit geringstmöglicher Mühe einen großen Lenkwinkel erzielen
kann und mit dem das Fahrzeug im Hochgeschwindigkeitsbereich mit
einer besonders einfachen Struktur in stabiler Weise bedient
werden kann.
Ein zweites Ziel der Erfindung ist es, ein Lenksystem mit
variablem Lenkwinkelverhältnis anzugeben, dessen Drehmoment
übertragende Teile frei von Spiel sind.
Ein drittes Ziel der Erfindung ist es, ein Lenksystem mit
variablem Lenkwinkelverhältnis anzugeben, das ohne wesentliche
Schwierigkeiten mit hoher Präzision herstellbar ist.
Ein viertes Ziel der Erfindung ist es, ein Lenksystem mit
variablem Übersetzungsverhältnis anzugeben, dessen Drehmoment
übertragende Teile eine hohe Gesamtfestigkeit haben.
Ein fünftes Ziel der Erfindung ist es, ein Lenksystem mit
variablem Lenkwinkelverhältnis anzugeben, das sehr leichtgängig
arbeiten kann.
Diese und andere Ziele werden erfindungsgemäß erreicht durch ein
Lenksystem mit variablem Lenkwinkelverhältnis für ein Fahrzeug,
das ein Verhältnis eines Lenkwinkels lenkbarer Fahrzeugräder zu
einem Lenkwinkel eines Lenkrads ändern kann, umfassend: ein
Gehäuse; ein Tragelement, das in dem Gehäuse um eine erste
Axiallinie drehend gehaltert ist; eine erste Welle, die von dem
Tragelement um eine zu der ersten Axiallinie parallele und von
dieser versetzte zweite Axiallinie drehend gehaltert ist; eine
zweite Welle, die von dem Gehäuse um eine zu den ersten und
zweiten Axiallinien parallele dritte Axiallinie drehend gehaltert
ist; ein Ritzel, das mit einer der ersten und zweiten Wellen zur
Kraftübertragung verbunden und zum Kämmen mit einer mit den
lenkbaren Rädern funktionsmäßig verbundenen Zahnstange ausgeführt
ist; ein Betätigungsmittel zum Drehen des Tragelements um die
erste Axiallinie herum, um eine relative Exzentrizität zwischen
der ersten Welle und der zweiten Welle zu ändern; ein Kupplungs
mittel zur Übertragung einer Winkelbewegung der ersten Welle zu
der zweiten Welle durch einen von der dritten Axiallinie ver
setzten Wirkpunkt der zweiten Welle; und ein Eingabemittel zum
Anlegen eines Lenkeingangs an die andere der ersten und zweiten
Wellen.
Typischerweise dient die erste Welle als eine Eingangswelle zum
Anlegen eines Lenkeingangs, während die zweite Welle als eine
Ausgangswelle dient, die einstückig mit einem Ritzel versehen ist.
Wenn die erste Welle als eine Ausgangswelle verwendet wird, könnte
eine geeignete Kupplung, wie etwa eine Oldham-Kupplung, zwischen
der Ausgangswelle und dem Ritzel erforderlich sein, um die
Querbewegung der Ausgangswelle aufzunehmen, wenn das Tragelement
gedreht und die Exzentrizität zwischen der Eingangswelle und der
Ausgangswelle geändert wird.
In jedem Fall kann die Exzentrizität zwischen der Eingangswelle
und der Ausgangswelle stufenlos geändert werden, indem das
Tragelement unter Verwendung des Betätigungsmittels gedreht wird.
Wenn die Eingangswelle und die Ausgangswelle zueinander ex
zentrisch sind oder wenn ihre Axiallinien voneinander versetzt
sind, ändert sich der Abstand zwischen dem Wirkpunkt und der
zweiten Axiallinie in Abhängigkeit sowohl von der Exzentrizität
als auch der Amplitude des Eingangswinkels, obwohl der Abstand
zwischen dem Wirkpunkt und der dritten Axiallinie fest ist. Durch
geeignetes Festlegen der relativen Beziehungen zwischen den
Axiallinien und einem Drehbereich des Tragelements ist es möglich,
eine erwünschte nicht-lineare Beziehung zwischen dem Drehwinkel
der Eingagswelle und dem Drehwinkel der Ausgangswelle zu erzielen.
Wenn bei kleinem Drehwinkel der Eingangswelle das Verhältnis eines
Drehwinkels der Ausgangswelle zu dem der Eingangswelle klein ist
und mit zunehmendem Drehwinkel der Eingangswelle progressiv größer
wird, lassen sich besonders günstige Lenkeigenschaften erzielen.
In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung umfaßt das
Kupplungsmittel ein Schiebestück, das an einem der zweiten Welle
gegenüberliegenden Ende der ersten Welle vorgesehen ist und in
eine zu der zweiten Axiallinie orthogonalen Richtung beweglich
ist, und ein Schwenkmittel zum schwenkbaren koppeln des Schiebe
stücks mit dem Wirkpunkt der zweiten Welle. Bevorzugt ist die
zweite Welle mit einer Zwischenwelle versehen, die einstückig von
einem der ersten Welle gegenüberliegenden Ende der zweiten Welle
parallel zu und von der dritten Axiallinie versetzt vorsteht, und
das Schiebestück ist mit einem Loch zur schwenkbaren Aufnahme der
Zwischenwelle versehen. Somit sind alle bewegenden Teile drehende
Elemente und können spiel frei und hochfest gehaltert sein,
beispielsweise unter Verwendung von Wälzlagern, wie etwa Kugel
lagern und Nadellagern.
Typischerweise umfaßt das Betätigungsmittel einen in dem Gehäuse
angebrachten Elektromotor, eine an einer Ausgangswelle des Motors
befestigte Schnecke und ein Sektorrad, das mit dem Tragelement
einstückig gebildet ist und mit der Schnecke derart kämmt, daß die
Eingang- zu Ausgangseigenschaften des Lenksystems entsprechend der
Fahrgeschwindigkeit automatisch und optimal korrigiert werden
können.
Um den Zusammenbau des erfindungsgemäßen Lenksystems zu verein
fachen, umfaßt bevorzugt das Gehäuse wenigstens eine erste
Gehäusehälfte, die die Eingangswelle drehbar trägt, und eine
zweite Gehäusehälfte, die die Ausgangswelle drehbar trägt, wobei
die beiden Gehäusehälften in einer Ebene miteinander verbunden
sind, die im wesentlichen orthogonal zu den Axiallinien und durch
das Kupplungsmittel verläuft.
Wenn die relativen Beziehungen zwischen den Axiallinien und einem
drehbaren Bereich des Tragelements derart festgelegt werden
können, daß die zweite Axiallinie und die dritte Axiallinie nach
Wunsch miteinander fluchten, und ein 1 : 1-Winkelverhältnis zwischen
der Eingangswelle und der Ausgangswelle erreicht werden kann, kann
man eine lineare Beziehung zwischen den Eingangs- und Ausgangs
wellen erreichen, und dies ist in einem Niedergeschwindigkeits
bereich besonders erwünscht, weil der Fahrzeugfahrer den Lenk
winkel der Fahrzeugräder entsprechend dem Drehwinkel des Lenkrads
genau und komfortabel vorhersagen kann.
Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen unter
Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.
Fig. 1 zeigt in einer Seitenschnittansicht eine erste erfindungs
gemäße Ausführung eines Lenksystems mit variablem Lenkwinkel
verhältnis;
Fig. 2 zeigt eine Explosionsperspektivansicht von wesentlichen,
Drehmoment übertragenden Teilen des Lenksystems;
Fig. 3 zeigt eine Schnittdraufsicht entlang einer Linie III-III
in Fig. 1;
Fig. 4 zeigt ein Diagramm zur Darstellung des erfindungsgemäßen
Arbeitsprinzips;
Fig. 5 zeigt in einem Graph die Beziehungen zwischen dem
Drehwinkel der Eingangswelle und dem der Ausgangswelle bei
verschiedenen Fahrgeschwindigkeiten;
Fig. 6 zeigt in einer Fig. 1 ähnlichen Ansicht eine zweite
erfindungsgemäße Ausführung;
Fig. 7 zeigt in einer Fig. 1 ähnlichen Ansicht eine dritte
erfindungsgemäße Ausführung;
Fig. 8 zeigt schematisch eine Gesamtstruktur eines Fahrzeuglenk
systems;
Fig. 9 zeigt in einem Graph verschiedene mögliche Beziehungen
zwischen dem Lenkradwinkel und dem Zahnstangenhub;
Fig. 10 zeigt in einem Graph die Beziehung zwischen dem maximalen
praktischen Lenkradwinkel und der Fahrgeschwindigkeit; und
Fig. 11 ist eine Schnittansicht eines Lenksystems mit variablem
Lenkwinkelverhältnis, wie es in der gleichzeitig anhängigen
Patentanmeldung offenbart ist.
Fig. 1 bis 3 zeigen eine erste Ausführung des erfindungsgemäßen
Lenksystems. Dieses Lenksystem dient zur Anbringung in dem in
Fig. 8 mit V bezeichneten Teil, und umfaßt eine Eingangswelle 11,
die mit dem Lenkrad 1 (in Fig. 1 nicht gezeigt) verbunden ist,
und ein Tragelement 14, das von einem oberen Gehäuse 13a durch ein
Kugellager 12 drehend gehalten ist. Das Tragelement 14 trägt an
einer exzentrischen Stelle durch ein Paar von Kugellagern 15 frei
drehbar die Eingangswelle 11. Ein Unterende der Eingangswelle 11,
das in einem unteren Gehäuse 13b aufgenommen ist, ist einstückig
mit einem Kupplungselement 16 versehen, das eine divergierende
Kanalform aufweist. Dieses Kupplungselement 16 hat von einer Seite
her gesehen die Form des Buchstabens C und bildet an seinen beiden
Seiten ein Paar geneigter, ebener Innenoberflächen 23.
Die Ausgangswelle 17 ist einstückig mit einem Ritzel 5 versehen,
das mit einer Zahnstange 6 kämmt, um die Drehbewegung der
Ausgangswelle 17 in eine Linearbewegung der Zahnstange 6 zu
wandeln, und ist von dem unteren Gehäuse 13b durch ein Paar von
Kugellagern 18a und 18b drehend gehaltert. Das Oberende der in dem
unteren Gehäuse 13b aufgenommenen Ausgangswelle 17 ist ferner mit
einer Zwischenwelle 19 versehen, die von dem Oberende der
Ausgangswelle 17 exzentrisch absteht und parallel zu der Ausgangs
welle 17 verläuft.
Die Zwischenwelle 19 und das mit der Eingangswelle 11 einstückige
Kupplungselement 16 sind durch ein Schiebestück 21 miteinander
gekoppelt, das ein Paar ebener Nadellager 20 und ein Kegelrollen
lager 22 enthält. Das Schiebestück 21 hat die Form eines Kastens
mit einem offenen Boden, und die Seitenwände divergieren nach
unten. Die Nadellager 20 sind an den Außenoberflächen eines Paars
entgegengesetzter Seitenwände des Schiebestücks 21 angeordnet, und
diese Seitenwände verlaufen parallel zu den geneigten inneren
Seitenwandoberflächen 23 des Kupplungselements 16.
Somit ist das Schiebestück 21, das das Paar planarer Nadellager
20 enthält, in der Ausnehmung aufgenommen, die zwischen den
geneigten, ebenen Innenflächen 23 des Kupplungselements 16
gebildet ist, so daß es in einer zu der Axiallinie der Eingangs
welle 11 orthogonalen Richtung frei gleiten kann. Ein Mittelteil
der oberen Wand des Schiebestücks 21 ist mit einer Öffnung
versehen, die durch das Kegelrollenlager 22 die Zwischenwelle
aufnimmt, so daß sie relativ zueinander frei drehbar sind.
Ein flexibles rohrförmiges Dichtelement S ist zwischen die
Eingangswelle 11 und die obere Gehäuse 13a eingesetzt, um das
Innere des Gehäuses luftdicht abzudichten, während es eine
Querbewegung der Eingangswelle 11 relativ zu dem Gehäuse 13
aufnimmt, die aufgrund der Exzentrizität der Eingangswelle 11
relativ zu der Ausgangswelle 17 entsteht.
Eine Einstellschraube 24 ist in ein Axialloch eingeschraubt, das
das Bodenende des unteren Gehäuses 13b durchsetzt, und ergreift
die untere Endfläche der äußeren Laufbahn des Kugellagers 18b, das
das untere Ende der Ausgangswelle 17 trägt. Durch geeignetes
Schrauben der Einstellschraube 24 in und aus dem unteren Gehäuse
13b läßt sich das Ritzel 5 in geeigneter Weise axial vorspannen,
um die Eingangswelle 11 zu der Ausgangswelle 17 in geeigneter
Weise vorzuspannen, die durch die oben beschriebene Kupplungs
anordnung miteinander gekoppelt sind. Mit Hilfe der Einstell
schraube 24 kann daher das Spiel der Kupplungsanordnung beseitigt
werden, die aus dem Kupplungselement 16, den Nadellagern 20 und
dem Schiebestück 21 besteht, und die gesamte mechanische Festig
keit der Drehmoment übertragenden Teile des Lenksystems kann
erhöht werden.
Wie am besten in Fig. 3 zu sehen, ist ein Teil des Außenumfangs
des Tragelements 14 einstückig mit einem Sektorrad 25 versehen,
und eine Schnecke 28, die durch eine Untersetzungsgetriebeeinheit
26 durch einen Motor 27 drehend betätigt ist, kämmt mit diesem
Sektorrad 25 derart, daß das Tragelement 14 nach Bedarf in einem
bestimmten Winkelbereich gedreht werden kann. Diese Schnecke 28
ist von dem oberen Gehäuse 13a durch ein spielbeseitigendes
Element 29 gehaltert, das aus einem exzentrischen Nocken besteht.
Durch Einsetzen eines Sechskantschlüssels in ein Sechskantloch 30,
das in einem Endabschnitt des spielbeseitigenden Elements 29
vorgesehen ist, und durch dessen Drehung relativ zu dem oberen
Gehäuse 13a kann die Axialmitte der Schnecke 28 seitlich bewegt
werden, und das Spiel in dem kämmenden Eingriff zwischen der
Schnecke 28 und dem Sektorrad 25 kann nach Wunsch eingestellt
werden. Das spielentfernende Element 29 kann man durch Entfernen
einer in eine Öffnung des oberen Gehäuses 13a eingesetzte Kappe
aus Gummi oder Kunstharz freilegen, so daß man zu diesem Sechs
kantloch 30 Zugang erhält. Zur Aufnahme dieser hierdurch ver
ursachten geringen Bewegung der Axialmitte der Schnecke 28 sind
die Schnecke 28 und die Untersetzungsgetriebeeinheit 26 durch eine
Oldham-Kupplung 31 miteinander verbunden.
Das obere Gehäuse 13a ist mit einem Verschiebesensor 33 versehen,
der aus einem Differentialwandler oder dergleichen besteht, um den
Drehwinkel des Tragelements 14 durch Eingriff eines Stifts 32, der
von einer oberen Fläche des Tragelements 14 vorsteht, zu erfassen.
Ein Fahrgeschwindigkeitssensor 34 ist an einer geeigneten Stelle
an dem Fahrzeugkörper vorgesehen, um die Fahrgeschwindigkeit des
Fahrzeugs zu erfassen.
In diesem Lenksystem wird der von dem Verschiebesensor 33 erfaßte
Drehwinkel des Tragelements 14 oder die Exzentrizität der von dem
Tragelement 14 gehaltenen Eingangswelle 11 relativ zu der von dem
festen Gehäuse 13 gehaltenen Ausgangswelle 17 sowie eine von dem
Fahrgeschwindigkeitssensor 34 erfaßte Fahrzeuggeschwindigkeit
einer Steuereinheit 35 zugeführt, die den Betrieb des Motors 27
rückkoppelnd regelt, um die Abweichung der von dem Verschiebe
sensor 33 erfaßten Ist-Exzentrizität von der für jede gegebene
Fahrgeschwindigkeit berechneten Soll-Exzentrizität zu beseitigen.
Nachfolgend wird der Betrieb des Lenksystems beschrieben.
Zu den Fig. 2 und 3. Wenn das Tragelement 14 gedreht wird,
bewirkt die Exzentrizität des Tragelements 14 relativ zu der
Eingangswelle 11, daß sich die Axialmitte der Eingangswelle 1 über
den mit A0-A2 bezeichneten Bereich bewegt. Durch geeignetes Ändern
der Exzentrizität "a" zwischen der Eingangswelle 11 und der
Ausgangswelle 17 wird hierdurch eine bestimmte Differenz in der
Beziehung zwischen den Drehwinkeln der Eingangswelle 11 und der
Ausgangswelle 17 erzeugt. Dies wird nachfolgend im Detail
beschrieben.
Durch stufenloses Ändern der Exzentrizität "a" der Axialmitte der
Eingangswelle 11 relativ zu der Axialmitte der Ausgangswelle 17
gemäß Fig. 5 über den Bereich von a2-a0 (a2 < a1 < a0 = 0) ist
es möglich, das Verhältnis (β/α) des Drehwinkels der Ausgangswelle
(Ausgangswinkel = β) zu dem Drehwinkel der Eingangswelle 11
(Eingangswelle = α) oder das praktische Lenkübersetzungsverhältnis
stufenlos zu ändern.
Die Beziehung zwischen dem Eingangswinkel und dem Ausgangswinkel
wird näher anhand Fig. 4 beschrieben, in der "A" die Drehmitte
der Eingangswelle 11 bezeichnet, "B" die Drehmitte der Ausgangs
welle 17 bezeichnet, "C" den Wirkpunkt zwischen der Eingangswelle
11 und der Zwischenwelle 19 bezeichnet, "b" den Abstand zwischen
"B" und "C" bezeichnet, "a" die Exzentrizität zwischen der
Eingangswelle 11 und der Ausgangswelle 17 bezeichnet, "α " den
Drehwinkel (Lenkradwinkel) der Eingangswelle 11 bezeichnet und "β"
den Drehwinkel (Ritzelwinkel) der Ausgangswelle 17 bezeichnet.
Angenommen, daß der Wirkpunkt zwischen der Eingangswelle 11 und
der Zwischenwelle 19 bei Punkt P liegt, wenn die Eingangswelle 11
um einen Winkel α gedreht ist. Weil
AP · sinα = b · sinβ und AP · cosα + a = b · cosβ,
b · sinβ/sinα = (b · cosβ - a) · cosα.
b · sinβ/sinα = (b · cosβ - a) · cosα.
Somit ist
tanα = b · sinβ/(b · cosβ - a)
oder
α = tan-1 {b · sinβ/(b · cosβ - a)}.
Wenn somit die Eingangswelle 11 um den Punkt "A" mit dem Winkel
α gedreht wird, dreht sich die Zwischenwelle 19 um die Ausgangs
welle 17 oder einen Punkt "B" mit dem Winkel β nach Art einer
Kurbelwelle durch das Schiebestück 21 und das Kupplungselement 16.
Wie aus Fig. 4 leicht ersichtlich, wenn der Eingangswinkel auf
α1 erhöht wird und der Ausgangswinkel β dementsprechend auf β1
erhöht wird, bewegt sich der Wirkpunkt zu einem Punkt Q, und die
Zunahme des Ausgangswinkels für ein gegebenes Inkrement des
Eingangswinkels erhöht sich, wie nachfolgend im näheren Detail
beschrieben.
Wenn nun die Axialmitte der Eingangswelle 11 durch entsprechendes
Drehen des Tragelements 14 an dem Punkt A0 angeordnet ist und die
Punkte A und B miteinander in Übereinstimmung gebracht werden oder
die Eingangswelle 11 und die Ausgangswelle 17 miteinander in
Flucht gebracht werden, drehen sie mit dem gleichen Winkel, als
wenn sie einstückig miteinander gekoppelt wären. Diese Beziehung
ist in Fig. 5 mit der strichpunktierten Linie a0 gezeigt.
Wenn durch geeignetes Drehen des Tragelements 14 die Axialmitte
der Eingangswelle 11 an einem Zwischenpunkt angeordnet wird und
die Punkte A und B so angeordnet sind, wie in Fig. 4 gezeigt
(allgemeiner Fall), ändert sich der Ausgangswinkel β mit dem
Eingangswinkel α, wie in Fig. 5 mit der fetten Linie a1 gezeigt.
Insbesondere ist die Änderung des Ausgangswinkels β für jedes
gegebene Inkrement des Eingangswinkels α in einem Niederge
schwindigkeitsbereich relativ klein und wird mit zunehmendem
Eingangswinkel α progressiv größer.
Wenn die Fahrgeschwindigkeit zunimmt und das Tragelement 14
weitergedreht wird und die Exzentrizität a zwischen der Eingangs
welle 11 und der Ausgangswelle 17 (oder der Abstand zwischen A und
B) maximiert ist, wird diese Tendenz weiter verstärkt, wie in
Fig. 5 mit der dünnen Linie A2 gezeigt.
Somit läßt sich in einem Niedergeschwindigkeitsbereich eine
scharfe Lenkeigenschaft erhalten, indem der Hub L der Zahnstange
6 für ein gegebenes Inkrement des Lenkwinkels des Lenkrads erhöht
wird, und in einem Hochgeschwindigkeitsbereich läßt sich eine
stabile Eigenschaft erhalten, indem der Zahnstangenhub für ein
gegebenes Inkrement des Lenkwinkels des Lenkrads reduziert wird.
Somit ist bei einer gegebenen Fahrgeschwindigkeit (außer im
Bereich extrem niedriger Geschwindigkeit), die Zunahme des
Ausgangswinkels für ein gebenenes Inkrement des Eingangswinkels
klein, wenn der Eingangswinkel klein ist, nimmt aber progressiv
zu, wenn der Eingangswinkel zunimmt. Kurz gesagt, erfindungsgemäß
kann die Beziehung zwischen dem Lenkradwinkel und der Fahr
geschwindigkeit flach gemacht werden, wie in Fig. 9 mit der
fetten Kurve gezeigt.
Eine zweite Ausführung des Lenksystems wird anhand Fig. 6
beschrieben, in der der vorigen Ausführung entsprechende Teile mit
gleichen Bezugszeichen versehen sind. In dieser Ausführung ist die
Eingangswelle 11 an dem Tragelement 14 durch ein Paar von
Axialnadellagern 36 und ein Radialnadellager 37 schwenkbar
angebracht, und das untere Ende der Ausgangswelle 17 ist an dem
unteren Gehäuse 13b durch ein Axialnadellager 38 und ein Radial
nadellager 39 schwenkbar angebracht, während das Oberende der
Ausgangswelle 17 von dem unteren Gehäuse 13b durch ein Radial
kugellager 18a drehend gehaltert ist.
Wegen der Verwendung der Nadellager für die Radiallager und die
Axiallager kann in dieser Ausführung der Außendurchmesser der
Lageranordnung reduziert werden. Bekanntermaßen können Nadellager
die mechanische Festigkeit, Dauerhaftigkeit und Stabilität
verbessern, weil die als rollende Elemente dienenden Nadeln so
ausgebildet sind, daß sie einen Linienkontakt mit benachbarten
Elementen bilden, im Gegensatz zu Kugelelementen, die einen
Punktkontakt mit benachbarten Elementen bilden.
Eine dritte Ausführung des Lenksystems wird anhand Fig. 7
beschrieben, in der den vorigen Ausführungen entsprechende Teile
mit gleichen Bezugszeichen versehen sind. In dieser Ausführung
sind die Eingangswelle 11 und das Tragelement 14 durch Schräg
rollenlager 40 und 41 gehaltert, die sowohl radiale als auch
axiale Lasten aufnehmen können. In diesen Lagern sind die Rollen
derart angeordnet, daß sie abwechselnd zueinander orthogonal
orientiert sind, und hierdurch ist es möglich, sowohl die Radial
als auch Longitundinalabmessungen zu reduzieren. Für Fahrzeuge mit
begrenztem Raum über dem Ritzel sind allgemein Zahnstangen- und
Ritzellenkgetriebevorrichtungen bevorzugt, und diese Ausführung
ist zur Anwendung an solchen Zahnstangen- und Ritzellenkgetriebe
vorrichtungen besonders vorteilhaft.
Somit läßt sich eine erwünschte nicht-lineare Beziehung zwischen
der Eingangswelle und der Ausgangswelle und in allen Geschwindig
keitsbereichen ein optimales Lenkübersetzungsverhältnis erzielen.
Hierdurch ist es möglich, die Handhabung des Fahrzeugs, z. B. beim
Einparken des Fahrzeugs in einen engen Raum zu verbessern und das
Fahrzeug in einem Niedergeschwindigkeitsbereich mit geringst
möglicher Mühe zu lenken, und in einem Hochgeschwindigkeitsbereich
die Stabilität des Fahrzeugs zu verbessern.
Ferner läßt sich dies mit einer besonders einfachen Struktur
erzielen. Insbesondere weil das Tragelement von dem Gehäuse
drehend gehaltert ist und die anderen Elemente zur Übertragung des
Lenkdrehmoments alle drehbar gehalten sind, ist es möglich, die
Präzision zu verbessern und unerwünschtes Spiel zu beseitigen.
Ferner kann die gesamte mechanische Stabilität, mechanische
Festigkeit und Dauerhaftigkeit der Drehmoment übertragenden
Elemente verbessert werden.
In einem Lenksystem mit variablem Lenkwinkelverhältnis ist die
Eingangswelle 11 von einem Tragelement 14 drehend gehalten, das
wiederum von einem Gehäuse 13a, 13b drehend gehalten ist. Die
Axiallinien dieser zwei Teile verlaufen zueinander parallel und
sind voneinander versetzt. Während der Wirkpunkt zwischen der
Eingangswelle 11 und der Ausgangswelle 17 relativ zu der Ausgangs
welle 17 fest ist, ändert sich der Abstand zwischen dem Wirkpunkt
und der Axialmittellinie der Eingangswelle 11 in Abhängigkeit
sowohl von der Winkelstellung des Tragelements 14 als auch der
Amplitude des Eingangswinkels. Durch geeignetes Bestimmen der
relativen Beziehungen zwischen den Axiallinien der Eingangs- und
Ausgangswellen 11, 17 und eines Drehbereichs des Tragelements 14
läßt sich somit eine erwünschte nicht-lineare Beziehung zwischen
den Drehwinkeln der Eingangswelle 11 und der Ausgangswelle 17
erzielen. Hierdurch ist es möglich, die Handhabung des Fahrzeugs
beispielsweise beim Parken des Fahrzeugs in einen engen Raum zu
verbessern und in einem Niedergeschwindigkeitsbereich das Fahrzeug
mit geringstmöglicher Mühe zu lenken, und in einem Hochge
schwindigkeitsbereich die Stabilität des Fahrzeugs zu verbessern.
Ferner läßt sich dies mit einer besonders einfachen und spiel
freien Struktur erzielen.
Claims (9)
1. Fahrzeuglenksystem mit variablem Lenkwinkelverhältnis, das
ein Verhältnis eines Lenkwinkels lenkbarer Räder (9) zu einem
Lenkwinkel eines Lenkrads (1) ändern kann, umfassend:
ein Gehäuse (13a, 13b);
ein Tragelement (14), das in dem Gehäuse (13a, 13b) um eine erste Axiallinie drehend gehaltert ist;
eine erste Welle (11), die von dem Tragelement (14) um eine zu der ersten Axiallinie parallele und von dieser versetzte zweite Axiallinie (A) drehend gehaltert ist;
eine zweite Welle (17), die von dem Gehäuse (13a, 13b) um eine zu den ersten und zweiten Axiallinien parallele dritte Axiallinie (B) drehend gehaltert ist;
ein Ritzel (5), das mit einer (17) der ersten und zweiten Wellen zur Kraftübertragung verbunden und zum Kämmen mit einer mit den lenkbaren Rädern (9) funktionsmäßig verbundenen Zahnstange (6) ausgeführt ist;
ein Betätigungsmittel (25, 26, 27, 28) zum Drehen des Tragelements (14) um die erste Axiallinie herum, um eine relative Exzentrizität (a) zwischen der ersten Welle (11) und der zweiten Welle (17) zu ändern;
ein Kupplungsmittel (16, 19, 20, 21, 22) zur Übertragung einer Winkelbewegung der ersten Welle (11) zu der zweiten Welle (17) durch einen von der dritten Axiallinie (B) versetzten Wirkpunkt (C, P, Q) der zweiten Welle (17); und
ein Eingabemittel (1) zum Anlegen eines Lenkeingangs an die andere (11) der ersten und zweiten Wellen.
ein Gehäuse (13a, 13b);
ein Tragelement (14), das in dem Gehäuse (13a, 13b) um eine erste Axiallinie drehend gehaltert ist;
eine erste Welle (11), die von dem Tragelement (14) um eine zu der ersten Axiallinie parallele und von dieser versetzte zweite Axiallinie (A) drehend gehaltert ist;
eine zweite Welle (17), die von dem Gehäuse (13a, 13b) um eine zu den ersten und zweiten Axiallinien parallele dritte Axiallinie (B) drehend gehaltert ist;
ein Ritzel (5), das mit einer (17) der ersten und zweiten Wellen zur Kraftübertragung verbunden und zum Kämmen mit einer mit den lenkbaren Rädern (9) funktionsmäßig verbundenen Zahnstange (6) ausgeführt ist;
ein Betätigungsmittel (25, 26, 27, 28) zum Drehen des Tragelements (14) um die erste Axiallinie herum, um eine relative Exzentrizität (a) zwischen der ersten Welle (11) und der zweiten Welle (17) zu ändern;
ein Kupplungsmittel (16, 19, 20, 21, 22) zur Übertragung einer Winkelbewegung der ersten Welle (11) zu der zweiten Welle (17) durch einen von der dritten Axiallinie (B) versetzten Wirkpunkt (C, P, Q) der zweiten Welle (17); und
ein Eingabemittel (1) zum Anlegen eines Lenkeingangs an die andere (11) der ersten und zweiten Wellen.
2. Fahrzeuglenksystem mit variablem Lenkwinkelverhältnis nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kupplungsmittel ein Schiebestück (21), das an einem
der zweiten Welle (17) gegenüberliegenden Ende der ersten
Welle (11) vorgesehen und in eine zu der zweiten Axiallinie
(A) orthogonalen Richtung beweglich ist, und ein Schwenk
mittel (19, 22) zur schwenkbaren Kupplung des Schiebestücks
(21) mit dem Wirkpunkt (C, P, Q) der zweiten Welle (17)
umfaßt.
3. Fahrzeuglenksystem mit variablem Lenkwinkelverhältnis nach
Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite Welle (17) mit einer Zwischenwelle (19)
versehen ist, die einstückig von einem der ersten Welle (11)
gegenüberliegenden Ende der zweiten Welle (17) parallel zu
und von der dritten Axiallinie (B) versetzt vorsteht, und daß
das Schiebestück (21) mit einem Loch zur schwenkbaren
Aufnahme der Zwischenwelle (19) versehen ist.
4. Fahrzeuglenksystem mit variablem Lenkwinkelverhältnis nach
einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (13a, 13b) wenigstens eine erste Gehäuse
hälfte (13a), die die erste Welle (11) drehend trägt, und
eine zweite Gehäusehälfte (13b), die die zweite Welle drehend
trägt, umfaßt, wobei die zwei Gehäusehälften (13a, 13b) in
einer Ebene miteinander verbunden sind, die im wesentlichen
orthogonal zu den Axiallinien (A, B) und durch das Kupplungs
mittel (16, 19, 21, 22) verläuft.
5. Fahrzeuglenksystem mit variablem Lenkwinkelverhältnis nach
einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß relative Beziehungen zwischen den Axiallinien (A, B) und
einem Drehbereich (A0 . . . A2) des Tragelements (14) derart
bestimmt sind, daß ein Verhältnis eines Drehwinkels (β) der
zweiten Welle (17) zu dem Drehwinkel (α) der ersten Welle
(11) klein sein kann, wenn der Drehwinkel (α) der ersten
Welle (11) klein ist, und progressiv zunehmen kann, wenn der
Drehwinkel (α) der ersten Welle (11) zunimmt.
6. Fahrzeuglenksystem mit variablem Lenkwinkelverhältnis nach
einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß relative Beziehungen zwischen den Axiallinien (A, B) und
einem Drehbereich (A0 . . . A2) des Tragelements (14) derart
bestimmt sind, daß die zweite Axiallinie (A) bei Bedarf mit
der dritten Axiallinie (B) fluchten kann und ein 1 : 1-Winkel
verhältnis und eine lineare Beziehung zwischen der ersten
Welle (11) und der zweiten Welle (17) erzielt werden kann.
7. Fahrzeuglenksystem mit variablem Lenkwinkelverhältnis nach
einem der Ansprüche 1 bis 6, ferner gekennzeichnet durch
einen Fahrzeuggeschwindigkeitssensor (34) und eine Steuer
einheit (35), die das Betätigungsmittel (25, 26, 27, 28)
derart steuert, daß eine Differenz des Verhältnisses zwischen
einem kleinen Drehwinkelbereich und einem großen Drehwinkel
bereich der ersten Welle zunimmt, wenn die von dem
Geschwindigkeitssensor (34) erfaßte Fahrzeuggeschwindigkeit
zunimmt.
8. Fahrzeuglenksystem mit variablem Lenkwinkelverhältnis nach
einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungsmittel (25, 26, 27, 28) einen in dem
Gehäuse (13a, 13b) angebrachten Elektromotor (27), eine an
einer Sekundärwelle des Motors (27) gesicherte Schnecke (28)
und ein Sektorrad (25) umfaßt, das mit dem Tragelement (14)
einstückig ist und mit der Schnecke (28) kämmt.
9. Fahrzeuglenksystem mit variablem Lenkwinkelverhältnis, das
ein Verhältnis eines Lenkwinkels lenkbarer Räder (9) zu einem
Lenkwinkel eines Lenkrads (1) ändern kann, umfassend:
ein Gehäuse (13a, 13b);
ein Tragelement (14), das in dem Gehäuse (13a, 13b) um eine erste Axiallinie drehend gehaltert ist;
eine Eingangswelle (11), die von dem Tragelement (14) um eine zu der ersten Axiallinie parallele und von dieser versetzte zweite Axiallinie (A) drehend gehaltert ist;
eine Ausgangswelle (17), die von dem Gehäuse (13a, 13b) um eine zu den ersten und zweiten Axiallinien parallele dritte Axiallinie (B) drehend gehaltert ist;
ein Ritzel (5), das koaxial an der Ausgangswelle (17) ausgebildet und zum Kämmen mit einer mit den lenkbaren Rädern (9) funktionsmäßig verbundenen Zahnstange (6) ausgeführt ist;
ein Betätigungsmittel (25, 26, 27, 28) zum Drehen des Tragelements (14) um die erste Axiallinie herum, um eine relative Exzentrizität (a) zwischen der Eingangswelle (11) und der Ausgangswelle (17) zu ändern; und
ein Kupplungsmittel (16, 19, 20, 21, 22) zur Übertragung einer Winkelbewegung der Eingangswelle (11) zu der Ausgangs welle (17) durch einen von der dritten Axiallinie (B) versetzten Wirkpunkt (C, P, Q) der Ausgangswelle (17).
ein Gehäuse (13a, 13b);
ein Tragelement (14), das in dem Gehäuse (13a, 13b) um eine erste Axiallinie drehend gehaltert ist;
eine Eingangswelle (11), die von dem Tragelement (14) um eine zu der ersten Axiallinie parallele und von dieser versetzte zweite Axiallinie (A) drehend gehaltert ist;
eine Ausgangswelle (17), die von dem Gehäuse (13a, 13b) um eine zu den ersten und zweiten Axiallinien parallele dritte Axiallinie (B) drehend gehaltert ist;
ein Ritzel (5), das koaxial an der Ausgangswelle (17) ausgebildet und zum Kämmen mit einer mit den lenkbaren Rädern (9) funktionsmäßig verbundenen Zahnstange (6) ausgeführt ist;
ein Betätigungsmittel (25, 26, 27, 28) zum Drehen des Tragelements (14) um die erste Axiallinie herum, um eine relative Exzentrizität (a) zwischen der Eingangswelle (11) und der Ausgangswelle (17) zu ändern; und
ein Kupplungsmittel (16, 19, 20, 21, 22) zur Übertragung einer Winkelbewegung der Eingangswelle (11) zu der Ausgangs welle (17) durch einen von der dritten Axiallinie (B) versetzten Wirkpunkt (C, P, Q) der Ausgangswelle (17).
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