DE19524976C1 - Dachkoffer mit Belüftung - Google Patents
Dachkoffer mit BelüftungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Dachkoffer mit Belüftungsöffnungen und
Entlüftungsöffnungen zur Erzeugung eines den Dachkoffer innen durchströ
menden Luftstroms.
Bei den bisher bekanntgewordenen Dachkoffern sind - meist schon bedingt
durch die Verstellbarkeit der Befestigung an unterschiedlich weit voneinander
entfernten Querträgern des Kraftfahrzeugdaches - im Boden Schlitze oder Boh
rungen vorgesehen, die einer Entwässerung dienen können, insbesondere
wenn die Dachkoffer im Winter zur Aufnahme der Skier dienen, deren anhaf
tender Schnee- und Eisbelag im Innern des Dachkoffers abtaut. Diese bislang
vorgesehenen Wasserablauföffnungen können aber ein Austrocknen weder
des Innern des Dachkoffers selbst noch der darin untergebrachten Ge
genstände bewirken.
Dieses Austrocknen läßt sich auch nicht durch die Maßnahmen erreichen, die
in der Offenlegungsschrift DE 34 19 431 A1 vorgesehen sind. Dort ist vorge
schlagen worden, daß zur Erzeugung eines Luftdurchzugs - abgesehen von
der bekannten Entwässerung durch Bodenschlitze - entweder im Bodenteil
oder in den Deckeln Löcher angebracht sind, die einen solchen Luftdurchzug
bewirken sollen. Eine derartige Anordnung der Be- und Entlüftungen entweder
im Boden oder im Deckelteil führt aber keinesfalls zu einem echten Luftzug im
Innern des Koffers und damit auch zu keiner Trocknungswirkung.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Dachkoffer der ein
gangs genannten Art so auszugestalten, daß bei der Fahrt Feuchtigkeit gezielt
aus dem Inneren entfernt werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Belüf
tungsöffnungen an Stellen angeordnet sind, an denen eine relativ kleine Ge
schwindigkeit der umströmenden Luft herrscht, und daß die - im wesentlichen
diametral gegenüberliegenden - Entlüftungsöffnungen an Stellen mit hoher
Strömungsgeschwindigkeit der umströmenden Luft angeordnet sind.
Durch diese besondere Anordnung der Be- und Entlüftungsöff
nungen wird ausgenutzt, daß infolge des jeweils konstanten
Gesamtdrucks der statische Druck in Bereichen kleinerer
Strömungsgeschwindigkeit größer ist als in Bereichen mit
größerer Strömungsgeschwindigkeit, was ja auch der Grund
dafür ist, weshalb mit Hilfe der besonders gebogenen Trag
flächen ein Flugzeug überhaupt fliegen kann, da der stati
sche Druck unter den Flügeln größer ist als auf deren Ober
seite.
Bevorzugt sind daher die Belüftungsöffnungen in der der
Fahrtrichtung abgekehrten Rückwand, vorzugsweise in der
Rückwand des Deckelteils, und die Entlüftungsöffnungen im
vorderen Teil des Bodenteils, vorzugsweise in dessen Boden
wand, angeordnet, da auf der Rückwand des Koffers durch das
Abreißen der Strömung und die Verwirbelung eine geringere
Strömungsgeschwindigkeit herrscht als die Strömungsge
schwindigkeit, die durch die düsenartige Verjüngung des Ab
standes zwischen dem Dachkoffer und dem Fahrzeugdach in
diesem Bereich unter dem Dachkoffer vorliegt.
Dabei versteht es sich von selbst, daß natürlich auf der
Innenseite die Belüftungsöffnungen, insbesondere aber die
bevorzugt am Boden angeordneten Entlüftungsöffnungen, frei
gehalten werden müssen, was beispielsweise dadurch erfolgen
kann, daß man, speziell bei den Entlüftungsöffnungen, Auf
sätze oder gelochte Hauben od. dgl. vorsieht, die ein voll
ständiges Abdecken durch Gegenstände im Innern des Dachkof
fers verhindern.
Gemäß einem weiteren vorteilhaften Merkmal der vorliegenden Erfindung
kann vorgesehen sein, daß die Belüftungsöffnungen nach Art
von Labyrinth-Dichtungen ausgebildet sind, in denen eine,
ein Eindringen von Regenwasser verhindernde, vorzugsweise
mehrfache Strömungsumlenkung stattfindet.
In diesem Zusammenhang hat es sich als besonders zweckmäßig
erwiesen, die Be- und Entlüftungsöffnungen durch vorzugs
weise keilförmige Regenschutzhauben mit einer am stromab
wärtigen hinteren Ende gelegenen offenen Seite zu überdec
ken. Diese Entlüftungshauben bilden einen wirksamen Schutz
gegen das Eindringen von Regen oder aufgewirbelter Nässe,
ohne den Luftzutritt oder das Abziehen der Luft nennenswert
zu beeinträchtigen.
Weitere Vorteile, Ausgestaltungen und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Aus
führungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht des Dachs eines
Kraftfahrzeugs mit einem aufgesetzten Dachkoffer
mit Be- und Entlüftungsöffnungen,
Fig. 2 eine Untenansicht des Dachkoffers nach Fig. 1,
Fig. 3 einen vergrößerten Schnitt durch die Rückwand des
Deckelteils im Bereich einer Belüftungsöffnung,
Fig. 4 einen ebenfalls vergrößerten Schnitt durch eine Bo
denentlüftungsöffnung, und
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht einer Regenschutz
haube, wie sie bei der Ausgestaltung der Be- und
Entlüftungsöffnungen nach den Fig. 3 und 4 ver
wendet wird.
Der auf dem skizzierten Kraftfahrzeugdach 1 mit Hilfe von
durch Stützfüße 2 gehalterten Querträgern 3 befestigte
Dachkoffer 4 besteht in an sich bekannter Weise aus einem
schalenförmigen Bodenteil 5 und einem dieses an den Rändern
übergreifenden ebenfalls schalenförmigen Deckelteil 6, die
entweder längs einer der Seitenwände oder auch längs der
vorderen Stirnwand 7 gelenkig aneinander anscharniert sind.
Um während der Fahrt eine wirksame Durchlüftung eines sol
chen Dachkoffers 4 zu erreichen, sind im dargestellten Aus
führungsbeispiel in der Rückwand 8 des Deckelteils 6 Belüf
tungsöffnungen 9 vorgesehen, beispielsweise können zwei be
abstandete Belüftungsöffnungen vorgesehen sein, während im
Bereich des vorderen Endes des Bodenteils 5 im Boden 10
zwei Entlüftungsöffnungen 11 angeordnet sind.
Durch diese besondere Anordnung befinden sich die Belüf
tungsöffnungen in einem Bereich, in dem die durch Pfeile
angedeutete umströmende Luft eine relativ kleine Strömungs
geschwindigkeit aufweist, was bedeutet, daß der statische
Druck hier höher ist, während die Entlüftungsöffnungen 11
in einem Bereich angeordnet sind, in denen die Geschwindig
keit der umströmenden Luft sehr hoch ist und mithin der
statische Druck kleiner ist. Dieser Druckunterschied führt
zu einer durch die Pfeile im Inneren des Dachkoffers ange
deuteten Luftströmung von den Belüftungsöffnungen zu den
Entlüftungsöffnungen, die den Dachkoffer in seinem größten
Teil durchsetzt und somit eine echte Trocknung des Innen
raums und insbesondere auch der darin untergebrachten
Teile, beispielsweise von Skiern oder Skistiefeln, bewirken
kann.
Die Belüftungsöffnungen 9 und die Entlüftungsöffnungen 11
sind dabei selbstverständlich so ausgebildet, daß ein di
rektes Eindringen von Regen und Spritzwasser nicht möglich
ist, was im gezeigten Ausführungsbeispiel sehr einfach da
durch erzielt wird, daß die die Dachkofferwand durchsetzen
den Öffnungen 12 und 13 durch im wesentlichen keilförmige
Regenschutzhauben 14 überdeckt sind, die lediglich am
stromabwärtigen hinteren Ende 15 offen sind, so daß hier
der Luftein- und -austritt erfolgen kann, während durch die
Anordnung der Öffnung an diesem stromabwärtigen hinteren
Ende, das im Falle der Belüftungsöffnungen auch noch unten
liegt, ein Eindringen von Regen und Spritzwasser sicher
verhindert ist.
Die Anordnung der Belüftungsöffnungen und Entlüftungsöffnungen im Koffer
könnten auch in anderer Weise nach Art von Labyrinth-
Dichtungen ausgebildet sein, um durch mehrfache Strömungs
umlenkung ein Eindringen von Regenwasser wirksam zu verhin
dern.
Claims (4)
1. Dachkoffer mit Belüftungsöffnungen und Entlüftungsöffnungen zur Er
zeugung eines den Dachkoffer innen durchströmenden Luftstroms, da
durch gekennzeichnet, daß die Belüftungsöffnungen (9) an Stellen ange
ordnet sind, an denen eine relativ kleine Geschwindigkeit der umströ
menden Luft herrscht, und daß die - im wesentlichen diametral gegen
überliegenden - Entlüftungsöffnungen (11) an Stellen mit hoher Strö
mungsgeschwindigkeit der umströmenden Luft angeordnet sind.
2. Dachkoffer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Belüf
tungsöffnungen (9) in der der Fahrtrichtung abgekehrten Rückwand, vor
zugsweise in der Rückwand (8) des Deckelteils (6), und die Entlüf
tungsöffnungen (11) im vorderen Abschnitt des Bodenteils (5), vorzugs
weise in dessen Bodenwand (10), angeordnet sind.
3. Dachkoffer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Be- und Entlüftungsöffnungen nach Art von Labyrinth-Dichtungen aus
gebildet sind, in denen eine, ein Eindringen von Regenwasser verhin
dernde, vorzugsweise mehrfache Strömungsumlenkung stattfindet.
4. Dachkoffer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Belüftungsöffnungen (9) und die Entlüftungsöffnungen (11) durch
vorzugsweise keilförmige Regenschutzhauben (14) mit einer am strom
abwärtigen hinteren Ende (15) gelegenen offenen Seite überdeckt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995124976 DE19524976C1 (de) | 1995-07-08 | 1995-07-08 | Dachkoffer mit Belüftung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1995124976 Expired - Fee Related DE19524976C1 (de) | 1995-07-08 | 1995-07-08 | Dachkoffer mit Belüftung |
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| Country | Link |
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- 1995-07-08 DE DE1995124976 patent/DE19524976C1/de not_active Expired - Fee Related
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