DE19528118A1 - Verfahren zur Herstellung eines plattenförmigen Emblems und damit herstellbares metallisches Emblem - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines plattenförmigen Emblems und damit herstellbares metallisches EmblemInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung
eines plattenförmigen Emblems aus vorzugsweise einem Metall
oder aus Glas, Marmor oder dgl., dessen Form auf einem Posi
tiv/Negativ-Grundmuster, d. h. einem Schwarz/Weiß-Grundmuster
basiert, das mehrere, voneinander getrennte Positivflächen
teile und/oder mehrere voneinander getrennte Negativflächen
teile beinhaltet sowie auf ein mit einem solchen Verfahren
herstellbares Emblem.
Es ist bekannt, Darstellungen von Wappen, Abzeichen etc. in
entsprechende dreidimensionale, plattenförmige Embleme umzu
setzen, indem die Darstellung als Emblemmuster aus einer
Platte herausgestanzt, herausgesägt oder herausgeschnitten
wird. Die Verwendung der Stanztechnik ist allerdings auf die
Herstellung von Emblemen mit relativ geringer Plattendicke
und nicht zu fein strukturierten Mustern beschränkt. Häufig
beinhaltet das Positiv/Negativ-Grundmuster eines solchen Wap
pens, Abzeichens oder dergleichen eine Positivfläche, die aus
mehreren, nicht miteinander verbundenen Positivflächenteilen
besteht, und/oder eine Negativfläche, die sich analog aus
mehreren, voneinander getrennten Negativflächenteilen zusam
mensetzt. Grundlegende Voraussetzung für die Umsetzung einer
Wappendarstellung in ein plattenförmiges Emblem ist selbst
verständlich, daß die Positivfläche des Emblemmusters ein zu
sammenhängendes Flächengebilde ist. Emblemmuster, deren Posi
tivfläche aus mehreren, voneinander getrennten Teilen be
steht, können hingegen nicht unverändert in ein
plattenförmiges Positivbild-Emblem umgesetzt werden.
Bei einer Säge- oder Schneidtechnik ist die Herstellung des
plattenförmigen Emblems im allgemeinen um so aufwendiger, je
mehr voneinander getrennte Negativflächenteile, welche Durch
brüchen im Emblem entsprechen sollen, das Emblemmuster auf
weist. Denn jeder Negativflächenteil besitzt einen eigenen,
geschlossenen Rand, entlang dem gesägt oder geschnitten wer
den muß. Für jeden Negativflächenteil muß unter Absetzen der
Säge- bzw. Schneideinheit ein neuer Durchbruch geschaffen und
die Säge- bzw. Schneideinheit an diesen Rand positioniert
werden.
Der Erfindung liegt als technisches Problem die Bereitstel
lung eines Verfahrens zur Herstellung eines plattenförmigen
Emblems zugrunde, das sich auch zur Herstellung solcher Em
bleme eignet, deren Erscheinungsbild im wesentlichen einem
Grundmuster mit mehreren, voneinander getrennten Positivflä
chenteilen und/oder mehreren, voneinander getrennten Negativ
flächenteilen gleicht. Weiter liegt der Erfindung die Schaf
fung eines auf diese Weise herstellbaren Emblems zugrunde.
Dieses Problem wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 sowie durch ein Emblem mit den Merkmalen des An
spruchs 4 gelöst. Verfahrensgemäß wird das Positiv/Negativ-
Grundmuster, dessen Umsetzung als plattenförmiges Emblem an
sich gewünscht ist, durch Einbringen von Verbindungsstegen
und/oder Trennstegen so modifiziert, daß sich das entstehende
Emblemmuster aus einer einzigen, zusammenhängenden Positiv
fläche und einer Negativfläche zusammensetzt, die aus mög
lichst wenigen, einzelnen Negativflächenteilen besteht. Durch
die Verbindungsstege können zuvor voneinander getrennte Posi
tivflächenteile miteinander verbunden werden. Durch die
Trennstege können entsprechend jeweils zwei zuvor voneinander
getrennte Negativflächenteile miteinander verbunden werden,
so daß sie zu einem einzigen, modifizierten Negativflächen
teil verschmelzen. Dementsprechend verringert sich die Anzahl
der verschiedenen, geschlossenen Randlinien, die jeweils ei
nen Negativflächenteil begrenzen. Das auf diese Weise durch
Modifikation des Grundmusters erzielte Emblemmuster besitzt
daher im allgemeinen einen Rand, der nur noch aus einer oder
einigen wenigen geschlossenen Randlinien besteht. Das auf
diese Weise geschaffene Emblemmuster kann dann zur Vervoll
ständigung der Herstellung des plattenförmigen Emblems aus
einer Platte, die vorzugsweise aus einem Metall besteht, je
doch auch aus Glas, Stein oder dgl. bestehen kann, mittels
einer berührungslosen Trenntechnik, insbesondere mit einem
Funkenerosionsverfahren, mit vergleichsweise geringem Aufwand
herausgeschnitten werden, wodurch sich auch Embleme mit grö
ßerer Plattendicke von einem bis mehreren Millimetern und
fein strukturierten Mustern realisieren lassen. Weitere in
Betracht kommende berührungslose Trenntechniken sind bei
spielsweise die Laser- und die Wasserstrahlschneidtechnik.
Dadurch, daß das Emblemmuster gegenüber dem Grundmuster le
diglich durch fein gestaltete, d. h. gegenüber den Grundmu
sterstrukturen optisch unauffällige Verbindungs- und/oder
Trennstege modifiziert ist, entspricht das Erscheinungsbild
des hergestellten Emblems in gewünschter Weise im wesentli
chen demjenigen des zugrundeliegenden Grundmusters.
Eine Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 2 hat den Vor
teil, daß mit den geringstmöglichen Modifikationen aus einem
zugrundeliegenden Grundmuster ein Emblemmuster geschaffen
wird, dessen Rand aus höchstens zwei geschlossenen Randlinien
besteht, so daß die entsprechende Trennvorrichtung zum Her
ausschneiden des Emblemmusters höchstens zweimal am Werkstück
angesetzt werden muß. Das Anbringen lediglich einer minimal
nötigen Anzahl von Trennstegen gewährleistet, daß das Er
scheinungsbild des Emblemmusters demjenigen des Grundmusters
so nahe wie möglich kommt.
Die letztgenannte Eigenschaft wird auch durch eine Weiterbil
dung der Erfindung nach Anspruch 3 erzielt, indem bei einem
aus mehreren, voneinander getrennten Positivflächenteilen be
stehenden Grundmuster nur die minimale Anzahl an Verbindungs
stegen zur Umwandlung in das Emblemmuster eingebracht wird,
die zur Erzielung der erforderlichen zusammenhängenden Posi
tivfläche nötig ist.
Es versteht sich, daß die Verbindungs- bzw. Trennstege in ih
rem Verlauf jeweils so gewählt sind, daß ihrem Rand beim Her
aus schneiden des Emblemmusters durch die gewählte Trenntech
nik problemlos gefolgt werden kann.
Bevorzugte Ausführungen der Erfindung sind in den Zeichnungen
dargestellt und werden nachfolgend beschrieben. Hierbei zei
gen:
Fig. 1 ein plattenförmiges Emblem in Form einer stilisier
ten Fahrradfigur mit nur einer einzigen, geschlos
senen Randlinie,
Fig. 2 das dem Emblemmuster von Fig. 1 zugrundeliegende
Grundmuster mit einer Vielzahl voneinander getrenn
ter Negativflächenteile,
Fig. 3 ein plattenförmiges Emblem mit einer Vereinswappen
darstellung mit nur einer äußeren und einer inneren
geschlossenen Randlinie,
Fig. 4 das dem Emblemmuster von Fig. 3 zugrundeliegende
Grundmuster, das mehrere, voneinander getrennte Ne
gativflächenteile und eine Vielzahl voneinander ge
trennter Positivflächenteile beinhaltet, und
Fig. 5 ein weiteres plattenförmiges Emblem mit einer Ver
einswappendarstellung.
Anhand der Fig. 1 und 2 ist besonders gut die verfahrens
gemäße Technik des Einbringens geeigneter Trennstege zur Re
duzierung der Anzahl einzelner, geschlossener Randlinien ei
nes Grundmusters zu erkennen. Das plattenförmige Emblem von
Fig. 1, dessen Emblemmuster ein stilisiertes Fahrrad dar
stellt, besitzt als Rand (R) eine einzige, geschlossene Rand
linie, welche die schwarz gezeichnete Positivfläche (P)
berandet, die bei der Umsetzung des Emblemmusters in das
plattenförmige Emblem aus dem metallischen Plattenwerkstoff
besteht und naturgemäß eine zusammenhängende Fläche bildet.
Das zugrundeliegende Grundmuster gemäß Fig. 2, dessen mög
lichst ähnliche Wiedergabe durch das plattenförmige Emblem
von Fig. 1 gewünscht ist, besteht bereits aus einer einzigen,
zusammenhängenden Positivfläche (P1), ihre Negativfläche be
steht jedoch neben einem außenliegenden Negativflächenteil
(N1) aus vielen weiteren, voneinander getrennten Negativflä
chenteilen (N2 bis N10). Im einzelnen sind dies ein von der
Vorderradfelge umschlossener Negativflächenteil (N2), ein vom
vorderen Rahmenabschnitt umschlossener Negativflächenteil
(N3), vier vom symbolisierten Zahnkranz, den Pedalen und den
Rahmen begrenzte Negativflächenteile (N4, N5, N6, N9), einem
Negativflächenteil (N7) am hinteren Rahmenabschnitt sowie
zwei von der Hinterradfelge und dem hinteren Rahmenabschnitt
begrenzte Negativflächenteile (N8, N10).
Zur unveränderten Umsetzung dieses Grundmusters in ein Me
tallplattenemblem, z.B durch die Funkenerosions-Schneid
technik, müßte folglich der Trennvorgang zehnmal angesetzt
werden, wobei für jeden Negativflächenteil (N1 bis N10) zu
nächst ein Durchbruch durch die Metallplatte geschaffen und
anschließend die zugehörige Randlinie angefahren werden müß
te. Um diesen beträchtlichen Herstellungsaufwand zu verrin
gern, wird das Grundmuster von Fig. 2 durch Einbringen geeig
neter Trennstege (1 bis 9) so modifiziert, daß sämtliche zehn
Negativflächenteile (N1 bis N10) des Grundmusters von Fig. 2
über die Trennstege (1 bis 9) zu einer einzigen Negativfläche
(N) verbunden werden, was zur Folge hat, daß aus dem zuvor
aus zehn einzelnen Randlinien, von denen in Fig. 2 stellver
tretend die äußere Randlinie (R1) und die innere Vorderrad-
Randlinie (R2) bezeichnet sind, bestehenden Rand des Grundmu
sters die eine, einzige Randlinie (R) des Emblemmusters von
Fig. 1 gebildet wird. Dies wiederum bedeutet, daß das Funken
erosions-Schneidwerkzeug zum Herausschneiden des Emblemmu
sters von Fig. 1 aus der Metallplatte nur ein einziges Mal
angesetzt werden braucht, wonach das gesamte Emblemmuster in
einem kontinuierlichen Trennvorgang entlang der einzigen, ge
schlossenen Randlinie (R) herausgeschnitten werden kann.
Wie aus Fig. 1 zu erkennen, ist jeder innere, ganz von der
Positivfläche (P1) umschlossene Negativflächenteil (N2 bis
N10) über genau einen Trennsteg (1 bis 9) mit dem äußeren Ne
gativflächenteil (N1) oder einem benachbarten Negativflächen
teil verbunden, der seinerseits über genau einen durchgängi
gen Pfad mit dem äußeren Negativflächenteil (N1) verbunden
ist. Dies gewährleistet, daß nur die minimal notwendige An
zahl von Trennstegen einzubringen ist, um die Negativflächen
teile (N1 bis N10) zur einteiligen Negativfläche (N) zu ver
binden. Die Breite der Trennstege (1 bis 9) ist ersichtlich
deutlich geringer gewählt als die typische Breite der Posi
tivflächen-Strukturelemente, so daß die Trennstege (1 bis 9)
bei der Betrachtung des plattenförmigen Emblems von Fig. 1
optisch nicht wesentlich auffallen und damit das Erschei
nungsbild des Grundmusters von Fig. 2 im wesentlichen erhal
ten bleibt.
Mit der in Fig. 1 gezeigten Anordnung der Trennstege (1 bis
9) kann beispielsweise folgender Trennweg zum Herausschneiden
des Emblemmusters gewählt werden. Von der Außenseite entspre
chend dem äußeren Negativflächenteil (N1) können über den er
sten Trennsteg (1) der zweite Negativflächenteil (N2) über
den vierten Trennsteg (4) der zehnte Negativflächenteil (N10)
und über den dritten Trennsteg (3) der vierte Negativflächen
teil (N4), von letzterem aus über den siebten Trennsteg (7)
weiter der sechste Negativflächenteil (N6) und von diesem
über den neunten Trennsteg (9) der neunte Negativflächenteil
(N9) erreicht werden. Dann können nach Rückkehr zum äußeren
Negativflächenteil (N1) über den zweiten Trennsteg (2) der
dritte Negativflächenteil (N3) und von dort zunächst über den
fünften Trennsteg (5) der fünfte Negativflächenteil (N5) und
anschließend über den sechsten Trennsteg (6) der siebte Nega
tivflächenteil (N7) erreicht werden. Über den achten Trenn
steg (8) läßt sich schließlich der achte Negativflächenteil
(N8) erreichen, wonach stets entlang der Randlinie (R) gemäß
Fig. 1 in den Bereich des ursprünglichen äußeren Negativflä
chenteils (Nl) zurückgekehrt wird, was das Herausschneiden
der Positivfläche (P) des Emblemmusters von Fig. 1 vervoll
ständigt.
Die Fig. 3 und 4 zeigen am Beispielsfall eines Vereinswap
pens die verfahrensgemäße Anwendung sowohl des Einbringens
von Trennstegen zur Verringerung der Anzahl geschlossener
Randlinien als auch von Verbindungslinien zur Schaffung ei
ner zusammenhängenden Positivfläche. Das zugrundeliegende
Grundmuster ist in Fig. 4 dargestellt. Es beinhaltet eine
Vielzahl einzelner, schwarz gezeichneter Positivflächenteile
(P11 bis P21) . Im einzelnen sind dies ein erster Positivflä
chenteil (P11), der einen Kreisrahmen sowie den Schwanz, den
Unterkörper und ein Hinterbein eines stilisierten Löwen um
faßt. Drei weitere Positivflächenteile (P12, P13, P14) bilden
eine Buchstabenabkürzung. Zwei gekreuzte Eishockeyschläger
bilden drei Positivflächenteile (P15, P16, P23). Die Löwenfi
gur beinhaltet als weitere, getrennte Positivflächenteile den
Oberkörper samt Kopf (P17), eine Krone (P18), die beiden Vor
derbeine (P19, P20) und das zweite Hinterbein (P21). Des wei
teren beinhaltet dieses Grundmuster neben dem außenliegenden
Negativflächenteil (N11) einen größeren, inneren Negativflä
chenteil (N12) sowie einen ersten kleineren, inneren Negativ
flächenteil (N13) am Schwanz der Löwenfigur und einen zweiten
kleineren, inneren Negativflächenteil (N14) als Innenfläche
des Abkürzungsbuchstabens "D", wobei die Negativflächenteile
weiß wiedergegeben sind.
Durch Einbringen von Verbindungs- und Trennstegen wird dieses
Grundmuster in das Emblemmuster von Fig. 3 so modifiziert,
daß unter weitestgehender Aufrechterhaltung des Erscheinungs
bildes die vormals getrennten, schwarz wiedergegebenen Posi
tivflächenteile (P11 bis P21) zu einer einzigen zusammenhän
genden Positivfläche (P11′) verbunden sind und daß analog die
zuvor getrennten drei inneren Negativflächenteile (N12, N13,
N14) zu einem zusammenhängenden inneren Negativflächenteil
(N12′) verbunden sind. Im einzelnen erfolgt die Verknüpfung
der inneren Negativflächenteile (N12, N13, N14) durch Ein
bringen zweier entsprechender Trennstege (11, 12), während
die Verbindung der einzelnen Positivflächenteile (P11 bis
P21) wie folgt vorgenommen wird.
Über einen ersten Verbindungssteg (13) wird der oberste Ab
kürzungsbuchstabe (P12) an den Kreisrahmen (P11), der mittle
re Abkürzungsbuchstabe (P13) über einen Verbindungssteg (14)
an den oberen Abkürzungsbuchstaben (P12) und der unterste Ab
kürzungsbuchstabe (P14) über einen Verbindungssteg (15) wie
derum an den Kreisrahmen angebunden. An der Unterseite des
mittleren Abkürzungsbuchstabens (P13) wird aus stilistischen
Gründen ein kurzer, nicht bis zum unteren Abkürzungsbuchsta
ben (P14) durchgehender Fortsatz (16) angeordnet, wobei der
Negativflächenbereich links von der Buchstabenabkürzung mit
demjenigen rechts davon verbunden bleibt. Über zwei entspre
chende Verbindungsstege (17, 18) werden die Schlägerflächen
teile (P15, P16, P23) miteinander und über einen weiteren
Verbindungssteg (19) mit dem einen Hinterbein (P11) der Lö
wenfigur verbunden. Die Krone (P18) wird über einen Verbin
dungssteg (20) mit dem Löwenkopf (P17) verbunden, und über
jeweils einen Verbindungssteg (21, 22) werden die beiden Vor
derbeine an den mit dem Kopf einteiligen Oberkörper (P17) der
Löwenfigur angebunden. Das zweite Hinterbein (P 21) wird über
einen Verbindungsteg (24) mit dem Löwenunterkörper, der mit
dem äußeren Rahmen (P11) einteilig ist, verbunden, und der
Löwenoberkörper (P17) samt angebundener Krone (P18) und Vor
derbeinen (P19, P20) wird über einen Verbindungssteg (25) mit
dem Löwenunterkörper (P11) verbunden.
Auf diese Weise wird mit einer minimalen Anzahl von Trennste
gen und ebenso einer minimalen Anzahl von Verbindungsstegen
das Emblemmuster von Fig. 3 mit zusammenhängender Positivflä
che (P11′) und einer lediglich zweiteiligen Negativfläche mit
einem inneren Negativflächenteil (N12′) neben dem äußeren Ne
gativflächenteil (N11) und dementsprechend einem Rand mit le
diglich zwei getrennten, geschlossenen Randlinien (R1, R2)
erzielt. Dieses Emblemmuster kann folglich als plattenförmi
ges Emblem aus einer Metallplatte durch eine Funkenerosions-
Schneidtechnik herausgeschnitten werden, wobei das Trennwerk
zeug nur zweimal, nämlich zum Trennen entlang der äußeren
Randlinie (R1) und der inneren Randlinie (R2), angesetzt wer
den muß. Der Vergleich der Fig. 3 und 4 zeigt, daß das Er
scheinungsbild des Emblemmusters im wesentlichen demjenigen
des zugrundeliegenden Grundmusters entspricht, wobei die Ver
wendung der Funkenerosions-Schneidtechnik das Herausschneiden
auch entlang der feinstrukturierten inneren Randlinie (R2)
ohne Schwierigkeiten ermöglicht und die Breite der Verbin
dungs- und Trennstege so gering gewählt ist, daß diese op
tisch nicht nennenswert in Erscheinung treten. Durch die Ver
wendung einer ausreichenden Plattendicke wird eine genügende
Stabilität der Verbindungsstege trotz ihrer geringen Breite
gewährleistet.
Fig. 5 zeigt ein weiteres Beispiel eines plattenförmigen Ver
einswappen-Emblems. Das in Fig. 5 gezeigte, durch Modifikati
on eines nicht gezeigten Grundmusters entstandene Emblemmu
ster besteht analog wie das vorige Beispiel aus einer zusam
menhängenden Positivfläche (P30) und einer zweiteiligen
Negativfläche mit einem äußeren (N30) und einem inneren Nega
tivflächenteil (N31). Gegenüber dem zugrundeliegenden Grund
muster ist das Emblemmuster zum einen dahingehend modifi
ziert, daß Trennstege (30) in das Streifenmuster eines darge
stellten Balls derart eingebracht sind, daß die ursprünglich
voneinander getrennten Negativflächenteile dieses Balls über
die Trennstege (30) untereinander und mit der Außenseite des
Balls verbunden sind, wobei wiederum lediglich die hierfür
minimal erforderliche Trennsteganzahl verwendet wird.
Des weiteren ist der mittige, waagerechte Schriftzug, bei dem
im zugehörigen Grundmuster jeder Buchstabe einen getrennten
Positivflächenteil bildet, in drei Gruppen (31, 33, 36) auf
geteilt, die jeweils einem darunterliegenden Balken (32, 34,
37) zugeordnet sind. Die erste Gruppe (31) mit den drei er
sten Buchstaben und den beiden zwischenliegenden Abkürzungs
punkten ist für die Modifikation des Grundmusters zum Emblem
muster auf den linken Balken (32) aufgesetzt und damit über
die so gebildeten, jeweiligen Verbindungsstege an diesen Bal
ken (32) als Teil der Positivfläche (P30) angebunden. In
gleicher Weise ist die Gruppe (36) aus den drei letzten Buch
staben auf den rechten Balken (37) verbindungsstegbildend
aufgesetzt. Die mittlere Gruppe (33) von fünf Buchstaben ist
auf den mittleren Balken (34) aufgesetzt, an dessen Oberseite
eine verbreiterte Tragfläche (35) als zugehörige Verbindungs
stegeinheit angebracht ist, um alle fünf Buchstaben (33) an
den mittleren Balken (34) und damit die Positivfläche (P30)
anzubinden. Das Emblemmuster kann in gleicher Weise wie beim
vorigen Beispiel durch nur zweimaliges Ansetzen des Funken
erosions-Schneidwerkzeugs zum Trennen entlang einer die Posi
tivfläche (P30) zum äußeren Negativflächenteil (N30) beran
denden Randlinie (R3) bzw. entlang einer die Positivfläche
(P30) gegenüber dem inneren Negativflächenteil (N31) beran
denden Randlinie (R4) herausgeschnitten werden.
Die vorstehende Beschreibung erfindungsgemäßer Ausführungs
beispiele veranschaulicht, daß durch die Erfindung ein Grund
muster mit mehreren Positivflächenteilen und/oder mehreren
Negativflächenteilen durch Modifikationen, die einerseits das
optische Erscheinungsbild nicht merklich ändern und anderer
seits die Herstellung merklich vereinfachen, in ein platten
förmiges, metallisches Emblem umgesetzt werden kann. Es ver
steht sich, daß in der Praxis vorzugsweise eine Vielzahl von
Emblemen jeweils gleichzeitig durch Übereinanderstapeln einer
Vielzahl von Platten und gleichzeitiges Trennen derselben ge
fertigt werden kann.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung eines plattenförmigen Emblems,
dessen Form auf einem Positiv/Negativ-Grundmuster basiert,
das mehrere, voneinander getrennte Positivflächenteile (P11
bis P21) und/oder mehrere voneinander getrennte Negativflä
chenteile (N11 bis N14) beinhaltet,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- - Bereitstellen eines Emblemmusters durch Modifizieren des Positiv/Negativ-Grundmusters mittels Einbringen zusätzlicher, feiner Verbindungsstege (12 bis 25) zwischen zuvor getrennten Positivflächenteilen (P11 bis P21) zur Bildung einer zusam menhängenden Positivfläche (P11′) und/oder mittels Einbringen zusätzlicher feiner Trennstege (11, 12), jeweils zwischen zwei zuvor voneinander getrennten Negativflächenteilen (N12, N13, N14) und
- - Herausschneiden der zusammenhängenden Positivfläche (P11′) des Emblemmusters aus einer Platte durch Trennen entlang des ein- oder mehrteiligen Randes (R1, R2) der Positivfläche (P11′) mittels einer berührungslosen Trenntechnik.
2. Verfahren nach Anspruch 1, weiter dadurch gekennzeichnet,
daß eine minimale Anzahl von Trennstegen (11, 12) derart ein
gebracht wird, daß der Rand der Positivfläche (P11′) aus ei
ner oder höchstens zwei jeweils geschlossenen Randlinien (R1,
R2) besteht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, weiter dadurch gekenn
zeichnet, daß nur die zur Erzielung einer zusammenhängenden
Positivfläche (P11′) aus mehreren, voneinander getrennten
Grundmuster-Positivflächenteilen (P11 bis P21) erforderliche
minimale Anzahl von Verbindungsstegen (13 bis 25) eingebracht
wird.
4. Plattenförmiges Emblem
dadurch gekennzeichnet, daß
sein Emblemmuster auf einem mehrere, voneinander getrennte
Positivflächenteile (P11 bis P21) und/oder mehrere voneinan
der getrennte Negativflächenteile (N11 bis N14) beinhaltenden
Positiv/Negativ-Grundmuster basiert und gegenüber diesem
durch zusätzlich eingebrachte, feine Verbindungsstege, mit
denen alle zuvor getrennten Positivflächenteile zu einer zu
sammenhängenden Positivfläche verbunden sind, und/oder durch
zusätzlich eingebrachte feine Trennstege, durch welche je
weils zwei zuvor voneinander getrennte Negativflächenteile
miteinander verbunden sind, modifiziert ist, wobei das Em
blemmuster mittels einer berührungslosen Trenntechnik durch
Trennen entlang des ein- oder mehrteiligen Randes der Posi
tivfläche herausgeschnitten ist.
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| DE8706861U1 (de) * | 1987-05-13 | 1987-07-02 | Zeller Plastik Koehn, Gräbner & Co, 5583 Zell | Emblem mit Befestigungsteil |
| DE9201331U1 (de) * | 1992-02-04 | 1992-07-02 | Fuchs, Doerthe, 8000 München | Ehe- und Partnerschaftsringpaar |
-
1995
- 1995-08-01 DE DE1995128118 patent/DE19528118A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| WO2002074122A1 (fr) * | 2001-03-19 | 2002-09-26 | Mikhail Mikhailovich Shvartser | Procede pour fabriquer soi-meme un signe commemoratif estampe |
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