DE19528264A1 - Papierrolle mit einem Endblattverschluß - Google Patents

Papierrolle mit einem Endblattverschluß

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DE19528264A1
DE19528264A1 DE1995128264 DE19528264A DE19528264A1 DE 19528264 A1 DE19528264 A1 DE 19528264A1 DE 1995128264 DE1995128264 DE 1995128264 DE 19528264 A DE19528264 A DE 19528264A DE 19528264 A1 DE19528264 A1 DE 19528264A1
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Description

Stand der Technik
Papierrollen, namentlich WC-Rollen sind mit einem sog. End­ blattverschluß versehen. In diesem Sinn ist das letzte Blatt des Papierwickels mit Leim auf der Rolle festgeklebt.
Der Nachteil der bekannten Leimverbindung besteht darin, daß feines Hygienepapier beim Öffnen des Endblattver­ schlusses sich in unerwünschter Weise in seine Einzellagen teilt oder zerreißt. Da der Leim zudem meist mehrere Wick­ lungen durchdringt und verklebt, ist das Anbrechen einer solchen WC-Rolle meist eine lästige Angelegenheit.
Es sind schon diverse Lösungen für dieses Problem vorge­ schlagen worden. So wird z. B. in der US 3,791,907 angeregt, auf den Leim zu verzichten, da zur Bildung des Endblattver­ schlusses bei Hygienepapieren die lokale Benetzung mit Was­ ser einen ausreichenden Hafteffekt zur Folge habe. In jedem Falle könne die gezielte Haftung durch einzelne Leim- oder Stärkepunkte erzielt werden.
Eine Erleichterung beim Öffnen des Endblattverschlusses er­ gibt sich z. B. aus der DE-OS 18 15 782. Demzufolge soll die Leimspur nicht am äußersten Ende, sondern leicht nach hin­ ten versetzt angebracht werden, um einen überstehenden End­ blatteil zu schaffen, welcher zum Öffnen des Verschlusses erfaßt werden kann.
Eine ähnliche Lösung ergibt sich aus der US 3,282,524. Auch hier ist ein überstehender Griffteil vorhanden, wobei die Verbindung zwischen dem äußersten Blatt und der darunter­ liegenden Wicklung allein schon durch Befeuchtung mit Wasser erzielt werden soll.
Aus der DE-AS 12 80 036 ist ein Verfahren zur Befestigung eines Endblatts am Papierwickel bekannt, bei welchem das freie Ende der Papierrolle durch Aufsprühen befeuchtet und nach dem Befeuchten mittels eines beheizten Prägestempels in die darunterliegende Papierlage eingedrückt und gleichzeitig getrocknet wird. Die Druckplatte der Prägevorrichtung wird radial zur Achse der Papierrolle geführt und während einer bestimmten Dauer (die zum Trocknen der befeuchteten Stellen ausreichen muß) auf die Papierrolle gedrückt. Um die Rolle nicht in unerwünschter Weise zu zerquetschen, ist nur ein sehr beschränkter Prägedruck möglich.
Ein weiterer Endblattverschluß ist aus der US 3,912,571 be­ kannt. Bei diesem ist das Ende der Papierbahn gegen innen umgefaltet und mit der darunterliegenden Wicklung punktför­ mig verklebt. Beim Öffnen des Endblattverschlusses reißt das Papier nur an den punktförmigen Klebestellen aus.
Ein leimfreier Endblattverschluß ist z. B. aus der US 3,898,920 oder der FR 2 354 956 bekannt. Im Bereich des Endblattes werden z. B. mit einem Nadelspitzenrad Einstiche in der Papierwicklung angebracht. Diese führen zu einer Ver­ hakung der verschiedenen Lagen der äußeren Papierlagen.
Die bisher vorgeschlagenen Lösungen haben sich in der Praxis anscheinend nicht bewährt, sind doch auf dem Markt heutzuta­ ge nach wie vor fast ausschließlich die altbekannten - wenn auch als unästhetisch empfundenen - Endblattverschlüsse zu finden.
Darstellung der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine Papierrolle mit einem Endblattverschluß anzugeben, welcher sich leicht und in ästhetisch befriedigender Weise öffnen läßt.
Eine erfindungsgemäße Papierrolle weist einen Endblattver­ schluß auf, in dessen Bereich das Papier einen zu einer Doppel- bzw. Mehrfachlage umgeschlagenen Abschnitt aufweist, welcher flächenhaft verprägt ist.
Die Verprägung ergibt sich daraus, daß die zwei zu verbin­ denden Lagen zwischen zwei Prägewerkzeuge mit geeigneten Oberflächenreliefs an vielen flächig verteilten Stellen punktuell oder linienförmig stark gepreßt bzw. aufeinander gedrückt werden und sich daher wegen der (nicht glattgestri­ chenen) faserigen Oberfläche verbinden. Im einzelnen zeich­ net sich ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung eines flächenmäßig verprägten Bereichs in einer Wicklung einer Papierrolle dadurch aus, daß
  • a) ein Endteil mit dem zu verprägenden Bereich ausgebreitet wird,
  • b) der zu verprägende Bereich laschenartig zwischen zwei Prägewerkzeuge gebracht wird, welche mit hohem lokalen Druck gegeneinander gedrückt werden und
  • c) dann der Endteil auf die Papierrolle aufgewickelt wird.
Anders als beim Stand der Technik wird bei der Erfindung die Haftwirkung nicht durch die Kombination von Feuchtigkeit und Trocknungsstempel, sondern allein durch den hohen mechani­ schen Druck erreicht. Die Erfindung kommt also ohne Befeuch­ tung aus, wenn auch eine Befeuchtung der Papiere nicht aus­ geschlossen ist.
Der umgeschlagene und verprägte Abschnitt ist vorzugsweise so ausgebildet, daß er zum Öffnen des Endblattverschlusses leicht greifbar ist. D. h., er stellt quasi die Aufreißlasche dar.
Der Endblattverschluß selbst kann mit Hilfe des verprägten Abschnitts gebildet sein. D. h., die Verbindung zwischen dem Endblatt und der darunterliegenden zweitäußersten Wicklung ist durch die erfindungsgemäße flächenhafte Verprägung ge­ schaffen. Die Haftung entsteht durch die über einen größeren flächigen Bereich lokal punktuell stark aneinander gepreßten und fasermäßig miteinander verhakten Lagen bzw. Oberflächen.
Der Endblattverschluß kann aber auch in konventioneller oder bekannter Weise mit Hilfe von Leim gemacht werden. Der zur Bildung eines Griffs flächenhaft verprägte Abschnitt kann vor oder hinter der Klebestelle sein. Vorzugsweise greift der Kleber bzw. Leim am verprägten Abschnitt selbst an. Dies namentlich dann, wenn der Griff durch ein nach innen umgeschlagenes und verprägtes Ende gebildet ist, das in einem gewissen Abstand zur Falzkante (des umgeschlagenen Abschnitts) mit der zweitäußersten Wicklung verbunden ist.
Zum Verprägen kann im Prinzip ein beliebiges Motiv dienen (z. B. das Logo des Herstellers oder eine sonstige Markenbe­ zeichnung). Bevorzugt sind regelmäßige, zweidimensionale Muster, die ein hohes Papiervolumen ergeben. Ein derart aus­ geführter Griff ist leichter und angenehmer zu fassen.
Der verprägte Abschnitt hat mit Vorteil eine Breite von min­ destens 1 cm (seine Länge entspricht der Breite der Papier­ rolle).
Hohe Papiervolumen lassen sich z. B. durch Prägemuster er­ reichen, die schachbrettartig abwechselnd Erhebungen und Vertiefungen aufweisen.
Eine bevorzugte Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens umfaßt eine Einrichtung zum Halten und Drehen der Papier­ rolle, eine Auflagefläche für den auszubreitenden Endteil und eine Einrichtung mit Prägewerkzeugen zum Verprägen eines Bereichs des Endteils. Zum Ausbreiten des Endteils können z. B. Blasdüsen vorgesehen sein. Die Prägewerkzeuge sind ge­ rade unterhalb der Auflagefläche angeordnet. Wenn der zu verprägende Bereich richtig positioniert ist, kann er zwi­ schen die Prägewerkzeuge gebracht werden. Zu diesem Zweck eignet sich z. B. ein blatt- oder keilartiger Schieber. Er schiebt den fraglichen Bereich des Endteils von oben zwi­ schen die offenen Prägewerkzeuge. Dies geschieht so, daß der Bereich eine Art Lasche bildet. Nach dem Zurückziehen des Keils werden die Prägewerkzeuge betätigt und der ge­ wünschte Bereich wird zu einer Doppellage verprägt. Um sicherzustellen, daß das Papier nach dem Öffnen der Präge­ werkzeuge nicht an einer Prägefläche haften bleibt, können die Prägeflächen Blasöffnungen aufweisen, welche über ein Leitungssystem mit Druckluft beaufschlagt werden können.
Die Prägewerkzeuge umfassen vorzugsweise eine fest montierte und eine zangenartig bewegbare Prägeplatte. Die bewegbare Prägeplatte ist z. B. an einem Schwenkarm befestigt, dessen Bewegung durch eine Kurvenscheibe gesteuert ist. Der Schwenkarm kann mit einem Führungsarm verbunden sein, wel­ cher seinerseits die auf der Kurvenscheibe laufende Rolle trägt. Schwenk- und Führungsarm sind durch eine mechanische Überlastsicherung verbunden. Eine unerwartete Hemmung der Bewegung der Prägeplatten schlägt dann nicht auf die Kurven­ scheibe durch.
Gemäß der Erfindung ist bei einer Papierrolle mit Endblatt­ verschluß ein über den Endblattverschluß hinausgehender Endblatteil einer vorgegebenen minimalen Länge vorgesehen, der zum Öffnen des Endblattverschlusses leicht greifbar ist.
Im Unterschied zum Stand der Technik ist der Endblattver­ schluß also nicht am äußersten Ende des letzten Blattes der Papierrolle angebracht. Vielmehr ist er z. B. um 10-30 mm zurückgesetzt, damit beim Anbrechen der neuen Pa­ pierrolle das Endblatt problemlos mit der Hand angefaßt werden kann.
Vorzugsweise ist der Endblatteil verstärkt. Dies kann z. B. durch Umschlagen des Blattendes erreicht werden. Ein guter Griff ergibt sich, wenn das Blattende mehrfach umgeschlagen ist. Insbesondere für mehrlagige Papierprodukte ist es von Vorteil, wenn das Blattende gegen innen umgeschlagen wird. Dies erlaubt es, den Endblattverschluß durch feine Leim­ punkte zu bilden, welche nicht mehrere Lagen durchtränken, sondern nur eine oberflächliche Haftwirkung entfalten. Durch das Umschlagen gegen innen ist nämlich die äußerste Lage des Endblattes an der darunter liegenden zweitäußersten Wicklung der Papierrolle fixiert. Es können sich keine Pa­ pierlagen vom Endblatt ablösen bzw. abspalten und im Produktionsprozeß Probleme bereiten. Besonders vorteilhaft ist es, einen Leim vom Typ eines Hotmelts zu verwenden. Dieser zeigt einen guten Release-Effekt.
Es kann ohne weiteres auch mit konventionellen Leimarten ge­ arbeitet werden. Im Unterschied zum Stand der Technik können und sollen geringe Leimmengen eingesetzt werden. D. h. der Leim wird z. B. in Form einzelner Punkte oder kurzer Striche aufgetragen. Das auf diese Weise zu verwirklichende Ziel be­ steht darin, daß zwar die benachbarten Papierlagen verbun­ den, jedoch nicht die benachbarten Papierwicklungen verklebt werden. Auch die Verstärkung (Umschlag) des Endblatts selbst kann in sich auf diese Weise verklebt werden.
Vorzugsweise wird das umgeschlagene Ende mit dem vorangehen­ den Teil des Endblattes durch Verprägen verbunden. D. h. der umgeschlagene Bereich wird zwischen unebenen Oberflächen gepreßt und weist infolgedessen ein bestimmtes Prägemuster auf (z. B. ein Logo oder eine feine Riffelung).
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen des End­ blattverschlusses angegeben. Es ist dabei zu beachten, daß die Endblattverschlußvarianten im Prinzip unabhängig vom bis hierher erläuterten Erfindungsgedanken des "Papierrol­ lengriffs" anwendbar sind. Umgekehrt kann also der oben er­ läuterte Erfindungsgedanken bei konventionell ausgeführten Endblattverschlüssen (z. B. Verschlüsse auf der Basis eines wasserlöslichen Leims) angewendet werden.
Gemäß der Erfindung weist nun eine Papierrolle einen End­ blattverschluß auf, welcher zwischen einer äußersten und einer zweitäußersten Wicklung als mechanische Direktverbin­ dung oder mit einem Klebeelement mit Haftbeschichtung gebil­ det ist.
Die Erfindung verzichtet somit auf die Anwendung des bekann­ ten, feucht aufzutragenden wasserlöslichen Leims. Statt des­ sen werden die Dehnungs- und Oberflächeneigenschaften der Hygienepapiere für eine direkte Reibungsverbindung genutzt. Eine Alternative besteht darin, daß ein selbständiges, mit einer Haftbeschichtung versehenes Element verwendet wird. Es ist dabei zu beachten, daß die Haftbeschichtung nicht mit der konventionellen, feuchten Verleimung zu verwechseln ist.
Eine mechanische Direktverbindung läßt sich z. B. durch ei­ ne Verprägung der äußersten und zweitäußersten Wicklung erzielen. Die Verbindung der Wicklungen basiert dabei im we­ sentlichen auf demselben Effekt wie die bekannte Verbindung der einzelnen Lagen von mehrlagigen Hygienepapieren, nämlich auf dem Einbringen eines Prägungsmusters. Der Prägevorgang bringt die Wicklungen in einen engen Kontakt, wobei die De­ formation der Papierlagen wesentlich zum Hafteffekt bei­ trägt.
Der Endblattverschluß kann auch durch ein Verhaken der äußersten und zweitäußersten Wicklung gebildet sein. Die Ver­ hakung kann z. B. durch Einstanzen kleiner, sichelförmiger Zungen zustande kommen, wobei eine Zunge der einen Wicklung in eine entsprechende Ausstanzung der anderen Wicklung ein­ greift.
Der Endblattverschluß ist vorzugsweise in einem solchen Ab­ stand von einem Ende der äußersten Wicklung angeordnet, daß das Ende zum Öffnen des Endblattverschlusses mit den Fingern leicht angefaßt werden kann. Ein Teil des Endblat­ tes bildet somit einen Griff.
Die zweitäußerste Wicklung bildet z. B. eine radial nach außen stehende Lasche, an welcher der Endblattverschluß gebildet ist. Die Lasche erleichtert die maschinelle Anbrin­ gung des Verschlusses.
Zur Herstellung der mechanischen Verhakung der Wicklungen im Endblattverschluß können benachbarte, übereinanderliegende Wicklungen des Papierwickels durchbohrt werden. So können z. B. feine Messereinschnitte angebracht werden. Weiter kann der Papierwickel auch durchschossen werden. Dazu eignen sich insbesondere Wasserstrahlen. Die Durchschußlinie kann eine radial verlaufende Linie oder eine Sekantenlinie sein. Mit Wasserstrahlen können sehr feine, kaum sichtbare Durchschüs­ se erzeugt werden, was in ästhetischer Hinsicht erwünscht sein kann.
Als Alternative zu einer mechanischen Verbindung können die äußerste und die zweitäußerste Wicklung durch eine zwi­ schen diesen angeordnete, doppelseitig mit Haftschichten versehene Folie verklebt sein. Die Verklebung wird dabei durch einen Trockenkleber möglichst beschränkter Haftfähig­ keit erzielt. Beim Öffnen soll sich der Kleber von der Pa­ pierwicklung trennen können, ohne daß das Papier zerrissen wird. Das Klebeelement kann auch eine die äußerste und zweitäußerste Wicklung von außen übergreifende Folie mit einseitiger Haftbeschichtung sein. Die Außenseite der Folie kann im Sinne einer Etikette bedruckt sein (Werbung).
Die Folie ist vorzugsweise mit einem haftschichtfreien Griffteil zum Öffnen des Endblattverschlusses versehen. Ist die Folie zwischen den Wicklungen angebracht, dann ist dafür zu sorgen, daß entweder der Griffteil unter dem Endblatt hervorragt oder daß ein freies Blattende als Griff dienen kann.
Die Erfindung eignet sich besonders für WC-Rollen, Haushalt­ papierrollen u. dgl.
Aus der Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentan­ sprüche ergeben sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die zur Erläuterung der Ausführungsbeispiele verwendeten Zeichnungen zeigen:
Fig. 1a, b eine Seiten- bzw. eine Frontansicht einer WC- Rolle mit einer Klebeetikette als Endverschluß;
Fig. 2a, b eine Folie mit Griff als Endverschluß zwischen äußerster und zweitäußerster Wicklung;
Fig. 3a-g verschiedene Ausführungen eines an den Endblatt­ verschluß anschließenden Griffs;
Fig. 4 eine schematische Darstellung zweier verhakter Wicklungen;
Fig. 5 eine schematische Darstellung zweier verprägter Wicklungen;
Fig. 6 ein Beispiel für ein Verhakungsmuster;
Fig. 7 ein Beispiel für ein Verprägungsmuster;
Fig. 8 einen schematischen Ausschnitt aus einer Papier­ rolle mit nach innen umgelegtem Blattende;
Fig. 9a-f eine schematische Darstellung von Verfahrens­ schritten zur Herstellung des Endblattverschlus­ ses gemäß Fig. 8;
Fig. 10a, b zwei Varianten zur Herstellung eines Endblatt­ verschlusses nach dem Wasserstrahlverfahren.
Fig. 11a-h schematische Darstellung der Verfahrensschritte zur Herstellung eines Endblattverschlusses mit flächenhaft verprägtem Abschnitt;
Fig. 12 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Herstellung eines flächenhaft verprägten Ab­ schnitts im Aufriß;
Fig. 13 eine schematische Darstellung der Prägebacken mit Blassystem;
Fig. 14 eine schematische Darstellung eines bevorzugten Prägereliefs.
Grundsätzlich sind in den Zeichnungen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
Fig. 1a, b zeigt eine WC-Rolle 1 mit einem Papierwickel 2 auf einer Hülse 3. Eine Papierbahn ist spiralartig aufge­ wickelt, wobei unter einer äußersten Wicklung 4 eine zweit­ äußerste Wicklung 5 liegt. Die äußerste Wicklung 4 ist ge­ mäß der Erfindung mit einer Etikette 6 an der zweitäußer­ sten Wicklung 5 (resp. an sich selbst) fixiert. Die Etikette 6 ist z. B. eine oval ausgeschnittene Folie mit einer innen­ seitig angeordneten, trockenen Klebeschicht 6.1 und einer äußeren bedruckten Seite 6.2. Die Klebeschicht 6.1 ist z. B. wie die Klebeschicht eines an sich bekannten Klebe­ streifens (vgl. Büromaterial) ausgeführt. Es handelt sich also um einen wasserlos klebenden Belag.
Die Etikette 6 kann ganz flächig oder nur teilweise mit der Klebeschicht 6.1 versehen sein. Im letztgenannten Fall er­ gibt sich eine Art Griff, um die Etikette leicht von Hand lösen zu können. Auf der bedruckten Seite 6.2 kann auf den klebeschichtfreien Teil z. B. durch einen Pfeil hingewiesen werden.
Fig. 2a, b zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei wel­ chem eine Folie 10 zwischen der zweitäußersten und der äußersten Wicklung 8 bzw. 9 einer Papierrolle 7 angeordnet ist. Die Folie 10 ist z. B. aufgeteilt in einen klebenden Teil 11 und einen klebstofffreien Teil 12. (Diese oder eine ähnliche Aufteilung kann z. B. auch für die Etikette 6 ge­ mäß Fig. 1a, b verwendet werden.) Im vorliegenden Beispiel sind die beiden Teile 11 und 12 flächenmäßig etwa gleich groß. Der klebende Teil 11 ist beidseitig beschichtet, um die äußerste Wicklung 9 und die zweitäußerste Wicklung 8 verbinden zu können.
Am klebstofffreien Teil 12 ist ein zungenartiger Griff 13 ausgebildet. Zumindest dieser Griff 13, in der Regel aber auch der klebstofffreie Teil 12 ragen unter der äußersten Wicklung (in Wickelrichtung betrachtet) hervor.
Fig. 3a-g zeigen verschiedene Varianten des Endblattver­ schlusses und des Griffes. Mit 14 und 15 sind jeweils die äußerste resp. zweitäußerste Wicklung bezeichnet. 18 be­ zeichnet ein freies Blattende.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3a weist die zweitäußerste Wicklung 15 eine Lasche 16 auf. Über diese ist eine Lasche 17 der äußersten Wicklung 14 geschlagen. Die beiden Laschen 16, 17 sind durch Verprägen in Richtung der einge­ zeichneten Pfeile verbunden. Zieht man am freien Blattende 18 lösen sich die beiden Laschen 16, 17 ohne großen Kraft­ aufwand voneinander.
Die Lasche 16 erstreckt sich über die ganze Breite der Rolle und wird durch drei aufeinanderfolgende, gegensinnige Falze gebildet. Die Länge der Lasche (d. h. der Abstand der Falze) liegt z. B. im Bereich von 0.5 bis 5 cm.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3b ist das freie Blatt­ ende 18 nur an einer Seite der Lasche 16 befestigt und steht nach oben ab. Es kann daher mit Leichtigkeit ergriffen wer­ den. Die Lasche 16 kann natürlich auch in die Wicklungsebene umgelegt werden. Dies wird in der Praxis insbesondere dann der Fall sein, wenn die WC-Rolle in einer Hüllfolie verpackt ist.
Die Variante gemäß Fig. 3c unterscheidet sich von derjeni­ gen gemäß Fig. 3b dadurch, daß das freie Blattende 18 un­ ter Bildung einer Lasche 19 auf die äußerste Wicklung 14 zurückgefaltet ist. Die Lasche 19 ist nicht über, sondern neben der Lasche 16 angeordnet und mit dieser verprägt.
Fig. 3d zeigt eine Variante, bei welcher an der verprägten Stelle (siehe Pfeile) keine Lasche vorgesehen ist. Auch das freie Blattende ist nicht gefaltet oder umgeschlagen.
Bei der Variante gemäß Fig. 3e ist das freie Ende 18 auf die äußerste Wicklung 14 zurückgeschlagen (wobei gleichsam eine liegende Lasche gebildet wird) und mit sich selbst und der zweitäußersten Wicklung 15 verprägt.
Fig. 3f zeigt eine bevorzugte Variante mit nach innen umgeschlagenem Ende 18. Das umgeschlagene Ende 18 wird z. B. einerseits mit dem restlichen, nicht umgeschlagenen Teil des Endblattes (der Wicklung 14) verprägt und andererseits mit der zweitäußersten Wicklung 15 verklebt. Dies ist in Fig. 8 im Detail dargestellt.
Bei der den (ausschnittsweise gezeigten) Papierwickel 33 bildenden Papierbahn handelt es sich z. B. um ein zweilagi­ ges Tissueprodukt. Die Wicklung 37 weist also eine erste und eine zweite Lage 38.1, 38.2 auf. So auch das Endblatt 34 (Lagen 35.1, 35.2). Gemäß der Erfindung ist das Blattende 36 (einer Länge von z. B. 10-30 mm) nach innen, d. h. un­ ter die innere Lage 35.2 des Endblatts 34, umgeschlagen. Die Lage 40.2 (die im Prinzip der Lage 35.2 entspricht) ist von den einander entsprechenden Lagen 40.1 und 35.1 eingehüllt. Die Lage 40.1 ist z. B. mit einem Leimpunkt 41 an der äuße­ ren Lage 38.1 der zweitäußersten Wicklung 37 befestigt. Vorzugsweise ist der Leimpunkt nicht durch einen mehrere Wicklungen durchtränkenden wasserlöslichen Leim, sondern durch ein Hotmelt gebildet. Dieser benetzt nur oberflächlich und hat einen guten Release-Effekt.
Zum Öffnen des Endblattverschlusses kann der über den Leim­ punkt 41 (= Endblattverschluß) hinausgehende Teil des End­ blattes 34 leicht ergriffen werden. Beim Wegziehen des er­ griffenen Papiers löst sich der Endblattverschluß beim Leimpunkt 41, ohne daß die darunterliegenden Lagen 38.1, 38.2 aufgerissen werden.
Das umgelegte Blattende 36 ist vorzugsweise als Ganzes mit dem restlichen Blatteil des Endblatts 34 verprägt. Dies führt zu einer Verstärkung des über den Endblattverschluß hinausragenden Endblatteils 39. Die verprägten Teile lassen sich zudem leicht voneinander lösen, so daß kein Blatt der Papierrolle verloren geht.
Es ist klar, daß sich eine bessere Verstärkung des "Rollen­ griffs" erreichen läßt, wenn das Blattende mehrfach (z. B. drei- oder vierfach) umgeschlagen wird.
In allen bisher gezeigten Varianten stellt das freie Blatt­ ende 18 resp. der Endblatteil 39 einen Griff zum Lösen des Endblattverschlusses dar. Die Verbindung zwischen äußerster und zweitäußerster Wicklung ist also in einem gewissen Ab­ stand vom Blattende bzw. Blattrand des umgeschlagenen Blatts vorgesehen. Der Abstand soll so sein, daß das freie Blatt­ ende 18 (resp. der Endblatteil 39) leicht mit den Fingern angefaßt werden kann. Eine allzugroße Überlänge ist je­ doch zu vermeiden.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3g ist der Endblattver­ schluß (z. B. eine Leimlinie aus Hotmelt) am Blattende 18 vorgesehen. Die verprägte Lasche 19 ist im Bereich der äußersten Wicklung 14 vorgesehen. Die Verprägung hat bei die­ ser Ausführungsform u. a. die Wirkung, daß die äußerste Wicklung 14 sich nicht lösen kann entsprechend dem doppelt umgeschlagenen Teil der Lasche 19. Beim Öffnen des End­ blattverschlusses wird an der Lasche 19 (= Griff) gezogen, wodurch sich der Leimverschluß löst.
Anstelle der Verprägung kann in allen Fällen auch eine Ver­ hakung vorgesehen sein. Diese beiden Verbindungsmöglichkei­ ten werden nachfolgend anhand der Fig. 4 bis 7 näher erläu­ tert.
Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung einer Verhakung zweier Papierlagen 20, 21. Die Papierlagen 20, 21 weisen z. B. halbmondförmige übereinanderliegende Zungen 20.1, 21.1 auf. Die Zungen 20.1, 21.1 sind aus der jeweiligen Fläche der Papierlagen 20, 21 bei einer Schnittkante 22 herausgebo­ gen. Im vorliegenden Beispiel steht daher die Zunge 20.1 der oberen Papierlage 20 an der Schnittkante 22.2 der unteren Papierlage 21 an.
Die Zungen 20.1, 21.1 werden in der Regel durch eine einzige Stanzung erzeugt.
Fig. 6 zeigt (in der Draufsicht) eine obere Lage 24 und eine untere Lage 25, die erfindungsgemäß miteinander verhakt sind. Zu diesem Zweck sind zwei Reihen 23.1, 23.2 von halb­ mondförmigen Zungen vorgesehen, wobei jede dargestellte Zun­ ge eine Verhakung gemäß Fig. 4 schafft. Die beiden Reihen 23.1, 23.2 sind im vorliegenden Beispiel versetzt und in entgegengesetzten Richtungen zeigend angeordnet.
Fig. 5 veranschaulicht zwei verprägte Papierlagen 26, 27. Beide weisen lokal eine Delle 28, 29 auf, die dadurch zu­ stande kommen, daß die Papierlagen 26, 27 punktuell (bzw. entlang von Linien) einem großen Druck ausgesetzt worden sind. In den hintereinander liegenden Dellen 28, 29 ist nicht nur die Materialdichte etwas erhöht, sondern es sind auch die Oberflächen in engem Kontakt. Die rauhen ("ausfa­ sernden") Oberflächen der Tissue- und Kreppapiere (und schnellsaugender Papiere im allgemeinen) bilden gleichsam mikroskopische Verhakungen. Diese gleichsam mikromechanische Verbindung genügt, um bei einer größeren Anzahl von solchen Prägungsstellen - nämlich einer flächenmäßigen Verprägung - die erfindungsgemäße Haftung zwischen den Papierlagen 26, 27 zu schaffen.
Fig. 7 zeigt schematisch eine obere Lage 30 und eine untere Lage 31, die durch eine Reihe 32 von kreisförmigen Einprä­ gungen verbunden sind.
Fig. 9a-f zeigt zwei Varianten zum Herstellen eines End­ blattverschlusses gemäß Fig. 8.
Als erstes wird das Endblatt von der fertig gewickelten Pa­ pierrolle auf einen Tisch ausgelegt (Fig. 9a). Dies kann z. B. unter Einsatz von Luftstrahldüsen geschehen.
Danach wird die Papierrolle bis zu einer vorgegebenen Posi­ tion des Endblattes (Arbeitsposition) eingerollt (Fig. 9b). Die richtige Positionierung wird z. B. durch optische Senso­ ren ermittelt und ist für die nachfolgende Bearbeitung er­ forderlich.
Dann wird ein bestimmter Teil des Endblattes gegen innen auf sich selbst umgefaltet (Fig. 9c). Die Länge des umgeschlage­ nen Teils beträgt z. B. 30 mm. Zugleich mit (oder unmittel­ bar nach) dem Umschlagen wird das umgeschlagene Blattende mit dem restlichen Endblatt mit Hilfe einer geeigneten Pres­ se verprägt.
Im Rahmen einer ersten Variante wird nun auf das umgeschla­ gene Ende ein geeigneter Leim (insbesondere Hotmelt) aufge­ bracht (Fig. 9d). Danach kann das auf dem Tisch liegende Blattende eingewickelt werden (Fig. 9e). Es wird dabei auto­ matisch mit der nächstunteren Wicklung verbunden.
In einer zweiten Variante (Fig. 9f) wird gleich nach dem Verprägen (Fig. 9c) das Endblatt aufgewickelt und erst dann der Endblattverschluß angebracht (Wasserstrahlverfahren, Verprägung, Einschneiden o. dgl.).
Fig. 10a, b veranschaulichen zwei Möglichkeiten zur Herstel­ lung des Endblattverschlusses mittels Durchbohren. Gemäß Fig. 10a wird z. B. ein Wasserstrahl auf einer Sekantenlinie 42 durch die Papierwicklung geschossen. Fig. 10b veranschau­ licht eine radiale Durchschußlinie 43. Der Vorteil der Va­ riante gemäß Fig. 10a besteht darin, daß die Durchdrin­ gungslänge kürzer ist. Aufgrund des nahezu tangentialen Ein­ schusses sind jedoch die Einschußlöcher größer als bei Fig. 10b.
Anhand der Fig. 11-14 soll die Herstellung eines Endblatt­ verschlusses mit einem verprägten Abschnitt nochmals im Detail erläutert werden.
Fig. 11a-h zeigt den Herstellungsablauf ähnlich zu Fig. 9a-f. In einem ersten Schritt (Fig. 11a) wird das Ende des Papierwickels ausgebreitet und durch Drehen der Papier­ rolle auf die gewünschte Ausbreitungslänge gebracht. Als nächstes wird der zu verprägende Abschnitt 44 mit einem Keil 45 zwischen zwei Prägewerkzeuge 46.1, 46.2 gebracht. Der Keil 45 bringt also den zu verprägenden Abschnitt 44 durch eine vertikale Bewegung nach unten zwischen die Prägewerk­ zeuge 46.1, 46.2 (Fig. 11b). Für die Herstellung der flä­ chenmäßigen Verprägung werden die beiden Prägewerkzeuge 46.1, 46.2 mit großer Kraft gegeneinander gepreßt bzw. geschlagen. Es entstehen dabei eine Vielzahl von flächenmäßig verteilten Verbindungen wie sie in Fig. 5 schematisch gezeigt und erläutert worden sind.
Nach dem Verprägen wird die Rolle aus der Verprägestation in die Klebestation gebracht. Dazu wird sie z. B. über den Tisch und die Prägewerkzeuge 46.1, 46.2 (in Fig. 11 nach rechts) gerollt (Fig. 11c und d). Der verprägte Abschnitt 44 wird nun erneut (z. B. mit Luftstrahldüsen) abgewickelt (Fig. 11e) und in die gewünschte Position gezogen (Fig. 11f). Sodann wird Leim 47 auf die der Rolle zugewand­ ten Seite des verprägten Abschnitts aufgetragen (Fig. 11g). Beim Weitertransport der Papierrolle (Fig. 11h) wird die Leimstelle (beim Überrollen) an die darunterliegende Wick­ lung der Papierrolle gedrückt und ein Endblattverschluß geformt.
In Fig. 11 ist also gezeigt, wie der Endabschnitt des Pa­ piers zu einer Lasche verprägt werden kann. Durch geeignete Positionierung des ausgebreiteten Teils bzw. Endes der Pa­ pierrolle (Fig. 11a) kann ein laschenartiger Griff im Prin­ zip in einem größeren Abstand zum Ende des Papiers geformt werden. Dies kann z. B. wichtig sein bei der Herstellung der Lasche 16 in den Ausführungsformen der Fig. 3a, b, c. In die­ sen Fällen ist der Abstand zwischen der verprägten Stelle und dem Papierende gerade etwa so groß wie die Länge der äußersten Wicklung. Die zweite Lasche 17 resp. 18 kann dann nachträglich geformt werden, indem der Schritt gemäß Fig. 11b nach dem Einziehen und Neupositionieren des Papier­ endes nochmals durchgeführt wird.
Es leuchtet ein, daß die Lasche auch "gegen innen" gebildet werden kann, indem entweder die Prägewerkzeuge oberhalb des Ausbreitungstisches angeordnet sind und der zu verprägende Abschnitt von unten zwischen die Prägewerkzeuge geschoben (und dort z. B. festgesaugt) wird oder indem die Papierrolle in entgegengesetztem Sinn gehalten wird (d. h. das Blattende würde in der Darstellung gemäß Fig. 11a auf der oberen - statt auf der unteren - Seite der Rolle nach rechts weglau­ fen).
Fig. 12 zeigt eine Vorrichtung zur Herstellung von flächen­ mäßig verprägten Abschnitten in einer Wicklung einer Pa­ pierrolle 48. Zwei parallele Lagerrollen 49.1, 49.2 stützen die Papierrolle 48 an der Peripherie. Die Lagerrollen 49.1, 49.2 sind durch einen (nicht dargestellten) Antrieb rever­ sierbar angetrieben. Das abgewickelte und auf einem Tisch 51 ausgebreitete Endblatt 50 kann auf diese Weise auf die ge­ wünschte Ausbreitungslänge gebracht werden.
Unterhalb des Tisches 51 sind zwei zangenartig betätigbare Prägewerkzeuge 52.1, 52.2 angeordnet. Das Prägewerkzeug 52.1 ist an einem Gestell 56 ortsfest angeschraubt. Das gegen­ überliegende Prägewerkzeug 52.2 ist an einem Hebelarm 53 befestigt. Der Hebelarm 53 ist um eine feststehende Achse 55 drehbar, um eine zangenartige Bewegung zwischen den Präge­ werkzeugen 52.1, 52.2 zu erreichen. Die Achse 55 ist in ge­ eigneter Weise am Gestell 56 befestigt (Schrauben 57). An der Achse 55 ist ein zweiter Hebelarm 54 drehbar gelagert. Ein Bolzen 58, welcher im Hebelarm 54 verankert ist, stellt zusammen mit einer Feder 59 eine Verbindung zwischen den beiden Hebelarmen 53, 54 her. Der Hebelarm 53 ist dabei nicht fest mit dem Bolzen 58 verbunden, sondern entlang des­ sen Achse auf ihm verschiebbar. Die Feder 59 ist zwischen den beiden Hebelarmen 53, 54 (und im vorliegenden Beispiel als Spiralfeder um den Bolzen 58 herum) angeordnet. Die Feder 59 drückt den Hebelarm 53 gegen das Ende des Bolzens 58. Die beschriebene Anordnung stellt eine Art mechanischer Überlastschutz dar. Solange die Kräfte zwischen den Hebel­ armen 53 und 54 die durch die Vorspannung der Feder 59 de­ finierte Kraft nicht überschreiten, können die beiden Hebel­ arme 53 und 54 als fest miteinander verbunden gelten. Die Bewegung des Hebelarms 54 wirkt sich also direkt auf die Bewegung des Prägewerkzeugs 52.2 in bezug auf das Prägewerk­ zeug 52.1 aus.
An einem Ende 60 des Hebelarmes 54 ist eine Rolle 61 vorge­ sehen, welche auf einer Kurvenscheibe 62 abrollt. Die Kur­ venscheibe 62 steuert die Bewegung des Prägewerkzeugs 52.2.
Der bereits beschriebene mechanische Überlastschutz sorgt dafür, daß bei einer vorzeitigen Blockierung der Bewegung des Prägewerkzeugs 52.2 keine Blockierung der Kurvenscheibe 62 möglich ist.
Fig. 13 zeigt schematisch einen Ausschnitt der Prägevorrich­ tung. In Schnittdarstellung sind die Prägewerkzeuge 52.1, 52.2 in offener Stellung zu sehen. Dazwischen befindet sich der zu verprägende Abschnitt 64 des Papiers. Um zu vermei­ den, daß nach dem Verprägen der Abschnitt 64 an einem der beiden Prägewerkzeuge 52.1, 52.2 in unerwünschter Weise haften bleibt, sind vorzugsweise Luftkanäle 63.1, 63.2 mit einer Vielzahl von Blasöffnungen in den Prägeflächen 65.1, 65.2 vorgesehen. Ein kurzer Luftstoß beim bzw. nach dem Öffnen der Prägewerkzeuge 52.1, 52.2 wird den verprägten Abschnitt 64 in jedem Fall lösen.
Es ist natürlich auch möglich, die Luftkanäle zum Ansaugen und Festhalten des zu verprägenden Abschnitts vor dem Ver­ prägen zu benutzen (Erzeugung von Unterdruck).
Schließlich sei noch auf ein Detail hingewiesen. Wie in Fig. 13 zu erkennen ist, befindet sich die Biegungsstelle 66 des laschenartig zwischen die Prägewerkzeuge 52.1, 52.2 hineinragenden Papiers außerhalb des Wirkungsbereichs der Prägewerkzeuge 52.1, 52.2. D. h. die Biegungsstelle selbst und ein kleiner anschließender Bereich werden nicht ver­ prägt. Dies ist von Vorteil, weil sich die Lasche an dieser Stelle etwas dicker und runder anfühlt und somit leichter zu greifen ist. Auch aus ästhetischer Sicht kann ein verprä­ gungsfreier Bereich von 2-3 mm von Vorteil sein. In jedem Fall ist die Lasche jedoch mit einem größeren Abschnitt verprägt (d. h. verprägungsfreier Bereich ist im Verhältnis klein).
Fig. 14 zeigt schließlich in vergrößerter Darstellung ei­ nen Schnitt durch die zangartig ineinander greifenden Präge­ werkzeuge 52.1, 52.2. Die eigentliche Verprägung findet zwi­ schen den Flanken 67.1, 67.2 statt. Dort wird das (nicht dargestellte) Papier stark gepreßt. Zwischen den ebenen Flächen 68.1, 68.2 findet keine Materialpressung statt. Je steiler die Flanken 67.1, 67.2, desto besser die Verbindung zwischen den Papieren. Bei zu großer Steilheit besteht je­ doch Zerreißgefahr. Der Niveau-Unterschied zwischen benach­ barten ebenen Flächen 68.2 und 68.3 liegt typischerweise im Millimeter-Bereich (0,5-2 mm).
Vorzugsweise ist das Prägemuster in zwei Richtungen perio­ disch. Es kann z. B. ein schachbrettmusterartiges Relief mit abwechslungsweise pyramidenstumpfartigen Erhebungen und Ver­ tiefungen benutzt werden.
Es versteht sich, daß die Verprägungen bzw. Verhakungen auf der Basis unterschiedlichster Muster realisiert werden kön­ nen. Die Randkontur einer einzelnen Verprägung braucht na­ türlich nicht kreisförmig zu sein, sondern kann in attrak­ tiven Formen (Monde, Sterne, Rippen etc.) ausgeführt sein. Dasselbe gilt auch für die als Halbmonde gezeichneten Zun­ gen.
Zusammenfassend ist festzustellen, daß durch die Erfindung neuartige Endblattverschlüsse geschaffen worden sind, die problemlos zu öffnen sind.
Bezugszeichenliste
1 WC-Rolle
2 Papierwickel
3 Hülse
4, 5 Wicklung
6 Etikette
6.1 Klebeschicht
6.2 äußere Seite
7 Papierrolle
8, 9 Wicklung
10 Folie
11 klebender Teil
12 klebstofffreier Teil
13 Griff
14, 15 Wicklung
16, 17 Lasche
18 Blattende
19 Lasche
20, 21 Papierlage
20.1, 21.1 Zunge
22.1, 22.2 Schnittkante
23.1, 23.2 Reihe
24, 25 Lage
26, 27 Papierlage
28, 29 Delle
30, 31 Lage
32 Reihe
33 Papierwickel
34 Endblatt
35.1 Lage
35.2 Lage
36 Blattende
37 Wicklung
38.1 Lage
38.2 Lage
39 Endblatteil
40.1 Lage
40.2 Lage
41 Leimpunkt
42 Sekantenlinie
43 Durchschußlinie
44 Abschnitt
45 Keil
46.1, 46.2 Prägewerkzeug
47 Leim
48 Papierrolle
49.1, 49.2 Lagerrollen
50 Endblatt
51 Tisch
52.1, 52.2 Prägewerkzeug
53, 54 Hebelarm
55 Achse
56 Gestell
57 Schrauben
58 Bolzen
59 Feder
60 Ende
61 Rolle
62 Kurvenscheibe
63.1, 63.2 Luftkanal
64 Abschnitt
65.1, 65.2 Prägefläche
66 Biegungsstelle
67.1, 67.2 Flanken
68.1, 68.2, 68.3 ebene Fläche.

Claims (26)

1. Papierrolle mit einem Endblattverschluß, in dessen Bereich das Papier einen zu einer Doppel- oder Mehr­ fachlage umgeschlagenen Abschnitt (16, 17, 19, 36) auf­ weist, welcher flächenhaft verprägt ist.
2. Papierrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der umgeschlagene Abschnitt (18, 19, 39) zum Öff­ nen des Endblattverschlusses leicht greifbar ist.
3. Papierrolle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Endblattverschluß mit Hilfe des verprägten Abschnitts gebildet ist.
4. Papierrolle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschnitt (19) eine volumenbildende Verprägung (67.1, 67.2, 68.1, 68.2, 68.3) aufweist.
5. Papierrolle nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 4, da­ durch gekennzeichnet, daß der Endblattverschluß durch einen Kleber zwischen einer äußersten und einer einer darunterliegenden zweitäußersten Wicklung gebildet ist.
6. Papierrolle nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kleber (41) am verprägten Abschnitt (39) an­ greift.
7. Papierrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein über den Endblattverschluß hinausgehender End­ blatteil (39) verstärkt ausgebildet ist.
8. Papierrolle nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende eines Endblatteils (39) gegen innen umgeschlagen ist.
9. Papierrolle nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Oberfläche (40.2) des umgeschlagenen Endes (18) oberflächlich mit einer benachbarten inneren Wicklung (37) der Papierrolle verbunden (41) ist.
10. Papierrolle nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche durch einen Leim vom Typ eines Hot­ melts mit der darunterliegenden Wicklung (37) verbunden ist.
11. Papierrolle nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Endblattverschluß zwischen einer äußersten (4; 9; 14) und einer zweitäußersten (5; 8; 15) Wicklung als mechanische Direktverbindung (20.1, 21.1, 22.1, 22.2) oder mit einem Klebeelement (6, 10) mit Haftbeschichtung gebildet ist.
12. Papierrolle nach einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Endblattverschluß durch eine Verprägung (28, 29; 32) der äußersten Wicklung (26 resp. 30) mit der zweitäußersten (27 resp. 31) gebildet ist.
13. Papierrolle nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Endblattverschluß durch Verhaken (20.1, 22.2) der äußersten mit der zweitäußersten Wicklung (22 resp. 21) gebildet ist.
14. Papierrolle nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Endblattverschluß (16, 17) in einem solchen Abstand von einem Ende (18) der äußersten Wicklung angeordnet ist, daß das Ende (18) zum Öffnen des Endblattverschlusses (16, 17) mit den Fingern leicht angefaßt werden kann.
15. Papierrolle nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die zweitäußerste Wicklung (15) eine Lasche (16) bildet, an welcher der Endblattver­ schluß ausgebildet ist.
16. Papierrolle nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die äußerste und die zweitäußerste Wicklung (9 resp. 8) durch eine zwischen diesen angeordnete, doppel­ seitig mit einer Haftschicht versehenen Folie (10) ver­ klebt sind.
17. Papierrolle nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die äußerste und zweitäußerste Wicklung (4 resp. 5) durch eine beide von außen übergreifende Folie (6) mit Haftschicht (6.1) verbunden sind.
18. Papierrolle nach einem der Ansprüche 16 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (10) einen haftschicht­ freien Griffteil (12, 13) zum Öffnen des Endblattver­ schlusses aufweist.
19. Papierrolle nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus Hygienepapier, insbesondere Toilettenpapier oder Haushaltspapier gebildet ist.
20. Verfahren zur Herstellung eines flächenhaft verprägten Bereichs in einer Wicklung einer Papierrolle nach An­ spruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
  • a) ein Endteil mit dem zu verprägenden Bereich ausge­ breitet wird,
  • b) der zu verprägende Bereich laschenartig zwischen zwei Prägewerkzeuge (52.1, 52.2) gebracht wird, welche zur Erzielung hoher lokaler Drücke gegeneinander gepreßt werden und
  • c) dann der Endteil auf die Papierrolle aufgewickelt wird.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der zu verprägende Bereich (44) mit Hilfe eines mechani­ schen Schiebers (45) laschenartig zwischen zwei stempel­ artige Prägewerkzeuge (46.1, 46.2) gebracht wird.
22. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach An­ spruch 20 mit,
  • a) einer Einrichtung (49.1, 49.2) zum Halten und Drehen der Papierrolle (48),
  • b) einer Auflagefläche (51) für den auszubreitenden Endteil (50) und
  • c) einer Einrichtung mit Prägewerkzeugen (52.1, 52.2) zum Verprägen eines Abschnitts des Papiers.
23. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schieber (45) zum Einschieben des zu verprägen­ den Abschnitts (44) zwischen die Prägewerkzeuge (46.1, 46.2) vorgesehen ist.
24. Vorrichtung nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Prägewerkzeuge (52.1, 52.2) mit Luft­ kanälen (63.1, 63.2) und Blasöffnungen in den Prägeflä­ chen (65.1, 65.2) ausgestattet sind, um das Ablösen des Papiers nach dem Verprägen zu erleichtern.
25. Vorrichtung nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekenn­ zeichnet, daß ein Prägewerkzeug (52.1) fest montiert und das andere Prägewerkzeug (52.2) in bezug auf das erste zangenartig beweglich gelagert ist.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegbare Prägewerkzeug (52.2) an einem Schwenkarm (53) befestigt ist, dessen Bewegung durch eine Kurvenscheibe (62) gesteuert ist.
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