DE19528264A1 - Papierrolle mit einem Endblattverschluß - Google Patents
Papierrolle mit einem EndblattverschlußInfo
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Description
Papierrollen, namentlich WC-Rollen sind mit einem sog. End
blattverschluß versehen. In diesem Sinn ist das letzte
Blatt des Papierwickels mit Leim auf der Rolle festgeklebt.
Der Nachteil der bekannten Leimverbindung besteht darin,
daß feines Hygienepapier beim Öffnen des Endblattver
schlusses sich in unerwünschter Weise in seine Einzellagen
teilt oder zerreißt. Da der Leim zudem meist mehrere Wick
lungen durchdringt und verklebt, ist das Anbrechen einer
solchen WC-Rolle meist eine lästige Angelegenheit.
Es sind schon diverse Lösungen für dieses Problem vorge
schlagen worden. So wird z. B. in der US 3,791,907 angeregt,
auf den Leim zu verzichten, da zur Bildung des Endblattver
schlusses bei Hygienepapieren die lokale Benetzung mit Was
ser einen ausreichenden Hafteffekt zur Folge habe. In jedem
Falle könne die gezielte Haftung durch einzelne Leim- oder
Stärkepunkte erzielt werden.
Eine Erleichterung beim Öffnen des Endblattverschlusses er
gibt sich z. B. aus der DE-OS 18 15 782. Demzufolge soll die
Leimspur nicht am äußersten Ende, sondern leicht nach hin
ten versetzt angebracht werden, um einen überstehenden End
blatteil zu schaffen, welcher zum Öffnen des Verschlusses
erfaßt werden kann.
Eine ähnliche Lösung ergibt sich aus der US 3,282,524. Auch
hier ist ein überstehender Griffteil vorhanden, wobei die
Verbindung zwischen dem äußersten Blatt und der darunter
liegenden Wicklung allein schon durch Befeuchtung mit Wasser
erzielt werden soll.
Aus der DE-AS 12 80 036 ist ein Verfahren zur Befestigung
eines Endblatts am Papierwickel bekannt, bei welchem das
freie Ende der Papierrolle durch Aufsprühen befeuchtet und
nach dem Befeuchten mittels eines beheizten Prägestempels in
die darunterliegende Papierlage eingedrückt und gleichzeitig
getrocknet wird. Die Druckplatte der Prägevorrichtung wird
radial zur Achse der Papierrolle geführt und während einer
bestimmten Dauer (die zum Trocknen der befeuchteten Stellen
ausreichen muß) auf die Papierrolle gedrückt. Um die Rolle
nicht in unerwünschter Weise zu zerquetschen, ist nur ein
sehr beschränkter Prägedruck möglich.
Ein weiterer Endblattverschluß ist aus der US 3,912,571 be
kannt. Bei diesem ist das Ende der Papierbahn gegen innen
umgefaltet und mit der darunterliegenden Wicklung punktför
mig verklebt. Beim Öffnen des Endblattverschlusses reißt
das Papier nur an den punktförmigen Klebestellen aus.
Ein leimfreier Endblattverschluß ist z. B. aus der
US 3,898,920 oder der FR 2 354 956 bekannt. Im Bereich des
Endblattes werden z. B. mit einem Nadelspitzenrad Einstiche
in der Papierwicklung angebracht. Diese führen zu einer Ver
hakung der verschiedenen Lagen der äußeren Papierlagen.
Die bisher vorgeschlagenen Lösungen haben sich in der Praxis
anscheinend nicht bewährt, sind doch auf dem Markt heutzuta
ge nach wie vor fast ausschließlich die altbekannten - wenn
auch als unästhetisch empfundenen - Endblattverschlüsse zu
finden.
Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine Papierrolle mit einem
Endblattverschluß anzugeben, welcher sich leicht und in
ästhetisch befriedigender Weise öffnen läßt.
Eine erfindungsgemäße Papierrolle weist einen Endblattver
schluß auf, in dessen Bereich das Papier einen zu einer
Doppel- bzw. Mehrfachlage umgeschlagenen Abschnitt aufweist,
welcher flächenhaft verprägt ist.
Die Verprägung ergibt sich daraus, daß die zwei zu verbin
denden Lagen zwischen zwei Prägewerkzeuge mit geeigneten
Oberflächenreliefs an vielen flächig verteilten Stellen
punktuell oder linienförmig stark gepreßt bzw. aufeinander
gedrückt werden und sich daher wegen der (nicht glattgestri
chenen) faserigen Oberfläche verbinden. Im einzelnen zeich
net sich ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung
eines flächenmäßig verprägten Bereichs in einer Wicklung
einer Papierrolle dadurch aus, daß
- a) ein Endteil mit dem zu verprägenden Bereich ausgebreitet wird,
- b) der zu verprägende Bereich laschenartig zwischen zwei Prägewerkzeuge gebracht wird, welche mit hohem lokalen Druck gegeneinander gedrückt werden und
- c) dann der Endteil auf die Papierrolle aufgewickelt wird.
Anders als beim Stand der Technik wird bei der Erfindung die
Haftwirkung nicht durch die Kombination von Feuchtigkeit und
Trocknungsstempel, sondern allein durch den hohen mechani
schen Druck erreicht. Die Erfindung kommt also ohne Befeuch
tung aus, wenn auch eine Befeuchtung der Papiere nicht aus
geschlossen ist.
Der umgeschlagene und verprägte Abschnitt ist vorzugsweise
so ausgebildet, daß er zum Öffnen des Endblattverschlusses
leicht greifbar ist. D. h., er stellt quasi die Aufreißlasche
dar.
Der Endblattverschluß selbst kann mit Hilfe des verprägten
Abschnitts gebildet sein. D. h., die Verbindung zwischen dem
Endblatt und der darunterliegenden zweitäußersten Wicklung
ist durch die erfindungsgemäße flächenhafte Verprägung ge
schaffen. Die Haftung entsteht durch die über einen größeren
flächigen Bereich lokal punktuell stark aneinander gepreßten
und fasermäßig miteinander verhakten Lagen bzw.
Oberflächen.
Der Endblattverschluß kann aber auch in konventioneller
oder bekannter Weise mit Hilfe von Leim gemacht werden. Der
zur Bildung eines Griffs flächenhaft verprägte Abschnitt
kann vor oder hinter der Klebestelle sein. Vorzugsweise
greift der Kleber bzw. Leim am verprägten Abschnitt selbst
an. Dies namentlich dann, wenn der Griff durch ein nach
innen umgeschlagenes und verprägtes Ende gebildet ist, das
in einem gewissen Abstand zur Falzkante (des umgeschlagenen
Abschnitts) mit der zweitäußersten Wicklung verbunden ist.
Zum Verprägen kann im Prinzip ein beliebiges Motiv dienen
(z. B. das Logo des Herstellers oder eine sonstige Markenbe
zeichnung). Bevorzugt sind regelmäßige, zweidimensionale
Muster, die ein hohes Papiervolumen ergeben. Ein derart aus
geführter Griff ist leichter und angenehmer zu fassen.
Der verprägte Abschnitt hat mit Vorteil eine Breite von min
destens 1 cm (seine Länge entspricht der Breite der Papier
rolle).
Hohe Papiervolumen lassen sich z. B. durch Prägemuster er
reichen, die schachbrettartig abwechselnd Erhebungen und
Vertiefungen aufweisen.
Eine bevorzugte Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
umfaßt eine Einrichtung zum Halten und Drehen der Papier
rolle, eine Auflagefläche für den auszubreitenden Endteil
und eine Einrichtung mit Prägewerkzeugen zum Verprägen eines
Bereichs des Endteils. Zum Ausbreiten des Endteils können
z. B. Blasdüsen vorgesehen sein. Die Prägewerkzeuge sind ge
rade unterhalb der Auflagefläche angeordnet. Wenn der zu
verprägende Bereich richtig positioniert ist, kann er zwi
schen die Prägewerkzeuge gebracht werden. Zu diesem Zweck
eignet sich z. B. ein blatt- oder keilartiger Schieber. Er
schiebt den fraglichen Bereich des Endteils von oben zwi
schen die offenen Prägewerkzeuge. Dies geschieht so, daß
der Bereich eine Art Lasche bildet. Nach dem Zurückziehen
des Keils werden die Prägewerkzeuge betätigt und der ge
wünschte Bereich wird zu einer Doppellage verprägt. Um
sicherzustellen, daß das Papier nach dem Öffnen der Präge
werkzeuge nicht an einer Prägefläche haften bleibt, können
die Prägeflächen Blasöffnungen aufweisen, welche über ein
Leitungssystem mit Druckluft beaufschlagt werden können.
Die Prägewerkzeuge umfassen vorzugsweise eine fest montierte
und eine zangenartig bewegbare Prägeplatte. Die bewegbare
Prägeplatte ist z. B. an einem Schwenkarm befestigt, dessen
Bewegung durch eine Kurvenscheibe gesteuert ist. Der
Schwenkarm kann mit einem Führungsarm verbunden sein, wel
cher seinerseits die auf der Kurvenscheibe laufende Rolle
trägt. Schwenk- und Führungsarm sind durch eine mechanische
Überlastsicherung verbunden. Eine unerwartete Hemmung der
Bewegung der Prägeplatten schlägt dann nicht auf die Kurven
scheibe durch.
Gemäß der Erfindung ist bei einer Papierrolle mit Endblatt
verschluß ein über den Endblattverschluß hinausgehender
Endblatteil einer vorgegebenen minimalen Länge vorgesehen,
der zum Öffnen des Endblattverschlusses leicht greifbar
ist.
Im Unterschied zum Stand der Technik ist der Endblattver
schluß also nicht am äußersten Ende des letzten Blattes
der Papierrolle angebracht. Vielmehr ist er z. B. um
10-30 mm zurückgesetzt, damit beim Anbrechen der neuen Pa
pierrolle das Endblatt problemlos mit der Hand angefaßt
werden kann.
Vorzugsweise ist der Endblatteil verstärkt. Dies kann z. B.
durch Umschlagen des Blattendes erreicht werden. Ein guter
Griff ergibt sich, wenn das Blattende mehrfach umgeschlagen
ist. Insbesondere für mehrlagige Papierprodukte ist es von
Vorteil, wenn das Blattende gegen innen umgeschlagen wird.
Dies erlaubt es, den Endblattverschluß durch feine Leim
punkte zu bilden, welche nicht mehrere Lagen durchtränken,
sondern nur eine oberflächliche Haftwirkung entfalten. Durch
das Umschlagen gegen innen ist nämlich die äußerste Lage
des Endblattes an der darunter liegenden zweitäußersten
Wicklung der Papierrolle fixiert. Es können sich keine Pa
pierlagen vom Endblatt ablösen bzw. abspalten und im Produktionsprozeß
Probleme bereiten. Besonders vorteilhaft ist
es, einen Leim vom Typ eines Hotmelts zu verwenden. Dieser
zeigt einen guten Release-Effekt.
Es kann ohne weiteres auch mit konventionellen Leimarten ge
arbeitet werden. Im Unterschied zum Stand der Technik können
und sollen geringe Leimmengen eingesetzt werden. D. h. der
Leim wird z. B. in Form einzelner Punkte oder kurzer Striche
aufgetragen. Das auf diese Weise zu verwirklichende Ziel be
steht darin, daß zwar die benachbarten Papierlagen verbun
den, jedoch nicht die benachbarten Papierwicklungen verklebt
werden. Auch die Verstärkung (Umschlag) des Endblatts selbst
kann in sich auf diese Weise verklebt werden.
Vorzugsweise wird das umgeschlagene Ende mit dem vorangehen
den Teil des Endblattes durch Verprägen verbunden. D. h. der
umgeschlagene Bereich wird zwischen unebenen Oberflächen gepreßt
und weist infolgedessen ein bestimmtes Prägemuster
auf (z. B. ein Logo oder eine feine Riffelung).
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen des End
blattverschlusses angegeben. Es ist dabei zu beachten, daß
die Endblattverschlußvarianten im Prinzip unabhängig vom
bis hierher erläuterten Erfindungsgedanken des "Papierrol
lengriffs" anwendbar sind. Umgekehrt kann also der oben er
läuterte Erfindungsgedanken bei konventionell ausgeführten
Endblattverschlüssen (z. B. Verschlüsse auf der Basis eines
wasserlöslichen Leims) angewendet werden.
Gemäß der Erfindung weist nun eine Papierrolle einen End
blattverschluß auf, welcher zwischen einer äußersten und
einer zweitäußersten Wicklung als mechanische Direktverbin
dung oder mit einem Klebeelement mit Haftbeschichtung gebil
det ist.
Die Erfindung verzichtet somit auf die Anwendung des bekann
ten, feucht aufzutragenden wasserlöslichen Leims. Statt des
sen werden die Dehnungs- und Oberflächeneigenschaften der
Hygienepapiere für eine direkte Reibungsverbindung genutzt.
Eine Alternative besteht darin, daß ein selbständiges, mit
einer Haftbeschichtung versehenes Element verwendet wird. Es
ist dabei zu beachten, daß die Haftbeschichtung nicht mit
der konventionellen, feuchten Verleimung zu verwechseln ist.
Eine mechanische Direktverbindung läßt sich z. B. durch ei
ne Verprägung der äußersten und zweitäußersten Wicklung
erzielen. Die Verbindung der Wicklungen basiert dabei im we
sentlichen auf demselben Effekt wie die bekannte Verbindung
der einzelnen Lagen von mehrlagigen Hygienepapieren, nämlich
auf dem Einbringen eines Prägungsmusters. Der Prägevorgang
bringt die Wicklungen in einen engen Kontakt, wobei die De
formation der Papierlagen wesentlich zum Hafteffekt bei
trägt.
Der Endblattverschluß kann auch durch ein Verhaken der äußersten
und zweitäußersten Wicklung gebildet sein. Die Ver
hakung kann z. B. durch Einstanzen kleiner, sichelförmiger
Zungen zustande kommen, wobei eine Zunge der einen Wicklung
in eine entsprechende Ausstanzung der anderen Wicklung ein
greift.
Der Endblattverschluß ist vorzugsweise in einem solchen Ab
stand von einem Ende der äußersten Wicklung angeordnet,
daß das Ende zum Öffnen des Endblattverschlusses mit den
Fingern leicht angefaßt werden kann. Ein Teil des Endblat
tes bildet somit einen Griff.
Die zweitäußerste Wicklung bildet z. B. eine radial nach
außen stehende Lasche, an welcher der Endblattverschluß
gebildet ist. Die Lasche erleichtert die maschinelle Anbrin
gung des Verschlusses.
Zur Herstellung der mechanischen Verhakung der Wicklungen im
Endblattverschluß können benachbarte, übereinanderliegende
Wicklungen des Papierwickels durchbohrt werden. So können
z. B. feine Messereinschnitte angebracht werden. Weiter kann
der Papierwickel auch durchschossen werden. Dazu eignen sich
insbesondere Wasserstrahlen. Die Durchschußlinie kann eine
radial verlaufende Linie oder eine Sekantenlinie sein. Mit
Wasserstrahlen können sehr feine, kaum sichtbare Durchschüs
se erzeugt werden, was in ästhetischer Hinsicht erwünscht
sein kann.
Als Alternative zu einer mechanischen Verbindung können die
äußerste und die zweitäußerste Wicklung durch eine zwi
schen diesen angeordnete, doppelseitig mit Haftschichten
versehene Folie verklebt sein. Die Verklebung wird dabei
durch einen Trockenkleber möglichst beschränkter Haftfähig
keit erzielt. Beim Öffnen soll sich der Kleber von der Pa
pierwicklung trennen können, ohne daß das Papier zerrissen
wird. Das Klebeelement kann auch eine die äußerste und
zweitäußerste Wicklung von außen übergreifende Folie mit
einseitiger Haftbeschichtung sein. Die Außenseite der Folie
kann im Sinne einer Etikette bedruckt sein (Werbung).
Die Folie ist vorzugsweise mit einem haftschichtfreien
Griffteil zum Öffnen des Endblattverschlusses versehen. Ist
die Folie zwischen den Wicklungen angebracht, dann ist dafür
zu sorgen, daß entweder der Griffteil unter dem Endblatt
hervorragt oder daß ein freies Blattende als Griff dienen
kann.
Die Erfindung eignet sich besonders für WC-Rollen, Haushalt
papierrollen u. dgl.
Aus der Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentan
sprüche ergeben sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen
und Merkmalskombinationen der Erfindung.
Die zur Erläuterung der Ausführungsbeispiele verwendeten
Zeichnungen zeigen:
Fig. 1a, b eine Seiten- bzw. eine Frontansicht einer WC-
Rolle mit einer Klebeetikette als Endverschluß;
Fig. 2a, b eine Folie mit Griff als Endverschluß zwischen
äußerster und zweitäußerster Wicklung;
Fig. 3a-g verschiedene Ausführungen eines an den Endblatt
verschluß anschließenden Griffs;
Fig. 4 eine schematische Darstellung zweier verhakter
Wicklungen;
Fig. 5 eine schematische Darstellung zweier verprägter
Wicklungen;
Fig. 6 ein Beispiel für ein Verhakungsmuster;
Fig. 7 ein Beispiel für ein Verprägungsmuster;
Fig. 8 einen schematischen Ausschnitt aus einer Papier
rolle mit nach innen umgelegtem Blattende;
Fig. 9a-f eine schematische Darstellung von Verfahrens
schritten zur Herstellung des Endblattverschlus
ses gemäß Fig. 8;
Fig. 10a, b zwei Varianten zur Herstellung eines Endblatt
verschlusses nach dem Wasserstrahlverfahren.
Fig. 11a-h schematische Darstellung der Verfahrensschritte
zur Herstellung eines Endblattverschlusses mit
flächenhaft verprägtem Abschnitt;
Fig. 12 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung
zur Herstellung eines flächenhaft verprägten Ab
schnitts im Aufriß;
Fig. 13 eine schematische Darstellung der Prägebacken
mit Blassystem;
Fig. 14 eine schematische Darstellung eines bevorzugten
Prägereliefs.
Grundsätzlich sind in den Zeichnungen gleiche Teile mit
gleichen Bezugszeichen versehen.
Fig. 1a, b zeigt eine WC-Rolle 1 mit einem Papierwickel 2
auf einer Hülse 3. Eine Papierbahn ist spiralartig aufge
wickelt, wobei unter einer äußersten Wicklung 4 eine zweit
äußerste Wicklung 5 liegt. Die äußerste Wicklung 4 ist ge
mäß der Erfindung mit einer Etikette 6 an der zweitäußer
sten Wicklung 5 (resp. an sich selbst) fixiert. Die Etikette
6 ist z. B. eine oval ausgeschnittene Folie mit einer innen
seitig angeordneten, trockenen Klebeschicht 6.1 und einer
äußeren bedruckten Seite 6.2. Die Klebeschicht 6.1 ist
z. B. wie die Klebeschicht eines an sich bekannten Klebe
streifens (vgl. Büromaterial) ausgeführt. Es handelt sich
also um einen wasserlos klebenden Belag.
Die Etikette 6 kann ganz flächig oder nur teilweise mit der
Klebeschicht 6.1 versehen sein. Im letztgenannten Fall er
gibt sich eine Art Griff, um die Etikette leicht von Hand
lösen zu können. Auf der bedruckten Seite 6.2 kann auf den
klebeschichtfreien Teil z. B. durch einen Pfeil hingewiesen
werden.
Fig. 2a, b zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei wel
chem eine Folie 10 zwischen der zweitäußersten und der äußersten
Wicklung 8 bzw. 9 einer Papierrolle 7 angeordnet
ist. Die Folie 10 ist z. B. aufgeteilt in einen klebenden
Teil 11 und einen klebstofffreien Teil 12. (Diese oder eine
ähnliche Aufteilung kann z. B. auch für die Etikette 6 ge
mäß Fig. 1a, b verwendet werden.) Im vorliegenden Beispiel
sind die beiden Teile 11 und 12 flächenmäßig etwa gleich
groß. Der klebende Teil 11 ist beidseitig beschichtet, um
die äußerste Wicklung 9 und die zweitäußerste Wicklung 8
verbinden zu können.
Am klebstofffreien Teil 12 ist ein zungenartiger Griff 13
ausgebildet. Zumindest dieser Griff 13, in der Regel aber
auch der klebstofffreie Teil 12 ragen unter der äußersten
Wicklung (in Wickelrichtung betrachtet) hervor.
Fig. 3a-g zeigen verschiedene Varianten des Endblattver
schlusses und des Griffes. Mit 14 und 15 sind jeweils die
äußerste resp. zweitäußerste Wicklung bezeichnet. 18 be
zeichnet ein freies Blattende.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3a weist die zweitäußerste
Wicklung 15 eine Lasche 16 auf. Über diese ist eine
Lasche 17 der äußersten Wicklung 14 geschlagen. Die beiden
Laschen 16, 17 sind durch Verprägen in Richtung der einge
zeichneten Pfeile verbunden. Zieht man am freien Blattende
18 lösen sich die beiden Laschen 16, 17 ohne großen Kraft
aufwand voneinander.
Die Lasche 16 erstreckt sich über die ganze Breite der Rolle
und wird durch drei aufeinanderfolgende, gegensinnige Falze
gebildet. Die Länge der Lasche (d. h. der Abstand der Falze)
liegt z. B. im Bereich von 0.5 bis 5 cm.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3b ist das freie Blatt
ende 18 nur an einer Seite der Lasche 16 befestigt und steht
nach oben ab. Es kann daher mit Leichtigkeit ergriffen wer
den. Die Lasche 16 kann natürlich auch in die Wicklungsebene
umgelegt werden. Dies wird in der Praxis insbesondere dann
der Fall sein, wenn die WC-Rolle in einer Hüllfolie verpackt
ist.
Die Variante gemäß Fig. 3c unterscheidet sich von derjeni
gen gemäß Fig. 3b dadurch, daß das freie Blattende 18 un
ter Bildung einer Lasche 19 auf die äußerste Wicklung 14
zurückgefaltet ist. Die Lasche 19 ist nicht über, sondern
neben der Lasche 16 angeordnet und mit dieser verprägt.
Fig. 3d zeigt eine Variante, bei welcher an der verprägten
Stelle (siehe Pfeile) keine Lasche vorgesehen ist. Auch das
freie Blattende ist nicht gefaltet oder umgeschlagen.
Bei der Variante gemäß Fig. 3e ist das freie Ende 18 auf
die äußerste Wicklung 14 zurückgeschlagen (wobei gleichsam
eine liegende Lasche gebildet wird) und mit sich selbst und
der zweitäußersten Wicklung 15 verprägt.
Fig. 3f zeigt eine bevorzugte Variante mit nach innen
umgeschlagenem Ende 18. Das umgeschlagene Ende 18 wird z. B.
einerseits mit dem restlichen, nicht umgeschlagenen Teil
des Endblattes (der Wicklung 14) verprägt und andererseits
mit der zweitäußersten Wicklung 15 verklebt. Dies ist in
Fig. 8 im Detail dargestellt.
Bei der den (ausschnittsweise gezeigten) Papierwickel 33
bildenden Papierbahn handelt es sich z. B. um ein zweilagi
ges Tissueprodukt. Die Wicklung 37 weist also eine erste und
eine zweite Lage 38.1, 38.2 auf. So auch das Endblatt 34
(Lagen 35.1, 35.2). Gemäß der Erfindung ist das Blattende
36 (einer Länge von z. B. 10-30 mm) nach innen, d. h. un
ter die innere Lage 35.2 des Endblatts 34, umgeschlagen. Die
Lage 40.2 (die im Prinzip der Lage 35.2 entspricht) ist von
den einander entsprechenden Lagen 40.1 und 35.1 eingehüllt.
Die Lage 40.1 ist z. B. mit einem Leimpunkt 41 an der äuße
ren Lage 38.1 der zweitäußersten Wicklung 37 befestigt.
Vorzugsweise ist der Leimpunkt nicht durch einen mehrere
Wicklungen durchtränkenden wasserlöslichen Leim, sondern
durch ein Hotmelt gebildet. Dieser benetzt nur oberflächlich
und hat einen guten Release-Effekt.
Zum Öffnen des Endblattverschlusses kann der über den Leim
punkt 41 (= Endblattverschluß) hinausgehende Teil des End
blattes 34 leicht ergriffen werden. Beim Wegziehen des er
griffenen Papiers löst sich der Endblattverschluß beim
Leimpunkt 41, ohne daß die darunterliegenden Lagen 38.1,
38.2 aufgerissen werden.
Das umgelegte Blattende 36 ist vorzugsweise als Ganzes mit
dem restlichen Blatteil des Endblatts 34 verprägt. Dies
führt zu einer Verstärkung des über den Endblattverschluß
hinausragenden Endblatteils 39. Die verprägten Teile lassen
sich zudem leicht voneinander lösen, so daß kein Blatt der
Papierrolle verloren geht.
Es ist klar, daß sich eine bessere Verstärkung des "Rollen
griffs" erreichen läßt, wenn das Blattende mehrfach (z. B.
drei- oder vierfach) umgeschlagen wird.
In allen bisher gezeigten Varianten stellt das freie Blatt
ende 18 resp. der Endblatteil 39 einen Griff zum Lösen des
Endblattverschlusses dar. Die Verbindung zwischen äußerster
und zweitäußerster Wicklung ist also in einem gewissen Ab
stand vom Blattende bzw. Blattrand des umgeschlagenen Blatts
vorgesehen. Der Abstand soll so sein, daß das freie Blatt
ende 18 (resp. der Endblatteil 39) leicht mit den Fingern
angefaßt werden kann. Eine allzugroße Überlänge ist je
doch zu vermeiden.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3g ist der Endblattver
schluß (z. B. eine Leimlinie aus Hotmelt) am Blattende 18
vorgesehen. Die verprägte Lasche 19 ist im Bereich der äußersten
Wicklung 14 vorgesehen. Die Verprägung hat bei die
ser Ausführungsform u. a. die Wirkung, daß die äußerste
Wicklung 14 sich nicht lösen kann entsprechend dem doppelt
umgeschlagenen Teil der Lasche 19. Beim Öffnen des End
blattverschlusses wird an der Lasche 19 (= Griff) gezogen,
wodurch sich der Leimverschluß löst.
Anstelle der Verprägung kann in allen Fällen auch eine Ver
hakung vorgesehen sein. Diese beiden Verbindungsmöglichkei
ten werden nachfolgend anhand der Fig. 4 bis 7 näher erläu
tert.
Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung einer Verhakung
zweier Papierlagen 20, 21. Die Papierlagen 20, 21 weisen
z. B. halbmondförmige übereinanderliegende Zungen 20.1, 21.1
auf. Die Zungen 20.1, 21.1 sind aus der jeweiligen Fläche
der Papierlagen 20, 21 bei einer Schnittkante 22 herausgebo
gen. Im vorliegenden Beispiel steht daher die Zunge 20.1 der
oberen Papierlage 20 an der Schnittkante 22.2 der unteren
Papierlage 21 an.
Die Zungen 20.1, 21.1 werden in der Regel durch eine einzige
Stanzung erzeugt.
Fig. 6 zeigt (in der Draufsicht) eine obere Lage 24 und eine
untere Lage 25, die erfindungsgemäß miteinander verhakt
sind. Zu diesem Zweck sind zwei Reihen 23.1, 23.2 von halb
mondförmigen Zungen vorgesehen, wobei jede dargestellte Zun
ge eine Verhakung gemäß Fig. 4 schafft. Die beiden Reihen
23.1, 23.2 sind im vorliegenden Beispiel versetzt und in
entgegengesetzten Richtungen zeigend angeordnet.
Fig. 5 veranschaulicht zwei verprägte Papierlagen 26, 27.
Beide weisen lokal eine Delle 28, 29 auf, die dadurch zu
stande kommen, daß die Papierlagen 26, 27 punktuell (bzw.
entlang von Linien) einem großen Druck ausgesetzt worden
sind. In den hintereinander liegenden Dellen 28, 29 ist
nicht nur die Materialdichte etwas erhöht, sondern es sind
auch die Oberflächen in engem Kontakt. Die rauhen ("ausfa
sernden") Oberflächen der Tissue- und Kreppapiere (und
schnellsaugender Papiere im allgemeinen) bilden gleichsam
mikroskopische Verhakungen. Diese gleichsam mikromechanische
Verbindung genügt, um bei einer größeren Anzahl von solchen
Prägungsstellen - nämlich einer flächenmäßigen Verprägung -
die erfindungsgemäße Haftung zwischen den Papierlagen 26,
27 zu schaffen.
Fig. 7 zeigt schematisch eine obere Lage 30 und eine untere
Lage 31, die durch eine Reihe 32 von kreisförmigen Einprä
gungen verbunden sind.
Fig. 9a-f zeigt zwei Varianten zum Herstellen eines End
blattverschlusses gemäß Fig. 8.
Als erstes wird das Endblatt von der fertig gewickelten Pa
pierrolle auf einen Tisch ausgelegt (Fig. 9a). Dies kann
z. B. unter Einsatz von Luftstrahldüsen geschehen.
Danach wird die Papierrolle bis zu einer vorgegebenen Posi
tion des Endblattes (Arbeitsposition) eingerollt (Fig. 9b).
Die richtige Positionierung wird z. B. durch optische Senso
ren ermittelt und ist für die nachfolgende Bearbeitung er
forderlich.
Dann wird ein bestimmter Teil des Endblattes gegen innen auf
sich selbst umgefaltet (Fig. 9c). Die Länge des umgeschlage
nen Teils beträgt z. B. 30 mm. Zugleich mit (oder unmittel
bar nach) dem Umschlagen wird das umgeschlagene Blattende
mit dem restlichen Endblatt mit Hilfe einer geeigneten Pres
se verprägt.
Im Rahmen einer ersten Variante wird nun auf das umgeschla
gene Ende ein geeigneter Leim (insbesondere Hotmelt) aufge
bracht (Fig. 9d). Danach kann das auf dem Tisch liegende
Blattende eingewickelt werden (Fig. 9e). Es wird dabei auto
matisch mit der nächstunteren Wicklung verbunden.
In einer zweiten Variante (Fig. 9f) wird gleich nach dem
Verprägen (Fig. 9c) das Endblatt aufgewickelt und erst dann
der Endblattverschluß angebracht (Wasserstrahlverfahren,
Verprägung, Einschneiden o. dgl.).
Fig. 10a, b veranschaulichen zwei Möglichkeiten zur Herstel
lung des Endblattverschlusses mittels Durchbohren. Gemäß
Fig. 10a wird z. B. ein Wasserstrahl auf einer Sekantenlinie
42 durch die Papierwicklung geschossen. Fig. 10b veranschau
licht eine radiale Durchschußlinie 43. Der Vorteil der Va
riante gemäß Fig. 10a besteht darin, daß die Durchdrin
gungslänge kürzer ist. Aufgrund des nahezu tangentialen Ein
schusses sind jedoch die Einschußlöcher größer als bei
Fig. 10b.
Anhand der Fig. 11-14 soll die Herstellung eines Endblatt
verschlusses mit einem verprägten Abschnitt nochmals im
Detail erläutert werden.
Fig. 11a-h zeigt den Herstellungsablauf ähnlich zu
Fig. 9a-f. In einem ersten Schritt (Fig. 11a) wird das Ende
des Papierwickels ausgebreitet und durch Drehen der Papier
rolle auf die gewünschte Ausbreitungslänge gebracht. Als
nächstes wird der zu verprägende Abschnitt 44 mit einem Keil
45 zwischen zwei Prägewerkzeuge 46.1, 46.2 gebracht. Der
Keil 45 bringt also den zu verprägenden Abschnitt 44 durch
eine vertikale Bewegung nach unten zwischen die Prägewerk
zeuge 46.1, 46.2 (Fig. 11b). Für die Herstellung der flä
chenmäßigen Verprägung werden die beiden Prägewerkzeuge
46.1, 46.2 mit großer Kraft gegeneinander gepreßt bzw.
geschlagen. Es entstehen dabei eine Vielzahl von flächenmäßig
verteilten Verbindungen wie sie in Fig. 5 schematisch
gezeigt und erläutert worden sind.
Nach dem Verprägen wird die Rolle aus der Verprägestation in
die Klebestation gebracht. Dazu wird sie z. B. über den
Tisch und die Prägewerkzeuge 46.1, 46.2 (in Fig. 11 nach
rechts) gerollt (Fig. 11c und d). Der verprägte Abschnitt 44
wird nun erneut (z. B. mit Luftstrahldüsen) abgewickelt
(Fig. 11e) und in die gewünschte Position gezogen
(Fig. 11f). Sodann wird Leim 47 auf die der Rolle zugewand
ten Seite des verprägten Abschnitts aufgetragen (Fig. 11g).
Beim Weitertransport der Papierrolle (Fig. 11h) wird die
Leimstelle (beim Überrollen) an die darunterliegende Wick
lung der Papierrolle gedrückt und ein Endblattverschluß
geformt.
In Fig. 11 ist also gezeigt, wie der Endabschnitt des Pa
piers zu einer Lasche verprägt werden kann. Durch geeignete
Positionierung des ausgebreiteten Teils bzw. Endes der Pa
pierrolle (Fig. 11a) kann ein laschenartiger Griff im Prin
zip in einem größeren Abstand zum Ende des Papiers geformt
werden. Dies kann z. B. wichtig sein bei der Herstellung der
Lasche 16 in den Ausführungsformen der Fig. 3a, b, c. In die
sen Fällen ist der Abstand zwischen der verprägten Stelle
und dem Papierende gerade etwa so groß wie die Länge der
äußersten Wicklung. Die zweite Lasche 17 resp. 18 kann dann
nachträglich geformt werden, indem der Schritt gemäß
Fig. 11b nach dem Einziehen und Neupositionieren des Papier
endes nochmals durchgeführt wird.
Es leuchtet ein, daß die Lasche auch "gegen innen" gebildet
werden kann, indem entweder die Prägewerkzeuge oberhalb des
Ausbreitungstisches angeordnet sind und der zu verprägende
Abschnitt von unten zwischen die Prägewerkzeuge geschoben
(und dort z. B. festgesaugt) wird oder indem die Papierrolle
in entgegengesetztem Sinn gehalten wird (d. h. das Blattende
würde in der Darstellung gemäß Fig. 11a auf der oberen -
statt auf der unteren - Seite der Rolle nach rechts weglau
fen).
Fig. 12 zeigt eine Vorrichtung zur Herstellung von flächen
mäßig verprägten Abschnitten in einer Wicklung einer Pa
pierrolle 48. Zwei parallele Lagerrollen 49.1, 49.2 stützen
die Papierrolle 48 an der Peripherie. Die Lagerrollen 49.1,
49.2 sind durch einen (nicht dargestellten) Antrieb rever
sierbar angetrieben. Das abgewickelte und auf einem Tisch 51
ausgebreitete Endblatt 50 kann auf diese Weise auf die ge
wünschte Ausbreitungslänge gebracht werden.
Unterhalb des Tisches 51 sind zwei zangenartig betätigbare
Prägewerkzeuge 52.1, 52.2 angeordnet. Das Prägewerkzeug 52.1
ist an einem Gestell 56 ortsfest angeschraubt. Das gegen
überliegende Prägewerkzeug 52.2 ist an einem Hebelarm 53
befestigt. Der Hebelarm 53 ist um eine feststehende Achse 55
drehbar, um eine zangenartige Bewegung zwischen den Präge
werkzeugen 52.1, 52.2 zu erreichen. Die Achse 55 ist in ge
eigneter Weise am Gestell 56 befestigt (Schrauben 57). An
der Achse 55 ist ein zweiter Hebelarm 54 drehbar gelagert.
Ein Bolzen 58, welcher im Hebelarm 54 verankert ist, stellt
zusammen mit einer Feder 59 eine Verbindung zwischen den
beiden Hebelarmen 53, 54 her. Der Hebelarm 53 ist dabei
nicht fest mit dem Bolzen 58 verbunden, sondern entlang des
sen Achse auf ihm verschiebbar. Die Feder 59 ist zwischen
den beiden Hebelarmen 53, 54 (und im vorliegenden Beispiel
als Spiralfeder um den Bolzen 58 herum) angeordnet. Die
Feder 59 drückt den Hebelarm 53 gegen das Ende des Bolzens
58. Die beschriebene Anordnung stellt eine Art mechanischer
Überlastschutz dar. Solange die Kräfte zwischen den Hebel
armen 53 und 54 die durch die Vorspannung der Feder 59 de
finierte Kraft nicht überschreiten, können die beiden Hebel
arme 53 und 54 als fest miteinander verbunden gelten. Die
Bewegung des Hebelarms 54 wirkt sich also direkt auf die
Bewegung des Prägewerkzeugs 52.2 in bezug auf das Prägewerk
zeug 52.1 aus.
An einem Ende 60 des Hebelarmes 54 ist eine Rolle 61 vorge
sehen, welche auf einer Kurvenscheibe 62 abrollt. Die Kur
venscheibe 62 steuert die Bewegung des Prägewerkzeugs 52.2.
Der bereits beschriebene mechanische Überlastschutz sorgt
dafür, daß bei einer vorzeitigen Blockierung der Bewegung
des Prägewerkzeugs 52.2 keine Blockierung der Kurvenscheibe
62 möglich ist.
Fig. 13 zeigt schematisch einen Ausschnitt der Prägevorrich
tung. In Schnittdarstellung sind die Prägewerkzeuge 52.1,
52.2 in offener Stellung zu sehen. Dazwischen befindet sich
der zu verprägende Abschnitt 64 des Papiers. Um zu vermei
den, daß nach dem Verprägen der Abschnitt 64 an einem der
beiden Prägewerkzeuge 52.1, 52.2 in unerwünschter Weise
haften bleibt, sind vorzugsweise Luftkanäle 63.1, 63.2 mit
einer Vielzahl von Blasöffnungen in den Prägeflächen 65.1,
65.2 vorgesehen. Ein kurzer Luftstoß beim bzw. nach dem
Öffnen der Prägewerkzeuge 52.1, 52.2 wird den verprägten
Abschnitt 64 in jedem Fall lösen.
Es ist natürlich auch möglich, die Luftkanäle zum Ansaugen
und Festhalten des zu verprägenden Abschnitts vor dem Ver
prägen zu benutzen (Erzeugung von Unterdruck).
Schließlich sei noch auf ein Detail hingewiesen. Wie in
Fig. 13 zu erkennen ist, befindet sich die Biegungsstelle 66
des laschenartig zwischen die Prägewerkzeuge 52.1, 52.2
hineinragenden Papiers außerhalb des Wirkungsbereichs der
Prägewerkzeuge 52.1, 52.2. D. h. die Biegungsstelle selbst
und ein kleiner anschließender Bereich werden nicht ver
prägt. Dies ist von Vorteil, weil sich die Lasche an dieser
Stelle etwas dicker und runder anfühlt und somit leichter zu
greifen ist. Auch aus ästhetischer Sicht kann ein verprä
gungsfreier Bereich von 2-3 mm von Vorteil sein. In jedem
Fall ist die Lasche jedoch mit einem größeren Abschnitt
verprägt (d. h. verprägungsfreier Bereich ist im Verhältnis
klein).
Fig. 14 zeigt schließlich in vergrößerter Darstellung ei
nen Schnitt durch die zangartig ineinander greifenden Präge
werkzeuge 52.1, 52.2. Die eigentliche Verprägung findet zwi
schen den Flanken 67.1, 67.2 statt. Dort wird das (nicht
dargestellte) Papier stark gepreßt. Zwischen den ebenen
Flächen 68.1, 68.2 findet keine Materialpressung statt. Je
steiler die Flanken 67.1, 67.2, desto besser die Verbindung
zwischen den Papieren. Bei zu großer Steilheit besteht je
doch Zerreißgefahr. Der Niveau-Unterschied zwischen benach
barten ebenen Flächen 68.2 und 68.3 liegt typischerweise im
Millimeter-Bereich (0,5-2 mm).
Vorzugsweise ist das Prägemuster in zwei Richtungen perio
disch. Es kann z. B. ein schachbrettmusterartiges Relief mit
abwechslungsweise pyramidenstumpfartigen Erhebungen und Ver
tiefungen benutzt werden.
Es versteht sich, daß die Verprägungen bzw. Verhakungen auf
der Basis unterschiedlichster Muster realisiert werden kön
nen. Die Randkontur einer einzelnen Verprägung braucht na
türlich nicht kreisförmig zu sein, sondern kann in attrak
tiven Formen (Monde, Sterne, Rippen etc.) ausgeführt sein.
Dasselbe gilt auch für die als Halbmonde gezeichneten Zun
gen.
Zusammenfassend ist festzustellen, daß durch die Erfindung
neuartige Endblattverschlüsse geschaffen worden sind, die
problemlos zu öffnen sind.
Bezugszeichenliste
1 WC-Rolle
2 Papierwickel
3 Hülse
4, 5 Wicklung
6 Etikette
6.1 Klebeschicht
6.2 äußere Seite
7 Papierrolle
8, 9 Wicklung
10 Folie
11 klebender Teil
12 klebstofffreier Teil
13 Griff
14, 15 Wicklung
16, 17 Lasche
18 Blattende
19 Lasche
20, 21 Papierlage
20.1, 21.1 Zunge
22.1, 22.2 Schnittkante
23.1, 23.2 Reihe
24, 25 Lage
26, 27 Papierlage
28, 29 Delle
30, 31 Lage
32 Reihe
33 Papierwickel
34 Endblatt
35.1 Lage
35.2 Lage
36 Blattende
37 Wicklung
38.1 Lage
38.2 Lage
39 Endblatteil
40.1 Lage
40.2 Lage
41 Leimpunkt
42 Sekantenlinie
43 Durchschußlinie
44 Abschnitt
45 Keil
46.1, 46.2 Prägewerkzeug
47 Leim
48 Papierrolle
49.1, 49.2 Lagerrollen
50 Endblatt
51 Tisch
52.1, 52.2 Prägewerkzeug
53, 54 Hebelarm
55 Achse
56 Gestell
57 Schrauben
58 Bolzen
59 Feder
60 Ende
61 Rolle
62 Kurvenscheibe
63.1, 63.2 Luftkanal
64 Abschnitt
65.1, 65.2 Prägefläche
66 Biegungsstelle
67.1, 67.2 Flanken
68.1, 68.2, 68.3 ebene Fläche.
2 Papierwickel
3 Hülse
4, 5 Wicklung
6 Etikette
6.1 Klebeschicht
6.2 äußere Seite
7 Papierrolle
8, 9 Wicklung
10 Folie
11 klebender Teil
12 klebstofffreier Teil
13 Griff
14, 15 Wicklung
16, 17 Lasche
18 Blattende
19 Lasche
20, 21 Papierlage
20.1, 21.1 Zunge
22.1, 22.2 Schnittkante
23.1, 23.2 Reihe
24, 25 Lage
26, 27 Papierlage
28, 29 Delle
30, 31 Lage
32 Reihe
33 Papierwickel
34 Endblatt
35.1 Lage
35.2 Lage
36 Blattende
37 Wicklung
38.1 Lage
38.2 Lage
39 Endblatteil
40.1 Lage
40.2 Lage
41 Leimpunkt
42 Sekantenlinie
43 Durchschußlinie
44 Abschnitt
45 Keil
46.1, 46.2 Prägewerkzeug
47 Leim
48 Papierrolle
49.1, 49.2 Lagerrollen
50 Endblatt
51 Tisch
52.1, 52.2 Prägewerkzeug
53, 54 Hebelarm
55 Achse
56 Gestell
57 Schrauben
58 Bolzen
59 Feder
60 Ende
61 Rolle
62 Kurvenscheibe
63.1, 63.2 Luftkanal
64 Abschnitt
65.1, 65.2 Prägefläche
66 Biegungsstelle
67.1, 67.2 Flanken
68.1, 68.2, 68.3 ebene Fläche.
Claims (26)
1. Papierrolle mit einem Endblattverschluß, in dessen
Bereich das Papier einen zu einer Doppel- oder Mehr
fachlage umgeschlagenen Abschnitt (16, 17, 19, 36) auf
weist, welcher flächenhaft verprägt ist.
2. Papierrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der umgeschlagene Abschnitt (18, 19, 39) zum Öff
nen des Endblattverschlusses leicht greifbar ist.
3. Papierrolle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Endblattverschluß mit Hilfe des
verprägten Abschnitts gebildet ist.
4. Papierrolle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abschnitt (19) eine volumenbildende Verprägung
(67.1, 67.2, 68.1, 68.2, 68.3) aufweist.
5. Papierrolle nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 4, da
durch gekennzeichnet, daß der Endblattverschluß durch
einen Kleber zwischen einer äußersten und einer einer
darunterliegenden zweitäußersten Wicklung gebildet ist.
6. Papierrolle nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kleber (41) am verprägten Abschnitt (39) an
greift.
7. Papierrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein über den Endblattverschluß hinausgehender End
blatteil (39) verstärkt ausgebildet ist.
8. Papierrolle nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Ende eines Endblatteils (39)
gegen innen umgeschlagen ist.
9. Papierrolle nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Oberfläche (40.2) des umgeschlagenen Endes
(18) oberflächlich mit einer benachbarten inneren
Wicklung (37) der Papierrolle verbunden (41) ist.
10. Papierrolle nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche durch einen Leim vom Typ eines Hot
melts mit der darunterliegenden Wicklung (37) verbunden
ist.
11. Papierrolle nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Endblattverschluß zwischen
einer äußersten (4; 9; 14) und einer zweitäußersten
(5; 8; 15) Wicklung als mechanische Direktverbindung
(20.1, 21.1, 22.1, 22.2) oder mit einem Klebeelement (6,
10) mit Haftbeschichtung gebildet ist.
12. Papierrolle nach einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der Endblattverschluß durch eine
Verprägung (28, 29; 32) der äußersten Wicklung (26
resp. 30) mit der zweitäußersten (27 resp. 31) gebildet
ist.
13. Papierrolle nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Endblattverschluß durch Verhaken (20.1, 22.2)
der äußersten mit der zweitäußersten Wicklung (22
resp. 21) gebildet ist.
14. Papierrolle nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß der Endblattverschluß (16, 17) in
einem solchen Abstand von einem Ende (18) der äußersten
Wicklung angeordnet ist, daß das Ende (18) zum Öffnen
des Endblattverschlusses (16, 17) mit den Fingern leicht
angefaßt werden kann.
15. Papierrolle nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die zweitäußerste Wicklung (15)
eine Lasche (16) bildet, an welcher der Endblattver
schluß ausgebildet ist.
16. Papierrolle nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die äußerste und die zweitäußerste Wicklung (9
resp. 8) durch eine zwischen diesen angeordnete, doppel
seitig mit einer Haftschicht versehenen Folie (10) ver
klebt sind.
17. Papierrolle nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die äußerste und zweitäußerste Wicklung (4 resp.
5) durch eine beide von außen übergreifende Folie (6)
mit Haftschicht (6.1) verbunden sind.
18. Papierrolle nach einem der Ansprüche 16 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß die Folie (10) einen haftschicht
freien Griffteil (12, 13) zum Öffnen des Endblattver
schlusses aufweist.
19. Papierrolle nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß sie aus Hygienepapier, insbesondere
Toilettenpapier oder Haushaltspapier gebildet ist.
20. Verfahren zur Herstellung eines flächenhaft verprägten
Bereichs in einer Wicklung einer Papierrolle nach An
spruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
- a) ein Endteil mit dem zu verprägenden Bereich ausge breitet wird,
- b) der zu verprägende Bereich laschenartig zwischen zwei Prägewerkzeuge (52.1, 52.2) gebracht wird, welche zur Erzielung hoher lokaler Drücke gegeneinander gepreßt werden und
- c) dann der Endteil auf die Papierrolle aufgewickelt wird.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß
der zu verprägende Bereich (44) mit Hilfe eines mechani
schen Schiebers (45) laschenartig zwischen zwei stempel
artige Prägewerkzeuge (46.1, 46.2) gebracht wird.
22. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach An
spruch 20 mit,
- a) einer Einrichtung (49.1, 49.2) zum Halten und Drehen der Papierrolle (48),
- b) einer Auflagefläche (51) für den auszubreitenden Endteil (50) und
- c) einer Einrichtung mit Prägewerkzeugen (52.1, 52.2) zum Verprägen eines Abschnitts des Papiers.
23. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Schieber (45) zum Einschieben des zu verprägen
den Abschnitts (44) zwischen die Prägewerkzeuge (46.1,
46.2) vorgesehen ist.
24. Vorrichtung nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Prägewerkzeuge (52.1, 52.2) mit Luft
kanälen (63.1, 63.2) und Blasöffnungen in den Prägeflä
chen (65.1, 65.2) ausgestattet sind, um das Ablösen des
Papiers nach dem Verprägen zu erleichtern.
25. Vorrichtung nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein Prägewerkzeug (52.1) fest montiert
und das andere Prägewerkzeug (52.2) in bezug auf das
erste zangenartig beweglich gelagert ist.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet,
daß das bewegbare Prägewerkzeug (52.2) an einem
Schwenkarm (53) befestigt ist, dessen Bewegung durch
eine Kurvenscheibe (62) gesteuert ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH241894A CH688622A5 (de) | 1994-08-02 | 1994-08-02 | Papierrolle mit einem Endblattverschluss. |
| CH355094A CH690353A5 (de) | 1994-11-24 | 1994-11-24 | Papierrolle mit einem Endblattverschluss. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19528264A1 true DE19528264A1 (de) | 1996-04-04 |
Family
ID=25690399
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995128264 Withdrawn DE19528264A1 (de) | 1994-08-02 | 1995-08-01 | Papierrolle mit einem Endblattverschluß |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT953U1 (de) |
| DE (1) | DE19528264A1 (de) |
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