DE19547149A1 - Fluidisches Ventil - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein fluidisches Ventil, insbesondere zum Schalten
bzw. Steuern relativ großer Volumenströme, vorzugsweise unter
Verwendung eines piezoelektrischen Antriebs. Bevorzugte Anwendung
findet die Erfindung in 3/2-Ventilen.
Weit verbreitet zum Schalten von Volumenströmen sind Magnetventile.
Der hauptsächliche Nachteile dieser Magnetventile besteht darin, daß sie
zum Halten des Magneten in einer Position einer ständigen Energiezufuhr
bedürfen, sie relativ hohe Schaltzeiten und ein großes Bauvolumen
aufweisen. Auch sind Ventile der gattungsgemäßen Art bekannt und
finden bevorzugt in der Elektroventiltechnik als Alternative zu
Magnetventilen Anwendung (vgl. Datenblatt PIEZO 2000
A5P023D61KO30Ö der Fa. Hoerbiger Pneumatic). Diese Ventile
enthalten als Schaltelement einen piezoelektrischen Biegeaktuator, der
durch Anlegen einer elektrischen Spannung in wenigstens zwei Lagen
schaltbar ist. Solche Biegeaktuatoren werden je nach Anwendungsfall
bezüglich des erreichbaren Verstellweges, der Kraft, Baugröße und
elektrischer Betriebsspannung ausgewählt bzw. optimiert. Der
grundsätzliche Nachteil dieser Biegeaktuatoren besteht darin, daß sich mit
größer werdender Auslenkung die Kraft, die auf einen Anschlag noch
ausgeübt werden kann, verkleinert. Aus diesem Grund können diese
Ventile nach dem Stand der Technik nur zum Schalten relativ geringer
Volumenströme bzw. geringer fluidischer Drucke eingesetzt werden,
weshalb sie meist nur als Relaisventile zum Schalten von weiteren
Pneumatikventilen in Kaskadenanordnungen, die größere Volumen
schalten können, eingesetzt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein fluidisches Ventil,
insbesondere zum Schalten bzw. Steuern relativ großer Volumenströme
anzugeben, das vorzugsweise einen piezoelektrischen Antrieb beinhaltet.
Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale der
Patentansprüche gelöst. Je nach Anwendungsfall lassen sich durch
Auswahl eines piezoelektrischen Antriebs, insbesondere eines
piezoelektrischen Biegers mit vorgebbarer Spannung, Antriebskraft und
Biegerauslenkung und des anliegenden fluidischen Drucks sowie des
Ventilhubs gemäß der Erfindung Ventile schaffen, die durch eine
definierte Ausbildung wenigstens einer Ventilöffnung größere
Volumenströme steuern bzw. schalten lassen. Ist das Schalten größer
Volumenströme nicht das Hauptanliegen des Anwenders, kann die
Erfindung zur Schaffung vereinfachter und damit kostengünstigerer
Ventilbauformen verwendet werden, indem kleinere piezoelektrische
Antriebe mit geringerer Antriebskraft und/oder geringerem Hub
Verwendung finden können.
Die Erfindung soll nachstehend anhand schematischer Ausführungs
beispiele und Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 ein 3/2-Ventil im seitlichen Schnitt als ein Beispiel der
Anwendung der Erfindung,
Fig. 2a bis d mögliche Öffnungsprofile gemäß der Erfindung in
einem Schnitt senkrecht zur Zeichenebene von Fig. 1 und
Fig. 3 eine Möglichkeit einer zusätzlichen Kraftbeaufschlagung des
piezoelektrischen Antriebs vermittels einer Feder.
In Fig. 1 enthält ein Ventilgehäuse 1 einen piezoelektrischen Antrieb 2,
der im Beispiel als Bimorph-Bieger ausgeführt ist. Weiterhin ist das
Ventil als 3/2-Ventil ausgeführt, wobei es Öffnungen P, R und einen
Verbindungsweg A besitzt. In der gezeigten Darstellung ist das 3/2-Ventil
geschlossen; die strichlinierte Darstellung des Biegers steht für die
geöffnete Ventilstellung, wobei in dieser Schaltstellung ein Strömungsweg
für das an der Öffnung P anliegende Medium zum Verbindungsweg A
freigegeben ist.
In der geschlossenen Schaltstellung wird der Bieger mit einer fluidischen
Druckkraft Fp beaufschlagt.
Das durch den Verbindungsweg A in geöffneter Ventilstellung strömende
Medium bewirkt die Verstellung eines beispielhaft dargestellten
Verstellkolbens 3, der in geschlossener Stellung bspw. durch eine nicht
näher dargestellte Feder eine gegenläufige Bewegung entlang eines
dargestellten Doppelpfeils erfährt. Weiterhin ist der vorgebbare
Ventilhub, als einer weiteren wesentlichen Größe im Rahmen der
Erfindung, mit s bezeichnet.
Zur Verdeutlichung der Wirkung der Erfindung soll zunächst ein
Referenzbeispiel beschrieben werden, bei dem die Öffnungen von P und
R, wie nach dem Stand der Technik üblich, kreisrund ausgeführt sind; vgl.
Fig. 2a. Bei einem beispielhaft angenommenen Öffnungsdurchmesser von
1,3 mm betragen die Querschnittsflächen Ap der Öffnung P und A₀ der
Öffnung R jeweils ca. 1,3 mm². Bei einem angenommenen, an der
Öffnung P anliegenden Druck von 6 bar ergeben sich fluidische Kräfte Fp
(bzw. F₀ in geöffneter Ventilstellung) von jeweils 0,8 N im stationären
Zustand. Ein zum Betrieb des Ventils vorgesehener Multilayer-Bimorph-
Bieger soll einen Maximalhub von 0,7 mm aufweisen und eine
Maximalkraft Fb von 1,3 N ausüben. Diese Daten werden z. B. mit
kommerziellen Multilayer-Bimorph-Biegern (vgl. Multilayer-Bieger pa/b
marco 1995) einer Länge von 30 mm, einer Breite von 10 mm und einer
Dicke von 0,7 mm mit einer Ansteuerspannung von 100 V erreicht. Es
zeigt sich jedoch, daß der im Ventil nutzbare Ventilhub s nur 0,2 mm
beträgt. Womit der Strömungsquerschnitt As, worunter das Produkt aus
dem Mantellinienumfang der Öffnung (in diesem Beispiel also
π·1,3 mm) und Ventilhub (s) zu verstehen ist, der Öffnung P nur ca.
0,82 mm² beträgt. Würde der Ventilhub s größer eingestellt, reichte die
Antriebskraft Fb des Biegers nicht mehr aus, um die fluidischen Kräfte,
die durch ΔF = Fp-Fmin charakterisiert werden sollen, zu überwinden.
Fmin steht dabei für das Kraftminimum, die das fluidische System
zwischen den beiden Endlagen auf den piezoelektrischen Bieger ausübt.
Der geringe Strömungsquerschnitt bewirkt, daß die fluidische Kraft
zwischen den Schließpunkten auf nahezu Null abfällt (Fmin ≈ 0,05 N),
der piezoelektrische Bieger also nicht nur die o.g. Kraft von 0,8 N,
sondern auch die Kraftdifferenz von ΔF = 0,75 N überwinden muß.
Ausgehend vom beschriebenen Referenzbeispiel sind nun in einem ersten
Ausführungsbeispiel im Ventilgehäuse 1 zwei Öffnungen P und R mit
gleichen Öffnungsquerschnittsflächen von wiederum Ap = A₀ = 1,3 mm²,
also gleichen Werten für Fp und F₀ = 0,8 N, vorgesehen. Jedoch wird im
Beispiel von einer, von der oben beschriebenen kreisrunden
Öffnungsquerschnittsfläche, stark abweichenden erfindungsgemäßen
schlitzförmigen Öffnungsquerschnittsausführung, wie in Fig. 2b
dargestellt, ausgegangen. Die Längsausdehnung der schlitzförmigen
Öffnung soll dabei l = 3,6 mm und die Breitenausdehnung b = 0,36 mm
betragen. Bei vorausgesetztem gleichen Ventilhub wie im
Referenzbeispiel von 0,2 mm ergibt sich hier ein Strömungsquerschnitt As
von 1,6 mm² Durch den damit verbundenen höheren Volumenstrom wird
der Wert für Fmin auf Fmin 0,4 N angehoben. Für die Kraftdifferenz ΔF
ergibt sich ΔF = 0,4 N, d. h. der piezoelektrische Bieger 2 hätte in diesem
Beispiel nur die halbe Kraftdifferenz zu überwinden und könnte somit,
bspw. durch Halbierung seiner Breite, kleiner dimensioniert werden oder
er könnte bei beibehaltener Dimensionierung mit höheren fluidischen
Drucken beaufschlagt werden. Voraussetzung ist aber, daß eine
zusätzliche äußere Kraft von ca. 0,5 N wirkt, die die verminderte
Biegerkraft kompensiert und die bspw. durch Vorspannung des Biegers
selbst oder durch eine zusätzliche Feder 4, wie in Fig. 3 schematisch
angedeutet, erzeugt werden kann. Aufgrund des vergrößerten
Strömungsquerschnitts, läßt sich mit einem Ventil dieses Ausführungs
beispiels ein wesentlich größerer Volumenstrom schalten.
In einem zweiten Ausführungsbeispiel wird die gleiche schlitzförmige
Öffnungsgeometrie wie im ersten Ausführungsbeispiel gewählt, wobei ein
Strömungsquerschnitt wie im Referenzbeispiel As = 0,82 mm² gegeben
sein soll und die Öffnungsquerschnittsflächen Ap = A₀ = 1,3 mm²
betragen. Das heißt, dieselben Verhältnisse werden hier bereits bei einem
Ventilhub s = 0,1 mm erreicht. Dies bewirkt fluidische Kräfte von
Fp = F₀ = 0,8 N, Fmin ≈ 0,3 N und ΔF = 0,5 N. Der piezoelektrische
Antrieb muß neben dem halben Ventilhub hier auch nur 62% des
Kraftunterschieds überwinden. Die zusätzliche äußere Kraft kann wie im
ersten Ausführungsbeispiel erzeugt werden und soll hier ca. 0,3 N
betragen. Damit könnte der Bieger wesentlich kleiner dimensioniert
werden, z. B. 20 mm lang, 7 mm breit bei einer Dicke von 0,7 mm und
erreicht mit einer Betriebsspannung von 100 V einen maximalen Hub von
z = 0,3 mm mit einer Antriebskraft Fb des Biegers von Fb = 0,9 N. Als
weiterer Vorteil ergibt sich hierbei, daß die Resonanzfrequenz des
Biegers um den Faktor 2,25 auf ca. 820 Hz ansteigt, womit sich
wesentlich schnellere Ventilschaltvorgänge realisieren lassen.
In einem dritten Ausführungsbeispiel soll ein Ventil wie im Beispiel 2
ausgestattet mit einer Geometrie der Öffnung wie im Beispiel 1 und
versehen mit einem piezoelektrischen Antrieb wie im Referenzbeispiel
betrachtet werden. Es wird eine zusätzliche äußere Kraft von ca. 0,3 N,
wie im zweiten Ausführungsbeispiel vorgesehen. Ein derartiges Ventil
kann mit Spannungen von 50 V betrieben werden, wenn die Biegerbreite
auf 12,5 mm vergrößert, oder der Betriebsdruck auf 4,5 bar reduziert
wird. Bei einer solchen Maßgabe kann das Ventil mittels einer einfachen
Spannungsverdopplerschaltung an standardmäßige 24 V-Spannungs
versorgungen angeschlossen bzw. über 24 V-Bus-Leitungen versorgt
werden.
In einem vierten Ausführungsbeispiel soll ein 3/2-Ventil betrachtet
werden, das einen Ventilhub von s = 0,2 mm und einen
Strömungsquerschnitt von As = 1,8 mm² aufweisen soll. Es wird wieder
von zwei gleichen spaltförmigen Öffnungen von P und R, diesmal mit
einer Länge l = 2 mm und einer Breite b = 0,2 mm ausgegangen, woraus
eine Öffnungsfläche Ap = 0,4 mm² resultiert. Es ergeben sich folgende
fluidische Kräfte: Fp = 0,25 N, Fmin ≈ 0,1 N, ΔF = 0,15 N. Dieses Ventil
kann z. B. mit einem piezoelektrischen Bieger mit einem maximalen
Biegerhub von z = 0,4 mm und einer maximalen Antriebskraft von
Fb = 0,4 N noch sicher betätigt werden, wenn eine zusätzliche Feder eine
statische Vorspannung von 0,1 N erzeugt. Dem Bieger können dann
bspw. folgende Abmessungen gegeben sein, Länge: 20 mm, Breite: 4 mm,
Dicke: 0,5 mm bei einer Spannung U = 100 V. Dadurch ergeben sich
kompaktere Bauformen und außerdem ein mehr als verdoppelter
Strömungsquerschnitt gegenüber einer Ausführung nach dem zweiten
Ausführungsbeispiel.
In einem fünften Ausführungsbeispiel wird ein piezoelektrischer Bieger
wie im Referenzbeispiel beschrieben unter Verwendung von
Schlitzöffnungen mit einem Verhältnis l/b = 10, wie im Beispiel 1
ausgeführt. Wird dieser Öffnungsquerschnitt verdoppelt, so daß
Ap = A₀ = 2,6 mm² beträgt, so ergibt sich Fp = 1,6 N und l = 5,1 mm,
b = 0,51 mm und der Strömungsquerschnitt As zu 2,24 mm². Dieser um
den Faktor 2,75 gegenüber dem Referenzbeispiel vergrößerte
Öffnungsquerschnitt bewirkt Werte von Fmin ≈ 1,0 N, ΔF ≈ 0,6 N und
eine statische Vorspannung von 0,7 N. Wiederum unterstützt durch eine
Feder, die die statische Vorspannkraft aufbringt, die in diesem Fall auf
1,1 N erhöht wird, kann dieses Ventil sogar mit einem etwas schwächer
dimensionierten Bieger, z. B. durch Reduzierung seiner Breite auf 8 mm,
einen etwa 3mal so großen Volumenstrom wie im Referenzbeispiel
schalten.
In Fig. 2c ist ein letztes Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem die
Öffnungsquerschnittsflächen von P und R unterschiedlich groß
ausgebildet sein sollen. So soll Ap = 1,63 mm² bei l = 3,05 und
b = 0,55 mm (l/b = 5,6) und A₀ = 1,05 mm² bei l = 3,25 und
b = 0,325 mm (l/b = 10) betragen. Dabei sind die Strömungsquerschnitte
A₅ beider Öffnungen gleich groß. Die sich hier ergebenden Kräfte
betragen Fp = 1 N und F₀ = 0,65 N. Als piezoelektrischer Antrieb soll
hier ein Bieger einer mit einer Länge von 30 mm, einer Breite von 5 mm,
einer Dicke von 0,7 mm einem Maximalhub von z = 0,7 mm und einer
Maximalkraft Fb = 0,65 N Verwendung finden. Der Ventilhub s soll so
gewählt werden, daß die Kraftänderung des Biegers gleich
Fp-F₀ = 0,35 N beträgt. Damit ergibt sich s zu 0,38 mm, womit die
Strömungsquerschnitte beider Öffnungen 2,72 mm² betragen. Die
statische Vorspannkraft einer zusätzlichen, auf den Bieger eingreifenden
Feder wird auf 0,7 N festgelegt. Eine Ausbildung der Erfindung
entsprechend dieses Ausführungsbeispiels ermöglicht eine noch bessere
Anpassung des Verlaufs der fluidischen Kraft-Weg-Kennlinie an die
Arbeitskennlinie des zum Einsatz gelangenden piezoelektrischen
Antriebs.
Wenn im Rahmen der Beschreibung schlitzförmige Öffnungen mit
rechteckigem Querschnitt beschrieben wurden, stellen diese zwar eine
besonders bevorzugte Ausführungsform dar, da sie sich in einer Ebene
durch den Bieger günstiger verschließen lassen, beschränken die
Erfindung jedoch nicht darauf. Wesentlich im Rahmen der Erfindung ist
die definierte Wahl von Öffnungen mit einem Querschnitt, der von einem
kreisrunden Querschnitt abweicht und damit eine gegenseitige Anpassung
der sich wechselseitig beeinflussenden Öffnungs- und Biegerparameter
auf den jeweiligen Anwendungsfall erstmals möglich machen. So fallen
auch elliptische Öffnungen, Langlochöffnungen o. ä., wie in Fig. 2d
angedeutet, unter die Erfindung. Ebenso ist die Erfindung nicht auf die
Verwendung von piezoelektrischen Antrieben in Form von Biegern
beschränkt. Es können unter Beibehaltung obiger Betrachtungen auch
piezoelektrische Stapelantriebe Verwendung finden, wie sie bspw. in
P 44 45 642.5 beschrieben sind.
Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und der
Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in
beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.
Bezugszeichenliste
1 - Ventilgehäuse
2 - piezoelektrischer Antrieb
3 - Verstellkolben
4 - Feder
P, R - Öffnungen
A - Verbindungsweg
s - Ventilhub
z - Maximalhub des Biegers
A₀ - Flächenquerschnitt der Öffnung R
Ap - Flächenquerschnitt der Öffnung P
F₀ - fluidische Kraft an der Fläche A₀
Fp - fluidische Kraft an der Fläche Ap
l - Öffnungslängsausdehnung
b - Öffnungsbreitenausdehnung
2 - piezoelektrischer Antrieb
3 - Verstellkolben
4 - Feder
P, R - Öffnungen
A - Verbindungsweg
s - Ventilhub
z - Maximalhub des Biegers
A₀ - Flächenquerschnitt der Öffnung R
Ap - Flächenquerschnitt der Öffnung P
F₀ - fluidische Kraft an der Fläche A₀
Fp - fluidische Kraft an der Fläche Ap
l - Öffnungslängsausdehnung
b - Öffnungsbreitenausdehnung
Claims (10)
1. Fluidisches Ventil, insbesondere zum Schalten bzw. Steuern relativ
großer Volumenströme, vorzugsweise einen piezoelektrischen Antrieb
(2) beinhaltend, dadurch gekennzeichnet, daß in Abhängigkeit von der
erreichbaren Antriebskraft (Fb) und einem Antriebshub (z) eines
vorgebbaren Antriebs (2), einem erreichbaren vorgebbaren Ventilhub
(s) und der sich durch den anliegenden fluidischen Druck ergebenden
Kraft (Fp) der Querschnitt wenigstens einer Öffnung (P; R) mit der
Maßgabe gestaltet ist, daß ihm eine von der Kreisform abweichende
Mantelliniengeometrie gegeben ist.
2. Fluidisches Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei
Verwendung eines 3/2-Ventils bei gleichem Flächenquerschnitt (Ap,
A₀) der Öffnungen (P; R) insbesondere der Öffnung (P) eine von der
Kreisform abweichende Mantelliniengeometrie gegeben ist.
3. Fluidisches Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei
Verwendung eines 3/2-Ventils bei gleichem Flächenquerschnitt (Ap,
A₀) der Öffnungen (P; R) beiden Öffnungen (P und R) eine von der
Kreisform abweichende Mantelliniengeometrie gegeben ist.
4. Fluidisches Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei
Verwendung eines 3/2-Ventils bei unterschiedlichem Flächenquer
schnitt (Ap, A₀) der Öffnungen (P; R) wenigstens einer Öffnung (P)
eine von der Kreisform abweichende Mantelliniengeometrie gegeben
ist.
5. Fluidisches Ventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
beiden Öffnungen (P und R) eine von der Kreisform abweichende
Mantelliniengeometrie gegeben ist.
6. Fluidisches Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die von der Kreisform abweichende Mantellinien
geometrie im wesentlichen schlitzförmig ausgebildet ist.
7. Fluidisches Ventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei
unterschiedlichem Flächenquerschnitt (Ap, A₀) der Öffnungen (P und
R) den Öffnungen ein gleicher Strömungsquerschnitt, worunter das
Produkt aus Mantellinienumfang (2l + 2b) und Ventilhub (s) zu
verstehen ist, gegeben ist.
8. Fluidisches Ventil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
einen Öffnung (R) ein kleinerer Flächenquerschnitt als der anderen
Öffnung (P) gegeben ist.
9. Fluidisches Ventil nach einem der Ansprüche 1, 4, 5, 6, 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Exzentrizität der Öffnungsque
rschnitte zueinander so gewählt ist, daß die auf die eine Öffnung (P)
wirkende fluidische Kraft Fp und die auf den piezoelektrischen Antrieb
(2) an der anderen Öffnung (R) wirkende fluidische Druckkraft F₀
zueinander in einem Verhältnis
festgelegt sind, wobei Fb für die Antriebskraft des piezoelektrischen
Antriebs und z für den Maximalhub des Antriebs (2), bei: z s, steht.
10. Fluidisches Ventil nach Anspruch 1 oder 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der piezoelektrische Antrieb (2) in beiden Schaltstellungen (Fp, F₀)
zusätzlich mit einer weiteren Kraft, bevorzugt erzeugt durch eine
mechanische Feder (4), beaufschlagt ist.
Priority Applications (2)
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