DE1956340U - Luftpuffer an zweitouren-schnellpressen. - Google Patents

Luftpuffer an zweitouren-schnellpressen.

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DE1956340U
DE1956340U DE1961M0039908 DEM0039908U DE1956340U DE 1956340 U DE1956340 U DE 1956340U DE 1961M0039908 DE1961M0039908 DE 1961M0039908 DE M0039908 U DEM0039908 U DE M0039908U DE 1956340 U DE1956340 U DE 1956340U
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MAN Maschinenfabrik Augsburg Nuernberg AG
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Description

.050545*27.1.67
SM, 3
Maschinenfabrik Augsburg-Mrnberg Aktiengesellschaft 89 Augsburg, Stadtbachstraße 1
Gm.B.' 925
Luftpuffer an Zweitouren-Sehnellpressen
Die Neuerung betrifft einen Luftpuffer an Zweitouren-Schnellpressen, bei welchen der Kompressionsdruck im Bremszylinder selbsttätig in Abhängigkeit von der Maschinengeschwindigkeit durch Dosieren des Volumens Tor dem Verdichtungsbeginn mittels veränderbarer Luftdurchtrittsöffnungen am Bremszylinder einstellbar ist.
Es ist bekannt, die durch das hin- und hergehende Satzbett an Zweitoren—Schnellpressen auftretenden Massenkräfte vor dem Umkehrpunkt durch Luftpuffer aufzufangen, wobei der dabei in den Luftpufferzylindern erzeugte Kompressionsdruck nach dem Überschreiten der Totpunktlage das Umkehrgetriebe unterstützt. Während der auf die maximal auftretende Massenkraft abgestimmte Pufferenddruck bei allen Arbeitsgeschwindigkeiten nahezu konstant ist, sinken die Massenkräfte bei verlangsamtem Maschinenlauf, so daß von einem bestimmten Bereich ab sich der Pufferdruck schädlich statt schonend auf das Getriebe auswirkt, insbesondere bei den heute üblichen hohen Laufgeschwindigkeiten. Es ist daher erstrebenswert, den Luftpufferdruck der von der Drehzahl der Maschine abhängigen Massenkraft anzugleichen.
Bei einer bekannten Ausführung wird dies dadurch erreicht, daß man eine federnde Ventilplatte und eine als Gewindebüchse ausgebildete Ventilplattenauflage in den Boden des Luftpufferzylinders verlegt,, wo dieselbe in Verbindung mit der Bürstenverstellung des Antriebsmotors von außen =um einen kleinen Betrag ver-
V..
Gm.B. 925
dreht wird, wodurch sich der Spalt zwischen der Ventilplatte und der Auflage verändert. Diese Verstellung ist aber im Verhältnis zum verwendeten Geschwindigkeitsbereich sehr klein. Außerdem werden Ventilplatte und Auflage von der Kompressionswärme beeinflußt, so daß ein einwandfreier Pufferdruckausgleich nicht gewährleistet ist. Überdies bestehen Schwierigkeiten in der Abdichtung für die Ventilplattenfedern und die verstellbare Auflage. Des weiteren ist das Nachströmen der Luft in den Pufferzylinder durch die engen Querschnitte behindert und besondere Maßnahmen erforderlich, um das Knallen beim Austau-chen des Pufferkolbens aus dem Zylinder zu verhindern.
Um bei einer anderen bekannten Ausführung einen Ausgleich in beschränktem Maße zu erreichen, werden neben Pufferzylindern zusätzliche Luftzylinder mit Gegenkolben verwendet, mittels welcher ein größerer oder kleinerer Kompressionsraum gebildet wird, für kleine Laufgeschwindigkeiten wird dabei der große Kompressionsraum und für hohe Geschwindigkeiten der kleine Kompressionsraum benützt. Der Gegenkolben muß, da er bei jeder Karrenumkehr den Kompressionsdruck aufzunehmen hat, dabei in seinen beiden Endlagen verriegelt werden, wobei das Umstellen von einer Lage zur anderen von Hand und bei stehender Maschine erfolgen muß. Erfahrungsgemäß wird diese Umstellung jedoch gerne vergessen, so daß die Maschine nicht mit dem richtigen Pufferdruck arbeitet. Diese Anordnung hat auch den Nachteil, daß die zwischen der minimalen und der maximalen Geschwindigkeit liegenden Geschwindigkeiten nicht berücksichtigt werden.
Nach der Neuerung hingegen wird vorgeschlagen, daß die Luftdurchtrittsöffnungen durch einen Steuerschieber veränderbar sind, der in einer achsparallelen Bohrung außerhalb des BremsZylinders hin- und herbewegbar angeordnet ist. Durch diese Maßnahmen wird ein den unterschiedlichen Massenkräften annähernd proportionaler Luftpufferdruck erzeugt, weil das Volumen der zu komprimierenden Luft vom maximalen Pufferdruck ausgehend schon vor dem Verdichtungsbeginn und vor dem eigentlichen Kompressionsraum um so viel
Gm.B. 925 '"
verringert wird, daß der Enddruck sich, jeweils dem für niedrigere Drehzahlen errechneten Massendruck nähert. Heben der vollautomatischen Wirkung und der sich über den gesamten Geschwindigkeitsbereich erstreckenden Luftpufferregulierung in kleinen Schritten hat die Ausführung nach der !Teuerung noch den Vorteil, daß die Steuerelemente vom Kompressionsdruck entlastet sind und deshalb sehr leicht ausgeführt sein können. Der die Steuerung des Bolzens übernehmende Motor kann daher wie der Bürstenverstellmotor ausgebildet sein.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der !Teuerung dargestellt.Es zeigen
fig. 1 einen teilweisen Längsschnitt durch eine
Zweitourenpresse,
Jig. 2 einen Schnitt, nach Linie II - II der Pig. 1.
Mit dem Karren 1 einer Druckmaschine sind in bekannter Weise die Kolben 2 über eine Stange 3 verbunden, welche in die paarweise angeordneten Zylinder 4 an beiden Enden der Maschine beim Hin- und Hergang des Karrens eintauchen. Die Zylinder sind zweckmäßigerweise auf der Unterseite mit achsparallel hintereinander angeordneten Bohrungen 5 versehen, unterhalb derer Rohre 6 mit übereinstimmenden Löchern 7 befestigt sind, ϊη den Rohren 6 sind Steuerkolben 8 bewegbar, so daß je nach der Stellung des Kolbens mehr oder weniger Löcher 5, 7 abgedeckt werden. Die Steuerkolben weisen auf der Unterseite eine Terzahnung 9 auf, in welche ein Ritzel 10 eingreift, welches über eine !fette 11 ein Ritzel 12 und eine Kette 13 beispielsweise von einem Bürstenverstellmotor angetrieben wird, welcher synchron mit dem Bürstenverstellmotor des Hauptantriebsmotors verbunden ist.
Wird demnach die Maschinengeschwindigkeit durch Betätigen der Druckknöpfe "schneller" oder "langsamer" gändert, so ändert sich auch die Lage der Steuerschieber im gleichen Verhältnis, wobei diese so-lange in der Stellung verbleiben, bis eine neue
Gm.B. 925
Gesehwindigkeitsregulierung erfolgt. Damit ist der Kompressionsdruck im Luftpufferzylinder der von der Laufgeschwindigkeit der Maschine abhängigen Massenkraft des Satzbettes innerhalb des gesamten Arbeitsbereichs weitgehend selbsttätig angepaßt.

Claims (2)

Gffl.B. 925 Schutzansprüche:
1. Luftpuffer an Zweitouren-Schnellpressen, "bei welchen der Kompressionsdruck im Bremszylinder selbsttätig in Abhängigkeit von der laschinengeschwindigkeit durch Dosieren des Volumens vor dem Yerdichtungsbeginn mittels veränderbarer Luftdurchtrittsöffnungen am Bremszylinder einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftdurchtrittsöffnungen durch einen Steuerschieber veränderbar sind, der in einer achsparallelen Bohrung außerhalb des Bremszylinders hin- und herbewegbar angeordnet ist.
2. Euftpuffer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftdurehtrittsöffnungen längs einer Mantellinie des Zylinders und in bestimmten Abstanden hintereinander ungefähr von der Mitte des BremsZylinders nach außen führend angeordnet sind.
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