DE19607199C2 - Verstelleinrichtung - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verstelleinrichtung mit einem Stator und einem Rotor, der ge
genüber dem Stator in unterschiedliche Winkelpositionen verstellbar ist.
Bei einer derartigen z. B. als Drehschalter verwendeten Verstelleinrichtung entsprechen
die unterschiedlichen Winkelpositionen verschiedenen Schaltstellen. Bei herkömmlichen
Drehschaltern werden in den verschiedenen Schaltstellen die gewünschten elektrischen
Verbindungen mit Hilfe von Berührungskontakten, beispielsweise in Form von Blattfe
dern und dergl., hergestellt.
Aus der DE 295 10 696 U1 ist eine Verstelleinrichtung mit einem Stator und einem Ro
tor, der gegenüber dem Stator in unterschiedliche Winkelpositionen verstellbar ist, be
kannt. Am Rotor ist ein Permanentmagnet drehfest angeordnet und mit dem Stator ist
ein zweidimensionaler Magnetsensor im wesentlichen parallel zur Ebene, in welcher das
vom Permanentmagneten erzeugte Magnetfeld gedreht wird, drehfest verbunden. Der
zweidimensionale Magnetsensor ist dem Permanentmagneten berührungsfrei gegen
überliegend angeordnet und liefert ein der Winkelstellung des Permanentmagneten ent
sprechendes Signal. Durch Verwendung mehrerer Permanentmagnetsegmente und Ma
gnetsensoren können verschiedene Schaltpositionen eines Rotationsschalters geschaf
fen werden.
Aufgabe der im Patentanspruch 1 enthaltenen Erfindung ist es, eine Verstelleinrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welcher kontaktlos die verschiedenen
Schaltstellen mit hoher Auflösung im gesamten Drehwinkelbereich definiert sind.
Der zweidimensionale Magnetsensor ist in der Weise ausgebildet, daß er eine Drehung
des Permanentmagnetfeldes um eine Drehachse, welche senkrecht zu der Verbin
dungslinie zwischen Nordpol und Südpol des Permanentmagneten verläuft, zweidimen
sional, d. h. in X- und Y-Komponenten in einer Ebene, welche parallel liegt zu der Ebene,
in welcher sich die Verbindungslinie zwischen Nordpol und Südpol des Permanentma
gneten dreht, erfassen kann. Ein derartiger zweidimensionaler Magnetsensor kann aus
Feldplatten (Rohrbach, Handbuch für experimentelle Spannungsanalyse VDI-Verlag,
1989, Seiten 544, 545; Profos/Pfeifer, Handbuch der industriellen Meßtechnik, 5. Aufla
ge, Oldenbourg Verlag, 1992, Seiten 146, 147) gebildet sein. Die Ebene, in welcher das vom Perma
nentmagneten erzeugte Magnetfeld gedreht wird, ist die Ebene, in welcher sich die Ver
bindungslinie zwischen Nordpol und Südpol des Permanentmagneten bei der Drehung
um die dazu senkrechte Achse bewegt. Der Magnetsensor, welcher als Drehwinkelsen
sor wirkt, detektiert kontaktlos die Lage des Magnetfeldes, unabhängig von dessen
Feldstärke. Die Lage des Magnetfeldes wird in horizontaler Ebene gemessen und sein
Winkel bezüglich einer vorher definierten Nullage ausgegeben.
Der Permanentmagnet ist möglichst nahe, z. B. 1 bis 2 mm, der Oberfläche des zweidi
mensionalen Magnetsensors angeordnet, so daß Feldlinien des Magnetfeldes die Halb
leiterelemente (Feldplatten) des zweidimensionalen Magnetsensors senkrecht bzw. na
hezu senkrecht durchsetzen. Der Permanentmagnet kann eine magnetische Induktion in
der Größenordnung von 20 bis 50 mT haben. Der zweidimensionale Magnetsensor kann
als Baustein einer integrierten Schaltung, die in Form eines Chip vorliegt, ausgebildet
sein.
Der Stator, an welchem der Rotor drehbar geführt ist, sowie der Magnetsensor bzw. der
elektronische Baustein, in welchem der Magnetsensor integriert ist, sind mit einer Trä
gerplatte verbunden. An der Trägerplatte können weitere elektronische und elektrische
Bauelemente vorgesehen sein, die mit dem Magnetsensor bzw. der integrierten Schal
tung, in welcher sich der Magnetsensor befindet, verbunden sind. Die Ausgangssignale
des Magnetsensors, welche analoge Signale, beispielsweise analoge Ausgangsspan
nungen, sein können, werden in der integrierten Schaltung bzw. in den damit verbunde
nen Bauelementen ausgewertet bzw. weiter behandelt. Die Trägerplatte kann beispiels
weise als Leiterplatte ausgebildet sein.
Die elektrische Verstelleinrichtung läßt sich nach Art eines elektrischen Drehschalters
verwenden, wobei die Winkelpositionen Schaltstellen des Drehschalters entsprechen.
Ferner kann die elektrische Verstelleinrichtung als kontaktlose Potentiometernachbil
dung zum Einsatz kommen, wobei die verschiedenen Winkelstellungen entsprechenden
Potentiometer(Drehwiderstand)-Einstellungen bzw. Abgriffstellen eines Spannungsteilers
entsprechen. Durch entsprechende Auswertung der Ausgangssignale des Magnetsen
sors können auch andere physikalische, insbesondere elektrische, Größen eingestellt
bzw. geschaltet werden. Der Rotor kann um 360° gedreht werden, wobei innerhalb die
ses Drehwinkelbereiches entsprechende Schaltstellungen vorgesehen sein können.
Man erreicht eine hohe Auflösung für die unterschiedlichen Winkelpositionen, vor allem,
weil die Positionen auf einen Drehwinkelbereich von 360° verteilt sein können. Ferner
kann die elektrische Verstelleinrichtung diagnosefähig und busfähig sein. Im Vergleich
zu mechanischen Systemen erreicht man eine höhere Lebensdauer. Es ist ein räumlich
nur kleiner mechanischer Aufbau erforderlich. Außerdem ist die Einrichtung SMD-
geeignet. Auch in schwierigen Umweltbedingungen ergibt sich ein problemloser Einsatz.
Es ist ein nur geringer Verdrahtungsaufwand bei serieller Schnittstelle erforderlich. Das
System ist kalibrierfähig. Außerdem erreicht man eine Reduzierung der Schaltfehler um
den Faktor 10 gegenüber mechanischen Systemen. Wie schon erläutert, ist eine
Chip On Bord-Lösung möglich.
Anhand der Figuren wird an Ausführungsbeispielen die Erfindung noch näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1: schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel;
Fig. 2: schematisch ein zweites Ausführungsbeispiel;
und
Fig. 3: schematisch ein drittes Ausführungsbeispiel.
Die in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele besitzen einen Stator 1 und einen
Rotor 2. Der Rotor 2 ist um eine Achse 8 drehbar. Der Stator 1 ist fest mit einer Träger
platte 5 verbunden. Ferner ist ein elektronischer Baustein 9, welcher eine integrierte
Schaltung beinhalten kann, fest mit der z. B. als Leiterplatte ausgebildeten Trägerplatte
5, beispielsweise in SMD-Technik, verbunden. Der elektronische Baustein 9 enthält ei
nen zweidimensionalen Magnetsensor 4, dem in einem bestimmten Abstand d ein am
Rotor 2 angeordneter Permanentmagnet 3 gegenüberliegt. Der Abstand d zwischen
dem Permanentmagneten 3 und dem zweidimensionalen Magnetsensor 4 ist so gering
wie möglich bemessen und kann 1 bis 2 mm betragen.
Der zweidimensionale Magnetsensor 4 liefert in Abhängigkeit von der Winkelstellung um
die Achse 8 bezüglich des Stators 1 bzw. bezüglich des ortsfesten Magnetsensors 4
eine X-Komponente und eine Y-Komponente eines Ausgangssignals. Diese beiden
Komponenten können analoge Ausgangsspannungen des Magnetfeldsensors 4 sein.
Diese beiden Komponenten werden gegebenenfalls verstärkt und in der Weise ver
knüpft, daß sie eine Aussage über die Winkelstellung des Permanentmagneten 3 bzw.
des drehfest damit verbundenen Rotors 2 gegenüber einer ortsfesten gegebenenfalls
am Stator 1 vorgesehenen Referenzposition wiedergeben.
Bei dem in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt der Rotor 2 einen Ro
torvorsprung 7. Der Rotorvorsprung 7 erstreckt sich durch eine Öffnung 6 der Leiterplat
te 5. An der Unterseite des Rotorvorsprungs 7 ist der Permanentmagnet 3 vorgesehen.
Er liegt, wie schon erläutert, dem zweidimensionalen Magnetsensor 4 mit einem gerin
gen Abstand gegenüber. Der Baustein 9, in welchem der zweidimensionale Magnetsen
sor 4 integriert ist, befindet sich beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 an der unteren
Oberflächenseite der Trägerplatte 5. Der Stator 1 befindet sich an der oberen Oberflä
chenseite der Trägerplatte 5. Auch der wesentliche Teil des Rotors 2 befindet sich an
der oberen Oberflächenseite der Trägerplatte 5. Im Falle einer ausreichend dünn be
messenen Trägerplatte 5 kann der Permanentmagnet im Rotor 2 auch in einer Ebene, in
welcher die obere Oberfläche der Trägerplatte 5 liegt, oder geringfügig darüber ange
ordnet sein.
Bei dem in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel befindet sich der Baustein 9
mit dem integrierten Magnetsensor 4 an der oberen Oberflächenseite der Trägerplatte 5.
Auch der Stator 1 und der Rotor 2 sind an der oberen Oberflächenseite der Trägerplatte
5 vorgesehen. Der Stator 1 dient als Gehäuse für den Baustein 9. Auch bei diesem
Ausführungsbeispiel liegt der an der Unterseite des Rotors 2 vorgesehene Permanent
magnet 3 mit einem geringen Abstand dem Magnetsensor 4 am Baustein 9 gegenüber.
Der Rotor 2 kann gegenüber dem Stator 1 unterschiedliche Drehwinkelstellungen ein
nehmen. Der Rotor 2 kann dabei stufenlos oder gestuft in verschiedene Drehwinkelposi
tionen gebracht werden. Diese Drehwinkelpositionen können durch Einrichtungen be
stimmt sein, wie sie bei herkömmlichen Drehschaltern bekannt sind. Beispielsweise
können Drehwinkelpositionen bzw. Schaltstellungen durch eine Rotor- und Statorausbil
dung erreicht werden, wie sie in der DE 44 27 833 A1 oder dem deutschen Gebrauchsmu
ster 94 07 625 U1 beschrieben sind.
Bei dem in der Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel liegt der Magnetsensor 4 als
gehäuseloser Chip vor, der direkt auf den Stator 1 aufgebracht und mit diesem verbun
den ist. Ferner kann der Magnetsensor 4 mit der Oberfläche des Stators 1 verbunden
sein oder direkt in das Gehäuse eingespritzt sein. Das Gehäuse und der Magnetsensor
können in geeigneter Weise an die jeweilige technische Anwendung angepaßt werden.
Ferner kann eine direkte Montage des Magnetsensors auf der insbesondere als Leiter
platte ausgebildeten Trägerplatte 5 möglich sein. Der Rotor 2 mit dem Permanent
magneten 3 ist unterhalb des Magnetsensors 4 im Abstand d (z. B. 1 bis 2 mm) ange
ordnet.
Die Rotore 2 der Ausführungsbeispiele können um 360° gedreht werden. Die gewünsch
ten Schaltstellungen bzw. Drehwinkelpositionen können auf diesen Winkelbereich verteilt
sein.
Zum Ausgleich von Einbautoleranzen ist die Rotorachse 8 in bevorzugter Weise gegen
über dem Magnetsensor 4 zentrierbar. Diese Zentrierung kann durch Kalibrierung in
einer an den Magnetsensor angeschlossenen Auswerteschaltung auf elektronische Art
und Weise geschehen.
Claims (8)
1. Verstelleinrichtung mit einem Stator und einem Rotor, der gegenüber dem Stator
in unterschiedliche Winkelpositionen verstellbar ist, wobei am Rotor (2) ein Per
manentmagnet (3) drehfest angeordnet ist und mit dem Stator (1) ein zweidi
mensionaler Magnetsensor (4) im wesentlichen parallel zur Ebene, in welcher
das vom Permanentmagneten (3) erzeugte Magnetfeld gedreht wird, drehfest
verbunden und dem Permanentmagneten (3) berührungsfrei gegenüberliegend
angeordnet ist, der Magnetsensor (4) und der Stator (1) mit einer Trägerplatte (5)
fest verbunden sind und der Magnetsensor (4) ein der Winkelstellung des Per
manentmagneten (3) proportionales Signal liefert.
2. Verstelleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stator (1)
und der Magnetsensor (4) an derselben Oberflächenseite der Trägerplatte (5)
angeordnet sind.
3. Verstelleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stator (1)
mit dem daran gelagerten Rotor (2) an der einen Oberflächenseite der Träger
platte (5) und der Magnetsensor (4) auf der anderen Oberflächenseite der Trä
gerplatte (5) angeordnet sind und daß der Rotor (2) einen Rotorvorsprung (7)
aufweist, der durch eine Öffnung (6) der Trägerplatte (5) ragt.
4. Verstelleinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Perma
nentmagnet (3) am Rotorvorsprung (7) angeordnet ist.
5. Verstelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Winkelstellungen des Rotors (2) Schaltstellen eines elektrischen Dreh
schalters entsprechen.
6. Verstelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Winkelstellungen des Rotors (2) Potentiometereinstellungen entspre
chen.
7. Verstelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rotor (2) um 360° drehbar ist.
8. Verstelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rotorachse (8) bezüglich des Magnetsensors (4) zentrierbar ist.
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| DE20200302U1 (de) | 2002-01-10 | 2002-03-28 | Ab Elektronik Gmbh, 59368 Werne | Drehwinkelsensor |
| DE10314838A1 (de) * | 2003-04-01 | 2004-10-28 | Robert Seuffer Gmbh & Co. Kg | Verfahren und Vorrichtung zur Messung der Position, welche ein Magnet und ein Messort zueinander haben |
| DE102014213405A1 (de) | 2014-07-10 | 2016-01-14 | Ifm Electronic Gmbh | Näherungsschalter mit einem magnetischen Drehschalter |
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- 1996-02-26 DE DE1996107199 patent/DE19607199C2/de not_active Expired - Fee Related
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| DE19607199A1 (de) | 1997-08-28 |
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