DE19611945C1 - Einrichtung für den busvernetzten Betrieb eines elektronischen Gerätes mit Microcontroller sowie deren Verwendung - Google Patents
Einrichtung für den busvernetzten Betrieb eines elektronischen Gerätes mit Microcontroller sowie deren VerwendungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung für den
busvernetzten Betrieb eines elektronischen Gerätes mit
Microcontroller nach der Gattung des Anspruchs 1 und
deren Verwendung gemäß Anspruch 29.
Die wachsende Zahl busvernetzter elektronischer Geräte
beispielsweise in Industrieanlagen und Verkehrsmitteln,
beispielsweise in Kraftfahrzeugen, folgert zwangsläufig
Probleme hinsichtlich einer ausreichend sicheren bzw.
ausreichend langen Betriebsfähigkeit dann, wenn für den
Betrieb nur eine vorbestimmte elektrische Energiemenge
zur Verfügung steht, so z. B. aus der Betriebsbatterie
eines Verkehrsmittels oder der Stützbatterie einer Pro
duktionsanlage für Noterhalt von Bearbeitungszustands
daten etc. Um den Stromverbrauch zu beschränken, ist
es bekannt, Geräte, die innerhalb einer bestimmten Be
triebsphase nicht benötigt werden, abzuschalten.
So ist es z. B. von von der Anmelderin vermarkteten
Fahrzeugen bekannt, in Kraftfahrzeugen Steuergerä
te, deren Stromverbrauch bei Stillstand des Fahrzeugs
stört, von der Klemme 15 des Zünd-/Startschalters aus
mit Strom zu versorgen. Bei abgezogenem Zünd/Start-Schlüssel
sind sie so von der Bordstromversorgung aus
genommen. Geräte, deren Betriebsfähigkeit auch bei
Nichtbetrieb des Fahrzeugmotors unverzichtbar ist,
werden von der dauerstromversorgten Klemme 30 mit
Strom versorgt.
Geht man jedoch davon aus, daß allein der Spannungsreg
ler eines jeden solchen dauerstromversorgten Gerätes ca.
500 µA, der Ruhestrombedarf des Transceivers (Empfangs
diskriminator und Endstufe) zwischen Bus und Elektronik
ca. 150 µA und der Ruhestrombedarf der jeweiligen Gerä
teperipherie (z. B. Spannungsteiler, Sensorstromquellen
etc.) jeweils ca. 500 µA beträgt, resultiert für jedes
Gerät ein Gesamtruhestrombedarf von mehr als 1 mA.
Sind beim Beispiel eines Kraftfahrzeugs mit busver
netzten Steuergeräten z. B. 30 solcher Geräte vorhan
den, würde dies einen Gesamtruhestrombedarf von min
destens 30 mA bedeuten. Bei einem Kraftfahrzeug kann
dies zur Folge haben, daß das außer Betrieb genommene
Kraftfahrzeug infolge beständiger Entladung seiner Bat
terie nach ca. 3-4 Wochen nicht mehr startbar ist.
Dies hat wiederum zur Folge, daß in entsprechenden
Kraftfahrzeugen, die z. B. in einen anderen Kontinent
verschifft werden sollen, zwecks Sicherstellung ihrer
Startbarkeit am Empfangsort vor der Verschiffung eine
Abtrennung der Batterie vom Bordnetz erforderlich ist.
Ähnliche Probleme treten auch bei Nutzfahrzeugen für
technische Hilfseinsätze auf, die nur selten im Ein
satz sind und deren technische Zweckausrüstung bus
vernetzt ist.
Der Beitrag "CAN-Anschluß für C166-Architektur" in der
FZ Design & Elektronik 14/15-1994, S. 36-39 offenbart
einen Bus-Transceiver als Bindeglied zwischen einem zwei
drähtigen Bus-Medium und einem CAN-Controller, wobei die
ser beim behandelten Beispiel eines Controllers C167Cx
zusammen mit einem XBUS-Interface als CAN-Modul auf dem
Chip des C167Cx mitintegriert ist.
Der Beitrag "Multiplexsystem im Kfz" in der FZ Elektro
nik Informationen Nr. 3-1988, S. 54-55, zeigt die Block
schaltung eines Multiplex-Transceivers, dessen Empfänger
ein über den Bus empfangenes Wecksignal auszugeben vermag.
Im Beitrag "Mikrocomputer in Kfz-Anwendungen" in der FZ
Elektronik 4-1989, S. 48-56, wird ein Konzept eines elek
tronischen Steuergerätes für automobile Anwendungen vor
gestellt, in welchem ein spezieller Spannungsregler zur
Stromversorgung ausschließlich einer Leistungsperipherie
vorgesehen ist. Dieser Spannungsregler ist vom Mikro
computer aus an- und abschaltbar.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Einrichtung für
den busvernetzten Betrieb eines elektronischen Gerätes
mit Microcontroller vorzuschlagen, welche es erlaubt,
das Gerät aus einem begrenzten Energievorrat längstmög
lich in Betriebszuständen mit reduzierter Aktivität zu
halten.
Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Einrich
tung mit den kennzeichnenden Merkmalen gemäß Anspruch
1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Einrichtung erlaubt einem bus
vernetzten elektronischen Gerät aus einem begrenzten
Energievorrat längstmöglich in Betriebsruhe bzw. -zu
ständen mit reduzierter Aktivität zu verharren, aus
denen heraus es auf kontrollierte Weise normale Akti
vität sehr schnell entwickeln kann.
Sie macht die Verfügbarkeit sowohl der Busprotokoll-Funktion
als auch des Microcontrollers zum Zwecke der
Aufrechterhaltung sowohl der Weckfähigkeit des Gerä
tes als auch der Wahrnehmungsfähigkeit bezüglich auf
tretender Busfehler überflüssig.
Erfindungsgemäß umfaßt die Einrichtung hierfür eine aus
einem übergeordneten Potential versorgbare, im Signal
flußpfad zwischen den beiden Busadern und dem Buspro
tokoll-Modul angeordnete und wenigstens der zwei Be
triebsarten "Senden und Empfang" (NORMAL) und "Schla
fen" (SLEEP)) fähige Halbleiterschaltung, die ihrerseits
umfaßt: An die beiden Busadern angeschlossene Empfangs
mittel, deren Ausgang mit dem Empfangseingang der Bus
protokollfunktion kommuniziert und Sendemittel, deren
Eingang mit dem Sendeausgang der Busprotokollfunktion
kommuniziert; einen Weckeingang aufweisende und mit
dem Bus verbundene Weckerkennungsmittel und Schaltmit
tel zur Bereitstellung an einem Steuerausgang eines
Einschaltsignals (ENA/NINH) nach Erkennung eines Weck
signales von besagtem Eingang oder vom Bus und zur Ab
gabe eines Abschaltsignals (NENA/INH) in der Betriebs
art "Schlafen" (SLEEP); einen aus dem übergeordneten Po
tential versorgbaren Spannungsregler zur Bereitstellung
einer geregelten Ausgangsspannung, mit welcher der Micro
controller und das Busprotokoll-Modul mit Betriebsenergie
versorgbar sind, wobei der Spannungsregler einen mit dem
Steuerausgang der Halbleiterschaltung kommunizierenden
Steuereingang aufweist und so beschaffen ist, daß er bei
Anliegen des Einschaltsignales (ENA/NINH) einschaltet und
bei Anliegen des Abschaltsignals (NENA/INH) abgeschaltet
ist.
Gemäß der Fortbildung nach Anspruch 2 verfügt der
Regler über autonome Mittel zum definierten Starten
des Microcontrollers sobald für diesen die Betriebs
spannung bereitgestellt ist.
Gemäß der Fortbildung nach Anspruch 3 ist die Halblei
terschaltung so beschaffen, daß sie beim Auftreten
eines die normale Kommunikationsweise über beide Bus
adern beeinträchtigenden Busfehlers sich sowohl bezüg
lich der Empfangsmittel als auch bezüglich der Sende
mittel ohne Unterstützung durch den Microcontroller
für die beste noch bestehende Möglichkeit einer Not
kommunikation über den Bus einzustellen und/oder um
zukonfigurieren und/oder zu adaptieren vermag.
Die gemäß Anspruch 4 fortgebildete Einrichtung umfaßt
zwei in Abhängigkeit von der Busteilnehmerzahl fest
legbare Abschlußelemente und ihre Halbleiterschaltung
Busfehler-Erkennungsmittel und kooperative Busabschluß-Umschaltmittel
sowie Busfehler- und Weck-Auswertungs
mittel zur Aufbereitung wenigstens eines an den Micro
controller abgebbaren Fehler- bzw. Unterbrechungssignals
(ERR/INT) im Weck- oder Busfehlerfall.
Diese Fortbildung verhilft der Einrichtung zu einer
besonders schnellen Reaktion auf Wecksignale und Bus-Fehler,
da eine Softwarestütze diesbezüglich nicht
mehr erforderlich ist.
Weitere Vorteile ergeben sich bei Fortbildungen gemäß
Ansprüchen 5 bis 28.
So ermöglicht die Fortbildung gemäß Anspruch 5 vermöge
einer vom Spannungsregler aus gesteuerten Rücksetzung
nach Aufbau der Versorgungsspannung für den Microcon
troller die Abgabe wenigstens eines Signals zur Ein
stellung der Betriebsart der Halbleiterschaltung nach
genau definierter Zeit. Dies kann zu Prüfzwecken der
Initialisierungsstrecke Regler-Microcontroller auf
Fehlerfreiheit ausgenutzt werden.
Die Fortbildung gemäß Anspruch 6 hat den Vorzug, daß
auch bei Vorliegen bzw. Auftreten von Busfehlern im
SLEEP-Mode eine Weckfähigkeit über den Bus noch wei
testgehend erhalten bleibt.
Die Fortbildung gemäß Anspruch 7 leistet eine Einfluß
nahme auf den Busabschluß bei unterschiedlichen Betriebs
arten auch im Fehlerfall auf sehr einfache Weise so, daß
alle wesentlichen Elemente integrierbar sind.
Die Fortbildung gemäß Anspruch 8 erübrigt externe Hilfs-
und Schutzbeschaltungen.
Die Fortbildung gemäß Anspruch 9 vermeidet bei Vorlie
gen einer Eigenstörung bzw. eines Eigenfehlers des Ge
rätes die Beeinträchtigung der Funktion der übrigen
Teilnehmer am Bus.
Die Fortbildung gemäß Anspruch 10 verhindert ein Latch-
up des Busnetzes durch Fehler im Bereich der Sendeend
stufe, ihres Eingangssignalpfades und ggfs. ihrer Zu
standssteuerung.
Die Fortbildung gemäß Anspruch 11 kann den Stromver
brauch in der zweiten Betriebsart auch im Fehlerfalle
reduzieren.
Die Fortbildung gemäß Anspruch 12 bewirkt eine hohe
Störsicherheit im Betriebszustand "Schlafen" (SLEEP).
Die Fortbildungen gemäß Ansprüchen 13 bis 15 kommen der
weitgehenden Integrierbarkeit aller Ersatzabschlüsse
entgegen.
Die Fortbildung gemäß Anspruch 16 erweitert die Funk
tion der Einrichtung u. a. auch im Hinblick auf eine
schnelle Erkennbarkeit von Busfehlern und eine
schnellstmögliche Aktivierbarkeit eines mit der Ein
richtung ausgestatteten elektronischen Gerätes.
Die Fortbildung gemäß Anspruch 17 erschließt eine
Überwachung des übergeordneten Stromversorgungspo
tentials.
Die Fortbildung gemäß Anspruch 18 ermöglicht eine
detailliertere Analyse und Reaktion auf verschiedene
Erscheinungsformen von Versorgungseinbrüchen.
Die Fortbildung gemäß Anspruch 19 kommt einer einfachen
Integrierbarkeit und Minimierung der Anschlußzahl einer
entsprechenden Halbleiterschaltung entgegen.
Die Fortbildung gemäß Anspruch 20 ermöglicht die
Realisierung der Detektion eines Abklemmens des
elektronischen Geräts von seiner Stromversorgung.
Die Fortbildungen gemäß den Ansprüchen 21 und 22
stellen sicher, daß bei Ausfall der Betriebsspannung
oder bewußter Abschaltung eines Gerätes der Bus nicht
unkontrolliert belastet wird. Dies dient der Aufrecht
erhaltung einer ungestörten Buskommunikation bei Ver
sorgungsdefekt oder Abschaltung eines Gerätes.
Die Fortbildung gemäß Anspruch 23 sichert ein
schnellstmögliches autonomes Reagieren eines jeden
mit der Einrichtung ausgestatteten Gerätes auf einen
Busfehler, ohne Erfordernis einer Bus-Kommunikation.
Gemäß Anspruch 24 kann eine hierfür vorgesehene Um
konfiguration so erfolgen, daß Botschaftsverluste
gänzlich ausgeschlossen werden.
Eine Fortbildung gemäß Anspruch 25 verhilft der Ein
richtung zu einer hohen elektromagnetischen Verträg
lichkeit und hohen Störungsunterdrückung insbeson
dere im Fehlerfall.
Bei Ausbildung gemäß Anspruch 26 ist die von der
Einrichtung umfaßte Halbleiterschaltung durch Design
kompilation zusammen mit anderen Halbleiterschalt
kreisfunktionen auf einem Halbleiterchip beliebig
erstellt.
Die Fortbildungen gemäß den Ansprüchen 27 und 28
erschließen Vorteile sowohl hinsichtlich der Herstel
lungskosten eines entsprechenden Gerätes als auch hin
sichtlich seiner Baugröße und seines Gewichts.
Der Anspruch 29 betrifft die Verwendung der Einrich
tung in einem Verkehrsmittel.
Insgesamt erlaubt die Einrichtung also alle zum
Empfang vom Bus benötigten Signaldiskriminatoren und
die zum Senden benötigten Busadertreiber (d. h. die
Sendeendstufe) und alle Mittel zur Echtzeit-Busfehler
erkennung und -behandlung in einer einzigen Halbleiter
schaltung zu konzentrieren, welche somit das Physical
Layer zwischen dem Busprotokoll-Chip bzw. der Busproto
kollfunktion des betreffenden Gerätes und dessen Micro
controller und den zwei Adern eines beispielhaft nach
CAN-Standard gestalteten Busses repräsentiert. Sie
erübrigt den Betrieb des Microcontrollers zur Erken
nung möglicher Busfehler ebenso wie zur fehlerfall
weisen Umkonfigurierung der Empfangs- und Sendemittel
zwecks Übergang von der differentiellen Zweidraht-Betriebsweise
auf eine nur eindrähtige z. B. über Masse.
Durch die Funktionsautonomie der Einrichtung kann
auf softwaregestützte und deshalb verhältnismäßig
langsame und vor allem die Busprotokollfunktion bean
spruchende Tests am Bus verzichtet werden. Dies kommt
der Reaktionsschnelle eines entsprechenden Netzwerkes
im Falle des Auftretens von Busfehlern zugute (Vermei
dung von Botschaftsverlusten).
Der Busprotokoll-Chip braucht bezüglich einer Fehler
überwachung des Busses dann, wenn das betreffende elek
tronische Gerät zwecks Stromersparnis abgeschaltet
werden soll, keinerlei Funktion mehr zu erfüllen.
Dies ist die Voraussetzung dafür, daß der übliche
Busprotokoll-Chip bzw. die entsprechende Protokoll-Funktion
dann, wenn das betreffende Gerät unter Strom
spargesichtspunkten außer Betrieb genommen werden
soll, mitabgeschaltet werden kann. Die Abschaltbar
keit der Busprotokoll-Funktion hat zur Folge, daß
aus der dadurch erschlossenen Abschaltbarkeit des
Spannungsreglers des betreffenden Gerätes eine be
trächtliche Stromersparnis resultiert. Es muß nur
der Ruhestrom der erfindungsgemäßen Einrichtung
gedeckt werden.
Die Einrichtung bezieht diesen Ruhestrom am Span
nungsregler des betreffenden elektronischen Gerätes
vorbei unmittelbar aus der übergeordneten Strom
versorgungsschiene - also z. B. aus der zentralen
Bordnetzklemme eines Kraftfahrzeugs. Dank ihrer
Verbindung mit jenem Potential kann die Einrichtung
des weiteren eine Bewertung eben dieses Versorgungs
potentials bzw. eine Kontrolle der ordnungsgemäßen
Funktion des Spannungsreglers vornehmen dahingehend,
daß im Fehlerfalle der Bus freigeschaltet
wird/bleibt.
Ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung ist in der
Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Be
schreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 Ein Blockschaltbild der Einrichtung bei
Implementation in einem CAN-Busnetz;
Fig. 2 eine schematische Veranschaulichung
verschiedener, zu Funktionsblöcken zu
sammengefaßter Funktionen der integrier
ten Halbleiterschaltung 100 in Fig. 1;
Fig. 3a ein schematisches Wirkschaltbild der
durch den Funktionsblock 131 bewirkten
Abschlußbeschaltung der Bus-Adern;
Fig. 3b ein Wirkschaltbild analog zu Fig. 3a
bei resistivem Ersatz eingeprägter Strom
quellen und mit einer weiteren Schalt
funktion;
Fig. 4 ein schematisches Wirkschaltbild der
Einrichtung im CAN-Netzverbund mit an
deren derartigen Einrichtungen in der
Betriebsart "NORMAL";
Fig. 5 ein schematisches Wirkschaltbild der
Einrichtung im CAN-Netzverbund mit an
deren derartigen Einrichtungen in der
Betriebsart "SLEEP" oder "STANDBY"
ohne Busfehler;
Fig. 6 ein schematisches Wirkschaltbild zur
Erläuterung der Nichtweckbarkeit aus
dem SLEEP-Mode eines symmetrisch ter
minierten CANs über CAN_L bei Unter
brechung von CAN_H;
Fig. 7 ein schematisches Wirkschaltbild zur
Erläuterung der Weckbarkeit aus dem
SLEEP-Mode eines asymmetrisch termi
nierten CANs über CAN_L bei Unter
brechung von CAN_H;
Fig. 8 ein Schema des Spannungsverlaufs auf
der asymmetrisch abgeschlossenen Bus-Ader
CAN_L bei einem Weckvorgang gemäß
Fig. 7;
Fig. 9 ein schematisches Wirkschaltbild der
Einrichtung im CAN-Netzverbund mit an
deren derartigen Einrichtungen in der
Betriebsart "SLEEP" oder "STANDBY" mit
Masseschluß an CAN_L;
Fig. 10 ein schematisches Wirkschaltbild der
Einrichtung im CAN-Netzverbund mit an
deren derartigen Einrichtungen in der
Betriebsart "SLEEP" oder "STANDBY" mit
Versorgungsschluß an CAN_H;
Fig. 11 eine schematische Illustration der von
der Einrichtung unmittelbar erkenn- und
behandelbaren Busfehler;
Fig. 12a ein vereinfachtes Diagramm zur Veran
schaulichung verschiedener Spannungsver
läufe nach dem Anschalten an eine Be
triebsstromquelle;
Fig. 12b ein Blockschaltbild zur Veranschauli
chung der betriebszustandsabhängig
unterschiedlichen Auswertung eines
Fehler- bzw. Unterbrechungssignals
der Einrichtung;
Fig. 13 ein Gesamtblockschaltbild zur groben
Veranschaulichung der einfachen Struktur
eines mit der Einrichtung ausgestatteten,
busvernetzt betreibbaren Geräts.
Gemäß Fig. 1 umfaßt die Einrichtung eine integrierte
Halbleiterschaltung 100, realisiert in beliebiger
Technologie und Gestalt sowie einen elektronisch
ein- und ausschaltbaren Spannungsregler 20, der
an die Stelle des üblicherweise in entsprechenden
elektronischen Geräten enthaltenen Spannungsreg
lers tritt.
Die Halbleiterschaltung 100 ist hier figürlich als
integriertes Bauelement in herkömmlichem Sinne ver
sinnbildlicht. So kann sie auch praktisch ausgeführt
sein. Gleichwohl kann es sich dabei aber auch um eine
Anlage auf einem monolithischen Halbleiter-Chip han
deln, die dort z. B. als Bestandteil einer umfängli
cheren Halbleiterschaltung z. B. in der Art einer
Standardzelle deponiert ist. Der Rahmen der Erfin
dung umfaßt jedenfalls ohne Beschränkung auch alle
dazwischenliegenden Verkörperungsformen.
Die Halbleiterschaltung 100 ist zwischen die Bus-Adern
CAN_H und CAN_L und das dem Microcontroller
21 des betrachteten elektronischen Gerätes zugeord
nete Busprotokoll-Modul 22 geschaltet, entkoppelt
letzteres also vom Bus CAN_H/CAN_L (Im folgenden
bezeichnet CAN_H bzw. CAN_L die jeweilige Bus-Ader,
CAN_H/CAN_L hingegen beide Adern, d. h. den Bus als
physikalische Zweidrahtleitung).
Zu diesem Zweck sind CAN_H und CAN_L an entsprechen
de Anschlüsse 11 bzw. 12 der Halbleiterschaltung 100
geführt. Die Halbleiterschaltung 100 ihrerseits ist
über je einen Verbindungspfad 2 und 3 für zu sendende
Daten TxD und zu empfangende Daten RxD mit dem Tx/Rx-
Kommunikationsport des Busprotokoll-Moduls 22 verbun
den. Die Halbleiterschaltung 100 steht ferner durch
weitere Anschlüsse 8 und 9 über zwei Abschlußwider
stände 16 und 17 mit der entsprechenden Busader
CAN_H bzw. CAN_L in Verbindung.
Des weiteren hat die Halbleiterschaltung 100 einen Ein
gang 7, der über einen Widerstand 18 mit logischem
H-Potential, beispielsweise mit Versorgungspotential oder
einem Potential, das nahe bei letzterem liegt, verbun
den ist. Der Widerstand 18 ist andererseits über einen
abgesetzten Schalter 25 mit Masse GND verbindbar.
Die Halbleiterschaltung 100 weist des weiteren wenig
stens einen zur Abgabe eines Fehler- und Unterbrechungs
signals (ERROR bzw. INTERRUPT) an einem Ausgang 4 auf,
der mit einem entsprechend belegten Eingang des
I/O-Ports 23 und/oder einem entsprechenden Interrupt-Ein
gang 24 des Microcontrollers 21 verbunden ist, sowie
zwei vice versa in entsprechender Weise aus dem
I/O-Port 23 des Microcontrollers 21 angesteuerte Eingänge
5 und 6 für ein STANDBY-Signal (STB am Eingang 5)
und ein TRANSMIT-ENABLE-Signal (EN am Eingang 6).
Für ihre Stromversorgung weist die Halbleiterschaltung
100 einen Anschluß 13 gegen Masse GND auf, des weiteren
einen Anschluß 14, an welchem das Speisepotential VBATT
- vorzugsweise bezogen über eine Verpolungsschutzein
richtung 19 aus einem übergeordneten Versorgungspoten
tial UBATT - anliegt.
Die Halbleiterschaltung 100 weist des weiteren einen
Steuerausgang 1 und einen Eingang 10 auf, die beide mit
einem von der Einrichtung mitumfaßten elektronischen
Spannungsregler 20 verbunden sind, an dessen Eingang
20.1 ebenfalls das Speisepotential VBATT geführt ist.
Der Ausgang 20.2 des Reglers 20 ist einerseits mit
dem vorgenannten Eingang 10 der Halbleiterschaltung
100 verbunden und versorgt im übrigen den Microcon
troller 21 und das Busprotokoll-Modul 22 sowie die
übrige, in Fig. 13 figürlich angedeutete Elektronik
des die Einrichtung beinhaltenden elektronischen Ge
räts mit Betriebsstrom bei einer gegenüber VBATT um
den Reglerabfall reduzierten Spannung VCC.
Der Regler 20 weist des weiteren einen Eingang 20.3
für ein (VOLTAGE REGULATOR) ENABLE- bzw. -NOTINHIBIT-
oder NOTENABLE- bzw. INHIBIT-Signal - im folgenden
ENA/NINH bzw. NENA/INH abgekürzt - auf, der mit dem
Steuerausgang 1 der Halbleiterschaltung 100 kommuni
ziert. Des weiteren weist der Regler 20 noch einen
POWER ON RESET-Ausgang 20.4 - im folgenden PWROR
abgekürzt - auf, der über eine Leitung 29 mit einem
Reset-Eingang 28 des Microcontrollers 21 kommuniziert.
Zum nachfolgend besseren Verständnis der Funktion der
bis hierher beschriebenen Einrichtung wird nun zuerst
auf die innere Funktionsstruktur der Halbleiterschal
tung 100 anhand Fig. 2 bis Fig. 8 näher eingegangen.
Gemäß Fig. 2 ist die Halbleiterschaltung 100 hier bei
spielhaft in vier Blöcke 110, 120, 130 und 140 aufge
teilt; die für die interne Stromversorgung erforder
lichen Speisepfade dieser Blöcke sind in Fig. 2 aus
Übersichtsgründen weggelassen. Die im folgenden be
schriebene Verteilung von Detailfunktionen auf diese
Blöcke ist nicht absolut zwingend und stellt keine
Beschränkung der Erfindung dar. Vielmehr hat sich
diese Verteilung für eine erste Realisierung der Halb
leiterschaltung 100 als zweckmäßig erwiesen und wird
in Abhängigkeit von unterschiedlichen Realisierungs
technologien innerhalb gewisser Grenzen variabel sein.
Eine wesentliche physikalische Funktion der Halblei
terschaltung 100 besteht in der elektrischen Isolation
des Busprotokoll-Moduls 22 gegenüber CAN_H und CAN_L,
auf welchen Surge- & Load Dump-Transienten auftreten
können, welche das - je nach Fabrikationstechnologie
mehr oder weniger empfindliche - Busprotokoll-Modul
22 (u. U. auch den gesamten Microcontroller 21) zer
stören könnten. Zu diesem Zweck kann die Halbleiter
schaltung 100 spezialisierte, hier nicht näher be
schriebene Halbleitermittel umfassen, die vorzugs
weise im Block 110 enthalten sein können, insbeson
dere Mittel zum Überspannungsschutz gegenüber der
Speisepotentialschiene VBATT. Die Realisierung sol
cher Mittel sind dem Fachmanne geläufig.
Der Block 110 umfaßt ferner die für die interne Strom
versorgung sämtlicher Teilfunktionen aus dem am Anschluß
14 der Halbleiterschaltung 100 anliegenden Speisepoten
tial VBATT erforderlichen Mittel. Ein durch den Block
140 geschleiftes Steuer- bzw. Schaltpotential (zur Ge
neration des ENA/NINH-Signals für den Spannungsregler
20) wird dem Block 140 über einen Pfad 151 zur Verfü
gung gestellt.
Des weiteren umfaßt der Block 110 Detektormittel,
welche einen Einbruch des am Anschluß 14 anliegen
den Speisepotentials VBATT bis zur Unterschreitung
eines ersten Grenzwertes VL1 (z. B. 3,5 Volt bei einem
Kraftfahrzeug) und vorzugsweise auch einen Einbruch
des am Anschluß 10 anliegenden Reglerausgangspoten
tials VCC bis zur Unterschreitung eines zweiten
Grenzwertes VL2 (z. B. 1 Volt bei einem Kraftfahrzeug)
erfassen, des weiteren optional die Gleichzeitigkeit
bzw. zeitliche Abfolge des Eintretens solcher Unter
schreitungen. Die Signale besagter Diskriminatoren
werden durch logische Mittel zu einem Powerfail-
Signal verknüpft, das über einen Pfad 102 an den
Block 140 übermittelbar ist und dessen Bedeutung
weiter unten noch näher ausgeführt wird.
Des weiteren umfaßt hier beispielhaft der Block 110
noch eine Weck-Erkennungs-Logik (WAKEUP Logic) 111.
An diese Logik sind zum einen der oben beschriebene
Anschluß 7 und zum anderen die an den Anschlüssen
11 und 12 liegenden Busadern CAN_H und CAN_L geführt.
Diese Weck-Logik ist so beschaffen, daß sie sowohl
ein analoges Wecksignal bzw. eine Wecksignalflanke
vom Anschluß 7 als auch eine Weckbotschaft vom Bus
wie auch immer in ein standardisiertes WAKEUP-Signal
umsetzen kann, das über den Pfad 103 an den Block
140 (zur Auswertung im Funktionsblock 145) ausgege
ben wird.
Der Block 120 umfaßt vorzugsweise alle für das Aus
lesen des Busses erforderlichen Lesemittel 121, d. h.
solche zur differentiellen und eindrähtigen Signaler
fassung, einschließlich sämtlicher Fehlerbehandlungs-
und Logikmittel 122, die zum busfehlerabhängigen Wech
sel der verschiedenen Lesearten (z. B. Zweidraht-, Ein
draht gegen GND oder VCC, u. U. auch Eindraht gegen
"Dead Wire" etc.) forderlich sind. Diese können vor
zugsweise u. a. Bezugspegelvergleicher, Aderpegelver
gleicher und/oder Vorzeichendiskriminatoren mit um
fassen.
Der Block 120 kann so beschaffen sein, daß er zu
einer fehlerresponsiven Einstellung und/oder Umkon
figuration und/oder Adaption seiner Empfangsmittel
- unabhängig von den Sendemitteln und deren entspre
chender fehlerresponsiven Einstellung und/oder Um
konfiguration und/oder Adaption - selbsttätig und/
oder selbständig in der Lage ist, d. h. absolute
Betriebs- und Funktionsautonomie aufweist (Full-
supported Receiver).
Das gewonnene digitale Botschaftssignal RxD geben
nachgeschaltete Logikmittel 122 sowohl an den Anschluß
3 der Halbleiterschaltung 100 als auch über einen in
ternen Pfad 104 an das Fehlersignalisierungs-Modul
143 im Block 140 ab.
Der Block 130 beinhaltet alle mit dem Signalfluß
pfad zusammenhängenden Mittel, die bei einer Reali
sierung zweckmäßigerweise nicht dem Empfangsblock
120 zugeordnet werden und insoweit in weitestem
Sinne den Sendemitteln im Signalflußpfad zugeord
net sind.
Dies hängt damit zusammen, daß sowohl die Empfangs-
als auch die Sendemittel bevorzugt so ausgebildet und
dimensioniert sind, daß sie - ohne externer Schutzmit
tel zu bedürfen - jeweils für sich autonom fehlerto
lerant gegenüber allen busweit applikationsspezifisch
möglichen Fehlerzuständen d. h. durch solche nicht
beschädigbar sind. Insoweit sind die außer der Weck-
Erkennungs-Logik 111 und den Empfangsmitteln 120 am
Bus noch liegenden Funktionsblöcke 131 und 132 bzw.
deren Mittel hier beispielhaft dem Sendeblock 130 zu
geordnet, der nur insoweit Sendemittel in allerwei
testem Sinne enthält; in engem Sinne sind Sendemit
tel von 133 umfaßt (Die in Abhängigkeit von der je
weils gewählten Realiserungstechnologie der Halblei
terschaltung 100 vorzusehenden Designdetails für
schadlose Fehlertoleranz sind an sich bekannt).
Der Block 130 umfaßt den Funktionsblock "Abschlußum
schaltmittel" 131 zur Um- und Hochohmigschaltung des
Busabschlusses wie durch die Abschlußwiderstände 16
und 17 vorgegeben, einen Funktionsblock 132 "Busfeh
ler-Erkennungsmittel" zur Diskrimination von Fehler
zuständen auf CAN_H/CAN_L, und zwar insbesondere
auch Kurzschlüsse jeweils einer Busader nach Masse
GND bzw. UBATT im Schlaf- bzw. Bereitschaftszustand
(SLEEP/STANDBY), sowie Sendemittel in Form einer
in obigem Sinne fehlertoleranten Endstufe 133, wel
che intern CAN_H- und CAN_L-Einzeltreiber enthält,
die ausgangsseitig an die Anschlüsse 11 und 12 ge
führt sind.
Als wesentliche Elemente kann eine derartige End
stufe High- und Lowside-Schalter umfassen, deren
Schaltausgänge über Koppeldioden an den Busadern
liegen. Die Endstufe ist jedenfalls so ausgeführt,
daß sie in Abhängigkeit von der Art eines auftreten
den Busfehlers auf die jeweils noch bestmögliche
Notkommunikationsweise eingestellt und/oder umkon
figuriert und/oder adaptiert werden kann (z. B.
Wechsel auf Einaderbetrieb). Der Block 130 umfaßt
auch erforderlichenfalls hierfür benötigte Mittel.
Optional kann die Endstufe ferner so ausgeführt sein,
daß sie bei Auftreten eines Defekts bzw. Eigenfehlers
der Halbleiterschaltung 100 vom Bus CAN_H/CAN-L auto
matisch freigeschaltet wird bzw. bleibt, etwa durch
Sperrung ihres EN-Einganges. Eine solche Freischaltung
kann von zwangsläufiger Art sein. Optional kann ferner
insbesondere im Eigenfehlerfalle auch die Stromversor
gung der Endstufe automatisch abschaltbar ausgeführt
sein, wodurch insbesondere bei Fehlern im Bereich
der Endstufe, ihres Eingangssignalpfades oder ihrer
Zustandssteuerung ein Latchup des Bus-Netzes durch
Fehlbestromung der Busadern vermieden wird. Die oben
erwähnten Kopplungsdioden können in diesem Zusammen
hang dann als Entkopplungsventile wirken.
Der Funktionsblock 132 steht mit dem Funktionsblock
131 in Verbindung, des weiteren mit dem Steuerungs
block 140. Er kommuniziert auch mit der Sendeendstufe
133. Letztere weist einen An-/Abschalteingang
(TRANSMIT-ENABLE) EN auf, der mit dem Anschluß 6 der Halb
leiterschaltung 100 kommuniziert.
Die vorgenannte Möglichkeit einer Zwangsfreischal
tung der Endstufe 133 vom Bus CAN_H/CAN_L kann z. B.
so realisiert sein, daß der Eingang EN der Endstufe
133 im Falle eines Defekts verriegelbar ist, so daß
sich das Sendesignal TxD auf den Bus nicht mehr aus
wirken kann. Eine solche Zwangsfreischaltung kann
auch für den Fall vorgesehen sein, daß das Potential
VBATT und/oder VCC unter einen vorbestimmten Schwell
wert abfällt, wodurch eine unerwünschte inaktive
Bürdelast am Bus vermieden wird.
Der Steuerungsblock 140 erfüllt ebenfalls mehrere
Funktionen. Hierzu umfaßt er - als Mittel zur Initia
lisierung des Microcontrollers 21 - einen gesteuerten
Schalter oder ein Gatter 141 zur Abgabe am Anschluß 1
von 100 eines Abschalt- bzw. Einschalt-Signals ENA/NINH
für den Spannungsregler 20, einen Funktionsblock 142
zur Erkennung und Einstellung der vom Microcontroller
auferlegten Betriebsarten "Schlafen", "Bereitschaft",
"Nur-Empfang" und "Normal" (entsprechend "Senden und
Empfang" (SLEEP, STANDBY, RECEIVE ONLY, NORMAL)) der
Einrichtung, und ein Fehlersignalisierungs-Modul 143.
Letzteres besteht vorzugsweise aus einem Funktions
block 144 zur Auswertung von Busfehlern in ein (BUS-)
ERROR-INTERRUPT-Signal und einem Funktionsblock 145
zur Erzeugung eines WAKEUP-INTERRUPT-Signals in Ab
hängigkeit von einem Wecksignal und/oder eines
POWERFAIL-INTERRUPT-Signals als Folge eines Versorgungs
mangelzustandes wie weiter unten näher erläutert.
Wie ebenfalls weiter unten i.V. mit Fig. 12b erläu
tert enthält der Block 143 zwecks Generation dieser
verschiedenen Signale beispielsweise wenigstens drei
Flag-Flipflops für ein WAKEUP-, ein POWERFAIL und
ein BUS ERROR Flag; diese Flags werden betriebsart
abhängig als INTERRUPT ausgelesen.
Zur Erkennung der verschiedenen Betriebsarten weist
der Funktionsblock 142 hier beispielhaft einen zwei
Bit breiten Port auf, bestehend aus Eingang 5 für
STB (STANDBY) und Eingang 6 für EN (TRANSMIT-ENABLE),
wobei letzterer erwähntermaßen mit dem gleich ge
kennzeichneten An-/Abschalteingang der Endstufe 133
verbunden ist. Die Erfindung ist selbstverständlich
nicht auf die hier beispielhaft vier durch zwei lo
gische Pegel binär selektierbare Betriebsarten der
Halbleiterschaltung 100 beschränkt.
Der Funktionsblock 142 ist ferner mit dem Fehlersig
nalisierungs-Modul 143 verbunden, letztwelches hier
beispielhaft einen einzigen, an den Anschluß 4 von 100
geführten Ausgang ERROR/INTERRUPT - im folgenden auch
abgekürzt ERR/INT - für ein Fehleranzeige- bzw. Unter
brechungssignal sowie einen internen Eingang aufweist,
dem über den bereits erwähnten Pfad 104 das vom Block
120 ausgegebene Botschaftssignal zuführbar ist. Durch
eine Zuordnung zu verschiedenen Betriebszuständen der
Halbleiterschaltung 100 können einem ERR/INT-Signal
an Anschluß 4 unterschiedliche Bedeutungen zugewie
sen werden.
Ohne Beschränkung der Allgemeinheit können auch wenig
stens zwei designierte Ausgänge ERROR und INTERRUPT
vorgesehen sein, deren ERROR- bzw. INTERRUPT-Signale
dann nicht betriebsartabhängig interpretiert zu werden
brauchen, sofern eine entsprechend größere Anzahl von
Anschlüssen für die Halbleiterschaltung 100 tolerier
bar ist. Im vorliegenden Beispiel ist ein nur 14-poli
ges DIL-Pinout für Logikschaltungen etwa im SO-14 Ge
häuse zugrundegelegt. Die aufgrund dieser Begrenzung
der Anschlußzahl auf insgesamt vierzehn somit erforder
liche Uminterpretation des am Ausgang 4 abnehmbaren
Signals wird weiter unten i.V. mit Fig. 12a und 12b
noch erläutert.
Die Funktion der so weit beschriebenen Einrichtung
ist folgende.
Vermöge vom Spannungsregler 20 mitumfaßter Mittel
erzeugt dieser an seinem Ausgang 20.4 nach jedem Ein
schalten ein PWROR-Signal und gibt dies über die Ver
bindung 29 an einen Rücksetzeingang 28 des Microcon
trollers 21 ab, um dessen ordnungsgemäße Initialisie
rung nach Aufbau seiner Speisespannung VCC sicherzu
stellen.
Da die Einschaltung des Spannungsreglers über ENA/NINH
vonseiten der Halbleiterschaltung 100 ausgelöst wird,
kann so durch Überwachung in der Halbleiterschaltung
100 der Zeitspanne zwischen der den Regler 20 aktivie
renden ENA/NINH-Flanke und eines der EN- und STB-Bits
für die Einstellung der Initialbetriebsart der Halb
leiterschaltung 100 (also entsprechend t₈-t₄ in Fig.
12a) eine Prüfung der Initialisierungsstrecke
Regler-Microcontroller auf Fehlerfreiheit erfolgen.
Die an den Anschlüssen 5 (STANDBY/STB) und 6
(TRANSMIT ENABLE/EN) anliegenden Selektions-Bits selektie
ren eine der hier beispielhaft vier Betriebsarten
SLEEP, STANDBY, RECEIVE ONLY, und NORMAL der Halblei
terschaltung 100. Diese Betriebsarten werden im Rah
men einer übergeordneten Bus-Management-Software zum
Betrieb des Busnetzes verwaltet und explizit von der
Applikations-Software des betreffenden elektronischen
Gerätes, in welchem die Einrichtung sich befindet,
initiiert.
In der Betriebsart SLEEP ist der Schalter bzw. das
Gate 141 so aktiviert, daß das vom Steuerausgang 1
an den Steuereingang 20.3 des Spannungsreglers ausge
gebene logische Signal ENA/NINH zur Abschaltung des
Reglers 20 führt. Aus Stromersparnisgründen ist das
logische Potential am Steuerausgang 1 in dieser Be
triebsart beispielsweise "L". Infolge der Abschal
tung des Reglers 20 sind der Microcontroller 21 und
das Busprotokoll-Modul 22 ohne Speisespannung VCC und
deshalb stromlos. Als unmittelbare Folge kann an/in
den/die beiden Eingänge/n 5 (STB) und 6 (EN) sta
tionär nur das Potential Null anstehen bzw. kein
Strom fließen, entsprechend also dem Selektionswort
"LL" am I/O-Port 23 des Microcontrollers 21 für die
beiden Signale STB und EN in der Betriebsart SLEEP.
An der Halbleiterschaltung 100 liegt hierbei also nur
die Speisespannung VBATT an, während die Spannung VCC
am Anschluß 10 Null ist. Ein - minimaler - Stromver
brauch geschieht also nur durch die Halbleiterschal
tung 100 von der Schiene VBATT aus; da VCC = Null, ist
die gesamte VCC-versorgte Elektronik des betrachteten
Gerätes stromlos.
In der Betriebsart SLEEP muß die Einrichtung nur
eine definierte Minimalaktivität auf CAN_H/CAN_L
und/oder am Anschluß 7 quasi-statische Weck-Anforde
rungen z. B. von einem Schalter 25 erkennen, der aus
Stromersparnisgründen bevorzugt als Arbeitskontakt
nach Masse GND ausgebildet ist, sowie bei Bedarf das
ENA/NINH-Signal generieren, kommt also mit 30 . . . 500 µA
Versorgungsstrom aus.
Diese Betriebsart kommt somit für Geräte in Frage,
bei denen eine gewisse Zeit duldbar ist, die zwischen
dem Aufbau des Potentials VCC und dem Anfachen der
internen Clock-Frequenz und der Initialisierung des
Watchdogs des Microcontrollers 21 verstreicht
(Größenordnung 25 ms).
Im Falle eines Weckens durch Aktivität auf
CAN_H/CAN_L wird eine solche Aktivität von der Weck-Erken
nungs-Logik 111 in 110 sensiert, was im Steuerungs
block 140 zur Ansteuerung des Schalters oder Gatters
141, damit zur Aktivierung des Spannungsreglers 20,
damit zu Einschaltung von VCC, damit zur Aktivierung
des Bus-Protokoll-Chips 21, des Clock-Oszillators des
Microcontrollers 21 und seines hier nicht figürlich
ausgeführten Watchdogs und ggfs. - über Anschluß 3 -
zur Abgabe von Botschaftsdaten an den Rx-Eingang
des Busprotokoll-Moduls 22 führt.
Im Falle eines lokalen Weckens durch den Schalter
25 wird durch dessen Betätigung der Eingang 7 auf
"L" gesetzt, was vermittels der Weck-Erkennungs-Logik
111 und des Pfades 103 ebenfalls zur Ansteuerung des
Schalters oder Gatters 141 und somit zum gleichen
Weck-Ergebnis führt.
Die Betriebsart NORMAL kann aus der Betriebsart SLEEP
durch Sensierung einer WAKEUP-Anforderung entweder
über den Bus - also vermittels der Weck-Erkennungs
logik 111 - oder als lokale Anforderung durch den
Schalter 25 erfolgen.
Die Betriebsart STANDBY ist dadurch gekennzeichnet,
daß das von der Halbleiterschaltung 100 an den Span
nungsregler 20 abgegebene ENA/NINH-Signal letzteren
einschaltet bzw. eingeschaltet hält. Die Speisespan
nung VCC ist folglich auch in der Betriebsart STANDBY
präsent.
Infolgedessen wird in der Betriebsart STANDBY sowohl
das Busprotokoll-Modul 22 als auch die übrige Elektro
nik des betrachteten Geräts in Betrieb gehalten. In
folgedessen kann vom Microcontroller 21 an den Ein
gang 5 der Halbleiterschaltung 100 der von "L" ab
weichende STANDBY-Signalpegel "H" ausgegeben werden.
Die Betriebsart STANDBY kommt somit für Geräte bzw.
Fälle infrage, bei denen die gewisse, im Falle der
Betriebsart SLEEP duldbare Zeit (Größenordnung 25
ms) nicht verloren werden darf, bis der Bus-Proto
koll-Chip operationsfähig wird. Praktische Beispiele
hierfür wären z. B. die Zylinderneutralfahrt an einer
Druckmaschine oder die Infrarot-Fernbedienung der
Türverriegelung eines Kraftfahrzeugs, welche zwecks
Vermeidung von Ansprechhemmungen und/oder Botschafts
verlusten eine Empfangsbereitschaft binnen kürzester
Zeit verlangen.
Die Aktivierung der Halbleiterschaltung 100 in die
Betriebsarten STANDBY, RECEIVE ONLY und NORMAL ist
insgesamt auf dreierlei Weisen bewirkbar: Vom Micro
controller 21 aus über 4, 5 und 6, per Botschaft über
CAN_H/CAN_L und durch lokale Weck-Anforderung etwa
durch einen Schaltkontakt.
In allen drei Fällen ist wesentlich, daß bezüglich des
Aufbaues des Einschaltsignales ENA/NINH beim Wecken
die beiden Steuerbits EN und STB den logischen Zustand
"L" haben, während für das anschließende Aufrechter
halten des Einschaltsignales ENA/NINH eines dieser
Bits den logischen Pegel "L" verlassen, d. h. "H" sein
muß. Die Bereitstellung des Einschaltsignales ENA/NINH
ist also in eine Initialisierungsphase unter Kontrolle
durch die Halbleiterschaltung 100 (solange der Micro
controller 21 noch nicht vollständig stromversorgt
bzw. fertig initialisiert ist) und eine Haltephase
unter Kontrolle durch den Microcontroller unterteilt.
Nur der Microcontroller kann auf der Basis seiner
Applikationssoftware die Halbleiterschaltung 100
wieder in die Betriebsart SLEEP schicken.
Anhand Fig. 3a bis Fig. 7 wird nunmehr die Wirkungs
weise des Funktionsblocks 131 im Hinblick auf die an
CAN_H und CAN_L angeschalteten Abschlußwiderstände
16 und 17 erläutert. Dabei veranschaulichen Fig. 3a
und Fig. 4 die Abschlußbeschaltung CAN_H und CAN_L
im normalen, aktiven Betriebszustand (Senden und
Empfangen) ohne Vorliegen eines Busfehlers.
Gemäß Fig. 3a enthält der Funktionsblock 131 u. a.
einen Schalter S₁, der den Anschlußpunkt 8 mit Masse
GND verbinden und dadurch CAN_H über den externen
Abschlußwiderstand 16 an Masse schalten kann, einen
Schalter S₂, der den Anschlußpunkt 9 mit dem gere
gelten Speisepotential VCC verbinden und dadurch
CAN_L über den externen Abschlußwiderstand 17 an VCC
anschalten kann, sowie wenigstens einen weiteren
Schalter S₃, der CAN_L über einen internen Wider
stand 17′ mit dem höheren Speisepotential VBATT
verbinden kann. Dabei sind der Schalter S₁ durch
eine Stromquelle 26 mit Einprägstrom IOL und der
Schalter S₃ durch eine Stromquelle 27 mit Einpräg
strom IOH überbrückt. Die Ströme IOH und IOL sind
sehr gering und können einheitlich in der Größen
ordnung von z. B. 1 . . . 20 µA liegen.
Ohne Beschränkung der Allgemeinheit können die Strom
quellen auch durch hochohmige Widerstände zwischen
z. B. 50 . . . 250 kΩ ersetzt sein, wie in Fig. 3b ver
anschaulicht.
Die Abschlußwiderstände 16 und 17 sind gleich und
werden in Abhängigkeit von der vorbekannten Anzahl
der Bus-Teilnehmer festgelegt. Normalerweise können
sie z. B. 560 Ω ± 5% bei einem größeren Bus-Netz und
maximal 15 kΩ ± 5% bei einem kleinen Busnetz aufwei
sen. Die Niederohmigkeit in größeren Busnetzen folgt
einerseits aus der höheren kapazitiven Bürde größerer
Netze und andererseits aus der Forderung ausreichen
der Unterdrückung unerwünschter Einstreuungen stati
scher und elektromagnetischer Art in einem räumlich
weitverzweigten Busnetzwerk. Der vorzugsweise in der
Halbleiterschaltung 100 integrierte interne Wider
stand 17′ weist in einem Busnetz, das für rund 20
Teilnehmer konzipiert ist, einen Wert in der Größen
ordnung von 12 kΩ auf, basierend auf einem Widerstand
17 in der Größenordnung von 600 Ω für Normalabschluß.
Näheres zur Dimensionierung siehe Fig. 6 und Fig. 7
und zugehöriger Beschrieb. In der Praxis kann ein
ON-Widerstand der Schalter S₁ bis S₃ bis zu 200 Ω
tolerabel sein.
In der Betriebsart NORMAL (Senden und Empfang) sind
die Schalter S₁ und S₂ geschlossen, S₃ hingegen offen,
d. h. CAN_L liegt über den Widerstand 17 an VCC und
CAN_H liegt über den Widerstand 16 an Masse GND. So
lange kein Busfehler vorliegt, kann der Einfluß der
Ströme IOH und IOL vernachlässigt werden.
Insoweit veranschaulicht Fig. 4 nur die wesentlichen
Teile eines CANs mit beispielhaft drei busvernetzten
Geräten A, B und C, d. h. das durch entsprechende Stel
lung der Schalter S₁ bis S₃ dabei wirksame Netzschalt
bild im Betriebszustand NORMAL. Es wirken also jeweils
alle externen Abschlußwiderstände 16 und 17 der Bus
teilnehmer A bis C an CAN_H bzw. CAN_L parallel.
Hinsichtlich Fig. 3a sind in den Betriebsarten SLEEP
und STANDBY die Schalter S₁ und S₃ geschlossen, S₂
hingegen offen, d. h. CAN_L liegt nunmehr über den
höheren internen Widerstand 17′ am höheren Potential
VBATT und CAN_H liegt über den Widerstand 16 an Masse
GND. So lange kein Busfehler vorliegt, kann der Ein
fluß der Ströme IOH und IOL auch hier vernachlässigt
werden.
In entsprechender Weise veranschaulicht Fig. 5 nur
die wesentlichen Teile desselben CANs im Betriebszu
stand SLEEP oder STANDBY, d. h. das durch entsprechen
de Stellung der Schalter S₁ bis S₃ dabei wirksame
Netzschaltbild. Es wirken also jeweils die externen
Abschlußwiderstände 16 und die internen Abschluß
widerstände 17′ der Busteilnehmer A bis C an CAN_H
bzw. CAN_L parallel.
Es liegt also in den Betriebsarten SLEEP und STANDBY
in allen am Netz liegenden Geräten ein asymmetrischer
Busabschluß vor, indem sich zum einen die Werte der
Widerstände 16 und 17′ je nach Anzahl der Busteil
nehmer etwa um einen dieser Anzahl entsprechenden
Faktor unterscheiden und zum anderen die Widerstän
de 17′ anders als die Widerstände 17 nicht an VCC
als Bezugspotential, sondern an der höheren Speise
spannung VBATT liegen. Durch diese Maßnahme wird
die Weckfähigkeit des CANs über CAN_L auch noch
dann sichergestellt, wenn eine Unterbrechung von
CAN_H vorliegt, wie nachfolgend anhand Fig. 6 bis
Fig. 8 erläutert.
In Fig. 6 und 7 versinnbildlicht der im Gerät
A symbolisierte Schalter 25′ den elektronischen
Schalter, der die Ader CAN_L im Aktivierungsfalle
von ihrem hohen rezessiven Pegel auf den nur wenig
über Masse GND liegenden aktiven Pegel des CAN_L
schaltet. Bezüglich der Pegelverhältnisse wirkt
der Schalter 25′ also nicht nur ähnlich wie der
bereits erwähnte Schalter 25 nach Masse GND am
lokalen Weckeingang 7 der Halbleiterschaltung
100. Letztlich wird er innerhalb der Halbleiter
schaltung auch wirksam infolge einer Aktivierung
eines externen lokalen Weck-Schalters 25.
Gemäß Fig. 6 sind in der Betriebsart SLEEP die
Spannungsregler 20 in den Busteilnehmern A bis
n abgeschaltet, wodurch VCC als Terminierungspo
tential ausfällt, weil infolge Fehlens von VCC
alle VCC-Schienen geräteintern virtuell an Masse
GND liegen. Wäre hierbei CAN_L durch Widerstände
17′ mit einem Wert entsprechend dem der Wider
stände 17 und 16 gegen VCC - im SLEEP-Zustand
also virtuell gegen Masse GND - terminiert,
wäre beispielsweise bei unterbrochener Busader
CAN_H ein Wecken über die Busader CAN_L nicht
möglich.
Ein Widerstand 17 mit dem Wert R - als Weckquell
widerstand RQ - könnte vom Potential VCC im wecken
den Busteilnehmer A aus die Bus-Ader CAN_L gegen den
Gesamtlastwiderstand von RL = R/(n-1) (also z. B. 1/20
R aufgrund 20 parallel wirkender Widerstände 17 des
selben Wertes R in einem Busnetz mit 21 Teilnehmern)
an Masse nur um einen kleinen Bruchteil von VCC auf
ein Potentail im Bereich von 100 . . . 200 mV anheben,
was nicht ausreichte, um eine solche Weckbotschaft
störsicher zu lesen. Diese Problematik wächst mit
der Zahl der Netzteilnehmer und parasitären Masse
offsets (durch Stromschleifen) z. B. längs ausgedehn
ten Anlagen oder Fahrzeugen.
Die Maßnahme gemäß Fig. 7 schafft hier Abhilfe.
Der Widerstand 17′ weist hier einen erheblich größe
ren Wert auf, der etwa einem Vielfachen entsprechend
der erwartbaren Anzahl n von Geräten am Bus entspricht
(also z. B. ca. 12 kOhm, wenn der Widerstand 17 ca.
600 Ω in einem Busnetz mit etwa 20 Teilnehmern ent
spricht). Das weckende Gerät A "sieht" folglich den
insgesamt größeren Lastwiderstand RL′ = R′/(n-1).
Außerdem liegt dieser Widerstand 17′ nicht an dem
im Betriebszustand SLEEP verschwindenden Potential
VCC (normalerweise ca. 5 Volt), sondern - vermittels
S₃ anschaltbar - an dem wesentlich höheren, auch in
der Betriebart SLEEP verfügbaren Speisepotential
VBATT (beispielsweise ca. 12 Volt).
Durch diese Maßnahme wechselt also die Source-Funk
tion des in Fig. 6 weckenden Gerätes A über in eine
Source-Funktion der Vielschaft aller zu weckenden
Geräte B bis n am Bus, während dem weckenden Gerät
A diesbezüglich eine Sink-Funktion verbleibt.
Der Spannungsverlauf auf der Ader CAN_L des so im
SLEEP-Zustand asymmetrisch abgeschlossenen CANs ab
dem Beginn zur Zeit t₁ eines Weckvorganges über diese
Ader ist in Fig. 8 veranschaulicht. Initial hat der
Spannungshub auf CAN_L einen Wert VCAN_Li zwischen
VCC und VBATT. Ausgelöst durch die (bei diesem gro
ßen Spannungshub störfrei erkennbare) Weckbotschaft
über CAN_L erzeugt in jedem der am Bus liegenden
Teilnehmer-Geräte A bis n die Halbleiterschaltung
100 das ENA/NINH-Signal, welches einerseits über
die bereits erwähnten Funktionsblöcke 111 und 140
samt Schalter bzw. Gatter 141 alle Spannungsregler
20 in diesen Geräten einschaltet und damit VCC in
jedem Gerät verfügbar macht.
Andererseits wird bei Verfügbarkeit von VCC mittels
des Schalters S₃ die Verbindung zwischen CAN_L und
dem Speisepotential VBATT über den hochohmigen Ab
schlußwiderstand 17′ aufgetrennt und statt dessen
CAN_L vermittels S₂ durch den normalen Abschlußwider
stand 17 mit dem niedrigeren Speisepotential VCC ver
bunden. Es ist also ersichtlich, daß zu einem Zeit
punkt t₂ der Abfall des Spannungshubes am Bus über
Masse GND auf einen stationären Wert VCAN_Lstat ab
geschlossen ist, wobei die Zeitspanne (t₂-t₁) im
wesentlichen der Über-Alles-Response-Zeit der Halb
leiterschaltung 100 und des Reglers 20 auf ein Weck
signal ist.
An dieser Stelle sei angemerkt, daß innerhalb eines
Busnetzes einzelne Busteilnehmer durchaus in der Be
triebsart STANDBY und andere im SLEEP-Zustand verhar
ren können. Ein Wecken anderer Busteilnehmer könnte
hierbei auch durch ein in der Betriebsart STANDBY
befindliches Gerät erfolgen, wenn hierfür im Sinne
des symbolischen Schalters 25′ der Lowside-Schalter
der Endstufe 133 aktivierbar ist.
Ein Beispiel für die Anwendung der Betriebsart
STANDBY ist z. B. der (wartende) Materialbahneinzug einer
Druckmaschine oder der Infrarotempfangsteil einer
Schließanlage eines Fahrzeugs, der ununterbrochen auf
das Eintreffen des Materialzulaufs bzw. codierten
Entriegelungssignals warten muß. In diesem Zustand
ist bei einem solchen Gerät der Regler 20 eingeschal
tet, VCC folglich präsent, so daß der Zeitverbrauch
(t₂-t₁) bis zu einer Response über den Bus größ
tenteils entfällt.
Ohne Beschränkung der Allgemeinheit kann der Funk
tionsblock 131 auch ein Wirkschema gemäß Fig. 3b
aufweisen; in diesem Falle wirken die Widerstände
17 und 17′ jeweils in Serie. Der Widerstand 17′ wäre
insoweit am Anschluß 9 der Halbleiterschaltung 100
wirksam. Grundsätzliches ändert sich dadurch an
der Netzbetrachtung gemäß Fig. 4 bis 11 jedoch
nicht.
Des weiteren ist in Fig. 3b veranschaulicht, daß
der mit der Stromquelle 26 in Fig. 3a korrespon
dierende Widerstand 26′ gleichwohl mit Masse GND
auch über einen besonderen Schalter SOT freischalt
bar verbunden sein kann, um beispielsweise i.Z. mit
der automatischen Anpassung der Pegelkomparation
der Empfangsmittel 120 und/oder der Sendeendstufe
133 im Falle eines Busfehlers oder bei externen
Diagnosemessungen am Bus eine Testfunktion zu er
möglichen. Diese Wirkung könnte bei einer Lösung
gemäß Fig. 3a auch durch eine Abschnürsteuerung
der Stromquelle 26 realisiert werden.
Auf der Basis des Wirkschaltbildes gemäß Fig. 3a
veranschaulicht nun Fig. 9 die Verhältnisse im
weiten Netzverbund bei Kurzschluß der Bus-Ader
CAN_L nach Masse GND in der Betriebsart "SLEEP"
oder "STANDBY".
Bei einem Widerstand 17′ von z. B. 12 kΩ träte in
diesem Fall in einem beispielhaft 20 Teilnehmer
umfassenden Netz busweit ein resultierender Leck
widerstand von 600 Ω zwischen dem internen
Geräte-Speisepotential VBATT von z. B. 12 Volt und Masse
GND auf, d. h. busweit ein Leckstrom von 20 mA, der
zu einer raschen Entladung einer Batterie als Ver
sorgungsquelle führen könnte.
Im Falle eines solchen Kurzschlusses wird dieser
deshalb vom oben erwähnten Funktionsblock 132 der
Halbleiterschaltung 100 (Fehlererkennungs-Modul)
in jedem einzelnen Busteilnehmer erkannt, was im
Funktionsblock 131 bewirkt, daß jeweils der Schal
ter S₂ öffnet und der Schalter S₃ schließt, wodurch
die Stromquellen 27 wirksam werden. Deren verhält
nismäßig geringer Strom von z. B. nur 5 µA ergibt bei
20 Geräten busweit nur 0,1 mA Leckstrom. Dieser
Strom ist klein genug, daß er in der natürlichen
Selbstentladungsrate beispielsweise einer Notstrom-
oder Starterbatterie völlig untergeht.
Entsprechend veranschaulicht Fig. 10 die Verhältnis
se im Netzverbund bei Kurzschluß der Bus-Ader CAN_H
mit einer Bordnetzschiene an UBATT in der Betriebs
art "SLEEP" oder "STANDBY" (Versorgungsbordschluß).
Bei einem Widerstand 16 von z. B. 600 Ω träte in
diesem Fall in einem beispielhaft 20 Teilnehmer
umfassenden Netz busweit ein resultierender Leck
widerstand von 30 Ω zwischen z. B. der Bordnetzklem
me 30 mit ca. 13 Volt und Masse GND auf. Dies hätte
busweit einen Gesamtleckstrom von 430 mA zur Folge,
der zu einem noch rascheren Abbau der beispielhaft
zum Starten der Brennkraftmaschine benötigten Bat
terieladung führte.
Tritt ein solcher Kurzschluß auf, wird er von dem
oben erwähnten Fehlererkennungs-Modul 132 der Halb
leiterschaltung 100 in jedem einzelnen Busteilnehmer
erkannt. Dies bewirkt im Funktionsblock 131, daß je
weils der Schalter S₁ geöffnet wird, wodurch die
Stromquellen 26 wirksam werden. Deren verhältnis
mäßig geringer Strom von z. B. nur 5 µA ergibt bei 20
Geräten busweit auch nur vernachlässigbare 0,1 mA
Leckstrom.
Beim Vorliegen eines Kurzschlusses von CAN_H nach
UBATT oder GND oder CAN_L nach Masse GND oder UBATT
besteht bezüglich der Umschaltung des Busabschlus
ses vermittels der Schalter S₁ bis S₃ kein grund
sätzlicher Unterschied in Abhängigkeit davon, ob
der betreffende Kurzschluß bereits vorliegt, wenn
der Microcontroller 21 die SLEEP- oder STANDBY-Zu
standsinstruktion an die Halbleiterschaltung 100
überträgt, oder ob der Kurzschluß erst auftritt
nachdem zuvor der SLEEP- oder STANDBY-Betriebszu
stand ordnungsgemäß erreicht worden ist.
Die festverdrahtete Logik der Halbleiterschaltung
100 bewirkt, daß der die kurzschlußfehlerhafte Bus-Ader
überwachende Pegeldiskriminator oder Kompara
tor innerhalb des Funktionsblocks 132 verriegelt
wird und als unmittelbare Folge dieses Schaltvor
ganges der (lokale) Abschluß an eben diese Busader
auf "Kurzschluß erkannt" umgeschaltet wird, d. h.
die Stromquelle 26 oder 27 bzw. der Widerstand
26′ oder 27′ wirksam geschaltet wird.
Sobald der Kurzschluß verschwindet, zieht der
entsprechende, sehr geringe Eingangsstrom (in Fig.
3a z. B. an 8 (RTH) oder 12 (CAN_L) im SLEEP- oder
STANDBY-Betriebszustand die betreffende Bus-Ader
auf ein Potential nahe dem in diesen Betriebsarten
normalen Potential. Als Folge wird der Bus-Abschluß
auf den im SLEEP- und STANDBY-Betriebszustand nor
malen umgeschaltet (16 und 17′ wirksam).
Zur Übersicht sind in Fig. 11 alle von der Halb
leiterschaltung 100 insgesamt erkennbaren
Einfach- Fehlerzustände im Busnetz zusammengestellt, wobei
die geklammerten Ziffern die einzelnen Busfehler
gemäß nachfolgender Liste repäsentieren:
- 1) Unterbrechung von CAN_L
- 2) Unterbrechung von CAN_H
- 3) Versorgungsschluß an CAN_L
- 4) Masseschluß von CAN_H
- 5) Masseschluß von CAN_L
- 6) Versorgungsschluß an CAN_H
- 7) Kurzschluß zwischen CAN_H und CAN_L
Beim Busfehler
- 8) Paarige Unterbrechung von CAN_H und CAN_L
handelt es sich in Strenge um einen Doppelfehler, der
deshalb unmittelbar eindeutig nur von der Halbleiter
schaltung 100 im Gerät n erkannt werden kann (z. B.
zwecks Failsafe-Auslösung der von diesem Gerät nor
malerweise zu steuernden Funktion).
Wesentlich ist, daß die in der Halbleiterschaltung
festverdrahtete Bus-Error-Response-Logik in jedem
einzelnen Busteilnehmer - mit der busweiten Wirkung
einer verteilten Fehlerbehandlungsintelligenz im Netz -
die Realisierung von Fehler-Responsezeiten in der
Größenordnung von einer (Bus-)Bitzeit und darunter
ermöglicht, so daß Botschaftsverluste im Zuge einer
busfehlerbedingten Umkonfiguration der Sende- und
Empfangskomponenten von 100 weitgehend oder voll
ständig vermieden werden können. Dies ist ein gro
ßer Vorzug gegenüber allen auf Softwarebasis zen
tral ausgerichteten Busmasterlösungen.
In die Halbleiterschaltung 100 implementiert ist
ferner die schon erwähnte Versorgungsüberwachung,
deren Zweck und Funktion sich wie folgt erklären.
Durch die Abschaltbarkeit des Spannungsreglers 20 im
SLEEP-Zustand wird der Microcontroller 21 regelmäßig
stromlos. Deshalb muß eine Initialisierung des Mikro
rechners aus dem stromlosen Zustand vorgesehen wer
den, sobald der Regler über seinen PWROR-Ausgang 20.4
den Microcontroller 21 zurückgesetzt hat.
Im Falle des Beispiels eines Kraftfahrzeugs muß der
Microcontroller in die Lage versetzt werden, bei jeder
neuen Inbetriebnahme auf inkrementale Daten, die zu
mindest während des letzten Betriebs des Kraftfahr
zeugs Gültigkeit hatten und Einstellzuständen ent
sprechen, wie sie der Benutzer vor der erneuten In
betriebnahme vorfindet, zurückzugreifen, also bei
spielsweise auf Daten, welche die Einstellung von
verstellbaren Sitzen, Rückspiegeln, etc. betreffen.
Dies wird typischerweise durch Abspeicherung der
Daten in einem EEPROM des Microcontrollers 21 und
deren Ladung ins RAM des letzteren beim Beginn einer
jeden Inbetriebnahme geleistet. Auf diese Weise wer
den Anschlagsläufe zur Feststellung der aktuellen
Einstellposition in Bezug auf die Endanschläge ver
stellbarer Elemente und der hierfür unumgängliche
und lästige Zeitverbrauch überflüssig.
Im Falle, daß das den Microcontroller 21 enthalten
de Gerät aus einem Bussystem entfernt wird, um es
z. B. zu ersetzen oder in ein anderes Busnetz ein
zusetzen, tritt in diesem Zusammenhang das Problem
auf, daß der Microcontroller allein für sich ge
nommen eine solche Handhabung des ihn enthaltenden
Geräts als (eigentliche) Ursache für eine zuvor
eingetretene Stromlosigkeit nicht erfassen kann.
Aus diesem Grund würde er - nach der Einrüstung des
betreffenden Gerätes in ein neues Bus-Netz - auch im
neuen Bus-Netz die zuvor eingelernten und in seinem
EEPROM aufbewahrten Daten weiterhin als gültige be
trachten und verwenden, was bei der Inbetriebnahme
im neuen Bus-Netz zu Fehlsteuerungen der von dem
betrachteten Gerät zu steuernden Elemente führte.
Dieser Problematik abzuhelfen ist Aufgabe der in die
Halbleiterschaltung 100 mitintegrierten Versorgungs
überwachung und insbesondere des aus der Diskrimina
tion der Spannungspegel VBATT und VCC im Funktions
block 110 abgeleiteten POWERFAIL-Kriteriums, welches
über den Pfad 102 in den Steuerungsblock 140 gelangt.
Dabei wird ausgenutzt, daß die Halbleiterschaltung
100 ihre elektrische Versorgung aus dem dem Regler 20
vorgelagerten, höheren Potential VBATT bezieht, wel
ches bei Unterbrechung der Versorgung aus dem über
geordneten Potential UBATT - bei einem Fahrzeug bei
spielsweise durch Unterbrechung der Stromzufuhr von
Klemme 30 - schneller zusammenbricht als das durch
Sieb- und Stützkapazitäten 161 wie aus Fig. 13 er
sichtlich für gewisse Mindestzeitspannen zu hal
tende Potential VCC.
Zu diesem Zweck werden im Funktionsblock 110 Span
nungspegelüberwachungen beispielhaft gemäß nachfol
gendem Schema vorgenommen und ausgewertet; dabei
sind ohne Beschränkung der Allgemeinheit beispiel
haft wieder die Situation in einem Kraftfahrzeug
und dabei beispielhaft auftretende Spannungen zu
grundegelegt:
Ist z. B. VBATT < 6V und VCC = 5V, darf weder der Microcontroller 21 noch die Halbleiterschaltung 100 einen Powerfail-Zustand erkennen.
Ist z. B. VBATT < 6V und VCC = 5V, darf weder der Microcontroller 21 noch die Halbleiterschaltung 100 einen Powerfail-Zustand erkennen.
Der Funktionsblock 110 diskriminiert jedenfalls
VBATT mit normalerweise 12 Volt gegen einen Grenz
wert VL1 von beispielsweise 3,5 Volt. Für den Fall,
daß der Microcontroller 21 bzw. dessen Watchdog
keine eigene Powerfail-Erkennung aufweist, diskri
miniert er des weiteren VCC mit normalerweise 5V
gegen einen zweiten Grenzwert VL2 von beispiels
weise 1 V (Grenzspannung für dynamische Datenhalt
barkeit im RAM des Microcontrollers 21).
Im Rahmen der Erfindung soll unerheblich sein,
ob der Microcontroller über eine eigene Powerfail-Erkennung
für VCC verfügt. Denkbar ist auch, daß
beispielsweise eine hier nicht näher beschriebene,
separate Watchdog-Funktion für den Microcontroller
eine entsprechende VCC-Diskriminierung und -Aus
wertung leistet, soweit die von der Einrichtung
vorteilhaft mitumfaßte nicht oder anders genutzt
wird.
Im Rahmen der Erfindung kann unabhängig davon,
ob der Microcontroller 21 sich noch auf eigene
Hilfsschaltungen wie z. B. eine watchdogarmierte
Versorgungsspannungsüberwachung stützt, an 4 ein
POWERFAIL-INTERRUPT-Signal ausgegeben werden, das
entweder nur auf eine Diskrimination von VBATT oder
auf eine kombinierte Diskrimination von VBATT und
VCC zurückgeht. Wenn nachfolgend also von einem
Powerfail-Flag der Halbleiterschaltung 100 die
Rede ist, bedeutet dies nicht, daß der Microcon
troller 21 keine eigene VCC-Überwachung hat oder
über keine Hilfsmittel verfügt, die eine solche
leisten.
Beispielsweise anläßlich eines Motorstarts wird bei
VBATT < VL1 und VCC < VL2 weder für VBATT noch für VCC
auf Powerfail erkannt, und folglich an 4 auch kein
entsprechendes Signal ausgegeben. Der Microcontroller
21 erkennt folglich bei seinem Neustart nach Reset am
Fehlen (Nichtgesetztsein) des Powerfail-Flags im Funk
tionsblock 145 bzw. 143 bezüglich VCC und/oder VBATT,
daß weder ein Neueinlernen noch ein Update von inkre
mentalen Daten aus dem eigenen EEPROM erforderlich
ist, arbeitet also mit den aktuell in seinem RAM be
findlichen weiter. Das Powerfail-Flag wird hierbei
beispielsweise gemäß Fig. 12a im Zeitraum zwischen t₈
und t₉ gelesen und dann, wenn es vor dem Übergang des
vom Microcontroller 21 ausgegebenen Signals EN von
"L" nach "H" gesetzt ist, in ein INTERRUPT-Signal an 4
ausgewertet, welches vom Microcontroller 21 als wahr
erkannt und als POWERFAIL-INTERRUPT interpretiert
wird.
Bei einem erschwerten Motorstart im Winter kann die
Bordnetzspannung UBATT jedoch von der anfänglichen
Nennspannung für kurze Zeit sehr weit, nämlich unter
VL1 abfallen, mit der Folge, daß auch VBATT entspre
chend weit abfällt, während VCC nach initialer Bestro
mung des Reglers 20 vermöge einer letzterem nachgeord
neten Stützkapazität 161 noch oberhalb VL2 gehalten
wird. Im Block 110 wird deshalb zwar der Versorgungs
zustand VBATT < VL1 erkannt, zugleich aber der Versor
gungszustand VCC < VL2, was im Funktionsblock 145 bzw.
143 das Setzen des Powerfail-Flags verhindert
(Inhibit).
Aus dem Nichtgesetztsein des Powerfail-Flags folgt
die Nichtausgabe eines INTERRUPT-Signals an 4 (aus
Powerfail für VBATT). Der Microcontroller 21 erkennt
aus dem Fehlen dieses Interrupts, daß weder ein Neu
einlernen noch ein Update inkrementeller Daten aus
dem eigenen EEPROM erforderlich ist und arbeitet
mit den in seinem RAM aktuell befindlichen Daten
weiter.
Hingegen kann im Falle eines normal abgelaufenen
Motorstarts, jedoch (z. B. kurzzeitigen) Zusammen
bruchs des Speisepotentials VCC aus welchen Grün
den auch immer die Situation VBATT < VL1, VCC < VL2
auftreten. Diesbezüglich ist eine Auswertung wie
folgt möglich. Logische Mittel im Funktionsblock
145 bzw. 143 bewirken, daß in diesem Falle ein
Setzen des Powerfail-Flags in 143 und somit die
Ausgabe eines INTERRUPTs an 4 unterbleibt.
Verfügt der Microcontroller 21 über eine eigene
VCC-Überwachung oder eine solche ihm besorgende Hilfs
mittel, d. h. über ein eigenes Powerfail-Flag, kann
er am Fehlen des externen POWERFAIL-INTERRUPTs an
4 von 100 und dem Gesetztsein seines eigenen
VCC-Powerfail-Flags erkennen, daß ein Neueinlernen von
inkrementellen Daten nicht erforderlich ist, jedoch
die Daten, die aktuell gelten sollen, zuerst aus
seinem EEPROM in sein RAM geladen werden müssen.
Der letzte Fall des vollständigen Zusammenbruchs
des Bordnetzes beispielsweise anläßlich langanhal
tender Startversuche - mit der Wirkung, daß auch
VCC zusammenbricht - wird gleich behandelt wie
der Ausbau der Batterie oder eine Unterbrechung
der Stromversorgung von Klemme 30 zum betrachte
ten Busteilnehmer, d. h. wie die Entfernung eines
entsprechenden Gerätes aus seinem Bus-Netz.
In einem solchen Falle wird VBATT < VL1 = 3,5 Volt
und VCC < VL2 = 1 Volt. Diese beiden Bedingungen
haben ein Setzen des Powerfail-Flags im Funktions
block 145 bzw. 143 zur Folge und folglich die Aus
gabe eines POWERFAIL-INTERRUPT-Signals an 4 von
100. Außerdem wird im Microcontroller auch dessen
Powerfail-Flag bezüglich VCC gesetzt. Diesen Zu
stand und das POWERFAIL-INTERRUPT-Signal an 4 wer
tet der Microcontroller 21 als Erfolgtsein einer
Abtrennung und eines Wiederanschlusses an die
dauerstromversorgte Klemme 30 aus. Dies bewirkt,
daß er beim Neustart Endanschläge und relative
Lage(n) des von ihm gesteuerten Elements ein
lernt und in sein EEPROM abspeichert.
Da speziell im SLEEP-Zustand VCC = 0 Volt und in
bzw. aus diesem Zustand immer ein Powerfail bezüg
lich VCC vom Microcontroller erkannt werden kann,
kommt es bezüglich der Auswertung, ob das den Mic
rocontroller 21 und die erfindungsgemäße Einrich
tung enthaltende elektronische Gerät im SLEEP-Zu
stand von seiner Stromversorgung getrennt wurde,
im wesentlichen auf die Powerfail-Erkennung bezüg
lich VBATT im Funktionsblock 145 bzw. 143 an, die
in der beschriebenen Weise seitens der Einrichtung
geleistet wird.
Durch geeignete Bemessung von Stützkapazitäten für
VCC bzw. daraus abgeleitete Versorgungspotentiale
digitaler Schaltkreisfunktionen in Verbindung mit dem
Microcontroller 21 kann z. B. die Forderung erfüllt
werden, daß eine z. B. 1,5 Sekunden dauernde Unter
brechung des Versorgungspotentials UBATT ohne Daten
verlust und Powerfail-Erkennung bezüglich VCC mög
lich ist, daß hingegen nach einer Unterbrechungs
dauer von beispielsweise wenigstens 30 Sekunden
beim Neustart des Microcontrollers ein Neulernzyk
lus bezüglich der auf Endanschläge inkremental ab
zuspeichernden Daten ausgelöst wird.
Der Rahmen der Erfindung ist im Hinblick auf die
möglichen Funktionen der Blöcke 110 und 143 nicht
auf die vorgenannten beispielhaften Versorgungsüber
wachungen beschränkt. Insoweit können auch andere,
die sich von den obigen unterscheiden, je nach An
wendungsfall zweckmäßig sein. Insbesondere kann
die Halbleiterschaltung dann, wenn sie eine größe
re Zahl von Anschlüssen aufweisen kann (so z. B.
auch bei Integration als Standardzelle) noch zu
sätzliche Eingänge zur Selektion verschiedener
fest programmierter Versorgungsüberwachungsarten
aufweisen, die gemäß Selektionsbeschaltung bzw.
-ansteuerung auswählbar sind.
In Zusammenhang mit einer solchen Versorgungsüber
wachung kann optional die bereits erwähnte Zwangs
freischaltung der Sendeendstufe 133 vorgesehen sein
mit der Wirkung, daß die Endstufe 133 von CAN_H/CAN_L
abgetrennt wird, wenn das Potential VBATT und/oder
VCC unter einen vorbestimmten Schwellwert abfällt,
wodurch eine die Funktion des Busses beeinträchti
gende Bürde vermieden wird. Diesen Aspekt versinn
bildlicht die Verbindung 157 in Fig. 2.
Wie sich die Einrichtung bezüglich wesentlicher
Spannungs- und Signalpegel nach der Beaufschlagung
mit dem Versorgungs-/Speisepotential UBATT/VBATT
und der kooperierende Microcontroller bezüglich
des hier beispielhaft zustandsabhängig zu inter
pretierenden ERR/INT-Signals verhält, ist in Fig.
12a zeitdiagrammatisch und in Fig. 12b auch an
hand eines Funktionsschaltbildes dargestellt.
Demgemäß erfolgt zur Zeit t₃ die Anschaltung der
Einrichtung an UBATT bzw. VBATT. Nach kurzer Verzö
gerung gibt die Halbleiterschaltung 100 im Zeitpunkt
t₄ am Steuerausgang 1 das Signal ENA/NINH an den
Steuereingang 20.3 des Reglers 20 ab. Daraufhin baut
sich bis zum Zeitpunkt t₅ die Speisespannung VCC des
Microcontrollers 21 auf. Im nachfolgenden Zeitpunkt t₆
gibt der Regler 20 das PWROR-Signal zwecks Rückset
zung des Microcontrollers 21 zur Initialisierung ab.
Um diese Reaktion sicherzustellen, kann die Halbleiter
schaltung 100 - und insbesondere deren Funktionsblock
110 - noch besondere Mittel umfassen, welche bewirken,
daß bei Inbetriebnahmebeaufschlagung des Einganges 14
mit VBATT (Anschalten eines Steuergerätes mit der Ein
richtung an UBATT) das ENA/NINH-Signal initial zunächst
erzeugt wird unabhängig vom logischen Status der
EN- und STB-Eingänge, so daß eine Bestromung des Microcon
trollers 21 zur Einlesung seiner anschließend den Be
triebszustand der Halbleiterschaltung 100 steuernden
EN- und STB-Signale überhaupt möglich ist.
Die anschließende Interpretation eines an 4 ausgegebe
nen ERR/INT-Signales durch den Microcontroller 21 ge
schieht in Abhängigkeit vom logischen Pegel der von
ihm ausgegebenen STB- und EN-Signale, und, da diese
die Betriebsart der Halbleiterschaltung vorgeben, in
Abhängigkeit von deren Betriebsarten SLEEP,
STANDBY/RECEIVE ONLY und NORMAL, wie folgt.
Bis zur Zeitspanne t₇ hat der Microcontroller 21 seine
Initialisierung samt Port-Check sicher abgeschlossen.
Während einer daran anschließenden, zwischen t₇
und t₈ definierten Zeitspanne, der sog. POWER-ON
PHASE, haben beide Signale STB und EN seitens des
Microcontrollers noch den logischen Pegel "L", ent
sprechend einer Einstellung der Halbleiterschal
tung 100 auf den SLEEP-Zustand. Wird in diesem
logischen Zustand ein Wake UP-Signal z. B. vom
Schalter 25 an 7 erkannt, wird im Funktionsblock
145 bzw. 143 das Wake Up-Flag gesetzt. Dies führt
im Zustand, bevor das STB-Signal von "L" auf "H"
übergeht, zur Auslösung eines INTERRUPT-Signals
an 4, d. h. im ersten Signalfenster für ERR/INT.
Ein INTERRUPT an 4 in dieser Zeitspanne wird vom
Microcontroller 21 als WAKEUP INTERRUPT interpre
tiert. Diesem Fall entspricht in Fig. 12b die
obere Schalterstellung zum Abfragen des Wake
Up-Flipflops im Block 145 bzw. 143.
In wenigstens einem Teil der POWER-ON PHASE kann
vorzugsweise die Busfehlererkennung 132 durch Mit
tel, die beispielsweise durch die Anstiegsflanke
VCC am Anschluß 10 der Halbleiterschaltung 100
wirksam sind, noch inaktiv sein.
Während der daran zwischen t₈ und t₉ sich anschlie
ßenden Zeitspanne, der sog. RECEIVE ONLY PHASE, gibt
der Microcontroller STB = "H", EN = "L" aus. Wurde
zuvor bzw. wird das Powerfail-Flag in 145 bzw. 143
gesetzt, führt dies jedenfalls in diesem logischen
Zustand bevor das EN-Signal von "L" auf "H" über
geht zur Auslösung eines INTERRUPT-Signals an 4,
d. h. im zweiten Signalfenster für ERR/INT. Ein
INTERRUPT an 4 in dieser Zeitspanne wird vom Micro
controller 21 als POWERFAIL INTERRUPT interpretiert.
Diesem Fall entspricht in Fig. 12b die mittlere
Schalterstellung zum Abfragen des Powerfail-Flip
flops im Block 145 bzw. 143.
Sobald der Zeitpunkt t₉ erreicht ist, ist volle
Kommunikationsfähigkeit hergestellt und der Mic
rocontroller gibt EN = "H", STB = "H" aus. Wurde
zuvor bzw. wird das Bus Error-Flag im Busfehleraus
wertungsblock 144 bzw. in 143 gesetzt, führt dies
in diesem logischen Zustand zur Auslösung eines
INTERRUPT-Signals an 4, d. h. im dritten Signalfen
ster für ERR/INT. Ein INTERRUPT an 4 ab dem Zeit
punkt t₉ wird vom Microcontroller 21 als BUS
ERROR-INTERRUPT interpretiert. Diesem Fall entspricht in
Fig. 12b die untere Schalterstellung zum Abfragen
des Bus Error-Flipflops im Block 144 bzw. 143.
In Fig. 12b ist auch das Zurücksetzen des Wake
Up-Flags und des Powerfail-Flags veranschaulicht. Es
geschieht in Abhängigkeit von den Signalen EN und
STB dann, wenn sowohl EN = "H" und STB = "H". Damit
ist sichergestellt, daß nach einem folgenden Über
gang in die Betriebsart SLEEP (EN = "L", STB = "L")
beim erneuten Wecken das Flag-Register wieder
jungfräulich und somit setzbar ist.
Ein elektronisches Gerät, welches die erfindungs
gemäße Einrichtung umfaßt, kann insoweit grob ein
Gesamtblockschaltbild gemäß Fig. 13 aufweisen.
Außer bereits bekannten Teilen ist hier noch
eine zentrale Stützkapazität 161 für das Poten
tial VCC am Reglerausgang 20.2, ein die Taktfre
quenz des Microcontrollers 21 bestimmendes Bau
teil 162 und als Schnittstelle zwischen Sensoren
sowie Aktuatoren und dem Microcontroller 21 mit
Busprotokoll-Modul 22 ein Input/Output-Interface
163 angedeutet, das sowohl aus VCC als auch aus
VBATT stromversorgt wird. Diese Darstellung macht
ersichtlich, daß auch die Halbleiterschaltung 100
sowohl hinsichtlich ihrer oben beschriebenen Funk
tionen als auch ihrer Anordnung im Kommunikations
pfad gewissermaßen als Interface zwischen CAN_H/
CAN_L und Microcontroller 21 bzw. dem Busproto
koll-Modul verstanden werden kann.
Auch im Hinblick auf ein solches Verständnis erweist
sich als wichtig, daß die Halbleiterschaltung 100 und
insbesondere deren Sendeendstufe 133 inhärent gegen
alle möglichen Bus fehl er geschützt ist und im Rahmen
des Funktionsblockes 130 vermöge der Funktionsblöcke
131 und 132 die Busbehandlung im Fehlerfalle zur Auf
rechterhaltung einer Kommunikationsfunktionalität
rein hardwaremäßig unter Ausschluß des Microcontrol
lers geschieht. Dadurch wird der Microcontroller und
die ihm zugeordnete Busprotokoll-Funktion vollkommen
abschaltbar.
Dieses Merkmal wird noch gestützt durch eine optional
mögliche Ausbildung der Sendemittel 130 bzw. wenigstens
der davon umfaßten Endstufe 133 dahingehend, daß sie
sich bei Vorliegen eines Defekts in der sie umfassen
den Halbleiterschaltung 100 selbsttätig vom Bus frei
schaltet/en, wodurch eine Blockierung des Bus-Netzes
durch ein insoweit gestörtes Gerät vermieden wird.
Zur Vollständigkeit sei erwähnt, daß die Mittel der
Halbleiterschaltung, vermöge derer im Fehlerfalle die
Erkennung der besten noch bestehenden Möglichkeit einer
Notkommunikation über den Bus und die Einstellung und/
oder Umkonfiguration und/oder Adaption der Sende- und
Empfangsmittel geschieht, auf der Basis analoger Ver
gleiche der Busaderpotentiale mit fixen Toleranzfen
stern für diese Potentiale wirken können.
Ohne Beschränkung der Allgemeinheit kann die Halb
leiterschaltung 100 auch in diesem Zusammenhang fi
gürlich nicht ausgeführte Filterelemente - insbeson
dere mit Tiefpaßcharakteristik - mitumfassen. Bei
spielsweise können solche Filterelemente zwischen
Anschluß 7 und der Weck-Erkennungs-Logik 111 und
zwischen den Anschlüssen 11 und 12 für CAN_H und
CAN_L und den jeweiligen Eingängen des (autonomen)
Empfangsblockes 120 und dem Fehlererkennungs-Modul
132 und/oder dem Buseingang der Weck-Erkennungs-Logik
111 vorgesehen sein.
Sie erhöhen den Störabstand und verringern die Ansprech
empfindlichkeit der Schaltung 100 auf hochfrequente
Einstreuungen (EMV) sowie auf hochfrequente Störsigna
le, die sich bei busfehlerbedingtem Eindrahtbetrieb über
Masse GND im Pfad des Masserückschlusses zum Nutzsignal
hinzuaddieren. Im einfachsten Falle kann es sich hier
bei um analoge RC-Tiefpässe handeln, deren Elemente in
100 schaltungstopologisch verteilt sein können.
Gleichwohl kann es sich dabei um quasi-digitale Filter
handeln, beispielsweise um solche mit vorbestimmter
Ansprechzeit in der Größenordnung mehrerer Busbit
längen.
Ohne Beschränkung der Allgemeinheit kann die Halbleiter-Schaltung
100 in eine Biliothekszelle (Standardzelle) de
finiert werden, die entweder ursprünglich oder kompilier
bar auf Halbleiterchips übertragen werden kann, um dort
mittels verschiedener Technologien ihre physikalische
Erscheinungsform zu erzeugen. In diesem Sinne umspannt
der Rahmen der Erfindung weiter, daß die Halbleiterschal
tung 100 zusammen mit dem Microcontroller 21 und/oder
dem Busprotokoll-Modul 22 auf einem einzigen Halbleiter-
Chip realisiert und beide insoweit monolithisch ausge
führt werden, wobei der so erhaltene monolithische
Schaltkreis dann wenigstens zwei unterschiedlich ener
gieversorgte Zonen aufweist.
Durch eine solche Maßnahme kann nicht nur die Anzahl
erforderlicher Lötverbindungen in einem entsprechend
ausgestatteten elektronischen Gerät minimiert werden.
Auch der Platzbedarf reduziert sich dadurch erheblich,
so daß sich eine Verwendung der Einrichtung auch in
sehr klein zu haltenden Steuergeräten in Verkehrsmit
teln eignet.
Bei einer solchen Realisierungsweise kann die Ein
richtung besondere, mitintegrierte Mittel umfassen,
welche externe Schutzmittel erübrigen, um die am Bus
liegenden Empfangs- und Sendemittel nach außen fehler
tolerant gegenüber allen in der Praxis busweit mögli
chen Fehlerzuständen zu machen.
Im Lichte des obigen bietet sich eine Verwendung
der Einrichtung insbesondere in Verkehrsmitteln an,
weil bei diesen als Träger entsprechender Busnetze
zum Betrieb von hier betrachteten Steuergeräten
die Situation eines begrenzten Energievorrates
dort besonders prägnant gegeben ist.
Claims (31)
1. Einrichtung für den busvernetzten Betrieb eines
elektronischen Gerätes, welches einen Microcontroller
(21) und ein Busprotokoll-Modul zur Durchführung einer
Kommunikation mit anderen Geräten über einen zweiad
rigen Bus umfaßt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung aufweist:
- - eine aus einem übergeordneten Potential (UBATT/VBATT) versorgbare, im Signalflußpfad zwischen den beiden Busadern und dem Busprotokoll-Modul (22) ange ordnete und in Abhängigkeit von Statussignalen (6/EN, 5/STB) des Microcontrollers (21) wenigstens der zwei Betriebsarten
- - "Senden und Empfang" (NORMAL),
- - "Schlafen (SLEEP)"
fähige Halbleiterschaltung (100), welche umfaßt:
- - an die beiden Busadern (CAN_H, CAN_L) angeschlos sene Empfangsmittel (120), deren Ausgang mit dem Emp fangseingang (Rx) des Busprotokoll-Moduls (22) kommu niziert (3) und an die beiden Busadern (CAN_H, CAN_L) angeschlossene Sendemittel (130), umfassend eine Sende endstufe (133), deren Eingang mit dem Sendeausgang (Tx) des Busprotokoll-Moduls (22) kommuniziert (2),
- - einen Weckeingang (7) aufweisende und mit dem Bus (CAN_H, CAN_L) verbundene Weckerkennungsmittel (111) und Schaltmittel (141) zur Bereitstellung an einem Steuer ausgang (1) eines Einschaltsignals (ENA/NINH) nach Erken nung eines Wecksignales von besagtem Eingang (7) oder vom Bus (CAN_H, CAN_L) und zur Abgabe eines Abschaltsignals (NENA/INH) in der Betriebsart "Schlafen" (SLEEP);
- - einen aus dem übergeordneten Potential (UBATT/VBATT) versorgbaren Spannungsregler (20) zur Bereit stellung einer geregelten Ausgangsspannung (VCC), mit welcher der Microcontroller (21) und das Busprotokoll- Modul (22) mit Betriebsenergie versorgbar sind, wobei der Spannungsregler (20) einen mit dem vorgenannten Steuerausgang (1) der Halbleiterschaltung (100) kommu nizierenden Steuereingang (20.3) aufweist und so be schaffen ist, daß daß er bei Anliegen des Einschalt signales (ENA/NINH) einschaltet und bei Anliegen des Abschaltsignals (NENA/INH) abgeschaltet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Spannungsregler (20) einen Rücksetzaus gang (20.204) und autonome Mittel umfaßt, die nach dem Einschalten des Spannungsreglers zur Bereitstellung eines untergeordneten Potentials (VCC) zur Speisung des Microcontrollers (21) ein Rücksetzsignal (PWROR) erzeugen, das dem Rücksetzeingang (28) des Microcon trollers (21) zuführbar ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Halbleiterschaltung (100) Mittel umfaßt, welche beim Auftreten eines die normale Kommunikations weise über beide Busadern beeinträchtigenden Busfehlers sowohl die Empfangsmittel als auch die Sendemittel für die beste noch bestehende Möglichkeit einer Notkommu nikation über den Bus einstellen und/oder umkonfigu rieren und/oder adaptieren, ohne daß sie dazu einer Unterstützung durch den Microcontroller (21) bedürfen.
4. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie weiter umfaßt:
- - zwei in Abhängigkeit von der Busteilnehmerzahl (n) festgelegte und mit der Halbleiterschaltung ver bundene Abschlußelemente (16, 17), und daß die Halbleiterschaltung weiter umfaßt:
- - Busfehler-Erkennungsmittel (132) und
- - kooperative Busabschluß-Umschaltmittel (131) zur Beeinflussung des Bus-Abschlusses, sowie
- - Busfehler- (144) und Weck-Auswertungsmittel (145) zur Aufbereitung und Abgabe-wenigstens eines an den Microcontroller (21) abgebbaren (4; 24) Fehler- bzw. Unterbrechungssignals (ERR/INT).
5. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Spannungsregler (20) Mittel zur Erzeugung eines Reset-Signals (PWROR) in Abhängigkeit vom Errei chen seines Einschaltzustandes und zu dessen Abgabe einen Ausgang (20.4) aufweist, welcher mit dem Micro controller (21) verbunden (29) ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Empfangsmittel (120) Mittel umfassen, welche die Empfangsmittel unabhängig von den Sende mitteln (130) selbständig für die beste noch bestehen de Möglichkeit einer Notkommunikation über den Bus einstellen und/oder umkonfigurieren und/oder adap tieren.
7. Einrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Busfehler-Erkennungs- (132) und Busab schluß-Umschaltmittel (131) in der Lage sind, in der ersten Betriebsart (NORMAL) die Abschlußelemente (16, 17) an die beiden Busadern zu schalten (S₁, S₂), in der zweiten Betriebsart (SLEEP) statt wenigstens eines dieser Elemente (17) einen in der Halbleiterschaltung mitinte grierten ersten Ersatzabschluß (17′) zu schalten (S₃) und abhängig von der Art eines erkannten Busfehlers anstelle wenigstens eines der vorgenannten Abschluß elemente (16, 17, 17′) zweite und dritte in der Halb leiterschaltung integrierte Ersatzabschlüsse (26, 27; 26′, 27′) an wenigstens eine der beiden Busadern (CAN_H, CAN_L) zu schalten (S₁, S₂, S₃, SOH).
8. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Empfangsmittel (120) und Sendemittel (130) Mittel umfassen, welche die Empfangs- und Sendemittel jeweils für sich zerstörungsfrei tolerant gegenüber allen applikationsspezifisch möglichen Fehlerzustän den im bzw. am Busleitungsnetz machen.
9. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß wenigstens die Sendeendstufe (133) im Falle eines Eigenfehlers der Einrichtung vom Bus (CAN_H/CAN_L) freischaltbar (EN) ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Sendemittel (130) Mittel umfassen, mittels derer im Falle eines Eigenfehlers der Einrichtung die Stromversorgung der Sendeendstufe (133) abschaltbar ist.
11. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Halbleiterschaltung (100) so beschaffen ist, daß sie in der Betriebsart "Schlafen" (SLEEP) einen impedanzmäßig asymmetrischen Abschluß der beiden Busadern (CAN_H, CAN_L) gegenüber einem Bezugspoten tial (GND) bewirkt.
12. Einrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß der erste Ersatzabschluß (17′) an dem über geordneten Potential (UBATT/VBATT) liegt.
13. Einrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß es sich bei dem ersten Ersatzabschluß (17′) um einen Widerstand handelt, welcher einen Wert auf weist, der in der Größenordnung eines Vielfachen des Wertes des normalen Abschlußwiderstandes (17) liegt, wobei dieses Vielfache der Anzahl n von Busteilneh mern entspricht.
14. Einrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die zweiten und dritten Ersatzabschlüsse (26, 27) durch eingeprägte Stromquellen realisiert sind.
15. Einrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die zweiten und dritten Ersatzabschlüsse (26, 27) durch hochohmige Widerstände (26′, 27′) realisiert sind.
16. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Halbleiterschaltung (100) ferner die Betriebsarten
- - Nur-Empfang (RECEIVE ONLY)
- - Bereitschaft (STANDBY)
aufweist, in welchen entweder die Stromversorgung der
Sendeendstufe abschaltbar oder die Sendeendstufe (133)
vom Bus (CAN_H/CAN_L) selektiv freischaltbar (EN) ist.
17. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Halbleiterschaltung (100) Mittel (110) zur Überwachung wenigstens des übergeordneten Poten tials UBATT/VBATT auf Unterschreitung eines (ersten) Grenzwertes (VL1) umfaßt sowie Auswertungsmittel (145), welche ein erkanntes Abfallen dieses Poten tials unter besagten Grenzwert in ein POWERFAIL-Fehler- bzw. Unterbrechungssignal (4/ERR/INT) für den Microcontroller (21) auswerten.
18. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Halbleiterschaltung (100) Mittel (110) zur Überwachung des Speisepotentials (VCC) des Micro controllers (21) auf Unterschreitung eines zweiten Grenzwertes (VL2) sowie Auswertungsmittel (145) umfaßt, welche ein erkanntes Abfallen dieses Potentials unter besagten Grenzwert in ein POWERFAIL-Fehler- oder Un terbrechungssignal (4/ERR/INT) für den Microcontroller (21) auswerten.
19. Einrichtung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß sie Busfehler-Erkennungs- (132) und Busab schluß-Umschaltmittel (131) sowie Busfehler-Auswertungs mittel (144) zur Aufbereitung wenigstens eines an den Microcontroller (21) abgebbaren (4; 24) Fehler- bzw. Unterbrechungssignals (ERR/INT) umfaßt und letztere Mittel ausgangsseitig mit den Mitteln (145) zur Aus wertung des Unterschreitens des (ersten) Grenzwertes (VL1) verknüpft sind.
20. Einrichtung nach Ansprüchen 17 und 18,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß sie logische Mittel umfaßt, welche bewirken, daß das Fehler- und Unterbrechungssignal (ERR/INT) erzeugt wird, wenn beide Grenzwerte (VL1, VL2) unter schritten werden bzw. worden sind.
21. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Endstufe (133) im Falle des Abfallens des übergeordneten Potentials (UBATT/VBATT) unter einen vorbestimmten Grenzwert sich vom Bus (CAN_H/CAN_L) frei schaltet.
22. Einrichtung nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Freischaltung durch Blockierung eines Steuereinganges (EN) zur aktiven Anschaltung der Sendemittel an den Bus (CAN_H/CAN_L) geschieht.
23. Einrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Halbleiterschaltung Mittel umfaßt, vermöge derer im Fehlerfalle die Erkennung der besten noch be stehenden Möglichkeit einer Notkommunikation über den Bus und die Einstellung und/oder Umkonfiguration und/oder Adaption auf der Basis analoger Vergleiche der Busader potentiale mit Toleranzfenstern geschieht.
24. Einrichtung nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Einstellung und/oder Umkonfiguration und/ oder Adaption durch besagte Mittel in Relation zur Da tenrate auf dem Bus (CAN_H/CAN_L) mit einer Ansprech schnelle geschieht, welche Botschaftsverluste aus schließt.
25. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Halbleiterschaltung (100) Filterelemente umfaßt, welche wenigstens zwischen jede der beiden Bus adern (CAN_H, CAN_L) und dem entsprechendem Eingang der Empfangsmittel (120) sowie zwischen dem Eingang für ein Wecksignal (7) und den Weck-Erkennungsmitteln (111) an geordnet sind.
26. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Halbleiterschaltung (100) in der Art einer kompilierbaren Standardzelle auf einem Halbleiterchip monolithisch realisiert ist.
27. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Halbleiterschaltung (100) zusammen mit dem Busprotokoll-Modul (22) monolithisch integriert ist.
28. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Halbleiterschaltung (100) zusammen mit dem Microcontroller (21) monolithisch integriert ist.
29. Verwendung der Einrichtung gemäß Anspruch 1 in
einem Verkehrsmittel.
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