DE19612328A1 - Einrichtung zur Bildung eines Personendurchlasses - Google Patents
Einrichtung zur Bildung eines PersonendurchlassesInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E06—DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
- E06B—FIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
- E06B11/00—Means for allowing passage through fences, barriers or the like, e.g. stiles
- E06B11/08—Turnstiles; Gates for control of entry or exit of persons, e.g. in supermarkets
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Description
Die Erfindung betrifft eine zur Bildung eines Personendurchlasses bestimmte Einrich
tung, insbesondere zur Kundenführung in SB-Geschäften, wobei das Durchschreiten
des Personendurchlasses nur in einer Richtung gestattet und wenigstens ein Schwenk
arm vorgesehen ist, der an einem um eine vertikale Achse bewegbar gelagerten, zum
Öffnen und Schließen des Personendurchlasses bestimmten Tragteil befestigt ist.
Einrichtungen dieser Art werden vor allem in SB-Geschäften zur Führung von Kunden
eingesetzt, wobei zur Vermeidung von Inventurdifferenzen das Durchschreiten des
Durchlasses gewöhnlich nur in einer Richtung gestattet ist. Einrichtungen dieser Art
sind bekannt. Als Beispiele seien Drehkreuze und Schwenktüren erwähnt, die ge
wöhnlich in eine Geländerkonstruktion eingebunden sind. Drehkreuze, wie in der DE
82 24 185.9 oder in der DE 79 27 320 beschrieben, weisen mehrere Schwenkarme auf,
die sich in horizontaler Richtung erstrecken, an einem Tragteil angebracht sind und
sich beim Durchschreiten in Laufrichtung drehen, so daß ein Passieren des Personen
durchlasses zwischen zwei Schwenkarmen ermöglicht wird.
Schwenktüren wie aus der EP 79 200038.2 A1 und der EP 82 108612.1 A1 bekannt,
öffnen in Durchgangsrichtung und schließen durch Zurückschwenken entgegen der
Durchgangsrichtung. Der wenigstens eine Schwenkarm ist in Ausgangslage im rechten
Winkel zur Durchgangsrichtung angeordnet.
Der Durchgang, sowohl durch ein Drehkreuz, als auch durch eine Schwenktüre der
bekannten Art, ist sehr beengend. So muß sich der Benutzer eines Drehkreuzes durch
einen kleinen Raum bewegen, der durch zwei Schwenkarme und durch die Geländer
konstruktion begrenzt ist. Die gerade Form des Schwenkarmes ist nicht an die Körper
form eines Menschen angepaßt und drückt diesem beim Durchschreiten unangenehm
in den Rücken.
Wie anschließend in Fig. 3 gezeigt, wird bei bekannten Drehkreuzen nur langsam die
zum Durchgang benötigte Öffnungsweite erreicht und es wird so kein bequemes Pas
sieren des Drehkreuzes ermöglicht. Man fühlt sich durch die beiden Schwenkarme ein
gegrenzt.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine gattungsgemäße Einrichtung zur Bil
dung eines Personendurchganges so weiterzuentwickeln, daß ein aus ergonomischer
Sicht günstigeres und damit einfacheres Durchschreiten des Personendurchlasses er
möglicht wird.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Abschnitt des Schwenkar
mes in Durchgangsrichtung gebogen und der andere zur Befestigung am Tragteil vor
gesehene Abschnitt gerade gestaltet ist.
Durch diese zweckmäßige Lösung hat eine Person bei gleicher Wegstrecke eine we
sentlich geringere Kontaktzeit zum wenigstens einen Schwenkarm und berührt außer
dem eine kleinere Kontaktfläche des Schwenkarmes beim Durchgang durch den Per
sonendurchlaß. Wie in Fig. 3 beschrieben, wird durch die gebogene Form des
Schwenkarmes schneller eine größere Öffnungsweite erreicht als dies bisher der Fall
war. Die ergonomisch günstige Form des Schwenkarmes bietet somit einer Person ei
nen kürzeren Durchgangsweg und erleichtert ihr den Durchgang durch die Einrichtung.
Es ist zwar in der GB 1 397 186 ein automatischer Ticketdurchgang beschrieben, der
paarweise paddelartige Teile aufweist, die hintereinander angeordnet sind und vonein
ander wegweisen und die eingezogen den Durchgang freigeben und ausgefahren den
Durchgang versperren. Diese paddelartigen Teile sind entgegengesetzt angeordnet und
nur automatisch bedienbar, so daß sie aus ergonomischer Hinsicht keinerlei Vorteile
gegenüber den bekannten geraden Schwenkarmen bieten.
Außerdem beschreibt die DE 75 25 368.8 eine für Mopeds und Fahrräder bestimmte
Absperranordnung mit gebogen gestalteten Bügeln. Diese Absperranordnung ermög
licht zwar einen selektiven Durchgang, öffnet aber in beide Richtungen.
Ebenso ist durch die US 3,803,763 ein Gatter für Wild beschrieben, das dem Wild den
Durchtritt nur in eine Richtung ermöglicht. Dies wird mittels in Durchgangsrichtung
gebogener Arme ermöglicht. Dieses Gatter ist jedoch für einen Personendurchgang
nicht brauchbar, da es am Boden eine zu überwindende Erhöhung aufweist. Es ist des
halb als gattungsfremd zu betrachten.
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Einrichtung zur Bildung eines Personendurchlasses in Form eines bekann
ten Drehkreuzes mit gebogenen Schwenkarmen;
Fig. 2 als alternative Ausführung eine Schwenktüre mit gebogenem Schwenkarm;
Fig. 3 eine Einrichtung im Vergleich mit einer bekannten, strichpunktiert gezeichneten
Einrichtung, sowie
Fig. 4 ein Tragteil mit einer Befestigungsvorrichtung für einen Schwenkarm.
Fig. 1 zeigt eine Einrichtung 1 zur Bildung eines Personendurchlasses 23 in Form eines
bekannten Drehkreuzes 2 mit erfindungsgemäßen Schwenkarmen 4. Das Drehkreuz 2
weist einen Standfuß 5 und ein am Standfuß 5 auf einer vertikalen Achse 7 gelagertes
Tragteil 6 auf, das sich nur in einer Richtung drehen läßt. Am Tragteil 6 sind in einem
rechten Winkel zum Standfuß 5 die Schwenkarme 4 in gleichen Abständen zueinander
angeordnet. Zur Befestigung der Schwenkarme 4 am Tragteil 6 ist es fertigungstech
nisch günstig, bei jedem Schwenkarm 4 einen Abschnitt 8 gerade zu gestalten. Nach
diesem geraden Abschnitt 8 setzt eine gebogene Form an. Dieser gebogene Abschnitt 9
weist bevorzugt einen einheitlichen Biegeradius auf. Der gebogene Abschnitt 9 kann
aber auch aus verschiedenen Abschnitten 9 und 10 bestehen, die unterschiedliche
Krümmungen aufweisen.
Fig. 2 zeigt als alternative Ausführung eine Schwenktüre 15 mit gebogenem Schwenk
arm 4. Die Schwenktüre 15 weist in bekannter Weise einen Standfuß 5 und ein daran
angebrachtes, auf einer vertikalen Achse 7 schwenkbar angeordnetes Tragteil 6 auf, an
welchem ebenfalls ein gebogener Schwenkarm 4 angebracht ist. Der gebogene
Schwenkarm 4 öffnet in Durchlaufrichtung und verschließt den Personendurchgang
(23) entgegen der Durchlaufrichtung. Sein gerader Abschnitt 8 und sein gebogener
Abschnitt 9, 10 sind so gestaltet, wie in Fig. 1 beschrieben.
Fig. 3 zeigt in einer Draufsicht eine Einrichtung 1 gemäß Fig. 2 im Vergleich mit einer
bekannten Einrichtung 1′. Die Einrichtung 1 ist in eine Geländerkonstruktion 17 ein
gebunden, wobei durch drei rechtwinklig angeordnete Stützteile 22, 22a, 22b und
durch den Standfuß 5, sowie durch Querstreben 20 der Personendurchlaß 23 gebildet
ist. Quer zur Durchgangsrichtung, siehe Pfeil, ist eine Achse 13 eingezeichnet. Die
Achse 13 verbindet auf kürzestem Weg die Einrichtung 1 mit dem Stützteil 22. Das
Tragteil 6 des Standfußes 5 trägt den erfindungsgemäßen Schwenkarm 4. Der
Schwenkarm 4 ist in Durchgangsrichtung, siehe Pfeil, gebogen, so daß der Benutzer
zum Durchgang gegen die konvexe Seite 19 des Schwenkarmes 4 drückt. Strichpunk
tiert ist ein bekannter Schwenkarm 3 eingezeichnet, der in Ausgangsstellung, d. h. den
Personendurchlaß 23 verschließend, parallel zur waagrechten Achse 13 verläuft. Der
gerade Abschnitt 8 des erfindungsgemäßen Schwenkarmes 4 ist in einem Winkel α zur
waagrechten Achse 13 entgegen der Durchgangsrichtung so vorgesehen, daß der erfin
dungsgemäße Schwenkarm 4 den Personendurchlaß 23 ebenfalls versperrt. Am
Schnittpunkt von bekanntem 3 und erfindungsgemäßem Schwenkarm 4 ist beispielhaft
ein gemeinsamer Angriffspunkt 14 bestimmt, der bei Drehung der Schwenkarme 3, 4
aus der Ausgangsstellung um einen Winkel β weiter wandert, wobei die Schwenkarme
3, 4 in eine Personendurchlaßstellung gelangen. Der äußerste Punkt 21 der Schwenk
arme 3, 4 und jener Teil der Geländerkonstruktion 17, der den Personendurchlaß 23
auf der gegenüberliegenden Seite des Tragteiles 6 begrenzt, wird als Öffnungsweite 12
bezeichnet. Nach Drehung der beiden Schwenkarme 3, 4 in Durchgangsrichtung um
den Winkel β ist die Öffnungsweite B, die den Personendurchlaß zwischen erfin
dungsgemäßem Schwenkarm 4 und Geländerkonstruktion 17 freigibt, bedeutend grö
ßer als die Öffnungsweite A, die den Personendurchlaß zwischen bekanntem
Schwenkarm 3 und Geländerkonstruktion 17 öffnet.
Fig. 4 zeigt ein Tragteil 6 mit einem erfindungsgemäßen Schwenkarm 4. Zur Befesti
gung des Schwenkarmes 4 ist am Tragteil 6 wenigstens ein Achszapfen 16 angebracht,
an dem der Schwenkarm 4 aufgesteckt ist. Es sind verschiedene Befestigungsmöglich
keiten vorstellbar. So kann am Tragteil 6 eine Bohrung vorgesehen sein, durch welche
der Schwenkarm 4 hindurchreicht. Es ist hierzu immer ein Abschnitt 8 am Schwenk
arm 4 gerade gestaltet, so daß eine schlüssige Verbindung realisierbar ist. Nach diesem
geraden Abschnitt 8 sind, wie bereits erwähnt, ein oder mehrere gebogene Abschnitte
9, 10 möglich.
Jeder Schwenkarm 4 kann als rohrförmiges Teil ausgeführt sein. Denkbar ist auch, daß
jeder Schwenkarm 4 oder einzelne Abschnitte 8, 9, 10 aus Kunststoffteil gefertigt sind.
Es sind alle anderen Materialien denkbar, die es ermöglichen, den Schwenkarm 4 als
ein gebogenes Profil zu gestalten. Hier bieten sich aus Aluminium bestehende Strang
preßprofile an.
Claims (3)
1. Zur Bildung eines Personendurchlasses bestimmte Einrichtung, insbesondere zur
Kundenführung in SB-Geschäften, wobei das Durchschreiten des Personendurchlas
ses nur in einer Richtung gestattet und wenigstens ein Schwenkarm vorgesehen ist,
der an einem um eine vertikale Achse bewegbar gelagerten, zum Öffnen und
Schließen des Personendurchlasses bestimmten Tragteil befestigt ist, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein Abschnitt (9) des Schwenkarmes (4) in Durchgangsrichtung
gebogen und der andere, zur Befestigung am Tragteil (6) vorgesehene Abschnitt (8)
gerade gestaltet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschnitt (9) des
Schwenkarmes (4) bevorzugt einen einheitlichen Biegeradius aufweist, aber auch
aus verschiedenen Abschnitten (9, 10) bestehen kann, die unterschiedlich gekrümmt
sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenk
arm (4) als rohrförmiges, oder als aus Kunststoff gefertigtes, oder als ein aus einem
Strangpreßprofil bestehendes Teil gestaltet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996112328 DE19612328A1 (de) | 1996-03-28 | 1996-03-28 | Einrichtung zur Bildung eines Personendurchlasses |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996112328 DE19612328A1 (de) | 1996-03-28 | 1996-03-28 | Einrichtung zur Bildung eines Personendurchlasses |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19612328A1 true DE19612328A1 (de) | 1997-10-02 |
Family
ID=7789719
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996112328 Withdrawn DE19612328A1 (de) | 1996-03-28 | 1996-03-28 | Einrichtung zur Bildung eines Personendurchlasses |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19612328A1 (de) |
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