DE19617191C2 - Einrichtung zur Gleichstromversorgung für einen Gleichstromlichtbogenofen - Google Patents
Einrichtung zur Gleichstromversorgung für einen GleichstromlichtbogenofenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Gleichstromver
sorgung für einen Gleichstromlichtbogenofen mit einem Gleich
richter und mit einer zur Einrichtung zur Gleichstromversor
gung parallelgeschalteten Blindleistungskompensationsein
richtung.
Netzgeführte Stromrichter werden in Hochstromausführung zur
Speisung von Gleichstromlichtbogenöfen, z. B. in der Stahlin
dustrie, eingesetzt. Die Steuerung der Stromrichter bewirkt
neben der gewünschten Einstellung der Leistung des Gleich
stromlichtbogenofens eine vom Steuerwinkel der Stromrichter
abhängige Blindleistungsaufnahme, deren Mittelwert gewisse
Grenzen nicht überschreiten darf, um den meist von Energie
versorgungsunternehmen vorgegebenen Wert des Leistungsfaktors
nicht zu überschreiten bzw. zu unterschreiten. Um den
mittleren Leistungsfaktor einzuhalten, werden der Lichtbo
genofenspeisung oft Kompensationseinrichtungen, wie sie z. B.
die DE 43 27 894 A1 oder der Artikel "Robuste Filter in der
Energieversorgung" P. A. Forsyth, G. Krause, T. Peter, etz Band
114, 1993, Heft 22, S. 1382-1385, offenbaren, parallelge
schaltet. Diese übernehmen, wie z. B. der Artikel "Robuste
Filter in der Energieversorgung" P. A. Forsyth, G. Krause,
T. Peter, etz Band 114, 1993, Heft 22, S. 1382-1385, lehrt,
auch eine Filterung, um das speisende Netz von unerwünschten
harmonischen Strömen des Stromrichters bzw. des Gleichstrom
lichtbogenofens freizuhalten bzw. diese auf einen vorgege
benen Wert zu begrenzen. Diese Kompensationsanlagen werden
bekanntermaßen als Kondensatorbänke oder als Filterkreise
ausgeführt. In Betriebspausen des Lichtbogenofens ist der
Stromrichter ebenfalls nicht in Betrieb und damit liegt die
Kompensationsanlage allein am Speisenetz und erhöht dort die
Speisespannung möglicherweise über zulässige Grenzen hinaus.
Aus der DE 43 27 894 A1 ist bekannt, daß Überkompensation z.
B. mit sogenannten dynamischen Kompensationsanlagen vermieden
werden kann. Dabei ist zur Kompensation der Blindleistung des
Lichtbogenofens ein dreiphasiger Blindleistungskompensator
vorgesehen, der Blindleistung in Abhängigkeit der vom Licht
bogenofen erzeugten Blindleistung in das den Lichtbogenofen
speisenden Energieversorgungsnetz abgibt. Solche Anlagen sind
jedoch teuer und haben einen hohen Platzbedarf.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine möglichst einfache Ein
richtung zur Vermeidung von Überkompensation, d. h. zur Kom
pensation der von einer Blindleistungskompensationseinrich
tung erzeugten Blindleistung bei Betriebspausen des Lichtbo
genofens, anzugeben.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Einrichtung zur
Gleichstromversorgung für einen Gleichstromlichtbogenofen mit
einem Gleichrichter und mit einer Blindleistungskompensa
tionseinrichtung zur Kompensation der durch den Gleichrichter
erzeugten Blindleistung gelöst, wobei die Einrichtung zur
Gleichstromversorgung gleichstromseitig zumindest einen
Gleichstromparallelzweig mit zumindest einem Schaltelement
aufweist, das bei Betrieb des Gleichstromlichtbogenofens
geöffnet ist und das bei Unterbrechung des durch den Gleich
stromlichtbogenofen fließenden Gleichstroms schließbar ist,
so daß zumindest ein Teil der in der Blindleistungskompensa
tionseinrichtung erzeugten Blindleistung durch den durch den
Gleichrichter fließenden Strom kompensiert wird. Auf diese
Weise ist es möglich, auf dynamische Kompensationsanlagen zur
Verringerung der von Blindleistungskompensationsanlagen in
Betriebspausen eines Gleichstromlichtbogenofens erzeugten
Blindleistung zu verzichten.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die
Einrichtung zur Gleichstromversorgung steuerbare Halbleiter
auf, und ist zumindest einen steuerbaren Halbleiter derart
steuernd ausgebildet, daß die bei Unterbrechung des durch den
Gleichstromlichtbogenofen fließenden Gleichstroms durch die
Blindleistungskompensationseinrichtung erzeugte Blindleistung
zumindest zum Teil kompensiert wird. Auf diese Weise ist es
möglich, die notwendige Blindleistung bei unterbrochenem
Gleichstrom durch den Gleichstromlichtbogenofen zu erzeugen.
Dies gilt umso mehr, wenn, wie in einer besonders
vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung, die Brückenhälften
des Gleichrichters getrennt angesteuert werden, d. h. die
Steuerwinkel der Brückenhälften unterschiedlich gewählt wer
den können.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
weist der Gleichstromparallelzweig eine zusätzliche Indukti
vität auf. Diese Induktivität kann gegebenenfalls notwendig
sein, wenn die Induktivitäten des Gleichrichters nicht aus
reichen, die notwendige Blindleistung zu erzeugen.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
ist das Schaltelement zum Schließen des Gleichstromparallel
zweigs als mechanischer Schalter oder als steuerbarer Halbleiter ausgebil
det. Als steuerbare Halbleiter kommen dabei insbesondere
Thyristoren, GTO's oder IGBT's in Frage.
Weitere Vorteile und erfinderische Einzelheiten ergeben sich
aus nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen,
anhand der Zeichnung und in Verbindung mit den Unteransprü
chen. Im einzelnen zeigen:
Fig. 1 den prinzipiellen Aufbau der erfindungsgemäßen
Einrichtung zur Gleichstromversorgung
Fig. 2 den prinzipiellen Aufbau der erfindungsgemäßen
Einrichtung zur Gleichstromversorgung in alter
nativer Ausgestaltung
Fig. 3 eine erfindungsgemäße Einrichtung zur Gleich
stromversorgung mit einem Seriengleichrichter
Fig. 4 eine erfindungsgemäße Einrichtung zur Gleich
stromversorgung mit einem Parallelgleichrichter
Fig. 5 eine erfindungsgemäße Einrichtung zur Gleich
stromversorgung mit einem Parallelgleichrichter
in alternativer Ausgestaltung
Fig. 6 eine zwölfpulsige wirkende erfindungsgemäße Ein
richtung zur Gleichstromversorgung
Fig. 1 zeigt den prinzipiellen Aufbau der erfindungsgemäßen
Einrichtung zur Gleichstromversorgung für einen Gleichstrom
lichtbogenofen 11. Diese weist einen Transformator 2 und
einen Gleichrichter auf, der über den Transformator 2 mit
einem Energieversorgungsnetz 1 verbunden ist. Der Gleichrich
ter weist je drei Brückenzweige 6 und 7 sowie Drosselspulen 8
auf. Zur Kompensation der vom Gleichrichter erzeugten Blind
leistung bei Betrieb des Gleichstromlichtbogenofens 11 ist
dem Transformator 2 eine Blindleistungskompensations
einrichtung 3 parallelgeschaltet. Diese weist Filterkreise,
bestehend aus Spulen 4 und Kondensatoren 5, auf. In alterna
tiver Ausgestaltung kann eine Blindleistungskompensationsein
richtung auch aus reinen Kondensatorbänken bestehen. Der
Gleichstromlichtbogenofen 11 ist über einen Gleichstromzweig
13 parallel zum Gleichrichter geschaltet. Der Gleichstrom
zweig 13 weist zusätzlich zwei Schalter 9 und 10 auf, die zur
Herstellung einer sichtbaren Trennstrecke gemäß VDE-Vor
schriften bei bestimmten Arbeiten am Ofen geöffnet werden
müssen. Eine derartige Unterbrechung ist z. B. notwendig,
wenn der Gleichstromlichtbogenofen 11 neu mit Schrott
beschickt werden muß. Bei den bekannten Einrichtungen zur
Gleichstromversorgung kommt es bei Unterbrechung des
Gleichstromkreises 13 sowie bei Sperrung der Thyristoren zur
Überkompensation, d. h. zur Blindleistungserzeugung durch die
Blindleistungskompensationseinrichtungen. Bei der erfin
dungsgemäßen Einrichtung zur Gleichstromversorgung wird bei
Unterbrechung des Gleichstromzweiges 13 durch Öffnen der
Schalter 9 und 10 der Schalter 12 im Gleichstromparallelzweig
15 geschlossen, so daß der Gleichrichter auch bei unterbro
chenem Gleichstromzweig 13 Blindleistung erzeugt. Die Steuer
winkel α1 und α2 der gesteuerten Halbleiter in den Brücken
zweigen 6 und 7 werden dabei derart gewählt, daß die vom
Gleichrichter erzeugte Blindleistung die von der Blindlei
stungskompensationseinrichtung 3 erzeugte Blindleistung kom
pensiert.
Fig. 2 zeigt eine alternative Ausgestaltung zu der erfindungs
gemäßen Einrichtung zur Gleichstromversorgung aus Fig. 1. Die
Ausführung gemäß Fig. 2 unterscheidet sich gegenüber der Aus
führung gemäß Fig. 1 durch eine zusätzliche Induktivität 14.
Fig. 3 zeigt eine erfindungsgemäße Einrichtung zur Gleich
stromversorgung für einen Gleichstromlichtbogenofen mit einem
Seriengleichrichter. Bezugszeichen 1, 3, 4, 5, 8, 9, 10, 11,
12, 13, 14 und 15 entsprechen dabei derselben Zuordnung wie
in Fig. 2. Bezugszeichen 20 bezeichnet einen Transformator und
Bezugszeichen 14 eine optionale zusätzliche Induktivität. Bei
unterbrochenem Gleichstromzweig 13 wird der Schalter 12 ge
schlossen und die Steuerwinkel α1 und α2 der gesteuerten
Halbleiter der Brückenzweige 21, 22, 23 und 24 derart ge
wählt, daß mit der durch den Gleichricher erzeugten Blindlei
stung die Blindleistung der Blindleistungskompensationsein
richtung 3 zumindest zum Teil kompensiert wird.
Fig. 4 zeigt eine erfindungsgemäße Einrichtung zur Gleich
stromversorgung für einen Gleichstromlichtbogenofen mit einem
Parallelgleichrichter. Bezugszeichen 1, 3, 4, 5, 9, 10, 11,
12, 13, 14, 15 und 20 entsprechen dabei derselben Zuordnung
wie in Fig. 3. Bezugszeichen 25 und 26 bezeichnen Drosselspu
len und Bezugszeichen 27, 28, 29 und 30 Brückenzweige mit
gesteuerten Halbleitern, insbesondere Thyristoren, mit den
Steuernwinkeln α1 und α2. Der Gleichstromparallelzweig ist
dabei nicht parallel zum Gesamtgleichrichter, sondern paral
lel zur Serienschaltung der Brückenzweige 29 und 30 geschal
tet. Bei Unterbrechung des Gleichstromzweiges 13, z. B. durch
die Schalter 9 und 10, wird der Schalter 12 geschlossen, und
die Steuerwinkel α1 und α2 der gesteuerten Halbleiter der
Brückenzweige 27, 28, 29 und 30 derart gewählt, daß mit der
durch den Gleichrichter erzeugten Blindleistung die Blindlei
stung der Blindleistungskompensationseinrichtung 3 zumindest
zum Teil kompensiert wird.
Fig. 5 zeigt eine erfindungsgemäße Einrichtung zur Gleich
stromversorgung für einen Gleichstromlichtbogenofen mit einem
Parallelgleichrichter wie in Fig. 4, jedoch mit einer alter
nativen Verschaltung des Gleichstromparallelzweiges 15. Im
Gegensatz zu der Schaltung aus Fig. 4 ist der Gleichstrom
parallelzweig 15 dem Gleichrichter parallel geschaltet.
Die Induktivität 14 in Fig. 4 und 5 kann ggf. weggelassen
werden.
Fig. 6 zeigt eine zwölfpulsig wirkende erfindungsgemäße Ein
richtung zur Gleichstromversorgung. Diese weist in der bei
spielhaften Ausgestaltung zwei Drehstromtransformatoren 35
und 36 mit je einer Primärwicklung 37 bzw. 40 sowie je zwei
Sekundärwicklungen 38 und 39 bzw. 41 und 42 auf. Die Primär
wicklungen 37 und 40 der Transformatoren 35 und 36 sind an
ein Energieversorgungsnetz 34, in diesem Fall ein Mittelspan
nungsnetz, angeschlossen. In der beispielhaften Ausgestaltung
sind die Primärwicklungen 37 und 40 in extended Delta und die
Sekundärwicklungen 38, 39, 41 und 42 im Stern verschaltet.
Die beiden Dreiwicklertransformatoren 35 und 36 können auch
durch vier Zweiwicklertransformatoren ersetzt werden. Die
Ausgänge der Sekundärwicklungen 38, 39, 41 und 42 sind je mit
einem dreiphasigen Gleichstromzweig 45, 46, 47 und 48 ver
schaltet. Die Gleichstromzweige 45, 46, 47 und 48 weisen je
einen Gleichrichter auf, wie er in Fig. 1 beschrieben ist.
Jeder Gleichstromzweig weist je zwei Brückenhälften 55 und
56, 58 und 59, 52 und 53 bzw. 61 und 62 mit Halbleitern
(Thyristoren) sowie je eine Drosselspule 51, 54, 57 bzw. 60
auf. Die Gleichstromzweige 45, 46, 47 und 48 sind in einem
Gleichstromkreis 64 parallelgeschaltet. Dabei lassen sich je
zwei Gleichstromzweige 45 und 46 bzw. 47 und 48 zu sechspul
sig wirkenden Gleichstromzweigen 43 bzw. 44 zusammenfassen.
Die Steuerwinkel des ersten dreipulsigen Gleichstromkreises
46 des ersten sechspulsigen Gleichstromkreises 43 sind α11a
und α12a, die Steuerwinkel des zweiten dreipulsigen Gleich
stromkreises 45 des ersten sechspulsigen Gleichstromkreises
43 sind α12b und α11b, die Steuerwinkel des ersten dreipul
sigen Gleichstromkreises 47 des zweiten sechspulsigen Gleich
stromkreises 44 sind α21a und α22a und die Steuerwinkel des
zweiten dreipulsigen Gleichstromkreises 48 des zweiten sechs
pulsigen Gleichstromkreises 44 sind α22b und α21b, α11a und
α11b, α12a und α12b, α21a und α21b sowie α22a und α22b sind
in der Theorie identisch, werden aber in der Praxis gering
fügig unterschiedlich eingestellt, um die Teilgleichströme in
den Brücken gleich zu halten. Ferner werden die Steuerwinkel
derartig eingestellt, daß α11a ungefähr gleich α11b ungefähr
gleich α21a ungefähr gleich α21b und α12a ungefähr gleich
α12b ungefähr gleich α22a ungefähr gleich α22b ist. Durch
diese Einstellung der Steuerwinkel sind die beiden dreipulsi
gen Gleichstromkreise 45 und 46 bzw. 47 und 48 der sechspul
sigen Gleichstromkreise 43 bzw. 44 um je 180° phasenverscho
ben.
Die Primärwicklungen 37 und 40 der Transformatoren 35 und 36
sind gegeneinander um 30° phasenverschoben, was zu einer Pha
senverschiebung von 30° der sechspulsigen Gleichstromzweige
43 und 44 führt. Durch diese 30° Phasenverschiebung der sech
spulsigen Gleichstromkreise 43 bzw. 44 ergibt ihre Parallel
schaltung einen zwölfpulsigen Gleichstromkreis 64. Durch
diese Ausführungsform werden nicht nur die 2. und 4. - wie
bei einem sechspulsigen Gleichrichter -, sondern auch die 5.
und 7. Harmonische der Versorgungsspannung des Energieversor
gungsnetzes 34 unterdrückt, so daß diese Ausführungsform für
besonders hohe Leistungen geeignet ist. Ein weiterer Vorteil
der zwölfpulsigen Variante der erfindungsgemäßen Einrichtung
zur Gleichstromversorgung ist, daß sie bei Ausfall eines
Transformators bei verminderter Leistungsfähigkeit als sechs
pulsige Einrichtung zur Gleichstromversorgung betrieben werden
kann. Auf diese Weise kann der Betrieb auch bei Ausfall eines
Transformators 37 oder 40 aufrechterhalten werden, was zu
einer deutlichen Erhöhung der Verfügbarkeit der Einrichtung
zur Gleichstromversorgung insgesamt führt. Die zwölfpulsige
Variante der erfindungsgemäßen Einrichtung zur Gleichstrom
versorgung ist also eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung
zum Betrieb eines Lichtbogenofens 63, insbesondere für große
Leistungen.
Die Einrichtung zur Gleichstromversorgung weist ferner einen
Gleichstromparallelzweig 15 mit einem Schaltelement und einer
optionalen Induktivität 14 auf. Zur Kompensation der vom
Gleichrichter ereugten Blindleistung ist eine Blindlei
stungskompensationseinrichtung 3 den Transformatoren 35 und
36 parallelgeschaltet. Die Blindleistungskompensationsein
richtung 3 weist Induktivitäten 4 und Kondensatoren 5 auf. In
alternativer Ausgestaltung besteht die Blindleistungskompen
sationseinrichtung aus Kondensatorbänken. Wird der Gleich
stromzweig 64 durch öffnen der Schalter 9 und 10 unterbro
chen, so wird der Schalter 12 geschlossen. In diesem Fall
werden die Steuerwinkel α11a, α12a, α11b, α12b, α21a, α22a, α21b,
α22b der gesteuerten Halbleiter der Brückenzweige 52, 53, 55,
56, 58, 59, 61, 62 derart gesteuert, daß mit der im Gleich
richter erzeugten Blindleistung die Blindleistung der Blind
leistungskompensationseinrichtung 3 kompensiert wird.
Claims (8)
1. Einrichtung zur Gleichstromversorgung für einen Gleich
stromlichtbogenofen (11) mit einem Gleichrichter und mit ei
ner Blindleistungskompensationseinrichtung (3) zur Kompen
sation der durch den Gleichrichter erzeugten Blindleistung,
wobei die Einrichtung zur Gleichstromversorgung gleichstrom
seitig zumindest einen Gleichstromparallelzweig (15) mit zu
mindest einem Schaltelement (12) aufweist, das bei Betrieb
des Gleichstromlichtbogenofens (11) geöffnet ist und das bei
Unterbrechung des durch den Gleichstromlichtbogenofen (11)
fließenden Gleichstroms schließbar ist, so daß zumindest ein
Teil der in der Blindleistungskompensationseinrichtung (3)
erzeugten Blindleistung durch den durch den Gleichrichter
fließenden Strom kompensiert wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Schalterelement (12) zumindest ein steuerbarer Halb
leiter derart steuernd ausgebildet ist, daß die bei Unterbre
chung des durch den Gleichstromlichtbogenofen (11) fließenden
Gleichstroms durch die Blindleistungskompensationseinrichtung
(3) erzeugte Blindleistung zumindest zum Teil kompensiert
wird.
3. Einrichtung zur Gleichstromversorgung nach Anspruch 1 oder
2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Gleichstromparallelzweig (15) zumindest eine Induk
tivität, insbesondere eine Spule (14), aufweist.
4. Einrichtung zur Gleichstromversorgung nach Anspruch 1, 2
oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schaltelement (12) als mechanischer Schalter ausge
bildet ist.
5. Einrichtung zur Gleichstromversorgung nach Anspruch 1, 2
oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schaltelement (12) als Thyristor, als GTO, d. h. als
Gate-Turn-Off-Thyristor, oder als IGBT, d. h. als Insulated-
Gate-Bipolar-Transistor, ausgebildet ist.
6. Einrichtung zur Gleichstromversorgung nach einem oder meh
reren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie die Brückenhälften (6, 7) des Gleichrichters getrennt
ansteuernd ausgebildet ist.
7. Einrichtung zur Gleichstromversorgung nach einem oder meh
reren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie einen sechspulsig wirkenden Gleichrichter aufweist,
der zwei parallel geschaltete, dreipulsige Gleichstromkreise
aufweist.
8. Einrichtung zur Gleichstromversorgung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie einen zwölfpulsig wirkenden Gleichrichter aufweist,
der zwei parallel geschaltete, sechspulsige Gleichstromkreise
(45, 46, 47, 48) aufweist, von denen wiederum je zwei bau
gleiche dreipulsige, Gleichstromkreise (45, 46, 47, 48) auf
weisen.
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| FORSYTH, Paul A., u.a.: "Robuste Filter in der Energieversorgung". In: etz, Bd. 114, Heft 22, 1993, S. 1382-1385 * |
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