DE19617478A1 - Handschleifmaschine - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einer
Handschleifmaschine der im Oberbegriff des Anspruchs 1
definierten Gattung.
Bei einer bekannten, als sog. Deltaschleifer ausgebildeten
elektrischen Handschleifmaschine dieser Art
(EP 0 610 801 A1) besteht die Unwucht-Kompensationseinheit
aus einer Ausgleichsmasse, die so ausgebildet ist, daß sie
die bei der vom Exzenterzapfen erzeugten Schwingbewegung
von Werkzeughalter mit Schleifwerkzeug entstehenden
Unwuchtkräfte weitgehend kompensiert. Da die
Kompensationseinheit aber nicht unmittelbar am Schwerpunkt
zwischen den gehäusefesten Drehlagern der Schleifeinheit
aus Werkzeughalter mit Schleifwerkzeug angreift, sondern
aus konstruktiven Gründen im Achsabstand von diesem
Schwerpunkt angeordnet ist, entsteht wiederum ein
zusätzliches Biegemoment, das die Unwuchtkompensation
unvollkommen macht. Die Folge ist eine unerwünscht
verstärkte Vibration des Schwingschleifers im Betrieb, die
vom Bediener noch deutlich gespürt wird.
Die erfindungsgemäße Handschleifmaschine hat
demgegenüber den Vorteil, daß sie durch die
erfindungsgemäße konstruktive Gestaltung der
Kompensationseinheit deutlich vibrationsärmer läuft. Dies
ist darin begründet, daß die zweite Unwuchtmasse das
Moment, das durch die erste Unwuchtmasse zum Ausgleich der
Unwuchtkräfte von Werkzeughalter und Schleifwerkzeug
erzeugt wird, weitgehend kompensiert und durch das damit
erreichte Momentengleichgewicht der negative Einfluß des
Axialversatzes der Kompensationseinheit zum Schwerpunkt der
Schleifeinheit aus Werkzeughalter und Schleifwerkzeug auf
das Vibrationsverhalten der Handschleifmaschine eliminiert
wird.
Durch die in den weiteren Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im
Anspruch 1 angegebenen Handschleifmaschine möglich.
Eine konstruktiv einfache Realisierung der
erfindungsgemäßen Kompensationseinheit wird dann erreicht,
wenn gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
die Unwuchtmassen am oberen und unteren Ende eines
Hohlzylinders als halbkreisförmige Halbringe mit
unterschiedlicher axialer Dicke einstückig mit diesem
ausgeformt sind. Die beiden Halbringe erstrecken sich auf
voneinander abgekehrten Seiten des Hohlzylinders jeweils
etwa über die Hälfte des Hohlzylinderumfangs.
Wird dabei gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der
Erfindung der Hohlzylinder mit den Halbringen als
einstückiges Sinterteil gefertigt und auf die Arbeitswelle
aufgepreßt, so läßt sich die Kompensationseinheit besonders
kostengünstig herstellen.
Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ausschnittweise eine Seitenansicht einer
elektrischen Handschleifmaschine,
teilweise geschnitten,
Fig. 2 eine Draufsicht einer
Unwucht-Kompensationseinheit der Handschleifmaschine
gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine Ansicht der Kompensationseinheit in
Richtung Pfeil III in Fig. 2.
Die in Fig. 1 ausschnittweise in Seitenansicht und
teilweise geschnitten dargestellte handgeführte,
elektrische Handschleifmaschine ist als Schwingschleifer,
und zwar hier speziell als sog. Deltaschleifer ausgeführt,
der eine dreieckförmige, symmetrische Schleifplatte als
Schleifwerkzeug 10 trägt. Die Unterseite der aus Kunststoff
gefertigten Schleifplatte ist mit einem Klettbelag 11 zur
Aufnahme von nicht dargestellten Schleifblättern versehen.
Die Handschleifmaschine kann aber ebenso mit einer
rechteckförmigen Schleifplatte ausgerüstet sein oder mit
anderen Schleifwerkzeugen, wie z. B. einem
Lamellenschleifvorsatz oder einer Schleifzunge oder einem
Schleifrohr betrieben werden. Auch kann die
Handschleifmaschine ein Exzenterschleifer mit rotierendem
Schleifteller sein.
Die Handschleifmaschine besitzt ein zweischaliges Gehäuse
12, das aus zwei Gehäuseschalen 121, 122 zusammengesetzt
ist, die längs einer parallel zur Gehäuselängsachse
verlaufenden Trennfuge 123 aneinanderstoßen. Im Gehäuse 12
ist ein Elektromotor 13 aufgenommen, von dem in Fig. 1
lediglich der auf der Abtriebswelle 14 sitzende Lüfter 15
zu sehen ist. Ein auf der Oberseite des Gehäuses 12
angeordneter Schaltschieber 16 dient zum Ein- und
Ausschalten des Elektromotors 13. Die Abtriebswelle 14
treibt über ein Winkelgetriebe 17 eine Arbeitswelle 18 an,
die in zwei gehäusefesten Kugellagern 19a und 19b drehbar
gelagert ist und an der unteren Stirnseite des Gehäuses 12
mit einem Exzenterzapfen 20 aus dem Gehäuse 12 vorsteht.
Auf dem Exzenterzapfen 20 sitzt ein Werkzeughalter 22 mit
einem in dem Werkzeughalter 22 eingepreßten Kugellager 21,
der an seiner Unterseite das plattenförmige Schleifwerkzeug
10 drehfest und axial unverschieblich aufnimmt.
Werkzeughalter 22 und Schleifwerkzeug 10 sind in ihrer Form
einander angepaßt, so daß das Schleifwerkzeug 10 plan an
dem Werkzeughalter 22 anliegt. Der aus Kunststoff
gefertigte Werkzeughalter 22 ist über einen flexiblen
Schwingkörper 23 am Gehäuse 12 festgelegt und damit gegen
Drehmitnahme bei rotierendem Exzenterzapfen 20 gesichert.
Wird mittels des Schaltschiebers 16 der Elektromotor 13
eingeschaltet, so treibt dieser über das Winkelgetriebe 17
die Arbeitswelle 18 an, die um ihre Achse 24 rotiert. Der
Exzenterzapfen 20, dessen Achse 25 um das Exzentermaß
gegenüber der Achse 24 der Arbeitswelle 18 versetzt ist,
führt eine Kreisbewegung aus, wodurch der Werkzeughalter
22, der durch den flexiblen Schwingkörper 23 an einer
Drehmitnahme gehindert ist, in eine kreisende
Schwingbewegung versetzt wird.
Um die bei der Schwingbewegung der Schleifeinheit aus
Werkzeughalter 22 und Schleifwerkzeug 10 entstehende
Unwucht, die zu einer erheblichen Vibration der
Handschleifmaschine in der Hand des Bedienenden führt,
weitgehend auszugleichen und dadurch die
Handschleifmaschine vibrationsarm zu machen, ist auf der
Arbeitswelle 18, und zwar in dem Bereich zwischen den
beiden gehäusefesten Kugellagern 19a und 19b, eine
Kompensationseinheit 26 drehfest angeordnet. Die
Kompensationseinheit 26 besteht aus zwei in Achsrichtung
der Arbeitswelle 18 zueinander versetzten, unterschiedlich
großen Unwuchtmassen 27, 28, die zueinander diametral an der
Arbeitswelle 18 angeordnet sind. Die größere Unwuchtmasse
27 ist dabei näher dem unteren gehäusefesten Kugellager 19b
angeordnet, das dem Werkzeughalter 22 näherliegt. Die
Unwuchtmassen 27, 28 sind dabei als halbkreisförmige
Halbringe 30, 31 ausgebildet, die am oberen und unteren Ende
eines Hohlzylinders 29 auf voneinander abgekehrten Seiten
des Hohlzylinders 29 angeformt sind und sich jeweils nahezu
über die Hälfte des Hohlzylinderumfangs erstrecken.
Bevorzugt wird dabei der Hohlzylinder 29 mit den Halbringen
30, 31 als einstückiges Sinterteil gefertigt und dann auf
die Arbeitswelle 18 aufgepreßt.
Claims (4)
1. Handschleifmaschine mit einem einen Motor (13) ent
haltenden Gehäuse (12), mit einem ein Schleifwerkzeug
(10) aufnehmenden Werkzeughalter (22) und mit einer
motorisch angetriebenen Arbeitswelle (18),
die in zwei gehäusefesten Drehlagern (19a, 19b) und mit
einem endseitig angeformten Exzenterzapfen (20) in
einem im Werkzeughalter (22) gehaltenen weiteren
Drehlager (21) aufgenommen ist, und mit einem zwischen
den beiden gehäusefesten Drehlagern (19a, 19b) auf der
Arbeitswelle (18) drehfest angeordneten
Kompensationseinheit (26) zum Ausgleich der vom
Werkzeughalter (22) mit Schleifwerkzeug (10) bei
Rotation der Arbeitswelle (18) erzeugten Unwucht,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kompensationseinheit
(26) zwei in Achsrichtung der Arbeitswelle (18)
zueinander versetzte, unterschiedlich große
Umwuchtmassen (27, 28) aufweist, die zueinander
diametral an der Arbeitswelle (18) angeordnet sind.
2. Handschleifmaschine nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die größere Unwuchtmasse (27) nahe
dem dem Werkzeughalter (22) näherliegenden,
gehäusefesten Drehlager (19b) angeordnet ist.
3. Handschleifmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Unwuchtmassen (27, 28) als
halbkreisförmige Halbringe (30, 31) am oberen und
unteren Ende eines Hohlzylinders (29) einstückig mit
diesem angeformt sind und daß sich die Halbringe
(30, 31) auf voneinander abgekehrten Seiten des
Hohlzylinders (29) jeweils über etwa die Hälfte des
Hohlzylinderumfangs erstrecken.
4. Handschleifmaschine nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Hohlzylinder (29) mit den
Halbringen (30, 31) als einstückiges Sinterteil
gefertigt und auf die Arbeitswelle (18) aufgepreßt
ist.
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